Stadtmarketing Bad Kötzting präsentiert: Eva Herman

Sichtlich bewegt: Bürgermeister Wolfgang Ludwig überreicht Eva Herman ein Gastgeschenk.
Mittwoch, kurz nach 20 Uhr. Früher konnte man Eva Herman um diese Zeit als Tagesschau-Sprecherin auf den Fernsehbildschirmen sehen. Sie war der „Liebling der Nation“, hatte einen „Bekanntheitsgrad von 97 Prozent“ (Herman über Herman). Früher.

Heute sitzt Herman vor knapp 200 Zuhörern, viele Seniorinnen und Senioren sind darunter, im Haus des Gastes in Bad Kötzting. Fast euphorisch wird sie von Bürgermeister Wolfgang Ludwig begrüßt. Buchhändler Willi Dietl widmet dem prominenten Gast eine „sehr gut recherchierte“ Laudatio (Herman). Dietl hat den heutigen Auftritt angeregt. Das Stadtmarketing Bad Kötzting hat das mit Spannung erwartete Ereignis in dem beschaulichen Kurort organisiert (Eintritt: 9 Euro).

Dass Herman seit geraumer Zeit gerade auch die ländlichen Regionen aufsucht, um dort das Publikum zu begeistern, verdankt sie „linksfeministischen Vernichtungsstrategien“, die ihren Büchern „Das Eva Prinzip“ und „Das Arche Noah Prinzip“ gefolgt seien.

„Die Wahrheit und ihr Preis“ lautet der Titel ihres aktuellen Werks. Die 52jährige schildert darin ihre Sicht der Ereignisse, die sie 2007 den Job gekostet haben. 19,95 Euro kostet diese Wahrheit, die es heute inklusive persönlicher Widmung gibt.

„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“

Diese Aussage bei einer Pressekonferenz zum „Arche Noah Prinzip“ wurde Herman 2007 als Lob der NS-Familienpolitik ausgelegt. Zu Unrecht, wie sie mittels linguistischem Gutachten und im Rahmen mehrerer Prozesse gegen Medien feststellen ließ. Zu diesem Zeitpunkt war sie beruflich bereits erledigt, raus geflogen beim NDR, verschwunden vom Bildschirm.

Zweifellos: Herman ist ein Opfer einer Medienmaschinerie geworden, deren Produkt sie war. Zweifellos: Es war billig, Herman einfach in die rechte Ecke zu stellen, um sie zu demontieren. Allein: All das hat ihren Thesen, die weder neu noch einzigartig sind, erst die von ihr erwünschte Aufmerksamkeit beschert.

Zur Analyse dieser Medienmaschinerie taugt Hermans Buch nicht. Über persönliche Betroffenheit kommt sie nicht hinaus, sie pendelt zwischen Rechtfertigung, Abrechnung und tiefer menschlicher Enttäuschung. Dass sie von dem, was ihr passiert ist, traumatisiert wurde, kann man am Mittwoch deutlich hören.

In allen Epochen habe es wohl Fälle wie den ihren gegeben, weiß Herman. Zur Zeit der Christianisierung, der Reformation und in allen Diktaturen, stellt sie fest. „Der Unterschied war: Damals wussten die Menschen von dem unfreien System. Bei uns wird es noch eine Weile dauern, bis die Leute aufwachen.“ Applaus.

Mehrfach erwähnt Herman Thilo Sarrazin. Seit seiner Causa gehe es ihr besser. Auch ihm hätten die Medien übel mitgespielt, auch er habe unter einer Kampagne leiden müssen.

Dass just die von Herman so scharf kritisierte Bild-Zeitung – die in ihrem Fall straffrei „Ist Eva braun oder nur doof?“ titeln durfte – ebenso wie der Spiegel eine regelrechte Marketing-Kampagne für Sarrazins Buch gefahren hat, lässt sie geflissentlich unter den Tisch fallen. Es würde auch nicht so recht ins Bild der gleichgeschalteten Medien und der eingeschränkten Meinungsfreiheit passen, das sie heute entwirft.

Der Kopp-Verlag, bei dem Herman veröffentlicht, bewirbt aktuell just das Sarrazin-Buch auf seiner Internet-Seite. Verlagsleiter Kopp, dem Herman immer wieder Mut bescheinigt, um nebenbei die Web-Adresse des Verlags zu erwähnen, veröffentlicht jede Menge verschwörungstheoretische, manchmal auch braune Esoterik-Literatur, islamophobe Hetzpamphlete aus der Feder von Udo Ulfkotte, der gern im Rechtsaußen-Blatt Junge Freiheit veröffentlicht oder eben Bücher, denen es weniger an politischer Korrektheit denn an tatsächlicher Relevanz mangelt. „Alles Autoren, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben wie ich“, resümiert Herman. Auf der Bühne strahlt Eva Herman immer noch die Seriosität der einstigen Tagesschau-Sprecherin aus. Der Tonfall ist verbindlich. Sie lächelt viel, spricht über Gott, ihren Glauben und die Ratschläge der kürzlich verstorbenen Mutter. All das Ungemach nehme sie für ihren 13jährigen Sohn auf sich, für alle Kinder und überhaupt für mehr gegenseitige Liebe unter den Menschen. Herman: „Ich gehe weiter durch die Lande und rede über die Themen.“ Viele Themen.

Mit „Man weiß schon lange“ oder „Wir wissen heute alle“ werden willkürlich hergestellte Zusammenhänge zu Logik und Halbwahrheiten zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Und so wird aus Gender Mainstreaming, dem Versuch einer Gleichstellung der Geschlechter, über dessen Umsetzung man durchaus kontrovers diskutieren kann, plötzlich das „größte Menschenexperiment aller Zeiten“, einer geheimen Verschwörung gleich, zur Zerschlagung von Familien, Werten und Gesellschaftsstrukturen. Dabei gebe es genügend Beispiele aus der Tierwelt, wie das natürliche Zusammenleben funktioniere.

Aus Krippen werden bei Herman Einrichtungen zur „Massenhaltung von Kindern“, die dort der Mutter entfremdet werden sollen. Entsprungen sei das einem sozialistischen oder auch nationalsozialistischem Denken.

Mütter müssten länger stillen, wenn es nach Eva Herman ginge. Das würde dem Gesundheitssystem Milliarden sparen, „wie wir alle wissen“. Doch die Umsetzung dieser Erkenntnis in die Praxis scheitere am derzeitigen „links-grün-feministischen“ Weltbild.

Immer mahnt Herman: „Europa und Deutschland sterben aus.“ Das liege am verqueren Mutterbild, dem Zwang, zu arbeiten. Dabei wisse man doch, dass es „dort, wo das Muttersein noch etwas gilt, zum Beispiel in Afrika, auch mehr Kinder gibt“.

