Die geklitterte Chronologie

Die Legende vom furchtlosen Hirten und dem Fuchs, der die Gans nicht gestohlen, sondern gebracht hat

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Anlässlich eines Berichts über die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der Domspatzen schmäht Kardinal Gerhard Ludwig Müller (GLM) den Bayerischen Rundfunk der „postfaktischen Behauptungen“. Er bemüht dafür eine auf der Bistumshomepage veröffentlichte „Chronologie“, die sich bei Lichte besehen als kontrafaktische Eigenpropaganda entpuppt. GLM sieht sich als Seelsorger und Vater der Domspatzen-Aufklärung. Was ist in Regensburg geschehen? 

Hochglanz-Magazin des Bistums Regensburg zum Abschied von Gerhard Ludwig Müller nach Rom. Foto: Archiv

Hochglanz-Magazin des Bistums Regensburg zum Abschied von Gerhard Ludwig Müller nach Rom. Foto: Archiv

Schon Jahre vor den Auseinandersetzungen mit den Übergriffen in den Einrichtungen der Domspatzen standen der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller und die Personalpolitik seines Bistums in Bezug auf sexuellen Missbrauch in der öffentlichen Kritik. In der Berichterstattung um den jahrelang zerstörend wirkenden und einschlägig vorbestraften Pfarrer Peter K. wurde auch nach der Verantwortung Diözesanbischofs gefragt. Eine solche lehnte Müller im Jahre 2007 strikt ab: „Die Verantwortung für die Tat trägt der Täter“. Für eine verfehlte Personalpolitik übernahm ebenso niemand die Verantwortung. 

Beispiellose Abwehrschlacht

Mit einer beispiellosen Abwehrschlacht reagierte Bischof Gerhard L. Müller dann Anfang März 2010 auf das Bekanntwerden von sexuellen Übergriffen in den Einrichtungen der Domspatzen. Seine Strategie: All dies seien entweder längst bekannte alte Einzelfälle oder aus niederen Beweggründen von Feinden der Katholischen Kirche und Papst Benedikts vorgetragene „Vorwürfe“. Den Medien unterstellte er generell eine „Kampagne gegen die Kirche“, die ihn an die 1941 und die Nazi-Hetze gegen die Katholische Kirche erinnere. Nicht nur der Zentralrat der Juden in Deutschland bewertete diesen Angriff als Geschichtsklitterung, auch Bischofskollegen distanzierten sich.

Der Kurienkardinal Walter Kasper etwa forderte Müller auf, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern vor der eigenen Türe zu kehren. Besonders aggressiv griff Müller die damalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an (was ihm später gerichtlich untersagt wurde): Sie gehöre „einer Art Freimaurer-Vereinigung an, die Pädophilie als Normalität darstellt, die entkriminalisiert werden soll.“ So eine Gruppe könne „uns nicht kritisieren.“ 

Der SZ-Autor Heribert Prantl bezeichnete Müllers Wirken von 2002 bis 2012 in Regensburg schlicht als ein „Fiasko“.

Der den Wolf nicht fürchtet

Ende März 2010 äußerte Bischof Müller sich dann in seinem Hirtenwort etwas differenzierter. Er verurteilte die sexuellen Übergriffe als „ein Verbrechen und eine Todsünde“. Und bemängelte, dass die Kirche sich in der Vergangenheit „zu wenig pastoral und therapeutisch um die Opfer gekümmert“ habe. Den Opfern gelte „unser tiefes Mitgefühl“ und „ihrer Ehre und Würde“ sei es geschuldet, „dass ihnen Gerechtigkeit“ widerfahre.

Im zweiten Teil des Hirtenworts sah Müller allerdings wieder eine üble Verschwörung am Werk: „Ein Glanzstück des Bistums Regensburg soll in den Dreck gezogen werden“. Müller malte Schimären an die diskursive Wand, „die um jeden Preis die katholische Kirche um ihren guten Ruf bringen wollen“ und sich „die ‚Regensburger Domspatzen‘ als Opfer ausgesucht“ hätten. Das Heulen der Wölfe schrecke ihn aber keinesfalls: „In der Stunde der Bedrängnis sorgt sich jeder Hirte um die Schafe.“

Das Versagen des Medienprofis

Blieb bis zum Schluss bei seiner harten Haltung: GLM. Foto: Archiv/ as

Blieb bis zum Schluss bei seiner harten Haltung: GLM. Foto: Archiv/ as

Dabei blieb es. Müller sorgte sich in der Folge eher um sein Image und um die in seinen Augen bedrängte Christenheit als um die Opfer von Missbrauch und Misshandlung. Die Presseabteilung des Ordinariats unterstützte diese Linie nach Kräften, teilweise war dort sogar Stimmungsmache gegen öffentlich auftretende Betroffene sexueller und körperlicher Gewalt zu hören. Vielleicht glaubte man im bischöflichen Ordinariat tatsächlich an ein von den Medien aufgebauschtes Problemchen und verkannte die gewaltigen Ausmaße und das Wesen des Missbrauchsskandals.

Gerade ehemalige Domschüler, die trotz eigener Gewalterfahrung noch in den Einrichtungen der Domspatzen tätig sind, traten als Beschützer ihrer „Institution“ auf. Und hofften schon im Mai 2010 wieder aus den negativen Schlagzeilen und der medialen Defensive zu kommen. Im Jahresbericht des Domspatzen-Gymnasiums legte Schulleiter Berthold Wahl etwa ein beredtes Zeugnis für diese aufklärungsfeindliche und an positiver Propaganda interessierte Haltung ab:

„In enger Absprache mit dem Medienprofi und bischöflichen Pressesprecher, Herrn Clemens Neck, haben wir daher alle unsere weiteren Vorgehenswege besprochen. So verständlich und richtig der Wunsch zahlreicher Schüler und Eltern ist (der übrigens auch uns immer wieder unter den Nägeln brannte), die Domspatzen müssten endlich in die Offensive gehen, so schwierig ist es aber auch, den hierfür richtigen Zeitpunkt zu finden, damit die Wirkung nicht verpufft. Dieser wird sicherlich kommen, dieser ist jedoch wegen der frühzeitigen Drucklegung dieses Berichts (Ende Mai) nur in Planung, aber noch nicht terminiert.“

Die erhoffte Offensive blieb ebenso aus wie ein vernehmbarer Beitrag zur Aufklärung von Schulleiter Wahl. Der Medienprofi Neck, von Bischof Müller nach Regensburg geholt, versagte auf ganzer Linie. 

