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Klimaaktivisten

Letzte Generation protestiert in Regensburg: Zehn Verkehrsblockaden an einem Tag

Klimaaktivistinnen blockierten in Regensburg an mehreren Knotenpunkten den Verkehr. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Ein „Vorgeschmack“ auf Proteste in München solle das sein, kündigt die Letzte Generation an. Man wolle auf den „Verfassungsbruch“ der Bundesregierung aufmerksam machen.

An der Autobahnauffahrt Pfaffenstein blockierten nur zwei Aktivistinnen die Auffahrt. Foto: as

„Des kann doch ned sei, oder? Zefix! Fahr weg etz! Spinn ned umananda.“ Die beiden Insassen des grauen BMW-Kombi – laut Nummernschild aus dem Landkreis Regensburg – sind sauer. Lautstark reden sie auf den Rollifahrer mit Warnweste ein, der sich ihnen bei der Autobahnauffahrt Pfaffensteiner Tunnel in den Weg stellt. Sie reißen ihm und seiner Begleiterin das Transparent aus den Händen und werfen es auf den Asphalt. Dann zerren sie den Elektrorollstuhl samt Besitzer mit sichtlicher Mühe und vor sich hin schimpfend von der Fahrbahn auf den Bürgersteig.

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Mit einem „Depp, du“ verabschieden sie sich zurück ins Auto und wollen losfahren. Doch da steht er schon wieder auf der Straße und murmelt: „Rufen Sie doch die Polizei.“ Während die beiden Männer anschließend weiter auf den Rollifahrer einreden, kommt irgendwoher aus einem anderen Auto weiter hinten ein Mann mit Sonnenbrille angerannt, reißt einen anderen, der die Situation gerade filmt, zu Boden und schlägt einer jungen Frau, ihr Handy aus der Hand, während die „Presse! Presse!“ ruft.

Am Vormittag waren neun Kreuzungen dicht

Es ist eine der heftigeren von zahllosen Szenen, die sich am Montagvormittag an mehreren Verkehrsknotenpunkten in Regensburg abspielen, wo sich Aktivistinnen der Letzten Generation auf die Fahrbahn geklebt haben. Es ist wohl der Urlaubszeit und dem damit verbundenen geringeren Verkehrsaufkommen geschuldet, dass es übertrieben wäre, von Ausnahmezustand zu sprechen. Aber chaotisch geht es dennoch zu.

Blockiert: die Nibelungenbrücke stadteinwärts.

„Um 8.15 erhielten wir die erste Meldung einer Blockade“, so eine Polizeisprecherin. Binnen kürzester Zeit wurden Beamte des Polizeipräsidiums Oberpfalz, der Bereitschaftspolizei und Unterstützungskräfte aus Mittelfranken am Vormittag dann zu insgesamt neun Kreuzungen gerufen, um den Verkehr umzuleiten, die Aktivisten von der Fahrbahn zu holen und Auseinandersetzungen mit allzu aufgebrachten Verkehrsteilnehmern zu verhindern.

Mehrere Aktivisten vor Blockade abgefangen

Unter anderem an der Frankenstraße in Steinweg, an der Kreuzung Isarstraße/Brennesstraße beim Alex-Center, an der Abfahrt der Nibelungenbrücke stadteinwärts, an der Furtmayrstraße bei der Galgenbergbrücke, an der Friedenstraße bei den Arcaden, an der Osttangentenabfahrt zur Landshuterstraße, in der Laaberstraße und – wie erwähnt – an der Auffahrt zur A93 ging teilweise bis kurz vor Mittag nichts mehr.

Am Hauptbahnhof nahm die Polizei mehrere Personen vorübergehend in Gewahrsam.

Denn auch wenn es der Polizei teilweise recht rasch gelingt, den Verkehr um- und die im Stau stehenden Fahrzeuge abzuleiten, auch wenn die Aufnahme der Personalien mittlerweile routiniert über Excel-Listen abgearbeitet wird, wo die Namen zum Teil nur noch abgehakt werden und auch wenn die Einsatzkräfte immer mehr Erfahrung beim Lösen der festgeklebten Hände von der Fahrbahn mitbringen, dauert das alles und das Wegtragen der Aktivistinnen eben doch seine Zeit.

Mindestens eine weitere geplante Blockade verhindern die Einsatzkräfte offenbar, weil sie bereits um kurz vor acht mehrere Menschen in der Nähe des Hauptbahnhofs abfangen und vorübergehend in Gewahrsam nehmen.

Blockiert: Die Furtmayrstraße auf Höhe der Galgenbergbrücke.

„Nur ein Vorgeschmack“auf München

„Nur ein Vorgeschmack“ solle Regensburg sein, auf das, was München erwarte, kündigt die Letzte Generation in einer Pressemitteilung an. Dort wollen die Klimaaktivisten erstmals am Donnerstag den Verkehr großflächig lahmlegen und die Landeshauptstadt „wochenlang zur Protesthochburg machen“.

Aufhänger dieser verschärften Blockadeaktionen ist das kürzlich begangene 75. Jubiläum des Verfassungskonvents, der 1948 auf der Insel Herrenchiemsee stattfand. In München, der „Hochburg der politischen Blockadehaltung“ wolle man „den Verfassungsbruch der Bundesregierung“, die nichts gegen den drohenden Klimakollaps unternehme, „ins Licht der Öffentlichkeit rücken“, heißt es.

Blockiert: die Auffahrt zur A93. Foto: as

An den einzelnen Kreuzungen in Regensburg ist es am Montag das mittlerweile gewohnte Bild. Passanten, Pkw- und Lkw-Lenkerinnen diskutieren mal mehr, mal weniger sachlich mit den Blockierern. Auch wenn man den Eindruck hat, dass die Nerven dieses Mal – vielleicht hitzebedingt – schneller blank liegen als sonst.

„Vollidioten“ und „Feinde des Volkes“

Auf verschiedenen Kanälen der Letzten Generation werden (gelegentliche) Handgreiflichkeiten und (häufige) Beleidigungen ebenso dokumentiert wie Solidaritäts- und Sympathiebekundungen, die teilweise einstudiert wirken. Die Palette reicht von „Ich muss zur Arbeit“, „ich muss zum Arzt“, „ich hab da gekühlte Lebensmittel“ über „Vollidioten“ , „letzte Scheiße“ und „Feinde des Volkes“ bis hin zu „Danke, dass ihr da seid“, „Die tun wenigstens was“ und „Weiter so“.

Blockiert: Die Frankenstraße in Steinweg.

Am Montagnachmittag, kurz nach 14 Uhr, als der heutige Protest schon vorüber scheint, setzen sich erneut einige junge Männer und Frauen auf Höhe der Arcaden auf die Friedenstraße. Ein älterer Herr versucht es zunächst mit Geschimpfe, droht, alle vor Gericht zu bringen und versucht schließlich, einen der Aktivisten am Rucksack wegzuzerren. Er habe Kranke zuhause, murmelt er einmal. Dann sprüht er irgendein Spray auf Köpfe und Hände der vor ihm Sitzenden.

„Das wissen wir doch guter Mann.“

Als ein Passant dazwischen geht und ihn auffordert, doch mit den Leuten über ihre Motive zu reden statt handgreiflich zu werden, zuckt er verständnislos mit den Schultern: „Das wissen wir doch guter Mann. Aber was soll denn das bringen?“ Woanders werde ja auch nichts getan. Und in Russland, da hätte man „die schon lang weggeräumt“.

In Regensburg hat die Polizei die Situation nach einer knappen Stunde geklärt. Im Zusammenhang mit den Protesten „erfolgten bei 48 Personen, von denen sich 33 an den Fahrbahnen festklebten, weitere polizeiliche Abklärungen“, heißt es im Nachgang. Fünf Personen befänden sich gemäß richterlicher Anordnung derzeit in Gewahrsam.

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Kommentare (81)

  • Mr. T.

    |

    Erfolgten auch polizeiliche Abklärungen bei den Verkehrsteilnehmer’innen, die gewalttätig und beleidigend geworden sind?
    Wer so charakterlich untauglich für eine Teilnahme am Straßenverkehr ist, lyncht vielleicht demnächst auch noch eine Person, die vielleicht durch einen Trunkenheitsunfall einen Stau verursacht. Wen greifen sie am Ende noch an, wenn wie zuletzt in Nürnberg ein Extremwetter einen Stau verursacht?

  • Kopfschüttler

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    Keinen Millimeter Straße diesen Gewalttätern. Nötigung ist eine Form von Gewalt. Die Form des “Protestes”, die diese Leute gewählt haben, ist weit weg von der demokratisch legitimierten Versammlungsfreiheit. Sie ist ein Angriff auf die Freiheit, sie provoziert Gegengewalt. Der Klimaschutz ist diesen Menschen eher wurscht; ebenso wie Hooligans beim Sport suchen sie ein Alibi für ihre Übergriffe gegen die Gesellschaft und eine Entschuldigung für ihr Bedürfnis, sich nicht an die Regeln für ein gutes Miteinander halten zu müssen.

    Wirklich schlimm ist, dass die Letzte Generation als Trittbrettfahrer der Fridays-for-Future-Bewegung, die ich für gut, richtig und wichtig halte, genau diese wertvolle Bewegung in Misskredit bringt. Sie haben das Wort “Klimaaktivisten” gekapert und negativ besetzt. Schade, dass die Presse keinen Unterschied zwischen Klimaaktivisten und Klimaterroristen macht.

    Ich hoffe, dass die Straftaten der Letzten Generation konsequent und zeitnah geahndet werden. Die Straßen sollten frei sein für Menschen, denen wirklich etwas am Klimaschutz liegt.

  • joey

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    solche Aktionen bringen, daß Katharina Schulze in Bierzelten niedergeschrien und Aiwanger heftig beklatscht wird.

  • maslos

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    Manöverkritik!

    (Achtung(!) es geht nur um die Kreuzung Adolf-Schmetzer-Straße x Weißenburgstraße heute um ca. 08:00h).

