Eine Polemik gegen Super-Mamis

Das Leiden Mutti

Mütter jammern gerne und viel über ihr Los, um im gleichen seufzenden Atemzug davon zu erzählen, dass man sich ja mit Vergnügen für den Nachwuchs opfere. Doch kein Kind will eine Bürde sein!

Von Dike Attenbrunner

es hat einfach etwas Heroisch-Heiliges, wenn Super-Mami von einem Termin zum nächsten hetzt, um rechtzeitig an der Bettkante ihrer Super-Kinder (Super-Mamis kriegen IMMER Super-Kinder) zu sitzen und ihnen mit der Super-Mami-Stimme eine super Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Foto: ad

Die Supermami hetzt von einem Termin zum nächsten, um rechtzeitig an der Bettkante ihrer Superkinder zu sitzen und ihnen mit der Supermami-Stimme eine super Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Foto: ad

Bei der Huffington Post durften wir es kürzlich mal wieder lesen (hier und hier): Ja, wir sind allesamt Heldinnen, wir Mütter!  Auch wenn wir todmüde sind, genießen wir es noch von mit Nutella verschmierten Patschehändchen auf unseren Gesichtern aufgeweckt zu werden und freuen uns mit stetig wachsender Begeisterung über Sand, Essensresten und Kaugummis in unseren Haaren. Und wir haben nicht nur Verständnis für unsereins! Nein, wir haben auch noch Verständnis für alle anderen Mütter-Modelle, ob Fulltime-Job oder Hausmütterchen: Wir Mütter, wir haben es einfach drauf! Wir geben unser Bestes! Immer! Überall! Einzig und allein durch die Tatsache, dass wir Mütter sind!

Supermami denkt NIE zuerst an sich, merkt euch das!

Gleich Jesu auf seinem verdammten Kreuzweg, opfern wir uns für unsere Kinder. Wir Mütter machen das. Wir ziehen das durch, dieses Kreuz mit dem Kind, das wie eine Bürde auf unseren zartbesaiteten Rücken lastet und uns natürlich nicht zu Boden zwingt. Schließlich sind wir ja Frauen, keine Männer. Denn die braucht es in diesen Alltagsanekdoten selbstverständlich nicht. Das würde bloß unser hart umkämpftes Heldinnen-Image auf den Kopf stellen. Wo kämen wir denn da hin? Dann könnten wir doch gar nicht mehr so schön leiden, jammern und trotzdem heldinnenhaft durch das Leben schreiten.

Steinigt mich für meine satirischen Auswürfe, meinetwegen, aber mich beschleicht das Gefühl, als wäre ganz Mutter Deutschland regelrecht stolz darauf, sich zu beschweren, um im gleichen seufzenden Atemzug davon zu erzählen, dass man sich ja gerne für den Nachwuchs opfere. Das Leiden Mutti. So nenne ich es. Denn es hat einfach etwas Heroisch-Heiliges, wenn Supermami von einem Termin zum nächsten hetzt, um rechtzeitig an der Bettkante ihrer Superkinder (Supermamis kriegen IMMER Superkinder) zu sitzen und ihnen mit der Supermami-Stimme eine super Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Supermami muss nicht erst etwas essen. Sie braucht auch keine Minute für sich. Sie denkt NIE zuerst an sich, merkt euch das, sondern immer zuallererst an die Superkinder. Das macht sie aus, die Supermami. Und dieses Streben nach dem ultimativen Supersein erwartet sie selbstredend auch von allen anderen Mamis.

Wer will schon eine Bürde sein?

Natürlich weiß Supermami, dass sie dabei nicht immer toll aussieht und die Figur leidet und die Beziehung (Sex? Was ist das?) sowieso. Aber das gehört dazu. Real wird eine Heldinnen-Mama eben nur dann, wenn sie sich und ihre Bedürfnisse zum Wohle ihrer Kinder opfert – und solange darüber lamentieren darf, bis auch der letzte gottverdammte Mensch auf diesem Planeten sie für ihre selbstlose Hingabe über den Klee hinweg lobt!

