Purendure ist pleite

Challenge-Triathlon findet nicht statt

Für den Challenge Regensburg ist die Uhr abgelaufen. Foto: Archiv

Für den Challenge Regensburg ist die Uhr abgelaufen. Foto: Archiv

Veranstalter Thomas Tajsich bestätigt die Insolvenz der Purendure GmbH – damit ist der Challenge-Triathlon in Regensburg Geschichte.

Nun ist es amtlich: Kommendes Jahr wird es keinen Challenge-Triathlon in Regensburg geben. Zwar wurde eine Entscheidung im Rechtsstreit zwischen der Regensburger Purendure GmbH & Co.KG und der Challenge Family GmbH um die Nutzung der Markenrechte erst kürzlich vertagt, allerdings ist dem kleinen Unternmehmen von Thomas Tajsich bereits vorher die Luft ausgegangen: Die Purendure hat Insolvenz angemeldet. Das berichtet das Portal triathlon-szene.de.

„Viele Athleten haben sich abgemeldet.“

Wie Thomas Tajsich mitgeteilt habe, hätten sich durch die Pressemeldung des Geschäftsführers der Challenge Family, Zibi Zslufcik, das Rennen finde nicht statt, nach und nach viele Athleten abgemeldet. Das habe die finanzielle Situation stark verschlechtert. Gleichzeitig sei die Purendure GmbH seitens der Challenge Family mit zahlreichen juristischen Maßnahmen konfrontiert worden, was hohe Anwaltskosten verursacht habe. Zusammen mit der ohnehin angespannten finanziellen Lage habe man das nicht mehr bewältigen können. Die Purendure GmbH wurde zahlungsunfähig und sei gezwungen gewesen, Insolvenz anzumelden. Thomas Tajsich hat die Insolvenz zwischenzeitlich auch gegenüber unserer Redaktion bestätigt.

Es habe „zahlreiche Versuche gegeben, das Rennen zu retten und zahlungsfähig zu bleiben“. Einer davon war, eine Mitteldistanz parallel zur Langdistanz auszurichten, um auf eine ausreichende Teilnehmerzahl zu kommen. Doch das wurde nicht nur seitens der Challenge Family abgelehnt, auch im Regensburger Stadtrat war die Mehrheit zuletzt offenbar gegen diese Pläne, um eine Konkurrenz zum Triathlon des Tristar-Vereins zu vermeiden.

Challenge Regensburg – ein totes Rennen von vielen

Zuletzt wollte die Purendure das Rennen offenbar an die Challenge Family abtreten, damit diese selbst als Veranstalter auftreten könnte. Doch dieser Vorschlag sei abgelehnt worden, so triathlon-szene.de. Der Challenge Regensburg reiht sich damit ein in eine Reihe zahlreicher Challenge-Renneen, die vor allem eines auszeichnet: Eine äußerst kurze Lebensdauer. Die Challenge Family GmbH fungiert im Wesentlichen als Franchise-Geber, kaum als Veranstalter und stampft Jahr für Jahr neue Rennen aus dem Boden – in Regensburg begleitet von unhaltbaren Versprechen. Jahr für Jahr segnen fast ebenso viele Rennen das Zeitliche.

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Kommentare (11)

  • Tom

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    Zur Absage an sich möchte ich mich gar nicht äussern, aber ich frage mich, was die Polemik im letzten Absatz soll. Bei einer Betrachtung der einzelnen Rennen, die es nicht mehr als Challenge gibt, wird man auch entdecken, dass es sehr erfolgreiche Challenge-Rennen gab, die dann mit viel Geld von der Chinesen dem lokalen Veranstalter abgekauft wurden. Und dann kommen eben noch solche Pleiten wie Regensburg dazu, wo es aus Tolpatschigkeit und fehlendem Fingerspitzengefühl den Bach runter geht.

  • dugout

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    Wäre eine feine Sache und kleine Wiedergutmachung für das unverschämte Hochjubeln dieser Windbeutel, wenn die Stadt die bereits eingeplante Million Unterstützung zu gleichen Teilen an “ Arber Radmarathon“ „Regensburg Marathon“ und „Regensburg Triathlon“ verteilen würde.

  • Jawohl

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    Ich feiere so. Arroganz bekommt eine auf den Deckel. Na da kann auch Wolli jetzt nix mehr drehen. Jetzt konnen die normlen Bürger wenigstens normal bewegen ohne Wolli zu Gunsten seines Freundes eingesperrt zu werden.