    Prolog:
    Heute früh wurde aufgrund von Bauarbeiten die Nibelungenbrücke Richtung Innenstadt (->Süden) für den gesamten Privatverkehr gesperrt. Erlaubt nur noch der ÖVPN, Taxis & „Lallüllalla“.

    Ebenfalls heute um die Uhrzeit wurde die Fahrbahn (auch Richtung Innenstadt) von Aktivisten der „Letzten Generation’“ per festkleben blockiert.

    Meine Fragen jetzt:

    wurde die Sperrung der Brücke bei der Planung der Aktion übersehen? Dann mehr als nur peinlich!

    Wurde bewusst in Kauf genommen nur den ÖVPN zu blockieren, dann widerspricht die ganze Aktion mehr als nur ihren eigentlichen Zielen.

    Bitte um Aufklärung…

  • Gscheidhaferl

    |

    …alles gefühlt schon tausendmal durchgekaut: Das Anliegen ist berechtigt, die Protestform unglaublich dumm, weil kontraproduktiv. Niemand regt sich angesichts solch dämlich-überheblicher Aktionen noch über den eigentlichen Skandal auf oder denkt auch nur dran: Die von der Mehrheit tolerierte Untätigkeit (d.h. das Versagen der Politik) im Umgang mit dem Klimawandel. Insgesamt ist die Klimakleberei ein zutiefst deprimierendes Phänomen, weil es auf allen Seiten so unglaublich viel Dummheit und Ignoranz offenbart. Zum Glück war bislang die Polizei immer schnell genug vor Ort, um Schlimmeres zu verhindern. Nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn so wenig Hirn und Einsicht an einem Ort versammelt sind. Vielen Dank dafür, dass die Polizei alle Beteiligten vor den Folgen ihrer Beschränktheiten bewahrt!

  • Th. G.

    |

    @ Kopfschüttler

    “Ich hoffe, dass die Straftaten der Letzten Generation konsequent und zeitnah geahndet werden.”

    Das Amtsgericht Tiergarten hat Simon Lachner wegen Nötigung in acht Fällen zu 180 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt. Der Klimaaktivist hatte zwischen Juni und Oktober 2022 an mehreren Protestaktionen der Gruppe „Letzte Generation“ teilgenommen…

    23.05.2023
    Zweites Urteil in vier Tagen: Klimakleber aus Regensburg entgeht Haftstrafe

    Es ist das zweite Urteil innerhalb von rund 100 Stunden: Der Regensburger Simon Lachner ist am Montag vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er sich im August 2022 an den Rahmen eines Gemäldes von Peter Paul Rubens geklebt hat.

  • Meier mit „ei“

    |

    @Mr. T.
    Ich ändere ihren Text mal ab:

    Wer so charakterlich untauglich für eine Teilnahme am Straßenverkehr durch verursachte Straßensperren ist, gefährdet vielleicht demnächst die Flugsicherheit durch die Besetzung vom Rollfeld, gefährdet Menschenleben durch die Zerstörung von Flugzeugen, die für Krankentransporte bestimmt sind. Wen greifen sie am Ende noch an, wenn sie durch ihren Ideologienarzissmus weitere, noch stärkere „Erfolge“ hervorbringen wollen?

  • Anomaler Circus

    |

    Der Name @ Kopfschüttler kartoffelt 3 Meilen gegen den Wind. Einfach mal ein wenig Realität inhalieren:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gleisverwerfung_Stra%C3%9Fenbahngleis_Augsburg.jpg

    Das passiert, wenn sich eine eine Stadt dümmer stellt, als sie ist, was am Lech etwas heißen will. So eine Blockade löst sich nicht in ein paar Stunden in Wohlgefallen bzw. Verkehrskollaps as usual auf, da kannst mindestens ein Woche Baustelle veranschlagen. Und die bleibt Flickwerk, da keine Lösung existiert, die Thermodynamik lässt sich nicht bescheißen. Ähnliche Schäden werden auch in Regensburg rasant zunehmen, da kannst du dich dann davorstellen und zeternd mit dem Schirm draufhauen. Mit etwas Glück kommt der traurige Rest von FFF des Weges, das alle Jubeljahre seinen nur noch folkloristischen Zug durch die Gemeinde veranstaltet. Man kann es natürlich auch gleich machen wie in Spanien, dort gibt es Prozessionen für gutes Wetter. Die schlechte Nachricht: Maria statt Greta funktioniert nicht, im Gegenteil, zu Dürre & Flut gesellen sich auch noch Karnickel als biblische Bonus-Plage. Apropos, der Westen der USA legt keinen Wert auf “thoughts & prayers” aus Germany, die sind mit der Apocalypse beschäftigt:
    https://www.youtube.com/watch?v=uG5q1q9wow4
    Seismische Aktivität wird übrigens auch vom Klimawandel beeinflusst, rate mal wie…

  • Mr. B.

    |

    Es wäre nicht schlecht, wenn diese ” Klimakleber” z. B. einen anständigen Beruf erlernen würden (z. B. Installateur). Damit könnten sie sinnvoll, z. B. im Bereich Solar, einen richtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, als faul auf der Straße herumzusitzen und den Steuerzahler bei der Arbeit zu behindern.
    Übrigens: Es waren schon öfters die FfF-Instrumentalisierten, welche ohne Nachzudenken, am Freitag den ÖPNV in der Innenstadt lahmlegten.

  • Andreas

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    Dass dieser Lachner immer noch frei herumläuft, muss schon fast als Justizversagen angesehen werden. Sechs Monate Knast müsstens’s für diesen notorischen Wiederholungstäter jetzt mal sein.

  • Native

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    Demonstrationsrecht in Ehren, aber langsam reichts.
    Mir ist völlig unverständlich, dass man die Klimaaktivisten immer noch mit Samthandschuhen anfasst. Die aufwendigen Polizeieinsätze (bis zu 14 Std.) sind für die Einsatzkräfte bestimmt nicht lustig. Die mit überregionaler Unterstützung der Klimaaktivisten organisierten Blockaden, mit dem Ziel die gesamte Stadt lahmzulegen, verursacht hohe Schäden für die Wirtschaft, erfüllt den Tatbestand der Nötigung und die Aufhebung der Blockaden verschlingt hohe Steuergelder. Auch für Dienstag 22.08.2023 sind Blockaden mit Ansage angekündigt. Ich bin der Meinung, solche illegalen Aktionen sollten mit in Gewahrsamnehmung der Beteiligten, nach der zentralen Personaldatenerfassung beim Jahnstadion unterbunden werden. Anstatt sich um das Wohlbefinden der Aktivisten zu sorgen, durch den Vizepolizeipräsidenten, das sie genügend Wasser zum Trinken und ausreichend Sonnencreme haben, sollte mit Wasserwerfern für Erfrischung gesorgt werden. Im Übrigen treffen diese Aktionen die falsche Zielgruppe und sind wegen Verärgerung der Bevölkerung kontraproduktiv für den Klimaschutz. Viele Bürger treffen jetzt schon in hohem Maßl aktiv Vorsorge zur Bewältigung der Klimaerwärmung, mehr als so mancher „selbsternannter Klimamärtyrer“. Ich bin schon bei der ersten Protestaktion in der Frankenstraße zwei Stunden im Stau gestanden und musste einen Arzttermin canceln. Heute am Montag hat es mich auf dem Odessa-Ring wieder erwischt, ich wurde unter hohem Verkehrsaufkommen weitläufig umgeleite. Morgen habe ich einen Untersuchungstermin um 08:00 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Sollte ich diesen Termin nicht wahrnehmen können, werde ich Anzeige wegen Nötigun, stellen. Dies sollten die vielen anderen Betroffenen auch machen. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Aumer hat angekündigt, dass er sich um eine zentrale Anlaufstelle bemüht.

  • uferlos

    |

    @maslos: dem schliesse ich mich an. komplett sinnfrei. haargenau nur ÖPNV behindert.

    Ansonsten: tooll. erfolgreiche Aktion, wenn man den gewünschten Output davon daran misst, inwiefern er die Gesellschaft spaltet.

    kein Kilo CO2 wird dadurch eingespart, im Gegenteil – noch mehr wird produziert.

    ganz abgesehen davon, dass es weit schlimmere Treibhausgase gibt als CO2. Wasserdampf bsw. da hat der Ausbruch des Honga Tonga letztes Jahr ordentlich gesündigt. schnell mal 10% mehr Wasserdampf in die Atmosphäre pusten, da müssen wir Menschlein hier ziemlich lang die Badezimmertür offen lassen um damit konkurrieren zu können. insofern einfach alles nur lächerlich, was diese instrumentalisierten, selbstgerechten, aus ihrer Emo-Phase herausgewachsenen Vollzeitdepressiven da abziehen. Ich hab ja Verständnis dafür, dass man aus so einem depressiven Tief nur durch Selbstermächtigung herauskommt, aber dann bitte nicht auf Kosten anderer, die, teilweise schon länger als ihr auf Erden verweilend, sich umwelt-bewußt und -schonend verhalten, ohne das als Monstranz vor sich herzutragen.

    Pflanzt mal Bäume, Räumt mal Müll zusammen, besetzt ne Brache und macht ein Biotop daraus – mit produktiven Aktionen ist allen mehr geholfen als mit den immer gleichen, einfallslosen Klebeaktionen.
    aber sowas ist wohl von so einer astrogeturften Pseudobewegung nicht zu erwarten, denn dazu würde gehören, dass man ein Feingefühl für die lokale Zivilgesellschaft entwickelt und zielgenau solche Aktionen setzt, wohingegen das Festkleben eine plumpe, reaktionäre und populistisch/plakative Aktion darstellt, die man unabhängig vom gesellschaftlichen Umfeld überall durchziehen kann ohne sich groß mit den feinen Nuancen der dort lebenden Bevölkerung auseinandersetzen zu müssen.

