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Umweltausschuss

Sperrmüll-Abholung, Patenschaft und Kameras: Das will Regensburg gegen wilde Müllkippen tun

Mit Sanktionen und Freiwilligen will die Stadt das Problem der illegalen Müllablagerungen angehen. Geplant ist auch ein Abholsystem für Sperrmüll – doch die Finanzierung ist noch nicht geklärt.

Dürfte nicht videoüberwacht werden: der zugemüllte private Container von TEXAID. Foto: Staudinger

Ein Aufregerthema, das regelmäßig hochkocht – und längst nicht nur Regensburg betrifft: Illegale Müllablagerungen nehmen zu. 2024 registrierte die Stadt über 1.800 wilde Ablagerungen. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Die Hotspots – 40 Prozent des Mülls – verteilen sich übers gesamte Stadtgebiet.

Bauschutt, Sperrmüll, gewerblicher Abfall

Am Grieser Spitz und am Donauufer westlich der Nibelungenbrücke häufen sich Flaschen, Einwegverpackungen und Grills – vor allem an Wochenenden.

Neben den Altstoffsammelstellen in der Konradsiedlung und am Rennweg landen regelmäßig Sperrmüll, alte Matratzen und Bauschutt.

Auf den Parkflächen am Unteren Wöhrd und bei der Bajuwarenstraße gibt es immer wieder größere Ablagerungen, teils gewerblichen Ursprungs.

Beim Industriegebiet Haslbach und im Bereich der Autobahnausfahrt Burgweinting nutzen Täter abseits gelegene Straßen und Parkplätze gezielt als Kippe.

Drei Standorte sollen mit Kameras überwacht werden

Schon unter dem früheren Umweltbürgermeister Ludwig Artinger (Freie Wähler) wurde über Gegenmittel gestritten. Nun hat seine Nachfolgerin, Bürgermeisterin Helene Sigloch (Grüne), in einem mündlichen Bericht die geplanten Schritte vorgestellt.

Das Paket reicht von Sofortmaßnahmen bis zu langfristigen Projekten: ein Sperrmüllaktionstag in der Konradsiedlung am 9. Oktober, die Einführung sogenannter Müllpaten, eine städtische Sperrmüllabholung und Videoüberwachung an bestimmten Container-Standorten – letzteres vor allem eine Forderung der CSU. Nach der Prüfung von zehn Standorten hat das Umweltamt drei ausgewählt, an denen Kameras zum Einsatz kommen sollen: Kirchfeldallee, Posener Straße und Hartinger Straße.

Nutzen von Videoüberwachung zweifelhaft

Am Nutzen dieser Maßnahme gibt es Zweifel. Umwelt- und Ordnungsamt hatten das bereits im Februar unisono festgehalten: „Einem geringen Nutzen der Videoüberwachung steht (…) ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bürger gegenüber“, heißt es in der damaligen Stellungnahme. Grundsätzlich sei fraglich, ob die strengen Datenschutzvorgaben überhaupt einzuhalten sind.

Doch Ludwig Artinger, damals noch Bürgermeister, war es leid. Das Problem sei, so sagte er, dass es Stadträte gebe, die behaupteten, Videoüberwachung sei unproblematisch. Und: „Ich bin es leid, dass sich in fünf Jahren mein Nachfolger immer noch mit dem Schmarrn herumschlägt.“

CSU setzt auf Effekt der Abschreckung

Nun ist die Nachfolgerin da – und die Überwachung wird an den drei genannten Standorten erprobt. Umweltamtschefin Tina Voigt begründet die Auswahl vor allem damit, dass sich dort Kfz-Kennzeichen von Müllsündern erfassen lassen. „Das darf aber aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht der Hauptzweck sein“, sagt sie.

CSU-Chef Michael Lehner hätte sich mehr überwachte Standorte gewünscht. Er setzt auf Abschreckung. „Wenn wir da die ersten zehn erwischen und fette Strafen verhängen, dann spricht sich das rum.“

Ob am Ende die städtischen Ämter recht behalten – oder er –, wird sich zeigen.

„Ohne Bürger auf verlorenem Posten.“

Tina Voigt setzt jedenfalls größere Hoffnungen in die Müllpaten: Freiwillige, die auf ihren täglichen Wegen Abfall einsammeln. Für sie will die Stadt Starterkits bereitstellen. In anderen Städten seien solche Patenschaften sehr erfolgreich, sagt Voigt. Das stärke die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt – und das Bewusstsein: „Wir sind alle zuständig.“ Wenn die Stadt die Bürgerschaft nicht im Boot habe, „dann kämpfen wir auf verlorenem Posten“, sagt auch Bürgermeisterin Sigloch.

