Wissenschaftsstandort Regensburg nachhaltig stärken

Pressemitteilung der Universität Regensburg.

 (v.l.n.r.) Klaus Fischer (Kaufm. Direktor UKR), Alexander Flierl (MdL), Tobias Reiß (MdL), Prof. Dr. Udo Hebel (Präsident UR), Staatssekretär Albert Füracker, Prof. Dr. Dr. Torsten Reichert (UR), Sylivia Stierstorfer (MdL), Dr. Franz Rieger (MdL), Prof. Dr. Bernhard Weber (Vizepräsident UR), Dr. Gerhard Hopp (MdL), Prof. Dr. Nikolaus Korber (Vizepräsident UR), Prof. Dr. Christoph Wagner (Vizepräsident UR), Prof. Dr. Günther Pernul (Wirtschaftsinformatik UR), Prof. Dr. Oliver Kölbl (Ärztl. Direktor UKR). Foto: Universität Regensburg.


(v.l.n.r.) Klaus Fischer (Kaufm. Direktor UKR), Alexander Flierl (MdL), Tobias Reiß (MdL), Prof. Dr. Udo Hebel (Präsident UR), Staatssekretär Albert Füracker, Prof. Dr. Dr. Torsten Reichert (UR), Sylivia Stierstorfer (MdL), Dr. Franz Rieger (MdL), Prof. Dr. Bernhard Weber (Vizepräsident UR), Dr. Gerhard Hopp (MdL), Prof. Dr. Nikolaus Korber (Vizepräsident UR), Prof. Dr. Christoph Wagner (Vizepräsident UR), Prof. Dr. Günther Pernul (Wirtschaftsinformatik UR), Prof. Dr. Oliver Kölbl (Ärztl. Direktor UKR).
Foto: Universität Regensburg.

Wissenschaftsstandort Regensburg nachhaltig stärken. Universität und Universitätsklinikum Regensburg im Gespräch mit den Abgeordneten der CSU Oberpfalz im Bayerischen Landtag

Am 29. April kamen die Abgeordneten der CSU Oberpfalz im Bayerischen Landtag zu einer Gesprächsrunde über aktuelle Herausforderungen und Chancen für Universität und Universitätsmedizin am Wissenschaftsstandort Regensburg ins Universitätsklinikum (UKR). Auf der Agenda standen besonders die außeruniversitären Forschungseinrichtungen, das Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO), Bau- und Sanierungsmaßnahmen sowie die Notwendigkeit einer Krankenpflegeschule für das UKR.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen:

„Die Etablierung außeruniversitärer Forschung in Regensburg sowie die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastruktur ist ein zentral strategisches Ziel der Universität Regensburg“, betonte Präsident Prof. Dr. Udo Hebel. Zwei Einrichtungen, das Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) und das Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI), sind auf gutem Weg in die Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL). Beide erhalten zusätzlich zur Grundfinanzierung durch den Freistaat nun im Rahmen der 600 Mio. Euro umfassenden Nordbayern-Initiative weitere finanzielle Unterstützung bis 2018, wie Finanzstaatssekretär Albert Füracker bei seinen Besuchen in den beiden Einrichtungen ankündigte.

Nun wird der Ausbau der Ost- und Südosteuropaforschung am IOS, einem An-Institut der Universität Regensburg, mit rund 14,4 Mio. Euro aus dem Nordbayern-Plan gefördert, insbesondere der Aufbau der politikwissenschaftlich ausgerichteten Nachwuchsgruppe „Frozen and Unfrozen Conflicts“, die sich auch mit dem aktuellen Ukraine-Konflikt beschäftigen wird. Damit erweitert das IOS sein disziplinäres Spektrum und verstärkt seine Politikberatungskompetenz. Im März 2015 wurde das IOS in die Begutachtung aufgenommen. Präsident Hebel begrüßte, dass Staatssekretär Füracker auch dem IOS weitere Unterstützung im bevorstehenden Aufnahmeverfahren in die Leibniz-Gemeinschaft zusagte. „Der Freistaat setzt auf eine dezentrale Hochschulstrategie. Deshalb fördern wir in der ganzen Oberpfalz zehn Leuchtturmprojekte aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung mit knapp 50 Mio. Euro bis 2018“, so der Heimat- und Finanzstaatssekretär Füracker.

