"We didn't lie"

Fuchssche Legendenbildung

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Marketing in eigener Sache

Marketing, um ihre negative Vorgeschichte zu schönen: Generalvikar Fuchs und Kardinal Müller. Fotos: Archiv/ as/ Staudinger

Wenige Tage bevor der frühere Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller in einbem Interview mit der PNP Kritik an seiner „Aufklärungsarbeit“ zum sexuellen Missbrauch bei den Domspatzen als „postfaktisch“ bezeichnete, wurde von Generalvikar Michael Fuchs eine fragwürdige Chronologie der Ereignisse seit 2010 auf den Internetseiten der Diözese veröffentlicht.

Eine kritische Betrachtung von Alfred Gassner

Der Generalvikar der Diözese Regensburg Michael Fuchs hat (adressiert an den Opferanwalt bei den Regensburger Domspatzen Ulrich Weber) eine Chronologie seiner Fallaufarbeitung veröffentlicht. Ob diese von ihm als Privatperson oder in amtlicher Eigenschaft gefertigt wurde, bleibt unklar. In der Einleitung notiert er als Motiv: Webers Arbeit dürfe nur als Teil der gesamten Aufklärungsarbeit gesehen werden. Diese Zuschreibung legt nahe, dass die Veröffentlichung im Sachzusammenhang mit dem im Frühjahr 2017 zu erwartenden Schlussbericht Webers besteht und diese korrigieren soll.

1. Die unterschiedlichen Denkweisen von damals und heute: Wozu Chronologien taugen

Chronologien dienen der Bewertung historischer Ereignisse. Sie bemühen sich, im relativierenden Zeitmaßstab frühere Ereignisse für die Gegenwart aufzuarbeiten, um so die verbrannte Vergangenheit von der Gegenwart zu trennen. Das einstige Geschehen soll eine Einordnung in den Gesamtzusammenhang des Präsens erfahren, um die Gründe, wie es einstmals zum beklagten Übel kommen konnte, in einer Übersetzung zu erläutern. Denn wer in der Gegenwart lebt, sieht die Vergangenheit mit anderen Augen und gerät von der unterschiedlichen Perspektive her gern in Versuchung, das Vormalige ungerecht zu bewerten.

Hinter einer Chronologie kann aber auch die werbende Absicht des Verfassers stehen, alte Dinge für die Zeitgenossen zu fälschen, Fakten wegzulassen, das eigene Versagen beschönigend zu umschreiben und sich selbst freizusprechen. Stimmt dann aber das Marketing nicht und der Chronist wird unter dem Fabelnamen des Fuchses als Heuchler und zur Bosheit neigender Mensch identifiziert, bleibt diese Rufschädigung für immer an ihm hängen. Einmal Dieb, immer Dieb!

2. Die M-Frage als Motiv für die Fuchssche Legendenbildung in der Dompräbende

Schon in seinem Zwischenbericht am 8. Januar hat der Rechtsanwalt Ulrich Weber administrative Mängel bei der Aufarbeitung unter Bischof Müller angedeutet. Auch in der öffentlichen Bewertung der Affäre gelten Fuchs und der vormalige Bischof Müller immer noch als hartherzige „Vertuscher“ ohne religiöse Rückbindung. Sie spüren diese Obdachlosigkeit, wollen im Report des Opferanwalts möglichst gut wegkommen und daher dessen Handlungsspielraum einengen.

Diese Absicht des Trend-Turnings bestätigt auch Müllers Mitteilung, er werde sich, entgegen seiner früheren Weigerung, doch an der Aufklärungsarbeit der Untersuchungskommissionen beteiligen. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen.

Fuchs und Müller bedienen sich dieses Marketings, um ihre negative Vorgeschichte archetypisch zu schönen und Anschaulichkeit dafür zu erzeugen, dass es angeblich schon immer ihre Absicht war, Solidarität mit den Opfern zu zeigen. Ohne ihre Vorarbeit hätte es quasi nie zu dem von Voderholzer eingerichteten Untersuchungskommissionen kommen können, soll die Botschaft lauten. Diese Einlassung aber darf nicht nur Bischof Voderholzer peinlich sein, denn die endgültige Aufarbeitung der Affäre muss Raum schaffen für eine Kirchenrealität ohne Missbrauch.

3. Durch Herauslösen von Fakten aus dem Zusammenhang soll eine neue Lichterkette entstehen.

Die fuchssche Chronologie enthält nur eine Aufreihung längst bekannter Fakten. Neun Seiten Text sollen modal den Eindruck erwecken, man habe vor Webers Untersuchung längst schon alles Erforderliche getan und habe daher ein reines Gewissen. Aber in der Nahaufnahme drängt sich sofort der Eindruck einer knirschenden Wahrheitsliebe auf. Interessant ist nicht, was drinsteht, sondern was fehlt. Ihr Text betont nur die Ordinariatsperspektive, die Zeitlosigkeit des Opferelends dagegen kommt mit keinem Wort vor. Beispiele für die heuchlerische Bestückung der Chronologie gibt es zuhauf.

