Warum Volt zur Kommunalwahl in Regensburg antreten will. Gastautor Robert Riedl hat sich darüber mit Gwydion Enbarr unterhalten. Der Lehrer für Deutsch als Fremdsprache kandidiert auf Listenplatz 2 bei Volt für den Regensburger Stadtrat. Wenn – ja, wenn sie es schaffen, bis zum 19. Januar 430 Unterschriften zu sammeln. Die Crux? Wer unterschreiben will, muss zu den Öffnungszeiten in eines der Regensburger Bürgerbüros; denn nur dort ist das Unterschreiben möglich.

Enbarr tritt auf Listenplatz 2 für Volt bei der Kommunalwahl an – sofern die Partei genügend Unterschriften sammeln kann. Foto: rr
Es ist kurz vor Silvester. Ich bin in einer Wohnung im Stadtosten. Dort sitze ich auf einer Couch, trinke Tee und unterhalte mich mit Gwydion Enbarr. Der Lehrer kandidiert für die Partei Volt. Er und seine Mitstreiterinnen wollen in den Regensburger Stadtrat. Das Besondere an ihrer Partei: Sie ist paneuropäisch. Das langfristige Ziel: die Vereinigten Staaten von Europa.
Supranationalismus und Kommunalpolitik – wie passt das zusammen? Um das zu verstehen, bin ich hier. Enbarr erzählt von seiner Kindheit im bayerischen Wald, unvermittelt bezeichnet er sich als „Waidler“. Aber, sagt er: zum Bayerischen Wald gehört eben auch der Šumava – der Nationalpark auf tschechischer Seite. Zusammen bilden sie den Böhmerwald.