Liebe Mütter, um im christlichen Duktus zu verweilen: Gnade euch Gott, wenn eure Kinder merken, dass ihr um ihretwegen einer vor Schmerz gebeutelten Heiligen gleich durch das Leben gewandelt seid! Sie werden es euch mitnichten danken! Wer will schon eine Bürde sein?

Die Kinder, sie werden euch irgendwann verlassen, ihr eigenes Leben führen – und den Anrufbeantworter einschalten, wenn sich Supermami mit ihrer täglichen Super-Litanei  („Warum kannst du nicht mal anrufen? Ich habe für dich auf so vieles verzichtet und ich bin dir nicht mal einen Anruf wert!“) meldet, weil sie auf einmal ihrer Aufgabe als Supermami beraubt wurde. Mit einer Heiligen kann man sich nicht messen. Ihre (unnötigen) Opfer niemals so würdigen, dass sie die von ihr verschenkte Lebenszeit wettmachen können.

Menschen kann man helfen, heiligen Supermamis nicht.

Natürlich bedeutet Muttersein nicht nur Freude, sondern auch Verzicht. Aber solange sich die Mütter hierzulande auf einer Insel der mütterlich-aufopfernden Glückseligkeit wähnen, auf der nur sie wie Heilige mit der Last eines Kindes fertig werden, wird sich in unserer Gesellschaft nie etwas ändern – und es wird bei diesen unsäglichen romantisch verklärten und Verständnis heischenden Briefen bleiben. Kommt schon! Lasst es zu, dass eure Männer euch helfen. Und wenn es sein muss: zwingt sie! Heldinnen gleich. Sorgt dafür, dass Politik und Wirtschaft endlich etwas für eine familienfreundliche Gesellschaft tun. Und, verdammt noch eins, genießt euer Leben in vollen Zügen. Geht feiern, stricken oder was auch immer ihr getan habt, bevor ein Kind in euer Leben trat.

Macht euch auf zu einer Welt, in der ein Kind keine Bürde ist, das Muttersein kein „qualvoller Spagat“ zwischen Job und Kind und kein „permanentes schlechtes Gewissen“, sondern eine Bereicherung. Es wird nicht nur euch Mütter befreien, sondern auch eure Kinder und Männer, weil ihr ihnen zeigt, dass ihr aus Fleisch und Blut seid. Menschen kann man helfen, heiligen Supermamis nicht.

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Kommentare (25)

  • Heike van Dyke

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    Es gibt ein Buch von Alice Miller, es heißt „Das Drama des begabten Kindes“. Es handelt von emotional intelligenten (das hieß damals noch anders) Kindern, die merken, welche Belastung sie für die Mütter darstellen:

    Die These lautet genauer, dass die meisten Kinder gar keine oder kaum Empathie für die Mutter spüren. Manche jedoch, die „begabten“ merken, dass die Mutter gestresst auf Aktionen des Kindes reagiert. Im schlimmsten Falle ist die Mutter sogar in gewissen Situationen genervt.

    Das Kind steckt in einem Dilemma: Entweder es unterdrück die eigenen Wünsche und Triebe um die eigene Mutter zufrieden zu stellen, sie zu beruhigen, oder, wie Alice Miller schreibt, riskiert abgelehnt und abgestoßen zu werden.

    Es spürt, dass die eigene Existenz und viel mehr die eigenen Wünsche bei der Mutter zu negativen Reaktionen führen und so wird es darauf konditioniert, diese zu unterdrücken.

    Alice Miller prophezeit große Katastrophen in der emotionalen Welt als Folgen dieser Verdrängung.

    Ich kann Müttern also nur zum Wohle ihres begabten „Superkindes“ nur raten, das Jammern sein zu lassen.

  • Kinderlos glückliche Ehefrau

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    Wer kennt sie nicht, die heldenhaften Vollzeitmütter, die
    nur einen Gesprachsstoff haben, nämlich das „süße“ Babilein und später das „süße“ Enkelchen.
    Und dann wundern sich diese Trullen, wenn andere einen
    Bogen um sie machen.
    Andere Frauen, die nicht so ein Getue machen, haben ihre
    Kinder nicht weniger lieb, aber die nerven ihre Umgebung
    halt nicht mit dem immerwiederkehrenden Selbstlob, bzw.
    Selbstmitleid.

  • Dominik Dirnberger

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    Guter Beitrag!

