"Projekt Sichere Altstadt"

Mit Bereitschaftspolizei gegen Junkies und Geisterradler

Mit dem „Projekt Sichere Altstadt“ soll in den kommenden Monaten massiv gegen Drogenkonsumenten, „alkoholisierte Nachtschwärmer“ und Falschradler vorgegangen werden – unter „Ausschöpfung aller strafprozessualer Maßnahmen“. Dazu gehört auch der Einsatz der Bereitschaftspolizei.
Das "Projekt Sichere Altstadt" will Fahrraddieben den Kampf ansagen - auch mithilfe der Bereitschaftspolizei. Foto: PP Oberpfalz

Das „Projekt Sichere Altstadt“ will unter anderem Fahrraddieben den Kampf ansagen – auch mithilfe der Bereitschaftspolizei. Foto: Polizei

In der Regensburger Innenstadt soll bald ein anderer Wind wehen. Das Projekt Sichere Altstadt, federführend organisiert von Polizei, Bundespolizei, Staatsanwaltschaft und der Stadt Regensburg, hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Sicherheitslage zu verbessern. Die Pressemitteilung, die das Polizeipräsidium am Freitagmorgen zu diesem Thema herausgab, schlägt nicht eben leise Töne an:
„Die Polizeiinspektion Regensburg Süd wird in den kommenden Monaten einen längerfristigen modularen Konzepteinsatz mit Kräften der Bayer. Bereitschaftspolizei koordinieren. (…) Bei den Modulen handelt es sich um die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität und des Fahrraddiebstahls, die Verkehrsüberwachung und Maßnahmen im Rahmen des „Projekt Sichere Altstadt“ (PSA). (…) Offene Präsenz durch Fußstreifen und motorisierte Streifen, sowie die konsequente Ahndung und die Ausschöpfung aller strafprozessualer Maßnahmen sollen hier zu einer Beruhigung führen.“
Ein solcher Einsatz der Bereitschaftspolizei – nach eigenen Angaben für den „Schutz oberster Staatsorgane und Behörden sowie lebenswichtiger Einrichtungen und Anlagen“, Katastrophenschutz, aber eben auch „Unterstützung anderer Teile der Polizei“ zuständig – ist laut dem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz Michael Rebele nichts Außergewöhnliches. Neu sei, dass die Beamten nun über mehrere Monate hinweg langfristig in Regensburg arbeiten.

Der „Klassische Rauschgiftkonsument“ ist das Problem

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Drogenkonsumenten. Der „klassische Rauschgiftkonsument“, so Rebele, werde für die Polizei ja vor allem durch Beschaffungskriminalität auffällig. In der Pressemitteilung wird dies durch eine wirre Mischung aus absoluten Zahlen und prozentualen Angaben zu verdeutlichen versucht. Auf Nachfrage verweist man auf den Bericht zur Sicherheitslage des Jahres 2012 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Dem ist jedoch ein Rückgang der Diebstahlsdelikte in Regensburg um 3,9 Prozent zu entnehmen. Die Pläne der Sicherheitsbehörden scheinen klar: Man will die „Verfestigung einer Rauschgiftszene im öffentlichen Raum“ unterbinden. Das Vorgehen gegen die Konsumenten soll auch den Drogenhandel selbst minimieren. Auf Nachfrage verweist Rebele erneut darauf, dass die „Beschaffungskriminalität das Entscheidende“ sei. Nicht überall ist man dieser Meinung. So zeigt sich etwa der Regensburger Verein DrugStop, der mit Streetworkern maßgeblich dazu beiträgt, Usern zu helfen, in einer ersten Reaktion reichlich irritiert. An einer offiziellen Stellungnahme arbeitet man noch.

Geisterradler, Rauschgiftkriminelle: Alle Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Die Polizei stellt auch einen Zusammenhang zwischen Drogenkonsumenten und Verkehrsunfällen her, in die Fahrradfahrer verwickelt sind. In der Pressemitteilung heißt es:
„Bei den Unfällen mit deren (der Fahrradfahrer, Anm. d. Red.) Beteiligung ist in 52% der Fälle das Benutzen des Radweges in falscher Richtung (Geisterradler) die Ursache. Diesem oft folgenschweren Fehlverhalten soll mit stationären aber auch mit mobilen Kontrollen entgegengewirkt werden. Ganzheitliche Kontrollen von Rad und Radler spielen dann auch in den Bereich der Diebstahls-/Rauschgiftkriminalität hinein, eben ob Rad und Radler wirklich zusammengehören.“
Laut Polizeisprecher sieht eine solche „ganzheitliche“ Kontrolle, die „zu allen Tages- und Nachtzeiten“ erfolgen kann, dann beispielsweise so aus: Wenn auf einem Fahrrad, bei dem die Beamten sehen, dass es „eine vierstellige Summe wert ist“, jemand radelt, der „da irgendwie nicht so richtig passt“, wolle man genau nachforschen, ob das Rad nicht gestohlen sei. Da müsse derjenige beweisen, dass das Fahrrad ihm gehöre – beispielsweise durch die Vorlage eines Kaufbelegs. Sicherheits- und Ordnungswidrigkeiten soll wirksam vorgebeugt werden – durch sämtliche „strafprozessualen Maßnahmen“, die der Polizei zur Verfügung ständen, also etwa der Mitnahme auf das Polizeirevier oder Blutentnahme. Das Ziel: „Die Innenstadt soll für alle sicherer werden.“ Nur durch einen hohen Kontrolldruck könne man das erreichen. Verständnis hat die Polizei schon für Bürger, die sich durch die hohe Polizeipräsenz und die auch in Zivil operierenden Beamten überwacht fühlen. Das sei aber letztlich das individuelle Empfinden der Menschen, erklärt der Sprecher.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (64)

  • Bernhard Segerer

    |

    Ui ui, wusste garnicht, daß unsere Stadt so ein gefährliches Pflaster ist! Aber stimmt schon: diesen bekifften Geisterradlern gehört ein für allemal das Handwerk gelegt!

  • die Stimme aus dem Off

    |

    siehe hier:

  • walter j.

    |

    radfahrer beissen nicht, hunde schon.
    wird da auch kontroliert?

  • peter sturm

    |

    aha. „PSA“ also.
    klingt wie ein gefährlicher virus.

    „ganzheitliche“ Kontrolle
    „Ausschöpfung aller strafprozessualer Maßnahmen”
    „zu allen Tages- und Nachtzeiten“

    die akteure scheint er jedenfalls schon befallen zu haben.

  • markus frowein

    |

    jahrelang haben am peterstor zehntausende von besoffenen randalierern alles kurz und klein gehauen, überall hin gekotzt und geschissen, sich gekloppt, die ganzen parkenden autos demoliert und so weiter. die ganzen jahre habe ich dort keinen einzigen polizisten gesehen. als ich dann mit einem kumpel (nachts) dort aufräumte, kamen direkt nach einer minute zwei polizisten angerannt, weil sie „flaschenlärm gehört“ haben. jungs, ihr könnt mit noch zehn hundertschaften mehr in regensburg einrücken, ihr werden sowieso immer zur falschen zeit am falschen ort sein, um die falschen festzunehmen. ich beobachte auch schon seit 2005 die methoden der polizei, die junks aus dem bahnhofspark zu vertreiben. leute, das nützt gar nichts, so verlagert man die probleme nur, das wollte ich hier nur mal sagen. mfg amaro

  • pibo

    |

    Hi!

    Habe ich alles schon am Donnerstag erleben dürfen!!!

    Bin nichts ahnend im Schritttempo durch die Stadt geradelt, plötzlich sprang ein Zivil-Polizist vor mein Rad, mit der bitte anzuhalten…. kurz darauf standen schon 2 weitere Zivile neben mir. Der eine hat mich gleich gefragt ob das mein Rad wäre und ob ich es beweisen könne. Naklar!, sagte ich – habe irgendwo die Rechnung noch rumliegen, immerhin kostet das gute Stück über 3000 Euro.

    Nach der Überprüfung meiner Personalien, bei dem mich der eine Zivil-P. ständig in irgendwelche dämlichen Diskussionen verwickelt hat, damit ich nicht mitbekomme was der andere Kollege per Telefon über mich und mein Fahrrad spricht, hat er es sich nicht nehmen lassen gleich noch eine Taschenkontrolle + Rücksack durchzuführen.