  • Fuchs erwähnt positiv z. B. Müllers Anordnung, die Untersuchung aller Missbrauchsfälle im Ordinariat zu zentralisieren. Doch war dies nur ein geschickter Schachzug Müllers, die Öffentlichkeit nicht in die Archive der Dompräbende schauen zu lassen und um Herr des Verfahrens zu bleiben. Denn nicht im Ordinariat, sondern bei den Domspatzen lagen die maßgeblichen archivarischen Belege für die Missbrauchsfälle. Müller hätte die gesamte Untersuchung auch an ein Diözesangericht als Kollegialgericht unter Vorsitz eines Offizials mit der Untersuchung verweisen können (CIC can 1400 ff.). Diese sammeln den Prozessstoff selbst, untersuchen von Amts wegen, bedienen sich dazu eines Vernehmungsrichters (Auditor) und Bandenverteidigers (der etwa die Rolle eines Staatsanwaltes einnimmt) alsilfs Hilfsorgane und sind unabhängig von bischöflichen Weisungen. Sie können Untersuchungskommissionen einsetzen, Sachverständige und Zeugen befragen. Hätte das Ordinariat von Beginn an diesen Rechtsweg beschritten, die Aufarbeitung der Missbrauchsgeschichte wäre längst befriedigend für alle abgeschlossen. Fuchs weiß das, sagt es aber nicht.

  • Fuchs notiert die Durchsicht von 1460 Ordinariatsakten „aller lebenden Geistlichen (Priester, Diakone) sowie Pastoral- und Gemeindereferenten, Religionslehrer im Kirchendienst“. Nicht untersucht wurden aber die Personalakten aller verstorbenen Geistlichen und Erzieher im Laienstand. Gerade in dieser Gruppe aber war die am öftesten genannten Beschuldigten beheimatet. Sie waren in Pielenhofen und Etterzhausen die Träger eines kirchlichen Organisationsgefüges, in dem wegen fehlender Dienstaufsicht eine ganze Erziehergeneration mit ausgefeilten Missbrauchstechniken planvoll Kinder quälen konnte, ohne dass jemand etwas davon wissen wollte. Die Dimension der Befundfälschung wird erst dann klar, wenn man die Namen der Kinderschänder Meyer und Zimmermann erwähnt. Und: Es ist auch davon auszugehen, dass der Opferanwalt nicht alle Akten sehen und bewerten konnte, weil man ihm nur jene Dokumente vorgelegt hat, die sich auf ihm gemeldete Fälle bezogen.

  • Es gab in der Diözese trotz laufender Missbrauchsfälle keinen Verhaltenskodex für kirchliche Mitarbeiter. Wie in der Odenwaldschule oder in Ettal fehlte es an einer Dienstaufsicht und einem Wahrnehmungswillen. Niemand berührte das existenzielle Schicksal der Opfer menschlich, einziges Verhaltenskriterium war die Schonung des kirchlichen Prestiges. Wer diese Information weglässt, steht gut da.

  • Bischof Müller hatte sich im April 2010 unter öffentlichem Druck zu den in der Diözese Regensburg bekannt gewordenen Missbrauchsfällen in einem Hirtenwort relativierend geäußert und dabei den Fokus auf die Auseinandersetzung mit den Medien gelegt. Fuchs berichtet zwar davon, vergisst aber zu erwähnen, dass Müller sich über eine „Medienkampagne, die ihn an die NS-Zeit erinnere“, beklagte. Die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland an dieser Wortwahl unterschlägt er. Dass die Wende unter Bischof Voderholzer erst durch die Medien erzwungen werden musste, behält Fuchs für sich.

  • Fuchs selbst war es, der einen Untersuchungsauftrag der DBK an das renommierte Kriminologische Institut Niedersachen (KFN) in Hannover zu einer Deutschland weiten Untersuchung aller Missbrauchsfälle torpedierte, als er sich weigerte, alle Akten des Bistums Regensburg herauszugeben. Die DBK musste deswegen diesen Untersuchungsauftrag kündigen. In der Chronologie fehlt dazu jeder Hinweis.

4. Fuchs in Erklärungsnot: Die Rechnung bitte, Bischof Voderholzer!

Am Ende kann man nur summarisch feststellen, dass Fuchs versucht, Müllers Unschuldslegende zu adeln und festzuschreiben. Er und Fuchs bedienen sich dazu des halbgaren Tonflusses des VW-Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller, der im Abgasskandal behauptet hatte: „We didn ‘t lie“. VW hat für diese liegengebliebene Lüge einen hohen Preis bezahlt. Bischof Voderholzer wird des nicht anders gehen, ihm stehen schwierige Zeiten bevor.

Er muss sich als glaubwürdiger Hirte von Müller und Fuchs erst noch abgrenzen und neu erfinden. Und deswegen dürfen Fuchs und Müller nicht seine Sprecher sein. Was nützen ihm Reuebekenntnisse, wenn sein Generalvikar versucht, die Geschichte der Missbrauchsaufarbeitung in der Dompräbende durch eine Legende umzuschreiben.

Scheitert das von Voderholzer angebahnte Aufarbeitungsmodell, bleibt das Skandalon des Missbrauchs als stinkendes Aas nicht nur vor der Dompräbende, sondern auch vor der Kirchentüre liegen. Deren negative Wahrnehmung wird weiter zunehmen. Für Fuchs wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, auf Voderholzers Wende eine überzeugende Antwort zu finden. Der freiwillige Rücktritt des Generalvikars wäre versöhnendes Zeichen seiner Einsicht und Größe und würde ihm seine administrative Nahtoderfahrung ersparen.

