Triathlon-Event

Klare Ansage: „Ohne Tajsichs kein Challenge!“

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In der Diskussion um einen möglichen Challenge Triathlon in Regensburg hat sich jetzt Thomas Tajsich zu Wort gemeldet. Der Ehemann und Manager der Triathletin Sonja Tajsich, deren gemeinsames Unternehmen das Event ausrichten soll, sagt: „Wir machen hier nicht die große Kohle. Es geht uns um den Sport.“

Thomas Tajsich: „Wir arbeiten seit Jahren mit Profi-Veranstaltern und Medien zusammen und haben die entsprechenden Kontakte.“

Thomas Tajsich: „Wir arbeiten seit Jahren mit Profi-Veranstaltern und Medien zusammen und haben die entsprechenden Kontakte.“

Er ist freundlich, aber auch ein wenig aufgeregt, als wir uns treffen. Die aufgeworfenen Fragen seien legitim, sagt Thomas Tajsich, aber in einer Stadt wie Regensburg löse das natürlich auch eine Neiddebatte aus. Tajsich hat sich nach unserem Bericht zur Vergabe eines möglichen Challenge Triathlon 2016 in Regensburg bei Regensburg Digital gemeldet.

Er ist Ehemann und Manager der dreifachen Ironman-Gewinnerin Sonja Tajsich. Die beiden wären – das ist sicher – die lokalen Partner der Team Challenge GmbH, sollte ein Triathlon unter deren Dach in Regensburg stattfinden. Bereits seit längerem befinde er sich in „guten Gesprächen“ mit den Tajsichs, sagt auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, dessen Wahlkampf Sonja Tajsich öffentlichkeitswirksam unterstützt hat und die auch seine persönliche Fitnesstrainerin ist.

Challenge GmbH will nur mit den Tajsichs zusammenarbeiten

Ein Gschmäckle möge vielleicht mancher vermuten, so Tajsich, aber das sei nicht berechtigt. „Ohne uns bräuchten wir überhaupt keine Debatte darüber zu führen, ob so eine Veranstaltung stattfindet.“ Die Stadt habe sie im vergangenen Jahr um Rat gebeten, bei der Frage, ob man nach dem Scheitern des Ironman noch einmal eine solche Veranstaltung stattfinden lassen könne – entweder erneut unter dem Dach der Ironman Germany GmbH oder der Team Challenge GmbH.

Dabei habe sich schnell herauskristallisiert, dass wenn dann ein Challenge die Veranstaltung der Wahl sei. Diese suchen sich nämlich – im Gegensatz zur Ironman GmbH – in der Regel immer einen lokalen Partner, mit dem zusammengearbeitet wird. 160 Bewerbungen für so eine Partnerschaft soll es laut Zibi Szlufcik von der Team Challenge GmbH geben. Und für Regensburg habe sich das Unternehmen festgelegt, sagt Tajsich. „Entweder sie machen es mit uns oder gar nicht.“

 „Wir ernten überall Zustimmung.“

Neben dem Ruf von Sonja Tajsich als Spitzenathletin hätten sie mit ihrer Firma Pureendure, die kürzlich von einer GbR in eine GmbH umgewandelt wurde, auch die Kompetenz als Partner aufzutreten. „Wir arbeiten seit Jahren mit Profi-Veranstaltern und Medien zusammen und haben die entsprechenden Kontakte.“ Außerdem müsse man das Event auch nicht allein stemmen, sondern mit Unterstützung der Team Challenge GmbH. Darüber hinaus stehe man schon mit mehreren Vereinen, insbesondere dem Triathlon-Verein Tristar in engem Kontakt. „Wir ernten überall Zustimmung.“ Regensburg wäre nach Roth der zweite Challenge über eine Langdistanz in Deutschland.

Freilich kostet das alles Geld. Im Vorfeld soll ein sechsmonatiges Vorbereitungsprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen stattfinden: Erkundungen der Strecke per Rad, Lauftreffs, Schwimmveranstaltungen – finanziert durch Unkostenbeiträge und Sponsoren. Ganzjährige Bewerbung des „Challenge-Gedankens“. Und dann natürlich die Veranstaltung selbst.

