ICOMOS zu Brückendiskussion: „Planungsprozess
im Einvernehmen mit UNESCO und ICOMOS“

Als Reaktion auf die Kritik von Professor Achim Hubel an den Regensburger Brückenplänen hat der Präsident von ICOMOS Deutschland, Professor Michael Petzet, am heutigen Dienstag eine Pressemitteilung versandt, die wir komplett veröffentlichen. Regensburger Planungsprozess im Einvernehmen mit UNESCO und ICOMOS Entgegen anders lautenden Darstellungen eines einzelnen Mitglieds der ICOMOS Monitoring-Gruppe hat die Stadt Regensburg die Planungsschritte bezüglich einer Brückenersatztrasse von Beginn an mit ICOMOS Deutschland und der UNESCO abgesprochen. Die anstehende Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens zu alternativen Donauquerungen im Altstadtbereich wurde notwendig, weil die Steinerne Brücke, das Wahrzeichen der Stadt und eines der bedeutendsten Einzeldenkmäler Süddeutschlands, nach der bevorstehenden Sanierung vom motorisierten Verkehr befreit werden muss, um die empfindliche Bausubstanz nicht noch weiter zu schädigen. Da bisher ein erheblicher Teil der Erschließung der Altstadt mit dem ÖPNV über die Steinerne Brücke abgewickelt wurde, muss jetzt eine Alternative gesucht werden. Die Stadt Regensburg hat bereits vor Beginn der Planungen den Dialog mit den zuständigen Stellen gesucht und eine abgestimmte Vorgehensweise auf den Weg gebracht. Als nächster Schritt sollen in einem Wettbewerbsverfahren zwei alternative Brückenstandorte untersucht werden. In der Jury des Wettbewerbsverfahrens wird ein von der UNESCO benannter Vertreter von ICOMOS International beteiligt sein. Die Stadt Regensburg hat in vorbildhafter Weise frühzeitig alle relevanten Gremien einbezogen. ICOMOS Deutschland und auch die ICOMOS Monitoring-Gruppe haben keinerlei negative Stellungnahmen zu den diskutierten Planungsalternativen abgegeben. ICOMOS Deutschland begleitet und unterstützt die Stadt Regensburg intensiv bei diesem Planungsprozess und bei den anstehenden Planungsschritten. ICOMOS Deutschland Prof. Dr. Michael Petzet

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Kommentare (1)

  • Veits M.

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    „Da bisher ein erheblicher Teil der Erschließung der Altstadt mit dem ÖPNV über die Steinerne Brücke abgewickelt wurde, muss jetzt eine Alternative gesucht werden.“

    Dieses behauptete „Müssen“ steht Petzet so überhaupt nicht zu. Die Frage, OB neue Donauquerung, fällt nicht in seinen Zuständigkeitsbereich.

    So weit er ausführt

    „Die Stadt Regensburg hat in vorbildhafter Weise frühzeitig alle relevanten Gremien einbezogen“

    liegt er ebenfalls falsch. Die Bürger dieser Stadt, den SOUVERÄN, nicht als „relevante Gruppe“ zu berücksichtigen, ist ein FAUX-PAS ersten Grades. Ist es nicht das WIENER-Memorandum der UNESCO, das die anfängliche Einbindung der Bürgerschaft fordert? Auf Augenhöhe – Stichwort: Bürgertrasse?

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