  • MCG

    |

    Meiner Meinung nach reichen die Gesetze aus, wenn sie denn konsequent angewendet werden. Was hat Nötigung und gefährlicher Eingriff in den Straßen-/Luftverkehr mit Versammlungs- und Demonstrationsrecht zu tun? Weil sie sonst nichts Positives leisten, müssen sie negativ auffallen. Naturschutz- und Sozialverbände z.B. würden sich über ehrenamtliche Mitarbeit freuen, aber braves sich Engagieren ist ja nichts für diese Leute.
    Leider habe ich ein Déjà-vu. Das “Mit-Samthandschuhen-anfassen” steht in einer Linie mit dem früheren “Nicht-Ernstnehmen” der Reichsbürger, bei deren Verfehlungen und Ablehnen von Gesetzen und Vorschriften solange beide Augen zugedrückt wurden, bis es letztendlich Tote gab.
    Es scheint eine Art von Long Covid zu sein, dass diese angeblichen Klimaschützer die Konsequenzen für ihr Handeln nicht sehen können oder ihnen alles egal ist. Als Verurteilte und konfrontiert mit immensen Schadenersatzforderungen vergeben sie die Chance, aktiv an Lösungen mitzuarbeiten. Sie leben eben nicht nur heute, sondern auch noch in fünfzig Jahren, dann wahrscheinlich von der Stütze oder auf Kosten der Allgemeinheit in JVAs.
    Diejenigen, die die jungen Leute zu illegalem Handeln aufstacheln, haben ihre Schäfchen bestimmt schon lange im Trockenen und kleben sich nicht auf die Straßen. Ich vermute, es geht bei allen diesen Aktionen nur darum, anderen ihren Willen aufzuzwingen, die Demokratie zu schwächen und stattdessen eine neue Diktatur aufzubauen.
    Demokratie heißt ja eben nicht, dass ein paar Leute allen anderen vorschreiben, was sie tun oder unterlassen müssen.
    Ein kleiner Tipp, manchmal ist es hilfreich, sich zu fragen “Wem nutzt das?” Der Natur und dem Klima ganz bestimmt nicht.

  • Jakob Friedl

    |

    Scheiß in die Luft – Nieder mit der Autopest!

  • Hthik

    |

    @uferlos 22. August 2023 um 00:58

    “ganz abgesehen davon, dass es weit schlimmere Treibhausgase gibt als CO2. Wasserdampf bsw. da hat der Ausbruch des Honga Tonga letztes Jahr ordentlich gesündigt. schnell mal 10% mehr Wasserdampf in die Atmosphäre pusten, da müssen wir Menschlein hier ziemlich lang die Badezimmertür offen lassen um damit konkurrieren zu können. insofern einfach alles nur lächerlich, was diese instrumentalisierten, selbstgerechten, aus ihrer Emo-Phase herausgewachsenen Vollzeitdepressiven da abziehen.”

    Das ist ein etwas weiter Gedankensprung für mich. Kann ich das bitte näher erklärt haben, wie, dass Wasserdampf klimaschädlich ist, zeigt, dass an den Protesten “alles nur lächerlich” ist?

    “Pflanzt mal Bäume, …”

    Woher bekommen sie die Grundstücke dafür?

    “Räumt mal Müll zusammen, …”

    Das Problem wurde schon gelöst. Die Müllabfuhr wurde schon erfunden. Es hat sich herausgestellt, dass das Zusammenräumen nicht das größte Problem beim Müll ist.

    “… besetzt ne Brache und macht ein Biotop daraus …”

    Das ist auch rechtswidrig. Sind jetzt Hausbesetzer die guten Rechtsbrecher? Ich habe das anders in Erinnerung.

  • Sample

    |

    Der ignorante und egoistische Teil der Bevölkerung fühlt sich von den Aktionen der Letzten Generation also gestört. So so. Man mache als Bürger doch eh schon so viel Gutes, wie in einem der vorherigen Kommentare zu lesen. Schließlich hat der brandneue 5-Tonnen SUV mittlerweile einen Elektroantrieb. Die FfF-Organisation wird tolleriert, aber auch nur, wenn sie freitags ganz leise durch die Stadt zieht und der feine Bürger nicht belästigt wird. Welche Protestform wäre denn den Bürgern recht? Soll die Letzte Generation vielleicht Flugblätter verteilen? Die könnte man so schön in den nächstgelegenen Abfalleimer schmeißen. Wäre das genehm um auf die (bald) unaufhaltsame Klimakatastrophe hinzuweisen?
    Da ist ein riesen Elefant namens Klimakatastrophe im Raum. Niemand will Einschränkungen hinnehmen, aber allen dürfte klar sein, dass es so nicht weitergehen kann. Zur Not wird dann einfach der menschengemachte Klimawandel geleugnet. Dunning-Kruger-Effekt im Endstadium.
    Ich bin schon jetzt erschrocken von den geforderten Maßnahmen bzw. den Selbstjustizaktionen der aufgebrachten Verkehrsteilnehmer gegen die Klimaaktivisten. Wie die Selbstjustiz aussehen wird, wenn der Klimawandel voranschreitet, es ungebrochene Flüchtlingsströme sowie Nahrungs- und Wasserknappheiten geben wird, lässt sich nur erahnen.
    Ich habe großen Respekt für die Mitglieder der Letzten Aktion. Sie haben trotz ihres jungen Alters jetzt schon mehr gesellschaftliche Verantwortung gezeigt als es ein Großteil der narzisstischen Bevölkerung je zeigen wird.

  • joey

    |

    @Kopfschüttler
    fff war die Vorstufe. Ja, wehret den Anfängen, Schulpflicht gilt – und wer normalerweise ständig die Schule schwänzt, wird von der Polizei in die Schule gebracht und die Eltern kriegen Ärger mit dem Jugendamt. Hier aber war der Staat passiv und die Politiker (Söder, Piazzolo) feig. Man darf also ungestraft Regeln übertreten.

    Nun wird getestet, inwieweit sich eine friedliche Zivilgesellschaft weiterhin erpressen läßt. Es geht nicht um das Klima, sondern um die Macht in Form von “Räten”, also Sowjets, die die gewählten Volksvertreter blockieren oder überstimmen können. Es geht um die Diktatur, die auch Greta nicht ausschließt. Es geht auch gegen Juden.

  • Mr. B.

    |

    zu joey
    22. August 2023 um 09:37 | #

    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Die Instrumentalisierung, um nicht mehr selbst denken zu müssen, schreitet voran.

  • Auch a Regensburger

    |

    Joey und Mr. B,

    für denkende junge Menschen sind die Anstrengung für Klimaschutz zu wenig und Sie machen Vorschläge wie es sich bessern könnte. Denkende Menschen werden nicht glauben, dass Ehrenamt oder Bäume pflanzen die politischen Entscheidungsprozesse verbessern werden.

    Da steckt keinerlei Verschwörung dahinter. Oder vielleicht sind ja es doch als Hippie verkleidete Aliens. Hippiekalypse Now

  • Mr. B.

    |

    Auch a Regensburger
    22. August 2023 um 11:06 | #
    Ich kann Sie schon verstehen, aber nur auf der Straße zu sitzen und sich von denen alimentieren zu lassen, welche von ihnen behindert werden, ist auch nicht überzeugend.
    Klimaschutz ist wichtig. Aber, geht es hier im Kern um Klimaschutz?

  • Mo

    |

    Die Kommentare hier sind ein einziges Trauerspiel… Alle großmauligen “wir retten das Klima schon genug, nehmt uns nicht auch noch die Straße”-Schreier:innen vergessen anscheinend völlig, dass selbst unsere Bundesregierung (von der überwältigenden Mehrheit der weltweiten Klimaforscher:innen ganz zu schweigen) mit den beschlossenen Klimazielen anerkennt, dass die Klimakatastrophe mehr bekämpft werden müsste. Was sie aktuell und absehbar aber nicht ausreichend tut (s. Urteil Bundesverfassungsgericht). Und nur darauf weist die Letzte Generation hin. Mit Mitteln, die strafrechtlich verfolgt werden können, da alle bisherigen Mittel (FFF) nicht gefruchtet haben. Die Strafen werden angetreten/ bezahlt.
    Wer sich deshalb dann wünscht, dass hier mal wie in Russland durchgegriffen wird, steht meiner Meinung nach weit weit entfernter von unserer demokratischen Gesellschaft als die LG.