Drei Kreuze für GLM

Die öffentliche Kritik von Bischofskollegen an Müllers Vorgehen in der Thematik sexueller Missbrauch riss indes nicht ab. Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz (Stephan Ackermann etwa zeigte sich in einem Brief an Müller vom März 2012 besorgt: „Es gibt Dinge, die nachdenklich stimmen“).

Als GLM Müller im Juli 2012 nach Rom berufen wurde, trauerte ihm in der Diözese kaum jemand nach. Sowohl konservative als auch offene Christinnen und Christen zeigten sich damals zumeist stockerleichtert. Einige schlugen gleich mehrfache Kreuze. Vielfach wurde die Hoffnung geäußert, sein Nachfolger könne die irgendwie angekündigte aber versandete Aufklärung der Übergriffe in den Einrichtungen der Domspatzen endlich voranbringen. Die Täter beim Namen nennen und das Leid der Betroffenen anerkennen. Endlich einen detaillierten Bericht präsentieren.

„Er hat es nicht mehr verdient, als ‚Seelsorger‘ bezeichnet zu werden.“

Der „oberflächliche und teilweise menschenverachtende Umgang der Diözese Regensburg und ihrer Vertreter mit den Opfern des sexuellen Missbrauchs“ führte – so die Begründung der Initiatoren – im Juli 2012 zur Gründung der Gesellschaft gegen das Vergessen. In einem <em>Unabhängigen Archiv ehemaliger Regensburger Domspatzen</em> sollen künftig alle Übergriffe dokumentiert werden. Nach Ansicht der Macher des Archivs, die aus dem Umfeld der seit 2010 betriebenen Website intern-at kommen, habe es Müller „nicht mehr verdient, als ‚Seelsorger‘ bezeichnet zu werden“.

Ein nachvollziehbarer und öffentlich kommunizierter Aufklärungsprozess unter Gerhard Ludwig Müller war und ist auch in Rom, wo er nun an höchster Stelle, als Präfekt der Glaubenskongregation, für die Bearbeitung der Verstöße gegen das sechste Gebot verantwortlich ist, nicht erkennbar.

Zunächst keine Wende unter Voderholzer

Viele setzten große Hoffnungen in Bischof Voderholzer. Foto: Archiv/ Staudinger

Viele setzten große Hoffnungen in Bischof Voderholzer. Foto: Archiv/ Staudinger

Die großen Hoffnungen auf Müllers Nachfolger, dem im Januar 2013 geweihten Rudolf Voderholzer, wurden zunächst enttäuscht. In einer Pressekonferenz von Juni 2013 erklärte Voderholzer, ein Schüler Müllers, dass er an der bisherigen Aufarbeitung und dem Umgang mit Missbrauchsbetroffenen nichts zu beanstanden habe. Offenbar ohne Detailkenntnis in der Sache erklärte er, alles sei angemessen abgelaufen. 

Dennoch geht Voderholzer anders vor. Noch zusammen mit der Ende Mai 2013 verstorbenen Missbrauchsbeauftragten des Bistums, Dr. Birgit Böhm, sucht er das Gespräch mit einigen Betroffenen. Auf Anraten seines Bruders, eines Psychotherapeuten und Arztes für Psychosomatik, habe er dies getan. Im Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung vom 27. November 2013 sprach Voderholzer von einer „persönliche Belastung“ angesichts der ergreifenden Gespräche und der dahinter stehenden Leidensgeschichte. Er schäme sich „für jeden einzelnen Fall“.

Über die bereits bezahlten finanziellen „Anerkennungsleistungen“ der Diözese für die Missbrauchsopfer wollte der Bischof damals nicht sprechen, sie seien nach seinem „Dafürhalten wirklich angemessen“.

Wende nach „Akte Domspatzen“

Filmemacherin Mona Botros (hier mit Kameramann Andreas Kerle). Foto: SWR/ Mona Botros

Filmemacherin Mona Botros (hier mit Kameramann Andreas Kerle). Foto: SWR/ Mona Botros

Die Wende kam erst mit der ARD-Doku „Sünden an den Sängerknaben“ vom 7. Januar 2015. Die Filmemacherin Mona Botros hatte mit ihrem Film Die Akte Regensburger Domspatzen, die den Leidensweg der drei ehemaligen Domspatzen Georg Auer, Udo Kaiser und Alexander Probst eindringlich darstellte, einen bundesweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Einen Sturm in ungekannter Dimension, auf den Bischof Voderholzer reagieren musste..

In seiner Ansprache zu seinem zweiten Weihejubiläum vom Januar 2015 zeigte sich Bischof Voderholzer „entsetzt und beschämt“ über die Vorfälle bei den Domspatzen. Darüber, dass von „so vielen weitgehend Gleichlautendes berichtet“ werde, den Opfern aber nicht geglaubt „und somit ihr Leid verdoppelt“ werde. Er wolle mit möglichst vielen Opfern persönlich sprechen, sie anhören „und sie auch persönlich um Vergebung zu bitten“.

Während man dies als Abkehr vom bisherigen Vorgehen des Ordinariats auffassen konnte, schwenkte Voderholzer sogleich auf die alte starre Linie ein. Die in der Vesperansprache anwesenden „Domspatzen“, die er zu seinen „wichtigsten Mitarbeitern“ rechnet, spricht er direkt an. Sie seien in „den letzten Tagen und Wochen mancher Anfeindung ausgesetzt“ gewesen. Es sei allerdings nicht verwunderlich, dass sie „als eine so herausragende Institution das besondere Augenmerk der Öffentlichkeit, vielleicht auch manche Eifersucht und Neid auf sich“ zögen. Müllers Ideologie scheint hier deutlich durch.