In Regensburg haben bereits mehrere Schulen, die U15-Mannschaft der Eisbären und der Verein von Stadtrat Jakob Friedl Interesse an Patenschaften angemeldet. Er will T-Shirts drucken lassen. Aufschrift: „Müllpate 2027“.

Abholsystem startklar – Finanzierung unklar

Auch die kommunale Sperrmüllabholung steht in den Startlöchern. „Wir könnten jederzeit loslegen“, sagt Rudolf Gareis vom Amt für Stadtreinigung. Bürger könnten die Abholung dann über ein Online-Portal anmelden. Entrümpler mit Press- und Kastenwagen übernehmen im Auftrag der Stadt den Rest. Klar stellt Gareis aber auch: „Das kostet schon einiges.“ Über die Finanzierung soll der Umweltausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden.

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Kommentare (20)

  • Daniela

    |

    Es ist ein Phänomen, dass BürgerInnen glauben, jeglicher Müll könnte irgendwo abgestellt werden, getreu dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

    Ich denke auch, dass allein die Bekanntgabe der Videoüberwachung auf öffentlichen Flächen schon abschreckend wirkt. Irgendwann werden wir uns entscheiden müssen, ob Datenschutz vor Umweltverschmutzung geht, denn es ist eine Umweltverschmutzung, wenn man den Müll in die Landschaft kippt.
    Genau, wie hohe Strafen natürlich abschrecken.

    Ob es nutzt, bleibt abzuwarten, ggf. entstehen dann an anderen Stellen wieder wilde Mülldeponien.

    Man kann natürlich auf die rege Mitarbeit der Bevölkerung hoffen, würden viele darauf achten, wenn andere ihren Müll illegal irgendwo abstellen und dann die Ordnungskräfte rufen, vielleicht sehe es dann anders aus. Autokennzeichen notieren ist meines Wissens nach nicht verboten. Anderenorts gibt’s sogenannte Müll- Detektive, die durchsuchen den wilden Müll auf Hinweise zu den Verursachern. Des öfteren werden sie dann auch fündig, saftige Strafen tun das übrige.

    Es wird häufig über das Verschwenden von öffentlichen Geldern geschimpft. Die Entsorgung von illegal abgelegten Müll kostet die Stadt auch. Ob da unter den Beschwerdeführern über die Verschwendung öffentlicher Gelder auch Müllsünder sind?

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  • Jakob Friedl

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    Wir freuen uns, dass der KfE*(Kaufladen für Erwachsene im Vorgartenamt des Fvfu-uüiUF e.V – Kulturvereins) wohl ein von der Stadt markierter Ort werden kann, an dem niederschwellig, dezentral und gerne auch spontan Müll-Greifzangen und Eimer täglich genutzt und ausgeliehen werden können. Als Alltags-Kulturverein ist es uns wichtig, gestaltend und durch unsere praktische Tätigkeit ein Bewusstsein für Selbstwirksamkeit und Müllvermeidung in das Umfeld unseres Nachbarschaftstreffs zu tragen. Hier ein netter Brief an die Umweltbürgermeisterin vom Mai 2026: https://parkversorgung.de/kaufladen-fuer-erwachsene/#muellpate
    Unsere Mode-Kollektion “KfE*-Müllpate `27” siebdrucken wir selbstverständlich aus abgegebenen und liegengebliebenen Altkleidungsstücken selbst.

    Was nicht passieren sollte, ist dass sich beim durchaus auch medial verbreiteten Thema Müll alle an ihren Endgeräten aufregen und möglichwerweise sogar noch einen Sündenbock finden, während der herumgezeigte Müll jedoch einfach liegenbleibt. Dabei macht Müllsammeln doch auch Spaß! Routinemäßiges und unaufgeregtes Ramma Damma mit anschließendem Stammtisch könnte sich auf Strecke zum sinnstiftenden Seniorensport entwickeln – ähnlich wie Nordic Walking.

