Machtworte, Sachpolitik, gestörte Wahrnehmung

Sachpolitik. Zu der soll man zurückkehren. Und zur Geschlossenheit. Das hat Erwin Huber gestern bei der CSU-Klausur im Rahmen eines – Trommelwirbel – „Machtworts” – gefordert. Ich dachte, die sind in Wildbad Kreuth und nicht in Regensburg. Hier fordert man ja auch in regelmäßigen Abständen „Geschlossenheit” und „Sachpolitik”. So ist das halt, wenn man – mit Verlaub – Scheiße gebaut hat. Der Erwin ist unfähig, die Bayerische Landesbank im Griff zu haben und lässt sie mal schnell ein paar Milliarden in Schrottimmobilien in Amerika investieren, der Hans wollte ein paar Leute aus der Partei draußen haben und hat damit gleich die ganze Partei ins Aus manövriert. Jetzt hoffen beide – Erwin und Hans – auf die die Dummheit und das Desinteresse der Bürgerinnen und Bürger. Und auf Kumpanen, die treu an ihrer Seite bleiben – für ein Stückchen vom Kuchen. Machtworte, Sachpolitik, gestörte Wahrnehmung Sachpolitische Zutaten fehlen in diesem Kuchen. In Bayern verspricht man eine Bildungsoffensive – und streicht Schulstunden. In Regensburg verspricht eigentlich immer alles zum Wohle der Stadt – und ignoriert die Probleme der Bewohner von Stadtbau-Wohnungen. In Sinzing bejubelt man einen Wahlsieg, der keiner ist, ignoriert eine beispiellose Verschuldung und behauptet einen Mangel an Gewerbeflächen, den es nicht gibt. Wenn das auffällt und moniert wird, braucht es Machtworte. Die helfen manchmal – oder auch nicht. …(ent)spannende Lektüre!

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