Tödlicher Polizeieinsatz zieht Kreise

polizei„Mord aus Polizistenhand – die Wahrheit habt ihr längst verbannt.“ Dieses Spruchband, das am Mittwoch beim Heimspiel des SSV Jahn Regensburg auf der Gegengerade zu sehen war, zeigt: Nach den tödlichen Schüssen auf den Studenten Tennessee Eisenberg brodelt es. Die häppchenweise veröffentlichten Informationen schüren das Misstrauen. Am 30. April wurde der 24jährige bei einem Polizeieinsatz im Ortsteil Steinweg getötet. Ein Mitbewohner Eisenbergs hatte die Polizei alarmiert und geschildert, dass er mit einem Messer bedroht werde. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gelang es den Beamten vor Ort nicht, den mit einem Messer bewaffneten Eisenberg mit Pfefferspray oder Schlagstock zu stoppen. Ein Polizeibeamter soll schließlich von ihm in die Enge gedrängt worden sein, woraufhin seine Kollegen das Feuer eröffneten. Dabei wurde der junge Mann so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Seitdem bekannt wurde, dass der 24jährige von zwölf Kugeln getroffen wurde, sieht sich die Polizei heftigen Attacken ausgesetzt. Neben besagtem Spruchband kursieren in Regensburg anonyme Flugblätter, die für Samstag zu einer Demonstration aufrufen. Darin ist von „Mord“ und „Hinrichtung“ die Rede. Die Staatsanwaltschaft hält bislang die Darstellung der Polizisten, wonach sie in Notwehr gehandelt hätten, für glaubwürdig. Dabei stützt man sich vor allem auf ein Gutachten, demzufolge Tennessee Eisenberg selbst nach einem Treffer ins Herz noch „handlungsfähig“ gewesen sein soll. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk hat der Leiter des Rechtsmedizinischen Instituts München, Matthias Graw, erklärt, dass es bei der von der Polizei verwendeten Munition durchaus möglich sei, dass ein Schuss in den Unterschenkel den Getroffenen noch nicht außer Gefecht setze, weil dieser aufgrund des Schocks keinen Schmerz spüre. Auch Bauchdurchschüsse machten nicht unbedingt handlungsunfähig, wenn sie keine Organe treffen, erklärte Graw. Einen Fall, bei dem eine Person erst nach zwölf Schüssen nicht mehr zur Gegenwehr fähig gewesen sei, habe er jedoch noch nicht erlebt. Am heutigen Freitag hat sich auch die Deutsche Polizeigewerkschaft zu Wort gemeldet und die Effizienz der Dienstmunition angezweifelt. Es müsse sicher gestellt werden, dass bereits ein Treffer Wirkung zeige und den Angreifer stoppe, so eine Erklärung des bayerischen Landesverbands. Bereits vor einem Jahr habe man das bayerische Innenministerium um eine entsprechende Überprüfung gebeten. Während die Ermittlungen der Regensburger Staatsanwaltschaft noch laufen, wird der Fall aller Voraussicht nach den bayerischen Landtag beschäftigen. Das hat die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Susanna Tausendfreund, gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt. „Wahrscheinlich hätte man auch im Regensburger Fall mit Geduld mehr erreicht und ein Leben gerettet“, so Tausendfreund zur SZ. Über die Einsatzstrategie hüllen sich Polizei und Staatsanwaltschaft bislang noch in Schweigen. anzeige1

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Kommentare (33)

  • Birgi

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    Vielleicht mal ein Zitat aus der Wikipedia zu http://de.wikipedia.org/wiki/Mannstoppwirkung

    „Deswegen werden Polizisten und Soldaten unter anderem auch dahingehend ausgebildet, auf kurze Entfernungen mehrere Schüsse auf ihr Ziel abzugeben, um das Ziel durch den Blutverlust und Schmerz möglichst sofort kampfunfähig zu machen.
    Das weit verbreitete Vollmantelgeschoss im Kaliber 9 × 19 mm mit Rundkopf behält aufgrund seiner Zusammensetzung nach dem Auftreffen auf ein Weichziel seine Form. Durch das Gewebe wird die Geschwindigkeit reduziert. Der entstandene Schusskanal wird als permanente Wundhöhle oder „Narrow Channel“ bezeichnet. Durch die Geschwindigkeitsreduzierung verliert das Geschoss an Stabilität. Der Masseschwerpunkt des Geschosses befindet sich näher zum Geschossboden hin. Da jeder Körper bestrebt ist, mit dem Masseschwerpunkt voran zu fliegen, stellt sich die Geschossspitze auf. Durch die Energieabgabe des Geschosses entsteht eine temporäre Kavität. Wenn das Geschoss anfängt sich zu drehen, entsteht durch den größeren Querschnitt während dieser Drehbewegung eine wesentlich größere temporäre Wundhöhle. Umliegendes Gewebe und Organe werden radial beschleunigt und geschädigt, wodurch auch Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, die nicht in der Flugbahn des Geschosses liegen, auch ein Abreißen der Organe von ihrer Blutversorgung ist möglich (Niere). Art und Schwere der hierdurch entstehenden Verletzungen führen zu unterschiedlichen Reaktionen bei getroffenen Personen.
    Auch nach schwersten Verletzungen kann eine Person bis zu mehrere Minuten lang weiter handlungs- und gegebenenfalls angriffsfähig bleiben.“

    Evtl. wäre es sinnvoller die Polizei mit den sogenannten Less Lethal Weapons“ also Elektroschocker u.a. besser auszubilden, oder die Nahkampfausbildung besser zu trainieren.
    Als erfahrener Kampfsportler hab ich schon 3 Mal Messerstecher entwaffnet – meist schmerzunempfindliche Betrunkene nach irgendwelchen Festivals und bis auf einen Kratzer im Arm hab ich da keine Verletzung davon getragen und das war keine hohe Kampfkunst sondern die Basics die jeder in so einem Fall schnell anwenden kann.

