Pressekonferenz mit "Candy"

Willkommen in der „Challenge Family“

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"Candy Time" für Journalisten bei der Challenge-Pressekonferenz.

„Candy Time“ für Journalisten bei der Challenge-Pressekonferenz.

„Alle sollen etwas davon haben“, lautet die Botschaft im Rathaus bei der nunmehr offiziellen Vorstellung des kürzlich beschlossenen Sportevents: dem Challenge Triathlon Regensburg.

Es ist etwas, das den Oberbürgermeister wirklich getroffen zu haben scheint. Dass es da, wie er es ausdrückt, „Spekulationen“ gegeben habe, „ob der Oberbürgermeister mit jemanden befreundet sein darf“. Was Wolbergs (mutmaßlich) damit sagen will: Ihn nervt die Erwähnung der Tatsache, dass es enge Freunde von ihm, darunter seine persönliche Fitnesstrainerin und Wahlkampfunterstützerin Sonja Tajsich, sind, die die kommenden fünf Jahre ein Sportevent im siebenstelligen Umsatzbereich in Regensburg ausrichten werden. „So weit sind wir schon gekommen in diesem Land“, beklagt Wolbergs am Dienstag.

Alles fertig: Programm, Webseite und Termine

Wobei es nicht wirklich etwas zu beklagen gibt. Letzten Donnerstag wurde der Beschluss für einen Challenge Triathlon mit breiter Mehrheit im Regensburger Stadtrat gefasst. Die Kritik der Gegner hielt sich im Rahmen und war rasch abgefrühstückt. Und nun – fünf Tage später – kann Wolbergs gemeinsam mit Vertretern der „Challenge Family“ aus Roth, den Tajsichs, die mit der Pureendure GmbH als örtlicher Partner fungieren, und der versammelten Verwaltungskompetenz das Veranstaltungskonzept präsentieren.

Das Briefpapier ist schon fertig, die Webseite für den Challenge Triathlon 2016 in Regensburg wird am heutigen Abend online gehen und für das „Challenge Festival“ mit Begleitprogramm, das in diesem Jahr schon mal zur Einstimmung auf „das Riesenereignis für die Sportstadt Regensburg“ stattfinden wird, steht im April bereits der erste Termin: ein gesponsertes Charity Schwimmen im Westbad. Der im letzten Jahr erstmals veranstaltete Frauenlauf wird ab sofort „Challenge Woman“ heißen. Und es soll auch – nach „Leistungsgruppen“ gestaffelte – Lauf-, Schwimm- und Rad-Treffs geben, um die Strecke zu erkunden.

Ein naheliegender Showroom

Auch steht schon fest, wohin der – ebenfalls vom Stadtrat beschlossene – und von der Stadt betriebene ganzjährige „Showroom Ausdauersport“, eine Anlaufstation und Informationsquelle für interessierte Sportler, die in die Region kommen, eingerichtet werden soll: In den neuen Laden, den die Tajsichs demnächst in der Kumpfmühler Straße eröffnen werden. Selbstverständlich stelle man der Stadt diese Fläche kostenlos zur Verfügung, betont Thomas Tajsich, „um mal gleich Gerüchten vorzubeugen“.

Schwärmt von Regensburg und dem Challenge: Sonja Tajsich mit Ehemann Thomas. Foto: as

Schwärmt von Regensburg und dem Challenge: Sonja Tajsich mit Ehemann Thomas. Foto: as

Ansonsten herrscht phantastische Stimmung. Es gilt eben jetzt, wie es der Referent für Sport Bildung und Freizeit, Hermann Hage, ausdrückt, Vorurteile und negative Emotionen abzubauen, die in Zusammenhang mit dem Ironman entstanden sind.

„Extrem proaktiv“ und „sehr zielführend“

Sonja Tajsich schwärmt von ihren Erfahrungen beim Ironman Regensburg, der für sie das „emotional schönste Event“ gewesen sei, so schön, dass sie schon Angst gehabt habe, das Dauerlächeln würde ihr einen Muskelkrampf im Gesicht bescheren, aber sie erzählt auch vom Challenge in Roth, „das schönste Event der Welt“. Jetzt – mit der Kombination Regensburg und Challenge – könne alles noch viel schöner werden. „Ich bin schon total aufgeregt“, sagt sie und verspricht, auch selbst an den Start zu gehen.