    Ich fände es schön, wenn Müllgreifzangen der Stadt nicht nur am Recyclinghof, sondern dezentral in unterschiedlichsten Zusammenhängen ausgeliehen werden können: Im Jugendzentrum, im selbstorganisierten Nachbarschaftstreff, beim Sportverein, im Bio -, im Dönerladen & im Getränkemarkt… zwei gekreuzte Müllzangen mit Regensburg-Wappen an der Wand :-) Kosten: Fast keine! Die Anregung für frei verfügbare Greifzangen geht in eine ähnliche Richtung wie mein illustrierter Antrag zu den “Kehrsets mit Stadtwappen” aus dem Jahr 2021: https://ribisl.org/kehrsetausgabestellen-erproben-2/

    Folgende Anregung hat es erwartbar unter Bgm Ludwig Artinger: nicht in die Vorlage des Umweltausschusses vom Di, 21.04.2026 Städtisches Präventionskonzept gegen wilde Müllablagerungen, VO/26/23041/31 https://ribisl.org/wp-content/uploads/2026/09/Muell_VO262304131_21_04_2026_Umweltausschuss.pdf geschafft:

    Zur Weitererarbeitung des städtischen Präventionskonzepts gegen wilde Müllablagerungen als effektive, billige und manigfaltig wirkmächtige Maßnahme hatte ich in der vorangegangenen Sitzung bereits angeregt, in jedem Stadtteil kostenfrei verfügbare Lastenradanhängergespanne zur Verfügung zu stellen um z.B. Sperrmüllentsorgung für Leute ohne Führerschein oder mit wenig Geld zu erleichtern. Die Ausleihanhänger könnten von der Stadt förderfähig angeschafft werden, mit einem Unterstand einen PKW-Stellplatz ersetzen und an verschiedene soziale Projekte oder Anlaufstellen andocken: Auch das wäre gut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Alltags-Kultur und könnte einen ähnlichen Zweck erfüllen, wie regelmäßige Sperrmüllabholungen.

    Das Konzept der Verwaltung, in dem auch umfangreich auf die Umständlichkeiten der von der CSU geforderten Videoüberwachung eingegangen wird, sowie weitere konstruktive Müllbeiträge hier im Ribisl-Block: https://ribisl.org/muellpatenschaft-mit-greifzangen/

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  • Lauberzehrling

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    Ihren Glauben an das Gute im Menschen in allen Ehren. Ich glaube jedoch nicht, dass das Bereitstellen von Lastenradanhängern die wilde Entsorgung von Sperrmüll vermindern kann. In den meisten Fällen der Ablagerung an wilden Sammelstellen dürfte es nicht am fehlenden Transportmittel scheitern, sondern schlicht an der guten Kinderstube.

    Ebensowenig halte ich die Idee der „Müllpaten“ für praktikabel. Bereits begrifflich handelt es sich um einen Fehlgriff.

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  • Tom Horstmann

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    Wäre ein Traum, wenn das MüllPaten-Konzept umgesetzt wird. Ich freue mich drauf.

    Der Müllfrei-Effekt an sich ist maximal erstrebenswert. Weil nachhaltiger, empfinde ich als noch wichtiger:
    – ein wachsendes Bewusstsein beim Verursacher durch Bekanntmachungen, mediale Aufmerksamkeit und verstärkte Präsenz von Sammelnden.
    – ein Netzwerk von Waste Watchers.

    Seit einiger Zeit sammle ich ein festes Gebiet ab – beseitige Müll zwischen der Brücke beim Auer und der Bank hinterm Hauner. Das war bisher recht einsam und auch immer frustrierender. Wegen des Kampfs gegen die Windmühlen einerseits – an immer derselben Stelle beim Auer wieder und wieder die zig Bonbon-Papierle. Aber auch wegen dem nächsten Müll, der nächsten Kippe, die drei Meter weiter hinterm Auer liegt. Leider muss ich mein Gebiet hart begrenzen – sonst werd ich ja nie fertig und sammelte immer noch und könnt dies nicht schreiben.

    Nun war ich am 17.9. beim Clean Up Day in der Obermünsterstrasse dabei. Das hat mich stark motiviert und meinen Frust und Ärger abgebaut.
    – Es baut mich auf, Gleichgesinnte zu treffen.
    – Es baut mich auf, dass da noch andere sind, die den Müll weg haben wollen und was dafür tun.
    – Es baut mich auf, dass jemand zu schätzen weiss, dass ich Müll beseitige.

    Massiv motiviert mich, zu erleben wie Menschen die Initiative ergreifen, die Situation nachhaltig zu verbessern. Was ich im Nachgang des Clean Up Day erlebe, macht mir Hoffnung.
    Die Windmühlen werden so schnell sicher nicht ganz verschwinden. Aber mit Waste Watchern bin ich vllt auf Dauer mit meinem Gebiet schneller fertig und weiss, dass hinterm Auer auch jemand beseitigt. Und vllt beseitigt da ja auch jetzt schon jemand?

    Drei Punkte fallen mir zum Konzept auf:
    – Ich fühle und sehe mich so absolut gar nicht als “Müllpate”!?! Finde “Waste Watcher” ansprechender.