    Ich kam mir echt verarscht vor!
    Vor allem die Begründung, da in meinen Taschen irgendwelche Hinweise zum Besitz des Fahrrades sein könnten. – Ich weiß schon wonach Ihr gesucht habt, wenn ich diesen Artikel lese, Jungs ;)
    Alles ohne Erfolg! Gut das ich mein Anglermesser nicht zufällig im Rucksack hatte, sonst hätte ich wohl möglich noch eine Anzeige wegen verstoß gegen das Waffengesetz an der Backe und wäre direkt nach Guantanamo ausgeliefert worden ;)

    Für mich und mein über 3000Euro Fahrrad bedeuteten die kommenden Wochen/Monate noch mehr von diesen Stasi-Kontrollen! Und teuer wird es, weil ich ein notorischer „Geisterfahrer“ bin, da ich kein Bock habe, wegen der Radfahrstraßen-Führung etliche Kilometer mehr zu fahren, als nötig. Ich denke das es in den kommenden Wochen/Monaten viele witzige Geschichten zu diesem Thema geben wird!

    Danke Stadt Regensburg! Danke Polizeipräsidium Regensburg! Danke Staatsanwaltschaft Regensburg! Danke Bundespolizei! Dafür, daß ich, weil ich äußerlich nicht in das finanzielle Muster zu meinem Fahrrad passe, nun Beschuldigt werde, Drogensüchtig zu sein und meine Drogensucht mit Fahrraddiebstählen zu finanzieren…

    Ich fühle mich von unserem Staat überwacht und diskriminiert! Und das schon lange und immer häufiger! Und nein, Herr Polizei-Sprecher, es ist N I C H T meine individuelle Empfindung!

  • Tatjana

    |

    Na Gottseidank wird gegen die Radfahrer (Falschfahrer über rote Ampelfahrer über Zebrastreifenfahrer) mal was unternommen!!!! Ich fahr selber mit dem Rad wenns die wenige Zeit zulässt ansonsten fahr ich Bus (Busfahrerin) und jeder der falsch fährt sollte sich mal in einen Bus setzen ganz vorne und schauen wenn die Möglichkeit besteht auch mal in die Spiegel denn was da abgeht überhaupt in der Stadt lässt jedem die Haare zu Berge stehen. Die Radlfahrer haben keine Angst vor den Bussen mir ist es auch schon passiert das mir ein Radlfahrer die Vorfahrt genommen hat. Aber ich denk mir nur noch Nicken – Lächeln – A……. denken Ich plädiere für Nummernschilder für die Fahrradfahrer des würd an Batzen Geld geben fürn Staat

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich ärgere mich in jeder Hinsicht über Pauschalurteile.
    Wenn z.B. unverbesserliche Konservative behaupten, daß
    „alle Radfahrer“ saumäßig fahren, dann verurteile ich das
    genauso, wie die Behauptung sog. Linker, daß „alle Poli-
    zisten sich unkorrekt verhalten“.
    Man muß – hier wie dort – die Spreu vom Weizen trennen
    und nicht pauschal auf alle eindreschen.

  • eine Welt ohne Mitleid

    |

    zum Speibm – hab mein Fahrrad verschenkt ins sichere Ausland

  • Nerix

    |

    Yeah, die Altstadtcops kriegen Unterstützung. Mal abgesehen davon, dass ich eine kleine subjektive Abneigung gegen Fahrradfahrer hab, find ich die Operation Frühlingsgewitter hier schon ein klitzekleinesbisschen übertrieben. Und vor allem falsch angesetzt, wenn es um die Vermeidung von Beschaffungskriminalität geht, die ja bekanntlich eher NICHT in der Altstadt durchgeführt wird (wie war das mit dem Ausräumen kleiner u. mittelständischer Firmen?).

    Interessant auch, dass es langsam offenkundig wird, wie sehr die normale Landespolizei seit Jahren unterfinanziert ist und nu längerfristig auf die Bereitschaftspolizei zurückgreifen muss.

    Aber es ist halt auch Wahljahr, da muss der Herr Innenminister seinem Wähler scho mal zeigen, dass es sicher ist in Bayern. Naja, zumindest in der Regensburger Altstadt…

  • Radlertölpel

    |

    Hier kann man einen Artikel für den Mai- Donaustrudl `20005 nachlesen:

    http://jakob-friedl.de/?p=564
    ( „Rassistische Schickanierung Abseits des Jakobswegs“ )

    und da noch einen weiteren Artikel zu Fahradfahrerkontrollen,
    auch aus einem ´05 er Strudl: („Sag mal Rolle!“)
    http://jakob-friedl.de/download/242/Rolle.pdf

    Eine kunstgeschichtliche Abhandlung über das Radfahren in der Kunst (und das Radfahren als Widerstand, denn schließlich endet mein Aufsatz mit den Worten:.“… ; doch was macht Ganahl noch? Er wartet wie Jarry auf
    die Fahradrrevolution. Und auch ich weiß nun immernoch, dass es so falsch nicht sein kann, (gitarrespielend)
    radfahrend Zähne zu putzen und wenn jemand die Scheibe runterkurbelt zu äussern „Scheiß in
    die Luft!“ „)
    http://jakob-friedl.de/download/242/FriedlMaulwurfJakobKGHausarbeitl.pdf
    beides nachzulesen hier:
    http://jakob-friedl.de/?p=1062

  • Lothgaßler

    |

    Bitte, bitte, bitte kontrolliert zur Dultzeit!
    Lasst aber die Betrunkenen laufen, nicht dass die Statistik verfälscht wird.

  • Altstadthändler

    |

    Aha, das erklärt die seltsam häufige Sichtung von BePo Fahrzeugen in der Altstadt natürlich. Klar, mir gefallen die Junkies und die Amokradler auch nicht, aber mit unerfahrenen jungen Bereitschaftscops aufmarschieren wie im Weltkrieg in einer Altstadt deren Händler zu grossen Teilen eh nur noch von den Touristen leben ist doch absoluter Irrsinn und überzogen. „Da müsse derjenige beweisen, dass das Fahrrad ihm gehöre – beispielsweise durch die Vorlage eines Kaufbelegs“ … und was als Nächstes? Sollen wir Händler alle Kunden darauf hinweisen dass sie unter Umständen gefilzt und schikaniert werden weil sich ein Polizist mit Hauptschulabschluss und ohne Lebenserfahrung sich aufgrund optischer Ansichten einbildet dies oder jenes Objekt könne dem nicht gehören? Kriegt in Zukunft wieder jeder lustige bunte Abzeichen an der Kleidung verordnet? Manchmal glaubt man wirklich unsere Staatsschützer sind im falschen Jahrzehnt hängengeblieben.

  • mikki

    |

    wie weit muss der statt gehen? glauben die echt wir lassen uns alles gefallen?
    das ist echt ne perverse Einschränkung der öffentlichen Privatsphäre….
    gut dass keine vergewaltiger, Besoffene, hooligans, Fussballfans, schlechte strassenmusiker, schlechte ampelschaltungen und mehr fahrradzonen in regensburg gibt, denn dann hätten wir wirklich ein Problem, aber zum glück sind es ja nur geisterfahrer und Kiffer die hier gejagt werden, wao ich fühl mich sooo sicher, danke Herr Scheidinger dass wir sie haben, noch haben… voreiter im betracht sicherheit, wie lächerlich kann man sich machen Steuergelder von uns Bürgern so aus dem Fenster zu schmeißen, für sondereinheiten….
    traurige welt, peinlich für uns Bürger…

  • Claudia

    |

    Schön das Regensburg soviel Geld hat, kleine Jungs ein paar Monate durch die Altstadt zu schicken, um nacht Recht und Ordnung zu trachten. Ist ja fast wie ein Sommerfreizeit-Angebot für die Kleinen! In der Altstad ist es ja auch ganz nett. Bis auf die scheiß drogenabhängigen Geisterradler, die mit ihren geklauten Rädern grundsätzlich die falsche Seite befahren, um schließlich am bekannten Drogenumschlagplatz (vor Galleria Kaufhof, aber auch noch vor Eingang der Neupfarrkirche) ihr Rad gegen Drogen austauschen zu könnnen.Echt, die radfahrenden Junkies in der Altstadt sind voll die Plage! Gut das wir einen fähigen Bürgermeister haben und eine Polizei die da anpackt, wo die wirklichen Probleme liegen: in der Regensburger Altstadt!