  • Andreas

    |

    @ Sample
    bevor Sie weiter so einen Unsinn verbreiten und sich selbst als einfach strukturiert outen darf ich Ihnen ein paar Argumente und Fakten darlegen, die Sie, wenn es Ihnen überhaupt noch möglich ist, überdenken sollten:
    FfF hält sich zwar nicht an Schulordnung, respektiert aber Grundspielarten der Demokratie! Was hingegen Ihre glorifizierte „Letzte Generation“ keineswegs tut.
    FfF hält sich (mehr oder weniger) an das im Grundgesetz festgeschriebene Recht eigene Meinung kundzutun und zu Demonstrieren!
    Es werden sicher Bürger belästigt, aber auch werden viele andere Dinge billigend in Kauf genommen. Z.B. , ich formuliere es mal in Ihrem in Ihrer eigenen Art der Ausdrucksweise, der ignorante und egoistische onkologische Patient nicht zur wichtigen Therapie kommt, die ignoranten und egoistischen „Verunfallten“ erst verspätet professionelle Hilfe bekommen, die ignorante und egoistische Pflegekraft nur ihre Patienten versorgen möchte, der ignorante und egoistische Chirurg verspätet zum OP-Termin eintrifft. Oder der egoistische Arbeitnehmer der die Steuern erwirtschaftet, dass diese „Kleber“ Bürgergeld kassieren können. Darüber haben Sie offensichtlich in Ihrer einfältigen Sichtweise noch nie nachgedacht.
    Was fordert denn diese „letzte Generation“ überhaupt? Tempolimit und 9€ Ticket? Sonst nichts? Keine Ideen sich aktiv und progressiv in die Problematik der Klimaveränderung einzubringen? Ich habe jedenfalls noch keine Berichte gelesen die an ein Engagement wie z.B. „Plant for Planet“ und andere Aktivitäten gegen den Klimawandel erinnern lassen. Richtig, wie Sie schon schreiben: Da steht eine Klimakatastrophe im Raum! Und was tut diese „letzte Generation“ – festkleben? Der dadurch entstanden vermehrte co2 Ausstoß wird hier wohl völlig übersehen. Auch wird übersehen, dass sich viele Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten wie Ausbildung, Qualifizierung in wichtigen Berufen (Ingenieure, Handwerker, etc.), mit privaten finanziellen Mitteln (aus Arbeit generiert!) bereits gegen diese Klimakatastrophe wenden.
    Was leistet Ihr „glorifizierter Haufen“ eigentlich? Jeder in meiner Familie geht arbeiten und finanziert nicht nur neuerdings in Technik die unser Klima schont! Kann einer dieser „Kleber“ von sich behaupten er hat z.B. seit 01.06.2023 43 Bäume gepflanzt, 792 kg Co2 reduziert und damit 350 kg Kohle eingespart? Mein Teil unsere Familie hat das getan und tut es weiter, sich zu engagieren und Möglichkeiten zu eruieren den Klimawandel positiv zu beeinflussen. Nein, wir kleben uns nicht fest und nötigen und bremsen wegen lächerlichen zwei Forderungen, Sie erinnern sich – 9€ & Tempolimit – nicht die ganze Gesellschaft und die Möglichkeit gegen den Klimawandel zu handeln aus.
    Bevor Sie jetzt das Argument „Recht auf Widerstand“ in den Ring werfen – Tipp: lesen Sie mal den Artikel im Grundgesetz genau durch! Damit zu Ihrem Zitat der kognitive Verzerrung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen (Dunning-Kruger-Effekt) . Genau das trifft auf Ihre glorifizierte Gruppe der letzten Generation zu und nicht auf den Bürger der hier aktiv mitarbeitet um den Klimawandel positiv zu beeinflussen! Darüber sollten Sie, der offenbar gerne diese Bürger als egoistisch, ignorant, inkompetent und kognitiv eingeschränkt betrachtet, dringend nachdenken.

  • Nesrin

    |

    Blockaden des Individualverkehrs find ich auch nicht sinnvoll. Aktionen wie heute Vormittag die Blockade des BMW Werktores oder – von Ende Gelände in Brunsbüttel – die Blockade der Baustelle des LNG Terminals hingegen schon. Solche Aktionen sind für die Fraktionen des fossilen Kapitals die unsere Lebensgrundlagen vernichten teuer, eine Blockade des Verkehrs kostet für die nichts.

    Was Formen des zivilen Ungehorsams der letzten Generation oder der fff mit Errichtung einer Räterepublik und/oder Antisemitismus zu haben sollen erschließt sich mir nicht.

  • Hthik

    |

    @joey 22. August 2023 um 09:37

    “Es geht um die Diktatur …”

    Dafür würde ich gerne einen Beweis sehen, aber versuchen wir mal was Anderes. Angenommen es geht ihnen um die Diktatur, dann drehen wir doch einfach den Spieß um. Statt dass diejenigen, denen es um die Diktatur geht, diejenigen, denen es ums Klima geht als nützliche Idioten missbrauchen, könnten doch auch diejenigen, denen es ums Klima geht, diejenigen, denen es um die Diktatur geht, als nützliche Idioten missbrauchen. Die lassen wir für uns arbeiten und den Kopf hinhalten und eines Tages Zack! Keine Diktatur, aber Klima gerettet. Die werden schön blöd schauen.

  • Hthik

    |

    @Andreas 22. August 2023 um 11:52

    “FfF hält sich zwar nicht an Schulordnung, respektiert aber Grundspielarten der Demokratie!”

    Die Schulpflicht ist in Abschnitt IV BayEUG geregelt.

    Dass das ein Gesetz ist, hat gewisse historische Hintergründe

    “Doch inzwischen hatte die Schülerin die Justiz gegen die Ordnungsmaßnahmen angerufen. Das Verwaltungsgericht Regensburg hob auf Kosten des Freistaats auch prompt den Entlassungsbescheid des Albertus-Magnus-Gymnasiums auf, weil »das Recht der Mitschüler, in Ruhe gelassen zu werden, nicht uneingeschränkt Vorrang vor dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung« habe.

    Der Freistaat legte Berufung ein, Direktor Duschl wehrte die Rückkehr der Schülerin ab, und Kultusminister Maier verlieh dem Standhaften wenig später den Bayerischen Verdienstorden — wegen der vorzüglichen Ausarbeitung der Lehrpläne für Griechisch. Christine Schanderl: »Theoretisch habe ich recht bekommen, aber praktisch nicht.«”

  • Hthik

    |

    @Mr. B. 22. August 2023 um 11:38

    “Klimaschutz ist wichtig. Aber, geht es hier im Kern um Klimaschutz?”

    Man mag vom Pragmatismus als Philosophie halten was man will, aber jedenfalls kann man nicht gleichzeitig pragmatisch sein und es nicht sein. Wenn der Klimaschutz erreicht wird, wird er erreicht. Oder erscheint dann der Erzengel Gabriel in Schiedsrichterkluft und erklärt das für ungültig, weil es im Kern nicht um Klimaschutz ging?

  • Tröster

    |

    Nur ein paar Anmerkungen:
    Im letzten Jahr stand jeder Autofahrende durchschnittlich 40 Stunden im Stau, in München waren es sogar 79, pro Tag gab es in Deutschland 1400 Staus, die Gesamtlänge betrug 733000 Km. Neben Verkehrsüberlastung spielten Unfälle eine große Rolle, z.T. wegen zu hoher Geschwindigkeit, aber auch wegen Missachtung der Vorfahrt oder weil jemand abgelenkt war (Handy etc.).
    Für den, der im Stau steht, ist es völlig egal, wodurch dieser ausgelöst wurde. Da nützt kein Schimpfen und kein Fluchen. Ich stand vor kurzem 3 Stunden im Stau, weil auf der A3 ein rasender Lamborghini-Fahrer einen Crash verursacht hatte, in den 8 Fahrzeuge verwickelt waren, Totalsperre. Ist das jetzt ein Terrorist? Sollte der eingesperrt werden? Forderungen dieser Art sind mir nicht bekannt…

  • Horst

    |

    Ich frage mich, ob Gruppen die mit den Forderungen:

    “2 mio. Abschiebungen für bezahlten Wohnraum!”
    “Lebensgefahr im Heimatland darf Abschiebung krimineller Ausländer nicht stoppen!”
    “Alle Außländer die Sozialleistungen beziehen raus!”

    die Straßen blockieren würden, in der Presse und vor Gericht genau so wohlwollend und nachsichtig behandelt würden? Wenn nicht, warum nicht? Ist die Presse nicht neutral? Sind vor dem Gesetz nicht alle gleich?

  • wale

    |

    “Blockiert: die Nibelungenbrücke stadteinwärts”.. wo zur Zeit nur ÖPNV, Rettungs- und Einsatzfahrzeuge fahren dürfen war ja die alsolut sinnfreie Aktion (höflich ausgedrückt obwohl es mir schwer fällt). Letzte Jungs und Mädels, habt Ihr denn überhaupt kein Hirn? ÖPNV und Reettung!!! An dieser Stelle ein großes Lob an die Polizei, die die Situation hervorragend im Griff hatte: Bin im 41er zur Arbeit gefahren und die Polizei hat weit vor der Ampel die verbotswidrig über die Holzgartenstraße eingefädelten PKW einfach wieder zurück über die Brücke nach Norden geschickt (gerechte Strafe) und die Linienbusse über eine Spur der Gegenfahrbahn geleitet. Das ging absolut fix und unkompliziert, Dank Euch & Gruß!

  • joey

    |

    @Hthik
    die web Ergebnisse für Diktatur und Judenhaß finden Sie selber (wenn Sie sie haben wollen), z.B. bei der taz.

  • Wuzzi

    |

    @ Tröster

    Wer Staus aus Unfällen mit bewusst rechtswidrigen Klebeaktionen und Nötigungen vergleicht, hat irgend etwas in unserem Rechtstaat nicht richtig verstanden.

  • Mr. T.

    |

    CGM, glauben Sie wirklich, dass die bestehenden Gesetze ausreichend sind und man bei konsequenter Anwendung diejenigen verknacken könnte, die ihre eigenen Klimaziele nicht einhalten wollen nur wegen einiger Wohlstandsverwahrloster, die nicht bereit sind, sich nur etwas abzugeben? Schön wär’s!

  • Robert Fischer ÖDP

    |

    @Horst:
    Weiß ich nicht. Aber die Montagsdemos waren auch oft nicht angemeldet und haben stundenlang einer der wichtigsten Buslinien, die Thundorferstraße blockiert. Da hat die Polizei auch das mildeste Mittel gewählt und sie machen lassen und sie nicht niedergeknüppelt. An Einknastungen kann ich mich jetzt auch nicht erinnern.

    In meiner Erinnerung war der Aufschrei gegen diese Blockiererei nicht so groß wie bei LG oder FfF.

    Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut und sie ist auch hier zu schützen, auch wenn die Straftaten/Ordnungswidrigkeiten, die dazwischen begangen werden, geahndet gehören.

    Würde mir auch konstruktiveren Protest wünschen. Aber die Gewaltphantasien gegen die LG finde ich für eine Demokratie irgendwie beängstigender als das Blockieren selbst.

    Wer ist dabei, das Parkhaus an der TechBase zu besetzen? Alternativen Wohnraum oder so? Oder wäre das auch zu radikal?

    Am 15.9. ist übrigens wieder Fridays for Future mit angemeldeten Protest. Ich hoffe, man sieht sich dort, denn grundsätzlich seid ihr ja alle dafür, lese ich da raus. Nur halt nicht beim Kleben.

  • Mr. B.

    |

    zu Wuzzi
    22. August 2023 um 13:58 | #

    Er hat es schon verstanden. Die Bekämpfung des Rechtsstaates in einigen Teilen (zu ihrem Vorteil) ist vermutlich auch das Ziel. Dies muß rechtsstaatlich verhindert werden.