    Was die Munition angeht – es gibt dutzende Fälle wo trotz tödlichem Treffer oft noch 10 min und länger weitergeschossen wurde.

  • Norbert

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    Eine Einsatz wie der hier ist eine ganz seltene Ausnahme. Die Aufgaben der Polzei sind eigentlich ganz, ganz andere. Ihre Ausbildung ist natürlich auf ihren Aufgabenschwerpunkt ausgelegt. Das ist in allen anderen Berufsfeldern auch so.

  • hansdampf

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    Die Birgit…
    Mein Ju Jutsu Trainer (3. Dan) hat gesagt, wenn er ein Messer sieht sucht er das Weite. Es bedarf jahrelangen Trainings bis man da (immer noch unter Einsatz seines Lebens) sicher ist.

    Zum Thema „weiterschießen“: Wo sind denn die Quellen zu diesen dutzenden Fällen? Hört sich ja sehr abenteuerlich an…

  • Norbert

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    *Mein Ju Jutsu Trainer (3. Dan) hat gesagt, wenn er ein Messer sieht sucht er das Weite.*

    Wenn jemand mit gezücktem Messer rumläuft, ist jeder gut beraten, wenn er das Weite sucht. Genau dies können und dürfen Polzeibeamte gerade nicht tun. Es ist ihr Job. die Allgemeinheit vor solchen Leuten zu schützen. Wir Bürger können mit Recht erwarten, daß die Polizei uns vor derartigen Gefahren schützt.

  • Birgi

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    Das die Polizeiausbildung nicht für jeden Fall die richtige Hilfestellung geben kann sehe ich genauso. Es ist auch ein unterschied, ob man regelmäßig mit solchen fällen konfrontiert wird oder nicht und nur weil einer am Telefon „Amok“ sagt muss nicht gleich das SEK anrücken.

    Was den 3. Dan angeht – da hat er wohl auch recht. Tiere die Schnell weglaufen konnten waren auch in der Evolution die, die am ehesten überlebt haben.
    In meinem Job kann ich leider nicht immer weglaufen. Sicher muss man für solche Situationen genau das Trainieren. Vor allem wenn es unübersichtlich wird. Wenn einer hier in Frankfurt auf der Dippemess im Festzelt zum Randalieren anfängt – dann ist das für die umstehenden super, wenn die Security wegläuft. Mit durch die Gegendschießen ist da auch nicht viel. Meistens hilft es, wenn Frau, Mann scharf anspricht – dann rollt er oft den Schwanz ein.

    Was den tödlichen Treffer angeht. Da sollte man die Erfahrungen aus Unreal Turnament mal beiseite lassen. In der Regel erliegt die Mehrzahl der verwundeten einem tödlichen Treffer nicht sofort, sondern in der Klinik. Das einzige was nahezu sicher sofort tötet ist ein Kopfschuss (8-10 Sek). Daher ist alles ander bei Geiselnahmen auch Fahrlässig, weil die Gefahr, das Geisel verletzt werden zu groß wäre. Mit einem Messer in die Oberschenkelaterie dauert es übrigens ein paar Sekunden länger.

    Das tut hier aber nichts zur Sache, ich kann nur Vermuten, wen die Beamten sich rechtzeitig zurückgezogen hätten, wäre evtl. die Chance Bestanden das sich er Junge Mann beruhigt. Ob er sich dann selbst getötet hätte oder nicht weis man nicht – das Ergebnis wäre das gleiche gewesen. Das ist kein Vorwurf an die Beamten – wenn man auf so eine Situation nicht vorbereitet ist, kann man nicht immer richtig darauf reagieren.

  • Norbert

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    *Mit einem Messer in die Oberschenkelarterie dauert es übrigens ein paar Sekunden länger.

    Das tut hier aber nichts zur Sache, *

    Nun, „nichs zur Sache“ würde ich nicht sagen.
    Der junge Mann hatte die zu Hilfe gerufenen Polizeibeamten mit dem Messer in der Hand zumindest bedrängt, vermutlich sogar angegriffen. Und auch der Körper von Polizeibeamten hat mehrer Stellen, bei denen ein Messerangriff sofort, bzw. binnen weniger Sekunden tödlich wirkt.

  • Birgi

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    @ Norbert: Sorry, das bitte nicht missverstehen – ich meine nur diese Details ändern an der Geschichte auch nichts mehr.
    Mir ist noch ein Fehler in meinem Post auf gefallen – die 8-10 Sek gelten für einen Treffer ins Herz, durch versagen der Sauerstoffversorgung des Gehirns. Ein Kopfschuss sollte schneller wirken.
    Ich denke einfach die Situation ist eskaliert und ich möchte nicht mit einem der Beamten tauschen und auch nicht mit dem Mitbewohner, der sich sicher auch Vorwürfe macht.

