Mitschüler starten Petition

Preisgekrönter Schüler soll abgeschoben werden

Erst vor zwei Wochen würde der 19jährige Schüler Abdulsami Naderi für seine guten schulischen und Integrationsleistungen ausgezeichnet. Dennoch soll er zurück nach Afghanistan abgeschoben werden. Wenn er sich hier so gut integrieren haben könne, komme er auch dort zurecht, so da Verwaltungsgericht, das ihm rät, zu seinem Taliban-Onkel zurückzukehren. Der Beginn einer Ausbildung – die Möglichkeit, dennoch hier zu bleiben – wird ihm von der Zentralen Ausländerbehörde verweigert. Mitschüler haben jetzt eine Petition gestartet.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Salman Mohammed, Ayad Kharbotly, Abdulsami Naderi, Personalleiter Peter Purainer und Schulleiterin Angela Hendschke-Lug. (Foto: Infineon)

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer mit den Schülern Salman Mohammed, Ayad Kharbotly und dem von Abschiebung bedrohtem Abdulsami Naderi, Infineon-Personalleiter Peter Purainer und Schulleiterin Angela Hendschke-Lug. Foto: Infineon

Die fünf Schüler, die am späten Donnerstagnachmittag vor einigen Journalisten sitzen, reden nicht von der großen Politik, nicht von Fluchtursachen bekämpfen, davon, ob man nun eine Obergrenze braucht oder nicht und wie die Flüchtlingspolitik generell gemacht werden müsste – sie reden von ihrem Schulkameraden, dem Spieler im Fußballverein, Gitarristen in der Band – ihrem Freund Sami, mittlerweile 19 Jahre alt, seit 2015 in Deutschland. Sie stellen Fragen, die auf der Hand liegen, die aber im allgemeinen Gedöns politischer Diskussionen, in Bescheiden eines völlig überlasteten und kaum nach humanitären Gesichtspunkten arbeitenden Bundesamts für Migration und den politisch motivierten Standardurteilen von Verwaltungsgerichten keiner stellt, weil es dann zu kompliziert werden würde.

Gericht: Geh zurück zum Taliban-Onkel, der für den Tod deines Vaters verantwortlich ist.

Warum soll ein junger Mann, der binnen kürzester Zeit deutsch gelernt, den Quali gemacht hat und derzeit die Mittlere Reife anstrebt, der sich in den zwei Jahren die er hier ist, durch sein freundliches und einnehmendes Wesen im Fußballverein und in der Schulgemeinschaft eingefügt hat und bereits eine Ausbildungsstelle in einem Autohaus hat abgeschoben werden?

Was soll das Argument des Verwaltungsgerichts vom vermeintlich sicheren Herkunftsland Afghanistan (dem das EU-Parlament in einem Beschluss vom 14. Dezember erst kürzlich widersprochen hat) und der Hinweis, er können doch bei seinem Onkel leben, wo doch dasselbe Gericht Samis Schilderung für glaubwürdig hält, derzufolge derselbe Onkel zu den Taliban gehört, Samis Bruder entführt hat, weil der für das deutsche Einsatzkontingent der Sicherheits- und Wiederaufbaumission ISAF gearbeitet hat, und mutmaßlich für den Tod von ihm und Samis Vater verantwortlich ist?

Mitschüler starten Petition

Immer wieder, während die FOS/ BOS-Schülerinnen Tamara, Silvana, Alexander, Sebastian und Jonathan sich abwechseln, Samis Geschichte zu erzählen, fallen Sätze wie: „Das versteh ich nicht“, „Wie kann das sein?“. „Das kapiert doch kein Mensch.“ Sie haben eine Petition gestartet, mit der sie sich die zuständigen Stellen – „den Bayerischen Landtag, das Bayerische Innenministerium sowie die politisch Verantwortlichen“ – auffordern, Samis Fall erneut zu prüfen und ihm die Möglichkeit der sogenannten 3plus2-Regelung einzuräumen. Diese sieht vor, dass Flüchtlinge, die eine Ausbildung beginnen, ihre dreijährige Lehre beenden und danach zwei Jahre in Deutschland arbeiten dürfen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Sami hätte eine solche Ausbildungsstelle – doch er darf sie nicht antreten. Währen die Ausländerbehörden in der Vergangenheit solche Ausbildungen meist problemlos genehmigt haben, zieht mittlerweile die „Zentrale Ausländerbehörde“ des Freistaats die Zuständigkeit an sich und lehnt die Anträge bei Afghanen fast durchweg mit Standardbegründung ab. Eine politisch motivierte Entscheidung, mit der das Gerede von einer Einzelfallprüfung, die eigentlich jedem Flüchtling zusteht, zur Farce degradiert wird. So auch in Samis Fall.