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Kommentare (33)

  • Mike

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    Fuchs ist das unfähige,was das Ordinariat zu bieten hat. Jeder Angestellte der Kirche,den ich kenne,schüttelt den Kopf und verdreht die Augen,wenn nur sein Name fällt
    Unerträglich,wie er mit seiner Unfähigkeit es schafft zwei Bischöfe in die sch…zu reiten

  • Angelika Oetken

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    Selbst ernst gemeinte und seriös betriebene Aufklärung und Aufarbeitung von institutionellem Kindesmissbrauch hat ihre Grenzen. Nämlich da, wo der notwendige Abstand und ausreichender juristischer Durchgriff fehlen. Bei sämtlichen Beauftragten, die das Bistum die letzten Jahre über beschäftigte, steht die Frage der notwendigen Unabhängigkeit im Raum. Bei den meisten ist sie schnell beantwortet, weil schon ein Blick ins Netz zeigt, dass es sich um Personen handelt, die der Diözese eng verbunden sind bzw. waren. Der Rest hat vorab leider keine Interessenkonflikte ausgeräumt oder hätte sie nicht ausräumen können. Andernfalls hätte man sich doch dazu erklärt. Das vor Kurzem engagierte Münchner Institut wird sich wegen jeglicher Form der Unterstützung an das Bistum wenden müssen. So entstehen neue Abhängigkeiten, vor Allem, wenn man in Erwartung größerer Beratungsverpflichtungen womöglich die Stellen aufstockt.

    Kurzum: die Aufklärung der Missbrauchskriminalität wurde bis jetzt vor Allem von den Opfern selbst mit Unterstützung der Medien betrieben. Und das wird so lange weiter nötig sein, wie es keine un-abhängige Aufklärungskommission gibt, die extern besetzt und supervidiert wird. Und genau das setzt den Einbezug von staatlichen Stellen und NGOs voraus.

    Wohin es führt, wenn man die Funktionäre des Bistums Regensburg schalten und walten lässt, hat Herr Gassner ja gut beschrieben.

  • Coffin Corner

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    Wir alle haben uns damit abzufinden, daß Kleriker grundsätzlich unbelehrbar sind, was ihre eigenen tatsächlichen oder mutmaßlichen Fehlleistungen angeht. Fehler: Das ist in deren Augen etwas, was nur Laien begehen können.

    Nachdem Herr Müller kürzlich „postfaktische Wahrheiten“ beklagte, lässt er nun durch Herrn Fuchs seine Version auftischen: Die ist ebenfalls postfaktisch.

  • Mr. T

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    Nein, nicht postfaktisch; kontrafaktisch ist das richtige Adjektiv.

  • John

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    Es gibt Kleriker, die glauben, dass sie von Berufs wegen einen Platz im Himmel haben. Da kann man sich Fehler leisten. So ein Gefühl von Sicherheit ist doch schön!
    Daher kommt die Selbstsicherheit beim Handeln.

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Coffin Corner“ – Bei den Klerikern ist es wie bei anderen
    Leuten auch: Manche, wie z.B. Müller, Fuchs und Konsorten
    sind tatsächlich „beratungsrestistent“ und unter denen müs-
    sen dann die anderen leiden. Natürlich ist Fuchs keine Kir-
    chenleute, aber man stelle sich mal vor, der würde als Ge-
    meindepfarrer versetzt. Das wäre noch viel schlimmer, als
    wenn er in der „klerikalen Amtsstube“ hockt.

  • Coffin Corner

    |

    Anderen das „Leiden“ beizubringen und als notwendig zu erklären ist ja Teil der kirchlichen Lehre. Der Katholik hat sich schlecht zu fühlen, das gefällt angeblich dem Herrn.
    Schon deswegen sind da wohl manche, über die hier schon gesprochen wurde, religiös-fanatische Überzeugungstäter. Da hilft dann auch kein Aufklärungsbemühen, die Leute hängen schlichtweg der falschen Lehre an.

  • Rosalia Genoveva

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    Es ist widerlich, es ist unerträglich, wie regensburg-digtal den Mann, den ich als Heiligen Nothelfer zur Rettung der Kirchensteuern erkannt zu haben glaube, piesaggt (sack ist ein böses Wort!).

    Schon jetzt bete ich zum künftigen Anwärter auf eine Seligsprechung, eurem Generalvikar Fuchs, dass er mich von meinen Krampfadern befreien möge.
    Ich habe sie in den Füßen, drum krampft es da.
    Andere sollen sie anderswo haben, ließ ich mir sagen.

    Liebe Missbrauchte und Gepiesaggte, legt eure Leiden gottesfürchtig zur Wahrung und Schonung der Heiligen Katholischen Kirche als Opfer hin.
    Sonst kann Gott die Kirche nicht von den Nachteilen durch die Anschuldigungen heilen!

    Opfert eure Vergangenheit, opfert eure Seelenruhe im Alter, opfert eure Kinder!
    Zum Wohle der einzig wahren, der Heiligen Römisch-Katholischen Kirche.

  • Herbert Turetschek

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    „Nein, nicht postfaktisch; kontrafaktisch ist das richtige Adjektiv“
    Die „Aufarbeitung“ der Kirche ist schlichtweg eine Katastrophe.

  • hutzelwutzel

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    Wunderbarer Gastartikel! Besten Dank dafür!
    —————
    Wie schon einmal erwähnt, sind da leider und ohne hier anzüglich werden zu wollen, zu viele Wildtiernamen im Gespräch/ System.

    Das aber ist nicht ernstgemeint, oder?