Kosten und Zuschüsse

Tajsich beziffert allein die Kosten des Triathlon-Events auf eine mindestens eine Million Euro. Gedeckt werden sollen diese Kosten durch Startgelder und Sponsoren. Bereits der Ironman habe die Erfahrung gemacht, dass die Sponsorensuche in Regensburg schwierig sei. Beim letzten Regensburger Ironman haben die Veranstalter einen sechsstelligen Verlust eingefahren. Er sei schon mit einigen Unternehmen im Gespräch, so Tajsich, „aber bevor nicht feststeht, dass ein Challenge stattfindet, gibt es natürlich auch keine Zusage“. Klar sei auch, dass sich so eine Veranstaltung erst ab circa 2.000 Startern zu rechnen beginne.

Fitness-Trainerin und Unterstützerin: Sonja Tajsich mit dem damaligen Oberbürgermeister-Kandidaten auf einem Wahlkampf-Foto. Foto: pm

Fitness-Trainerin und Unterstützerin: Sonja Tajsich mit dem damaligen Oberbürgermeister-Kandidaten auf einem Wahlkampf-Foto. Foto: pm

Von der Stadt gebe es – so der momentane Verhandlungsstand und vorbehaltlich einer Zustimmung durch den Stadtrat – pro jährlichen Challenge-Triathlon die Zusicherung von „Sachleistungen“ in Höhe circa 200.000 Euro. Bei unter 3.000 Startern gebe es von der Stadt zudem eine Anschubfinanzierung für das Rahmenprogramm, die sich pro Jahr auf etwa 100.000 Euro belaufe. Ein eventueller Vertrag mit der Challenge GmbH würde für fünf Jahre abgeschlossen – die Mindestlaufzeit.

Was bekommen die Vereine?

Was die Challenge GmbH als Lizenzgeber und für die Unterstützungsleistungen anschließend von dem lokalen Partner, also den Tajsichs, bekommt, unterliege indes der Schweigepflicht. Thomas Tajsich betont aber mehrfach: „Wir machen hier nicht die große Kohle.“ In seinem momentanen Beruf als Projektleiter, den er dann möglicherweise aufgeben würde, verdiene er mehr.

Dem Vorschlag, Vereine für die unabdingliche Arbeit, die beim Ironman ehrenamtlich gegen T-Shirt geleistet wurde, in irgendeiner Form zu vergüten, etwa in Form von Honorarverträgen oder im Vorfeld fest vereinbarter Spenden, steht Tajsich offen gegenüber. Es komme eben darauf an, wie man das gestalte. „Aber bevor nicht einmal klar ist, ob der Challenge überhaupt stattfindet, ist es viel zu früh, um über solche Details zu reden.“

Sportgipfel im Februar

Voraussichtlich im März wird der Regensburger Stadtrat das Thema beraten. Bereits im Februar soll laut Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ein Sportgipfel stattfinden, zu dem neben den Vereinen auch die Pureendure GmbH geladen werden soll. Dass es dort darum gehen wird, um Akzeptanz für den Challenge Triathlon zu werben, hat Wolbergs neuerdings dementiert. Aber es wäre erstaunlich, wenn dieses Event nicht einen besonderen Schwerpunkt des Gipfels bilden würde. Das Gros der politischen Entscheider hält sich aus der Diskussion bislang ohnehin heraus. An einer von Wolbergs initiierten Informationsfahrt nach Roth, Geburtsort des Challenge und Sitz der Challenge GmbH, nahmen lediglich zwei Stadträte teil.

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Kommentare (30)

  • dugout

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    “ pro jährlichen Challenge-Triathlon die Zusicherung von „Sachleistungen“ in Höhe circa 200.000 Euro. Bei unter 3.000 Startern gebe es von der Stadt zudem eine Anschubfinanzierung für das Rahmenprogramm, die sich pro Jahr auf etwa 100.000 Euro belaufe. “

    Damit wäre der „Neue Veranstalter“ noch satte 50% teurer, für die Stadt, als der “ Alte“ !
    Wo biiteschön ist hier irgendein Unterschied ?
    Auch Challenge GmbH ist ein Unternehmen das mit diesen Veranstaltungen ordentliche Gewinne macht.
    Es ist wie es auch vorher war. Während Regensburger Vereine nach ihren Traditionsveranstaltungen jeden Müllbeutel von der Stadt für teures Geld entsorgen lassen müssen, sponsert man ein auswärtiges Unternehmen mit 200.000 bis 300.00 Euro im Jahr!