Volksnah bis zum letzten Autogrammjäger: Eva Herman.

Ihr Aufbegehren „gegen den Mainstream“, „gegen die politische Korrektheit“ stellt Herman in Zusammenhang mit aktuellen Protesten gegen Castor-Transporte oder Stuttgart21, mit der Unzufriedenheit auch der Anwesenden mit den Regierungsparteien. „Langsam geht der Deckel hoch.“ Applaus.

Nach der Buchverkaufs- und Signierpause meldet sich ein begeister Zuhörer zu Wort. Er erzählt von einer Theorie, davon dass es „eine geheime Gruppe von Menschen“ gebe, deren Ziel „die Zerschlagung der Gesellschaft“ sei. Staunendes Schweigen.

Nicht alles, was sich nach Verschwörungstheorie anhöre, sei auch eine, sagt Herman wenig später. „Damit wird auch all das bezeichnet, was sich politisch korrekt nicht mehr erklären lässt.“ Man solle nicht alles glauben, auch einfach mal in sich hinein hören und bei Bedarf im Internet recherchieren.

Das Publikum in Bad Kötzting beschert Eva Herman an diesem Abend ein Heimspiel. Auch die Moderation von Buchhändler Dietl erweist sich als verständnisvoll, einfühlsam und voller Respekt vor Hermans „Opferschicksal“. Es sei sicher nicht ihr letzter Besuch gewesen, verspricht sie kurz nach 23 Uhr, ehe noch für ein gemeinsames Foto mit dem Bürgermeister und Vertretern des Stadtmarketing Bad Kötzting posiert wird.

Am Ende erzählt Willi Dietl noch eine Anekdote. „Eva Herman kommt nach Kötzting? Die muss es ja nötig haben.“, habe jemand aus Cham zu ihm gesagt. „Ich weiß nicht, ob er damit Eva Herman oder Bad Kötzting beleidigen wollte.“

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Kommentare (42)

  • Roland Hornung

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    Eigentlich ist es schade, dass solche Bücher ( oder andere, hart am Rande der Verschwörungstheorie
    liegende Werke ) solch einen großen Erfolg haben.

    Wissenschaftler mit seriösen Fachbüchern träumen erfolglos von solchen Erfolgen …

    ….aber auch gute Bücher OHNE “ populistische Note “ haben kaum solche Erfolge, z.B. seröse Bücher
    über Nahost. Glücklicherweise bekam jetzt wenigstens David Großman den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

    Euer Roland ( Hornung )

  • I hate Eva too.

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    @ Roland Hornung
    Danke, Roland! Das war’s mal wieder, wie immer treffend und betroffen(d). Weiter so!

  • SPD-Mitglied

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    Wer kommt den auf die Idee, diese Tussi einzuladen?

  • SPD-Mitglied

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    Wer kommt den auf die Idee, diese Tussi einzuladen?

  • Roland Hornung

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    @ SPD-Mitglied

    DAS frage ich mich auch !

  • Betroffener

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    @SPD-Mitglied
    @Roland Hornung
    Ich frage mich das auch; machen wir jetzt einen Club der Fragenden auf?

  • Harald Klimenta

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    Woher der Erfolg von Eva Hermann kommt? – Ganz einfach. Die Frauenbewegung der vergangenen 30 Jahre versteht unter Gleichberechtigung im Wesentlichen, so sein zu dürfen wie Männer. Also gehen sie jetzt zur Bundeswehr und ackern manchmal sogar für dasselbe Gehalt wie Männer und feiern das als supergeilen Erfolg. Dass es da sehr viele Frauen gibt, die diese ganze völlig von sich selbst entfremdete Gesellschaftsordnung ablehnen, ist so logisch, wie es auch solche Männer gibt. Nur gibt es keinen relevanten linken Feminismus, der wünscht, dass a) Frauen wie Frauen sein dürfen, d.h.z.B., wenn sie Lust darauf haben, bei Kindern bleiben (warum unbedingt „ihren“), wenn nicht, dann nicht – und b) der Männern ganz kräftig versichert, dass sie in ihrem Karrierewahn ein höchstens elendes Leben führen (wenn nicht ein zerstörerisches, eine alle-werte-außer-egozentrismus zerstörendes). und so nicht eine maskuline weiblichkeit, sondern eine feminine Männlichkeit erkämpfen wollen. also: Frauen, die auch nur a kleines bisserl wie Herman denken, haben mit ihrem Mutterideal überhaupt keine Chance, irgendwo links anzudocken. Dann umgibt man sich mit gleichgesinnten, und schon landet man stramm rechts. (sorry, das war jetzt a bisserl schwarz-weiß. aber so olala in die richtung mein ich das…)

  • Betroffener

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    @Harald Klimenta
    Schämen Sie sich für Ihren faschistoiden und frauenfeindlichen Beitrag. Noch immer gilt: wer nicht mit uns ist, der ist ein Nazi!

  • Erich Tolli

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    „Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle.“

    Wurde hier richtig zitiert H. Aigner?
    Dieser Satz hat kein logische Aussage.

  • David Stein

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    @Harald Klimenta:

    Das sehe ich anders. Es gibt genügend Frauen, die eine echte Emanzipation wollen, also echte Selbstbestimmung, im Zweifelsfall für Kinder, für Mama am Herd, gegen den „wir Frauen müssen jetzt die besseren Männer werden“-Wahn der „Emanzipation“. Das ist, soweit ich das wahrnehme, zunehmend Konsens im Bereich Gender und Emanzipation. Mir wäre auch keine Frau bekannt, die wegen einer solchen Meinung an irgend einen Rand gedrängt worden wäre.

    Das ist auch bei Frau Herman nicht der Fall. Dass Frau Herman mittlerweile als Witzfigur dasteht, liegt an zweierlei.

    Zum einen daran, dass sie sich mit ihrem berüchtigten Zitat so effektiv selbst abgeschossen hat. Ja, man kann ihre Sätze auch anders verstehen, als das in den Medien mehrheitlich getan wurde. Ja, das kann man wissenschaftlich auch nachweisen. Man kann ihr aber auch nachweisen, dass sie ihre Aussage so ungeschickt und missverständlich verpackt hat wie es nur irgend geht. Und da muss gerade sie als Medienprofi und gar Großer Dame der Tagesschau schon die Frage gefallen lassen, welcher Teufel sie an dem Tag geritten hat, dass ihr so etwas passiert.

    Zum anderen liegt es daran, dass sie sich seitdem demonstrativ in die Reihen derer einordnet, denen keine noch so bierseelige Verschwörungstheorie zu krude scheint. Dass sie in einem Verlag publiziert, der mit Esoterik-Müll und braunen Blendern wie dem Ulfkotte angefüllt ist, tut sein übriges. Gerade jemand wie sie, der soeben noch die volle Wucht Medienschelte mit dem Nazi-Reflexhammer abbekommen hat, sollte sich doch tunlichst von solchen Gesellen fernhalten.

