„Mietspiegel = Miet-erhöhungs-spiegel!“

PM der Initiative Recht auf Stadt

Das merken alle: Mit einem geht es es immer aufwärts, mit der Miete. Warum ist das eigentlich so?

Einige werden sagen, die Vermieter_innen sitzen halt am längeren Hebel. Aber so ganz stimmt das nicht, denn es gibt ja noch den Gesetzgeber. Der hat eigentlich die Pflicht, die Schwachen vor den Starken zu schützen. Und die Damen und Herren Politiker_innen haben auch wirklich was getan! Sie haben festgelegt, dass die Miete nicht weiter als bis zur „ortsüblichen Vergleichsmiete“ steigen darf.

Nun ist natürlich die große Frage: Wie stellt man sie fest, diese „ortsübliche Vergleichsmiete“? Wer macht das und nach welchen Regeln?

Eine Regel besagt, bei der Erhebung des Mietspiegels dürfen nur Wohnungen berücksichtigt werden, deren Mieten sich in den letzten vier Jahren verändert, sprich erhöht haben. Und schon wird aus dem Mietspiegel ein Miet-erhöhungs-spiegel!

Aber es gibt noch viele andere Eigentümlichkeiten, die so ein „Mietspiegel“ beinhalten kann. Trotzdem wäre ein Mietspiegel ein hervorragendes Werkzeug für eine Kommune, die Mieten in bezahlbarem Rahmen zu halten.

Warum Kommunen und Städte dieses Werkzeug nur selten benutzen und warum ausgerechnet der Regensburger Mietspiegel einer der schlimmstmöglichen überhaupt ist, das erfahren Sie in einem (hoffentlich unterhaltsamen Vortrag der Initiative „Recht auf Stadt – Regensburg“ am 28. April 2015, 19:00 Uhr im Bistro Mosaik, Humboldtstraße 34, 93053 Regensburg. Vortragender: Kurt Raster, Mieter, Künstler und Aktivist aus dem Kasernenviertel (bzw. wahrscheinlich bald obdachlos).

Der Eintritt ist frei!

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