Gericht: Gut integriert? Dann klappt’s auch in Afghanistan.

Erst vor 15 Tagen wurde Sami als einer von drei Schülern der Integrationsklassen an der FOS/ BOS für hervorragende schulische Leistungen von dem Unternehmen Infineon mit einem Preis belohnt. Besonders gewürdigt wurde neben seinen schulischen Leistungen sein Engagement bei schulischen Veranstaltungen und Projekten. „Auch steht er jederzeit seinen Mitschülern zur Seite und unterstützt sie beim Lernen oder bei Problemen“ so Schulleiterin Angela Hendschke-Lug. Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Nur eine Woche zuvor hatte das Verwaltungsgericht Regensburg seine Klage gegen den Ablehnungsbescheid abgewiesen und ihm geraten, zu seinem Taliban-Onkel zurückzukehren. Selbst aus seiner guten Integration in Deutschland hat ihm das Gericht noch einen Strick gedreht: Das zeige doch, dass er dann auch in Afghanistan gut zurecht kommen werde, heißt es sinngemäß in dem Urteil.

„Es ist grauenhaft, zu sehen, was tagtäglich passiert.“

Am 29. Dezember läuft die Frist für die freiwillige Rückkehr ab. „Jetzt ist er akut von Abschiebung bedroht“, sagt Albert Rogg von der Initiative Ausbildung statt Abschiebung, der sich seit Langem mit solchen Fällen beschäftigt. „Es ist grauenhaft, zu sehen, was hier tagtäglich passiert.“

Sami selbst ist am Donnerstag nicht dabei. „Er hat nicht die Kraft gefunden, hierher zu kommen“, sagt einer seiner Mitschüler. „Er hat Angst.“ Die muss man angesichts solcher Richter und Behörden auch haben.

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Kommentare (24)

  • Markus Frowein

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    Seitdem ich vor zwei Jahren syrische Flüchtlinge mit gestempelten Nummern auf den Innenseiten ihrer Unterarme (wohlgemerkt von deutschen Zollbeamten abgestempelt) am Münchner Hauptbahnhof getroffen habe, wundert mich hier gar nichts mehr.

  • Ernst Seler

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    Viele Menschen machten sich durch die „Einladung“ von Merkel über Monate auf den Weg nach Deutschland, kamen über die Grenzen Bayerns unkontrolliert zu uns. Die Bilder der Willkommenskultur, die überreichten Teddys, das alles hat in Afghanistan den Eindruck bei der Jugend erweckt: Jeder ist willkommen in Deutschland.
    Es war von einer Universität in Afghanistan zu lesen, da sich die Studentenschaft halbiert hatte, alle auf den Weg nach Deutschland, ein Land dessen Regierung mehr Geld für Flüchtlinge individuell bereitstellt, als alle anderen Länder Europas. Österreich zieht die Konsequenz, nur noch materielle Güter sollen die Asylanten erhalten.
    Zum konkreten Fall: wer so lange hier ist, sich integriert hat, sollte bleiben dürfen. Es liegt an unseren Gesetzen, Vewaltungen und Gerichten, wenn Asylanten so lange auf eine Entscheidung warten müssen. Diese „Vorweihnachtsgeschichte“ zeigt aber auch auf, Jeder hätte das „Recht“ hier zu sein, wenn er sich integriert?!
    Mit der Zeit wäre unser Land überfordert, die Weltprobleme können nicht im Sinne der Grenzöffnung, der zeitlich langen, unkontrollierten Grenzübertritte gelöst werden. Die Probleme können hier weder umfassend aufgezeigt werden, auch nicht die Lösungen.
    Im konkreten Fall sollte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sich für ein Bleiberecht einsetzen. Wenn Jemand so „öffentlich“ gefeiert wird, dann darf diese Person nicht eiskalt vor die „Tür“ gesetzt werden, das ist zutiefst unmenschlich, wird dem Einzelfall nicht gerecht. Vielleicht hilft eine fundierte Verfassungsberschwerde in Karlsruhe, wenn sich ein Anwalt einsetzt. Gerade das öffentliche Bild, mit der medienwirksamen Gestalt der Bürgermeisterin spricht für eine positive Entscheidung des BVerfG, wenn alle Aspekte des individuellen Falles berücksichtigt werden, der junge Mann ist nun einmal schon objektiv, subjektiv sehr lange in unserem Land, lernte unsere Kultur schätzen, ist lernwillig und kann sicherlich auch persönlich als Mensch Positives für unser Land beitragen.