  • Stefan Aigner

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    Hallo Erich Tolli,

    das ist das korrekt und vollständig wiedergegebene Oribinalzitat.

  • Steuerzahler

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    @ Erich Tolli

    Das Zitat stimmt schon. Sie müssen nur weiter bis zum nächsten Spiegelstrich lesen und beachten, dass es sich um einen sehr langen Einschub handelt. Ist zwar ungewöhnlich, dass man eineinhalb Sätze in einen Einschub packt, bei einem mündlichen Zitat kann das aber schon mal vorkommen.

    Bitte diesen Hinweis jetzt nicht als Zustimmung zum Inhalt des Zitates missverstehen.

  • David Stein

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    @Erich Tolli: Das war damals eben mündlich, da kann einem schon mal der Satzbau abhanden.

    @Roland Hornung:
    Nun, wissenschaftliche Autoren schreiben üblicherweise eben für Fachpublikum, was zumindest im deutschen Sprachraum gemeinhin drauf raus läuft, dass die Texte auch nur für Leute „vom Fach“ ansatzweise verständlich sind und damit den Absatzmarkt doch stark eingrenzt.

    Autoren, die wissenschaftlich fundiert und darüber hinaus auch noch lesbar und lehrreich schreiben können, gibt es hierzulande leider viel zu wenig. Die Amis haben das irgendwie etwas besser raus, auch wenn dabei die sachliche Korrektheit leider manchmal etwas leidet.

    Frau Herman würde ich da gerade überhaupt nicht einordnen wollen, das würde mir nur sehr viel Ärger einbringen.

  • StuhloderSessel

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    Dumme Menschen wie Frau Herman, die von „Schrumpfgermanen“ sabbeln und in typisch rechtsradikaler Manier die „NS-Zeit“ relativieren, bekommen völlig zurecht gesellschaftlichen Gegenwind zu spüren.
    „In die rechte Ecke gestellt“ wurde Fr. Herrmann nicht, da ist sie schon selbst hingegangen. Ihre Unterstützung für die Partei AUF, ihre unsäglichen NS-Vergleiche, ihre frauenfeindliche und antischwule Ideologie, ihre positive Bezugnahme auf den NS – alles gute Gründe diese Dame inhaltlich zu isolieren.
    Ihre offensichtliche Verwirrtheit sollte da nicht als Entschuldigung herhalten. Genausowenig wie die typische Demagogie der Herren des Kopp-Verlages, alles was rechts-außen ist, als konservativ und damit demokratisch zu betiteln.
    Zum Opfer hat sie sich, ähnlich wie jetzt Sarrazin, selbst stilisiert. Jede Kritik an ihrer rechten Verschwörungstheorie und ihren faktenlosen Frechheiten, wurde von ihr zu einem Angriff auf sie umgemünzt. Jedes Argument gegen ihre reaktionären „Theorien“ – ein Angriff gegen ihre Freiheit.

    Problematisch ist diese Dame allein keineswegs. Problematisch sind Zusammenhänge wie Stadtmarketing Bad Kötzting und ein Teil der 200 BesucherInnen, die unter der „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“-Fahne den rechten Rollback organisieren. Im bundesweitem Maßstab sind diese Zusammenhänge erschreckend im Aufwind und stellen, wie z.B. der Kopp Verlag, perfektes Andock-Terrain für offene Nazis und ihre Strukturen dar.

    Alles „Opfer“. Kommt mir irgendwie bekannt vor…

  • Andreas

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    @StuhloderSessel:

    Da ist er wieder, der reflexartig sabbernde Eifer gegen angebliche Nazis die in angeblich ‚rechtsradikaler Manier die “NS-Zeit” relativieren‘. Klimenta hat vollkommen recht: Das ist ausgesprochen wenig hilfreich.

    Nur zur Erinnerung: Auch Marx hat das Ideal des selbstverwirklichenden Menschen postuliert. Wieso soll die Selbstverwirklichung darin bestehen, dass Frauen genau das selbe anstreben (sollen!) wie Männer? Ich denke auch, dass da die Emanzipationsbewegung zu einem Teil in die falsche Richtung marschiert ist.

    Dass Frau Hermann sich ungeschickt verhält, wenn sie die braune Fremdbestimmung der Frauen zum Kinderkriegen mit der Fremdbestimmung der Frauen durch das Frauenbild des (angeblich) 68-er-geprägten Mainstreams gleichsetzt, ist sicher richtig.

    Aber derartig bösartige Anwürfe wie Ihre sind ganz sicher nicht die richtige Antwort auf diese Dummheiten.

  • StuhloderSessel

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    @andreas

    Die positive Bezugnahme der Fr. Herman auf die „NS Familienpolitik“ und v.a.(!) die Ideologie von Frau-Kind-Heim-Herd, welche von Herman reproduziert wird, sind das von mir angesprochene Problem.
    Wenn Sie die „Haltungen“ der Fr. Herman „ungeschickt“ finden – wohl bekomm`s. Oder nicht.
    Ich bin der Meinung, dass Fr. Herman wohlwissend eine reaktionäre Ideologie verbreitet. Ob sie diese geschickt oder ungeschickt formuliert, ist mir egal.
    Die von dieser Dame gleichzeitig betriebene NS-Relativierung ist unsäglich und typischer Bestandteil ihrer selbstbetriebenen Opferstilisierung. Da ist es, wie bereits geschrieben, nicht nötig die Herman zu einem „angeblichen Nazi“ zu machen.

    Der „reflexartige, sabbernde Eifer“ (bösartig, gell!?) entspringt wohl eher Ihrer Vorstellungswelt. Die von Herman verbreitete Ideologie wird von ihr real vorgetragen und sollte deshalb auch beim Namen genannt werden.

  • gifthaferl

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    „Nur zur Erinnerung: Auch Marx hat das Ideal des selbstverwirklichenden Menschen postuliert. Wieso soll die Selbstverwirklichung darin bestehen, dass Frauen genau das selbe anstreben (sollen!) wie Männer?“
    Andreas

    Wer oder was bitte hindert denn eine Frau daran „ganz und gar frau sein zu können“, wenn sie das wünscht?
    Außer vielleicht, dass sie es sich nicht leisten kann, ob nun mit oder ohne Ehegatten……………..

    Wenn sie aber anderes wünscht, ist das erlaubt?

    Das nämlich war es nicht VOR der Frauenbewegung – gesetzlich fixiert und praktiziert trotz anderem im GG.