  • Sample

    |

    @Andreas:
    Vielen Dank für die vielen “Argumente und Fakten”, welche bei genauerem Hinsehen dann leider doch nur sehr dünn sind. Die durch den Stau entstandene Menge an CO2 als Argument anzuführen, zeigt schon eine gewisse argumentative Hilflosigkeit.
    Ich finde es übrigens richtig richtig toll, wie sie und ihre Familie versuchen, das Klima zu schonen. Aber anstatt die Zeit damit zu verplempern, die schon gepflanzten Bäumchen fein säuberlich zu zählen, hätte man lieber etwas Zeit in die Recherche über die LG stecken sollen. Mir ist nicht klar, wieso das Tempolimit und das 9-€-Ticket für Sie lächerliche Forderungen sind. Beides sind low hanging fruits, leicht umzusetzen und sehr effektiv. Eine weitere Forderung der LG ist die Einsetzung eines Gesellschaftsrates. Auch sehr sinnvoll wie ich finde und hätte man durch ein paar Klicks schnell herausfinden können, wenn man denn wollen würde. Witzig wird es, wenn man das “Argument” liest, die LG würden eh alle Bürgergeld empfangen. Auch dies zeigt wieder die Unwissenheit. Die Aktivisten der LG sind ein bunter Haufen. Vom Arzt bis zum Azubi ist da alles mit dabei. Sicher gibt es auch Personen, welche Bürgergeld erhalten, aber doch nicht alle. Diese Pauschalisierungen zeigen nur, dass man sich mit der LG noch nie auseinandergesetzt hat und lieber seine Vorurteile auslebt. Es ist im übrigen nicht die Aufgabe der LG, feinsäuberlich ausgearbeitete Vorschläge der Politik zu präsentieren. Das muss die Politik schon selber machen. Die Politik muss eigentlich nur das machen, wozu sie sich eh verpflichtet hat, aber nicht einhält: Das 1,5 Grad Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Auf diesen Missstand weißt die LG hin. Dafür bin ich dankbar.

  • xy

    |

    „Eine weitere Forderung der LG ist die Einsetzung eines Gesellschaftsrates. Auch sehr sinnvoll wie ich finde…“

    Wir haben schon einen aufwendig gewählten Gesellschaftsrat, bzw. viele Gesellschaftsräte. Die nennen sich„ Parlamente“. Was neben den Parlamenten ein oder mehrere Gesellschaftsräte sollen, ist mir schleierhaft. Was an einer “zufälligen” Auswahl der Mitglieder eines solchen Gesellschaftsrats besser sein soll, als bei der Auswahl durch ordentliche Wahlen, ist mir sachleierhaft. Unsinn! Die „Letzte Generation“ ist das Letzte.

  • Andreas

    |

    @ Sample
    Argumentative Hilflosigkeit ist eigentlich nur Ihren Kommentaren zu entnehmen.
    Bzgl. Pauschalisierungen kann ich Ihnen das gleiche zurückgeben!
    Irgendwie scheinen Ihnen die Handlungen der „letzten Generationen“ und der daraus resultierenden allgemeinen Nötigung im strafrechtlichen Sinn und darüber hinaus die Gefährdungen von Menschen (wie ich sie deutlich gemacht habe) völlig egal zu sein.
    Ihr fadenscheiniges substanzloses Geschreibsel langweilt nur noch! Und ihre „low hanging fruits“bringen noch wieviel co2 Einsparung? Bevor Sie also anderen Leuten Egoismus, Ignoranz, Narzissmus, kognitive Verzerrung, mangelndes Wissen und Können vorwerfen, fangen Sie doch bitte erst bei sich selbst und Ihrer glorreichen Bewegung an!
    Witzig werden Sie allerdings wieder, wenn Sie hier die Forderung von „Gesellschaftsräten“ voranstellen! Anscheinend ist Ihnen doch nicht so bekannt wie Ihre „heroische Truppe“ diese dann aufstellen würde. Mein werter Mitdiskutant, Ihnen scheint völlig entgangen zu sein wie unsere parlamentarische Demokratie funktioniert oder besser dass Sie in einem Staat leben in dem bereits Wahlen auf kommunaler und bundespolitischer Ebene stattfinden! Mit dem Schrei nach Gesellschaftsräten enttarnt man sich sehr einfach welch geistes Kind man wirklich ist.
    Wer hier einzig pauschalisiert und alle demokratischen Regeln über Board wirft sind Sie und Ihre hochverehrte „LG“. Ihre LG hat verlässt mit jeder Aktion mehr den Raum der demokratischen Grundordnung und leistet dem Klimaschutz damit einen Bärendienst.
    Abschließend sollten Sie über „kognitive Verzerrung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen“ mal besser nachdenken und dieser Problematik bei Ihrer eigenen Person entgegenwirken!
    Sie zeigen mit Ihrem weiteren Kommentar dies deutlich auf! Damit betrachte ich die Diskussion mit Ihnen als beendet. Alles Gute Ihnen!

  • Wuzzi

    |

    @Robert Fischer ÖDP
    Es ist wohl ein großer Unterschied zwischen einer Demo, die nicht gezielt der Störung des Verkers (und des ÖPNV) dient und der bewusst rechtswidrigen Aktionen der Klimakleber an mehreren Stellen gleichzeitig. Das sollte auch eine ÖDP unterscheiden können.

    Zum von Ihnen erwähnten Parkhaus im TechCamp: Wenn ich mich recht erinnere hat auch die ÖDP im Stadtrat dem Bau zugestimmt.

  • weltbesterKoch

    |

    Kommentar gelöscht. Kein Getrolle.

  • Auch a Regensburger

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    Die Idee hinter dem Gesellschaftsrat ist ja genau bestimmte Themen sachlich und ohne Parteizwang und gar Wahlkampf zu betrachten.
    Und nehmen wir mal Bayern. Da müssten ja quasi die Grünen keinen Antrag mehr stellen. Der wird ja kategorisch abgelehnt. Stattdessen müssten Sie Lobbyarbeit bei CSU und FW machen, damit die den Antrag stellen. Überspitzt, aber so läufts doch prinzipiell (Vice versa auch). Vielleicht wäre eine weitere, neutrale und vertrauenswürdige Instanz, zur Meinungsbildung doch ganz hilfreich. Gerade in heutigen Zeiten.

  • Informant

    |

    @Mr. T.
    “Erfolgten auch polizeiliche Abklärungen bei den Verkehrsteilnehmer, die gewalttätig und beleidigend geworden sind? Wer so charakterlich untauglich für eine Teilnahme am Straßenverkehr ist, lyncht vielleicht demnächst auch…”

    Auf dem Telegram Ticker-Channel der LG können Sie sich diese “lynchenden, untauglichen” Verkehrsteilnehmer ja mal ansehen. Hier gehts zu hunderten Bildern und Videos von u.a. der Aktionen in Regensburg:

    https://t.me/+l7IHDd3jXX9iMTYy
    (Dieser Link ist öffentlich zugänglich auf https://wiki.letztegeneration.org/de/%C3%B6ffentlich/struktur/gruppen – ich verrate hier also keine Insiderinfos)

    Angesichts der erheblichen, für viele als überflüssig und sinnlos empfundenen Behinderungen, finde ich die Reaktionen der V. noch sehr besonnen und kontrolliert. Niemand verliert wirklich die Beherrschung. Wer versucht, sich vorbei zu drängeln, achtet genau darauf, nicht doch jemanden zu verletzen.

    Möge jeder sich fragen, ob er genau so ruhig bleiben würde, wenn er dringend schnell wo hin möchte und dann derart überflüssig zu einer Pause gezwungen wird.

    Auf der anderen Seite sehe ich Klimakleber, die nur schallplattenartig immer dasselbe sagen und Argumente von Verkehrsteilnehmern in den ersten Reihen, warum sie vielleicht doch duchgelassen werden sollten, einfach komplett ignorieren.

    Da ist der ältere Herr, der zuhause pflegebedürftige Menschen hat, zu denen er zurück muss. Der Lieferant, der Essen liefern will (frisch gekochtes), welches er nach eigenen Worten nur noch in den Müll kippen kann, inklusive dass für viele Menschen diese Mahlzeit entfällt. Ist denen alles komplett egal.

    Doch, ich finde schon, es ist ein Unterschied, ob mir das wegen eines Unfalls wiederfährt oder wegen so einer vorsätzlichen Aktion.

    Ich habe die Vermutung, die meisten Kleblinge waren noch nie für jemanden Verantwortlich außer für sich selbst und kennen den Druck nicht, wenn man Termine, Pflichten oder Verantwortung hat.

  • Native

    |

    Das Letzte der Letzten Generation
    Die generalstabsmäßig organisierten Tourismus-Klimaretter sollten im wahrsten Sinne des Wortes wegen schwerer, vorsätzlicher Störung der öffentlichen Ordnung und grober Missachtung der STVO „aus dem Verkehr gezogen werden.“ Sie schaden der Volkswirtschaft in unserem Land und sich auch persönlich wegen erkennbarer Erfolglosigkeit. Unerlaubtes „Sitzen“ auf der Fahrbahn ist auch eine Form der Teilnahme am Verkehr. Diese Form des Missbrauchs der Versammlungsfreiheit und des Demonstrationsrechtes ist inakzeptabel. Erst nach eingehender Prüfung der Eignung für den öffentlichen Verkehr durch eine MPU („Depperltest“) sollte eine Teilnahme wieder möglich sein. Wo kommen wir da hin, wenn jeder seine Regeln individuell willkürlich selbst „zurecht schnitzt.“ Engagiert euch in demokratischen Parteien, um Missstände zu verändern, sonst ist Anarchie und gesellschaftliche Rechtlosigkeit vorprogrammiert! Wie verpeilt muss man sein? Auf die weiteren geplanten Aktionen in München und die Aufrechterhaltung der Ordnung, darf man gespannt sein. Die jetzigen Aktionen sind das „Letzte“ und nicht tolerabel. Mit dieser „Holzhammermethode“ kann man sogar dem berechtigten Einsatz für Klimaschutz und Energiewende einen Bärendienst erweisen. Der Protest andressiert die falsche Zielgruppe. Die Mehrheit der Bevölkerung ist weiß Gott mit der Bewältigung des Alltags schon genügend gefordert und sie halten den Laden in unserem Land am Laufen. Nur durch ihre Toleranz ist auch dieses entspannte „Protestbiotop“ erst möglich. Aber langsam reichts. Aktiver, praktischer, persönlicher Einsatz (sprich Arbeit) und Engagement zur Problembewältigung durch die „Letzte Generation“, ist angezeigt. Hintern hochkriegen, anstatt larmoyantes, passives festkleben ohne Problemlösungskompetenz heißt die Devise zur Zukunftsbewältigung. Ich hoffe nicht, dass die “Letzte Generation“ sich bereits jetzt schon aufgibt und die letzte Ruhestätte vorbereitet. Kopf hoch – hinterm Horizont geht´s weiter!