  • Grün

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    „ich meine nur diese Details ändern an der Geschichte auch nichts mehr.
    Ein Kopfschuss sollte schneller wirken.“

    Die Polizeibeamten haben, als ihre Bemühungen, den jungen Mann zum ablegen der Waffe (Messer) ergbnislos blieben und sie von dem angegriffen worden sind, in Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit nicht gleich den „schnell wirkenden Kopfschuss“ gesetzt, sondern versucht, die Angriffe mit milderen Mittel, nämlich mit Schüssen in die Beine, zu unterbinden. Gerade sies wir ihnen aber jetzt von den Verwandten und Freunden des Getöteten vorgeworfen (Stichwort: „durchsiebt“)

    „Ich denke einfach die Situation ist eskaliert“

    Die Polizei, hatte den Auftrag, die den vorher von ihm Bedrohten, aber auch die Allgemeinheit vor dem messerschwingenden jungen Mann zu schützen. Aber der Getötete hat sich absolut irrational verhalten. Es war also eine höchst einseitige Angelegenheit.

    „ich möchte nicht mit einem der Beamten tauschen“

    Nein, das möche niemand. Es ist höchst belastend, wenn man gezwungen ist, auf einen anderen Menschen zu schießen und der durch die Schußverletzungen dann getötet wird.
    Und dann auch noch von der Familie und den Freunden des Getöteten diffamiert wird.

    „und auch nicht mit dem Mitbewohner, der sich sicher auch Vorwürfe macht.“

    ‚Es ist ja nicht bekannt, aus welchen Gründen der Getötete seinen Mitbewohner mit dem „Abstechen“ bedroht hat. In keinem Fall ist jedoch absolut unannehmbar, einen anderen Menschen zu töten. Es spricht viel dafür, daß die Drohungen und Angriffe auf den Mitbewohner objektiv nicht einmal annähernd gerechtfertigt waren.

  • Bürger

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    @Grün

    Zitat „Die Polizei, hatte den Auftrag, die den vorher von ihm Bedrohten, aber auch die Allgemeinheit vor dem messerschwingenden jungen Mann zu schützen“
    Dieser Auftrag wurde mehr als erfüllt: Der Mann wird kein Messer mehr anfassen. Nie wieder.
    Übrigens: War der Bedrohte nicht bereits in Sicherheit? Waren andere, z.B. Passanten, Menschen in Gefahr?

    Zitat:“Aber der Getötete hat sich absolut irrational verhalten.“
    Als Toter ist man halt nicht mehr ganz klar im Kopf. Seien Sie nachsichtig.

    Zitat:“Es war also eine höchst einseitige Angelegenheit“
    Stimmt. Die Beamten waren in der absoluten Überzahl,waren besser bewaffnet und trainiert. Wahrscheinlich sogar noch mit Schutzweste, Lederjacke etc. ausgestattet.

    Zitat:“Und dann auch noch von der Familie und den Freunden des Getöteten diffamiert wird.“
    Welche Reaktionen erwaten Sie den von Freunden und Angehörigen? Danksagungen?

  • hansdampf

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    „Waren andere, z.B. Passanten, Menschen in Gefahr?“

    Genau gegenüber ist ein z.B. ein Kindergarten. Und ja, wenn er in diesem Zustand ausgebüchst wäre dann wären andere Menschen in Gefahr gewesen.

  • Bürger

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    „Genau gegenüber ist ein z.B. ein Kindergarten. Und ja, wenn er in diesem Zustand ausgebüchst wäre dann wären andere Menschen in Gefahr gewesen.“

    Möglich. Allerdings wurde von einem Streit zwischen Herrn Eisenberg und seinem Mitbewohner berichtet. Angeblich drohte ihm dieser mit den Worten“Ich bringe dich um und dann mich“. Das hört sich eher wie eine persönliche Sache an und nicht wie eine Amokdrohung. Der Begriff Amok soll zwar gefallen sein, aber so etwas ist schnell dahin gesagt, gerade unter Stress.
    Was genau in Herrn Eisenberg vorging, werden wir leider nie erfahren. Aber hoffentlich bringt der Ermittlungsbericht etwas Klarheit über dies Geschehnisse.

  • BB

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    @Grün

    Sie haben ja offensichtlich das Geschehen vollständig rekonstruiert und bewertet.
    Hervorragend. Dann können wir ja auf den offiziellen Ermittlungsbericht verzichten.
    Die noch offenen Fragen lassen wir einfach beiseite.

    Sie sollten sich mit derart subjektiven, spekulativen und pseudo-sachlichen Kommentaren zurückhalten.
    Derartige Äußerungen schüren bei den Bürgern unnötig das Mißtrauen gegenüber der Polizei.

  • Norbert

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    *Sie sollten sich mit derart subjektiven, spekulativen und pseudo-sachlichen Kommentaren zurückhalten.*

    Dieser Hinweis wäre eher bei de Vorverurteilern angebracht, die ohne über einen Beleg zu verfügen (Vorurteile gelten hier nicht)glaubt auf Seiten der Polizei Ausbildungsdefizite, Pflichtverstöße, oder gar Straftatbestände bis hin zum Mord festgestellt zu haben.