    „Selbstverwirklichung“, wie immer die nun aussieht im Einzelfall, ein selbstbestimmtes Leben auch für Frauen – ja, genau darum ging es allerdings in der Frauenbewegung.

  • Andreas

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    @StuhloderSessel

    Wenn Sie den “reflexartige[n], sabbernde[n] Eifer” als bösartig empfinden, ist das Ihre Sache. Ich dachte eher an die Pawlowschen Hunde, denen man ja auch eine immer gleich wiederkehrende Reaktion antrainiert hat – eben so wie Ihre Reaktion darauf, dass Frau Herman etwas gut fand, was in der Nazizeit als Wert verkündet werden.

    Die oben zitierte Frage der Bild-Zeitung „Ist Eva braun oder nur doof?“ würde ich schlicht und einfach mit „Letzteres“ beantworten. Und sie eben darauf hinweisen, dass das propagierte Mutterbild in der Nazizeit eben ganz bestimmte bösartige Ziele verfolgte.

    Frau Herman hat leider mit ihrer Ungeschicklichkeit solche Reaktionen wie Ihre provoziert, was ihrem Ansinnen sehr geschadet hat. Nichtsdestotrotz sollte man ihre Thesen diskutieren, statt sie einfach in die braune Ecke zu stellen – das ist nämlich genauso „doof“ wie Hermans Rückgriff auf die Nazizeit.

  • Mathilde Vietze

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    Ich muß den meisten Kommentatoren recht geben: Eva Herrmann ist nur noch eine Witzfigur, aber sie
    macht mit der Verbreitung ihrer kruden und reaktionären Ansichten ganz gut Kohle.

  • gifthaferl

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    @ Harald Eva Klimenta

    „Nur gibt es keinen relevanten linken Feminismus, der wünscht, dass a) Frauen wie Frauen sein dürfen“

    Hier spricht ja offensichtlich in jeder Beziehung der Fachmann für Feminismus!

    Frauen wie „Frauen“ sein dürfen?
    Also von der Biologie insgesamt festgelegtes Verhalten und festgelegte Eigenschaften und Fähigkeiten der Geschlechter?

    Tja, das allerdings IST rechter „Feminismus“, Differenzfeminismus der rein biologistisch argumentiert.
    Wie Eva, Thilo, der Papst, Evangelikale, Islamisten………………

    Wissenschaftlich in unzähligen Untersuchungen empirisch widerlegt – wie ja auch dass Unterschichtskinder/Schwarze/ Türken/ Araber………… per Geburt und unabänderlich blöder und was sonst noch alles sind, als Hochwohlgeborene/Deutsche/……………

    Diese Art der Feminismus war in der Frauenbewegung allerdings nicht so verbreitet, denn dann hätte es hätte ja wahrlich überhaupt keine geben müssen.

    DAS war ja überreichlich vorhanden in den Köpfen, in der Praxis, im Gesetz…………………..

    „Schön“ zu sehen, wo die Thesen der Neuen Rechten, dank deren seit gut 10 Jahren verschärft gefahrener Strategie des getrennt Marschierens aber gemeinsam Kämpfens – für die WAHREN WERTE – zuallererst an der Familien- und Lebensschutzfront – sonst hapert es ja teils ein wenig mit den Gemeinsamkeiten – so ihren Niederschlag gefunden haben.

    Die Strategie scheint gut zu sein, denn keiner mehr weiß – offensichtlich nicht mal „politische Vorreiter“ – was überhaupt wirklich so war, seinerzeit in der Steinzeit so vor 40 Jahren.

    Rechtliche Gleichstellung von Frauen haben wir übrigens 1998 auf dem Papier – immerhin. Soweit das durch die Änderung der Sozialgesetzgebung nicht auch schon de fakto wieder ausgehebelt ist – von der gleichen Regierung witzigerweise, nöch.

    „Frauenbewegung der letzten 30 Jahre“ – was, wo wer????
    Die Verlegerin Alice Schwarzer?
    Dann ist wohl Hugh Hefner die Männerbewegung?

    Der Schlagabtausch in diesem Sektor heute , z.B. Kinderkrippen nicht ohne Herdprämie sind nicht Forderungen irgend einer sozialen Bewegung, sondern Ausdruck einer Rückwärtsbewegung von Frau hat als Mutter ausschließlich Mutter zu sein, die in Deutschland nie eine Vorwärtsbewegung in der Praxis hatte – nicht mal in den Köpfen.

    Da lacht der Franzose und die Französin, wenn man erklärt, was eine Rabenmutter ist!
    Der Deutsche und die Deutsche hingegen sieht solche überall und permanent ungebrochen.

    Kinderkrippen SIND doch Teufelswerk, wie Ganztagsschulen, Ganztagskindergärten – gar verbindliche Vorschulen.
    Darum gibt es all das bis heute in Deutschland auch nicht oder kaum.

    Frauen „dürfen“ nicht zu Hause bleiben?
    Wirklich witzig!

    Sie MÜSSEN, wenn sie Kinder haben bis heute in diesem Land, bzw. sie können überwiegend ganz alleine zusehen, wie sie Kinder und (Teilzeit)Job unter einen Hut kriegen – denn nicht nur der Staat bietet keine entsprechende Infrastruktur, der Frauen das erleichtert, es wollen auch in der Praxis ach so wenige Männer auch nur ein wenig wie Frauen sein.

    Dass die meisten Menschen von Lohnarbeit leben MÜSSEN, das kann ich als bekannt voraus setzen?

    „und so nicht eine maskuline weiblichkeit, sondern eine feminine Männlichkeit erkämpfen“

    Was sollten denn die Männer deiner Ansicht nach diesbezüglich erkämpfen?
    Nichts offensichtlich – ist ja Frauenkram, das mit den Plagen und dem Haushalt………….

    “ also: Frauen, die auch nur a kleines bisserl wie Herman denken“

    Jaja, Frauen die Denke vorschreiben wollen der HERR!
    Die Dummerchen in die richtige Richtung lenken………………………

    Alles wie gehabt. Welches Jahr haben wir grade, so 1955…………..?

    Allerdings war die Kinderbetreuung durch die Vollblut weiblichen Vollzeitmütter damals vorwiegend auf „trocken, sauber, satt“ und „Maul halten Kind, sonst setzt’s was“ ausgelegt, aber das ist natürlich auch eine Geschichte, von der kaum eine/r mehr weiß………………….

  • Betroffener

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    @Mathilde Vietze
    Nur keinen Neid; es kann nicht jeder mit seinen schriftstellerischen Produkten geschäftlich so erfolglos sein wie Sie. Eva schreibt eben das, was anscheinend immer noch viele in der autochthonen Bevölkerung ähnlich sehen. Warten wir ab, ob nicht endlich aus Volkes (noch schweigender) Meinung auch mal Volkes Tat wird; dann sei auch Ihrem Parteigenossen Thilo Dank.

