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1.000 Zuschauer im Live-Stream

Ein Stadthallen-Beschluss in Richtung Parkhaus

Von großem Interesse begleitet ging die erste Live-Übertragung aus dem Stadtrat am Dienstag über die Bühne. Was etwas unterging: Ein Beschluss zum Stadthallen-Standort macht vor allem Pläne für ein Parkhaus am Alten Eisstadion konkreter.

Stream1Für die Zuschauer war es ein Glücksfall: Dass zur ersten Live-Übertragung aus dem Regensburger Stadtrat just das altehrwürdige Thema Kultur- und Kongresszentrum auf der Tagesordnung stand, bescherte dem geneigten Beobachter eine Diskussion, die einiges bot: epische Ausführungen von Günther Riepl (Freie Wähler) dazu, dass er es schon immer gesagt hat, dass der Ernst-Reuter-Platz der beste Standort sei, wortreiche Erklärungen von Benedikt Suttner (ödp), warum es eine Wirtschaftlichkeitsprüfung brauche und warum der Bau einer Stadthalle kritisch zu sehen sei und ebenso ausführliche und teils scharf formulierte Erklärungen von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, warum Suttner Unrecht habe.

Bekenntnis statt Anmaßung

„Satire darf alles – außer sterben“

„Was darf Satire?“ Irgendwie logisch, wie viele Medien, die bis vor kurzem noch alle bekundeten, „Tscharlie“ oder „Scharlie“ zu sein, jetzt auf eine solche Diskussion einsteigen. Schließlich wird ja auch nach jeder Vergewaltigung darüber diskutiert, wie gefährlich Miniröcke oder tiefe Ausschnitte sind. Eine passende Antwort auf diese Frage, die man zu keinem dümmerem Zeitpunkt stellen […]

Nach Domspatzen-Doku

Des Bistums durchsichtige Flucht nach vorn

Nach der ARD-Dokumentation zur sexuellen Gewalt bei den Regensburger Domspatzen will das Bistum Regensburg einen Fall „neu aufrollen“. Bischofssprecher Clemens Neck spricht von „neuen Vorwürfen“, die bisher gegenüber dem Bistum nicht geäußert worden seien. Mit der Wahrheit hat das nur wenig zu tun. Wir zeichnen den Fall nach, dessen erneute Prüfung Bischof Rudolf Voderholzer schon vor Jahren versprochen hat.

Missbrauchsopfer warnt Betroffene

„Wendet Euch nicht an dieses Bistum!“

Der ehemalige Domspatz Udo Kaiser widerspricht dem Rechtsanwalt Geedo Paprotta, der im Auftrag des Bistums Regensburg Anträge auf Anerkennung sexuellen Missbrauchs prüft. Paprotta hatte einen sexuellen Missbrauch bei Kaiser verneint, lehnt es aber in einer weithin beachteten ARD-Dokumentation ab, sich näher dazu zu äußern. In einer Stellungnahme gegenüber unserer Redaktion begründete er dies einerseits mit seiner anwaltlichen Schweigepflicht, andererseits mit seiner „privaten Ansicht (…), Herrn Kaiser damit zu schützen“. Kaiser spricht im Interview mit unserer Redaktion von mehreren Falschaussagen Paprottas und sagt: „Herr Paprotta ist ein willfähriges Werkzeug der Kirche und ausschließlich darum bemüht, Schaden von seinem Auftraggeber abzuwenden.“

Finanzskandal Wenzenbach

„Seltsame Praktiken schon länger normal“

Steuerfreie Urlaubsabgeltung, ungerechtfertigte Leistungsprämien für Beamte: Die Unregelmäßigkeiten in der Gemeinde reichen offenbar weiter zurück als bislang bekannt. In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats kam außerdem zur Sprache: Nur einer von drei Beamten hat die zu Unrecht erhaltenen Prämien zurückgezahlt. Die anderen beiden weigern sich. Unter ihnen: der Bürgermeister einer Nachbargemeinde.

Mieter beschweren sich lautstark

Stadtbau-Streit im Vitusstift

Bei einem Infoabend in der Vitusstraße kam es am Donnerstag zum Eklat. OB Wolbergs, SPD-Fraktionschef Norbert Hartl und Stadtbau-Chef Joachim Becker gerieten heftig mit Mietern, aber auch gegenseitig aneinander. Der Oberbürgermeister versprach am Ende nun zum wiederholten Mal: Es gibt städtische Zuschüsse für die Tochtergesellschaft.

Flüchtlingsunterkunft

Fünf Jahre im Container?

Bizarr: In der Regensburger Erstaufnahmestelle, wo Flüchtlinge maximal einige Wochen untergebracht sind, wird nach höchsten Standards gebaut. Im Stadtwesten soll dagegen eine „langfristige Gemeinschaftsunterkunft“ für 100 Menschen entstehen – in preisgünstiger Container-Bauweise. Der Platz pro Person: 6,8 Quadratmeter.

Grundstücksvergabe war rechtens

Beschwerde: Wolbergs watscht die CSU ab

Die Grundstücksvergabe auf der Nibelungenkaserne ist nicht zu beanstanden. Das ist das Ergebnis der Rechtsaufsichtsbeschwerde der CSU. Die feiert sich trotzdem. Wir veröffentlichen die Stellungnahme der Rechtsaufsicht als Video – verlesen (und kommentiert) von OB Wolbergs.

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