  • Markus Frowein

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    @ Ernst Seler

    Sie wissen aber schon, dass die Taliban große Teile Afghanistans wieder übernommen
    haben, bzw. mit Kriegshandlungen sowie Terror, Folter und Mord überziehen?
    Das ist, wie ich finde, ein sehr guter Grund, nicht in dieses Land zurückzukehren.
    Für Leute, die „Positives für unser Land beitragen“ möchten, kann man Greencards
    ausstellen, hier geht es um den unmittelbaren Schutz von Sami’s Leib und Leben.
    Ich habe die Petition sofort unterschrieben und bitte Sie, selbiges zu tun. Danke.

    MfG Markus Frowein

  • blauäugig

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    @Seler: Was hat Frau Maltz-Schwarzfischer mit dem Fall zu tun, außer dass die Schule in Regensburg ist?
    Ich weiß, dass Sie mit christlichen Werten nichts am Hut haben, aber auf welcher Grundlage sollte denn der Richter verpflichtet sein, die Taliban auf die Weise zu unterstützen, dass er allen Ernstes Asylsuchenden empfiehlt, sich in deren Obhut zu begeben? Bei der Entscheidungsfindung mögen die Richter dem Gesetz unterworfen sein, zum Gesetz gehören aber weder Verwaltungsvorschriften noch Dienstanweisungen. Und wie der Richter seine Entscheidung begründet, wird ihm in keiner Weise vorgeschrieben, hier lebte er eben seinen Zynimus und seine Menschenverachtung aus. Eher sollte so ein Richter aus dem Dienst entfernt werden als der Schüler in die Hände der Taliban abgeschoben werden.

  • Lothgaßler

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    Das Verwaltungsgericht Regensburg scheint mit den Taliban zu sympathisieren! Holla die Waldfee, wer versteckt sich da unter den Roben?
    Ich bin zwar auch nicht dafür jedem ein Bleiberecht einzuräumen, aber wenn ein Mensch schon seinen Willen und seine Fähigkeiten zur Integration nachgewiesen hat, dann wärs widersinnig die Abschiebung durchzuführen. Letztlich ists eine politische Entscheidung, denn selbst wenn das Recht (per Gericht, auch mit angreifbarer Spruch-Begründung) gegen Naderi spricht, eine Ausnahmegenehmigung/ Einzelfallentscheidung von „Oben“ ist ja wohl drinnen.
    Was sollen eigentlich all die auf Entscheidung wartenden Menschen denken? Doch nicht etwa: Egal was ich mache, egal wie sehr ich mich anstrenge, es ist egal, denn ich werde ohnehin abgeschoben! Seht auch den geehrten Naderi an, dem Vorbild, dem hats auch nicht geholfen!
    Na dann gute Nacht, denn dann könnten die Enttäuschten auch austicken.

  • Regensburgerin

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    „Preisgekrönter Schüler soll abgeschoben werden“

    Und was ist mit den nicht preisgekrönten Schülern?

    Sollen die nach Afghanistan zurück? Ist der Umstand der Preiskrönung irgendwie von Bedeutung? Macht es Afghanistan ungefährlicher/gefährlicher?