  • Lothgaßler

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    Krieg ich auch so einen Vertrag? Ich organisier dafür Biergartenbesuche, das wird der Renner!
    Verdienen will ich dabei ja nix, aber ich würde womöglich dafür meinen Beruf aufgeben.

  • Ganz klar

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    Natürlich geht es hier nur um den Sport! Welcher Unternehmer will schon Gewinn machen? Das wäre doch ganz was neues.

  • Fr.Streng

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    Die Stadtverwaltung geht auf die Fitness-Trainerin des OBs zu, um fragt um Rat, was man in Sachen Triathlon / Iron-Mann machen solle. Diese und ihr Mann empfehlen darauf hin eine Gesellschaft mit Beschränkter Haftung und sich als Projektpartner. Frau Fitness-Trainering und ihr Mann stellen sich hierzu als alternativlose und erfahrene Partner hin, wandeln daraufhin ihre GdR in eine Gesellschaft mit Beschränkter Haftung um und wollen jedoch für der Fall der Zusammenarbeit von der eine Stadt Anschub-Finanzierung und Ausfallgarantien. Schließlich müsse der Herr Fitnesstraineringatte ja seinen bisherigen Brotberuf aufgeben.
    Wie naiv ist dieser Herr Tajsich eigentlich oder soll man fragen, für wie naiv hält er die Leser von RD?
    Mal die Frage beiseitegelassen, ob die eh von Touri-Millionen bedrängte Stadt so eine gesundheitsschädliche Sport-Großveranstaltung überhaupt unterstützen soll (Nein, lieber Radwege und öffentlichen Nahverkehr ausbauen!). Hier versucht der OB offenbar seine Günstlinge zu pudern und zu bevorzugen. Kaum zu glauben.

  • Harald Klimenta

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    Hallo, Stefan,
    der Ausführlichkeit deiner Berichterstattung nach scheinst du mit einer Teilnahme an der Challenge zu liebäugeln. Da gibt’s dann bestimmt ne Staffel. WENN du da 180 km radeln solltest, DANN lauf ich in deiner Staffel den Marathon. Einen Schwimmer finden wir noch!

  • Mathilde Vietze

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    Die Neidhammel-Debatte ist bereits voll im
    Gange; endlich wieder etwas, wo man glaubt, dem
    Wolbergs eine ‚reinwürgen zu dürfen.

  • Lothgaßler

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    @ Mathilde Vietze: Neidhammel & reinwürgen
    Darum geht es hier nicht, sondern um das OB (ich mein hier nicht den von Ihnen bewunderten Wolli) und das WIE.
    Über das OB lässt sich immer streiten, und es wird Befürworter und Gegner geben.
    Das WIE ist deutlich spannender, denn hier zeigt sich welcher Geist vorherrscht. Das WIE (vermittelt über den Oberbürgermeister) finde ich nicht demokratisch, sondern autokratisch.
    Neidhammel kann hier auch niemand gescholten werden, denn hier sollen Subunternehmer weitgehend risikolos gestellt werden, zu Lasten der Stadtkasse, d.h. zu unseren Lasten. Wenn eine Randperson (der Ehemann) des auserwählten Subunternehmers auch noch erklärt, er würde seinen Job als Projektleiter dafür womöglich aufgeben, dann geht es wohl doch um etwas mehr Geld. Über die Gegenleistung kann derzeit seriös nicht debattiert werden. Die entweder-oder-Vorfestlegung durch Team Challenge GmbH auf Tajsich lässt im Grunde keine Verhandlung zu. Das klingt nach „Friss oder stirb“, ist also nicht akzeptabel. Trotzdem scheint der Oberbürgermeister das zu akzeptieren. Das mag er privat tun, in meinem Namen macht er das nicht.

  • Taxifahrer

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    Sensation: Das Management einer der besten Triathletinnen Deutschlands organisiert einen Triathlon in Regensburg…Wenn RD keine anderen Probleme hat, kann man das durchaus als positives Zeichen werden…

  • Bert

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    Ja. Warum schreibt RD nicht, wie toll es ist, dass wir so einen Challenge bekommen und wie fein es ist, dass eine Weltklasse-Athletin kurz vor dem Ende ihrer aktiven Karriere noch ein auskömmliches Aufträgchen bekommt? „Das Management“ ist auch gut: Es ist ein Manager….zufällig der Ehemann. Wenn hier nicht eine Gesellschaft o.ä. gegründet wird, an der auch andere Regensburger Vereine teilhaben, dann ist das offener Nepotismus.