  • peter

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    Es gibt drei relevante Kränkungen der Linken (s. Fleischhauer):
    1968 ist das Volk zuhause geblieben
    Der Deutsche Herbst endete mit dem Niederlage der RAF
    Die Mauer fiel (weswegen Grass von Konterrevolution sprach).

    Was bleibt der Linken jetzt, da ihr nie das Volk hold war? Sie versucht solche, die ihrem Vorstellungsbild nicht entsprechen mit der Nazikeule auf die Spur zu bringen (auch, um sein mütchen zu kühlen, angesichts der obigen Frustrationen).

    Es wird nie eine relevante und Linke Gesellschaft/Wirtschaft/Kultur geben.
    Wenn’s dennoch weiter versucht wird, sterben wir, wie von Herman vorausgesagt wurde, aus.

    Wo keiner mehr ist, ist auch kein Linker und auch kein Volk, das er bekehren will.

  • Immanuel K. Anti

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    http://twitpic.com/28jbx7/full

    Hier kann man nachlesen, was Frau Hermann nach der Loveparade-Katastrophe von sich gab.
    Der Link verweist auf einen Screenshot des Originalartikels. Nach ein paar Stunden wurden die Bilder ausgetauscht.
    Mehr sag ich jetzt nicht, bitte selbst lesen, vor Allem die Schlußfolgerung im letzten Absatz. Die Frau ist mindestens (!!!) eine religiöse Fundamentalistin.

  • Betroffener

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    @Immanuel K. Kanti
    Wenn „die Frau mindestens (!!!) eine religiöse Fundamentalistin ist“ , dann paßt sie doch bestens ins aufstrebende muselmanische Kalifat im Lande Betroffenheit, denn das mit „den anderen Mächten“ kann man in jeder Freitagspredigt in unseren kültürbereichernden Moscheen hören. Auch in Synagogen, selbst liberaler Ausrichtung, geht man insoweit „kondom“. Nur die ökumenisch-katholischen Funktionsträger sind von jeglichem „Fundamentalismus“ dieser Art nicht mehr angekränkelt, zusammen mit ihren nichtfreikirchlichen protestantischen Funktionsschwestern und -brüdern, was beweist, daß die christlichen Großkirchen über jeden Fundamentalismus erhaben und insoweit jedenfalls in der derzeitigen westlichen Kultur angekommen sind.

  • Immanuel K. Anti

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    @Betroffener

    Wenn Sie – wie ich ihren Ausführungen entnehmen muss – etwas gegen Juden und Muslime haben, dann müssen Sie mir das wirklich nicht auch noch persönlich mitteilen. Ich will auch nicht wissen, wo sie den inhalt „jeder Freitagspredigt“ erfassen konnten.

    Es hat nichts, aber auch garnichts mit Eva Herman zu tun.

    Wer von „autochthoner Bevölkerung“ redet, hat nicht verstanden, wo sich das römische Reich befand, wer darin lebte, wie das mit den Sklaven und Legionären vonstatten ging und was später in der Völkerwanderung geschah.

    Mit ein klein wenig googeln dieses Begriffs kommt man schnell hierhin, da lernen wir über noch länger vergangene Zeiten:

    „Nach dieser Hypothese erfolgte die Ausbreitung der Indoeuropäer von ihren Sitzen nördlich des Schwarzen und Kaspischen Meers einmal in Richtung Europa, wo die vorindoeuropäische Bevölkerung in mehreren Wellen überschichtet wurde. Der andere Vorstoß richtete sich nach Kleinasien, in den Iran und nach Nordindien, wo um 1500 v. Chr. Scharen indogermanischer Arier (Aryas) einfielen, welche die autochthone Bevölkerung unterwarfen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanen

  • Tommy

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    @peter und alle

    sowas kommt von sowas. Irgendjemand muss die Bücher der Herman ja wohl kaufen. Prost, Peter!

    @Betroffener

    Scheiße in die Luft ballern und jede Kritik an dieser Scheiße als „Nazi-Keule“ verunglimpfen. Niemals dürfen Sie auch nie nicht Ihre Haltung sagen, gell. Immer wird alles unterdrückt, gell. The same procedure since 1945, gell :-)

  • David Stein

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    @Immanuel K. Anti

    Danke, den Artikel kannte ich noch gar nicht. Die Geisteshaltung, die die Frau da durchblicken lässt, finde ich schon sehr traurig. Gerade Sie hätte eigentlich wissen müssen (oder zumindest können), warum die Loveparade so heißt. Dabei hätte ihr auch auffallen können, dass sie selbst gerade mal 31 Jahre alt war, als die Loveparade 1989 zum ersten mal veranstaltet wurde. Natürlich hat sich die Veranstaltung weit davon entfernt, was sie mal war, aber zuckende Leiber, Freizügigkeit und das Ablehnen von zwanghafter Sittlichkeit waren auch damals schon Teil der Loveparade. Nur dass Frau Herman damals definitiv nicht zu „den älteren“ gehört hat, die keinen Zugang zu solch neumodischem Teufelswerk mehr haben.

    Mich wundert die Vehemenz der Antipathie nicht besonders, die Eva Hermans mittlerweile entgegen schlägt. Sie war einer ganzen Generation ein wichtiger Draht zum Geschehen in der Welt, eine Überbringerin von Information, die als sachlich und seriös galt. Dann aber feststellen zu müssen, dass sie selbst einem dermaßen antiquierten Weltbild folgt und sich in so vieler Hinsicht schnöden Halbwissens und mangelnder Sachlichkeit schuldig macht, verstört doch deutlich mehr, als wenn das „irgendwer“ sich leistet.

  • Rüdiger Kalupner

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    Zufällig war ich in Bad Kötzting und besuchte die Veranstaltung mit Eva Herman – und lernte viel dabei …

    Ich war beeindruckt, weil ich meinte, die ganze, machtpolitische Dimension ihres Falles und ihres Opfers erkannt zu haben – und auch die realen Gründe ihrer Zuversicht. Ein ähnliches Berufsschicksal habe ich erlitten.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell man zum Gegenstand eines ’systemischen Krieges‘ werden kann, wenn man mit einer einfachen, zukunftsmächtigen Erkenntnis, mit der man der/einer steuerungssystemischen Mainstream-Weichenstellung der wirklichen Macht-Nr.1-Spitze in Deutschland zu nahe kommt, d.h. wenn man dieser Macht-Nr.1 gefährlich in die Quere kommt. Es muß nur eine der wenigen Weichenstellungen sein, mit der diese Spitzen i h r e n Entwicklungspfad auf Kosten aller anderen steuerungssystemischen managen. Dann geht es schnell um Sein oder Nicht-Sein dieser Machtspitzen vom Typ Rumpelstilzchen, und auch um das eigene Sein oder Nicht-Sein.