    „Müller hätte die gesamte Untersuchung auch an ein Diözesangericht als Kollegialgericht unter Vorsitz eines Offizials mit der Untersuchung verweisen können (CIC can 1400 ff.). Diese sammeln den Prozessstoff selbst, untersuchen von Amts wegen, bedienen sich dazu eines Vernehmungsrichters (Auditor) und Bandenverteidigers (der etwa die Rolle eines Staatsanwaltes einnimmt) als Hilfsorgane und sind unabhängig von bischöflichen Weisungen.“

    Soweit ich informiert bin, wären dies zumindest in der Vergangenheit solche ebenso schillernden wie „wissenden“ Personen wie etwas ein Franz-Xaver Hirsch, oder eben der Offizial (und frühere Vizeoffizial) Dr. Josef Ammer gewesen.
    Letztgenannter soll um 1989 das „Bischöfl. Seminar zu Weiden/ Opf.“ abgewickelt haben. Möglicherweise ein weiteres Skandalon in dieser „never ending catholic story“.
    Und einen Bandverteidiger Franz-Xaver Hirsch würde man sich ebenso wenig wünschen können, als früheren Regens des Priesterseminars, der nach einem Regens Scharf wissen mußte was läuft.

    Die „Unabhängigkeit“ eines Kirchengerichts vom Ortsbischof ist ebenso legendär wie sprichwörtlich, da alle Beschäftigten spätestens bei den Ordinariatskonferenzen oder anderen Zusammenkünften wieder einmütig zusammen sitzen und beraten.

    —Zum Gesamten und zur Fuchsschen Notwendigkeit—

    Fuchs ist vor einem halben Jahr erstmals als Dozierender/ Vortragender unter k-tv aufgetreten. Die Karriere wäre geplant, was ihm durchaus einige Leute neiden könnten.
    Ein Fuchs eignet sich aber nie als Sündenbock. ;-)

  • Rosalia Genoveva

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    Mei Mann, der Bonifaz hat g’sagt, irgendwas is eigentlich wie mit der Vickerl und der Resal.
    Die Vickerl hat dreizehn Jahre in unserm Büro fesch ausg’schaut und hat uns bewundert, während sie putzt hat.
    Und wir ham fest viel Dreck g’macht und sie hat putzt. Des war fei schen. A Symbiose.

    Weil wir so viel Dreck g’macht ham, dass des irgendwann der Presse aufgfalln is, hat ma uns von ana Anwaltskanzlei a Putze borgt, des Resal.
    Des Mensch hat sich aufg’regt und aufg’regt, dass mir so viel Dreck machan, also echt!

    Ja, und da hat sich die Vickal geürchtet, dass mas vielleicht nimma brauchn, wann ma auf die Prrese und des Resal hörn, und nimma so viel Dreck machen.

    Mei, hat die uns die Vickal vor lauter ANGST a Rede ghaltn!
    „I hab Jahre den Dreck von alle Pfarrämter und Heime und Büros weg’kehrt, und wie verlangt die Haufen ins Chefbüro bracht, immer so wie ihr des verlangt habt, immer hinter die Kastln hab i alles versteckt, und wie der Berg da hinten schon zu hoch war, hab ich die Kasteln allein vorgschoben, damit Platz für no mehr Mist is.“ So hats uns die Vickal ihre Wichtigkeit klar g’macht, mit knarriger Stimme wie ein beleidigtes General-Vickal.

    Damals hamma beschlossen, wir behalten den Mist bei, wir saun weiter fest rum.
    Der Vickal zuliab.
    Dass a Arbeit hat, ane die sie scho g’wehnt is. Und fest weiter Mist hinter Kasteln schieben darf. Bis zur Pension.
    Is eh bald.

  • hutzelwutzel

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    Bleiben wir also dabei:

    Auch wenn es letzten Endes nicht einmal GLM ist, der dieses – man berücksichtige „nicht durch ihn geschaffene“ – Skandalon hervorgebracht hatte, bleibt er der Einzige der dieses innerhalb eines sehr wichtigen Zeitraumes in dessen Aufklärung verhinderte.
    Ein Zeitraum der einem frühren deutschen Papst viel Ärger und einen Verlust dessen Ansehens brachte.

    Mit GLM hat man einen kundigen, wissenden und zu lange verschweigenden Kirchenoberen bester Güte.
    Halte man sich an diesen um die Kirche zu reinigen und die Dinge zu klären.
    Lieber ein „gefallener Glaubenspräfekt“ als eine nicht mehr akzeptable Katholische Kirche!

  • Stallbeschmutzer

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    Das Lügen und Vertuschen hat in diesem Ordinariat System: wiess nicht der ehemalige Pfarrer von Georgenberg eine lange „Karriere“ im sexuellen Missbrauch von Buben auf, bis er in Weiden zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde?

    Bereits während seiner ersten Kaplanstelle gab es nicht nur Gerüchte, nein, eine Mutter wollte ihn anzeigen, wurde aber vom Pfarrer beschwichtigt: der Kaplan käme in ein Altersheim…
    Daraufhin sah die Mutter von der Anzeige ab, zumal der Pfarrer auch ihr Arbeitgeber war.