Felix Walchshöfer, Geschäftsführer der „Team Challenge GmbH“, betont immer wieder, dass man alle in der Region „mitnehmen“ wolle: die Vereine, die Unternehmen, die ganzen Menschen eben. Das gehöre unbedingt zur Philosophie. Mit der Stadt habe man „extrem proaktiv“ und „sehr zielführend“ zusammengearbeitet. Deshalb sei man unbedingt an einer langfristigen Kooperation interessiert.

Der Prinz von Zamunda…

Zibi Szlufcik schließlich, Geschäftsführer der „Challenge Family GmbH“, ist guter Dinge, dass Regensburg auf Dauer eine sehr erfolgreicher und schöner Veranstaltungsort werden könne. „Tragt diese Begeisterung weiter“, lautet sein Appell an die anwesenden Journalisten. Und er macht die Ansage: „Wenn wir hier keine 250.000 Zuschauer schaffen, dann bin ich der Prinz von Zamunda.“

Loben die gegenseitige Zusammenarbeit: Joachim Wolbergs, Felix Walchshöfer und Zibi Szlufcik. Foto: as

Loben sich ob ihrer Zusammenarbeit: Joachim Wolbergs, Felix Walchshöfer und Zibi Szlufcik. Foto: as

Was die Teilnehmer betrifft, hält Walchshöfer im ersten Jahr, das wäre 2016, 1.500 für eine „gute Zahl“. Langfristig glaube er aber, dass man – ähnlich wie in Roth, dem Ursprungsort des Challenge – auch in Regensburg die 5.000 knacken könne. In keinem Fall aber wolle man die Veranstaltung überbuchen. Man wolle für die Athleten Qualität gewährleisten. Das gelte auch bei der Startgebühr – die liegt etwa bei Challenge Roth bei rund 400 Euro – da sei man aber noch über 100 Euro günstiger als der Ironman.

„Eine kleine Aufmerksamkeit für Sie.“

„Wir freuen uns alle schon drauf“, sagt wenig später ein Medienvertreter. „Candy Time“ steht auf der Quarzuhr, die die „Challenge Family“ den Pressemappen beigelegt hat. „Eine kleine Aufmerksamkeit für Sie“, heißt es auf Nachfrage. Und als der Oberbürgermeister scherzhaft meint, dass die Journalisten das doch gar nicht annehmen dürften und sofort bei ihm abzugeben hätten, wird befreit aufgelacht und das Thema gewechselt.

P.S.: Wir verschenken die Uhr an den ersten Verfasser des ersten Kommentars, der sich mit dem Thema befasst („Don’t feed the trolls.“). Triathleten werden bei gleichzeitigem Eingang bevorzugt.

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Kommentare (30)

  • Loyd

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    Ich mag die Uhr gewinnen :)

  • Stefan Aigner

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    Das ist nicht wirklich inhaltlich. Das gilt nicht.

  • Oberberger Tom

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    Wurde da nicht vor einiger Zeit festgestellt: „We are not Triatlon“ und darum das ganze eingestellt. Was hat sich geändert? Raider heißt jetzt Twix…

  • Ironman

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    Triathlon ist mega ungesund!

  • Loyd

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    Wir sind ja auch Freunde – oder wo kommen wir denn hin, wenn ich jetzt noch nen Triathlon für ne Uhr für 29,99€ machen muss?

    Zur Challenge kann man stehen wie man will. Ich bin da leidenschaftslos. Das der Wolli Spezl- Wirtschaft betreibt ist allerdings Schaidinger-like. Schade, dass der Mesias erste Lackabplatzer bekommt. So wird das nichts mit dem Friedensnobelpreis und der steilen SPD Karriere. Oder sollte das gerade den Startschuss markieren ;)

  • heinz

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    Ich bin versucht zu vermuten, dass ein Grossteil jener, die da immer rummeckern, in ihrem Leben nocht nicht einmal ein Gartenfesterl auf die Beine gestellt haben. Ansonsten wüssten sie, dass gute Leute, die man für eine solche Grossveranstaltung braucht – gerade hierorts am Nabel der Mittelmässigkeit – nicht auf den Bäumen wachsen…