  • joey

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    @Robert Fischer ÖDP
    Sie rufen wieder zum Schulschwänzen auf. Verstehen Sie, wozu man (auch Sie) eine öffentliche Ordnung braucht?

  • Robert Fischer ÖDP

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    @Wuzzi: Wo genau ist da der Unterschied? Verfassungsrechtlich gleich. Auswirkungen sind auch gleich.

    “Benedikt Suttner lehnte für die ÖDP-Fraktion das Projekt im Ausschuss ab: „Statt eines großen Parkhauses so nah an der Altstadt brauchen wir endlich ein tragfähiges attraktives Park- and – Ride-Konzept. Dass zwei riesige Parkhäuser im Stadtkern direkt an der Nord-Süd-Achse der zukünftigen Stadtbahn gebaut werden zeugt von fehlender nachhaltiger und langfristiger Planung. Schließlich gehen uns auf dieser Achse damit zukünftige Nutzer/innen der Stadtbahn verloren.
    Sie können ja schließlich weiterhin bis direkt in die Stadt mit ihrem PKW fahren. Darin sehen wir mehr als vertane Chancen!“

  • Hthik

    |

    @Gscheidhaferl 21. August 2023 um 20:15

    “…, die Protestform unglaublich dumm, weil kontraproduktiv.”

    Eine weitreichende Behauptung.

    “Niemand regt sich angesichts solch dämlich-überheblicher Aktionen noch über den eigentlichen Skandal auf oder denkt auch nur dran: Die von der Mehrheit tolerierte Untätigkeit (d.h. das Versagen der Politik) im Umgang mit dem Klimawandel.”

    “Angesichts” im Sinne von, “die sind dran schuld”?

  • Hthik

    |

    @Andreas 22. August 2023 um 17:06

    “noch wieviel co2 Einsparung?”

    Das ist beim 9€-Ticket nicht genau bestimmbar, da jemand auf die geniale Idee kam, die Spritpreise zu senken, was die Autonutzung begünstigte. Für weiteres siehe Suchmaschine. Bisherige Erfahrungen mit dem 49€ weisen darauf hin, dass es zu teuer ist und außerdem einige Verbesserungen nötig sind, um den Landpomeranzen zu helfen.

  • Hthik

    |

    @joey 22. August 2023 um 18:53

    “@Robert Fischer ÖDP
    Sie rufen wieder zum Schulschwänzen auf. Verstehen Sie, wozu man (auch Sie) eine öffentliche Ordnung braucht?”

    Ok. Ich erklär den Witz.

    CSU. Liberalitas Bavariae. Gegen die rote-grüne Verbieteritis. Eine Ordnung, die versucht alles vorzuschrieben, die den Bürger vorn und hinten gängelt, schwächt sich selbst. Vor einer solchen Ordnung verliert er den Respekt und das zu recht, sie führt sich selbst ad absurdum. Für die Freiheit der Holz- und Ölöfen. Schlanker Staat. Nur die nötigsten Gesetze. Maximale Freiheit für die Bürger. Wir schützen die Subsidiarität.

    Nur ein wünziges Schlöckchen genehmigen wir uns aus der Ausnahmenpulle: Wenn uns das Ergebnis nicht gefällt, dann machen wir eben ein Gesetz, dass wir bis zum Letzten durchregieren können. BayEUG, BayVwVfG.

    Freiheit ist die Einsicht, dass die CSU notwendig ist.

  • Hthik

    |

    @Robert Fischer ÖDP 22. August 2023 um 15:23

    “Weiß ich nicht.”

    Wird man nicht wissen, wenn es aus dieser Richtung keine Versuche dazu gibt. Nicht dass man dort durch besondere Rechtstreue auffiele, eher dadurch, dass die Rechtsbrüche erhebliche Eigennnutzkomponenten haben.

    “Aber die Montagsdemos waren auch oft nicht angemeldet und haben stundenlang einer der wichtigsten Buslinien, die Thundorferstraße blockiert.”

    Jetzt wäre übrigens die passende Zeit, sich vorzubereiten und damit auch für das Vorbereiten zu demonstrieren. Stattdessen fahren wir die Pflege immer noch wie bisher oder sogar noch mehr auf Grenznutzen, so dass jede Zusatzbelastung alles zum kollabieren bringen kann

    “In vielen deutschen Kinderkliniken können auf den Kinderintensivstationen im Schnitt ein Drittel der Betten wegen Personalmangels nicht genutzt werden. In manchen Kliniken ist sogar die Hälfte nicht mehr belegbar.“ Sobald es zu Infektionswellen komme, habe man keine Chance mehr, alle Pa­ti­en­t*in­nen zu versorgen.”

    https://web.archive.org/web/20220107174118im_/http://leben-und-leben-lassen-in-regensburg.de/wp-content/uploads/2020/08/IMG-20200503-WA0003-1-1153×1536.jpg

  • Hthik

    |

    @joey 22. August 2023 um 13:56 | #

    “@Hthik
    die web Ergebnisse für Diktatur und Judenhaß finden Sie selber (wenn Sie sie haben wollen), z.B. bei der taz.”

    Ich weiß, im Internet was zu suchen, über das man sich aufregen kann, ist ein beliebtes Hobby, aber ich aber leider keine Zeit dafür. Eigentlich will ich hier diskutieren, mit den Leuten, die hier sind. Mit joey etwa. Selbst wenn ich jetzt irgendeinen Antisemiten bei der LG finde, ist das ja vielleicht nicht der, den joey meint.

    Dass leider allgemein in der ökologischen Bewegung ein Teil esoterische Neigungen hat, die für sich allein auch noch nicht bedenklich sind, soll der Biobauer meinetwegen bei zunehmenden Mond Kuhhörner am Feldrand eingraben, wenn er meint, dass das ein altes germanisches Fruchtbarkeitsritual ist, aber ein Abdriften in rechte Kreise begünstigen können, gestehe ich zu. Das muss man im Auge behalten. Dass die LG davon besonders betroffen ist, wüsste ich nicht.

  • Hthik

    |

    @Informant 22. August 2023 um 18:30

    “Möge jeder sich fragen, ob er genau so ruhig bleiben würde, wenn er dringend schnell wo hin möchte und dann derart überflüssig zu einer Pause gezwungen wird.”

    Möge jeder, der dringend wo hin muss, sich fragen, wie oft er das muss. Denn wenn das nicht die Ausnahme ist, sollte man mal überlegen, ob der eigene Lebensentwurf noch stimmt, wenn man dauernd nur dringend irgendwas muss.

    “Auf der anderen Seite sehe ich Klimakleber, die nur schallplattenartig …”

    The message is the message. Auf den Inhalt kommt es an.

    “… immer dasselbe sagen und Argumente von Verkehrsteilnehmern in den ersten Reihen, warum sie vielleicht doch duchgelassen werden sollten, einfach komplett ignorieren.”

    Bei einer Blockade ist die Entscheidung notwendig pauschal. Die Würfel sind gefallen.

    “Da ist der ältere Herr, der zuhause pflegebedürftige Menschen hat, zu denen er zurück muss. Der Lieferant, der Essen liefern will (frisch gekochtes), welches er nach eigenen Worten nur noch in den Müll kippen kann, inklusive dass für viele Menschen diese Mahlzeit entfällt. Ist denen alles komplett egal.”

    Das ist genausowenig egal, wie die, die am Klimawandel sterben. Siehe etwa den bekannten Lancet Artikel.

    “Doch, ich finde schon, es ist ein Unterschied, ob mir das wegen eines Unfalls wiederfährt oder wegen so einer vorsätzlichen Aktion.”

    Das sieht die Justiz ja auch so. Saufen und Rasen sind keine achtenswerten Gründe. Trotzdem gibt es da eher selten populäre Wut.

    “Ich habe die Vermutung, die meisten Kleblinge waren noch nie für jemanden Verantwortlich außer für sich selbst und kennen den Druck nicht, wenn man Termine, Pflichten oder Verantwortung hat.”

    Der Verursacher des Drucks hat einen Namen. Kapitalismus. Dass es nicht leicht ist gegen diesen anzukämpfen, ist mir klar. Da genügt schon ein Blick auf die Ausbeutungsmaschinerie der Jobcenter. Trotzdem ist, sich dem einfach zu unterwerfen, die Art von Fahrradfahren, die ich nicht gut heißen kann: nach oben buckeln und nach unten treten.

  • Franz Xaver

    |

    Klima-klebe-rstau, ja das hab ich auch schon oft erlebt. Bei Termindruck macht das einen zornig, dann die Hitze dazu…
    Was mich aber seit langer Zeit noch trauriger und wütend macht, das die diese legitime Art zu protestieren verurteilen, die Aussage und den Sinn des Protestes aktiv ignorieren!!!
    Was sagt das Volk/der Bürger: Handelt endlich das so ein Protest nicht mehr notwendig ist. Zeigt Interesse, straft die Lobby-isten-politik ab. Tempolimit, warum geht das bei den Nachbarländern nur nicht bei uns etc….. Maut, wie in Österreich um das marode Verkehrssystem zu finanzieren, warum kann das Österreich und wir nicht?? Ich versteh diesen Protest!
    Viel blabla auf Wahlplakaten,

  • joey

    |

    @Hthik
    Judenhaß findet man nicht in irgendwelchen Fußnoten, sondern auf größeren Klimademos, wo Hamas Fahnen unter Antikolonialismus laufen. Auch Greta hat sich schon mit judenfeindlichen Symbolen gezeigt.
    Innerhalb der LG wurde der Judenhaß ja selbst schon thematisiert – und nicht von allen klar distanziert.