    – Waste Watchers sollten als Privatpersonen erkennbar bleiben und nicht zu weit “uniformiert” werden. Wenn erkennbar wird, dass Mitmenschen privat Müll beseitigen, dürfte die Wirkung auf die Gemeinschaft grösser sein, als wenn Waste Watchers als Verlängerung der Strassenreinigung wahrgenommen werden.

    – Für mich sind Greifzangen unhandlich und zeitlich wenig effektiv. Nutze sie nicht und bräuchte sie selten. Hand mit einem gut passendem gummiertem Handschuh ist für mich das schnellste. Ob eine Greifzange gebraucht wird, ist villeicht von Gebiet und Art des Mülls abhängig?

    Auch die Sperrmüll-Abholung wird hoffentlich helfen. Sehr gut! Alte Möbel stehen beim Auer ja auch mal gern. Zum Termin in der Konradsiedlung am 9.10. finden sich Details in der Regensburger Abfall App.

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  • Regensburmese

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    In meiner Kindheit waren die Sperrmülltage die höchsten Feiertage, die größten Spaßtage und – unbewusst – die schönsten Nachhaltigkeitstage.
    An die Vorschreiber: Müllsammeln ist sexy!

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  • satyr

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    interessant ist in diesem zusammenhang, dass es in der wohnannlage benzstrasse einen umzäunten bereich gibt für sperrmüllablage für die dortige klientel, übrigens ein paarhundert meter entfernt vom recyclinghof

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  • Tino

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    Für Raucher*innen gehört es oft scheinbar zum Ritual dazu, die Kippe lässig in die Gegend zu schnippen. In anderen Ländern und Städten, z.B. Wien wird dieses Verhalten stark sanktioniert und mit hohen Geldsrafen geahndet. Kippen gefährden Menschen, Tiere und Natur, deshalb muss ein Waste Watchers-System die Berechtigung zur Anzeige beinhalten. Als Bürger*in den Müll auf Straßen zu beseitigen, während die Verpackungs-Industrie Milliarden verdient, ist eher kontraproduktiv. Die Politik muss handeln! Aber da gibt es ja leider noch die CSU, die vor ein paar Jahren von München aus die Verpackungssteuer (Regensburg stand kurz vor der Umsetzung) verboten hat.
    Kippt doch den gesammelten Müll vor das Ministerium oder vor die einschlägigen Fastfood-Filialen!

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  • Roahausen

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    @Tom Horstmann:
    Es gibt tatsächlich einen, der auf der anderen Seite des Regens Müll sammelt, nämlich ich ;)
    Es ist ein unfassbar wichtiges Signal für die Gesellschaft, wenn Bürger – soweit in ihrer Kraft – selbst etwas für den öffentlichen Raum unternehmen.
    Dies wird auch durchaus von Passanten mit Lob quittiert.

    Beim Sammeln bleibe ich aber bei der Greifzange. Dafür sind mir die ganzen Zigarettenkippen zu sehr ein Graus.

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  • Anwohner

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    Seit Jahrzehnten besteht ein Müllproblem in Regensburg.
    Gelbe Säcke wurden von den Landkreisbewohner, irgendwo
    am Straßenrand abgelegt. Sperrmüll wird seit einigen
    Jahre massiv, vor allem bei Kleidungcontainern entsorgt.
    Die ganze Zeit, habe ich Bürgermeister, Stadträte und Verwaltung
    darauf hingewiesen. Geändert hat sich nichts, im Gegenteil,
    es wird immer schlimmer. Die Antworten waren immer dieselben.
    Man muss die Bürger darauf hinweisen. Mit ihnen ins Gespräch
    kommen. Sie sensibilisieren für die Umwelt. Man kann sie mit
    Flyer darauf hinweisen und so weiter. Eine echte Lösung kam
    nie. Es wurde höchstens gesagt was nicht geht.
    Anzeigen, verlaufen im Sande.
    Und dann soll ich in meiner Freizeit, den Müll aufräumen.
    Mache ich sofort, wenn diese Plätze Videoüberwacht werden.
    Das Ordnungsamt mit Nachdruck versucht, diese Umweltverschmutzer
    zu finden, und die Strafen dafür massiv erhöht werden.
    Und Tino kann ich auch nur zustimmen.

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  • Daniela

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    Ich denke, so ein paar Großplakate bei den exponierten illegalen Mülldeponien könnte die Stadt schon preiswert realisieren.