  • Tom

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    @ Frau Vietze

    Neidhammeldebatte?

    Auf was/wen sollten denn die kritischen Kommentare neidisch sein? Etwa, dass der Wolli für die wirkliche wichtigen Angelegenheiten wie einen Regensburg-Triathlon, der so notwendig ist wie ein Kropf die Steuergelder raushaut, die zu einer Zeit generiert wurden als er selbst noch hauptsächlich zu goldenen Hochzeiten und Eröffnungen von Krabbelstuben gratulierte?

  • Luchs

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    Auf jeden Fall sinnvoll – so ein Event. Die Kiesgruben des Landkreises und die umliegenden Industriegebiete werden in den Kamerablick einer interessierten Weltöffentlichkeit rücken. Die verfettete Regensburger Jugend wird, angesichts der gestählten, geschmeidigen Körper, z.B. bei km 38 des Marathons, augenblicklich anfangen Sport zu treiben. Von der Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe für Randgruppen ganz zu schweigen. Zum Beispiel Flüchtlinge (das andere OB- Projekt): Viele können ja, je nach Einreiseweg nach Europa, auf beachtliche Erfahrungen im Schwimm- und Laufbereich zurückblicken.
    Wie gesagt: In jeden Fall sinvoll und jeden Cent wert.

  • Ritzinger

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    Wow, bereits im 4. Kommentar wird der Unsachlichkeit freien Lauf gelassen: Da wird was von Touristen-Millionen gefaselt (Laut HP der Stadt sind es ca. 800.000 p.a.) und die ganze Veranstaltung als gesundheitsschädlich tituliert. Überhaupt Sport- Großveranstaltung, brauchen wir ja eh nicht, weil unsere Betten sind immer voll, Werbung für Regensburg, wozu?
    Bei so viel Weltoffenheit wird mir richtig warm ums Herz…ich brauche auch kein Jahn-Stadion, keine Leichtathletik Gala oder einen Arber-Radmarathon, komme aber trotzdem nicht auf die Idee, dieses meinen Mitmenschen zu verwehren…

  • dugout

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    @ Mathilde Vietze :
    Also mir persönlich geht es ganz und gar nicht darum dem Wollbergs eine „rein zu würgen“
    Ich sehe aber keinen Unterschied zur Situation vor 3 Jahren. Die Stadt unterstützt ein Unternehmen mit bis zu 1,5 Millionen Euro für eine Veranstaltung die eigentlich gute Gewinne erwirtschaftet. Nun das an sich wär gar nicht so schlimm. Wenn man einfach sagen würde : „Wir leisten uns das einfach weil es eine tolle Sache für viele Sportler und Zuschauer ist“
    Aber warum stellt man den einen Veranstalter als unverschämten “ Hedgefond“ dar und gibt dem nächsten Veranstalter wieder den selben sehr komfortablen Vertag.
    Die vielen Regensburger Sportvereine, die zum Teil seit Jahrzehnten sehr gute
    Sportveranstaltungen organisieren wären mit 10% dieser Unterstützung schon mehr als zufrieden.

  • Ritzinger

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    Jetzt nochmal zu den Kosten, auf denen hier immer wieder rumgeritten wird: Man darf mich gerne korrigieren in meinen Vorstellungen: Für den Ironman Austria hab ich 2013 etwas über 1000€ in Klagenfurt und Umland gelassen. Das war ein Aufenthalt mit Family mit Übernachtungen, Essen, Tanken und ein bisschen einkaufen in der Stadt. Es sind 3000 Starter die gemittelt vielleicht jeweils etwas weniger da lassen, wobei nach meiner Erfahrung 4-5 Übernachtungen mit Partner eher die Regel als die Ausnahme sind und tatsächlich ein nicht unerheblicher Teil >1000km Anreise hat.
    Das wären also also der Einfachheit halber 3.000.000€ Umsatz, die in der Region aufschlagen, Steuern und Kaufkraft gerieren etc. alleine durch die Starter. Dazu kommen aber noch weitere Zuschauer (in Klagenfurt knapp 100.000 über die drei Disziplinen verteilt) die am RaceDay essen, trinken und oft ebenfalls länger vor Ort sind, da sie zu einem Athleten gehören (ich zum Beispiel letztes Jahr, wieder mit Family etc).

