SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 15. Mai 2009

csu-1001Am heutigen Freitag soll es noch ein Vermittlungsgespräch zwischen den beiden CSU-Lagern geben. Am späten Abend treffen sich Armin Gugau, Hans Renter und Peter Hinz auf der einen, Christian Schlegl, Bernhard Mitko und Josef Zimmermann auf der anderen Seite, um über eine Kompromisslösung zu beraten. Dass dabei eine Einigung für die morgige Neuwahl des Kreisvorstands geben wird, steht indes nicht zu erwarten. Armin Gugau, den Wunschnachfolger des derzeit noch amtierenden Kreisvorsitzenden Franz Rieger, lehnt CSU-Fraktionschef Christian Schlegl ab – er will einen gemeinsamen Kandidaten. Ein solcher ist allerdings weit und breit nicht in Sicht. Unter den bekannten Namen findet sich keiner, der sich nicht der Vergangenheit für das eine oder andere Lager exponiert hätte. Unterdessen kann Gugau auf die Unterstützung von neun Ortsverbänden sowie der JU hoffen. Die Vorsitzenden sprachen sich in einer heute verschickten Presseerklärung für Gugau als „besten Kandidaten“ aus. Der 37jährige Lehrer Gugau stelle „als verheirateter Familienvater das Idealbild eines CSU Politikers“ dar, heißt es darin. „Gugau als Scharfmacher zu diffamieren weisen wir zurück.“ Ein Seitenhieb auf Christian Schlegl, der sich bereits mehrfach gegen Gugau ausgesprochen hat. Damit dürften die Chancen auf eine Einigung im Vorfeld der Wahl weiter gesunken zu sein. Zwar gibt es bereits seit längerem das Angebot des CSU-Kreisvorstands, Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Bürgermeister Gerhard Weber als stimmberechtigte Mitglieder aufzunehmen. Ebenso wurden offenbar mit weiteren Angehörigen des Schaidinger-Lagers in der vergangenen Woche Gespräche über eine eventuelle Mitarbeit im neugewählten Kreisvorstand geführt. Dem Vernehmen nach will Gugau, sollte er gewählt werden, offenbar auch CSU-Fraktionschef Christian Schlegl als Vorstandsmitglied vorschlagen. Im Gegenzug wollen Gugau, Hans Renter und die aus der CSU-Fraktion verstoßene JU-Vorsitzende Martina Dräxlmaier wieder in die CSU-Fraktion aufgenommen werden. Ein entsprechender Antrag der drei Stadträte soll dem Fraktionsvorsitzenden Schlegl bereits vorliegen. Namhafte Mitglieder der CSU-Fraktion beharren allerdings weiter auf einer paritätischen Besetzung des Kreisvorstands mit Vertretern beider Lager. Das hat Gugau bereits abgelehnt: „Dafür gibt es in meinen Augen keine Mehrheit.“ Wen die Schaidinger-Seite am Samstag als Gegenkandidaten präsentieren wird, ist bislang noch offen. Die Mehrheitsverhältnisse scheinen aber klar für Gugau zu sprechen. anzeige1

Tödlicher Polizeieinsatz zieht Kreise

„Mord aus Polizistenhand – die Wahrheit habt ihr längst verbannt.“ Dieses Spruchband, das am Mittwoch beim Heimspiel des SSV Jahn Regensburg auf der Gegengerade zu sehen war, zeigt: Nach den tödlichen Schüssen auf den Studenten Tennessee Eisenberg brodelt es. Die häppchenweise veröffentlichten Informationen schüren das Misstrauen. Am 30. April wurde der 24jährige bei einem Polizeieinsatz […]

„Manischer Franzosenhass“

„1809 Schreckenstage durch Napoleon – Zum Gedenken an die Opfer 2009“. Diese Inschrift, die Kulturreferent Klemens Unger ins Pylonentor in Stadtamhof meißeln ließ, sorgt weiter für Ärger. Der Historiker Dr. Marcus Junkelmann hat die Inschrift als „In Stein gehauene Geschichtsfälschung“ bezeichnet. Grund: Nicht die Franzosen, sondern österreichische Truppen haben Stadtamhof am 23. April 1809 in […]

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