Bischof Voderholzer muss einlenken

Sieben Wochen nach der Ausstrahlung von „Sünden an den Sängerknaben“ lenkte die Diözese ein. Überraschenderweise gab sie ihre starre Linie auf und kündigte an, dass auch das Leid der Opfer von körperlicher Gewalt der Domspatzen-Einrichtungen von Etterzhausen und Pielenhofen pauschal mit 2.500 Euro „anerkannt“ werden solle. 

Von Kardinal Müller und seinem Vorgehen bei in Rom bekannten kirchlichen Missbrauchsfällen hörte man zwischenzeitlich nichts Positives. Im Gegenteil: Müller musste sich nachsagen lassen, dass in der von ihm geleiteten Glaubenskongregation ein Missbrauchstäter sitzt und dubioses Bargeld aus seinen Dienstgeschäften in einer Würstel-Dose gebunkert würde

Auftrag zur Aufklärung an Rechtsanwalt Weber

Rechtsanwalt Ulrich Weber bei seinem Zwischenbericht über die Aussagen Betroffener: "Ich habe keinen Grund, an den Schilderungen der Betroffenen zu zweifeln." Foto: Werner

Rechtsanwalt Ulrich Weber bei seinem Zwischenbericht über die Aussagen Betroffener: „Ich habe keinen Grund, an den Schilderungen der Betroffenen zu zweifeln.“ Foto: Werner

Zwei Monate später und nach einem kaum zu steigernden Druck auf Internat und Schulen der Domspatzen folgte der nächste Schritt: Ende April 2015 beauftragte das bischöfliche Ordinariat den Regensburger Rechtsanwalt Ulrich Weber mit der Aufklärung und Dokumentation aller sexuellen und körperverletzenden Übergriffe. Im Januar 2016 lieferte Anwalt Weber die ersten Zwischenergebnisse, welche die düsteren Schätzungen von Betroffenen bestätigten. 

Ein auf Anregung von Rechtsanwalt Weber einberufenes Kuratorium, das sich paritätisch aus Betroffenen, dem Bischof und Bistumsangestellten zusammensetzte, traf sich zum ersten Mal Anfang Februar 2016. Daraus entstand rasch ein weiteres, verschlanktes Gremium, das sich ausschließlich um die Modalitäten einer externen Aufarbeitung kümmern soll. In dieser Runde arbeiteten die ehemaligen Domspatzen Michael Sieber, Peter Müller und Peter Schmitt und seitens des Bistums Bischof Rudolf mit Domkapellmeister Roland Büchner und Internatsdirektor Rainer Schinko. 

Nach acht Monaten Verhandlungen wurden Anfang Oktober 2016 das vierteilige Ergebnis dieses Aufarbeitungsgremiums auf einer Pressekonferenz präsentiert: die neutrale Anlaufstelle für Betroffene beim Münchner Informationszentrum für Männer (MIM); in Anlehnung an die Entschädigungspraxis von Kloster Ettal ein kirchenunabhängiges Anerkennungsgremium, das die Anträge auf Anerkennungsleistungen für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch bearbeitet (Anträge hierzu: http://www.intern-at.de/aufarbeitung/); der Auftrag für eine sozialwissenschaftliche Studie an die Kriminologische Zentralstelle Wiesbaden (über die Bedingungen, die Körperverletzung und sexuellen Missbrauch in den Einrichtungen der Domspatzen ermöglicht und so lange Zeit zugelassen haben); und eine historische Studie (über die Zeitumstände der Übergriffe bei den Regensburger Domspatzen) unter der Leitung des Lehrstuhlinhabers für Bayerische Geschichte Professor Bernhard Löffler, die auf Wunsch von Bischof Voderholzer beschlossen wurde (Details dazu).

Fast nur Lob für die Ergebnisse

Das Verhandlungsergebnis stieß auf weitgehende Zustimmung. Nicht nur die am Verhandlungstisch sitzenden Ex-Domspatzen zeigten sich erleichtert. Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, konstatierte zum Beispiel, man habe in Regensburg aus den Fehlern und den Versäumnissen der Vergangenheit offenbar gelernt. Das Erreichte sei „wohltuend und ein wichtiges Signal an Betroffene“, das hoffentlich „auch im Vatikan die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient, insbesondere beim Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller“.

Dass das Regensburger Ordinariat nur für die Missbrauchten und Misshandelten der Domspatzen-Einrichtungen Empathie und Aufarbeitungswillen zeigt, hielt Rörig nicht von seinem pauschalen Lob ab. 

Vereinzelte Kritik

Vereinzelte negative Kommentare von meist anonym auftretenden ehemaligen Domspatzen monierten, dass sie sich nicht von dem Gremium vertreten fühlten und die verhandelnden drei Ex-Domspatzen wenn nicht gekauft, so doch in der Sache über den Tisch gezogen worden seien. Dass die wesentlichen Verhandlungsergebnisse allein nach langem Kampf und auf Verlangen der Ex-Domspatzen zustande kamen und im Vergleich mit anderen Bistümern positiv heraus ragen, wurde dabei ignoriert.

Irritationen entstanden (auch unter Medienleuten) daraus, dass der Verhandlungsprozess auf der bereits erwähnten Pressekonferenz als glatt und die teils gravierenden Differenzen eigenartigerweise gar nicht dargestellt wurden. Wie in einem Gespräch mit einem Kirchenmann zu vernehmen war, sollen die achtmonatigen Verhandlungen mehrfach kurz vor dem Abbruch durch Betroffene gestanden haben. Hätte man diese Schwierigkeiten angemessen thematisiert und nicht verschwiegen, wären die Verdienste des Aufarbeitungsgremiums noch deutlicher geworden und höher zu bewerten.

Bitte um ein Gespräch mit dem Kardinal

Gewisse Irritationen dürften sich auch daraus speisen, dass auf der Pressekonferenz kritische Nachfragen an Bischof Voderholzer, die auf Kardinal Müller zielten, von Ex-Domspatzen abgebügelt worden sind. Es sah tatsächlich so aus, als ob Ex-Domspatzen den amtierenden Bischof vor einer Bewertung seines Vorgängers schützen müssten. Eine Erklärung hierfür gab Peter Schmitt, der auf Anregung von Bischof Voderholzer im Aufarbeitungsgremium saß: Man suche mit Präfekt Müller noch ein eigenes Gespräch und wolle sich dazu aktuell nicht weiter äußern.