  • Ernst Seler

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    „Verzweifelte Schreie aus dem Abschiebegefängnis“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/eichstaett-verzweifelte-schreie-aus-dem-abschiebegefaengnis-1.3799489
    Bundeskanzlerin Merkel hat mit ihrer unbedachten monatelangen Grenzöffnung die in dem Artikel beschriebenen Verhältnisse wesentlich mit zu verantworten. Sie hat die Folgen ihres Tuns auch für die Einheimischen nicht bedacht.
    Im konkreten Fall ist das von dem Redakteur Stefan Aigner verwendete Bild ein „Beweismittel“ für das Bundesverfassungsgericht, zusammen mit den vorzulegenden Zeugnissen, daß die „BRD“ durch die bisher positive Aufnahme und Förderung eines Asylbewerbers und Flüchtlings indirekt dem Betroffenen einen „Rechtsanspruch“ im Sinne des Grundgesetzes gewährt, als Tatsachenvorgang.
    Diese rechtliche Vorgehensweise lässt das Asylrecht auf das sich das Verwaltungsgericht in seiner Entscheidung stützt, stützen muß, beiseite. Verwaltungsrichter müssen sich nach gesetzlichen Vorgaben richten, also auch an die Vorgabe durch die Bundesregierung, einzelne Landesteile Afghanistans sind einigermaßen sicher.
    Es lässt sich von hier aus nicht bewerten, ob die Darstellung der Regierung oder die Darstellung von Hilfsorganisationen der tatsächlichen Lage vor Orte entspricht. Auch die Verwaltungsrichter müssen sich auf Vorgaben verlassen. Selbstverständlich kann eine Petition zum Ziel führen, deswegen von mir der Hinweis auf „freiwillige“ Unterstützung durch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, welche sich mit Abdulsami Naderi öffentlich abbilden lässt…. .
    Ihr öffentlicher Auftritt mit dem Betroffenen ist das „Beweismittel“ für den „Rechtsanspruch“, der durch die Gesellschaft und den Betroffenen gemeinsam verwirklicht wurde. Eine „Petition“ ist immer auch ein Knien vor der „Obrigkeit“. Der konkrete Fall kann dazu dienen, all die Unsicherheiten in anderen Fällen auszuhebeln und damit Rechtssicherheit in bestimmten Fällen, wie dem Aufgezeigten, bewirken.
    Der Artikel der SZ lässt daran denken, ob nicht alle Regierungen irgendwie „mitschuldig“ sind. Der Artikel von Stefan Aigner kann mit vielen anderen Bemühungen dazu beitragen, der mündige Bürger steht auf und lässt sich nicht mehr länger von einer abnickenden „Parteiendemokratur“ (Bundespräsident Weizsäcker) drangsalieren, wie der Sozialrichter Herr Teuschl zu den von den Gesetzgebern verursachten und nicht geklärten Rechtsfragen nur achselzuckend sagt: „shit happens“. Insofern geben die kritischen Tage auch Anlaß für eine Entwicklung zur Überwindung aufgetretener menschlich-juristischer Probleme. Papst Franziskus hat mit seiner revolutionären Kritik am „Vater-Unser“ einen wesentlichen Beitrag geliefert, damit das dominierend-männliche Gottesbild, welches durch Jahrhunderte auch Regensburg, die Gesellschaft prägte, sich auflöst, zugunsten individueller Verantwortung. In diesem Sinne setzte ich mich für Mollath, Haslbauer und nun Abdulsami Naderi öffentlich ein. Der intuitiv-rechtliche Neuansatz kann von anderen ausgearbeitet werden, wiewohl es mir gelang ohne Hilfe Dritter den Rechtsanspruch auf Kindergeld durchzusetzen, gegen neue Gesetze. Jesus Christus wurde Opfer von Juristen. So gesehen ist Abdulsami Naderi auch „Opfer“ der Juristen zur Weihnachtszeit?! Nicht knien, handeln…. .

  • Gotthold Streitberger

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    Vielen vielen Dank an die Schüler*innen! Sie lernen dabei sehr viel in Sozial- /Politik und Rechtskunde und Projektumsetzung. Sehr gut! Soche Schüler*innen wünsche ich mir als Lehrer*in und Rektor*in (was ich nicht bin). Der Lehrer (im Ruhestand) Albert Rogg spricht aus viel Erfahrung. Auch aus langer Erfahrung weiß ich, wie recht er hat, wenn er sagt „Es ist grauenhaft… was hier tagtäglich passiert.“ Aber solch beispeilhaftes Engagement von Schüler*innen macht das Erleben dessen erträglicher! Auch dafür danke ich ihnen (und anderen). Lasst uns gemeinsam denen die dieses Grauen verursachen „Sand ins Getriebe streuen und uns an den Störgeräuschen freuen! (Hannes Wader)
    Gotthold Streitberger, Mitglied BI Asyl Rgbg und im Sprecherrat Bayer Flüchtlingsrat.

  • joey

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    Asylrecht ist nicht gleich Einwanderungsrecht. Nach dem Asylrecht gibt es keinen Rabatt für schulische Leistungen. Ein Einwanderungsrecht gibt es aber schlichtweg nicht, obwohl genügend Zeit gewesen wäre, eines zu entwickeln. Aber über die Sache durfte ja gar nicht gesprochen werden, schon gar nicht im Parlament.