    Diese Plakate sollten schon ausdrücklich darauf hinweisen, dass illegal Müll ablegen mit erheblichen Strafen einhergeht. Vielleicht auch ein drastischer Hinweis, dass die Entsorgung des illegal abgelegten Müll die Stadt erheblich Geld kostet, dass dann an anderer Stelle fehlt.

    Was mir häufiger auffällt ist, dass vor vollen Altkleidercontainern Säcke mit Altkleidern abgestellt werden, die dann von rücksichtslos agierenden Mitmenschen aufreisen und die Wäsche davor verteilt wird. Vielleicht sollte man hier die Intervalle der Abholung voller Container prüfen, sodass gar keine Säcke vor den Container stehen.

    Die Stadt muss agieren, nur darauf vertrauen, dass einzelne Sperrmüllabholungen und Müllpaten das Problem lösen, könnte sich zum Irrläufer entwickeln.

    Eine breite Sensibilisierung der Bevölkerung wird erforderlich sein. Die Bürger*innen werden vielleicht dann auch mehr auf ihr Umfeld achten und ggf. Müllsünder darauf ansprechen.

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  • Tom Horstmann

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    @Roahausen
    Super, vielen Dank!! Das gefällt mir!
    Hab mich tatsächlich auch schon mal gefragt, ob da nicht doch schon jemand beseitigt;)

    In der Tat bekomme ich unterwegs auch immer Mal Lob, Dank und positives Feedback.

    Wenn Du magst, lass uns in ungezwungenen Kontakt treten. Schreib mir gern an Roahausen123 (at) tomhorstmann.de .
    Du könntest auch mit in unsere Signal-Gruppe zum Thema Müllbeseitigung/-vermeidung, Clean Up Day und was sonst so dazu vorstellbar ist. Wir wollen Mitte Oktober eine Nachbesprechung zum Clean Up Day machen. Termin steht noch nicht fest, aber sei gern dabei.

    Alternativ sehen wir uns hoffentlich eh bald mal im “Waste Watcher”-Rahmen.

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  • Thilo B.

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    Ich finde die sensible Behandlung von Videoüberwachung in der heutigen Zeit sehr gut. Und die Müllpaten haben meinen allerhöchsten Respekt. Was wäre Regensburg ohne sie? Somit kann die Stadt weiterhin zugemüllt werden. “Es hat uns keiner gesehen und Irgendwer räumt es schon weg.” Nett, dass die unbekannten Müllsünder für ihre Ansicht auch noch Bestätigung hierfür finden.

    Wen soll man sensibilisieren, wenn man die Müllsünder nicht (er)kennt? Und welche Motivation soll die Stadtverwaltung haben, nach einer Lösung zu suchen, wenn die einfachste Lösung bereits funktioniert: nämlich anerkennungsuchende Müllsamariter.

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  • Wittmann Ludwig

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    Seit Jahren engagiere ich mich zusammen mit der Unterstützung von Mitgliedern der Omas und Opas for Future, Regionalgruppe in Sachen umweltgerechte Entsorgung von Zigarettenkippen im öffentlichen Raum der Stadt Regensburg. Zahlreiche Sammelaktionen z.B. in Parkanlagen oder auf dem Gelände der Barmh. Brüder. Klick-Klack Dosen Verteilaktionen im Zentrum, an der Donau, auf der Dult und zuletzt zusammen mit unserer Plakataktion in den Regensburger Freibädern. Seit Jahren appellieren wir an die Stadt ein Rauchverbot bzw. die Einrichtung von Raucherzonen in den Bädern im Freigelände zu erlassen. Bisher vergeblich. Andere Städte machen es besser und wir bleiben an dem Thema dran. Würde mir wünschen, dass die Stadt nach dem Vorbild der Stadt Augsburg (500 Kippenabfallbehälter) Behältnisse im öffentlichen Raum u.a. an den RVV Bushaltestellen aufstellt.

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  • Mr. T.

