Kulturzentrum Leerer Beutel Regensburg: Dachsanierung dauert bis 2028
Seit August 2024 ist der Leere Beutel in ein Gerüst gehüllt. Der Grund: Schäden am Dach, die sich bei Untersuchungen als immer schwerwiegender herausstellten. Nun steht fest: Die Arbeiten werden sich bis ins Jahr 2028 hinziehen.

Seit August 2024 steht am Leeren Beutel ein Gerüst. Foto: Archiv
Die Dachsanierung des Kulturzentrums Leerer Beutel wird frühestens 2028 abgeschlossen sein. Dies geht aus dem Entwurf für das Investitionsprogramm hervor, der am Donnerstag im Kulturausschuss des Regensburger Stadtrats diskutiert wird.
Demnach wird der Löwenanteil der Gesamtkosten von 4,2 Millionen Euro auf die Jahre 2026 bis 2028 verschoben – knapp 3,5 Millionen Euro. In der entsprechenden Vorlage heißt es, dies sei eine „Anpassung an die zeitliche Abwicklung“. Sollte dieser Zeitplan eingehalten werden, wird die Sanierung des Daches insgesamt vier Jahre in Anspruch genommen haben.
Dachziegel, Dachstuhl und immer wieder Untersuchungen
Das Drama begann im August 2024. Damals lösten sich auf der Nordseite Dachziegel und fielen auf die Straße. Galerie und Restaurant mussten kurzfristig schließen, und ein Gerüst wurde zur Absicherung aufgestellt.
Zunächst hieß es, dass die Ziegel auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern ausgetauscht werden müssten. Im Februar 2025 stellte sich jedoch heraus, dass auch der Dachstuhl marode war. Feuchtigkeitsschäden hatten ihm stark zugesetzt. Weitere Untersuchungen folgten, und ein Maßnahmenkatalog musste in Abstimmung mit der Denkmalpflege erstellt werden. Während dieser gesamten Zeit blieb das Gerüst aus Sicherheitsgründen stehen.
Kult-Restaurant machte dicht
Für das Kult-Restaurant von Winnie und Traudl Freisleben bedeutete die Dauerbaustelle nach 37 Jahren das Aus. Ende Juni schlossen sie ihr Lokal, nachdem die Brauerei Paulaner das Pachtverhältnis wegen Außenständen gekündigt hatte. Seitdem stehen die Räume leer.
Ob und wann die Stadt das Unterpachtverhältnis mit Paulaner beendet, ist bislang unklar. Dass die Restaurant-Räume in dem städtischen Gebäude überhaupt über den Umweg Brauerei weiterverpachtet werden, dürfte alten Grunddienstbarkeiten gegenüber dem Haus Thurn & Taxis geschuldet sein, das seine Brauerei 1996 an Paulaner verkaufte.
Jazzclub nutzt Saal im Erdgeschoss – trotz Einschränkungen
Im gegenüberliegenden Saal hat seit August 2025 der Jazzclub Regensburg das Zepter übernommen. Der Saal wird seitdem nicht nur für eigene Konzerte genutzt, sondern steht auch anderen Veranstaltern für Lesungen, Konzerte und andere Formate zur Verfügung.
Ein Problem bleibt jedoch: Da die Restaurant-Räume geschlossen sind, gibt es im Erdgeschoss keine Toilette und kein fließendes Wasser. Im März hatte die damals noch amtierende Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer angekündigt, das Thema Paulaner und die Kündigung des Pachtvertrags „so zügig wie möglich zu einer Entscheidung zu bringen“.
Erstmals Mittel für Generalsanierung
Einen kleinen Lichtblick bietet das Investitionsprogramm in Bezug auf den Leeren Beutel jedoch auch. 46 Jahre nach der letzten grundlegenden Ertüchtigung soll eine Generalsanierung in Angriff genommen werden.
Von der maroden Gebäudehülle bis hin zur Haustechnik und weiteren Infrastruktur soll alles erneuert werden. Räume im Dachgeschoss, die derzeit noch als Depot dienen, sollen zudem zugänglich gemacht werden. Für 2027 sind zunächst 100.000 Euro eingeplant, um die Kosten dafür zu ermitteln.
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Robert
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Gesamte Dachstuhl marode? Feuchtigkeitsschäden?
Das Drama muss schon vor 2024 begonnen haben!
Ein Dachstuhl wird nicht einfach so marode, wenn er sachgerecht gebaut wurde!
und wenn er sachgerecht genutzt wurde?
Was hat hier was genau verbockt? das wäre doch eine rechercher wert.