    Das Ausgeführte lässt sich übertragen auf den angeblichen Altruismus von SozialarbeiterInnen, die in heldenhaft-aufopferungsvoller Weise ALLES für IHRE Klienten/innen tun, und dabei unglaublich unter den schlechten Arbeitsbedingungen leiden.

    Das die Bezahlung für akademische Berufe besser sein könnte, keine Frage, aber wenn sich das ändern würde, dann gäbe es NICHTS MEHR RUMZUMECKERN.

    Darf ich sowas über eine Berufsgruppe schreiben?

    Ja ich darf

    Dominik Dirnberger
    Sozialpädagoge B. A.

  • Joachim Datko

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    Zu Dominik Dirnberger 05.03.14 – 15:34 „Das die Bezahlung für akademische Berufe besser sein könnte, keine Frage, […] Darf ich sowas über eine Berufsgruppe schreiben?“

    Können Sie das mit Zahlen untermauern? Ich kenne die Gehälter im Sozialbereich nicht. Wie hoch ist ein typisches Bruttogehalt für einen Berufsanfänger und eines nach mehreren Jahren Berufstätigkeit?

  • Waldemar Jugeniew

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    Mich regen diese Mutterkühe bloß auf, die mit ihren Monster-Mega-Buggies den Gehweg blockieren. Und immer schön zu zweit (oder dritt) mit der Brut im Wagen auf dem Gehsteig nebeneinander marschieren und ratschen, gell!

  • Cloud

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    Ich habe großen Respekt vor jeder Mama…Es ist nicht einfach ein Kind zu erziehen zumal wir in einer Gesellschaft leben, in der große Vorurteile bestehen… Es ist wichtig, einen gesunden Mittelweg zwischen sich, dem Kind, der Familie und dem Partner zu finden…

    Ich habe noch keine Kinder und lese als Erzieherin gerade ein Buch von Dr. Werner Bartens „Kinder – Was sie glücklich und stark macht“… Darin sagt der Arzt , wenn eine Mutter und ein Vater liebevoll, verständnisvoll handeln und ihr Kinder FORDERN ABER NICHT ÜBERFORDERN, dann handeln sie richtig….

    Es ist auch wichtig, sich als Mama Auszeiten und Ruhe zu gönnen. Eine Mama hat mir gesagt, für sie sei es wichtig, Auszeiten zu genießen, da es ihren Kindern nur gut gehen kann , wenn es ihr gut geht. Das ist inspirierend. Ich kenne viele, die wirklich rund um die Uhr Mamas sind, Fulltimejob haben und denen es dann nach Jahren zu viel wird. Eine Frau muss sich heutzutage vielen Rollenerwartungen stellen: (vor allem junge Frauen) :

    sie sollen jung aussehen, schlank sein, gute Ehefrauen, gut im Bett sein, top im Haushalt funktionieren, gebildet sein, arbeiten, super im Kindererziehen vorgehen…. etc…. diese ganze Emanzipation und das ständige Perfekt machen wollen sind Feinde für Beziehungen, Familie etc… Man muss sich Auszeiten gönnen um wieder neu Energie zu sammeln… Man muss Prioritäten setzen. Es muss alles eine Balance haben: Arbeit, Haushalt, Kinder, Partner etc…

    Außerdem hat man noch seinen Mann, Oma, Opa … Ein Kind mag mehrere enge Bezugspersonen vor allem in der Familie…

    Wenn jemand sich in der Mamarolle überfordert fühlt , kann sie Kinder (nur für beschränkte Zeit) an Oma geben oder Freundin und dann wieder Vollblutmama sein…<3…

    Herr Aigner bitte mehr von solchen Themen….Danke fürs Veröffentlichen :)…

    Kinder sind das Beste und ohne sie wüsste ich nicht was ich beruflich machen würde….Sie sind die Zukunft!!

  • Feministin

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    Mich regen Menschen auf, die Frauen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben, anstatt gegen deren Unterdrückung zu kämpfen.

  • Knurrhahn

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    @Feministin

    Schöner Einwand. Dem ist nichts hinzuzufügen. Trifft den Nagel auf den Kopf.
    Wollte mich nur solidarisch erklären.
    Bin übrigens Mann.