    Es geht nicht ums Klima. Nein, es ist keine zentrale Verschwörung, aber viele Interessen fallen hier zusammen. Sie bringen je selbst den “Kapitalismus” als Problem, was sich klar von den Interessen eines Klaus Schwab oder Al Gore … und dem Baumumarmer Söder unterscheidet, aber das Vehikel “Klima” ist das selbe.

    Weltrettung und so ist schon seit der Bronzezeit eine optimale Machtstrategie. Man muß die Menschen in Angst versetzen, damit sie ihren Besitz an die jeweilige “Kirche” spenden.

  • Günther Herzig

    |

    Jetzt im Sommer könnten die Aktivisten doch wenigstens erwarten, dass Wasserwerfer gegen sie eingesetzt werden. Wasserwerfer im Winter einzusetzen wäre schon etwas grob, außer es würden angewärmte Frottee-Handtücher gereicht. Außerdem sollten dann immer ein paar Arbeitslosen verpflichtet werden den Aktivisten die Nase zu putzen, weil sie ja keine Hand frei haben. Wurfgeschosse aus Buttersäure lehne ich ab.

  • Günther Herzig

    |

    Kommentar gelöscht. Kein Getrolle.

  • thomas otto

    |

    Und jetzt?
    Sollen wir Robert Fischer wählen, bzw. die ödp?
    Und dann wird alles gut?

  • thomas otto

    |

    haben andere politiker/parteien keinen standpunkt zu lg, kleben und blockieren?
    erstaunlich schweigsam.

  • Hthik

    |

    @MCG 22. August 2023 um 01:17

    “Naturschutz- und Sozialverbände z.B. würden sich über ehrenamtliche Mitarbeit freuen, …”

    Was ist nochmal die Ansicht der Naturschutzverbände zu den bisherige Maßnahmen gegen den Klimawandel und was man machen soll? Mal sehen. LBV

    “Wir wollen den Klimawandel bremsen und seine Auswirkungen so gering wie möglich halten. Darum unterstützen wir Fridays for Future und kaufen und renaturieren u.a. Moore als lokale CO2 Speicher. Helfen auch Sie mit!
    LBV-Spendenkonto:
    DE28 7645 0000 0750 9060 34
    Verwendungszweck: Klimaschutz”

    Ich versteh auch nicht warum diese LG-Typen von denen jeder sicher hunderte von Millionen auf Konto hat, nichts dem LBV abgeben und damit mal PRAKTISCH helfen.

    “… aber braves sich Engagieren ist ja nichts für diese Leute. …”

    Wie wäre es mit einem Vorschlag, was sie tun sollen, der brav und effizient ist?

    “Ich vermute, es geht bei allen diesen Aktionen nur darum, anderen ihren Willen aufzuzwingen, die Demokratie zu schwächen und stattdessen eine neue Diktatur aufzubauen.”

    Wie soll das eigentlich technisch funktionieren?

    Ich versteh die Warnungen, dass die Überwachungsmaßnahmen, dazu geeignet sind, eine Diktatur zu fördern. Auch wenn man den Befürwortern glaubt, dass es zu keinem Missbrauch kommen kann und sie das wirklich nur nutzen wollen, um Schwerkriminelle zu fangen und gar kein Interesse an dem ALG-II Leistungsberechtigten haben, der “vergessen” hat die 5000 EUR von dem Sparbuch, dass ihm seine Oma vermacht hat, anzugeben. Wir wissen ja nicht, wer da noch an die Macht kommt und ob sich der an irgendwelche Anstandsregeln gebunden fühlt. Schon deswegen hätten wir gern, dass das Gesetz selbst uns schützt, indem es weitgehende Überwachung schon von vornherein nicht erlaubt.

    Selbst die Coronaskeptiker kann ich noch soweit verstehen, dass es grundsätzlich denkbar ist, dass seuchenrechtliche Regeln, die die Versammlungsfreiheit einschränken, so verbogen werden könnten, dass man unliebsame Demonstrationen unterdrückt. Diese ungewaschenen Linken mit ihren verfilzte Rastafrisuren. Die nehmen wir jetzt erstmal alle in Schutzha… äh will sagen Quarantäne und testen auf Krätze.

    Aber LG ist keine staatliche oder sonstige machtvolle Institution. Wie führen die denn die Diktatur herbei, dadurch, dass sie eine Straße blockieren?

  • KW

    |

    @thomas otto
    Guter Vorschlag, den Sie da machen!
    Demnächst steht in Bayern eine Landtagswahl an, da können Sie die ÖDP wählen. Ob alles Gut würde wenn das Unmögliche geschähe und die ÖDP über die 5% käme, weiss ich nicht, aber manches würde sicher besser.

  • thomas otto

    |

    @kw
    wie ich das meine, ist die tatsache dass eine gewisse farb-partei strickend in den parlamente einzog und jetzt nur noch durch verstrickungen in erscheinung tritt.

    das jammertal der ohnmacht , in das sich diese partei maövriert hat, ist eine wichtige ursache für das phänomen der kleber.

  • Hthik

    |

    @MCG 22. August 2023 um 01:17

    “Ein kleiner Tipp, manchmal ist es hilfreich, sich zu fragen “Wem nutzt das?” Der Natur und dem Klima ganz bestimmt nicht.”

    Was nutzt denn dem Klima? Ich meine jetzt so direkt. Weil ja hier dazu aufgerufen wird, die demokratischen Möglichkeiten zu nutzen. Ein Wahlplakat aufhängen doch auch nicht. Das muss auch hergestellt werden, jemand muss mit dem Auto rumfahren, die zu verteilen. Will man die Kritik nicht an der Wiederrechtlichkeit, sondern daran, festmachen, so scheint mir das auf vieles andere genauso anwendbar.

  • Hthik

    |

    @KW 23. August 2023 um 13:46

    “Demnächst steht in Bayern eine Landtagswahl an, da können Sie die ÖDP wählen.”

    Wenn sich denn die sterbende Partei, AKA Linke zur Euthanasie entschließen könnte. Einen Friedl pullen und zur Wahl der ÖDP aufrufen. Ich weiß jetzt nicht, wieweit der Prozess der Listenaufstellung für die Bezirke schon fortgeschritten ist. Ich könnte mir schon vorstellen dass der ein oder andere von der Linken sich auch ein Kandidatur auf der ÖDP-Liste vorstellen könnte. Muss ja nicht ganz oben sein. Gibt ja zwei Stimmen. Es geht um ein drängendes Thema. Ich spende auch das Buch, das ich hier habe. “100 wohltemperierte Krötenrezepte” von R. Heback.

  • Hthik

    |

    @joey 23. August 2023 um 08:40

    “Innerhalb der LG wurde der Judenhaß ja selbst schon thematisiert – und nicht von allen klar distanziert.”

    Wir sprachen von Greta. Was sagt sie dazu?

    “Nein, es ist keine zentrale Verschwörung, aber viele Interessen fallen hier zusammen.”

    Das kann schon sein, dass die eigenen Interessen bei etwas Bestimmtem, mal mit denen von Leuten zusammenfallen, mit denen man lieber nichts zu tun haben will.

    “Sie bringen je selbst den “Kapitalismus” als Problem, was sich klar von den Interessen eines Klaus Schwab oder Al Gore … und dem Baumumarmer Söder unterscheidet, aber das Vehikel “Klima” ist das selbe.”

    Ich brauch kein Vehikel. Old Zitterhand trau sich noch einigermaßen zu, den Kapitalismus auch damit zu bekämpfen, indem er beispielsweise darauf hinweist, was der anderswo anrichtet, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt. Anklänge davon gab es auch in dieser Diskussion, siehe die dauergestressten Autofahrer. Der Kapitalismus ist aber schuld am Klimawandel. Soll ich das verschweigen, damit keiner sich zusammreimt, das Klima wäre mir egal?

    “Man muß die Menschen in Angst versetzen, damit sie ihren Besitz an die jeweilige “Kirche” spenden.”

    Ich weiß nicht, wie das Verhältnis zwischen Greta und Hamas ist, aber in dem Beitrag von joey stehen nur Dinge die joey da reingeschrieben hat. Solche Andeutungen wie oben darf ich vielleicht mal zum Anlass nehmen, mir von joey eine klare Erklärung zu der Frage zu wünschen, ob der Klimawandel ein, unter anderem aufgrund unseres Festhaltens an fossilen Energien, tatsächlich physikalisch ablaufender Prozess ist, vor dem Angst zu haben so verständlich ist, wie die Angst von Juden, wenn es in Regensburg wieder Umzüge mit dem Horst-Wessel-Lied gäbe, oder sowas wie die Angst vor dem Krampus?

  • Hthik

    |

    @wale 22. August 2023 um 13:36

    “An dieser Stelle ein großes Lob an die Polizei, die die Situation hervorragend im Griff hatte:”

    Ich war nicht betroffen, aber nach dem Bild, das sich so allmählich ergibt, stimme ich dem zu.

  • Hthik

    |

    @Kopfschüttler 21. August 2023 um 19:25

    “Der Klimaschutz ist diesen Menschen eher wurscht; …”

    Ist er das?

    “Diese Bemühungen mündeten in den 1920ern in der Gründung der “Khudai Khidmatgaran” (Gottesdiener): Eine Armee von zehntausenden unbewaffneten Paschtunen, die sich auf passiven Widerstand durch zivilen Ungehorsam beschränkten. Von den Briten wurden sie aufgrund ihrer auffälligen roten Protestkleidung “Red Shirts” genannt.