  • BB

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    @Norbert

    Ihre „Vorverurteiler“ wurden hier schon oft genug abgekanzelt und zur Sachlichkeit aufgerufen.
    Mit dem pseudo-sachlichen Kommentar von „Grün“ scheinen Sie wohl deswegen kein Problem zu haben, weil Sie auf einer Linie liegen.

    Ach übrigens, zum Thema „angebliche Ausbildungsdefizite“: In Ihrem Kommentar vom 16.05/1406 sprechen Sie selbst der Polizei die Kompetenz ab, derartige Situationen zu meistern. Außerdem ist Gefahrenabwehr für Sie offenbar auch keine Kernkompetenz der Polizei. Oder habe ich Sie da mißverstanden?

  • Norbert

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    *Oder habe ich Sie da mißverstanden?*

    Lieber BB, ich glaube nicht, daß die Vorverurteiler von der Schiene „der tödliche Vorfall ist ausschließlich auf das Fehlverhalten der unzureichend ausgebildeten Polizei und dem persönlichen Fehlverhalten der eingesetzen Beamten zurückzuführen“, runter zu bekommen sind und ich bemerke auch, daß diese Leute überhaupt nicht bereit sind, das Fehlverhalten des Getöteten zur kenntnis zu nehmen. Von daher macht es auch wenig Sinn, zu diskutieren.

    Allerdings werde ich nach wie vor auf Beiträge mit Vorverurteilungen etc. reagieren.

  • Hans

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    Das sind die bisher bekannten Fakten:
    Der getötete 24-jährige ist nicht Amok gelaufen, denn
    weder eine andere Person oder ein Polizist wurde verletzt. Ein Amokläufer würde ganz anders vorgehen.
    Der getötete 24-jährige hatte weder Alkohol noch Drogen im Blut
    und war auch kein Kampfsportler oder Psychopat.
    Der getötete 24-jährige wurde von 13 Polizei-Kugeln getroffen,
    das ist bei einem derartigen Einsatz sicher einmalig in der Geschichte Deutschlands.
    Die Tat liegt mittlerweile über 3 Wochen zurück und bisher haben es
    die Behörden noch nicht geschafft einen Untersuchungsbericht vorzulegen.
    Die Wahrheit ist meist schnell berichtet. Nur die wirklich guten Geschichten müssen bis in jede Einzelheit durchdacht werden um wirklich Aussicht auf Erfolg zu haben. Die Zeit dafür scheint man sich zu nehmen.
    Dabei wird man die entscheidenden tödlichen Momente und Fakten eher in den Hintergrund verdrängen um die für die Staatsmacht interessanten Argumente umso mächtiger in den Vordergrund zu stellen. Es ist grausam, wenn die Behörden nun Forderungen nach neuer Munition stellen nur um möglichst schnell von Ihren Fehlern abzulenken und um wieder zur
    Tagesordnung überzugehen. Haben diese Menschen denn kein Gewissen?

  • hans

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    Jeder Bürger in unserer Demokratie sollte ein großes Interesse daran haben, dass die Umstände welche zur Tötung von Tennessee Eisenberg führten, lückenlos aufgeklärt werden. Wenn sich die Befürworter der Polizei so sicher sind, dass die Polizisten hier nur ihre notwendige Arbeit getan haben, so werden besonders auch diese Personen eine lückenlose Aufklärung begrüßen. Jeder kann einen kleinen Beitrag in Form einer Spende leisten um diese Aufklärung tatsächlich zu ermöglichen. Informationen unter http://www.tennessee-eisenberg.de.

  • Bleibtreu

    |

    *Wenn sich die Befürworter der Polizei*

    Es hat mit „befürworten der Polizei“ nichts zu tun, wenn man an dem Polizisten-Bushing nicht teilnimmt.

    *eine lückenlose Aufklärung begrüßen. Jeder kann einen kleinen Beitrag in Form einer Spende leisten um diese Aufklärung tatsächlich zu ermöglichen. Informationen*

    die Aufklärung erfolgt von den hierfür zuständigen Stellen und zwar ohne Geld einsammeln.

    Die leute sie hier Geld einsammeln wollen, die wollen auch keine „Aufklärung“, die wollen ihre Vorverurteilungen bestätigt sehen.

  • Joachim Datko

    |

    Zu „Bleibtreu am 31. Mai 2009, 17:17“ „die Aufklärung erfolgt von den hierfür zuständigen Stellen“
    ===
    Behörden sind meiner Ansicht nach ungeeignet einen Sachverhalt, der sie selbst betrifft, neutral zu beurteilen.

    Man denke z.B. an den hochnoblen Scotland Yard
    siehe z.B.:
    http://www.ksta.de/html/artikel/1239100947335.shtml
    „Tod auf G20-Demo
    Schwere Vorwürfe gegen Scotland Yard“
    „… Zuvor hatten sich bereits Zeugen gemeldet, die aussagten, dass die Polizei den Mann angegriffen hatte. Die Polizei hatte dagegen erklärt, von Demonstranten attackiert worden zu sein, als sie dem Mann helfen wollte. …“

    Ich habe schon extrem schlechte Erfahrungen mit der Regensburger Polizei gemacht. Obgleich der GG Artikel 13 die „Unverletzlichkeit der Wohnung“ zusichert, haben Polizeibeamte einem Schornsteinfeger gegen meinen Willen Zutritt verschafft.