  • Sita

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    JA, wir Mütter/Großmütter müssen uns diese Auszeiten nehmen und müssen uns nicht selbstverständlich für die Kinder und dann später Enkelkinder „aufopfern“… das müssen wir Frauen lernen und üben, üben und nochmals üben…Deswegen haben wir unsere Kinder/Enkelkinder genauso gern und sind keine Rabenmütter/Rabengroßmütter…und wenns wirklich mal brennt, sind wir eh da, und das ist wichtig!!!
    Und ganz wichtig die Erwartungshaltung zwischen erwachsenen Kindern/Eltern runterzufahren und sich gegenseitig im Anders sein/Entwicklung zu akzeptieren und trotzdem in Liebe zu bleiben! Ebenfalls sehr schwierige Übung, aber üben, üben und nochmals üben…

  • Cloud

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    @feministin: schöner kommentar..Jede Mama, Frau soll so leben wie sie es für sich und ihr Kind richtig hält.

  • Dubh

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    @ Cloud

    „Jede Mama, Frau soll so leben wie sie es für sich und ihr Kind richtig hält.“
    Frauen absichtlich ohne Kind gibt es in deiner Vorstellungswelt aber nicht?

    Du beabsichtigst außerdem eine Jungfrauengeburt?
    Naja, leichter denn je ja heutzutage.

    Dann kann diese „Emanzipation“ ja auch nicht „Feind für Beziehung und Familie sein“ – oder wie war das vorhin?

    Aber wovon lebst du dann so?
    Mit einem Erzieherinnengehalt Vollzeit bringst du dich ja alleine schon kaum durch, wenn du eine aktuelle Wohnungsmiete zahlen musst.
    Grade wenn frau Kinder will, sollte man ja meinen, sie würde sich heutzutage doch nicht gerade die miesest bezahlten Jobs aussuchen, zumal ihr der Zugang zu anderen ja keineswegs mehr versperrt ist.

    Oder beabsichtigst du dir einen sehr deutlich besserverdienenden Ernährer zuzulegen?
    Der stört vermutlich nicht weiter bei der Kinderaufzucht und im Haushalt, davon ist auszugehen, nur, ob du das dann so toll findest wie gedacht, das sei dahingestellt.

    In dem Fall den unanfechtbaren Ehevertrag für danach auf keinen Fall vergessen, sonst musst du wie Omi , oder Uromi beim Gatten bleiben, und wenn er dich regelmäßig grün und blau schlägt, es sei denn es stört dich nicht, eine asoziale Hartzlerin bzw. dauerhaft Arme zu werden, selbst wenn du erwerbsarbeitest – bei deinem Job ………..

  • Hermine

    |

    @dubh:

    Warum so böse? Sie schreibt doch nur davon, dass jeder so leben soll, wie er möchte? Das gilt für alle, für die kinderlosen, wie für die kinderhabenden…

    Ich denke, Dubh, Sie sind eine Frau, die geschlagen wurde, die beziehungsunfähig ist und weil sich keiner um Sie kümmert, den Schrank voller Dildos hat…

    Lassen Sie Ihren Frust über sich selbst nicht anonym im Netz gegenüber andere raus, oder haben Sie so wenig Selbstbewusstsein, dass Sie nur diesen Weg kennen, Ihre Eloquenz und Bildung anderen gegenüber loszuwerden?
    armseelig…

  • sita

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    @hermine:
    deine Wortwahl war nicht nett gegenüber dubh… Ich wünsche mir vor allem unter den Frauen mehr Verständnis und mehr Solidarität…

  • El

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    Die Kinder dieser Supermütter, Trullen, Tussen usw. – wie ihr sie zu nennen beliebt – sind ja keine jungfräulichen Geburten – da war ja mal einer (also ein ER ) zumindest ganz am Anfang.

    Und an diesem einen mangelt es mir hier im Artikel , so wie auch in der Echtwelt.

    Die Männer sind in der Erziehung der Kinder nach wie vor wenig bis gar nicht anwesend (Ausnahmen bestätigen die Regel !)