    Auf Höhepunkt der Proteste gegen die britische Herrschaft im Nordwesten Indiens schossen britische Truppen am 23. April 1930 auf Unbewaffnete und töteten Hunderte von Demonstranten.

    Doch später rebellierten die Soldaten, anstatt ein weiteres Blutbad anzurichten. In Peshawar verweigerten sie den Schießbefehl im “Qissa Khwani”-Basar, dem Basar der Märchenerzähler. Dieses Ereignis wird heute als Wendepunkt im Bemühen um die indische Unabhängigkeit gewertet. König George VI selbst ließ daraufhin eine Untersuchung der Ereignisse anordnen ”

    “Die Straßen sollten frei sein für Menschen, denen wirklich etwas am Klimaschutz liegt.”

    Maut. Es kommt drauf an, was man draus macht. Was hätte man daraus machen können? Weniger als nix ist es geworden. Was hätte man allein mit der ersparten Strafe alles bei der Bahn reparieren und ausbauen können. Aber wir musste ja lauter Sozis als Verkehrsminister haben, die bekanntlich nicht mit Geld umgehen können. Keine CDU-Mitglieder, also technisch, Sozis.

  • Paul

    |

    Servus

    Also hier gibt’s viel Intetessantes zu dem Thema.

    Danke hierfür.

    mich würde interessieren was macht die Stadt aktuelle gegen die Hitze in der Stadt….?

    Wo gibt’s z.B. einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen, ausser am Kassiansplatz….?

    Also der Würstlbrater Reissinger verkauft koan Knackerwurstsalt…..

    Warum?

    Schad des wärdas Richtige bei der Hitze.

    In diesem Sinne….

    kühlen Kopf bewahren….

  • Hthik

    |

    @Nesrin 22. August 2023 um 12:05

    “Aktionen wie heute Vormittag die Blockade des BMW Werktores oder – von Ende Gelände in Brunsbüttel – die Blockade der Baustelle des LNG Terminals hingegen schon.”

    Ich bin mir nicht sicher, dass das wesentlich Aufmerksamkeit erregt.

    “Solche Aktionen sind für die Fraktionen des fossilen Kapitals die unsere Lebensgrundlagen vernichten teuer, eine Blockade des Verkehrs kostet für die nichts.”

    Sabotage ist das eine, Protest das andere.

  • Zaungast

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    “Ich weiß, im Internet was zu suchen, über das man sich aufregen kann, ist ein beliebtes Hobby, aber ich aber leider keine Zeit dafür. ”

    achh.. kein Wunder, wenn man den ganzen lieben Abend damit beschäftigt ist, das hiesige Forum mit dem eigenen Ausfluss zu fluten und jede davon abweichende Meinung wegzubeißen.

    (manchmal wär ein Blick zurück in die Chronologie der Kommentarbeiträge vielleicht hilfreich, um zu erkennen, ob man nicht evtl. selbst auch Bestandteil des Problems sein könnte.. )

  • Günther Herzig

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    @Zaungast
    23. August 2023 um 21:49 |
    Eine gute und angebrachte Überlegung!
    Danke!

  • Native

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    Talion (ius talionis)
    Es ist dringend geboten den Rechtsbrüchen der organisierten Klimaaktivisten einheitlich, konsequent, zeitnah durch die Justiz zu begegnen. Beliebig mit „Wattebällchen“ zu werfen ist jetzt nicht mehr angezeigt. Die Klimaaktivisten betteln geradezu darum, um rigorose Reaktionen der Polizei und betroffenen, geschädigten Verkehrsteilnehmern, bei Blockaden. Sie dokumentieren mit Videos selbst alle Aktionen und veröffentlich diese in den sozialen Medien, um ihren Aufmerksamkeitsgrad zu steigern. Lasst euch nicht provozieren und zu Selbstjustiz hinreißen. Keep cool! Das Gewaltmonopol liegt ausschließlich bei den zuständigen Behörden. Hoffentlich wird der unsinnige Spuk bald beendet und wird nicht zum Dauerärgernis. Anarchie und Rechtlosigkeit ist nicht tolerierbar. Der besseren Sensibilisierung der Bevölkerung für Klimaschutz dienen die Aktionen der LG ohnehin nicht. Das Problembewusstsein ist auch ohne sie angekommen und Unbelehrbare werden sie dadurch auch nicht bekehren.

  • Hthik

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    Kommentar gelöscht. Bitte beim Thema bleiben.

  • joey

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    Kommentar gelöscht. Jetzt bitte mal verbal abrüsten. Es langt.

  • Bruckmandlsepp

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    @Paul:

    Ich meine, mal in der OTH einen Trinkwasserbrunnen gesehen zu haben.

    Diese Fragen hat sich der (relativ neue) Leiter des Stadtgartenamts auf die Fahne geschrieben. Für ihn geht es auf jeden Fall stark darum, dass es sich in der Stadt auch bei hohen Temperaturen gut aushalten lässt. Sprich mehr Grün und auch Trinkwasserbrunnen. Letztere müssen regelmäßig gewartet und auf Schadstoffe kontrolliert werden. Auch das macht das Gartenamt wenn ich mich recht entsinne. Sofern da also nicht zu viele rechtliche wie bürokratische Hürden aufkommen, gibt es Hoffnung, dass sich ein bisschen was tut.

  • Sample

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    @Andreas:
    Da Sie mal wieder nur sehr wage in Ihren Aussagen und vor allem “Argumenten” sind hätte ich schon noch ein paar Fragen. Nur weil man die Idee von Gesellschaftsräten nicht per se schlecht findet, zeigt man, “wessen geistes Kind” man sei und wirft die demokratischen Regeln über Bord? Wer sich mit dem Thema Gesellschaftsrat auch nur im Ansatz beschäftigt hat, wird wissen, dass die Vorschläge keinesfalls verpflichtend für die Politik sind. Das Zepter des Handelns liegt weiterhin bei der Legislative bzw. den gewählten Volksvertretern. Die Demokratie wird also durch diese Räte nicht ausgehebelt. Diese Räte haben auch einige Nachteile, welche man hier von Ihrer Seite als Argumente hätte bringen können, aber diese Chance haben Sie vertan. Es gab nur schwammige Aussagen. Mal wieder. Außerdem will die LG, dass sich die Politik an das 1.5 °C Ziel hält, welches in Gesetzen verankert ist. Ist man demokratiefeindlich, wenn man andere auffordert, sich an Recht und Gesetz zu halten?
    Mich würde interessieren, welche Maßnahmen denn für Sie als Klimaschutzexperten die richtigen wären? Nur Bäumchen pflanzen mit der Familie? Und hier noch ein paar knallharte Fakten zu den von Ihnen belächelten Maßnahmen des 9-Euro-Tickets und des Tempolimits. Das 9-Euro Ticket hat in drei Monaten 1,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Tempo 100 auf Autobahnen bringt 9-11 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Beides ist relativ einfach umzusetzen. Wie viele Bäumchen müssten Sie da mit Ihrer Familie pflanzen um auf diese Werte zu kommen?
    Aber leider haben Sie die Diskussion ja ganz souverän für beendet erklärt und ich werde auf diese Fragen nie eine Antwort bekommen.

  • Hthik

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    Dann wird es also nix mit meinem Essay über den Beitrag religiöser Bewegungen zum Fortschritt: von der evangelikalen Erweckungsbewegung im amerikanischen Bürgerkrieg bis heute? Schade.

    “… schlägt einer jungen Frau, ihr Handy aus der Hand, während die „Presse! Presse!“ ruft.”

    Vielleicht wäre für die nicht eingebetteten Journalisten typische Berufskleidung hilfreich wie beim Herrn links oben in der Zeichnung der Presseausweis am Hutband.

  • Hthik

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    @Andreas 22. August 2023 um 11:52

    “Sonst nichts?”

    Sollen sie mehr fordern?

    “Keine Ideen sich aktiv und progressiv in die Problematik der Klimaveränderung einzubringen?”

    Warum ist ziviler Ungehorsam keine solche Idee?

    “Der dadurch entstanden vermehrte co2 Ausstoß wird hier wohl völlig übersehen. Auch wird übersehen, dass sich viele Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten wie Ausbildung, Qualifizierung in wichtigen Berufen (Ingenieure, Handwerker, etc.), mit privaten finanziellen Mitteln (aus Arbeit generiert!) bereits gegen diese Klimakatastrophe wenden.”

    Der Konsens ist, dass das nicht reicht, oder?

    “Kann einer dieser „Kleber“ von sich behaupten er hat z.B. seit 01.06.2023 43 Bäume gepflanzt, 792 kg Co2 reduziert und damit 350 kg Kohle eingespart?”

    Wozu ist das wichtig? Darf er dann?

    “… und bremsen wegen lächerlichen zwei Forderungen, Sie erinnern sich – 9€ & Tempolimit – nicht die ganze Gesellschaft und die Möglichkeit gegen den Klimawandel zu handeln aus.”

    Tun sie das denn?

  • Hthik

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    @Native 24. August 2023 um 09:40

    “Lasst euch nicht provozieren und zu Selbstjustiz hinreißen. Keep cool!”

    Danke für diesen Aufruf zur Mäßigung.

    “Das Gewaltmonopol liegt ausschließlich bei den zuständigen Behörden. Hoffentlich wird der unsinnige Spuk bald beendet und wird nicht zum Dauerärgernis.”

    Darauf würde ich nicht wetten. Aber ich hätte da einen Vorschlag. Schwitzen statt sitzen, oder rechtlich genauer: gemeinnützige Arbeit als Weisung oder Auflage. Um es mit Andreas zu sagen: sollen sie Bäume pflanzen. Ein gerechtes Urteil.

  • Superstructure

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    @hthik
    Es mag zwar für sie persönlich schön sein, wenn hier 25% der Kommentare (20 von 80) von Ihnen stammen und Sie Ihren Frust ausführlich beschreiben, aber die geneigten Leser nervt das genau so, wie die Kleber die Autofahrer im Stau.

  • Stefan Aigner

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    Das Forum wird an dieser Stelle vorzeitig geschlossen.

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