    Und das passierte auch mit Eva Herman. Ich fragte in der Diskussion, ob sie nachvollziehen kann, dass sie Opfer eines ’systemischen Kriegs‘ der Macht-Nr.1-Spitze geworden ist, d.h. eines Systems, deren Existenz vom jährlichen 2%BIP-Wachstum abhänge. Aus Ihrer Antwort kann ich ableiten, dass Sie bislang nicht weiß, dass sie dem 2%Wachstumszwang-Regime der KAPITALSTOCKMAXIMIERER in die Quere gekommen ist. Sie weiß noch nicht, welche gefährliche Tipping-Point-Dimension ihr Engagements hat. Was jeder andere Autor ohne Gegenreaktion herauszufordern leisten kann, kann sich keine Frau mit 98% Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Am Tipping-Point wird die Macht-Nr.1-Spitze geheim-aktiv und unerbittlich. Wie groß die Tipping-Point-Dimension von Eva Hermans Ansatz ist, kann sich jeder ausrechnen.

    Man stelle sich vor, dass n u r 2 oder sogar 5 Millionen Frauen der Empfehlung folgen und nach ihrer Mutterschaft für 15 Jahre aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Dem 2%Wachstumszwang-Regime entgingen (wieviel genau) jährlich x-zig Milliarden BIP durch Ausfall bei den Bruttoarbeitskosten und durch häusliche, alternativen Selbstleistungen. Ein konsum- und nachfrageträchtiger outfit- und autozentrierten Familienlebensstil wird tendenziell in 2 bis 5 Millionen Haushalten durch einen alternativen, epikureisch-einfacheren Selbstleistung-Familienlebensstil ersetzt. Und man stelle sich vor, dass dieser mutter- und kindgemäße Familienlebensstil auch noch human- und natur-theoretisch gestützt, als nachhaltig und für die menschliche Entwicklung maximal förderlich erkannt, d.h. als richtig und als menschgemäß in den Medien diskutiert werden. Eine freie, sachzentrierte und bundesweite Diskussion dieser Zusammenhänge würde die betrügerische Abartigkeit des 2%Wachstumszwange-Regimes der KAPITALSTOCKMAXIMIERER (= Terror der Ökonomie) für jedermann bald erweisen. Diese Möglichkeit und machtrelevante Dimension der Hermanschen Bücher konnte von den Machtspitzen vorhergesehen werden – als GAU für den heutigen Konsumismus, für die fast-geheim operierenden Spitzen des 2%Wachstumszwang-Tyrannei.

    Ich meine, dass diese ökonomischen Zusammenhänge der Grund waren, warum Eva Herman systemische niedergemacht wurde. Sie war u n d i s t , ohne dass sie es bislang wüßte, mit einer systemstürzenden Erkenntnis unterwegs. Eva Herman war und ist die Frontfrau einer Revolution auf dem Gebiet des Lebensstils in den hochindustialisierten Ländern insgesamt . Allein ihr 98%Wert brachte die Gefahr ins Haus. Sie wurde mit den windigsten, in Deutschland aber erprobten Waffen in einem systemischen Krieg vorläufig ausgehebelt. Wenn Eva Herman das erkennen sollte, und dass sie nur in einem offenen Konflikt mit dem 2%Wachstumszwang-Regime obsiegen kann, dann war hier die hegelsche List der Geschichte am Werk. Auf meiner Webseite sind die Hebel der Evolutionsprozess-Macht dargestellt, die den Sturz des 2%Molochs ein Kinderspiel sein wird.

  • Rüdiger Kalupner

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    „Journalism is publishing what someone does n’t want us to know, …“ wenn dies das ehrliche Motto von regensburg-digital.de ist, dann bin ich sehr gespannt, was nun geschieht.

    Ich habe Ihnen den Zugriff auf meiner Webseite meinen Erkenntnisstand und die bisherige Erfolgsgeschichte dieser Erkenntnisse und die meiner Tätigkeit als Unternehmensberater in Sachen Epochenwechsel präsentiert.

    Wie wär’s mit einem Journalismus-Projekt, das die Medienmauer – wie vor 20 Jahren die Beliner Mauer – öffnet?

  • Roland P.

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    @Rüdiger Kalkupner

    Sie sprechen mir aus der Seele, auch wenn ich den Begriff „2%-Wachstumszwang-Regime“ etwas sperrig finde. Und das Problem des Feminismus ist damit noch lange nicht gelöst. Nicht mehr in dieser Epoche! Vielleicht erst 2034 A.D., wenn die Menschen eingesehen haben, was damals wirklich vorging (Sie ahnen es sicher schon, Herr Kalkupner? Ja, es betrifft die Sache mit der substatistischen GESAMTheit aller politischen Erregung….).

    So sei es!

    In diesem „Sinne“

    Knick knack

  • hyde

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    @Rüdiger Kalupner:

    Was für ein wirres Zeugs. Sie gehören offenbar zu der Gruppe von VTlern, die Teil der Zielgruppe v.a. des Kopp-Verlags ist.

    Ihre Argumentation hat zwei entscheidende Haken:

    1. Weil trotz 9800000% Bekanntheitsgrad niemals nicht „2-5 Mio.“ Deutsche nur aufgrund ihres Buches das Heimchen am Herd gespielt hätten (üblicherweise lassen sich Menschen nicht von irgendwelchen Büchern einen totalen Lebensstilwechsel vorschreiben), wird sich niemand – und schon gar keine lustige „Macht-Nr.1-Spitze“ (haben Sie sich dieses Wort ausgedacht??) – von dem Gewäsch einer Frau Herman bedroht fühlen.

    2. Hat niemand Frau Herman gezwungen, gegen ihren Willen die im Artikel zitierte Aussage zu tätigen. Ohne diese Aussage jedoch hätte es nie die nun eingetretenen Folgen gegeben, die die „Macht-Nr.1-Spitze“ ja angeblich unbedingt haben wollte. Außerdem hat niemand Frau Herman gezwungen, ihre interpretierbaren Äußerungen nicht in einem vernünftigen Maße richtig zu stellen. Stattdessen zog sie es vor, trotzig und beleidigt auf ihrem Standpunkt zu verharren bzw. sich noch mehr reinzureiten.
    Die Medienmaschinerie mag sie erledigt haben… ausgelöst und nicht aufgehalten hat sie es allerdings selbst.

  • Rüdiger Kalupner

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    @ hyde

    Sie sehen die Machtspiele der Mächtigen (= 2%Wachstumszwang-Regime der KAPITALSTOCKMALXIMIERER) nicht, die diese als herrschendes, fast-geheimens Rumpelstilzchen betreiben müssen, um sich an der Machtspitze zu halten. Wer nur weiß, was in der Zeitung oder von Soziologen-, Politologen-Profs. verbreitet wird, der denkt nicht auf der System- und Augenhöhe mit den Vertretern des herrschenden 2%Wachstumszwang-Regime a la Rumpelstilzchen.