    Die Väter klinken sich einfach oft aus – das hat sicherlich unterschiedlichste Gründe vielleicht auch eine Überbetüdelnde Partnerin.
    Oder die Karrierepläne der Männer, die den Männern abverlangen bis zur Erschöpfung zu arbeiten .
    Aber dann wäre es einfach auch am Mann, dem Grenzen zu setzen oder zu schauen, wo er sein Teil Elternschaft sinnvoll und entlastend einbringen kann

    Supermutternschaft entsteht mM nach auch dadurch, dass die Frauen nicht mehr gut auf sich aufpassen, indem sie sich selbst an erste Stelle setzen . Das lernen Frauen schlechter als Männer von der Pike auf.
    Und dann hat frau einfach keine Zeit für sich, kompensiert fehlende Fürsorge mit Zuviel Essen oder der nächsten Brigitte Hopp Diät .

    Es ist ja auch nicht unbedingt nur so, dass die Frauen sich diese besch …. o.g. Rolle selber immer wieder unter den Nagel reissen – sie wird ihnen schon gerne und oft auch aufs Auge gedrückt.
    Fiebernde Kinder nachts, fehlendes Clopapier, Tante Grete im KKH, dazu eine Küche die ausschaut wie kurz nach einem Bombenangriff …..
    da wird erwartet, dass Frauen in die Bresche springen ….

    Lass mal die Küche einfach im heillosen Chaos und die Kinder nur mit Butterbrot in die Schule, weil Du keine Salami mehr einkaufen warst in all der Überforderung. Wer kriegt da den schwarzen Peter – automatisch – in die Tasche gesteckt ?? Die Frauen , genau.

    Dass sie ihn nach wie vor annehmen hat viele Gründe – u.a. einen so eindimensionalen Artikel wie den obigen !

  • Cloud

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    @ dubh

    Die Erzieherinnenberufe sind nicht so unterbezahlt. Es ist mittlere Stufe wenn ich es mit Friseurinnengehalt vergleiche, die 1000 netto im Monat rausbekommen. Ich war 5 Jahre Studierende an der Fachakademie und mache den Job sehr gerne. Ich habe den Beruf gewählt, weil ich ihn aus Herzblut mache. Ich mag Kinder sehr gern, der Beruf ist anspruchsvoll und schön. Du wirfst mir vor, warum ich denn so einen angeblich unterbezahlten Beruf wähle. Er ist wie gesagt nicht so unterbezahlt und Kinder, Eltern brauchen Erzieherinnen, da der Kindergarten sonst zumachen könnte.

    Ich komme gut zurecht mit diesem Gehalt. Von einem Mann will ich nicht abhängig sein. Habe auch ne eigene Wohnung. Mein Einkommen werde ich hier nicht ausbreiten, wofür du sicherlich Verständnis hast. Hartz 4 werde ich auch nicht landen keine Sorge;)… Ich schätze es aber, dass du dir Gedanken darüber machst … Mir ist es wichtig, für mich selbst sorgen zu können und das geht gut.

  • Cloud

    |

    Dein Kommentar mir gegenüber ist übrigens sowas von persönlich, angreifend und voller Unterstellungen.

    Du interpretierst Sachen hinein und dichtest Dinge hinzu, die ich nie gesagt habe. Ich bin nicht die einzige, der dein Niveau hier auffällt. Es gab schon öfter Kommentare von anderen Nutzern, die deine unsachlichen und beleidigenden Kommentare kritisierten (Hermine nur eine davon).

    Vielleicht ist dein Bildungsniveau soweit unten, dass du nur Vorurteile haben kannst und Dinge hineininterpretierst die nie gesagt wurden. Deine Kommunikation wirkt unqualifiziert, unsachlich, beleidigend und unreif. Und an sowas wie Jungfrauengeburt glaube ich gar nicht keine Sorge;), würde sowas auch nicht aussprechen. Einen Ernährer suche ich nicht, da ich finde eine Frau muss in der heutigen Zeit für sich selbst sorgen können.

    @ Hermine Danke für dein Statement. :)…. Bin froh dass du verstehst wie ich es gemeint habe….liebe grüße an Dich und ein schönes Wochenende!!!!

  • Cloud

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    Mein letzter Kommentar geht an Dubh, an wen sonst? Habe es nicht mit dazugeschrieben.