Kardinal Müller, der gleich nach der Bekanntgabe der Verhandlungsergebnisse vom BR befragt wurde, wollte sich zunächst überhaupt nicht mehr zu der Thematik der Übergriffe bei den Domspatzen äußern. Den Ruf, nicht Teil einer lobenswerten Aufarbeitung, sondern ihrer Hindernis gewesen zu sein, konnte Müller indessen nicht auf sich sitzen lassen.

Der Kardinal und sein Sprachrohr PNP

Über zwei Monate nach der Pressekonferenz äußerte sich Präfekt Müller erneut. Dies tat er in einem Interview in der Passauer Neuen Presse vom 16. Dezember 2016 mit Domspatzen-Funktionär Karl Birkenseer. 

Birkenseer wollte vom ehemaligen Bischof von Regensburg wissen, ob er „zu einem Gespräch mit Opfervertretern bereit“ sei, wie auf der oben genannte Pressekonferenz gebeten wurde. Birkenseer: „Wird es zu einem solchen Gespräch kommen?“ Müller antworte ausweichend und redete unpassender Weise als Seelsorger, nach dem aber nicht gerufen wurde: „Persönliche seelsorgerliche Gespräche bleiben ihrer Natur nach vertraulich.“ Was er „zur Aufklärung der Straftaten gegen Kinder und Jugendliche, die sich allerdings schon 40 bis 50 Jahre vor meinem Amtsantritt als Bischof von Regensburg ereignet“ hätten, beitragen könne, werde er Rechtsanwalt Ulrich Weber mitteilen.

Man fragt sich, ob der im Vatikan für sexuelle Übergriffe von Geistlichen zuständige Kurienkardinal Müller zur Aufklärung überhaupt irgendetwas beitragen kann, wenn er glaubt, es gehe nur um Straftaten aus der Zeit vor „40 bis 50 Jahren“?

Bischof Müller als Initiator der Aufarbeitung?

Generalvikar Fuchs will wohl auch ein Stück vom Kuchen des Lobes... Foto: Archiv/ Staudinger

Generalvikar Fuchs will wohl auch ein Stück vom Kuchen des Lobes… Foto: Archiv/ Staudinger

In seiner Eigenschaft als Bischof von Regensburg habe er, so Müller in der PNP weiter, im März 2010 „nach den erstmaligen Meldungen dieser schweren Delikte an die Bistumsleitung den Aufklärungsprozess initiiert und strukturiert“. Der jetzige Bischof Rudolf habe „das 2010 Begonnene mit großem Engagement fortgesetzt“, worüber er, Müller, aber „froh und dankbar“, sei. Dass er den Aufklärungsprozess sogar nach seinem Weggang noch verzögert habe, seien gezielt verbreitete „postfaktischen Behauptungen“ und ein „Versuch, einen früheren Bischof von Regensburg gegen den jetzigen auszuspielen“. Müllers Beweis: „Wie aus der ‚Chronologie der diözesanen Aufarbeitung‘ auf der Homepage des Bistums“ hervorgehe, habe er „den Aufklärungsprozess initiiert und strukturiert“.

Sucht man in dieser Chronologie, die Anfang Dezember 2016 auf der Bistumshomepage veröffentlicht wurde, Angaben darüber, wer die eigentliche Aufklärungsarbeit ab 2010 geleistet und geleitet hat, wird namentlich der Generalvikar Michael Fuchs genannt. Der Bischof habe demzufolge seinen Generalvikar Fuchs beauftragt, die „dazu nötigen strukturellen Maßnahmen einzuleiten“. Da Michael Fuchs auch der Verfasser der Chronologie selbst ist, schließt sich der selbstreferentielle Kreis.

Konträr dazu ein Faktum, das man der Fuchsschen Chronologie nicht entnehmen kann: Bischof Voderholzer hat seinen formal-rechtlich zuständigen Generalvikar Fuchs von den entscheidenden Verhandlungen im erwähnten Aufarbeitungsgremium 2016 kurioserweise gänzlich ferngehalten. Die Namen jener Ex-Domspatzen, die das verdienstvolle Verhandlungsergebnis im Grunde erarbeitet und durchgesetzt haben, sucht man jedoch in der Fuchsschen Chronologie vergebens.

„Der geschwundene Vertrauensverlust“ für das Bistum

Bemerkenswert erscheint noch, dass die Fuchssche Chronologie bislang streng geheim gehaltene Details ausgeplaudert. Wie etwa interne Termine. Oder, dass die bisher ausbezahlte Anerkennungssumme für sexuell Missbrauchte durchschnittlich 7.871 Euro betrage und auch Nicht-Domspatzen darunter sind – ein Detail, das bislang überhaupt noch nicht kommuniziert wurde.

Sehr problematisch für die Aufklärungsarbeit unter Rechtsanwalt Ulrich Weber dürfte das von Fuchs erstmals lancierte Detail sein, wonach viele der „Besprechungs- und vermutlich einige Antragsakten“ von Betroffen, die sich an Dr. Birgit Böhm gewandt hatten, nach ihrem Tod von ihrem Sohn unter Verschluss gehalten werden würden und somit nicht zur Aufklärung herangezogen werden können. Die bischöfliche Administration klage gerichtlich auf ihre Herausgabe, so Fuchs.

Da die „Chronologie der diözesanen Aufarbeitung“ vor sachlichen Fehlern, logischen Brüchen, widersinnigen Stilblüten („der geschwundene Vertrauensverlust“) und unstimmigen Gefälligkeiten strotzt, dürfte sie ihrerseits Teil der laufenden Untersuchung werden.

Spielt Müller ein falsches Spiel?

Überrascht von den Aussagen von Kardinal Müller: Peter Schmitt. Foto: Archiv/ Werner

Überrascht von den Aussagen von Kardinal Müller: Peter Schmitt. Foto: Archiv/ Werner

Was sagt der „Opfervertreter“ Peter Schmitt, der um ein Gespräch mit Müller gebeten hatte, zu dessen Einlassungen in der PNP und der Fuchsschen Chronologie? Auf Nachfrage erklärte Schmitt gegenüber regensburg-digital, dass es ihm nicht um „seelsorgerisches“, sondern „vielmehr um ein reflektierendes und selbstkritisches Gespräch“ gehe.