  • Bürger

    |

    „Behörden sind meiner Ansicht nach ungeeignet einen Sachverhalt, der sie selbst betrifft, neutral zu beurteilen.“

    Das ist falsch. Der Vorfall wird nicht von der Polizei, sondern von einer anderen Stelle, die alle Vorgänge bei denen ein Mensch zu kommt und der Verdacht auf eine Straftat besteht (Staatsanwaltschaft), untersucht.

    „Ich habe schon extrem schlechte Erfahrungen mit der Regensburger Polizei gemacht. Obgleich der GG Artikel 13 die “Unverletzlichkeit der Wohnung” zusichert, haben Polizeibeamte einem Schornsteinfeger gegen meinen Willen Zutritt verschafft.“

    Der Umstand, dass Sie schon einmal, vermutlich aufgrund von Fehlverhalten „schlechte Erfahrungen“ gemacht haben, vielleicht eine gebührenpflichtige Verwarnung erhalten haben, hat mit dem Vorgang nichts zu tun, erklär ihr aber Ihre Einstellung.

  • BB

    |

    @Bürger
    „Das ist falsch. Der Vorfall wird nicht von der Polizei, sondern von einer anderen Stelle, die alle Vorgänge bei denen ein Mensch zu kommt und der Verdacht auf eine Straftat besteht (Staatsanwaltschaft), untersucht.“

    DAS ist falsch. Die Untersuchung/Ermittlung führt sehr wohl eine Dienststelle der Polizei, nämlich die Kripo Amberg.
    Die Staatsanwaltschaft entscheidet dann,ob Klage erhoben wird.
    Geht man davon aus, daß bei der Polizei ein gewisser Korpsgeist herrscht, dann sind Ermittlungen gegen Polizisten möglicherweise nicht immer objektiv und unabhängig.

    @Bleibtreu
    „die Aufklärung erfolgt von den hierfür zuständigen Stellen und zwar ohne Geld einsammeln.“

    Das Gesetz sieht die Möglichkeit zur Nebenklage aus gutem Grund vor.
    Wenn die Nebenkläger und Ihre Anwälte Einblick in die Ermittlungsakten erhalten und gegebenenfalls in einem Prozess als Ankläger auftreten, kann das nur im Sinne einer objektiven Aufklärung sein.
    Anwälte kosten nun einmal Geld, insofern ist das Sammeln von Spenden völlig legitim.

    „Die leute sie hier Geld einsammeln wollen, die wollen auch keine “Aufklärung”, die wollen ihre Vorverurteilungen bestätigt sehen.“

    Diese Unterstellung ist wirklich unverschämt.
    Ich glaube eher, Sie wollen keine Aufklärung, weil diese ja möglicherweise Ihr Weltbild erschüttern könnte.

  • Joachim Datko

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    Zu „Bürger am 01. Jun 2009, 16:39 … Das ist falsch. Der Vorfall wird nicht von der Polizei, sondern von einer anderen Stelle …“
    ===
    Meine Erfahrung ist, dass die Behörden zusammenhalten, es ist egal, welche Behörde den Vorfall untersucht, Behörde ist Behörde, da erwarte ich keine Neutralität.

    Ihre Argumentation ist meiner Meinung nach naiv, sie geben Behörden einen Vertrauensvorschuss: Zitat: „Der Umstand, dass Sie schon einmal, vermutlich aufgrund von Fehlverhalten “schlechte Erfahrungen” gemacht haben“.

    So eine Situation wollte auch Scotland Yard ausnützen. Nach dem Motto, einer Behörde wird geglaubt, behauptete Scotland Yard: „… von Demonstranten attackiert worden zu sein, als sie dem Mann helfen wollte.“ Eine zufällige Videoaufnahme brachte die Wahrheit und das Fehlverhalten an den Tag.
    Siehe: http://www.ksta.de/html/artikel/1239100947335.shtml

  • Bürger

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    +Meine Erfahrung ist, dass die Behörden zusammenhalten, es ist egal, welche Behörde den Vorfall untersucht, Behörde ist Behörde, da erwarte ich keine Neutralität.*

    Tja, dann sind Sie für diese Gesellschaft natürlich verloren und müssen einen eigenen haufen aufmachen

  • GuPoSa

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    Selig sind die Gläubigen. Hier leider nicht. Gerade diese Besessenheit zur Darstellung das dieser Vorfall legitim gewesen sei, sagt nichts Gutes. Haarsträubende Szenarien müssen herhalten, einfach lächerlich. Wenn der Mann mit dem Messer zum benachbarten Kindergarten, natürlich durch die vor dem Haus stehenden Polizisten gekommen wäre, eventuell mit weiteren 20 Kugeln 2 Minuten lebend, zehn Kinder lünchend usw. Ja gehts noch!!!
    Peinliche Panne, Behörden werden sich selbstverständlich gegenseitig helfen, wir sind in Deutschland, genauer in Bayern und noch genauer in der Oberpfalz und am genausten in Regensburg. Ich denke das der hiesigen Staatsanwaltschaft das Verfahren unterliegt. Also schreibt ruhig weiter, ist ja nichts gravierendes passiert. Ein sozialkritischer Theaterspieler weniger. Ist schon schlimm das hier eine Aufklärung so torpediert wird. Wäre es ein Polizeibeamter gewesen, dann hätte es groß Aufschrei gegeben, die Polizeiwägen wären Wochen mit Trauerflor gefahren. Da wäre die Staatsanwaltschaft und die Polizeibeamten bis ins Mark motiviert gewesen, so glaube ich. Also befördert den Schützen des finalen Schusses und gut. Gut für euch Befürworter und schlecht für die Gesellschaft.