  • Cloud

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    @ dubh

    und noch was zu dem Erzieherinnenberuf den du meiner Interpretation nach als abwertend einstufst, da er laut Dir unter anderem so schlecht bezahlt werden würde….

    es wird von den Akademien aus angestrebt, nur noch Leute mit Fachabitur oder Abitur an die Schulen zulassen . Die Ausbildung ist FH – Niveau und dauert 5 Jahre, ich persönlich habe Fachabi und mache was aus meinem Leben.

    Eine Erzieherin hat Gruppenleitungsfunktion, führt Elterngespräche, Teamgespräche, Beobachtungskontrolle und fördert Kinder nach deren Entwicklungsstand. Sie setzt sich Ziele und bereitet entsprechende Angebote für die Kinder vor.

    Alle sozialen Berufe würden meiner MEinung nach mehr Gehalt verdienen, als das ausbezahlt wird. So wenig wird als Erzieherin nicht ausbezahlt. Nur wegen top Verdienst mache ich keinen Beruf, er muss mir auch Freude machen. Du hast bestimmt auch mal ne Erzieherin gehabt sonst hättest du keinen Kindergarten besuchen können. Bisschen mehr Respekt gegenüber anderen Menschen wäre echt angebracht .

  • Dubh

    |

    Cloud: „Dein Kommentar mir gegenüber ist übrigens sowas von persönlich, angreifend und voller Unterstellungen. “

    V.a. wenn man offensichtlich nicht kapiert, wovon ich schreibe.

    An die Jungfrauengeburt „glaubst“ du also nicht?
    Wo ist das Problem mit einer Samenspende?
    Kommt mit der Post ……….Sex mit einem leibhaftigen Mann muss frau dazu nicht haben, und muss auch nie welchen gehabt haben.

    Aber dass dir nicht passieren kann in ALG II zu kommen, das „weißt“ du?
    Kein Unfall, keine Krankheit – im Leben nichts, was dich am Vollzeitarbeiten im gleichen Beruf oder überhaupt hindern könnte?
    Dann musst du Hellseherin sein!

    „sie sollen jung aussehen, schlank sein, gute Ehefrauen, gut im Bett sein, top im Haushalt funktionieren, gebildet sein, arbeiten, super im Kindererziehen vorgehen…. etc…. diese ganze Emanzipation “

    DAS verstehst du unter Emanzipation?!
    Da hat die Gehirnwäsche durch Werbung, Frau im Bild, und dgl. ja voll gewirkt. Gratulation!

    Ansonsten bist du mit der aktuellen Gesetzeslage, die man sich ja nun mal nicht aussuchen kann, in allen Bereichen, die dich auch zukünftig betreffen könnten, sicher bestens vertraut?
    Grade bei Kinderwunsch kann man doch davon ausgehen, oder?

    Man kann dran zweifeln, wenn du nichts Unvorhergesehenes, zumal mit Kind, im Leben für möglich hältst.

    Jedenfalls der Mann, von dem du ein Kind kriegen willst, falls du Samenspende nicht so toll finden solltest, der scheint ja für gar nichts zuständig zu sein, nicht für Kinder und Haushalt, fürs Einkommen auch nicht – praktisch echt, das find ich super.

    Das war bei mir in den 1970er doch leider noch ganz anders.
    Diese Emanzen seinerzeit verlangten doch glatt Halbe Halbe bei allem, bei bezahlter wie unbezahlter Arbeit, Klo putzen, bügeln, Kinder hüten, wickeln und sowas – und erwerbsarbeiten, allerdings Teilzeit, wie sie auch – wobei der volle Lohnausgleich gefordert gewesen wäre.

    Na ja, durchgesetzt hat sich das ja glücklicherweise nicht mal im Ansatz, zumal man heute überwiegend von zwei Teilzeitgehältern eh keine Familie mehr erhalten könnte – aber heute denkt ja offensichtlich ohnehin keine mehr dran überhaupt was zu fordern, von Männern, Staat Gesellschaft……………
    Jedenfalls liest man in diesen Mütteroden, wie hier in den Kommentaren absolut nicht davon.

    Super echt, schließlich war das damals echt nervig, wie diese Emanzen auch ganz praktisch drauf bestanden haben, dass Mann sich um ALLES, was sein muss, ganz genauso kümmert wie sie selbst.