Er wolle über Fehler sprechen, „die möglicherweise seit Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe 2010 gemacht worden“ seien. Er, Schmitt, nehme Müllers Interviewaussage zwar positiv aber auch erstaunt zur Kenntnis, da er „den Kardinal im Juni 2016 vergeblich um ein Gespräch gebeten“ und „lediglich eine negative schriftliche Antwort seines Privatsekretärs bekommen“ hätte.

Weitere Anläufe seien ebenso fruchtlos geblieben, weshalb er skeptisch hinsichtlich des Zustandekommens eines Gesprächs sei. Die von Müller angeführte Fuchssche Chronologie, sei „einseitig aus Sicht des Bistums formuliert“. Die vom Aufarbeitungsgremium beschlossene historische bzw. soziologische Studie werde als Ergebnis, so hofft Schmitt, „den Aufarbeitungsprozess umfassend und unabhängig dokumentieren“.

Die geklitterte Chronologie bleibt

Was der ehemalige „Domspatz“ Peter Schmitt erwartet, dürfte Kardinal Gerhard Ludwig Müller bedrängen: eine unabhängige Dokumentation und externe Bewertung des Aufarbeitungsprozesses, der bis 2012 unter Bischof Müller fast versandet wäre.

Warum Voderholzer sich mit der fraglichen Legitimation durch die Fuchssche Chronologie von Kardinal Müller die Lorbeeren für den laufenden Aufarbeitungsprozess stehlen lässt? Vermutlich steht der jetzige Bischof seinem Vorgänger doch näher als den sexuell Missbrauchten und körperlich Verletzten. Da kann die Chronologie zu Gunsten des aktuell sehr mächtigen Glaubenspräfekten schon mal geklittert und das grundlegende Engagement der Betroffen ausgeblendet werden.

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Kommentare (79)

  • Coffin Corner

    |

    Es ist schon verwunderlich, wie die Kirche das so eben mühevoll aufgebaute Verhältnis zu den geschundenen Opfern nun mit einem Handstreich (auf wessen Geheiss auch immer) wieder zerstören kann.
    Nachvollziehbar wird das erst, wenn man diese Absicht rückwirkend von vornherein unterstellt. Eine andere Schlussfolgerung bleibt mir nicht.
    Ich habe den Verdacht, daß der ehemalige Bischof mit der Vorgehensweise seines Nachfolgers in keinster Weise einverstanden ist und deshalb jetzt dagegen vorgeht.
    Als williges Werkzeug dient ihm sein ehemaliger Generalvikar. Ein Pöstchen auf einer höheren Stufe der Leiter könnte ihm dafür verheissen sein.

  • Engelburgergassler

    |

    Bei allem Respekt vor den Opfern, aber langsam bekommt man den Einsruck, es ist eigentlich alles gesagt – und zwar vielfach – nur nicht von jedem…
    Ich kann hier nichts Neues und Erhellendes mehr herauslesen.

  • hutzelwutzel

    |

    Kurz und gut: „Denn sie wissen nicht was sie tun!“

    Da brennen mit Sicherheit einige Dinge „auf den Nägeln“, die massive Schwurbeleien in die Grenzland-Diözese bringen.
    —————
    Geht Bischof Rudolf II, und wenn ja, wohin?
    —————
    Soll(t)e GLM vielleicht nach dem Weggang Bischof Rudolf II nach Regensburg zurück?
    —————
    Wohin in Zukunft mit dem vielen Geld, das mutmasslich derzeit woanders geparkt ist, weil man unlängst die Finanzen der Diözese Regensburg offenlegen mußte?

    Wir werden es mit Sicherheit erleben, dass sich hier noch ganz andere Stellen einschalten, als diejenigen Stellen welche die letzten zwei Jahre auf höherem Parkett bereits Bewegung in diese Dinge gebracht hatten.

    Danke Herrn Robert Werner für diesen exzellenten Artikel. Nur durch solche Veröffentlichungen wird schliesslich einmal der Wahrheit Rechnung getragen werden!

  • Angelika Oetken

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    Der Sohn der 2013 plötzlich verstorbenen Frau Dr. Böhm tut das einzig Richtige.
    Ich nehme an, dass er die Dokumente digitalisiert hat und vom Notar in der Form auch beglaubigen ließ. Ich habe mir sagen lassen, dass das in Bayern 10.- Euro für die erste A4-Seite kostet und dann pro weiterer Seite 1.– Euro. Unabhängig davon, sollte Frau Dr. Böhms Sohn die so kopierten Unterlagen noch an einer dritten Stelle hinterlegen.

  • Rosalia Genoveva

    |

    @Engelburgergassler
    meint:
    „Bei allem Respekt vor den Opfern, aber langsam bekommt man den Einsruck, es ist eigentlich alles gesagt – und zwar vielfach – nur nicht von jedem…
    Ich kann hier nichts Neues und Erhellendes mehr herauslesen.“

    Der Bonifaz, der denkt in Zahlen. Er meint, Erhellendes wär grad das Gegenteil von dem, was der Diözesanbuchhaltung nützn tät.
    Verdunkeln bringt auf die Dauer unterm Strich viel mehr.

    Er gibt scho zua, maniches Mal muss ma a Monat oder zwa mitfühlend tuan, wenn die Mitglieder grad davon rennen wolln, aber nachher gehts scho wieder: Bauch raus, Hohlkreuz rein und lausbübisch schaun, des schaut bei alte Mannerleit mit schwarze Kleider allweil irgendwie aus.

    Mei und i hätt auch was zu sagen.
    Die Kirchenmannerleit, die schaun von vorn scho so fesch aus, des tät mich, also wenn ich a Mannerleit wär, erfreun, wenn dauernd a Fescher mit an Kleid durch mei Büro spazieren tät.
    Da mechat ich net dauernd grauslichene Gschichten von Missbrauchten hören.

    Gibt ja viel Schöneres für an Schöngeist.