  • HeinerGeissler

    |

    Das ist wirklich unglaublich. Die Polizei sollte sich lieber in angemessener Weise um häusliche Gewalt kümmern und rechtzeitig am Tatort erscheinen. Stattdessen Schaulaufen in der Altstadt. Ich freue mich schon auf diese Diskriminierungswelle die jetzt auf uns zurollt. Eine kleine Geschichte aus München: Ich bin zu Schulzeiten mit einigen sehr bunt gekleideten Freunden in der Stadt unterwegs gewesen (selbst durchschnittlich gekleidet). Wir wurden gestoppt mit den Worten (nicht an mich gerichtet) „Ihr nehmt doch sowieso Drogen, das sehen wir doch, gebt es doch besser gleich zu.“ Anschließend nach erfolglosem Filzen und Ausweiskontrollen nimmt mich ein Polizist beiseite und entschuldigt sich bei mir dafür „das ich in die Personenkontrolle mit hineingeraten“ bin. Kein Wort der Entschuldigung an meine übel beschimpften Freunde. Ist es das, was uns jetzt routinemäßig in der Altstadt erwartet? Ich fühle mich in der Tat gleich sicherer…

  • Stefan

    |

    Zeit wirds, dass man diesen Radlern den Garaus macht! Wo kommen wir denn auch hin mit der ganzen Beschaffungskriminalität: Die Radler klauen sogar nachts betrunkenen Junggesellenabschieden die Handtaschen um sich ihre Droge „Fahrrad“ zu beschaffen.

  • Markus Frowein

    |

    leider sind in den letzten jahren viel zu viele naturaufräumer bei der polizei in regensburg in erscheinung getreten, weshalb die behörden total überfordert waren und jetzt schon die bereitschaftspolizei anfordern mussten. hier der beweis:
    http://amaroland.beepworld.de/schriftverkehr.htm
    mfg amaro ;-)

  • Immanuel K. Anti

    |

    Das wird ein Fest! Die jungen BeamtInnen werden unvergessliche Tage in der nördlichsten Stadt Italiens verleben, wenn sie in ihren schmucken Uniformen das unvergleichliche Ambiente der historischen Altstadt bereichern und den öffentlichen Raum endlich wieder angstfrei begehbar machen.
    Wie bürgenah wäre es doch, wenn wir ihre Erlebnisse mitlesen dürften, wie sie abends in ihr Tagebuch schreiben werden: „Mein erster Tag auf Streife. Heute von greise Touristen in kurze Hosen angesprochen worden, wo ich die Sprache nicht verstanden habe. Keiner mit Ausweis dabei. Also ab aufs Revier mit denen. Zum Dank für mein Angaschment vom Einsatzleiter rundgemacht. Sonst: Immer werd ich nach dem Weg gefragt, obwohl ich doch garnicht von hier bin und diesen Dialekt nicht wirklich verstehe. „Burgerzentrum“ kenn ich und ich hab den deshalb zum Mac-Donald geschickt. War dann sauer, aber ich kann doch nix dafür, wenn es hier keinen Wendy oder Börgerking gibt. Hab dann nix gesagt, weil die Klamotten recht teuer aussahen. Warum wollen die immer in die Altstadt? Was ist so besonderes an dem Dom?
    Morgen werd ich mir von die örtliche Kollegen erklären lassen, wie man das alles richtig macht, sie rücken aber erst damit raus, wenn ich eine Runde „Binisodum“ für alle gekauft hab.
    Zweiter Tag: Mein Glückstag. Gleich zu Schichtbeginn im Park einen Geisterradler dingfest gemacht. Hat mich angebrüllt, dann hab ich Verstärkung geholt und wir haben ihn auf erst auf die Wache verbracht, dann zum Drogentest. Ich zeig ihn auch wegen seinem T-Shirt an, da steht „Wachtelzucht Kammermeier“ drauf. Ich lass mich doch nicht von so einem persönlich beleidigen. Wachtel kenn ich, was „Zucht“ bedeutet, hat uns der Einsatzleiter (ein gebürtiger Bayer) ja erklärt. Ich bin wirklich kein Zuchtschwein, das Gefängniswärter auf die Welt bringt!!!!!!! Sowas lass ich mir nicht bieten!!!!!!!
    Dritter Tag: Weitere Erfolge. Die örtlichen Kollegen setzen sich in zivil vor ein Kàfee und alarmieren uns bein Sichtkontakt mit Geisterradler par Funk. Wenn wir in richtigen Moment von hinter das Hauseck vorspringen klappt der Zugriff garantiert.
    Vierter Tag: Öffentliches Klo kaputt, wild pieseln ausprobiert. In Folge von einem einheimischen Asso beschimpft worden. Zugriff erfolgreich durchgeführt. Nette Kameraden vor Ort, sie sagen, wir stehen das gemeinsam durch. Hab nur Angst vor dem vielen Papierkram, das nervt echt.“

    Ernsthaft, ich fahre seit Jahren nicht mehr mit dem Rad, weil ich weiss, dass mir was rausrutscht, wenn die ihr Programm mit mir durchziehen.

  • Oje...

    |

    @pibo:

    Ich kann Dir das meiste durchaus nachfühlen, nur eines ganz und gar nicht: Dass Du anscheinend auch noch stolz darauf bist, Deine Mitradler als Geisterfahrer in Gegenrichtung zu gefährden. Hast Du noch alle Tassen im Schrank?

  • groooveman

    |

    Hoffentlich wird man uns hier über das Ergebnis dieser Aktion informieren.

    Ich spekuliere mal: Ein bis Zwei geklaute Fahrräder, 20-50 Ordnungswidrigkeiten und 20-50 Gramm Cannabisprodukte.

    Die Regensburger Polizei scheint kein Problem damit zu haben, sich im ganzen Land lächerlich zu machen.

  • ehemaliger ganghofersiedler

    |

    da hab ich für alle einen tipp: fahrt doch alle als fahrradgeisterfahrer durch die gegend, benehmt euch auffällig. entweder ihr lasst euch alle kontrollen mit uhrzeit unterschreiben, was euer recht ist, nach der 10ten kontrolle kann man dann schon mit anzeigen arbeiten wegen diskrimierung.
    ihr habt zeit? dann verweigert einen versucht angeordneten drogenschnelltest und lasst euch auf die polizeiwache bringen. ein bluttest wird dann vom doktor gemacht, ohne dass ihr es wollt, der test sollte dann natürlich negativ sein.
    jetzt erstattet man natürlich anzeige wegen körperverletzung und nötigung gegen den polizisten. zusätzlich darf er noch den bluttest zahlen. so treibt man es den lumpen aus die leute zu penetrieren. ich schlage hier volksungehorsam vor, weil wir von allen seiten verarscht werden. jetzt reichts einfach.
    das ist wirlich alles christlich asozial hier…

  • Bernd Lauert

    |

    ich verstehe die aufregung hier nicht so ganz:
    die polizei hat den auftrag als vollzugsorgan straftaten wie drogendelikte zu verhindern, auch MUSS sie Falschfahrer verwarnen etc.
    Den Jungs und Mädels macht es gewiss keinen spaß ständig mit besserwissern zu diskutieren die in im radfahrverbot trotzdem radeln.
    auch lese ich hier von (,,,)einschränkung der öffentlichen privatsphäre(,,), zu diesem seltsamen wortkonstrukt kann ich nichts sagen
    es sollte sich doch ein jeder mal überlegen was regensburg und herr rebele und schlussendlich ihr alle wollt: ein bahnhof an dem man sich aufhalten kann, der reisende einlädt hier zu verweilen und uns auch mitzuernähren anstatt das gegenteil geschehen zu lassen.
    versetzt auch in die lage des bspw. japanischen touristen der von rücksichtlosen radlern in der fußgängerzone weggeklingelt wird(mir selbst schon passiert, der herr wurde auch noch frech)…so macht urlaub keinen spaß. die altstadt ist ein wirtschaftsfaktor, wir wollen unserer gäste hier nicht vergrätzen.
    ok, natürlich kann man drogenlonsum und straftaten nur mit verboten nicht ausmerzen…aber soll die polizei nichts tun?
    ich denke spätestens bei der vergdewaltigten freundin, dem geklautem rad un dem angefahrenen kind, am eigenen leib oder in der verwandschaft/familie erfahren wird so mancher seine meinunng ändern.
    woll ihr keine polizei mehr sehn…sagt bescheid und lebt dann mit den folgen.

  • ZeroZero

    |

    Ist diese Nachricht ein Witz oder tatsächlich Bayern
    wie es leibt und lebt? Fehlt eigentlich nur noch, Franz
    Josef Strauss winkt aus dem Himmel brüllt, ich
    schick euch einen Panzer, plattmachen das Gesocks!