  • Mr. T

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    Irgendwie liest sich das, wie wenn da nichts gutes zu erwarten wäre. Die Worte sind schon wieder so groß und mit aufgesetzter Begeeisterung vorgetragen, dass da die Taten wohl kaum noch folgen können. Auch wenns ein Gschmackl hat, ist mir eine Regensburger Firma noch lieber als irgendein auswärtiger Profiteur. Schade, dass man da keine Ausschreibung hat machen können, um den Geschmack weg zu bringen.
    Wie auch immer, bin ich immer noch der Meinung, dass das Geld im Breitensport besser angelegt gewesen wäre.

  • Chris

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    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß immer mehr Artikel hier nur noch negativ sind, ob zwischen den Zeilen oder ausdrücklich. Presse muß mahnen und Mißstände aufzeigen, aber man kann auch die Kirche mal im Dorf lassen.

    Daß internationale Spitzenathleten wie Sonja Tajsich sich hier engagieren und der Stadt durch diese Events Gäste, Übernachtungen, Ruf, Geld und Events bringen, bei denen ja auch hunderte oder tausende Einheimischer (jedenfalls meiner persönlichen Erfahrung nach) bisher immer gern zugeschaut und die „Gelegenheit zum Volksfest“ genutzt haben, ist doch ein VORteil, kein Nachteil!

  • Finisher

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    I fahr trotzdem liaba mitm Radl zum Knei, trink 3 Halbe und geh z´Fuaß wieder hoam.
    A Uhr braucht ma da koane.

  • Ernst Ueber

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    In der Ära OB Schaidingers wurde Regensburg gefördert und weiter entwickelt.
    OB Wollbergs Zeit wird mir als kostspielige, schillernde Halligalli-Callenge in Erinnerung bleiben. Selbst der großartig angekündigte Altstadt-E-Bus funktionierte nur ein paar Runden.

  • Mathilde Vietze

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    Kommentar gelöscht.

    Liebe Frau Vietze. Bleiben Sie doch bitte beim Thema. Wenn Sie ein Kommentar stört, dann erwidern Sie inhaltlich, gerne auch deutlich, aber Kommentare a la „immer diese schlimmen Kommentatoren alle miteinander“ werden wir künftig kommentarlos löschen. So handhaben wir es bei anderen auch.

  • dugout

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    „Wenn wir hier keine 250.000 Zuschauer schaffen, dann bin ich der Prinz von Zamunda.“

    Es geht genauso lächerlich los wie der „alte Ironman“ aufgehört hat.
    Wie blöd kann man eigentlich sein immer und immer wieder auf die selben hohlen Werbephrasen an zu springen.

  • wahon

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    Eine kommerzielle Veranstaltung muss grundsätzlich ohne öffentliche Zuschüsse kalkuliert werden, wobei auch die städtischen Gebühren für Sach- und Dienstleistungen einbezogen sein müssen. Mit anderen Worten: Die „Challenge Triathlon“-Veranstaltung kann durchgeführt werden, wenn die Stadtkasse dadurch nicht belastet wird. Der Veranstalter müsste nur das Startgeld für die kalkulierten 1.500 Teilnehmer von 300 € auf 500 € erhöhen, dann wäre kein Zuschuss aus Steuergeld nötig.
    Die Bezuschussung einer kommerziellen Veranstaltung aus allgemeinen Steuermitteln ist und bleibt gesetzwidrig, und der entsprechende Beschluss des Stadtrates wird – wie schon beim „Ironman“ – Gegenstand einer Rechtsaufsichtsbeschwerde werden.

  • Regensburger Bürger

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    “Wenn wir hier keine 250.000 Zuschauer schaffen, dann bin ich der Prinz von Zamunda.“
    (Zitat Z. Szlufcik, Geschäftsführer der „Challenge Family GmbH)
    – Es geht genauso lächerlich los wie der “alte Ironman” aufgehört hat.