  • Waldorf

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    ***Gerade diese Besessenheit zur Darstellung das dieser Vorfall legitim gewesen sei, sagt nichts Gutes. ***

    Nein, andersrum wird ein Schuh draus. Weil es von interessierten Kreisen immer negiert wird, sei es noch einmal Erinnerung gerufen. Es war doch so

    Da bedroht ein junger Mann, der sich „in einer Lebenskrisé befindet“ seinen Wohnpartner mit einem Messer, will ihn abstechen. In seiner Todesangst flüchtet sich der Bedrohte in einen benachbarten Gewerbebetrieb und ruft die Polizei um Hilfe. Das Verhalten dieses Menschen ist fraglos verwerflich.

    Als dann die zu Hilfe gerufenen Polizeibeamten am Ort des Geschehens eintrafen, fanden sie eine Bewaffneten vor. Mehrfache Aufforderungen zum Weglegen der Waffe kam er nicht nach. Dann bedrohte er die Helfer mit seiner Waffe und griff sie sogar an (doch, doch, auch ein Einzelner kann eine Gruppe angreifen).

    All dies wird vom hier postenden Umfeld des „Messermannes“ todgeschwiegen.

    Man wird den handelnden Personen nicht gerecht, wenn man nur die letzte Minute des Geschehens ausschneidet und dann spekuliert, bzw. mit unbewiesenen Vorwürfen operiert.

    Man darf das hochaggressive Verhalten des später zu Tode Gekommenen aber nicht ausklammern, wenn man den Vorgang angemessen würdigen will.

  • GuPoSa

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    @ Waldorf

    „Es war doch so“
    WIE, WAS DENN SO??? Waren Sie dabei?
    Wir wissen, dass ein Mann mit Messer und dass acht Beamte im Treppenhaus gewesen sind.
    Das Verhalten von Tennessee Eisenberg war sicherlich nicht richtig.
    Das dieses zu seinem Tode führen musste bezweifle ich ernsthaft. Nicht er ging auf die Polizisten zu, sondern ein Polizist bewegte sich auf ihm zu, sodass dieser sich mutmaßlich in Gefahr befunden haben soll. Erzählt mir hier keiner das der Polizist angegriffen worden ist und das die Schützen im Handgemenge geschossen hätte. Niemals, in diesen Fall wäre die Gefahr zu groß gewesen das der Kollege getroffen werden könnte. Das was passiert ist wird niemals genau aufgeklärt werden. Eine Krähe usw.
    Die Befürworter und auch der Oberstaatsanwalt haben schon zu viel unglaubliches gesagt.

  • Bürger

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    „Waren Sie dabei?“

    Ich war genauso wie die anderen hier Postenden nicht dabei. Wir haben den selben Erkenntnisstand.

    „Wir wissen, dass ein Mann mit Messer und dass acht Beamte im Treppenhaus gewesen sind.“

    Oh nein, wir wissen, viel mehr (auch wenn es das verwandtschaftliche und befreundete Umfeld des Getöteten nicht wissen will). Wir wissen, daß der junge Mann seinen Mitbewohner töten wollte. wir wissen, daß der Mitbewohner vor dem Getöteten fliehen und die Polizeibeamten um Hilfe rufen mußte. Wir wissen, daß er seine Waffe nicht ablegen wollte und wir wissen, dass er Polizeibeamte angriffen hat. wir wissen zudem, daß er von Polizeibeamten mit mehreren Schüssen, zuerst in die Beine, nicht von seinen angriffen abgebracht werden konnte.

    „Das Verhalten von Tennessee Eisenberg war sicherlich nicht richtig.“

    Gelinde formuliert kann man das so sagen (siehe den oben dargelegten Geschehensverlauf).

    „Das dieses zu seinem Tode führen musste bezweifle ich ernsthaft.“

    Das ist natürlich Ihr gutes Recht, das dürfen Sie.

    „Nicht er ging auf die Polizisten zu, sondern ein Polizist bewegte sich auf ihm zu“

    Sagt wer?

    „Erzählt mir hier keiner das der Polizist angegriffen worden ist“

    Das hat sein Freundeskreis ja schon mehrfach bekundet. Das will er nicht hören.

    „Das was passiert ist wird niemals genau aufgeklärt werden. Eine Krähe usw.“

    Diese Spekulationen haben die Verschwörungstheoretiker schon mehrfach eingebracht.

  • Bernardo

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    Zu „Bürger“
    „Oh nein, wir wissen, viel mehr…“

    Blödsinn. Der genaue Ablauf Geschehens wurde offiziell noch in keinster Weise dargelegt.

    Selbst Ihre sog. „Vorgeschichte“ wurde noch nicht geklärt, z.B. Aussage des Mitbewohners und genauer Wortlaut des Notrufs. Ganz zu schweigen von der angewandten Einsatztaktik.

    Woher wissen SIE DENN, daß Herr Eisenberg nach mehrfacher Aufforderungen sein Messer nicht fallen ließ? WOHER wissen SIE, daß zuerst auf die Beine geschossen wurde?