  • Simi

    |

    Polizeikontrolle – Wie schütze ich mich vor illegaler Durchsuchung
    Das Arbeitsklima in den Polizeibehörden unseres Landes ist nicht anders als das Arbeitsklima in der freien Wirtschaft. Es herrscht Beförderungsdruck und Mobbing. Die einzige Möglichkeit seinen Vorgesetzten zu beeindrucken ist durch gute Zahlen, außerdem will man vor den Kollegen und Vorgesetzten natürlich nicht blöd da stehen.
    Die Wurzel allen Übels findet sich somit mal wider im System selbst. Um dem Leistungsdruck gerecht zu werden ist es bei vielen Polizisten daher Gang und Gebe es mit der Gesetzestreue nicht allzu genau zu nehmen. Ob der Kiffer mit dem kleinen Tütchen Betäubungsmitteln jetzt mit legalen oder illegalen Methoden zur Strecke gebracht wurde ist der Statistik egal, es geht den Polizisten darum “Beute” zu machen!
    Für den Betroffenen ist es daher extrem wichtig auf legale und friedliche weise Widerstand zu leisten. Durch genaue Kenntnis der geltenden Gesetze ist es möglich einer willkürlichen Durchsuchung zu entgehen. Die Nachfolgenden beiden Fälle beschreiben die genaue Vorgehensweise und sollen das Rechtswissen vermitteln um wirkungsvoll Widerstand zu leisten.
    1. Fall: Die Polizei führt eine Personenkontrolle bei einem Fußgänger durch:
    Bei einer Personenkontrolle ist man lediglich verpflichtet seinen Ausweis vorzuzeigen. Tut man dies nicht so können die Beamten sich auf § 163b StPO berufen, die Durchsuchung und erkennungsdienstliche Behandlung einer Verdächtigen Person. Jedoch normalerweise gilt in Bayern erst einmal das PAG (Polizeiaufgabengesetz), Artikel 13, nachdem die Polizei lediglich berechtigt ist die Identität einer Person festzustellen (Identitätsfeststellung), mehr dürfen die Beamten nicht!!!
    Da die Polizisten es jedoch gewohnt sind, es mit unwissenden Opfern zu tun zu haben wird an dieser Stelle versucht ein Einverständnis zu einer Durchsuchung zu erschleichen indem man einfach mal flapsig sagt:
    “Wir durchsuchen Sie jetzt!”.
    Ab diesem Zeitpunkt sollte man als informierter Bürger sofort sagen
    “Nein, damit bin ich nicht einverstanden!”
    oder
    “Nein, das dürfen Sie nicht!”
    sagt man nichts, so gilt dies automatisch als Zustimmung zur Durchsuchung.
    Grundsätzlich darf eine Durchsuchung nur durchgeführt werden wenn zureichende fundierte juristische Beweise vorliegen das bedeutet das man Strafmittel (Werkzeuge einer Straftat) bei sich führt. Dies würde beispielsweise bedeuten, der Polizist hat konkret das Gras gesehen das jemandem zugesteckt wurde, dann kann die Polizei nach § 102 StPO “Verdächtige Person” oder § 103 StPO “Durchsuchung einer unverdächtigen Person” eine Durchsuchung durchführen. Nicht aber wenn die Polizei nur jemanden verdächtigt Gras zu besitzen, hier spricht das Gesetz eindeutig von Beweisen, eine Durchsuchung ist unzulässig!
    Anders Formuliert, redet der Polizist davon das man glasige, rote Augen hat ist dies kein Beweis! Sollte er darauf hin gegen meinen willen eine Durchsuchung durchführen oder mir gar drohen mich mit auf die Wache zu nehmen so macht er sich Strafbar gemäß den folgenden Straftatbeständen:
    – § 239 StGB Freiheitsberaubung
    – § 240 StGB Nötigung, Absatz 4 Besonders schwerer Fall da Sie als Amtsinhaber ihre Befugnisse missbrauchen
    – § 340 StGB Körperverletzung im Amt
    – § 343 StGB Aussageerpressung
    – § 344 StGB Verfolgung Unschuldiger
    Wenn man die Beamten nun mit diesem Wissen konfrontiert hat, werden diese versuchen das runter zu spielen. Sie werden versuchen dich durch lachen psychologisch unter Druck zu setzen und so etwas sagen wie
    “Ja, dann probieren Sie das doch mal, Sie werden schon sehen wie wenig Sie damit erreichen.”
    oder
    “Glauben Sie wenn Sie zur Polizei gehen und uns anzeigen passiert was?”.
    Hiervon sollte man sich nicht beeindrucken lassen, die bluffen nur. Man sollte nun auch lachen, um Sie ebenfalls zu verunsichern, und es ist wichtig das man dann betont das man bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige und Strafantrag stellt. Man muss dies bei der Staatsanwaltschaft tun, denn Staatsanwaltschaft und Polizei arbeiten getrennt voneinander, die Staatsanwaltschaft ist als einzige in der Lage ein Verfahren gegen die Polizei zu eröffnen.
    Wenn ein Polizeibeamter eine Straftat begeht, so hat dies extreme Auswirkungen für ihn, da er eine Anzeige im System “Mitteilung von Strafsachen” (MiStra) bekommt, entscheidend für den Beamten ist hierbei nicht eine Verurteilung, sondern die Länge des Verfahrens, da der Beamte während das Verfahren läuft weder Gehaltserhöhungen noch Beförderungen zu erwarten hat. Polizisten werden in der Regel alle zwei Jahre Befördert, dauert das Verfahren länger als zwei Jahre kann man also davon ausgehen das dem Polizisten gehörig die Muffe geht, da dies für ihn das Karriereende bedeutet. Hat ein Beamter schon mehrere Strafanzeigen laufen so addieren sich diese, ein Aufstieg ist für ihn dann absolut unwahrscheinlich!
    2. Fall: Allgemeine Verkehrskontrolle im Straßenverkehr
    Nach § 36 StVO, Absatz 5 ist es der Polizei erlaubt eine “Überprüfung auf Verkehrstüchtigkeit” vorzunehmen. Nicht erlaubt ist es ihr dagegen die “Fahrtüchtigkeit” zu prüfen, dies darf nur die Führerscheinstelle. Unzulässig sind auch Aufforderungen zu Urintests, Schweißtests (Wischtest) oder die Aufforderung zu sogenannten physiopathologischen Untersuchungen wie “Finger zur Nase führ”-Übungen, auf einer Linie gehen oder sich mit einer Taschenlampe in die Augen leuchten zu lassen. Man sollte daher hierzu auf keinen Fall, weder aktiv noch passiv sein Einverständnis geben indem man sagt:
    “Nein, damit bin ich nicht einverstanden!”.
    Auch sollte man sich nicht in den Kofferraum sehen lassen, der clevere Fahrzeugführer hat Warndreieck und Verbandskasten in der Fahrgastzelle, so das er diese jederzeit zur Überprüfung aushändigen kann.
    Die typische Situation ist dann, man wird des nachts von einem Streifenwagen angehalten oder kommt in eine Kontrollstelle. Nehmen wir mal an du siehst etwas fertig aus, Heuschnupfen oder so. In der Regel wird man aufgefordert das Auto zu verlassen. Wichtig ist man muss den Haltesignalen auf jeden Fall folge leisten und man ist dazu verpflichtet das Fahrzeug zu verlassen. Aber! Wird man gefragt ob man Betäubungsmittel genommen hat kann man die Aussage dazu verweigern indem man sagt:
    “Dazu mache ich keine Angaben!”.
    Was die ultimative Bremsung für die Polizisten bedeutet, da Sie versuchen im normalen Gespräch Dinge zu erfahren die Sie einem Als Straftat anlasten können. Selbst wenn man nur zugeben würde das man vor einigen Jahren mal einen Joint geraucht hat würde das vor dem Gesetz als Schuldeingeständnis gelten und darauf hinweisen das man auch jetzt noch Drogen konsumiert, es ist also Wichtig sich nicht selbst zu beschuldigen!
    Natürlich wird der Polizist nicht locker lassen und damit drohen dich zur Blutabnahme mit auf die Wache zu nehmen. Hierbei würde er sich, wie im ersten Fall bereits erwähnt jedoch Strafbar (nach § 239, 240, 340, 343, 344 StGB) machen, wenn man sich vorher jedoch selbst beschuldigt hat dürfen Sie einen mitnehmen. Eine Blutabnahme ist eine körperliche Untersuchung nach § 81a StPO und ein so schwerwiegender Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, das darüber ein Richter entscheiden muss. Steht kein Richter zur Verfügung da möglicherweise gerade keiner im Dienst ist, so muss der Staatsanwalt benachrichtigt werden (von denen zu jeder Tageszeit einer in Bereitschaft sein muss). Der Staatsanwalt wird wiederum nach zureichenden fundierten juristischen Beweisen fragen, die der Polizei hier fehlen, da glasige, rote Augen kein Beweis sind! Um eine Maßnahme nach 81a StPO zu rechtfertigen muss man einer Tat jedoch konkret beschuldigt sein und nicht nur verdächtig, daher gilt:
    “Ich versage ihnen die Mitwirkung an dieser Maßnahme!”.
    Die Straftatbestände § 239, 240, 340, 343, 344 StGB sind Offizialdelikte, das heißt der Staatsanwalt muss ermitteln, ob er will oder nicht. Das bedeutet kein Polizist wird so blöd sein den Staatsanwalt überhaupt anzurufen. Die einzige Außnahme hierbei ist, wenn man nach Alkohol riecht. Verweigert man hier noch das pusten kann man zu einem Bluttest mitgenommen werden, und wenn Sie erst einmal das Blut auf Alkohol testen finden Sie in der Regel auch den Rest!
    – Fazit –
    Wenn man die Polizei durch Kenntnis der Rechtslage in die Enge drängt hat man sehr gute Chancen unbeschadet aus einer Solchen Situation herauszukommen. Haben die Beamten erst einmal erkannt das Sie es nicht mit “leichter Beute” zu tun haben werden Sie schnell aufgeben und sich ein anderes Opfer suchen. Sie denken sich, na wenn der Typ schon so viel weiß dann macht der uns nur ärger und lassen von dir ab.
    Den größten Fehler den man begehen kann ist aktiv der Polizei zu zu arbeiten indem man passiv bleibt.
    “Damit bin ich nicht einverstanden!”,
    “Das dürfen Sie nicht!”
    “Ich versage meine Mitwirkung!”
    und
    “Dazu mache ich keine Angaben!”
    sind die vier Sätze die man zum richtigen Zeitpunkt parat haben sollte. Mann sollte variabel auf das Gespräch eingehen, sagen die Beamten beispielsweise
    “Wir machen jetzt eine Drogenkontrolle!”
    so kann man antworten
    “Bei mir machen Sie diese nicht!!!”.
    Will der Beamte einem mit der Taschenlampe in die Augen leuchten oder ähnliches, kann man sagen:
    “Nein, das ist ein physiopathologische Untersuchung, diese ist nicht Teil einer Überprufung der Verkehrstüchtigkeit nach § 36 StVO”.
    Man kann Sie beispielsweise auch schocken indem man die interne Polizeidienstvorschrift zitiert, in deren Vorwort eindeutig festgelegt ist, das Generalprävention verboten ist! Die Kenntnis über solche Interna wird Sie davon überzeugen das man alles andere als ein Schlafschaf ist.
    Wenn du von der Problematik betroffen bist, sorge für die Verbreitung dieses Artikels entweder durch Verlinkung in Foren oder durch copy paste auf deinem eigenen Blog, oder durch Twitter, Farcebook etc.
    Lerne deinen Text, geh die Situation mit Freunden durch, sei kein Opfer!!!
    LERNE DIE PARAGRAPHEN
    UND SCHLAGE SIE MIT IHREN
    EIGENEN WAFFEN ZURÜCK!