    Bevor ich selbst von der Macht-Nr.1-Spitze in die Mangel genommen wurde –

    als Entwickler der Lösung des härtesten Ingenieurproblems in metallverarbeitenden Produktionsbetrieben, einer genial-einfachen Lösung, die über 1 Billion € im deutschen Maschinenbau an Hightech-Investment überflüssig gemacht hätte –

    hatte ich auch keine Ahnung von den verdeckten ’systemischen Kriegen‘ und ihren Kleinste-Ursache-größte-Wiorkung-Auslösern. Erst seitdem weiß ich, mit welcher höchsten Präzision und geheimhaltenden Konsequenz diese Machtspitzen ihre Machterhalt-Projekte durchziehen. Nur wer die Story ‚Rumpelstilzchen‘ auf unser gewachsenes Vorherrschafts- und Machtsystem mit viel Phantasie übertragen kann, kommt der Realität, d.h. der trickreichen Steuerungssystem-Realität, die ein 2%Wachstumszwang-Regime errichtet hat, nahe. Hier gilt, kleinste Wahrheit über diese Tricks kann die geheime Vorherrschaft des Rumpelstilzchens stürzen.

    Blauäugig nennt man jenes biedere, machtstrukturell-ferne Bürgerbewußtsein, das nicht mehr als n u r ahnt, dass etwas (machtstrukturell) faul ist im Status dieser Republik. Wenn ein konkreten Fall auftaucht ist jener Bürger überfordert und schlägt sich auf die Seite der blinden Zeitungssicht und damit auf die Seite der herrschenden Interessenlage – und beweist damit, dass er selbst unfähig ist, zum Wissen, zur Recherche und zum Willen, den Fall zu durchdenken, vorzustoßen..

  • kopfschuettel

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    @ Rüdiger Kalupner

    man merkt wie sehr sie verbittert sind weil ihre idee nicht angenommen (oder geklaut) wurde. aus allem aber ein drama zu machen endet in der psychatrie.

    bei eva h. war es eigentlich sehr einfach (und ist es nach wie vor): die gedanken die sie von sich gibt, stammen ja nicht von ihr selbst, sondern von einem beraterteam, dass sie aus der moderatoren ecke rausholen wollte. sie sah sich selbst zu höherem berufen, als nur ein paar nachrichten vorzulesen und so kam man auf die idee, ihre glaubwürdigkeit als tagesschau sprecherin auszunutzen um sich auf das politische parkett vorzubewegen. man wollte die frauen ansprechen, emazipation als schlagworte benutzen und zeitgleich auch zeigen, wie sehr man vom grossen system als frau sogleich runtergebuttert wird. mit welchem thema war ihr egal. sie hat sich auf ihre berater verlassen. sie brauchte publicity. die erhält man in dtld sofort wenn man sich an braunes gedankengut ranwagt. ihre rechnung ging so weit auch auf, dass man in allen medien über sie berichtet hat. auf nachfragen war sie allerdings nicht vorbereitet… wenn man sich auf das thema einlässt, sollte man auch wissen was man sagt. hier hat ihr beraterstab komplett versagt. man konnte auf die schnelle einfach nicht reagieren. so stammelte sie wirre sätze in alle mögliche kameras und mikrofone. da sie kein wissen hatte, stand sie alsbald als witzfigur da. dieses image pflegt sie heute noch perfekt, auch weil es den medien nicht schwerfällt, ihre unwissenheit immer wieder vorzuführen. sie lernt auch nicht daraus und macht sich vorab mal schlau, sondern brabbelt mittlerweile zu jedem thema. sie muss zurück auf den schirm und sie braucht auch die medien für ihr täglich brot. sie profitiert also mitllerweile davon, dass sie eigentlich nichts brauchbares vorweisen kann, aber immer gefragt wird. man erwartet dumme antworten. damit verdient sie ihr geld. sie kann derzeit auch nicht anders, weil ihr das geld für eine medienabwesenheit einfach fehlt.

    ob das von oben gewollt ist glaub ich weniger. wenn es sowas gibt (was ich nicht ausschliessen kann weil ich es schlicht und einfach nicht weiss bzw. weil mir beweise dafür fehlen), dann brauchte man bei eva h., die sich einfach nur zu höherem berufen fand, nicht wirklich viel machen für eine demontage. das besorgt sie bzw. ihr beraterstab, der im übrigen nicht zu den billigsten gehört, schon selbst.

    ihre eigene geschichte klingt spannend. sie haben ja auch sicherlich beweise dafür. oder hat ihnen der geheimdienst komplett das leben geraubt?

  • hyde

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    @ Rüdiger Kalupner:

    Dass Sie nicht mit einem einzigen Wort auf meine Argumente eingehen, entlarvt Sie nachdrücklich.

  • Rüdiger Kalupner

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    Wer wie Sie, @ hyde, seine Antwort auf meinen sachlichen Beitrag mit einer Fast-Beleidigung beginnt „… Was für ein wirres Zeugs. Sie gehören offenbar zu der Gruppe von VTlern,…“ sollte froh sein, dass ich ihm unter meiner IDENTITÄT antworte.

    Diese Aufmerksamkeit lasse ich z.B. dem @kopfschüttler-Beitrag nicht zukommen, auch wenn darin zu lesen ist, dass er ‚meine Geschichte spannend‘ findet.

    Das Internet bietet so geniale Möglichkeiten, sich mit dem Erkenntnisstand anderer, vielleicht sogar einer geschichtsmächtigen Avantegarde, noch vor aller Medienberichterstattung vertraut zu machen. Aber was machen die meisten? Sie machen nieder. Ihnen kommt nicht in den Sinn, dass sie mit dem neuen Beziehungsmittel INTERNET höchst fruchtbare Lernbeziehungen aufbauen können und sie sich auf ein systemisch höheres Informations- und Durchblickerniveau heben lassen können. Destruktion und fruchtlose Kritik haben wir alle gelernt – und damit schaden sich diese Kritiker am allermeisten.