    Was wir wissen: Mind. acht(!) Beamte waren im Einsatz, es fielen 16(!) Schüsse, 13(!) Kugeln trafen Herrn Eisenberg und er erlag seinen Verletzungen.
    Ach ja, außerdem wurde keiner der Polizisten verletzt, was ein kleines Wunder ist. Schließlich soll Herrn Eisenberg einen Beamten direkt in Bedrängnis gebracht haben, dieser wurde aber von keinem Durchschuß oder Querschläger verletzt….

    Ich gehöre übrigens in keinster Weise zu dem Umfeld von Herrn Eisenberg, dennoch interessiert mich eine wirklich genaue Aufklärung. Denn um diesen Einsatz zu rechtfertigen, brauchen die Verantwortlichen wirklich eine verdammt gute Erklärung.
    Für diese Erklärung scheint man sich wohl Zeit zu nehmen.
    Und jetzt kommen Sie mir bloß nicht mit Ihrem abstrusen Vorwurf der „Verschwörungstheorie“.
    Loyalität unter Polizisten ist doch wohl selbstverständlich. Daß diese Loyalität möglichcherweise eine Ermittlung beeinflußt, ist wohl kaum auszuschließen.

    Übrigens, gäbe es keine Ungereimheiten und Widersprüche, wären die Ermittlungen längst abgeschlossen.
    Aber sicher haben Sie auch dafür ein simpel gestrickte Erklärung.

    Zum Schluß fällt mir noch ein: Letztens haben drei Bürger an einer Tankstelle einen alkoholisierten und mit einem Messer bewaffneten Räuber überwältigt….
    http://www.tvaktuell.com/default.aspx?ID=1055&showNews=452589

  • GuPoSa

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    @Bürger

    (siehe den oben dargelegten Geschehensverlauf)
    Leider hatte Herr Tennessee Eisenberg nicht ihre hellseherischen Fähigkeiten.
    Was hat wessen Freundeskreis mehrfach bekundet?
    Gerade diese Art und Weise einen Tathergang darzustellen lässt jeden aufhorchen.
    Aus meiner Sicht sind die Polizisten auch Opfer, genauso wie Tennessee.
    Beide Parteien haben falsches gemacht. Der eine weil er (aufgepasst) möglicherweise mit seinem Leben einen Tag nicht zu recht kam und ein Streit entstanden ist von dem wir nichts gesichert wissen. Warum er das Messer nicht fallen ließ wissen wir auch nicht. Wir wissen nämlich nicht einmal ob das der Wahrheit entspringt.
    Ob es eine Schockreaktion, oder was auch immer werden wir höchstwahrscheinlich nie erfahren. In dem Ermittlungsverfahren werden wir hören das Tennessee ein Angreifer gewesen ist. Wenn es hier einen Staatsanwalt gibt der Willens zur Aufklärung ist, dann muss er aufgrund der Aussagen und mittels des ballistischen die Schuld beweisen, so es überhaupt eine juristische Schuld gibt. Ein Angeklagter dürfte vom Aussageverweigerungsrecht gebrauch machen, die Zeugen könnten gerade wo anders hingekuckt haben usw. und so fort.
    Wir haben es hier mit einer Tötung zu tun und da wir nichts wirklich wahrheitsgetreu wissen stehen mehrere Möglichkeiten im Raum.
    Berechtigte Tötung, also Notwehr oder Notstand
    Fahrlässige Tötung
    Vorsätzliche Tötung
    oder sogar Mord
    Es gebietet der Anstand dem Toten gegenüber das hier eine ordentliche Aufklärung stattfindet. Dafür leisten wir uns diesen Rechtsstaat und nun darf man erwarten das auch in diesem Fall ordentliche Arbeit seitens der Behörden erfolgt. Hier geht es um das höchste Gut das wir kennen, nämlich das Leben.
    Das Landeskriminalamts München untersucht offensichtlich sehr genau. Das ballistische und das toxikologischen Gutachten wird also nicht einfach standardisiert erstellt. Ich hoffe nicht, dass die Zeit zum Schönschreiben für ein Gefälligkeitsgutachten aufgewendet wird.
    Der Leitende Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel hat sich aus meiner Sicht mit seinen Aussagen disqualifiziert und sollte entweder seinen Hut nehmen oder zumindest wegen Befangenheit aus diesem Fall ausgeschlossen werden.
    Danke Bernardo

  • fritz

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    Gehen wir doch mal zum Anfang zurück. Die beiden Bewohner waren bestimmt Freunde und haben sich gut gekannt. Mit welchen Worten kam es denn zu dem Streit. Wer weiß ob der Mitbewohner die Wahrheit sagt. Vielleicht hatte er erst ein Messer in der Hand oder hat Drohungen ausgesprochen.Er spricht von einem harmlosen Zwischenfall. Wer meldt der prellt. Um welche Person handelt es sich hier überhaupt war er auch Waffenverweigerer wie Tennessee. Ich glaube nicht, daß Eisenberg in der Lage war einen Menschen zu verletzten. Auch wenn er in seiner Verzweiflung eine Waffe in der Hand gehalten hätte was ich nicht glaube hätte er sie fallenlassen. Die Polizei hat es scheinbar nicht mit Worten probiert. Sie sind doch auf ihn zu gegangen und haben das Haus gestürmt. Hätten Sie doch einen Psychologen hinzugeholt. Der einzige der in Gefahr war, war doch der Junge selbst. Warum haben sie ihn nicht erstmal in Ruhe gelassen, der eine hat sich angeblich gerettet, vor wem auch immer und Tennessee war allein in der Wohnung. Gefahr bestand nicht für den Kindergarten gegenüber sondern für vorbeigehende Passanten, weil die Schiesswütigen Polizisten ohne Kontrolle aus dem Fenster geballert haben. Wäre hier jemand vorbeigekommen hätte dieser wahrscheinlich einen Kopfschuß abbekommen. Tennessee war für mich ein etwas sensibler harmloser Junge der auf Polizisten getroffen ist die in die Hose scheißen. Hat unsere Polizei keine Kampfsportausbildung um einen schmächtigen jungen Kerl zu entwaffnen.(Welche Waffe wenn überhaupt, Größe des Messers?) Oder war es eine ängliche Polizistin???? Hier ist vieles faul schade, daß ein junger Mensch sterben mußte.