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    Man muss schon die verschiedenen Arten von “Müllsündern” (schöner Euphemismus) unterscheiden. Da sind jeweils unterschiedliche Ansätze und Lösungen nötig.
    Da gibt es diejenigen, die in irgendeinem dunklen oder abgelegenen Eck ihre Industrieabfälle verkappen, die sie sonst teuer entsorgen müssen. Das sind Kriminelle, denen man mit polizeilicher Arbeit beikommen muss.
    Dann gibt es diejenigen, die auf öffentlichen Plätzen ihre Abfälle rund um den einzigen längst überfüllten Abfalleimer drapieren und meinen, dass das schon so passt und man ja einfach nur mehr Entsorgungsmöglichkeiten schaffen müsste. Die würden wohl in der freien Natur, wo sie keinen Mülleiner erwarten, alles wieder mitnehmen, in der Stadt jedoch sehen sie die Verantwortung wo anders.
    Da gibt es diejenigen, die ihren Sperrmüll einfach vor die Tür stellen und sich damit rausreden, dass man sich ja daran bedienen könnte, wenn man was braucht. Hier wiederum wäre es gut, wenn man dedizierte und kurierte Plätze schaffen würde, wo man solche Ware ablagern könnte, wo dann andere wirklich auch suchen können, ob es was brauchbares gibt, und von Zeit zu Zeit professionell ausgemistet wird. Quasi kleine Wertstoffinseln in den Quartieren.
    Bei den Kippen bräuchte es mehr öffentliches Shaming. Es muss verpönt sein, Kippen auf den Boden zu werfen. Ich kenne schon viele, die immer ihren Taschenbecher dabei haben. Vielleicht bräuchte es dabei ein paar kultige Modelle, vergleichbar dem Kult um manche Feuerzeuge.
    Was ist eigentlich aus Olaf geworden, der immer mit seinem Eimerchen durch die Stadt gelaufen ist und demonstrativ vor aller Augen Kippen mit der Hand aufgeklaubt hat? Der hat sicherlich einigen ein schlechtes Gewissen gemacht und sie zum Nachdenken gebracht. Respekt vor solchen Idealisten!
    Dann sind da noch die Vollidioten, denen alles egal ist, die McD-Tüten grundsätzlich bei den Stadtrunden aus dem Auto werfen, alles, was sie nicht mehr brauchen sofort fallen lassen, auch wenn sie den nächsten Abfalleimer 3 Sekunden später passieren würden. Die brauchen wohl regelmäßig eine juristische Genickwatsche, die sie zum Einlenken zwingt.

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  • Volker Artmann

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    Thilos Kritik an der zunehmenden Vermüllung und insbesondere an der Frage, wie man mit den Verursachern umgeht, ist absolut nachvollziehbar. Auch der Hinweis, dass das bloße Beseitigen von Müll noch keine Lösung für dessen Entstehung ist, verdient Beachtung. Genau diese Unterscheidung zwischen Symptombekämpfung und Ursachenbekämpfung sollte man ernst nehmen.
    Allerdings greift der Kommentar an einigen Stellen zu kurz. Aus der Tatsache, dass Müllpaten herumliegenden Müll beseitigen, folgt nicht, dass dadurch die Stadtverwaltung von ihrer Verantwortung entbunden wird oder keinen Anreiz mehr hätte, gegen illegale Müllablagerungen vorzugehen. Dafür bräuchte es konkrete Anhaltspunkte. Ebenso ist die Frage, welche Motivation die Stadtverwaltung hat, eine andere als die Frage, welche Maßnahmen tatsächlich ergriffen werden.

    Auch die Müllpaten selbst als „anerkennungsuchende Müllsamariter“ zu bezeichnen, lenkt meines Erachtens vom eigentlichen Problem ab. Ihr persönliches Motiv lässt sich von außen kaum beurteilen und ist für die grundsätzliche Frage, wie die Stadt mit wilden Müllablagerungen umgehen sollte, auch nicht entscheidend. Dass Bürger freiwillig Verantwortung übernehmen, kann man kritisch hinsichtlich möglicher Fehlanreize betrachten, ohne ihr Engagement abzuwerten.

    Der interessante Punkt des Kommentars liegt deshalb woanders: Freiwilliges Aufräumen darf nicht dazu führen, dass die Ursachen des Problems aus dem Blick geraten. Eine Stadt muss sich auch fragen, wie illegale Müllablagerungen verhindert, Verursacher gegebenenfalls identifiziert und sanktioniert und problematische Müllstandorte dauerhaft entschärft werden können.

    Die Müllpaten und eine konsequente kommunale Strategie gegen illegale Müllablagerungen müssen sich dabei nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil: Das Engagement der einen sollte nicht als Ersatz für die Verantwortung der anderen verstanden werden.

    Die Kritik an der bestehenden Situation ist also durchaus berechtigt. Sie wird nur dann überzeugender, wenn sie sich auf die Frage konzentriert, ob die Stadt ausreichend gegen die Ursachen vorgeht – und nicht denjenigen, die den Müll freiwillig beseitigen, eine bestimmte Motivation unterstellt.

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  • Lui

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    Müllablagerungen können z.B über den Mängelmelder der Stadt gemeldet werden. Meiner Erfahrung nach wurde darauf sehr zeitnah reagiert.