    Man kennt mich als deutlichen Kritiker der offenen Grenzen. Wegen Merkels Versagen müssen wir aber wohl eine Altfallregelung einführen, wenn wir denn human und zugleich vernünftig sein wollen.

    Vernunft: Problem sind nicht die Musterschüler, sondern einige Kriminelle.
    Es wäre aus Gründen der Sicherheit für die hier Lebenden gut, die Gewaltauffälligen, Drogenhändler, Islamisten etc. als erste abzuschieben, wir haben einen „Vorrat“ an über 250.000 Ausreisepflichtigen, genügend Profilierungsmöglichkeit für Innenminister Herrmann. Inzwischen könnte man locker ein Einwanderungsrecht stricken, das als Altfall den gut Integrierten hier eine Möglichkeit bietet.

    Humanität: man helfe den Frauen und besonders vor Ort.

  • erich

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    „reden nicht von der großen Politik, nicht von Fluchtursachen bekämpfen…“
    wie soll man auch die Fluchtursachen bekämpfen wenn der Klimawandel so eintritt wie von einigen Wissenschaftlern vorhergesagt wird und ganze Landstriche und Inselstaaten in Asien und Afrika untergehen oder austrocknen. Viele Länder wie Australien und Kanada schotten sich ab, andere, aber nur ganz wenige, öffnen die Einfalltore wie Deutschland. Früher oder später wird sich das Deutsche gegenüber anderen Kulturen in eigenem Land behaupten müssen, ähnlich wie auf dem Balkan oder unzähligen anderen Ländern und da sehe ich schwarz, weil das unterwürfige, dumme BRD-Deutsche es nicht einmal schafft sich gegenüber der eigenen Politikmafia zu behaupten, die für viele von ihnen nur Armut, Überfremdung, Elend und Ausgrenzung gebracht hat.

  • heinerl

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    Artikel sollte in der mz erscheinen

  • Markus Frowein

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    @ erich

    Lassen Sie sich doch einen Charlie-Chaplin-Bart wachsen und fragen Sie bei der
    CSU nach, ob Sie im Hofbräuhaus mal ein paar stramme Reden halten dürfen.

    Vielleicht hilft’s ja …

  • Markus Frowein

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    @ Ernst Seler

    Vielleicht war die merkelsche monatelange Grenzöffnung gar nicht so unbedacht,
    wie Sie meinen. Immerhin hat Frau Merkel damit erreicht, dass Menschen, von
    denen man es nie erwartet hätte, plötzlich gewisse CDU/CSU-Positionen beziehen.
    Die Aussetzung des Familiennachzugs, meiner Meinung nach ein Messer in den
    Rücken eines jeden Geflüchteten, spricht eine mehr als deutliche Sprache, oder?
    Und so lange sich auch Menschen wie Ernst Seler nicht ausdrücklich von den o.g.
    CDU/CSU-Positionen distanzieren, fällt mir auch nicht mehr als diese Petition ein.

    Lieber „knien“ als in die Hörner menschenverachtender Parteien blasen …

    MfG Markus Frowein

  • erich

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    @ Frowein – offensichtlich liege ich mit meinen Ansichten richtig, weil mehr als mich mit dummen und kindischen Wortspielen und Bildern diskreditieren zu wollen fällt ihnen nicht ein. Im Kindergarten oder Grundschule hätten sie vielleicht Erfolg mit ihrer Masche.

  • blauäugig

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    @erich Nein, Sie liegen falsch. Es hat nur kaum mehr einer Lust, sich inhaltlich mit Ihren ollen Kamellen auseinanderzusetzen. Echte Lösungen haben Sie auch noch nicht geäußert.
    Früher hat es Ihnen gereicht, gegen Politiker und Beamte zu hetzen, nun also auch gegen Flüchtlinge, weil Sie endlich eine Gruppe gefunden haben, der es noch schlechter geht als den meisten Hartz IV-Empfängern und Sie endlich auf jemand herabschauen können.

  • erich

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    @blauäugig – das sie sich erheben für andere sprechen zu wollen charakterisiert sie selbst.

    Wieso schlechter geht als den meisten Hartz IV-Empfängern,
    kürzlich war in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen:

    Bund, Länder und Kommunen haben demnach in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt fast 15 Milliarden Euro für Transfers und Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgegeben. Sie betreffen Unterbringungskosten und finanzielle Zuwendungen für Personen, deren Asylverfahren noch läuft. In den Jahren 2013 und 2014 beliefen sich diese Ausgaben auf zusammen 3,9 Milliarden Euro.