  • Toribio

    |

    Aus meiner Sicht war GLM der schlechteste und diktatorischste Ordinarius, den Regensburg je hatte.
    Er war a. m. S. aufbrausend, ohne jegliches Talent zum Hirten und herrschte über alle ihm anvertrauten ChristInnen in für mich absolutistischer Manier nach seinem eigenen Gusto und ohne jegliche Rücksicht auf die Meinung anderer.
    Wer sich ihm nicht beugte wurde abgeschossen oder kalt gestellt.
    Ich weiß wovon ich rede, weil ich ihn in meiner Zeit als Pfarrgemeinderat in meiner Heimatgemeinde und bei verschiedenen Veranstaltungen in Regensburg hautnah miterlebt habe.
    Er war m. E. beratungsresistent, herrschsüchtig, nicht offen anderen gegenüber, System immanent gefährlich und deshalb habe ich ihn nie als Bischof anerkannt.
    Ich bin überzeugt, dass es in der RKK verantwortliche Macher gibt, die ich eher als Teufel/ Satane in Menschengestalt einschätzen würde.
    Ich bin mir sicher, dass GLM in seiner Zeit als Regensburger Herrscher, der Diözese dadurch, dass er überall menschlich und gerichtlich aneckte mehr geschadet als genutzt hat.
    Dafür wurde er aber auch von seinem Mäzen Josef Ratzinger für seine ihm entgegengebrachten Dienste reichlich mit „Vitamin B“eziehungen belohnt und als Chef der Glaubenskongregation nach Rom berufen, wo ich ihn als Mensch und als Priester bzw. Kleriker total für fehlbesetzt sehe.
    Für mich wäre er eher in der tiefsten Provinz, viell. als Klostergeistlicher, besser aufgehoben.
    Dort könnte er, sofern er dazu überhaupt fähig ist, über sein bisheriges Leben und Handeln/ Herrschen in Demut nachdenken und den Herrn um Vergebung bitten.
    Ich hoffe auch inständig, dass der Herr unser Gott über Ratzinger, Müller, Fuchs u. v. andere Kleriker so urteilt, dass er seinen restlichen gläubigen ChristInnen gerecht wird?
    Umsonst gibt es ja nicht die schöne Geschichte einer Frau, die angeblich in die Hölle sehen durfte und sah, dass dort der Fußboden mit Priester- und Bischofsmützen gepflastert war.
    Welch ein anmutendes Bild?
    Unter Umständen wird sich auch Papst Franziskus vor Gott fragen lassen müssen, warum er GLM für die RKK im Vatikan nicht verhindert hat.
    RKK eben eine aus verschiedenen Ideologien/ Philosophien institutsimmanent zusammengewürfelte sogenannte Religion, wobei man bei dieser Institution Eintritt in Form von Kirchensteuer zahlen muss, um überhaupt dabei sein zu dürfen.
    Ob das der Herr unser Gott und Jesus Christus überhaupt so wollten?
    Ich hoffe ja immer noch, dass der Hl. Geist in dieser RKK endlich mal anfängt menschlich positiv zu wirken!

  • Ehemaliger

    |

    Trotzdem ist das alles keine anständige Aufarbeitung!
    Jetzt wird über die Kirche und oder dem Generalvikar Fuchs schlecht gechrieben, aber mann muss sich auch fragen , warum sich die Beteiligten , Herr Propst , Herr Sieber, Herr Schmitt , usw, sich damit eigentlich wirklich darauf eingelassen haben.
    Diese sogenannten Zahlungen von 5.000 bis 20.000 Euren sind in keinster Weise angemessen und entbehren jeder Grundlage!“

  • Rosalia Genoveva

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    @Coffin Corner
    Ich verstehe Sie scho, aber so denkt nur der, was halt no nia nix gmacht hat und mit Leit zammen is, die no nia nix gmacht hamm.

    Stell dir vor, du wärst recht guat befreundet mit Leit, die was sich an Kindern vergriffn hamm, dann kommt ein Zeitgeist daher und will von denen, dass sie des plötzlich verbotene Verhältnis mit die armen geschundenen Teifel aufgeben, und nachher schreibt einer im WehWehWeh,

    „“Es ist schon verwunderlich, wie die“…..“das so eben mühevoll aufgebaute Verhältnis zu den geschundenen Opfern nun mit einem Handstreich (auf wessen Geheiss auch immer) wieder zerstören“

    Des tät die mit Vorliebe für Kleinere durcheinander bringen: Solln sie jetzt weiter Kontakt zu die Opfer habn solln oder nicht?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Toribo“ – Ich unterschreibe jeden Satz Ihres Kommentars. Als gläubige,
    aber sehr kritische Katholikin muß ich feststellen, daß GLM mehr Menschen
    die Freude am Glauben verdorben hat, als es drei Dutzend Atheisten vermögen.
    Er war nicht nur kein Hirte, er war einer der glaubte daß nur seine Meinung
    die alleinseligmachende sei. NIcht ohne Grund hat sein Doktorvater gegenüber
    einem Regensburger Theologie-Professor geäußert „Was wollen’S denn mit dem,
    der ist ja beratungsresistent. Und die beiden Herren waren k e i n e Kirchen-
    feinde, ganz im Gegenteil, die haben immer zum Wohle der Kirche (und gegen
    GLM) gearbeitet. Mir ist sogar bekannt, daß ein hochrangiger Kirchenmann
    sich vehement dagegen gewehrt hat, daß GLM Bischof von Regenburg wurde,
    er sich aber gegen B 16 nicht durchsetzen konnte.

  • Angelika Oetken

    |

    „Der Bonifaz, der denkt in Zahlen. Er meint, Erhellendes wär grad das Gegenteil von dem, was der Diözesanbuchhaltung nützn tät.
    Verdunkeln bringt auf die Dauer unterm Strich viel mehr.“

    @Rosalia Genoveva,

    diese Aufarbeitungssimulationen, die in Regensburg und andernorts vorgeführt wird, bliebe der Öffentlichkeit erspart, würden die Behörden konsequent der Spur des Geldes folgen. Alles Weitere ergibt sich dann von selbst.