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  • AaBe

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    Liebe Regensburger und Stadträte,
    die Ideen und Sanktionen sind ja so halb-prächtig. Auch umgeht man das eigentliche Problem, das anscheinend auch niemanden Auffällt: wohin mit dem Müll? Wo entsorgen? Wieviel Stunden und Tage Wartezeit einplanen am städtischen Recylinghof? Dann weggeschickt nach Haselbach? D.H. es kann auch nur entsorgen wer ein Fahrzeug hat! Schon mal an die Mängel dieses Systems gedacht? Sperrmülltage sind super
    Mehr Spaß würde es machen, wenn man Sachen auch Tauschen könnte, das würde es vereinfachen für das Entsorgungsteam und der Verschrottung guter Gegenstände vorbeugen. Aber leider ist die ja Verboten!
    Wer in Regensburg schon mal etwas entsorgen musste weiß, dass das nicht so einfach wie in anderen Städten funktioniert. Vor einigen (lange!) Jahren war es bedeutend einfacher zack hin und wieder weg, für gute Sachen der flohmarkt- gute Anlaufstelle für günstige Möbel. Jetzt ist das Recylinghof fahren sehr schwierig und dann nehmen die nicht alles…. lädt geradezu ein, dinge illegal zu entsorgen :-(
    Die Kameraüberwachung ist verständlich, aber so ganz korrekt ist das ja wohl nicht?
    Die hohen Kosten für die Sperrmüllfahrt verstehe ich auch nicht, die wilden Deponien müssen doch viel öfter abgeholt werden!?
    Und einmalige Sperrmüllfahrten sind völlig umsonst, der Bewohner muß sich sicher sein, dass 1 oder 2x im Jahr abgeholt wird. Schade nur, dass dann alles in die Schrott-Presse kommt.]
    Und zu guter Letzt: Müll erst garnicht produzieren: bewusst einkaufen und vorher schon überlegen wo man das entsorgt, wenn man es nicht mehr möchte! :-)

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  • astrid schnell

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    Was Regensburg bezgl. Müll bis 2027 tun soll!

    Unsere Aktion am 17.09.2026 „Regensburg räumt auf – Clean Up Day 2026“ mit unserem Motto; „Eine bepflanzte Baumscheibe ist kein Aschenbecher!“ war der Auftakt, damit sich die Stadt Regensburg 2027 offiziell am Clean Up Day beteiligt.

    Damit daraus auch eine gemeinsame Aktion der Stadtgesellschaft werden kann, forderten wir die Stadt in unserer Pressemitteilung auf, bis 2027 konkrete Maßnahmen für mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum umzusetzen:

    1. Kommunales Waste-Watcher-Modell prüfen und einführen
    Regensburg soll ein kommunales Waste-Watcher-Modell nach dem Vorbild von Wien prüfen und eigene Stellen mit den erforderlichen rechtlichen Befugnissen schaffen.

    2. Papierkörbe aufrüsten
    An stark belasteten Orten sollen öffentliche Papierkörbe mit Aschenrohren bzw. Kippenbehältern ausgestattet werden – insbesondere an stark frequentierten Straßen, Plätzen und vor Gastronomiebetrieben.

    3. Wegwerfen muss Konsequenzen haben!
    Vermüllung soll konsequent kontrolliert und geahndet werden. Die Stadt soll prüfen, welche kommunalen Regelungen für wirksame Organstrafen bzw. Bußgelder notwendig sind.

    4. Sanktionseinnahmen für Sauberkeit einsetzen!
    Einnahmen aus entsprechenden Sanktionen sollen vorrangig in Sauberkeitsmaßnahmen fließen – etwa in Entsorgungsmöglichkeiten, Reinigung, Prävention und Kontrollen.

    5. Saubere Infrastruktur schaffen!
    Mehr Entsorgungsmöglichkeiten, Aschenbecher, regelmäßige Reinigung und verständliche Hinweise gehören zu einer funktionierenden Sauberkeitsstrategie. Gastronomie und Gewerbe sollen an besonders belasteten Orten einbezogen werden.

    Unser Ziel für 2027
    Die Stadt Regensburg beteiligt sich 2027 offiziell als Kommune am Clean Up Day.
    Daraus soll eine gemeinsame Aktion der ganzen Stadt Regensburg werden – mit besserer Infrastruktur, mehr Verantwortung und konsequentem Handeln gegen Vermüllung.

    Denn öffentlicher Raum gehört uns allen und gemeinsam zahlen wir die Zeche für illegale Müllablage, die manchmal nur von einer einzelnen Person verursacht wird.