    Sehe ich genauso. Haltlose, ins Groteske übertriebene Versprechungen. Und Spezlwirtschafter Wolbergs samt gefügigem Stadtrat glauben das auch noch.

    Im MZ-Anzeigenblättchen „Rundschau“ durfte Szlufcik z.B. gestern unwidersprochen schwadronieren, dass „allein zum Hauptlauf jeder Triathlet fünf bis sechs Tage am Wettkampfort bleibe und vier bis fünf Personen mitbringe, die vor Ort übernachten und konsumieren“ würden.

    Schon klar. 1500 Teilnehmer (mehr als 90 % davon Hobbysportler, also ganz normale Berufstätige) nehmen sich jeweils eine ganze Woche Urlaub für den Triathlon in Regensburg. Und deren „4 bis 5“ Begleiter ebenfalls. Macht ruck-zuck 7500 Triathlon-Urlauber, die eine Woche lang in R übernachten. Toll. Wahrscheinlich auch noch alle in 5-Sterne-Hotels, die alle noch bis 2016 gebaut werden.

    Ich habe einst als Aktiver mehrmals an Weltcuprennen und Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Länger als zweieinhalb Tage (Freitag abend/Samstag vormittag bis Sonntag abend) war da niemand vor Ort, weder Betreuer noch Aktive. Warum sollte dies ausgerechnet bei einer Breitensportveranstaltung wie einem Ironman anders sein?

  • miamei

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    Hoffe, daß nicht wieder alle Strassen gesperrt werden. Beim Arbert-Radmarathon wird ja auch nicht alles für den Verkehr gesperrt. Vor allem für Tegernheimer gibt es an diesen Tagen praktisch keine Möglichkeit raus zu kommen.
    Warum verbietet das Tegernheim nicht einfach?

  • Paula

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    Wieder muss die Mehrheit der Bürger unter den überbordenden „Highlights“ leiden.Einfach zum „davonlaufen „

  • Mathilde Vietze

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    Sicher ist so ein Triathlon nicht nach jedermanns
    Geschmack. Wenn es hier aber keine „highlights“
    gibt, höre ich schon wieder das Gejammere, daß
    in unserer „Provinzstadt“ nichts Bedeutendes läuft.

  • Lutherer

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    Ich habe bis dato noch nie etwas von den Erfolgen der Frau Tajsich gehört. War sie mal bei Olympia?? Oder Bei einer Leichtathletik WM? Kann hier jemand für Aufklärung sorgen – ich fände es sehr gut.

  • Mr. T

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    Da gibt’s so ne coole neue Seite namens Google, über die man ganz gute Links zu wichtigen Infos findet, wie diesen hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sonja_Tajsich
    Das sorgt für viel Aufklärung!
    Ist halt ne Randsportart und wenn man sich nicht dafür interessiert, bekommt man da kaum was mit. Ich habe von ihr auch erst in den Artikeln hier erfahren.

  • Lutherer

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    Danke Mr. T. – mir gehts nämlich auch so. Habe den Namen noch nie gehört. Das in Wikipedia habe ich schon gelesen. Außer Ironman-hü und Ironman-hott steht da ja nicht viel drin. Diese Ironman-Veranstaltung wird hier als zu komerziell gescholten und dann ist das doch wieder Weltklasse? Wenn da weiter nichts ist – schade! Dennoch: Ich glaube das diese Lang- und Ultradistanzen eher was für das Ego des einzelnen Teilnehmers sind. Ein Mehrwehrt außerhalb dieser Sphäre erschließt sich mir nicht. Ist aber auch in Ordnung – ist beim Golf-Spiel auch nicht anders. Wurde der Golfplatz in Sinzing gefördert?