    Mir fällt es schwer zu glauben, dass ein solches Event sich in der Region finanziell nicht positiv bemerkbar macht und, bei entsprechend professioneller Durchführung, nicht auch Folgeeinnahmen generiert. Die Tatsache, dass Roth, Frankfurt und eben Klagenfurt seit mehr als 10 Jahren immer wieder Ausrichter eines solchen Events sind untermauern meine These…

  • Pfahlhocker

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    @Ritzinger @Mathilde Vietze
    wenn sie meinen die hohen Kosten für eine Randveranstaltung sind Okay dann gründen sie einen Verband zur ‚Schwarmfinanzierung‘. Dann können sie in Ruhe radln, schwimmen und laufen wo sie wollen. Aber bitte nicht auf Kosten der Steuerzahler (und REWAG Kunden) und nicht auf öffentlichen Straßen.

  • Sportsfreund

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    @pfahlhocker: falls es Ihnen nicht bekannt ist, unterstützen Sie mit ihren Steuergeldern unzählige Sportarten in ganz Deutschland. Über eine Veranstaltung in Regensburg würde dagegen Geld der Teilnehmer in die Region zurückfließen. Leider scheinen das viele in Regensburg (im Gegensatz zu anderen Städten) nicht zu sehen.

  • dugout

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    Selbst wenn die völlig lächerliche Rechnung von den 3 Millionen Umsatz stimmen würde!
    Die Zahl wäre nur relativ imposant.
    Laut IHK beträgt der Umsatz den der Tourismus in Regensburg generiert 4,4 Milliarden Euro !

  • Hanni Hüsch

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    Einerseits grosszügige Steuergeldverteilung für gesunde junge Menschen.
    -Event, für das die Stadt mit rund 1,5 Millionen in die Bütt geht-
    http://www.regensburg-digital.de/wer-bekommt-ein-stueck-vom-challenge-kuchen/01022015/

    Anderseits Krämerseele bei den Regensburger Senioren. Jeder Seniorenclub muss aufwendige Nachweise erbringen um ein paar Euro für die „Alten“ zu erbetteln (der Seniorenclubleiter bestätigt und haftet mit seiner Unterschrift).

    https://www.regensburg.de/sixcms/media.php/206/info_zuschuesse_seniorenclubs.pdf

    Ich schäme mich.

  • Ritzinger

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    @dugout: und was genau hat der Anteil, den ein Ironman o.ä. an den 4,4Mrd. hat mit meiner Behauptung zu tun, dass der Betrag X, den die Stadt in die Hand nimmt, um die Veranstaltung aufzuziehen, durch Steuern auf jeden Fall wieder hereinkommt? Kannst du auch begründen warum meine Zugegebenermaßen vereinfachte Rechnung lächerlich ist?

    @Hanni: schämst du Dich auch wegen des Museums der Bayerischen Geschichte oder der tollen Conti Arena?

    @Pfahlhocker: interessante Argumentation – wenn ich mich richtig entsinne, wird der Betrieb des Reptilienzoos aktuell mit Steuermitteln gesichert. Die Badebetriebe sind ein reines Zuschussgeschäft. Sollen der Betrieb dieser Einrichtungen jetzt auch durch Crowdfunding realisiert werden? Ist schließlich nicht in jedermanns Interesse.

  • Mathilde Vietze

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • Günther

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    Der Versuch, ein gescheitertes Sportereignis neu und unter anderer Führung wieder auf-zunehmen zeit groteske Züge. Zum einen: Sonja Tajsich, bestens bekannte Sportikone.
    Wann hat sie zuletzt etwas gewonnen? Doch, die freundliche Aufmerksamkeit der MZ,
    die regelmäßig mit seitenlangen Artikeln den sportlichen Ruhm Frau Taisichs verlängert.
    Zum anderen: Die Altersvorsorge von Frau T. Wäre doch nicht schlecht, für die nächsten fünf Jahre oder mehr eine Veranstaltung zu generieren, bei der die Stadt im Voraus das
    Risiko absichert und im Nachhinein mit den nachgeordneten Beteiligten die Details aus-gehandelt werden. Mich erinnert dieses unglaubliche Ansinnen an einen anderen Re-gensburger Geschäftemacher, der mit seinen „Events“ (Z.B. Christkindlmarkt) eine be-merkenswerte Firma aufgezogen hat, deren Dienste früher niemand gebraucht hat und wahrscheinlich auch heute noch niemand (vielleicht die Fürstin) braucht.
    Geschäftlichen Wildwuchs auf Kosten der Steuerzahler abzuwenden hat nichts mit Neid
    zu tun, sondern ist Sache verantwortungsbewusster Bürger.