    Während seiner zweiten Kaplanstelle, natürlich in keinem Altersheim, ging der Missbrauch ungehindert weiter. Der dortige Pfarrer schaltete das Ordinariat ein, schickte ihnen sogar einen Artikel über pädophile Priester, es kam zu einem Gespräch mit den betroffenen Eltern. “ ich mache auch „Hoppereiter“ mit meinem Patenkind, da steckt doch nichts dahinter“ , so Domkapitular Hirsch abschließend. Doch der Pfarrer verweigerte die weitere Zusammenarbeit mit dem Kaplan. Er wurde also von dort abgezogen und nach Georgenberg versetzt.
    Der Missbrauch ging auch dort weiter, bis sich mehrere Eltern zu einer Anzeige entschlossen. Als dies im Ort bekannt wurde, kam es einem Spießrutenlauf gleich für die Opfer, der Pfarrer hatte seine Fans.
    Daraufhin wurde der damalige Generalvikar Gegenfurtner beschworen, sich vor die Opfer zu stellen.
    Auch er beschwichtigte und meinte, den Familien in Georgenberg werde bereits geholfen.
    Ein Rundruf bei den Betroffenen ergab, dass Gegenfurtner einfach gelogen hatte.
    Bei einem weiteren runden Tisch stilisierte sich Domkapitular selbst zum Opfer, da er seit Bekanntwerden der Vorfälle Valium nehmen müsse.
    Kurz vor Prozessbeginn gegen K. Im Mai 2003 log Bischof Müller ebenfalls in dem er bekundete: Tatsache ist, dass die damaligen Verantwortlichen im Ordinariat zum Zeitpunkt der Versetzungen des Geistlichen auch nur gerüchteweise etwas gewusst haben“ (MZ 16.02.03)
    Im Prozess räumte jedoch der Pfarrer der ersten Kaplanstelle ein, sehr wohl das Ordinariat informiert zu haben…
    Soviel zum Thema Verschweigen- Vertuschen- Versetzen
    Missbrauch von Klerikern fand in dieser Diözese nicht nur bei den Domspatzen statt, jedoch funktioniert das bewährte System auch hier, die Schuld weit von sich zu weisen.

  • Mr. T

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    Deswegen sollte man niemals jemandem trauen, der an die Vergebung aller Sünden glaubt!
    Unglaublich, wie dreist sich dieses Kuttenvolk zu lügen traut.

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Coffin Corner“ – Ich bin entsetzt! In welchen kirchlichen
    Kreisen vekehren sie denn? Wenn Ihnen jemand so einen
    Schmarrn erzählt, dann sollten Sie dem eine Retour-
    kutsche einfahren, daß es sich gewaschen hat.
    In den katholischen Kreisen wo ich verkehre, wird so ein
    Mist nicht verzapft und Sie sind nicht verpfichtet, sich von
    irgendwelchen Reaktionären so etwas anzuhören.

  • Lothgaßler

    |

    Die Äußerungen zu den Missbrachsfällen in der PNP des Regensburger Ex-Bischofs und heutigen Kardinals zu Rom Müller sind schon seltsam, des Timings wegen (warum jetzt und zur Weihnachtszeit) und weil die PNP nicht die Lokalpostille ist. Aber die PNP verliert kein böses Wort über die Kirchen und huldigt gerne dem Vatikan und dem Passauer Bischof, einem wahren Lokal-Hero rund um Passau. Ich durfte dank Heimaturlaub über Weihnachten ein paar Wochen (ältere und aktuelle) PNP-Berichterstattung konsumieren. Ein Umstieg von MZ auf PNP ist nicht zu empfehlen!
    Den Versuch die Geschichtsschreibung zu bestimmen, den hat es immer schon gegeben und die katholische Kirche hat reichlich Übung darin. Die Zeiten haben sich geändert: die Kirchen haben an Glaubwürdigkeit eingebüßt und Medien berichten ohne sich vorher mit den Kirchenvertretern abzustimmen. Was nun folgt ist Propaganda und Gegenpropaganda. Dank zahlreicher Veröffentlichungen zur Sache und zu den Umständen wird die Kirche sich ihrer Schuld stellen müssen. Gut so, und deshalb weitermachen!
    Nun bin ich durchaus froh darüber, dass dieser Regensburger Ex-Bischof nach Rom befördert wurde. Möge er dort seiner Nicht-Wissenschaft nachgehen und weiter irrglauben, dass seine Regelauslegungen irdische Bedeutung haben.
    Solange die katholische (und auch die evangelische) Kirche ihre rechtliche Sonderstellung behalten darf, müssen wir diese Leute samt ihren Gehabes und ihrer aktiven wie passiven Vertuschung wohl ertragen. Ich hoffe inständig, dass es unserer Gesellschaft doch noch gelingen wird die institutionalisierten Kirchen auf das zu reduzieren was sie sind: Priesterkasten von Glaubenslehren an etwas das es nicht gibt, samt angeschlossener Wirtschaftsunternehmen.
    Erste Schritte zur Entmachtung dieser Priesterkasten wurden schon eingeleitet: ein religiöser Totenkult ist nicht mehr nötig, der Leichnam kann ohne Kirche beerdigt oder verbrannt werden. Damit fällt ein wesentlicher Grund für den Verbleib in der Kirche weg.
    Unsere Verfassung wollte garantieren, dass jeder an das glauben kann, an das er glauben will, solange die Rechte gewahrt bleiben. Unsere Verfassung wollte nicht erreichen, dass religiöse Institutionen Parallelgesellschaften entwickeln.

  • El

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    Frau Vietze,
    da ich – den Göttern seis gedankt – nicht katholisch bin und diesen ganzen Einweihungszirkus dem ein echter Kathole ausgesetzt wird, nicht über mich ergehen lassen musste,
    habe ich mal kurz nachgeguckelt, was Coffin Corner wohl meinen können würde.