  • Teddy

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    Das Kartenhaus fällt zam

  • Rosalia Genoveva

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    Wegen wem kriegt ma jetzt Regensburg überhaupt noch abgsperrt, wenns den Challenge nicht mehr gibt?

    Wenn der junge Fürst heiraten tät?

    (Regieren ohne Transferleistungsbezieher aussperren dürfen is auch nur eine halbe Sach!)

  • Lothgaßler

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    Das war mit Ansage!
    Schon von Anfang an wurden zwei GmbH´s gegründet, um die Haftung von den Personen fernzuhalten (eine Purendure GmbH ist Komplemänterin/ haftet also für eine ander GmbH). Insofern haben Tajsich´s das Geschäftsmodell der Challange-Familie richtig eingeschätzt.
    Im September 2017 scheidet dann Fr. Tajsich aus der Geschäftsführung aus (da war wohl klar wohin die Reise geht).
    Im November 2017 gründet Hr. Tajsich eine weitere Kleinst-GmbH (sogenannte UG mit 1.000 Euro Einlage) um Sport-Events ohne Challenge-Familie zu organisieren (Empire Race Sportevents).
    Keine zwei Monate später sind die Puredure-GmbH´s faktisch Vergangenheit (wenn eine abgewickelt wird, dann macht die andere wenig Sinn). Schöner kann man GmbH´s nicht dem Endzweck zuführen.
    Ich sehs positiv: Wenn schon Geld für Sportevents ausgegeben wird, dann können nun andere Breitensport-Veranstaltungen gefördert werden, oder die Stadt fördert ein paar Amateur-Vereine bei notwendigen Maßnahmen. Eines bitte nicht: das gute Geld dem Jahn hinterher werfen, der wird von uns allen mehr als ausreichend gesponsort!

  • Mr. T

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    Alles richtig, Lothgassler. Na ja, zumindest bis auf die Deppenapostrophe. Aber der Kern ist ganz klar. Mit solchen Gesellschaftsformen sollte man eigentlich gar keine Geschäfte machen. Gewinne werden eingestrichen, Verluste auf die Gläubiger verteilt.
    Wobei ich befürchte, dass das eingesparte Geld nicht dem Breitensport zu Gute kommt. Dann müsste es aus einem Sporttopf gekommen sein und diesen für andere Vereine oder Veranstaltungen geschmälert haben, wobei so einer kaum groß genug gewesen wäre. Hier wars aber eher ein Touristik- oder Wirttschaftsförderungstopf – oder gar ein Topf für zugeneigte Förderer …

  • Albert Ballin

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    mich wundert die Pleite nicht. Ich war im Sommer dabei, habe noch nie so eine lieblose Veranstaltung erlebt. Keinen interessiert es: Keine Zuschauer, kaum Teilnehmer. Sehr provinziell das Ganze, für einen Westfalen, der zum ersten Mal nach Regensburg kam, war es ein Graus. Keine Orientierung, voll auf Leute mir Ortskenntnis abgestimmt. Hatte nichts von dem internationalen Flair anderer Veranstaltungen in Frankfurt, Roth, Hamburg oder dem nahen Ausland (andere kenne ich nicht). Aber Preise wie dort, die Gegenleistung war ein Dorftriathlon. Regensburg braucht und will diese Veranstaltung einfach nicht, also ist es gut, sie abzuschaffen.

  • Günther Herzig

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    @ Rosalia Genoveva
    Wen soll der junge Fürst denn heiraten?

  • Ois passt

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    .und will diese Veranstaltung einfach nicht..
    Dann passt’s doch, der Läufer mog net und der Bürger scho 2x net.

  • Rosalia Genoveva

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    Lieber Günther Herzig!

    Wenn ich eine Fürstin wär, und ich hätt schon in meiner Jugend mit Rochenstachelhaaren rumlaufen gmüsst, dann wärs schwer gwesn nahe Freund zu finden. Und nachher, nach dem Tod vom Fürsten wär ich deswegen ganz einsam gwesn.

    Und wenn der Bub mir nachher noch nicht mal eine Jungfrau mit Geld daherbracht hätt, die was mich aushaltet und ihn, und was trotzdem KInder will, dann wär ich wieder erst recht einsam gwesn.

    Ich glaub, ich hätt mir irgendwann einen Priester als Pheromonenmeister ins Schloss geholt, ich meine einen, der was verspricht, dass er Gebete weiß, damit der Sohn endlich zum fruchtbaren Weibe findet…..

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