  • Fr.Streng

    |

    @Bernd Lauert
    „ok, natürlich kann man drogenlonsum und straftaten nur mit verboten nicht ausmerzen…aber soll die polizei nichts tun?
    ich denke spätestens bei der vergdewaltigten freundin, dem geklautem rad un dem angefahrenen kind, am eigenen leib oder in der verwandschaft/familie erfahren wird so mancher seine meinunng ändern.“
    Mensch Bernd, welche Drogen nehmen Sie denn? „Losum“, das Zeug muss ech geil sein, und die Logik völlig ausschalten. Wo gibt´s das Zeug?? Kann man damit noch Ratfahren?

    Das mit der „vergdewaltigten freundin“ ist nadürlich ein Problem, da bin ich voll Ihrer meinunng. Deshalb sollten die BePos ab sofort auch in die Schlafzimmer (zunächst aller Radfahrer) abgestellt werden, ebendfalls ins Domspatzen-Internat, in die Dultbierzelte usw. usf.

  • Einfacher Bürger

    |

    Hatte letzte Woche schon das „Vergnügen“ und bin mit dem Rad angehalten worden… ich muss schon sagen, die unverschämten Fragen und Verdächtigungen seitens so junger Burschen waren schon eine neue „Qualität“ in Sachen Polizeiarbeit. Man muss sich als Doktorrand aus heiterem Himmel rechtfertigen nicht der Drogen- und Verbrecherszene anzugehören – in einem völlig sinnlosen und belanglosen Moment. Das war das letzte mal dass ich da so bereitwillig mitgespielt habe – das nächste mal werde ich überhaupt keine Angaben mehr machen wo ich herkomme und was ich jetzt im Moment vorhabe, ich werde auch keine Anstalten unternehmen jemandem zu beweisen das mein Rad auch meines ist ( Schloss auf- und zu sperren…!? )
    Die Polizei und alle Verantwortlichen machen sich lächerlich und mir kommt es so vor als ob jene Personen ein großes Problem mit der richtigen Einordnung der Realität haben, auf Kosten des Bürgers. Ich halte gar nichts von dieser Aktion, sie schadet wieder einmal nur dem Ansehen der bayerischen Polizei. Einen solchen Eingriff in die Privatspähre des Bürgers mit „individuellem Empfinden“ zu rechtfertigen, zeigt die großen Probleme jener anweisenden und ausführenden Organe in ihrer Aufgabenerfüllung und die große Diskrepanz dem Bürger gegenüber. Totalausfall ! Sehr traurig und beängstigend. Mein Sicherheitsgefühl hat sich entschieden verschlechtert !

  • Saarland

    |

    Zum Glück lebe ich nicht in Bayern…
    muss sagen die Menschen tun mir leid… erinnert alles
    an eine Zeit die vor ca 70 Jahren nur schneibar zu Ende ging… außer die schwarze Uniform erinnert noch daran und das Handeln jener….

    Hier kann man mit seinem polizisten wenigstens noch einen Dampfen ohne als kriminell zu gelten… denn ein Straftäter kann nur jemand sein der einem anderen oder einer Sache einen Schaden zufügt und das tut ein Cannabis Konsument nicht.

  • Bene Torro

    |

    Oh weia – Drogenkonsumente sind das Problem und Alkoholiker sind problemlos oder vielleicht einfach kranke Menschen?!
    Für mich ist das eine gesellschaftliche Frage.
    Wollen wir Menschen nur weil Sie Substanz A nehmen verfolgen und in das Gefängnis stecken? Menschen die Substanz B nehmen dürfen dann das Oktoberfest eröffnen. Wir haben 74.000 Alkoholtote jedes Jahr und ca. 1.000 Drogentote aller illegalen Drogen. (In Bayern ist die Quote der Drogentoten besonders hoch, da es keine
    Konsumräume gibt.)
    Für mich gilt, dass (substanzunabhängig) Süchtigen immer geholfen werden sollte, anstatt diese verstärkt zu verfolgen.
    Muss man die Gesellschaft vor Süchtigen schützen? Wir sollten uns vor Augen halten, dass der Preis für Drogen nur so hoch ist, weil wir sie verbieten. Illgale Drogen sind in der Herstellung ähnlich teuer wie Alkohol oder Tabak. Bei letzterem geannten gibt es keine Beschaffungskriminalität.
    Diamophin und Methadonprojekte beweisen, dass auch Drogensüchtige unproblematisch an unserer Gesellschaft teilnehmen können wenn wir sie nur lassen.

    Fahrraddiebe sollten natürlich entsprechend bestraft werden und „Geisterradler“ 20 € Bußgeld belegt werden.

  • RadelnderGeisterJunkie

    |

    Achtung!!

    Die Bürgerwehr muss wieder her, dann ist der Bürger wieder wer!
    Kommt mir irgendwie bekannt vor…
    Kranke Welt, weiter so!

  • norbert e. wirner

    |

    ach, ich finds nicht so schlimm.