    Und da bin ich durchaus fündig geworden …. —
    schauen Sie doch selber . Ich mag nicht zitieren …mir ist vom Lesen schon ganz schummrig vor soviel Schmarrn auf einem Haufen

    hier – Auszüge aus der Katholischen Glaubenslehre . Aber vielleicht gibt es inzwischen ja ein update? Hat der Heilige Geist die software erneuert *kicher*
    http://kath-zdw.ch/maria/katholische.glaubenslehre.html

  • Rosalia Genoveva

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    @Mathilde Vietze

    Sie san entsetzt, in welchen Kreisen „Coffin Corner“ verkehrt?
    Besser gsagt, als Kind verkehrte?

    Wahrscheinlich in dem Verein, den hats bei uns auch geben, wo ein Gekreuzigter aus Holz auf der Wand ghängt ist und allweil sauer war, wenn wer gschwätzt oder glacht oder einfach gschaut hat. Laut schnaufen hat den auch narrisch gmacht, da hat er gleich noch mehr leidn müssn am Kreuz.

    Der Hölzerne hat so leiden müssen wegen die Kinder, der is sogar amol gstorbn wegen die bösn Kinda, sodass ma ihm die Schmerzen tragen helfen hat müssn, dass er net immer so allein leidn muss.

    Wenn man drosch worn is, und man hat gweint, war des koa Hilfe für den am Kreuz, aber wenn ma die Schmerzen ertragn hat ohne Muckn, dann vielleicht scho .

    Drum hat ma die Kinda viel haun müssn und kaniffeln, damit sie dem Jesus viel bei dem Kreuz tragn helfen hamm können, wo er eingtlich nur obnghängt is wegen die schlimmen KInder.

    Des hat uns da Pfarrer damals genau erklärt, der war a Anhänga von am Opus…, des war sicher a scheenes Musikopus.

    Wann sie des no net wissn, dass der Jesus allweil angfressn is wegn dem Leidn dauernd, und der Pfarrer gereizt ist, weil der Jesus am Kreuz jeden Tag schon wieder vom Leiden angfressn ist, dann hamms des innere Geheimnis der Botschaft no net verstandn.

  • Angelika Oetken

    |

    Die Geschichte, die Generalvikar Fuchs niederschrieb, setzt im Jahre O nach dem Missbrauchstsunami ein und beginnt so:
    „Anfang 2010: Nach den Vorwürfen im Berliner Canisius-Kolleg melden sich auch in der Diözese Regensburg Personen mit Vorwürfen von sexuellem Missbrauch und Körperverletzung“

    Im April desselben Jahres veröffentlichte die Hannoversche Allgemeine ein Interview mit Franz Wittenbrink, in dem der berichtete
    „Ich habe vor zweieinhalb Jahren in einer Sendung im Bayerischen Rundfunk von den Geschehnissen im Internat der Domspatzen erzählt.“
    http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Komponist-Wittenbrink-Man-musste-sich-Pruegel-abholen
    Das wäre dann Anfang 2008 gewesen. Ein sehr mutiger und konsequenter Schritt von Herrn Wittenbrink, sich damals schon gegenüber den Medien so offen zu äußern. Und kaum zu glauben, dass nie-nicht vor 2010 sich ein Opfer von Misshandlung und/oder Missbrauch direkt und diskret an das Bistum gewandt hatte….

    Vielleicht doch, nur die entsprechenden Schriftstücke sind woanders abgelegt worden? Hat man schon hinter alle Schränke geguckt?

    Vielleicht benötigt man neue RaumpflegerInnen?

  • El

    |

    Wolfgang Ambros
    hat vor langen Jahren schon eine Richtigstellung von Teilen des weihrauchschwangeren Brimboriums geschrieben .

  • Rosalia Genoveva

    |

    @alle was alte Vorgänge und Schriftstücke über Missbrauch findn mechtn.

    Ich wohn über die Grenz, wann ich längere Haxen hätt und die Fiaß ausstreckn tät, wär ich in Bayern, drum kenn ich mich nur bei uns aus, was die Opfa bei uns verzählt, wies gwesn sein tät angeblich.

    Es hat was gebn, des heißt so ähnlich wie Vergleich oder auch Zuschuss und des is so passiert. Irgendwer geht bei der Tür von aner Diözese rein und dem gehts da no schlecht, wegn an Missbrauch was er erlittn hat. Wenn er dann vorm hohen Kirchenmann sitzt, dann merkt der in der Kuttn gleich, dass der was da sitzt eigentlich nur gierige Augn hat, drum bietet er dem armen Teifl a Geld an. Und dann nach kurzen paar Monatn und vielen Verhörn wie in aner Beicht bei an verdrehten Dorfpfarrer, dann kriegt der was glaubt hat, dass er an Missbrauch ghabt hat a Geld und unterschreibt glei dabei a Schweigeverpflichtung.

    Jetzt kumm ich a scho zum Punkt.
    Des wäre doch eine gemeine Plaudertaschn, die Diözes, wenns was unterschriebn Geheimes einfach zu die normalen Vorgäng und Schriftstück abheftn tät, i mein, scho aus Rücksicht gegenüba dem, der was unterschrieben hat dass des geheim bleibn soll, derfats des net.

    I versteh net, wasses an die unterschriebenen Geheimnis von andern zum wissn wolln gibt, habts ihr alle kan Anstand?