  • Regensburger Bürger

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    Hier mal ein paar Zahlen, um die sportliche Bedeutung des angeblichen „Weltklasse-Events“ Ironman Regensburg besser einordnen zu können:

    Weltbestzeit Männer: 7:41:33 h (Roth, 2011)
    Weltbestzeit Frauen: 8:18:13 h (Roth, 2011)

    Streckenrekord Hawaii Männer: 8:03:56 h (2011)
    Streckenrekord Hawaii Frauen: 8:52:14 h (2013)

    – Die Zeiten der ersten zehn Finisher des Ironman HAWAII (2014), auf dem traditionell keine Weltbestzeiten möglich sind (Temp. bis zu 40°C, starker Seewind, Schwimmen im offenen Meer, etc.):
    Männer: 08:14:18, 08:19:23, 08:20:32, 08:21:38, 08:22:19, 08:22:29, 08:23:26, 08:24:11, 08:28:28, 08:30:15;
    Frauen: 9:00:55, 9:02:57, 9:04:23, 9:10:19, 9:12:43, 9:16:58, 9:18:11, 9:19:21, 9:20:46, 9:23:34.

    – Die Zeiten der ersten zehn Finisher des Ironman REGENSBURG (2012), dessen Kurs bedeutend einfacher ist als der von Hawaii:
    Männer: 08:11:59, 08:18:53, 08:36:53, 08:43:57, 08:47:53, 08:50:38, 08:52:25, 08:53:56, 08:54:10, 08:55:25;
    Frauen: 09:43:52, 09:50:18, 09:52:31,10:00:31, 10:00:48, 10:06:16, 10:07:01, 10:07:23, 10:08:32, 10:08:45.

    Was bedeutet das?

    1. Bei den Männern brachten 2012 exakt zwei Weltklasseathleten (der Sieger und der Zweitplatzierte) in Regensburg eine Topleistung. Bereits der Drittplatzierte, Mike Schifferle, ist bestenfalls im erweiterten Kreis der Weltklasse-Athleten zu finden – als Bestplatzierung steht bei ihm auf Hawaii ein 30. Rang (im Jahr 2013) zu Buche. Der Rest des Starterfeldes: überwiegend Hobbysportler.
    Ergo: Weltklasse: Fehlanzeige.

    2. Die schnellste Frau in Regensburg, Heidi Sessner, war in der Domstadt fast eine Stunde langsamer unterwegs als es einer Weltklasse-Athletin möglich wäre. Zum Sieg hat es ihr dennoch gereicht. Vermutlich musste Sessner nicht mal alles geben, um zu gewinnen. Der Rest des Starterfeldes: überwiegend Hobbysportler.
    Ergo: Weltklasse? Fehlanzeige.

    3. Interessant sind die Zeiten der Wettkämpfer jenseits von Rang 100 (also von knapp 1400 der 1500 Starter) allemal: Bereits der Gesamt-131. benötigte mehr als 10 Stunden für die 3,8/180/42-km-Strecke (plus 21 % gegenüber der Siegerzeit), der Gesamt-385. mehr als 11 Stunden (plus 34 %), der Gesamt-650. knapp 12 Stunden (plus 46 % länger als der Sieger).

    Nanu??? Zeiten, die bereits in der Mitte der Ergebnisliste knapp 50 Prozent schlechter sind als die des Siegers…!?!
    – Äähh… liebe Leute – das, was die „Ironmänner“ und „-Ironfrauen“ da in Regensburg bieten, ist offensichtlich beileibe kein Spitzensport, sondern allenfalls Bezirksliga-Niveau (um nicht zu sagen: größtenteils Hobbysport).
    Übertragen beispielsweise auf einen 100-Meter-Sprint (WR: 9,58 sek) würden die o.g. Zeiten der Ränge 131, 385 und 650 etwa 11,6 / 12,8 / 14,0 sek. entsprechen; übertragen auf einem 10-km-Lauf (WR: 26:18 min) würde es Zeiten von knapp 32 / 35 / 38 min bedeuten.

    Mit vergleichbaren Leistungen wäre man als Erwachsener bei den Oberpfälzer Leichtathletik-Meisterschaften 2014 nicht mal aufs Treppchen gekommen. Ja genau: Der Oberpfalzmeister 2014 der U15-Jugendlichen zum Beispiel erreichte auf 100 Metern eine Zeit von 12:0 sek.; der Erwachsenen-Sieger lief 11:0 sek. Und das sind keine „Eisenmänner“… sondern ganz normale Berufstätige mit Sport als Hobby.