  • RadelnderGeisterJunkie

    |

    ….na dann

  • Radlertölpel

    |

    Die Bundespolizei sollte sich den Superheld „Bicycle Repair Man“ zum Vorbild nehmen und im richtigen Moment mit Rat und Tat zur Seite stehen anstatt hinterhältig Wege zu lagern und Radfahrer zu drangsalieren (und z.B. daran zu hindern am Cinemax vorbei zum Bahngleis zu gelangen).

    (link aus meiner weiter unten verlinkten kunstgeschichtlichen Hausarbeit von 2010)

    Darf man jetzt eigentlich mittlerweile in der Allee radeln?
    Hat sich jemals ein Radler an dieses Verbot gehalten? Gab es überhaupt je einen anderen Grund, ausser dass sich gelegentlich Ordnungshüter aufmandeln dürfen, die man, wenn sie denn unbewaffnet sind und keinen rundum lebensbedrohend einzusetzenden Verfolgungsboliden zur Hand haben, am besten einfach weiterrollend ignoriert?
    Für den Alleengürtel (rot für Radler) habe ich 2007 passenden Anti-Radständer kozipiert und mich dabei in ökomoralisierte Autofahrer Hirne hineinversetzt:
    http://jakob-friedl.de/?p=25

  • bushdoctor

    |

    Aus dem Artikel hört man ja schon eine leise Kritik am Aktionismus der Polizei heraus.
    Was „Rauschgiftkriminalität“ angeht, wird das Ganze auf jeden Fall keine Nachhaltigkeit bringen. Die Staatsmacht kämpft schon seit über 40 Jahren gegen „die Drogen“ und hat bisher Null-Komma-Garnichts erreicht. Das wird auch diese Aktion nicht auf dauer ändern. Ausserdem steht zu befürchten, dass das Ziel ganz einfache Konsumenten sein werden, die hauptsächlich wegen Hanfbesitzes angeklagt werden.
    Hier könnte eine Veränderung der Gesetzgebung mehr bewirken als alle paar Jahre mal eine „verstärkte Präsenz“. Dass nun auch die Bereitschaftspolizei hinzugezogen werden muss, zeigt doch schon, dass die „bewährte“ Drogenrepressionspolitik langsam auf dem Zahnfleisch daher kommt!

    Ich möchte dazu nur sagen: Hanf reguliert legalisieren – Steuern kassieren! So wird aus einem deutlichen „Minusgeschäft“ zumindest eine schwarze Null…

  • Bürger S.

    |

    Ich kann mich noch erinnern an die Alleeaufsicht mit der grünen Uniform in R., ‚liebevoll‘ als Alleedackel bezeichnet. Geldstrafen gabs fast nicht. Früher hieß der (Stadt-)Polizist noch Schutzmann.
    Der Bürger zollte ihren Anweisungen Respekt. An Weihnachten bekam der Verkehrspolizist an der Kreuzung Maxstr./Drei-Kronen-G. von den Bürgern kleine Geschenke. Wir Kinder und Jugendlichen wandten uns vertrauensvoll an den Schutzmann.

    Heute gibts keinen Alleedackel und Schutzmann mehr, dafür gibt es alle möglichen städtische Verkehrs-Sicherheits-Radar-Wachteln, fast ein Dutzend priv. Sicherheitsdienste, schwerbewaffnete Polizisten, SEK, GSG 9 u. unzählige Videoüberwachungen usw.

    Mein persönliches Sicherheitgefühl hat sich nicht verbessert. Im Gegenteil, ich habe Angst.

  • erik

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte beim Thema bleiben.

  • Einfacher Bürger

    |

    Danke, Bürger S., sehe ich genau so.

    ja ich frage mich auch warum die Beamten keine Ansprechpartner mehr sind ( vor allem bei Spezialtrupps ist das nicht zu erwarten ) und warum die Polizei und vor allem die Verantwortlichen keine Vertrauens- und Vorbildspersonen mehr sind. Man muss sich fragen: Wo stehen wir jetzt, wie war es einmal und wo wollen wir hin ?

    Ich würde sehr gerne auch einem Polizisten zu Weihnachten mal ein Geschenk machen. Aber ich denke mir immer mehr, ich möchte am liebsten gar keinen Kontakt haben. Die Art und Weise wie ich kontrolliert wurde war unverschämt und flach. Es fehlt an sozialer Kompetenz.

    Ich glaube auch nicht dass früher alles besser war, es gab in den 70ern Rockerbanden die mit Motorradketten in den Händen Schulen gestürmt haben etc. etc. es gab genausoviele Drogen und Gewalt.

    Die Frage ist, warum fühlte man sich früher sicherer ? Der Weg der Polizei ist der falsche meiner Ansicht nach, über die Drogenpolitik brauchen wir gar nicht reden… Totalausfall und das seit Jahrzehnten ! Viel Glück beim „säubern“ der Innenstadt… Traurig aber tatsächlich wahr das alles.

  • ehemaliger ganghofersiedler

    |

    @simi Respekt! fundiert auf den punkt gebracht,.
    ich finde es nur schade, dass man erst mal studieren muss, um den umgang mit der polizei zu lernen. das geht alles in eine falsche richtung. ich hab den eindruch, dass sind mittlerweile nur steuerlich bezahlte schläger, die dir nur eins reinwürgen wollen. und erfahrung hab ich mittlerweile genug. falsches fahrzeug, falsches aussehen, penetration ohne ende aber nie irgendwas nachgewiesen. die versuchens einfach weil sie es können. und das mit dem punktesystem für alkohol und drogendelikte ist ja auch ein offenes geheimnis

  • wollwirker

    |

    Dem Wähler ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, zu zeigen, wir tun was, ist doch der Grund dieser Aktionen.
    Den Lack ausbessern……

  • Ein Münchner Polizist

    |

    Wir wollen doch alle in einer sicheren Welt leben, oder? Sind stolz, in einem hochzivilisierten Land zu leben, in dem es (im internationalen Vergleich) sehr wenig Kriminalität, einen modernen Rechtsstaat und vor allem eine funktionierende Polizei gibt?

    Auf der anderen Seite gibt es viele, die mit der Polizei nichts zu tun haben wollen. Warum ist das so? Warum wollt ihr, dass die Polizei „überall und nirgends“ ist? Geschehen Straftaten, heißt es regelmäßig: „wo war da die Polizei?“ – kommt man aber selbst in Kontakt mit der Polizei, wie hier bei der mittelfristigen Verstärkung des Regeldienstes durch Kräfte der Bereitschaftspolizei, heißt es ebenso schnell „unbescholtene Bürger werden unter Generalverdacht gestellt“, „Schikane“, „die Polizei macht vieles, aber nichts davon richtig“ und so weiter und so fort.

    Wenn jemandem zum Beispiel sein hochwertiges Fahhrad gestohlen wird, möchte er es sicherlich zurück haben. Ebenso möchte man weder mit Drogenabhängigen noch mit Kriminellen etwas zu tun haben.
    Diesen wird es jedoch einfach gemacht, wenn keine Polizei präsent ist! Die wenigsten Straftäter, nach denen gefahndet wird, kommen von selbst auf die Dienststelle und wollen ihre Strafe begleichen oder in Haft gehen. Nach diesen muss aktiv gefahndet werden, und das ist nur mit einer hohen Polizeipräsenz möglich! Dabei sollte auch selbstverständlich sein, dass niemand „Verbrecher“ auf der Stirn stehen hat.
    Natürlich werden dabei auch Bürger beansprucht und kontrolliert, die sich noch nie etwas zu schulden haben kommen lassen. Natürlich werden zur Aufklärung von Fahrraddiebstählen auch viele Bürger kontrolliert und kurzzeitig angehalten, die ihr Rad rechtmäßig erworben haben. Aber für den kleinen Prozentsatz, der dies nicht hat, oder die Personen, die von Behörden gesucht werden, arbeiten wir! Anders ist es nicht möglich!

    Daher eine Bitte an alle vernünftigen Bürger: Auch wenn Ihr in nächster Zeit öfter kontrolliert werdet, auch wenn es Euch wie Schikane vorkommt, Ihr Euch wie im Überwachungsstaat fühlt: Nehmt Euch die paar Minuten, kooperiert mit der Polizei! Ohne die Mitarbeit der Bevölkerung kann die Polizei ihre Aufgaben nur wesentlich schlechter erfüllen.
    Wir machen alle nur unseren Job, und wir machen ihn gern. Daher seid bei der nächsten Kontrolle bitte einfach geduldig und freundlich zu den „jungen Burschen“ (die ganz nebenbei hervorragend ausgebildet sind), man wird es Euch danken!

