SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 23. März 2015

Weil der Vater ein St. Pauli-Käppi trug, ging ein Rostocker „Fußball-Fan“ am Rande eines Spiels gegen den SSV Jahn auf eine kleine Familie los. Kürzlich stand der mehrfach vorbestrafte Mann vor dem Amtsgericht Regensburg.

4:4 endete das Spiel zwischen dem SSV Jahn und Hansa Rostock. Während es im Stadion friedlich blieb, attackierte eine Aggro-Truppe im Vorfeld eine Familie. Foto: Archiv/ Staudinger

4:4 endete das Spiel zwischen dem SSV Jahn und Hansa Rostock. Während es im Stadion friedlich blieb, attackierte eine Aggro-Truppe im Vorfeld eine Familie. Foto: Archiv/ Staudinger

Sie hatten sich offenbar auf ein „lustiges“ Fußballspiel eingestellt: Ausgerüstet mit Sturmhauben und jeder Menge neonazistischer Aufkleber war ein Trupp von Hansa Rostock-Fans im August 2014 zum Spiel gegen den SSV Jahn nach Regensburg angereist – ein Plakat mit der Aufschrift „Scheißbullen“ in der Heckscheibe ihres Kleinbusses hängend. Doch zum Spiel schaffte es keiner der jungen Männer – einer von ihnen musste sich kürzlich vor dem Amtsgericht Regensburg wegen Körperverletzung verantworten.

Kommentar

Der Geruch der Revolution

Die Protestaktionen zur Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt haben im Nachhinein viel Unverständnis geerntet. Während brennende Autos in fernen Ländern uns als revolutionäre Symbole gelten, sollen sie in Frankfurt nur Ausdruck der Lust an der Gewalt gewesen sein – eine nachträgliche Diskreditierung und Unterdrückung des Protests von Zehntausenden.

"Bürgertreff" mit goldenem Dachl - aber ohne Konzept

Lappersdorf: Mehr Glanz geht nicht!

Als Ersatz für einen nicht gebauten Bürgersaal und nach vielfachem Wechsel in Planung und Ausführung soll in Lappersdorf nach Monaten Verspätung voraussichtlich Mitte Oktober 2015 ein Kultur- und Begegnungszentrum eröffnet werden. Während sich die bei der Grundsatzentscheidung im Herbst 2012 genannten Kosten von rund vier Millionen Euro trotz verkleinerter Ausführung mehr als verdoppeln dürften, versucht der Markgemeinderat derzeit ein bislang nicht vorhandenes Nutzungskonzept zu erarbeiten. Noch ist nicht absehbar, ob die tatsächlichen Herstellungskosten für den angeblich nach mittelalterlichem Vorbild erbauten „Kulturstadel“ zuletzt nicht doch die zehn Millionen Grenze überschreiten werden. Zwischenbilanz eines strittigen Prestige-Projekts.

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