  • hundsei

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    Die Ironmanzahlen mit Steuergewinn der Stadt 2010 ex-post im Vergleich zum Powerpoint-Märchen im Stadtrat lauteten? Da muss es doch eine Nachkalkulation geben. Hat nach den RD-Artikeln im Juli 2010 kein Stadtrat Auskunft verlangt?

  • da_Moartl

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    Ich muss wirklich weinen, dass der Herr Tajsich sogar auf ein gutes Projektleitergehalt verzichtet, nur weil er was für den Sport tun will ;-)
    Aber im Ernst: Die ganze Sache ist ein weiteres Beispiel, wie eine gute Chance wieder mal grundlegend versaut wird. Oh ja, es spielt nämlich tatsächlich eine Rolle, wie da ein OB sich mit persönlichen Bekannten „verbandelt“. Oh ja, es spielt eine Rolle, dass für die Challenge GmbH ähnlich viel Geld fließt wie für die IRONMAN Gmbh. Und oh ja, es spielt eine Rolle, in welchem Verhältnis eine solche Veranstaltung zu ähnlichen, aber ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen wie Arber-Radmarathon, Regensburg Marathon etc. stehen. Das sind Dinge, über die bei der Stadt offensichtlich niemand gescheit nachgedacht hat.
    Dass Familie Tajsich sich ein hübsches „Austragshäusl“ damit finanzieren will, braucht ihnen keiner übel nehmen (demnächst können sie ja sogar in einen schicken neuen Laden auf dem alten MZ-Gelände umziehen). Aber die Stadt hätte das auch ganz anders angehen können und müssen:
    Wie wäre es z.B. gewesen, nicht nur den Verein Tristar, sondern auch den LLC, den Veloclub und den SC in ein gemeinsames Konzept einzubeziehen!? Wir haben in Regensburg Top-Vereine zum Thema Laufen, Radeln und Schwimmen. Warum stehen deren – ehrenamtliche! – Vorsitzende bei einer Präsentation eines Challenge nicht mit am Tisch! Von denen erwartet man sich doch auch die hunderte Helfer! Es geht nicht darum, dass die dann ein paar T-Shirts bekommen, sondern darum, dass man ihnen auch öffentlich „die Ehre gibt“, wie es sich bei Ehrenamtlichen gehören sollte. Wenn man es geschafft hätte, diese vier Vereine von Anfang an ganz offiziell „ins Boot“ zu holen, dann hätte das der Herr Tajsich gerne gemeinsam mit Challenge organisieren können. Dann wäre es ein wirkliches Regensburger Ereignis geworden, weil dann vier Vereine mit tausenden Mitglieder gesagt hätten „mein Projekt“. Nebenbei bemerkt, wäre dann auch die Begeisterung vor Ort eine ganz andere. Im Vergleich zur Challenge Roth, dem Ironman Germany Frankfurt oder anderen war die Stimmung in Regensburg eher „mau“.
    Und noch eines zum Schluss: Ist eigentlich daran gedacht, den Termin auch mit den Regensburger Veranstaltungen abzustimmen? Etwa dem Triathlon in Kallmünz oder Regensburg, dem Marathon und Radmarathon? Oder ist das eh „wurscht“, und man wartet wie das Kaninchen vor der Schlange, was die große Challenge GmbH vorschreiben wird? Es wäre aber wichtiger, EIGENE Vorstellungen einzubringen als das irgendwelchen örtlichen oder auswärtigen Projektanten und GmbHs zu überlassen. Ganz persönlich hätte ich es z.B. viel besser gefunden, eine Halbdistanz in die Überlegungen einzubeziehen. Warum nicht eine Woche nach der Herbstdult im September ein Wochenende mit Halb- und Langdistanz, organisiert von den vier Regensburger Vereinen gemeinsam mit Tajsich unter dem Challenge-Label? So eine Veranstaltung hätte das Zeug für einen „geilen“ Sport-Hype im Herbst. Weils „unserer“ wär! Und mit ergänzender Halbdistanz hätten ein Haufen Sportbegeisterte aus der Region die Möglichkeit, mitzumachen. Da würde sogar ich das trainieren anfangen. Wenn nicht, fahr ich halt nach Podersdorf oder Klagenfurt, nach Frankfurt oder Wiesbaden, oder in den Kraichgau.

