SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 7. Mai 2009

Gar unchristlich geht es zur Zeit in Regensburg zu. Da haben ein paar gottlose Berliner angekündigt, mit einem ebenso gottlosen Bus der Bischofsstadt einen Besuch abstatten zu wollen. Die Initiatoren dieser Buskampagne hatten ursprünglich geplant, deutschlandweit Werbeflächen auf Linienbussen zu mieten, um sie mit der Botschaft „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“ zu bekleben (Wir berichteten im März). Aber Amen ich sage Euch: Deutschland ist weitaus christlicher als Spanien, England oder Italien. Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn, weiß man hier noch, was sich gehört: Keine gottlose Werbung auf öffentlichen Verkehrsmitteln heißt es nahezu flächendeckend (Ausnahme: Essen). Nicht „Gott ist tot“, „Geiz ist geil“ soll Busse zieren. Auf dass es dem Herrn wohl gefalle. Flugs haben sich die Gottlosen nun nicht nur Werbeflächen, sondern einen ganzen Bus gemietet, um damit auf Deutschlandtour zu gehen. Am 15. Juni wollen sie in Regensburg eintreffen. Ob#s dass wirklich braucht, um den Regensburgern das Chrstliche madig zu machen? Wo doch die staatlich eingesetzten Hüter des christlichen Glaubens (CSU) bereits genug Bekehrungsarbeit leisten. Gerade wird wieder zum Kreuzzug gegeneinander gerüstet. Der CSU-Pantheon ist in Aufruhr, nachdem Franz Rieger angekündigt hat, sein Amt als Kreisvorsitzender niederzulegen. Seinen Wunschnachfolger Armin Gugau hat die Gegenseite bereits als „Scharfmacher“ (Christian Schlegl) identifiziert. Wen das Schaidinger-Lager als Gegenkandidat(in) ins – mangels Mehrheit – vermutlich aussichtslose Rennen schickt – wer weiß. Viele gibt es unter den schwarzen Heerscharen, die bei der Neubesetzung des CSU-Throns mitschnabeln möchten. Wenige gibt es, die als Opferlamm (= Gegenkandidat) in Frage kämen. Stattdessen behaupten alle, sich dem Versöhnen verschrieben zu haben. Versöhnen. Eine Fähigkeit, die den Regensburger Schwarzen so angeboren ist wie einem Laubfrosch das Fliegen. Seit Oberbürgermeister Hans Schaidinger im Verbund mit einigen Scheinheiligen vor gut zwei Jahren kurzfristig zum Antifaschisten mutiert ist, um einen all zu aufmüpfigen parteiinternen Konkurrenten aus dem machtpolitischen Himmel verstoßen zu können, ist die Regensburger CSU so versöhnlich wie die Christenheit zur Zeit der Reformation. Dass beide Seiten sich auch noch unwidersprochen das Prädikat „christlich“ verleihen dürfen, ist eigentlich Grund genug, um vom rechten Glauben abzufallen. Lieber gottlos als christsozial. Da kann der Bus sich den Besuch in Regensburg glatt sparen. (Ent)spannende Lektüre! anzeige1

Rettungsanker für NS-Zwangsarbeiterinnen

„Unsere Initiative kann nicht allen ehemaligen Zwangsarbeitern helfen, aber zu diesen alten Menschen haben wir seit Jahren intensive Kontakte und bemühen uns, sie in ihrer schweren sozialen Lage zu zu unterstützen“, sagt Hana Pfalzova. Seit 2003 kümmert sich die 34jährige als Betreuerin eines in Bayern einmaligen Hilfsprojekts um ehemalige NS-Zwangsarbeiterinnen und KZ-Häftlinge auf der Krim. […]

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