    Welch ein Glück, dass Frauen heute wieder richtige Frauen sind, die alles selber machen, wofür ein Mann schon „von Natur aus“ nicht gemacht ist…………………..
    Erwerbsarbeiten war ja auch immer schon Frauensache, ob in der Landwirtschaft oder als Dienstpersonal und in der frühindustriellen Zeit sowieso – auch unter Tage, man lese Zola.

    Bleiben wir also dabei 2/3 aller gesellschaftlich notwendigen Arbei verrichten Frauen, bezahlt werden sie nur für einen winzigen Bruchteil davon.
    Wenn es Frauen nicht stört, mich stört es nicht.

  • Bert

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    @Dubh

    Geht’s vielleicht auch mal ein bisschen weniger aggressiv???

  • Dubh

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    Cloud: „und noch was zu dem Erzieherinnenberuf den du meiner Interpretation nach als abwertend einstufst, da er laut Dir unter anderem so schlecht bezahlt werden würde…. “

    Deine Interpretationen haben es allerdings generell in sich………

    Nicht ich werte den Beruf ab, sondern die die die Einstufung und Bezahlung aushandeln.
    Ich bin mit diesbezüglich geltenden wie ausgelaufenen Tarifverträgen allerdings vertraut, und zudem des Googelns mächtig.

    „Alle sozialen Berufe würden meiner MEinung nach mehr Gehalt verdienen, als das ausbezahlt wird.“

    Ja, allerdings ist alles, was traditionell als Frauenarbeit gilt, aber professionalisiert und somit bezahlt werden musste, in Deutschland durchgängig schlecht bezahlt – auch wenn die Jobs akademisiert wurden.
    Da würde ich mir mal die Durchschnittsgehälter anderer FH Abschlüsse, die traditionell als Männerarbeit gelten ansehen.

    Arbeit mit und für Menschen ist in Deutschland halt nichts wert, sie wird großenteils ja auch noch heute privat und unbezahlt – überwiegend von Frauen – erledigt, somit können die, die das als Beruf ausüben – auch überwiegend Frauen – doch froh sein überhaupt bezahlt zu werden.

    Das ist die Ideologie dahinter, die Frauenarbeit generell abwertet, weil die auch ohne jede offizielle Ausbildung „naturwüchsig“ getan werden muss, und getan wird.

    Aber, was gebe ich Antworten auf Fragen, die nicht einmal mehr gestellt werden!
    Bescheidenheit ist eine Zier und ziemt dem Weiblichen!

    „Du hast bestimmt auch mal ne Erzieherin gehabt sonst hättest du keinen Kindergarten besuchen können“

    Im Kindergarten war ich glücklicherweise nur ganz kurz, es war sterbenslangweilig da.
    Da hatte ich es mit meinen zahlreichen Spielkameraden auf der Straße und ohne Überwachung und Einmischung Erwachsener doch erheblich kurzweiliger.

    In meiner Kinderzeit waren wir nicht auf Kindergärten angewiesen um auf andere Kinder zu treffen, und „erzogen“ haben wir uns beim Spielen täglich und stundenlang selber.
    Das habe ich sehr genossen.

  • Dubh

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    Fakten zu Frauen auf dem deutschen Jobmarkt:

    „Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.

    Mit 71,5 Prozent oder 17,7 Millionen (erwerbs)arbeiten so viele Frauen wie nie zuvor. Bei Männern sind es 81,8 Prozent.

    Die neugeschaffenen Stellen der vergangenen zehn Jahre wurden vor allem mit Frauen besetzt. Die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen stieg um etwa 2,3 Millionen.

    Teilzeitquote ist bei den Frauen auf 51,5 Prozent gestiegen – ein Plus von 2,9 Prozent. Die der Männer lediglich um 2,4 Prozent auf 17,9 Prozent.

    Jede dritte Frau – oder 5,5 Millionen – steckt in einem sogenannten atypischen Job. Sie ist also befristet beschäftigt, in kleiner Teilzeit, in einem Minijob oder Leiharbeit. Bei den Männern ist es nur jeder siebte.