    Auch bei Oberpfälzer 10.000-Meter-Meisterschaften würde man mit Zeiten um 32 Minuten absolut keinen Stich machen – und mit 35 oder gar 38 Minuten auf 10 km (leistungsmäßig entsprechend den Ironplätzen 385 bzw. 650) sollte man besser bei Volksläufen starten. Oder eben, ähem, bei einem „Iron“man.

    Mit anderen Worten: Bei einem solchen regionalen Ironman wie in Regensburg sind eine Handvoll, mutmaßlich Startgeld-geköderte Topsportler am Start, die sich i.A. nicht mal voll vorausgaben müssen, um zu gewinnen. Und dazu eine große Masse an Hobbysportlern, deren Leistung zwar durchaus individuell anerkennenswert, rein sportlich jedoch alles andere als spitzenmäßig ist.

  • Renate Pfeil

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    @Regensburger Bürger
    Nette und aussagekräftige Darstellung. Hat Wolle das nicht gewusst oder will er dem Bürger was verheimlichen?

  • John Maier

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    Ja, bis auf ein paar Profis werden nur Breitensportler starten. Jeder sollte sich aber auch mal klar machen, dass die meisten zwischen 10 und 25 Stunden neben ihren ihren Job trainieren und dass über Monate. Langdistanzen machen die meisten nur eine in Jahr. 5 – 6 Begleiter sind aus meiner Sicht übertrieben, aber der Partner und evtl. haben die meisten dabei. Da es für die meisten nur ein einmaliges Ereignis im Jahr ist, wird auch nicht einen Tag vorher angereist sondern schon früher. Typischerweise von Do bis Mo.
    Macht doch in Regensburg genau so ein Fest wie Roth! Ein Fest für die Teilnehmer, für die Zuschauer und auch für die Anwohner!!!

  • robert

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    Im ersten Jahr wollte man 1.500 Teilnehmer schaffen, langfristig hoffte man auch in Regensburg die 5.000 knacken, heißt es im Text. Die SZ schreibt heute, dass es letzte Woche nur 1100 Teilnehmer waren und ein fast sechstelliges Minus produziert worden sei. 1500 bräuchte man um keinen Verlust zu machen: http://www.sueddeutsche.de/sport/triathlon-schoene-bilder-schlechte-zahlen-1.3126804?reduced=true
    Wolberg habe mit einem positiven „Ganzjahreseffekt“ für die Stadt gerechnet, und deshalb habe er die Tajsich-Spiele durchgesetzt. Haha, selten solchen bullshit gelesen.
    Mich würde interessieren, ob nicht auch die Tajsich zu den SPD-OB-Spendern gehörten und den Wolbergs-Wahlkampf aus Eigeninteresse unterstützten.

  • Lothgaßler

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    Der Vorteil des Internets, es vergisst nix;-)) Eine Vorher-Nachher-Besprechung dieses Sport-Events ist reizvoll und geboten. Die Stadt schuldet uns noch einen Bericht, schließlich haben wir Bürger mitfinanziert und wissen nicht wieviel uns das gekostet hat.
    Mein Vorschlag an den neuen Prinz von Zamunda und den lokalen Hofstaat: Damit die Teilnehmerzahl nächstes Mal stimmt, müssen zukünftig alle Stadträte und Stadträtinnen sowie alle Hotelbetreiber und Gastwirte samt Familienanhang teilnehmen. Die SPD-Mitglieder sind auch herzlich eingeladen. Wenn ich schon mitzahlen muss, dann will ich wenigstens was zu lachen haben.

  • Regensburg, die Challenge und der Prinz von Zamunda » Regensburg Digital

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    […] „Wenn wir hier keine 250.000 Zuschauer schaffen, dann bin ich der Prinz von Zamunda“, war einer … Szlufciks Mitgeschäftsführer Felix Walchshöfer versprach seinerzeit im ersten Jahr 1.500 Teilnehmer, langfristig könne man in Regensburg – ähnlich wie in Roth, dem Ursprungsort der Challenge – auch 5.000 Teilnehmer knacken. Alles durchweg utopische Zahlen und die Purendure GmbH wäre mit der „Challenge Regensburg“ nicht der erste Franchise-Nehmer der „Challenge Family GmbH“, der über diese optimistischen Erwartungen stolpert. […]

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