Als Zentrale Einrichtung der Universität bündelt und vernetzt das RCI die immunologische Forschung von Universität und Universitätsklinikum unter einem organisatorischen Dach: einer der
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PM UR und UKR 29-04-2015
international sichtbaren Schwerpunkte liegt auf der Immun- und Zelltherapie. Mittelfristig soll das RCI in ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft überführt werden, ein Weg, den der Freistaat Bayern finanziell und als strategischer Partner unterstützt. 2013 hatte der bayerische Ministerrat neben der Einrichtung von drei neuen Lehrstühlen, von denen der erste zum 1. März 2015 mit Prof. Dr. Philipp Beckhove besetzt werden konnte, auch die Förderung eines Institutsgebäudes für das RCI und die immunologische Forschung in der Fakultät für Medizin beschlossen. Präsident Hebel betonte, dass der Freistaat Bayern für die immunologische Spitzenforschung in Regensburg ein wichtiger Wegbereiter ist, um das RCI als künftige außeruniversitäre Einrichtung weiter voranzubringen. Er freut sich, dass die immunologische Forschung in Regensburg mit 17 Mio. Euro aus dem Nordbayern-Plan gefördert wird.

INDIGO:

durch eine stärkere Vernetzung in

Internet- und Digitalisierungskompetenz ist eine zukunftsweisende, hoch innovative Thematik, die als Querschnittsdisziplin mit vielen Forschungs- und Wissenschaftsbereichen eng verknüpft ist. Die Kompetenzbereiche an der Universität Regensburg finden sich vorwiegend in der Wirtschaftsinformatik mit einem Schwerpunkt auf der Sicherheit von Informationssystemen, im Bereich Big Data Quality sowie am Institut für Medien, Sprache und Kultur mit Fokus auf interdisziplinärer und multiperspektivischer Forschung. Präsident Hebel betont, dass sich die Universität Regensburg dem anstehenden Wettkampf zuversichtlich und im Bewusstsein der ganzen Leistungsstärke der Universität Regensburg stellt. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kündigte im Oktober an, 20 neue Professuren im Bereich Digitalisierung schaffen zu wollen, darunter zehn an Universitäten. Die Universität ist zuversichtlich, dass es gelingt, eine dieser Professuren nach Regensburg zu holen. „Wir wollen bei der Digitalisierung nicht nur dabei sein, sondern ganz vorne mitspielen – und das nicht nur in München, sondern in ganz Bayern. Deshalb sind Projekte wie INDIGO zukunftsweisend und unerlässlich“ sagte Füracker.

Sanierung:

Als einzige bayerische Universität setzt die Universität Regensburg seit mehr als zehn Jahren ein Generalsanierungsprogramm um, das dank der kontinuierlichen Finanzierung der erforderlichen Maßnahmen durch den Freistaat Bayern planmäßig voranschreitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Betonsanierung der Bauten des Stammgeländes, die in den 60er Jahren errichtet wurden. Als jüngst fertiggestellter Neubau konnte das Fachbereichsgebäude Biologie in den letzten Monaten bezogen werden, das sich perfekt auf dem Campus einfügt. Auch die Sanierungs- und Erweiterungsbaumaßnahmen am Universitätsklinikum Regensburg werden planmäßig umgesetzt. Diesen liegt eine mit dem Bayerischen Wissenschaftsministerium, der Obersten Baubehörde sowie dem Bayerischen Finanzministerium abgestimmte Masterplanung über einen Zeitraum von 25 Jahren zugrunde.
Im 2014 initiierten Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO) wollen die
Universitäten und Hochschulen in Ostbayern ihre Kompetenzen
diesem Bereich bündeln. „Das Thema Digitalisierung ist ein Thema von hoher gesellschaftlicher
und ökonomischer, aber auch wissenschaftlicher Relevanz“, sagte Präsident Prof. Dr. Udo Hebel.
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PM UR und UKR 29-04-2015
Krankenpflegeschule für das UKR:

Ein für die Universitätsmedizin sehr bedeutendes Thema ist die Etablierung einer Krankenpflegeschule. Die Vertreter des Vorstands des UKR machten gegenüber den Abgeordneten deutlich, dass Regensburg das einzige Universitätsklinikum Deutschlands ohne eigene Ausbildungsstätte für Gesundheits- und Krankenpfleger sei. Mehrjährige Versuche zur Etablierung einer staatlichen Berufsfachschule für Krankenpflege fanden bisher nicht die entsprechende Unterstützung. Deshalb plant das UKR nun, mit dem Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg eine gemeinsame Krankenpflegeschule zu gründen. Denn nur mit einer eigenen Ausbildungsstätte kann dem künftigen Bedarf an Pflegekräften und den besonderen Anforderungen der Universitätsmedizin nachhaltig Rechnung getragen werden.

Der Regensburger Abgeordnete Dr. Franz Rieger betonte abschließend: „Der Wissenschafts- und Medizinstandort Regensburg hat sich hervorragend weiterentwickelt und ich danke den Verantwortlichen von Universität und Uniklinik für Ihren Einsatz. Wir müssen aber weiter dranbleiben. Ich freue mich daher sehr, dass sich meine Oberpfälzer CSU-Landtagskollegen mit Staatssekretär Füracker an der Spitze heute selbst ein Bild von den Chancen und Herausforderungen in diesem Bereich gemacht haben und danke Ihnen für die stets erstklassige Unterstützung!“

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