  • Coffin Corner

    |

    Das Dokument nennt viele Namen.
    Einen vermisse ich jedoch: Geedo Paprotta, der emsige Anwalt aus Nürnberg, der auch im Film „Sünden an den Sängerknaben“ interviewt wurde.
    Wozu war er letztlich befugt oder beauftragt ?

  • "Lasset die Kinder zu mir kommen"

    |

    „Lasset die Kinder zu mir kommen“ sagt Jesus. Wer unter diesem Gesichtspunkt diesen Satz meditiert, wird erst ermessen, wo sich die Kirche seinerzeit bewegte und wie teuflisch böse die „Chronologie“ des GV Fuchs angedacht ist und schamlos Müllers Statement in der PNP ist, die Kritik an ihm sei „postfaktisch“.
    Dank an Frau Oetken, für den Link zu Wittenbrink, den sich jeder nochmals anschauen sollte.
    Ich denke, GV Fuchs hat sich wohl diesen Beitrag nie angeschaut, sonst hätte er seine verlogene Chronologie nicht so, wie geschehen, schreiben können. Welch ein Abstand zwischen Jesus und Fuchs, der den Bibelsatz zur bösen Karrikatur macht.
    Fuchs hat heute noch kein Erbarmen mit den Opfern, von Reue für seine ausgebremste „Aufklärungsarbeit“ keine Spur. Er ist (und wird es immer bleiben) ein strammer Soldat des Systems, der aus innerer Gefangenheit darin wohl gar nicht in der Lage ist, daraus auszubrechen. Bischof Vorderholzer sollte ihn von seiner Überforderung befreien. Gott segne seine administrative Asche!!!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „El“ und Rosalia Genoveva“- Wenn ich so die Kommentare lese,
    meine ich, ich hätte mein Leben (ich bin Jahrgang 1040) in einer
    anderen Welt erlebt. Ich hatte auch als Kind mit der Geistlichkeit
    keinerlei Schwierigkeiten. Da hat mir z.B. mal ein – konservativer –
    Pfarrer im Beichtstuhl gesagt „Sünde ist nur, was Du b e w u ß t
    tust“ und ein anderer Pfarrer ist offen gegen eine bigotte Lehrerin
    aufgetreten. Wer mir – schon damals – zu schaffen machte, waren
    diejenigen, die „päpstlicher als der Papst waren“, also jene, die
    der Volksmund Betschwestern oder im österreichischen Weich-
    brunn-Wanzen oder Tabernackel-Wanzen nennt. Und denen bin
    ich schon vor 65 Jahren über den Mund gefahren.

  • Lothgaßler

    |

    @Mathilde Vietze:
    Hurra, endlich haben wir Sie beim Schwafeln oder Schummeln erwischt: „ich bin Jahrgang 1040“!!! Hoffentlich sind Sie damit nicht auch bei der Rentenversicherung vorstellig geworden, was uns das bisher gekostet hätte! Ein versöhnlicher Abschluss des Jahres 2016 ;-)))

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Lothgassler“ Ich darf doch Ihren geschätzten Beitrag
    der Kategorie Satire zuordnen, oder? Falls nicht bitte ich
    ergebenst um Aufklärung, w o ich „geschwafelt“ habe.
    Auch Ihnen ein gutes Hinüberkomme ins Neue Jahr und
    ein bißchen mehr Toleranz gegenüber denen, deren
    Meinung Ihnen nicht gefällt

  • Rosalia gGenoveva

    |

    @Mathilde Vietze
    „Wenn ich so die Kommentare lese,
    meine ich, ich hätte mein Leben (ich bin Jahrgang 1040) in einer
    anderen Welt erlebt. “
    Ich glaubs ihnen auch net, dass sie Im Jahr tausendvierzig geboren sind.

    Net amal mit Botox und LIfting.

    Schönes neues Jahr!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Rosalia Genoveva“ – Sorry, war ein Tippfehler: Ich bin
    1940 geboren, aber Sie müssen auch das nicht glauben.
    Ihnen alles Gute!

  • Mathidle Vietze

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    GLM war k e i n Hirte, auch wenn er sich das selbst
    einredet und – er war – nach den Worten seines Doktor-
    vaters – b e r a t u n g s r e s t i s t e n t . Es gab durch-
    aus Bestrebungen, ihn von Regensburg fernzuhalten,
    aber B 16 war stärker.

  • Toribio

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    1. Für die Vorgänge im Domspatzenseminar des Bistums Regensburg gibt es und wird es nie eine verbrannte Vergangenheit, sondern nur faktische Tatsachenaufzeichnungen geben.
    Vertreter des RKK-Klerus wie Fuchs und Müller hat es schon seit über 2000 Jahren immer wie-der gegeben.
    Wer mehr peinlich-hässliches/ unmenschliches über die RKK wissen will, muss nur mal auf-merksam und zeitaufwändig über die Kirchengeschichte der RKK nachgooglen und auch ver-schiedene Quellen vergleichen.
    Davon aber wollen sie in der RKK nichts wissen.

    2. Postfaktisch aber bin ich der Meinung, dass Menschen, wie oben genannt und viele andere sofort als Amtsträger der RKK unehrenhaft entfernt werden müssten.

    3. Ein altes Sprichwort aber sagt: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“!
    Diese Weisheit ist in der RKK scheinbar weit verbreitet und gelebt.
    Ist so eine Haltung nicht schäbig?