  • kopfschuettel

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    @ Rüdiger Kalupner
    da sie (vermeintlich) mit ihrer echten identität schreiben, war es ein leichtes herauszufinden, wo der schuh drückt. ein bisschen google und man ist schlauer. man kann sich (siehe eva h.) auch selbst zerstören (auch durch das internet). und für eine behauptung sollte man auch immer einen beweis vorlegen. dann wirkt das auch alles echter…

  • kopfschuettel

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    @Rüdiger Kalupner

    sorry, war noch nicht fertig (meine enter-taste sendet immer ohne erlaubnis)…

    das internet mag ein hochtoller heiliger ort sein. aber es ist wie im echten leben: nur weil jemand mal was reinschreibt, muss nicht alles gleich echt sein… siehe twitter… siehe facebook… siehe auch hier… die meisten quellen im internet sind nicht seriös oder durch eine eigene meinung verfälscht. darum halte ich es nicht für klug, alles zu glauben was men im www so findet.

    anhand der ip adresse kann man jeden feststellen. bei den meisten muss man das aber gar nicht machen: die schreiben auf so vielen seiten so viel über sich selbst, dass sie gläsern werden. diese leute sind aber auch die ersten, die beim thema datenschutz als erste schreien. diese leute sind auch die ersten, die sich über konsequenzen beschweren wegen ihrer meinung die sie für jeden kundtun müssen. es hat sich eingebürgert erst einmal etwas zu behaupten und dann den gegenüber den beweis erbringen lassen, dass das ganze so nicht stimmt. social web :D

    liefern sie halt beweise für ihre verschwörungstheorie. dann ist alles gut.

  • Rüdiger Kalupner

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    @ kopfschuettel

    Wie kommen Sie auf die These, ich sei verbittert? Wie kommen Sie zur These, dass ich gegen eine Verschwörung angehe? Wie kommen Sie zur Meinung, Eva Herman hätte sich a u c h selbst zerstört?

    Eva Herman und ich gehören zu jener kleinen Gruppe von Innovatoren, von sach- und erkenntnisgesteuerten Menschen, die für eine als richtig erkannten Sache einfach ihre ganze Existenz in die Waagschale werfen. Wir sind ’subjektive Maximalisten‘, die das subjektiv als richtig Erkannte im Maximum tun, und auf diesem Weg zu projektfägigen, sicheren Erkenntnissen kommen, vor denen sich die Macht-Nr.1-Spitzen fürchten. Und das mit guten Grund: wir haben uns mit der Evolutions-Genialität und -Macht auf diese Weise verbündet.

    Diese Koalition-mit-der-Evolutionsmacht erfahren wir als ständigen Prozessfortschritt und -erfolg. Das macht uns zu den glücklichsten, weil KREATIVSTEN und fruchtbarsten Menschen. Wir stehen für etwas ein. Das hat Eva Herman in ihrem Vortrag in Bad Kötzting auch immer wieder erwähnt. Doch wer kann dieses Glück-des-Widerständlers/Revolutionärs nachempfinden? Diese Dimension menschlicher Existenz können nur wenige Menschen in ihrer konikreten Lebenswirklichkeit auf sich wirken und bewußt machen, d.h. im konkreten Fall vorstellen. Da wir rumgemosert. Und das, obwohl die abendländische Philosophie und Literatur voll von solchen Personen und Biographien ist: von Sokrates über Jesus, bis zu den Widerständlern im 3. Reich, in der DDR, in Deutschland. und setzest du nicht dein Leben ein, nie wird es dir gewonnen sein, usf.

    Sie, @ kopfschuettel, zeigen mir Ihrem Nicht-Eingehen auf die Hermansche und auf meine Sache, dass Sie sich auf die Seite der Beckmesser-Zeitgenossen geschlagen haben. Aber das ist ja auch eine durchaus erfolgreiche Figur. Sie hat es in die ‚Meistersinger von Nürnberg‘ gebracht. Und diese Beckmesser-Menge ist gewaltig groß – besonders im anonymen Internet.

  • David Stein

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    @Rüdiger Kalupner:

    So sehr ich Menschen achte, die sich voll und ganz einer Sache verschreiben, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass ein solches „alles in die Waagschale werfen“ immer die Gefahr in sich birgt, aus Selbstschutz für solche Argumente merkresistent zu werden, die die eigene Sache diskreditieren oder gar widerlegen könnten. Es ist demnach eine Sache sich voll und ganz einer Idee zu verschreiben, und eine ganz andere auch weiterhin Zweifel und Offenheit zuzulassen, was die Validität jener Idee betrift.

  • Rüdiger Kalupner

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    Wie kommen Sie nur auf die These, @ kopfschuettel, ich sei verbittert? Wie kommen Sie zur These, dass ich gegen eine Verschwörung angehe? Wie kommen Sie zur Meinung, Eva Herman hätte sich a u c h selbst zerstört?

    Eva Herman und ich gehören zu jener kleinen Gruppe von Innovatoren, zu jenen sach- und erkenntnisgesteuerten Menschen, die für eine als richtig erkannten Sache einfach ihre ganze Existenz in die Waagschale werfen. Wir sind ’subjektive Maximalisten‘, die das subjektiv als richtig Erkannte im Maximum tun, und auf diesem Weg zu projektfähigen, sicheren Erkenntnissen kommen, vor denen sich die Macht-Nr.1-Spitzen fürchten. Und das mit guten Grund: wir haben uns mit der Evolutions-Genialität und -Macht auf diese Weise verbündet.

    Diese Koalition-mit-der-Evolutionsmacht erfahren wir als ständigen Prozessfortschritt und -erfolg. Das macht uns zu den glücklichsten, weil KREATIVSTEN und fruchtbarsten Menschen. Wir stehen für etwas ein. Das hat Eva Herman in ihrem Vortrag in Bad Kötzting auch immer wieder erwähnt. Doch wer kann dieses Glück-des-Widerständlers/Revolutionärs nachempfinden? Diese Dimension menschlicher Existenz können nur wenige Menschen in ihrer konikreten Lebenswirklichkeit auf sich wirken lassen und sich bewußt machen, d.h. im konkreten Fall erkennen. Da wird an diesen Menschen nur rumgemosert und lächerlich gemacht. Dank Internet lernt man viele solcher Kritiker-Psychopathen kennen. Und das, obwohl die abendländische Philosophie und Literatur voll von Widerständlern, geschichtsmächtigen KREATIVEN Personen und Biographien ist: von Sokrates über Jesus, bis zu den Widerständlern im 3. Reich, in der DDR, in Deutschland. Der deutsche Sturm und Drang bis zu den Klassikern handelte das Schicksal dieser KREATIVEN Widerständler ab: „und setzest du nicht dein Leben ein, nie wird es dir gewonnen sein“, usf.

    Sie, @ kopfschuettel, zeigen mir Ihrem Nicht-Eingehen auf die Hermansche und auf meine Sache, dass Sie sich auf die Seite der Beckmesser-Zeitgenossen geschlagen haben. Aber das ist ja auch eine durchaus erfolgreiche Figur. Sie hat es in die ‚Meistersinger von Nürnberg‘ gebracht. Diese Menge der Beckmesser ist gewaltig groß – besonders im anonymen Internet.

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