Entdecke Veranstaltungen in Regensburg Alle Kultur Oekologie Soziales Kino

Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus für Regensburg!

Hallo. Schön, dass Sie hier lesen oder kommentieren. Fast noch mehr freuen würden wir uns, wenn Sie die Arbeit von regensburg-digital mit einem kleinen (gern auch größerem) Beitrag unterstützen. Wir finanzieren uns nämlich nur zu etwa einem Drittel über Werbeanzeigen. Und für die gibt es bei uns auch ausdrücklich keine zusätzliche Gegenleistung, etwa in Form von PR-Artikeln oder Native Advertising.

Mehr als zwei Drittel unseres Budgets stammt aus Spenden – regelmäßige Beiträge von etwa 300 Mitgliedern im Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.

Anders ausgedrückt: Wir bauen auf Sie – mündige Leserinnen und Leser, die uns freiwillig unterstützen. Seien Sie dabei – mit einem einmaligen oder regelmäßigen Beitrag. Herzlichen Dank.

Spenden Sie mit
Für 4,2 Millionen Euro

Kulturzentrum Leerer Beutel Regensburg: Dachsanierung dauert bis 2028

Seit August 2024 ist der Leere Beutel in ein Gerüst gehüllt. Der Grund: Schäden am Dach, die sich bei Untersuchungen als immer schwerwiegender herausstellten. Nun steht fest: Die Arbeiten werden sich bis ins Jahr 2028 hinziehen.

Seit August 2024 steht am Leeren Beutel ein Gerüst. Foto: Archiv

Die Dachsanierung des Kulturzentrums Leerer Beutel wird frühestens 2028 abgeschlossen sein. Dies geht aus dem Entwurf für das Investitionsprogramm hervor, der am Donnerstag im Kulturausschuss des Regensburger Stadtrats diskutiert wird.

WERBUNG

Demnach wird der Löwenanteil der Gesamtkosten von 4,2 Millionen Euro auf die Jahre 2026 bis 2028 verschoben – knapp 3,5 Millionen Euro. In der entsprechenden Vorlage heißt es, dies sei eine „Anpassung an die zeitliche Abwicklung“. Sollte dieser Zeitplan eingehalten werden, wird die Sanierung des Daches insgesamt vier Jahre in Anspruch genommen haben.

Dachziegel, Dachstuhl und immer wieder Untersuchungen

Das Drama begann im August 2024. Damals lösten sich auf der Nordseite Dachziegel und fielen auf die Straße. Galerie und Restaurant mussten kurzfristig schließen, und ein Gerüst wurde zur Absicherung aufgestellt.

Zunächst hieß es, dass die Ziegel auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern ausgetauscht werden müssten. Im Februar 2025 stellte sich jedoch heraus, dass auch der Dachstuhl marode war. Feuchtigkeitsschäden hatten ihm stark zugesetzt. Weitere Untersuchungen folgten, und ein Maßnahmenkatalog musste in Abstimmung mit der Denkmalpflege erstellt werden. Während dieser gesamten Zeit blieb das Gerüst aus Sicherheitsgründen stehen.

Kult-Restaurant machte dicht

Für das Kult-Restaurant von Winnie und Traudl Freisleben bedeutete die Dauerbaustelle nach 37 Jahren das Aus. Ende Juni schlossen sie ihr Lokal, nachdem die Brauerei Paulaner das Pachtverhältnis wegen Außenständen gekündigt hatte. Seitdem stehen die Räume leer.

Ob und wann die Stadt das Unterpachtverhältnis mit Paulaner beendet, ist bislang unklar. Dass die Restaurant-Räume in dem städtischen Gebäude überhaupt über den Umweg Brauerei weiterverpachtet werden, dürfte alten Grunddienstbarkeiten gegenüber dem Haus Thurn & Taxis geschuldet sein, das seine Brauerei 1996 an Paulaner verkaufte.

Jazzclub nutzt Saal im Erdgeschoss – trotz Einschränkungen

Im gegenüberliegenden Saal hat seit August 2025 der Jazzclub Regensburg das Zepter übernommen. Der Saal wird seitdem nicht nur für eigene Konzerte genutzt, sondern steht auch anderen Veranstaltern für Lesungen, Konzerte und andere Formate zur Verfügung.

Ein Problem bleibt jedoch: Da die Restaurant-Räume geschlossen sind, gibt es im Erdgeschoss keine Toilette und kein fließendes Wasser. Im März hatte die damals noch amtierende Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer angekündigt, das Thema Paulaner und die Kündigung des Pachtvertrags „so zügig wie möglich zu einer Entscheidung zu bringen“.

Erstmals Mittel für Generalsanierung

Einen kleinen Lichtblick bietet das Investitionsprogramm in Bezug auf den Leeren Beutel jedoch auch. 46 Jahre nach der letzten grundlegenden Ertüchtigung soll eine Generalsanierung in Angriff genommen werden.

Von der maroden Gebäudehülle bis hin zur Haustechnik und weiteren Infrastruktur soll alles erneuert werden. Räume im Dachgeschoss, die derzeit noch als Depot dienen, sollen zudem zugänglich gemacht werden. Für 2027 sind zunächst 100.000 Euro eingeplant, um die Kosten dafür zu ermitteln.

Trackback von deiner Website.

SUPPORT

Ist dir unabhängiger Journalismus etwas wert?

Dann unterstütze unsere Arbeit!
Einmalig oder mit einer regelmäßigen Spende!

Per PayPal:

Per Überweisung oder Dauerauftrag:

 

Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14 7509 0000 0000 0633 63
BIC: GENODEF1R01

Kommentieren

Ich bestätige, dass die hier von mir eingegebenen persönlichen Daten auf regensburg-digital.de bis auf Widerruf gespeichert werden dürfen.
drin