    VG
    Angelika Oetken

  • joey

    |

    GLM kratzt das nicht (mehr).
    Die Domspatzen haben Reformen und Qualitätssicherung durchgeführt, ich glaube kaum, daß sowas noch möglich ist. Auch nur der kleinste beweisbare Vorfall (mit Handy heute leicht) wäre das Aus für die Domspatzenschulen.
    Die Leitmedien bzw Staatsanwaltschaft haben bei TvE gezeigt, welchen Einfluß die Kirchen noch haben, besonders bei den ÖRmedien.

    Die Sache wird irgendwann im großen Müllhaufen der Geschichte begraben, RD hat nicht genug Stammleser, um die Diskussion zu erhalten. GLM kann es aussitzen.

    Lösungsvorschlag: wer die Kirchenmacht einschränken möchte, muß eine der beiden Parteien wählen, die das vorhaben. Daß da keiner Illusionen hat: Macht wird es weiterhin geben, auch Kirchen. Aber diese Macht muß (demokratisch rechtsstaatlich) bedroht sein, nur so begrenzt sie sich selbst. CSU als bestes Beispiel: ohne Opposition wäre diese Partei längst untergegangen, weil kein Veränderungsdruck mehr.

    Die Amensager müssen weniger werden. Danach laßt uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand.

  • hutzelwutzel

    |

    @Toribio:

    Aus meiner Sicht war GLM der schlechteste und diktatorischste Ordinarius, den Regensburg je hatte.
    ————–
    Erwiderung: Leider gab es in der Vergangenheit noch Schlimmere, und auch über die aktuellen Drei ist der Stab noch nicht gebrochen (worden).

    ******************

    Er war a. m. S. aufbrausend, ohne jegliches Talent zum Hirten und herrschte über alle ihm anvertrauten ChristInnen in für mich absolutistischer Manier nach seinem eigenen Gusto und ohne jegliche Rücksicht auf die Meinung anderer.
    Wer sich ihm nicht beugte wurde abgeschossen oder kalt gestellt.
    ———————
    Konnte man ebenfalls bei anderen Regensburger Bischöfen erleben, doch hatten diese deren Adlaten, welche die Dinge erledigten. Insofern war GLM grds. mal ehrlich, und hatte sich selbst zum Buhmann gemacht.
    Vielleicht versagtem ihm aber auch von Anfang an die einstmals Getreuen die Gefolgschaft. Den Bischof wählt/ akzeptiert schlußendlich das Domkapitel.

    ******************

    Dafür wurde er aber auch von seinem Mäzen Josef Ratzinger für seine ihm entgegengebrachten Dienste reichlich mit „Vitamin B“eziehungen belohnt und als Chef der Glaubenskongregation nach Rom berufen, wo ich ihn als Mensch und als Priester bzw. Kleriker total für fehlbesetzt sehe.
    ———————
    J.R. als GLM’s Mäzen? Eher gezwungenermassen, denn freiwillig. Manchmal bestimmt eben doch das Werk vor dem Gedanken.

    ******************

    Für mich wäre er eher in der tiefsten Provinz, viell. als Klostergeistlicher, besser aufgehoben.
    ————————–
    Ach nee? ;-) Geht nicht, denn in den Klöstern muß die Neuevangelisierung erdacht werden, da wäre GLM schon immer hinderlich gewesen. Fragen Sie mal nach, welcher Orden oder auch nur welche Kongregation – außer der Glaubenskongregation ;-) – ihn genommen hätte.

    ******************

    Ich hoffe auch inständig, dass der Herr unser Gott über Ratzinger, Müller, Fuchs u. v. andere Kleriker so urteilt, dass er seinen restlichen gläubigen ChristInnen gerecht wird?
    —————————–
    Hilft nur aktuell den Malträtierten und Geschundenen nicht weiter.

    ******************

    Ob das der Herr unser Gott und Jesus Christus überhaupt so wollte?
    Ich hoffe ja immer noch, dass der Hl. Geist in dieser RKK endlich mal anfängt menschlich positiv zu wirken!
    ————————
    Wenn ich fragen könnte, würde ich fragen, ob er überhaupt die RKK wollte. ;-)
    Der Hl. Geist kann nicht „menschlich positiv wirken“, er ist der Hl. Geist, der bestenfalls Feuerzungen aussenden kann, oder – manche Leute sagen auch so – in Form von Feuerzungen ausgesendet wird.
    Dabei scheint es aber immer häufiger zu brennen, denn für Erleuchtung zu sorgen. Geldvermehrung/ Geldsorge war noch nie der Dreifaltigkeit Anliegen.

    Mose klopfte auch nicht an einen Stein, um am Klang das Vorhandensein einer Goldader zu erhören, sondern um Dürstenden Wasser zu besorgen. ;-)

    Deshalb: Schließt den Vorhang wie die Hl. Pforte. Macht es Vergessen, schont die Worte.

  • Herbert Turetschek

    |

    Es ist eine schwere Situation, nicht nur für Regensburg, sondern für die ganze katholische Kirche in Deutschland. Die Kirche muss endlich Konsequenzen ziehen, ich bin nicht dafür, dass so weiter agiert wird, denn mein Eindruck wurde beim Kongress in Berlin „Kein Raum für Missbrauch“ an dem ich teilnahm schon dahingehend „korrigiert“, dass Dinge zum Vorschein kamen, die ich bisher so nicht für möglich hielt und es kommen immer mehr „Details“ zum Vorschein. Da frage ich mich wirklich, wann hört es auf und wünsche mir dringend, die Aufklärung möge weitergehen bis zur Vollständigen Aufklärung der Vorkommnisse.

  • hutzelwutzel

    |

    Ganz vergessen: Ein gutes neues 2017 Herrn Aigner, der gesamten Redaktion, den immer wieder Gutes Beitragenden, sowie der Stadt und dem Landkreis Regensburg. Auf das endlich mal Frieden in der „Boomtown“ einkehren möge!

  • Paxmundi

    |

    Selbstherrlichkeit, Machtmissbrauch, geistige und körperliche Gewalt, Unterdrückung, etc. ect.: hatten wir alles schon. Hat das letzte Mal vor 500 Jahren zur Kirchenspaltung geführt. Siehe: es gibt Alternativen, ohne seinen Glauben verlieren zu müssen…

  • Angelika Oetken

    |

    „Das Verhandlungsergebnis stieß auf weitgehende Zustimmung.“

    Wie wurde denn die bemessen?