  • Oje...

    |

    @Münchner Polizist:

    Tut mir leid, mein lieber Polizist, aber auf gut Glück Radler auf Regensburgs Plätzen anzuhalten und die Kaufquittung als Beweis zu verlangen, dass der Radler kein Fahrraddieb ist…

    … das ist, mit Verlaub, sinn- und zweckfreier Aktionismus. Oder besser: reine Zeitverschwendung. Das soltlen Sie doch am besten wissen. Oder sind Sie vielleicht gar kein Polizist?

    Die Kollegen, die für solch sinnfreie Aktionen abgestellt werden, fehlen an anderer Stelle dringend – und zwar genau da, wo sie wirklich wichtig wären: Bei der Ermittlung tatsächlicher Fahrraddiebe.

    Wären Sie wirklich Polizist, dann würden Sie die Personalmisere der (nicht nur bayerischen) Polizei kennen. Wie kann man angesichts des realen Personalnotstandes nur dafür plädieren, dutzende Kollegen sinnlos in der Stadt herumstehen zu lassen??? Oh my God…

  • „Reaktionäre Polizeieinsätze“ in Disneyland | Regensburg Digital

    |

    […] „individuelles Empfinden“ hatte Pressesprecher Michael Rebele am Freitag noch die Sorgen von Bürgern bezeichnet, die sich durch das massive Polizeiaufgebot beim…. Während man beim PSA jedoch auf harte Bandagen wie „ganzheitliche Polizeikontrollen“, […]

  • Ein Münchner Polizist

    |

    @ Oje…:
    Mir ist durchaus bewusst, dass bei der Personalplanung der Polizei auf Bundes- und Landesebene einiges nicht optimal läuft. Dieses Problem muss allerdings auf politischer Ebene in Angriff genommen werden, die Ausführungsebene der Polizei hat hierauf kaum Einfluss. Es wird wohl wieder ein überbesoldeter Ministerialbeamter mit dem Kopf auf seinen Schreibtisch geknallt sein und die Idee gehabt haben, Regensburg massiv zu verstärken. Warum auch immer nun Bereitschaftspolizisten sich in der Innenstadt gegenseitig auf die Füße treten – sie müssen es, und wollen möglichst gut ihren Dienst verrichten! Sicherlich könnte man diesen Kollegen seinem Unmut über diese Maßnahmen und Fehlplanungen Luft machen. Verbessern wird es jedoch nichts – eher wird es das Verhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung verschlechtern und jungen, kompetenten Polizisten ihre Motivation rauben.
    Auch ich stehe manchmal mit einigen hundert Kollegen in einer Absperrung, um ungefähr halb so viele Fußballfans zu überwachen. Auch wenn ich mir diesen Auftrag nicht ausgesucht hab und ihn sinnfrei finde – ich kann nicht einfach verschwinden und dahin gehen, wo ich in den Augen der Bürger mehr gebraucht werde. Die Entscheidung wird viele Ebenen über der Basis getroffen, und auch deshalb muss man versuchen, seinen Job nichtsdestotrotz motiviert und zielführend zu erfüllen.

  • Florian

    |

    Guten Morgen, im Raum Regensburg sollen 14 Autos abgefackelt worden sein! Täter unbekannt.

    Es gibt viel zu tun, packen wir’s an.

  • herr mann

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte keine Beleidigungen.

  • Barbara Junghans

    |

    Ein herzliches Dankeschöne allen, die sich hier so engagiert für die Geisterradler, Bekifften und mutwilligen Gesetzesübertreter einsetzen. Mein besonderer Dank gilt jedoch @simi, der so eine detaillierte Anweisung für das Verhalten nach einer Verkehrsübertretung produziert hat.
    Bisher dachte ich ja immer, Radler, die im Finstern, dunkel gekleidet, ohne Licht, evtl. noch mit Kindeeranhänger und frei laufendem Hund bei Rot über die Kreuzung radeln oder an unübersichtlichen Stellen den Fußgängerübergang im Renntempo überqueren, seien nur bekloppt.
    Jetzt weiß ich, dass sie auch bekifft sein könnten, was sich doch entschieden strafmildernd auswirken sollte. Falls also mal versehentlich einen solchen Verkehrsteilnehmer ohne meine Schuld auf meinem Auto als Kühlerfigur landen sollte, dann muß ich also keine allzu großen Skrupel haben, denn – wenn ich die Kommentare auf dieser Seite richtig interpretiert habe – soll man niemanden daran hindern, auf seine Art glücklich zu werden.

  • Eleonore

    |

    @ Münchner Polizist: Daß Barrieren zwischen Polizei und Bürger „fallen“, dazu kann die Polizei im ganz normalen Polizeialltag beitragen – dazu brauch es keine Hauruckaktionen mit fragwürdigem Hintergrund

  • ZeroZero

    |

    Ein Münchner Polizist schrieb:

    „Ebenso möchte man weder mit Drogenabhängigen
    noch mit Kriminellen etwas zu tun haben.“

    Es ist nicht Aufgabe der Polizei, Drogenabhängige
    zu ermitteln, zu behandeln. Es ist Aufgabe von
    Streetworkern, Drogenberatungsstellen, Therapieeinrichtungen. Mit Druck seitens der
    Polizei wird gar nichts erreicht, wie mehr als
    40 Jahre Prohibition gezeigt haben.

    Ich kenne Regensburg nicht, habe aber auf Grund
    des Artikels den Eindruck, das es wie in ganz Bayern
    an Streetworkern und Drogenkonsumräumen mangelt,
    um so gezielt mit Konsumenten in Kontakt zu kommen, sofern diese es wünschen und beraten werden wollen.
    Nur auf freiwilliger Basis seitens der Konsumenten
    ist etwas zu erreichen und dafür müssen sie erreicht
    werden. Dafür ist die Polizei nicht ausreichend
    ausgebildet.

    Hanfkonsumenten in den Topf Drogenabhängige
    zu werfen, halte ich für sehr gewagt. 95 % dieser
    Konsumenten pflegen einen unproblematischen
    Konsum, wie sogar der Antihanfpapst Rainer
    Thomasius einräumt. Hier und da ein paar Gramm
    Hanf von falsch fahrenden Radfahrern zu
    konfiszieren kann allenfalls dazu führen, das
    Existenzen ruiniert werden. An der Verfügbarkeit
    von Hanfprodukten ändert das rein gar nichts.

  • erik

    |

    ich fordere eine Drogenpolitik in Deutschland bzw. Bayern nach tschechischem Vorbild, damit endlich die aus dümmlichen politischen Beweggründen verursachte und perfide Terrorisierung und Schikanierung von freien Bürgern ein Ende hat und ihnen das vom Grundgesetz garantierte Recht auch Selbstbestimmung ermöglicht wird.

  • Oje...

    |

    @Ein Münchner Polizist:

    In Ihrem letzten Posting haben Sie wahre Worte gesprochen. Natürlich können Sie nichts für bescheuerte Politiker-/Funktionärsentscheidungen und müssen diesen auch folgen. Korrekt.

    Wenn Sie jetzt noch vor Ort das nötige Fingerspitzengefühl an den Tag legen (Tipp: Münchener Tatort gucken, die beiden „Kollegen“ zeigen wunderbar, wie’s geht), dann tun Sie auch noch was Gutes für den Ruf der Polizei. Denn der ist speziell in Regensburg extrem schlecht (mit Recht, wie ich meine), und keineswegs nur wegen der unglücklich verlaufenen Eisenberg-Sache.

  • frage

    |

    ich frage mich was es für einen aufschrei geben würde, wenn ein akoholisierter/bekiffter radfahrer/autofahrer ein kind über den haufen mäht. dann passiert genau das, wovon der münchner polizist spricht: es wird nach der polizei gerufen.

    ich finde die aktion es richtig. bin letzte woche zweimal (mit auto) kontrolliert worden und könnte mich weder über unfreundlichkeit noch sonstwas beschweren. die machen ihren job. das ich bussgeld bezahlen musste weil mein verbandskasten abgelaufen ist, muss ich mir schon selber zuschreiben. allerdings wird sich das kind, dass ich evtl. erstversorgen muss, weil ein berauschter verkehrsteilnehmer nicht aufgepasst hat, über den ordentlichen verbandskasten hoffentlich freuen (sofern ich dann noch helfen kann).

    ich seh das ganze als abschreckung. wenn auch nur 1 person darauf verzichtet, berauscht zu fahren und damit andere zu gefährden oder auch nur ein vermeintlicher fahrraddieb abgeschreckt wird, hat es sich schon gelohnt. wenn auch nur ein jugendlicher deshalb nicht zur droge greift, hat es sich ebenfalls rentiert.

    ich kann das gesetz nicht immer so auslegen wie es mir gerade passt. es hat schon seinen sinn.

