Tabula rasa an der Badstraße

Das Donauufer entlang der Badstraße wird bald um einiges kahler aussehen. Weil die Ufermauer gesichert werden muss, werden jetzt auf einer Länge von 350 Metern Bäume und Büsche abgeholzt. Bereits am 26. August war die Badstraße halbseitig gesperrt worden, ebenso der Fußweg entlang des Donauufers. Untersuchungen hätten ergeben, dass die fast 170 Jahre alte Mauer den heutigen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr entspricht, so die Stadt Regensburg. Die vier Meter hohe Mauer sei nur einen Meter dick, zudem porös und unterspült, heißt es. Nun soll ein zwei Meter hoher und vier Meter breiter Steinwall vor der Mauer aufgeschüttet werden, um diese vorläufig abzusichern. Bevor damit begonnen werden kann, „ist es unvermeidbar die vorhandenen Büsche und den Baumbestand vor der Mauer zu entfernen“, so die Stadt. Erst nach Abschluss dieser Sicherungsmaßnahmen wird mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten begonnen. Ob dann weitere Bäume, etwa die entlang des Uferwegs, abgeholzt werden müssen, ist bislang noch nicht klar. Die Ufermauer gehört dem Bund. Entsprechend ist für die Sanierung das Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig. Bei den Planungen dafür stehe man aber noch am Anfang, heißt es von dort. Die Arbeiten sollen etwa zwei Jahre dauern.

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Kommentare (10)

  • Bernd Henneberg

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    Das sind doch nur die Vorarbeiten für die Westtrasse

  • Neuromancerr

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    Sehr richtig, Herr Henneberg!

  • domiNO

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    Wieso?
    Haben Sie eine neue Idee, nämlich die Westtrasse an der Stelle des Eisernen Stegs zu bauen statt beim Schopperplatz?

  • Bernd Henneberg

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    Tja beim Domino muß man den ersten Stein umwerfen um alles auf die Wege zu bekommen, beim Brückenbau muß man erst das Umfeld pflügen um genau zu wissen, was man hinterher tun muß!

  • Lothgaßler

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    Es sollte nicht verwundern, dass nach knapp 170 Jahren die Mauer nicht mehr so aussieht wie neu hingestellt.
    Unterspülungen dürfte es wenn, dann nur an wenigen Stellen gegeben haben. Das sollte man sich genauer ansehen, auch um nicht das Ufer zu Tode zu sanieren.
    Der massive Steinwurf zur provisorischen Absicherung klingt eher danach, dass man erst mal großzügig Steine schüttet und viel später nachsieht ob und in welchem Umfang das nötig gewesen wäre. Sicher ist sicher und DIN-Norm ist DIN-Norm!

    Aus Sicht der Hochwasserschutzplanungen kann sich so natürlich auch die „Gelegenheit“ ergeben statt der ungeliebten mobilen Elemente eine höhere Betonmauer zu errichten (vordergründig um das Ufer zu sichern), um so schon mal den 30-jährlichen HW-Grundschutz zu realisieren. Wenn das „Mäuerchen“ dann einen knappen Meter über das heutige Straßenniveau hinausgeht, dann wird das als „Brüstung“ verkauft.

    Hoffentlich höre ich nur das Gras wachsen. Bürger seiet wachsam!

  • mkveits

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    Ihre Annahmen und Befürchtungen können Sie entkräften bzw. untermauern durch Einsicht in die Akten der Verwaltung – Umweltinformationsgesetz. Interessant wäre doch zu erfahren, wie lange die Verwaltung von dieser vorgetragenen Gefahr schon weiß. Ausgehend von diesem Zeitfaktor ließe sich dann der eine oder andere Schluss wohl schon ziehen.

  • Muhrmann

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    Hallo domiNo, wieder vom Urlaub zurück? Viel Spaß bei der Diskussion.

    Nein zur Westtrasse, ja zum Vorschlag Riepl mit Tunnellösung.

  • domiNO

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    Sie sind einer der wenigen, die der derzeitigen Stadtratsmehrheit noch Handlungsfähigkeit zutraut, dass sogar vor der Planfeststellung derartige Fakten geschaffen würden. Billige Polemik, was Sie verbreiten.

  • grace

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    4spurig und von Schneewittchensärgen befahrbar sollts schon sein.
    Basta!

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