    Die Stadt Regensburg soll Vereine, Umweltverbände, Schulen, Kindergärten, Sportvereine, soziale Initiativen usw., Gewerbetreibende, Kulturinitiativen usw. sowie Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen und den Aktionstag kommunal unterstützen.

    Unterstützt wurde unsere Aktion “Regensburg räumt auf” von Greenpeace Regensburg, O4F – Omas und Opas for Future Regionalgruppe Regensburg, Transition Regensburg, Critical Mass Regensburg, „Die Linke“ Kreisverband Regensburg und aktiven Menschen. Initiatorin war ich, Astrid Schnell zusammen mit Linda Feyerabend (Greenpeace) und Ludwig Wittman (OO4F).

    Nächstes Treffen: SAM 03.10.2026 von 11:00 Uhr bis 14 Uhr im BFG (Klimastammtisch)
    Wer mitmachen möchte, möge zum Klimastammtisch kommen. Wir treffen uns immer am ersten Samstag im Monat von 11:00 bis 14:00 Uhr zum veganen Brunch und Austausch. Wo: Hemauerstraße 15 im Bund für Geistesfreiheit, kurz BFG.

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  • Daniela

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    @AaBe
    1. Oktober 2026 um 06:59 | #

    …’
    Mehr Spaß würde es machen, wenn man Sachen auch Tauschen könnte, das würde es vereinfachen für das Entsorgungsteam und der Verschrottung guter Gegenstände vorbeugen. ‘…

    Ich habe in einer Reportage vor einiger Zeit solche öffentlichen Tauschbörsen gesehen und fand die Idee hervorragend. Menschen bringen hier Sachen hin, die sie nicht mehr benötigen, da waren Kleidung, Taschen, Kleinelektrogeräte, Bücher, Geschirr etc.
    Wer etwas brauchen konnte, hat die Sachen dann kostenlos mitnehmen können. Die Tauschbörsen wurden von Helfern betreut, es sah alles sehr aufgeräumt aus. Es gibt ja auch schon des längeren in anderen Städten die Straßenbibliothek, das sind kleine Buden, da bringen die Leute Bücher hin, die sie ausgelesen haben und können andere Bücher wiederum zum lesen mitnehmen.

    Ich finde solche Ideen sehr gut, da Sachen eben nicht einfach entsorgt werden, sondern anderen zur Verwendung bereit gestellt werden. Neben der Nachhaltigkeit punktet hier auch noch der soziale Aspekt.

    Ob man Areale schaffen kann, wo gebrauchsfähiges Kleinmöbel, ähnlich der Tauschbörsen, abgestellt und abgeholt werden können, ist schwierig zu beantworten.
    Wünschenswert wäre es allemal, schon im Sinne der Nachhaltigkeit.

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  • Linda Feyerabend

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    Ich finde, die Erfahrungen aus unseren Cleanups zeigen ziemlich deutlich, dass wir beim Thema Müll in Regensburg nicht nur auf das Engagement einzelner Bürger:innen setzen können. Ich bin bei Greenpeace Regensburg aktiv und habe 2025 den Clean Up Day an der Donau organisiert. Auch 2026 war ich gemeinsam mit Astrid Schnell und Ludwig Wittmann eine der Initiator:innen von „Regensburg räumt auf“. Dabei wird immer wieder sichtbar, wie viel Müll sich im öffentlichen Raum ansammelt und wie wichtig hier auch die Verantwortung der Stadt ist.
    Deshalb unterstütze ich die von Astrid Schnell genannten Forderungen ausdrücklich: ein kommunales Waste-Watcher-Modell, mehr und besser platzierte Papierkörbe und Kippenbehälter, regelmäßige Reinigung sowie konsequente Kontrollen und Sanktionen bei Vermüllung. Auch dass Einnahmen aus Sanktionen wieder in Sauberkeitsmaßnahmen fließen und Gastronomie und Gewerbe an besonders belasteten Orten mit einbezogen werden, finde ich sinnvoll.
    Natürlich können und wollen wir als Zivilgesellschaft mit anpacken. Aber ein Cleanup darf nicht die Lösung für ein strukturelles Problem sein. Die Stadt muss Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass Müllvermeidung, Entsorgung, Reinigung und Kontrollen dauerhaft funktionieren.
    Für 2027 wünsche ich mir deshalb, dass aus einzelnen Aktionen eine gemeinsame städtische Strategie und eine breite Beteiligung der Stadtgesellschaft entstehen. Regensburg hat viele Menschen und Initiativen, die sich bereits engagieren – jetzt braucht es auch die entsprechenden Strukturen und konkrete Maßnahmen von Seiten der Stadt.

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