    @erik: ihr post passt wieder mal optimal. sie können sich nicht um sich selbst kümmern und jammern wieder mal nur wie schlecht die anderen sind. ohne sinn und verstand. es hindert sie keiner nach tschechien zu ziehen (oder evtl. doch: die sozialleistungen sind dort um einiges schlechter…)

    @oje: was wenn ihre kinder am wochenende zum gras rauchen eingeladen werden und verunglücken? dann kann der müncher tatort kommissar noch so nett sein, ihr schmerz wird dadurch nicht gelindert (befürchte ich).

    es kommt immer so zurück, wie man in den wald hinein schreit. wenn jemand nur schlechte erfahrungen macht, sollte man sich selbst hinterfragen. es sind nicht immer die anderen schuld.

  • Gondrino

    |

    Und wenn Sie dann alle Ihre Freiheit aufgegeben haben, werden Sie erkennen, dass Sie doch nicht mehr Sicherheit dafür bekommen haben.

    Aber jeder kann sich natürlich gern der Illusion der Sicherheit hingeben, wenn die Bereitschaftspolizei durch die Innenstadt patrouilliert…

  • Oje...

    |

    Genau das ist der Trugschluss, dem Frage und andere hier aufsitzen:

    Hat regensburg auch nur einen Junkie weniger durch diese Aktion? Und wieviele Fahrraddiebe wurden eigentlich schon erwischt in den letzten Tagen? Was, keiner? Oooooch…. Mönsch, so’n Pech aber auch.

    Nein, natürlich bringen derlei öffentlichkeitswirksame Nullinger-Aktionen rein gar nichts, nicht mal in punkto Abschreckung. Die fixen und klauen jetzt eben nur woanders. Aktionismus eben, im besten Fall werden Symptome kurzfristig gemindert, aber keine durchdachte Bekämpfung der Ursachen.

  • frage

    |

    @gondrino @oje

    haben sie denn fundierte zahlen oder beweise für ihre aussagen, dass die aktion nichts bringt oder ist das nur eine vermutung ins blaue, weil ihnen die aktion einfach persönlich nicht passt?

  • Oje...

    |

    Ist nicht nötig, der gesunde Menschenverstand reicht vollkommen aus.

  • frage

    |

    @oje

    mit einem unterschwelligen persönlichen angriff kann man sich natürlich auch aus der sache mogeln. dann hoffen wir mal, dass keines ihrer kinder (oder sie selbst) von einem bekifften verkehrsteilnehmer, der seinen gesunden menschenverstand grade nicht benutzt hat (weil berauscht), ins unglück gestossen werden. grundsätzlich haben sie aber recht: es wäre nur ein fall von tausenden und daher in einer statistik unerheblich.

  • Einfacher Bürger

    |

    Es ist einfach so, dass zum Leben ein wenig Risiko dazugehört, überall und an jedem Ort der Welt kann etwas passieren. In Regensburg habe ich seit fast 15 Jahren nicht ein einziges mal eine ernstzunehmende Situation mit einem Junkie erlebt, auch mit keinem Radfahrer dem man Blut hätte abnehmen müssen (!) und „alle strafprozessualen Mittel“ hätte ausschöpfen müssen, ein gutes Schloss ums Radl reicht auch schon immer aus. Ich schätze die Gefahr für Leib und Leben von Radfahrern auf andere als sehr gering ein, und es wird niemals auch nur eine kleine langfristige Verbesserung dieser Thematik durch Großeinsätze der Polizei geben. Darum geht es aber gar nicht ! Wer sich die Mühe macht den Artikel einmal genau durchzulesen wird das auch merken. Wer – wie ich vor ein paar Tagen – kontrolliert wird, wird es spätestens dann auch merken… Freundlichkeit….jaja. Wo war die Freundlichkeit der Beamten, ja wo war sie ? Ich war freundlich ! Wenn man aber irgendeinem Klischee ( und ich bin davon überzeugt keinem anzugehören ) angehört und sofort unter Generalverdacht steht – dann bringt dir die Freundlichkeit gar nichts, es wird auch länger als ein paar Minuten dauern, genau so erlebt vor ein paar Tagen… für nichts und wieder nichts ! Was für eine Farce. Gut ausgebildet heisst es immer – davon hat man gar nichts gemerkt.

    Ein schönes Beispiel noch: An der Shell Tankstelle vor zwei Tagen, ein total vollgedröhnter Junkie stand nach Aussage der sehr schmächtigen aber sehr resoluten Tankwärtin eine Stunde im Laden und konnte sich nicht entscheiden. Diese Frau hat ihn – als es ihr reichte – innerhalb von 1 Minute so runtergeputzt dass er sein komplettes Sortiment an Energydrinks wieder fein säuberlich in die Regale gestellt hat und 1cm klein abgehauen ist. Wirklich sehr bemerkenswert und im Prinzip total einfach. Diese Frau hätte nicht im Traum daran gedacht die Polizei zu benötigen, genau wie ich selbst auch, wenn ich sie brauchen würde rufe ich an, es kam aber noch NIE vor, vor allem und erst recht nicht in dem oben beschriebenen Zusammenhang.

    Sofort abblasen das ganze, besser gestern als heute und mit den Steuergeldern was vernünftiges anfangen.

  • dugout

    |

    Und wenn die Tage wieder länger werden, wird der nimmermüde Hassprediger der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt durch die Talkshows tingeln und die Fantastilionen von Überstunden dampfbeplaudern die seine Schäflein zu unser aller Wohle abgeleistet haben.
    Überstunden die z.B. bei Fussballspielen zur Hälfte überflüssig sind und zur anderen Hälfte maßlos überzogen!

    Aber damit nicht genug ! Nein jetzt wird gegen den Untergang des Vaterlandes in Gestalt des bekifften Radfahrers “ zu jeder Tages- und Nachtzeit“ mit allen “ strafprozessualen Maßnahmen“ ?? angekämpft.

    Das ist unglaublich !
    Ist das Satire?
    Wenn man diese Pressemitteilung liest stellt man sich die Frage welche Drogen eigentlich im Polizeipräsidium verabreicht werden. LSD ?

  • Oje...

    |

    @frage:

    Persönlicher Angriff? Nicht beabsichtigt, nicht passiert.

    Und dass irgendwelche Kinder (oder ich selbst) von einem bekifften verkehrsteilnehmer, der seinen gesunden menschenverstand grade nicht benutzt hat (weil berauscht), ins unglück gestossen werden, ist nicht möglich.

    Das verhindern ja die von Ihnen so gelobten und befürworteten Polizei-Aufpasser-Teams, die sich derzeit in der Stadt die Beine in den Leib stehen …

  • philip

    |

    schon mal drüber nachgedacht, dass ein nüchterner Verkehrsteilnehmer genauso einen menschen anfahren kann, und in diesem fall die chance viel größer ist, dass so etwas passiert, weil dementsprechend mehr nüchterne verkehrsteilnehmer im umlauf sind. Das alles ist meiner meinung nach nur Politik.

    Ich bin selber mehr Radfahrer als Autofahrer und ich bin nicht klein von person her, aber ich werde fast täglich beim überqueren einer grünen ampel auf der richtigen Seite von autofahrern übersehen, sogar ein Polizeiauto übersieht bzw nimmt mir die Vorfahrt.

  • Alkoholiker vertrieben und Wildbiesler geschnappt | Regensburg Digital

    |

    […] von PSA ins Visier der so verstärkten Ordnungshüter geraten. Oder der mutmaßliche Fahrraddieb. Die Bevölkerung müsse sich in diesem Zusammenhang auf verstärkte Kontrollen einstellen, so ein Po…. Etwa dann, wenn jemand auf einem Fahrrad fahre, das – preislich gesehen – nicht so wirklich zu […]

  • „Eine Konsumeinheit Marihuana“ | Regensburg Digital

    |

    […] Auge sind, haben es in der Stadt nicht leicht. Das ist spätestens seit April 2013 bekannt. Damals verkündeten Bundes- und Landespolizei, die Stadt und die Staatsanwaltschaft den Beginn eines „mod… beim schon seit 2012 bestehenden „Projekt Sichere Altstadt“ (PSA). Das erklärte Ziel: […]

Kommentare sind deaktiviert