    Das sind Zahlen wovon das von den Parteien SPD CSU CDU geschaffene Prekariat aus der Unter- und Mittelschicht von Deutschland nur träumen kann, das nur so nebenbei.

  • Markus Frowein

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    @ erich

    Für Ihre Standardphrasen reichen doch Standard-Beantworter, oder? Ich hätte
    auch nichts anderes geschrieben, als „blauäugig“, wenn ich eher geantwortet hätte.
    Also Ihrem letzten Post nach zu urteilen, sind Sie offensichtlich der Meinung, dass
    Sie reich gemacht werden, sobald man alle Ausländer des Landes verwiesen hat?
    Ich habe vor wenigen Jahren auch schon mal mit jemandem (älterer Jahrgang)
    gesprochen, der allen Ernstes behauptet hat, dass man den Zweiten Weltkrieg
    unbedingt hat anzetteln müssen, weil (O-Ton) „wir Hunger hatten“. In die selbe Schublade wie den Herrn stecke ich Sie jetzt einfach mal und Sie bleiben auch da.

    MfG Markus Frowein

  • berufsbetreuer

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    @ Erich: ,,mein,, Flüchtling bekommt, wie alle, pro Monat 110,43 Euro fürs Leben, ausserdem darf er mit einem weiteren Flüchtling zusammen auf ca 13 qm im Flüchtlingsheim wohnen.Das wars. Ich sag ihm,dass sie tauschen möchten,

  • erich

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    @ Berufsbetreuer – da sie mich angesprochen haben, hier mein letzter Beitrag zu diesem Thema, das sie, Nutznießer der Asylindustrie, ihre Brötchengeber verteidigen ist für mich durchschaubar und nachvollziehbar.

    Aber ich gebe zu bedenken, welche Ausmaße diese Politik der wirtschaftlichen und sozialen Ausgrenzung inzwischen in diesem Land für die Bevölkerung angenommen hat, war kürzlich auf HartzIV org zu lesen, nämlich wie z.B.
    Hartz IV Sanktionen gnadenlos – auch gegen Familien mit Kindern
    oder
    Kein Hartz IV Schonvermögen: Eltern müssen Haus verkaufen

    ich gebe auch zu bedenken:
    Laut einer Meldung (basierend auf einer Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsfoschung) verzichten 3,1 – 4,9 Millionen Antragsberechtigte auf Hartz IV und leben so in verdeckter Armut.

    „Das ganze System Hartz IV ist darauf ausgelegt, es den Menschen möglichst schwer zu machen, Geld vom Staat zu bekommen“, sagt Steidl. „Man nennt das ,vertreibende Hilfe’. Das bedeutet, die Hürde, die man überwinden muss, um Unterstützung zu bekommen, ist so hoch, dass viele Leute es gar nicht erst versuchen.“
    Quelle: Abendzeitung, Ein Tag im Jobcenter
    Am kürzeren Hebel: Der Münchner Hartz-IV-Report

  • berufsbetreuer

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    @ Erich :
    Nutznießer der asylindustrie ?
    Als Berufsbetreuer muss ich den Dolmetscher selber zahlen, um mit ihm reden zu können. Grenzt also an ein Draufzahl-Geschäft.
    Ansonsten haben sie recht, was die Ausgrenzung der unteren schichten angeht. Bloss diese Ausgrenzung hätten sie auch ohne Flüchtlinge. So läuft das im Kapitalismus
    Und sie machen mit, indem sie nach noch weiter unten mittreten, sie held.

  • Markus Frowein

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    @ erich

    „Das ganze „System Demokratie“ ist darauf ausgelegt, es den Banken und Konzernen
    möglichst leicht zu machen, Geld vom Staat zu bekommen. Menschen zählen nichts.“
    (Zitat: Markus Frowein)

    Und jetzt denken Sie noch mal darüber nach, ob die Flüchtlinge daran Schuld sind …

  • auch_ein_regensburger

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    @ erich
    „weil das unterwürfige, dumme BRD-Deutsche es nicht einmal schafft sich gegenüber der eigenen Politikmafia zu behaupten, die für viele von ihnen nur Armut, Überfremdung, Elend und Ausgrenzung gebracht hat“ – bei allem Bewusstsein dafür, dass es in D gewaltige soziale Probleme gibt: Geht es noch absurder? Und Leute wie Sie halten sich dann auch noch für „Patrioten“ … Es wäre ja echt zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

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