  • Ritzinger

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    @Moartl & Hundsei: Danke für Eure konstruktiven Beiträge! Ihr weist auf ein gewichtiges Problem hin: Die Stadt Regensburg hat damals (und ist vielleicht auch gerade wieder dabei) einen ordentlichen Beitrag zu dieser ganzen miesen Stimmung geleistet indem sie viel zu wenig Beiträgt/Kommuniziert. Gut gedacht ist nämlich nicht gleich gut gemacht. Zu keiner Zeit wurde es verstanden die Möglichkeiten eines solchen Events auszuschöpfen. Die Bürger wurden nicht informiert (was hat das Event tatsächlich gekostet/eingebracht, Anwohner in Stadtamhof waren überrascht, das Gelände am Wettkampftag nicht mit dem PKW verlassen zu können). Kommunikation mit den Vereinen war mau bis nicht vorhanden.

    Die enge Verbandelung der Protagonisten ist ein gefundenes Fressen für Kittel & Co. Man täte gut daran, wie auch unter dem anderen Artikel gefordert, eine Art Task-Force mit den Vereinen aufzubauen und jeden, der etwas beitragen kann mit ins Boot zu holen. Das wichtigste ist im Vorfeld Akzeptanz und Aufbruchstimmung bei den Aktiven und der Bevölkerung.
    Ich denke aber auch, dass es wichtig ist, am Ende einen Verantwortlichen zu haben, der die Zügel in der Hand hält. Das dürfen wegen mir gerne die Tajsichs sein. Bereits der LLC musste ja erkennen, dass alleine mit Ehrenamt bei solchen Veranstaltung nix mehr zu reissen ist.

  • Mathilde Vietze

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • optimist

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    Da das Stadtrecht auch eine Richtlinie zu der Vergabe von Sportfördermitteln zur Verfügung stellt, sei auf diese hingewiesen:

    http://www.regensburg.de/rathaus/stadtrecht/inhalte-des-stadtrechts/12856/richtlinien-fuer-die-vergabe-der-sportfoerderungsmittel-der-stadt-regensburg-vom-25-november-1999.html

    Die Beträge die den Vereinen für einen ganzjährigen Betrieb gezahlt werden, sind dann im Vergleich doch überschaubar. Ein Jahr Sport in der beheizten und beleuchteten Vereinsporthalle läßt sich die Stadt bis zu 15.000 EUR kosten. Ein Tag Jubel-Trubel-Sportlichkeit – wohlgemerkt außerhalb der Vereine und auf öffentlichen Straßen – gleich dass 100fache.

    Aus diesem Blickwinkel erscheint es ziemlich „wurscht“ WER es macht. Für einen Verein, der sich um Nachwuchs, Breitensport und/oder auch soziale Themen kümmert, muss das doch ein Schlag ins Gesicht sein. Das überlagert das ganze doch.

    Ich meine, dass es keine kostspieligen Markenzeichen (Challenge oder Ironman) für soetwas braucht. Ein Modell in dem die tollen lokalen und regionalen Vereine koordiniert werden (gerne durch Frau Tajsich o.a.) um ein solches Event auf die Beine zu stellen ist doch viel nützlicher – auch für den Gemeinsinn! Der Erfolg für das Miteinander in Regensburg wäre ungemein größer! Dieser Zug ist aber an Wollbergs vorbeigefahren. Vielleicht springt er ja noch auf ?!?

  • Aaden

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    Wenn der Frau Tajsich der Triathlon in Regensburg doch so wichtig ist, warum war diese dann eigentlich als Prominente Vertreterin dieser Sportart und der Stadt Regensburg bei den letzen Veranstaltung nicht mit am Start?! Es wurde stattdessen andere Triathlonveranstaltungen als Wichtiger empfunden. Jetzt auf einmal, weil sich dadurch ein großer Vorteil, egal ob Finanziell oder für die Reputation, ist auf einmal wieder Interesse an den Triathlon in Regensburg. Meiner Meinung nach war es ein Verpflichtung als Startriathletin auch mit die eigene Stadt Regensburg bei dem damaligen IRONMAN zu vertreten.

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