    4. Nicht mal Papst Franziskus, der ehemalige Hoffnungsträger, bekommt die Hardliner im Vati-kan und in der RKK in den Griff.
    Im Gegenteil, er beruft sie eher in höchste vatikanische Kirchenämter der RKK, mit Spitzenge-hältern bestückt (???Ruhegehalt als emeritierte Bischöfe + Salär im Vatikan + freigehaltene Dienstwohnung im Heimatbistum und evtl. sogar noch Dienstfahrzeug, auch das bezahlt vom Heimatbistum???).
    Muss der Papst etwa von den Hardlinern der RKK in jeder Hinsicht Angst haben?
    Ich hoffe doch nicht?
    Alles blanke Enttäuschung und ein Schlag ins Gesicht der Gläubigen und ein Affront gegen Gott?
    Ich fürchte fast, diese RKK wird uns gläubige ChristInnen weiter an der Nase rumführen, wenn wir uns nicht massiv mit aller Konsequenz wehren und unser Staat rücksichtslos gegenüber dieser RKK/ DKK die Notbremse zieht?
    Kein Staat im Staate mehr?
    Und für alle, die meinen, dass die Kleriker es gut mit ihnen meinen:
    Ich werde mit allen Mitteln versuchen, mich auch mit zunehmendem Alter nicht von meinen Sin-nen täuschen lassen.
    So wahr mir Gott helfe!

  • R.G.

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    Der Karrieremann Gerhard Ludwig Müller zeigt vor, was bei entsprechend früher Prägung auf eine Kirchenlaufbahn in seiner Generation beruflich aus dem Arbeitermileu heraus noch erreicht werden konnte, er präsentiert jedoch ebenso, welche zwischenmenschlichen Eigenschaften bei der Focussierung weniger gefördert wurden.

    In der Missbrauchsfrage vermittelt er ernstlich, nicht versorgte Wunden aus einem halben Jahrhundert könnten schon ausreichend geheilt sein, nachdem ohnehin erst durch den Druck der Medien, wenigen Opfern nach viel Ziererei ein Symbolbetrag zugesprochen worden war.

    Rufen wir uns in Erinnerung, was von Katholischen Christen vor der Beichte gefordert wird, damit die Lossprechung Wirkung entfalten könne:

    Gewissenserforschung mit Einsicht
    Reue
    Umkehr
    Wiedergutmachung

    Sollte sich ein Bischof oder Kardinal vor einer öffentlich angekündigten Wiedergutmachung die Schritte persönliche Gewissenserfoschung und Reue erspart haben, und das gleiche noch einmal für seinen Betrieb Diözesane Kirche unterlassen haben, vielleicht weil er der Meinung ist, er selbst habe doch gar nichts angestellt, zeigt das, dass er nur theoretisch, aber nicht mal in diesem längst erwartbar gewesenen Stressfall fähig ist, menschlich geprägte Führungsverantwortung für die ihm anvertraute („seht, wie sie einander lieben, die Christen!“)Gemeinschaft zu übernehmen.

    Bissiges Hinhacken auf Opfer, Vertrauen säen gegen sie, so tun als ob das Leid mit Symbol-Schmerzensgeld abrupt aufhören hätte müssen (wie bei Erpressern), einige Opfer gegen viele weitere auspielen, sind nur einige halbstarke Verhaltensweisen, die ich bei hohen Kirchenleuten bei Missbrauchsthemen schon beobachtete.
    Oft wurde Benehmen gezeigt, das beim eigenen pubertären Sohn als rotzfrech empfunden worden wäre und zu korrektivem Eingreifen von uns Eltern geführt hätte.

    Kann die Kirche Ihre Leute in Spitzenpositionen nicht menschlicher ausbilden bzw. besser auswählen, sollte man ihr eigentlich gar keine Internats- oder Schulkinder mehr anvertrauen.

    Das bisher von mir Gesagte ging aber an der innerkirchlichen Realität weitestgehend vorbei. In Wirklichkeit hatte man regelrechte Strukturen an der staatlichen Rechtssprechung vorbei entwickelt, und nach diesen Opfer entrechtet und verhöhnt.

    Man sollte das beim Namen nennen: Bei jedem anderen kleineren Verein hätte man das Organisieren eines eigenen Rechtssystems im mit eigener Richterei, mit dessen Hilfe man z.B. eben mal locker einen mehrfachen Missbraucher auf Exerzitien und dann bloß in eine andre Pfarre schicken darf, ANARCHIE genannt.

    Die Fragestellung, warum Karriereleute wie Gerhard Ludwig Müller auf Anordnung oder mit Billigung der Vorgesetzten mit Missbrauchsfragen SO umgehen können und dürfen, ist für mich demnach von politischer Dimension: Unsere (Freiheitlich-) Demokratischen Republiken haben nicht ausreichend auf sich aufgepaßt.

  • Mathilde Vietze

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    Zur „Karriere“ von GLM: Der wurde ja überall w e g g e l o b t ;
    hätte man ihn degradiert, wäre ein Aufschrei aller reaktionären
    Katholiken durchs Land gegangen und GLM hätte seine Opfer-
    rolle genüßlich ausgekostet. Die „Freude“ darf man ihm wahr–
    lich nicht gönnen. Daß er unbeliebt ist, hat er inzwischen ge-
    merkt; leider fehlt ihm jedoch die Einsicht, daß es nur an ihm
    liegt, daß ihn keiner haben will.

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