    Frauen arbeiten häufiger zu Niedriglöhnen: Fast 30 Prozent erhielten 2011 einen Stundenlohn unter 9,14 Euro. Das waren 4,9 Millionen Frauen, bei den Männern dagegen 3,2 Millionen oder 18,6 Prozent.

    Frauen stellen die Mehrheit der Hartz IV-Aufstocker – obwohl sie nicht mal die Hälfte der Erwerbstätigen ausmachen.

    Der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern stagniert seit Jahren bei 22 bis 23 Prozent.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/weltfrauentag-frauen-im-beruf-verdienen-weniger-als-maenner-a-957534.html

  • 23Prozent

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    Guggst da und dort, dann erklären sich zum großen Teil die Lohnunterschiede, in diesen unserem Tariflohnland. ‚Die großen Lohnunterschiede führen die Statistiker auf die unterschiedliche Berufs- und Branchenwahl zurück – und auf die Tatsache, das Frauen seltener Führungspositionen bekleiden‘
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-bei-lohngefaelle-zwischen-frauen-und-maennern-hinten-a-938095.html
    ‚Frauen verdienen weniger als Männer – dafür zahlen Männer höhere Steuern. Laut einer DIW-Studie ist die Lücke zwischen den Geschlechtern beim Nettolohn nur halb so hoch wie beim Bruttolohn‘
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/diw-studie-steuersystem-halbiert-einkommensnachteile-von-frauen-a-910453.html

  • Dubh

    |

    @ 23Prozent

    WAS erklärt sich da?!

    Warum wählen viele Frauen nach wie vor frauen“spezifische“ Berufe?
    Warum sind sie aber auch in Branchen, in denen sie durchaus anteilig vertreten sind, wie BWL, das bei Frauen wie Männern beliebteste Studium, nicht anteilig in Führungspositionen?

    Wieviele Chefärztinnen? An Medizinerinnen, mangelt es ebensowenig.
    10% Frauen auf C4 Stellen an Unis, aber mehr als die Hälfte der Studierenden Frauen, seit 20 Jahren ………..

    Mitte der1970er waren das übrigens ca 5% nur dass da noch weitaus weniger Frauen überhaupt studierten.

    Und welch nie gehörte Nachricht, dass es in Deutschland Steuerprogression gibt!

    Aber neuerdings bezahlen wohl Frauen grundsätzlich weniger Steuern als Männer, auch beim gleichen Einkommen?
    Wolltest du mir das mitteilen?

    Ganz im Vertrauen – ich nehm den Spitzensteuersatz, eine nicht erwerbstätige Ehefrau, krieg Netto das 20-fache was Sozpäds kriegen, und spare mir monatlich dank Ehefrau das Netto solcher an Steuern.

    Oder meinst du im ernst, die Leute, die wenig verdienen und wenig Netto haben müssten sich dann diebisch freuen, dass sie einen niedrigeren Steuersatz haben als Spitzenverdiener?

    Im Rechen/Prozentrechen liegen die Deutschen laut OECD Bildungsstudie ja auch unterm Schnitt und ihr
    Textverständnis entspricht dem 10 jähriger Kinder.
    Scheint zu stimmen!

  • Marion van de Stead

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    @Dubh, gemach, gemach! Warum bist du so aggressiv? Wer schreit hat immer unrecht.
    ‚Im Schuljahr 2003/2004 waren 67 Prozent der vollzeit- und teilzeitbeschäftigten Lehrkräfte weiblich.‘
    http://www.bmfsfj.de/
    Stellt sich doch die Frage bekommen die weiblichen Lehrkräfte auch über 20 % weniger Gehalt wie die Männer in derselben Besoldungsgruppe, oder?

    Als Belohnung für dich gibts auch noch ein paar Links zum abreagieren:
    »Verweiblichung« der pädagogischen Beziehungen
    http://www.zeit.de/2008/44/C-Leistungsabfall
    Die Schmerzensmänner
    http://www.zeit.de/2012/02/Maenner
    Die Angstweibchen
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article125545098/Die-jungen-Frauen-von-heute-sind-Angstweibchen.html
    Die gute Ehe
    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=52494025&aref=image036/2007/08/06/ROSPC200700401030103.PDF&thumb=false

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