  • Sternenfee

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    Herzschuß—tot. Erzähl mir keiner, daß dann noch jemand rumläuft; fragt doch einen Mediziner. Warum gibt es soviele Bauchtraumas, nur weil man einen Stoß erhalten hat.
    Gut, daß es hier furchtlose Anwälte gibt, die die Staatsanwaltschaft und Polizei dazu bringen , immer mehr zuzugeben. ich bin aus dem Umfeld von Tennessee; und ich verwette meinen Kopf darauf, daß dieser Mitbewohner mehr Dreck am Stecken hat, als es zugibt. Komisch auch, daß die Kugel, die durchs Fenster ging, nicht aufzufinden ist, oder? Wieder etwas, das erst zugegeben wird, wenns beweisbar ist. Ein Polizist der nur aus der Ferne kämpft, kann nicht verletzt werden. Nicht einmal ein blauer Fleck. Komisch.

  • Eichenstein

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    Es wurden im Falle der Hinrichtung Eisenbergs bisher viele Fragen gestellt. Eine entscheidende Frage jedoch noch nicht: WO IST DAS MESSER, mit dem der Musiker die Beamten bedroht haben soll? Man hat ihn mehrmals aufgefordert es fallen zu lassen. Er weigerte sich heisst es. Spaetesten nach dem Kugelhagel aber haette es ihm aus der Hand fallen muessen. Und unsere Freunde und Helfer sollten bei ihrer hilfreichen Aktion es vergessen und liegengelassen haben. Ein Beweisstueck liegen gelassen, mit dem sie bedroht wurden? – – – Und die spaeteren Ermittler am Tatort – ach, die haben es auch liegengelassen . . .
    Warum war die Polizei nicht so schlau, ein Messer aus Eisenbergs Wohnung mitzunehmen, dem Sterbenden in die Faust zu druecken, um auch seine Fingerabdruecke drauf zu haben und zu sagen: das war die Tatwaffe mit der uns der Musiker bedroht hat? – Das haetten sie, gesetzt, dass sie schon gewusst haetten was sie ueber ihren „Rettungseinsatz“ protokollieren werden sicherlich getan. Und warum haben sie es nicht getan? Weil ihnen die Geschichte mit dem Messer erst auf dem Revier eingefallen ist. Die konnten natuerlich nicht einfach sagen, das hat uns richtig Spass gemacht endlich einmal nicht bloss auf tote Scheiben schiessen. Einen Menschen mit vornehmer Gesinnug abknallen – auch das muss einmal geuebt werden. – – –
    Aber bleiben wir beim Messer. Der Musiker soll zuvor seinen Mitbewohner damit bedroht haben. Der ergriff die Flucht, ruft die Polizei und damit war der Streit zu Ende. Als die Polizei kam war Ruhe im Haus. Es war still, es war wieder friedlich. Nun also kommen die Freunde und Helfer und klopfen beim Musiker. Der macht nicht auf und muss die Tuer auch nicht aufmachen weil, so sagt es Freund und Helfer, diese gar nicht richtig verschlossen war. Wieviel Zeit mag zwischen der Bedrohung des Mitbewohners und den Auftauchen der Polizei vergangen sein? Sagen wir zehn Minuten. Und in diesen 10 Minuten sollte er sich von dem Messer nicht trennen koennen, weil er – – – nach Blut duerstete – – – Was tut jeder gesunde Mensch – und Eisenberg war nicht nur gesund sondern sehr intelligenr – wenn der Streit zu Ende ist. Was soll er da noch mit dem Messer in der Hand, selbst, wenn er gemordet haette – – – Richtig, jetzt sind wir genau an dem enscheidenden Punkt: DER MUSIKER HATTE GAR KEIN MESSER – – – Warum haben sie ihn dann erschossen? – Hier prallte primitives auf hochgeistiges Leben . . . und es gab keine Zeugen . . . Wie muss man einen Menschen hassen, wenn man AUF ENGSTEM RAUM, WO JEDER SCHUSS ZIELSICHER IST ERST AUFHOERT ABZUDRUECKEN, WENN DAS MAGAZIN LEER IST . . . Da schiesst und schiesst und schiesst man auch wenn das Opfer schon am Boden liegt . . . Und es soll Leute geben, die daran ihre helle Freude haben. Sicheres Regensburg. Dein Freund und Helfer wacht ueber deinen Schlaf. . .

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