  • Toribio

    |

    @ Mathilde Vietze
    Danke für Ihre treffende Antwort.
    Es tut gut zu wissen, dass es noch Menschen wie Sie mit entsprechender Erfahrung in dieser RKK gibt.
    Ihre Argumentation und ihr Erfahrungswissen gefallen mir sehr.
    Ich selbst bin zwar katholisch getauft, fühle mich aber nicht dieser Kirche zugehörig oder verpflichtet, sondern als gläubi-ger praktizierender Christ, denn das kann ich auch ohne RKK und ihr knebelndes Recht sowie deren aus meiner Sicht falschen Moral und Handlungsweise.

    @ hutzelwutzel
    Wollen Sie etwa das Verhalten von GLM entschuldigen?
    Dass es noch andere gab, die aus Ihrer Sicht noch schlimmer waren ist doch keinerlei Argument dafür.
    Ich habe von GLM gesprochen und so, wie ich ihn sehe!
    Ich fürchte fast, wenn ich Ihre Antworten lese, Sie gehen diese Probleme sehr, ja sogar zu ignorant, oberflächlich und etwas blauäugig an.
    In Ihren Antworten könnte ich fast einen verzweifelten Kirchenmann der RKK erkennen, der mit Argumenten eben dieser RKK und m. E. von dieser RKK erfunden versucht, sich die wirklichen Probleme schön zu reden oder mit untauglichen Mitteln im Sinne der Institution zu erklären.
    Wer sagt uns denn, dass die Quellen für Ihre Antworten aus der Bibel von eben dieser Institution RKK, in der ich alles für möglich halte, richtig übersetzt, unverfälscht interpretiert und ohne Hintergedanken für die Machterhaltung dieses vom Mammon abhängigen und geprägten, m. E. aus vielen Ideologien zusammengeschmiedeten Religionskartells richtig wiedergegeben sind.
    Die Beweise für die Richtigkeit der Aussagen in der sog. Hl. Schrift als Ganzes verstecken die RKK und verschiedene andere Religionsimperien in gut gesicherten für die Allgemeinheit unzugänglichen Archiven.
    Warum tun sie das wohl?
    Hat es in der Zeitgeschichte nicht schon genug Unheil durch Religionen, auch und vor allem durch diese RKK gegeben?

    Diese Probleme aber können nur unsere weltlich staatlichen Regierungen lösen indem sie die Religionen und Kirchen in ihren Ländern entmachten und ohne jegliche Vergünstigungen auf die Stufe der Allgemeinheit stellen.

    Allein da fehlt mir aber aus meinen bisher gemachten Erkenntnissen wirklich der Glaube!!!

  • Angelika Oetken

    |

    „Vereinzelte negative Kommentare von meist anonym auftretenden ehemaligen Domspatzen monierten, dass sie sich nicht von dem Gremium vertreten fühlten und die verhandelnden drei Ex-Domspatzen wenn nicht gekauft, so doch in der Sache über den Tisch gezogen worden seien“

    Soweit ich informiert bin, kommunizieren die missbrauchten und misshandelten Ehemaligen der Einrichtungen der Domspatzen vor allem über soziale Netzwerke, auch über geschlossene Gruppen. Dass die, welche in Medienartikeln oder -foren berechtigte Kritik üben und über Hintergründe berichten lieber anonym bleiben wollen, kann ich außerordentlich gut nachvollziehen.

    Im Großen und Ganzen unterscheidet sich der institutionelle Tatort „Einrichtungen des Bistums Regensburg“ nicht von anderen. Da läuft es nämlich ganz ähnlich.

  • Herbert Turetschek

    |

    „Ganz vergessen: Ein gutes neues 2017 Herrn Aigner, der gesamten Redaktion, den immer wieder Gutes Beitragenden, sowie der Stadt und dem Landkreis Regensburg. Auf das endlich mal Frieden in der „Boomtown“ einkehren möge!“
    Genau!

  • Angelika Oetken

    |

    „Müller musste sich nachsagen lassen, dass in der von ihm geleiteten Glaubenskongregation ein Missbrauchstäter sitzen und dubioses Bargeld aus seinen Dienstgeschäften in einer Würstel-Dose gebunkert würde.“

    Die „Würstchendosenaffäre“ vor gut einem Jahr war doch eine hübsche Inszenierung oder? Sie hat es sogar in die Bild-Zeitung geschafft. O-Netz schrieb damals:

    „Daraufhin hätten Finanzfahnder bei einer Durchsuchung im Büro von Müllers Verwaltungsleiter in einer Schublade, hinter einer alten Dose Wiener Würstchen, 20 000 Euro in bar gefunden – und beschlagnahmt. Das Geld stamme aus Gebühren, die der Vatikan weltweit aus Bistümern für die Untersuchung von Fällen sexuellen Missbrauchs bezieht. Es bestehe laut „Bild“ der Verdacht, dass das Geld für private und dienstliche Anschaffungen verwendet worden sei. Gegen Müller werde ermittelt.“
    https://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/vermischtes-de-welt/kardinal-gerhard-ludwig-mueller-unter-druck-razzia-im-vatikan-d1076243.html

    Ich schätze, dass GLM seinen eigentlichen Auftrag erfüllt hat und jetzt endlich aus Rom weg darf. Wenn schon nicht nach Südamerika, dann doch wieder nach Deutschland zurück. Aber wie dem auch sei: die Causa Würstl-Dose zeigt, dass es unter den Leuten da im Vatikan welche mit einem gewissen Humor geben muss. Es besteht also noch Hoffnung.

  • hutzelwutzel

    |

    @Toribio:

    Entschuldigen Sie, doch wollte ich weder etwas beschönigen, noch jemanden aus der RKK verteidigen. Dazu kenne die die RKK mittlerweile zu gut.
    Mir geht es eher darum den Leuten begreiflich zu machen, dass sich diese Klerikalgesellschaft mit beschränkter Haftung“ nie ändern wird. Nicht durch Austauschen einiger weniger Personen, weil das System krankt. Manche behaupten sogar, dass System sei nicht krank, sondern von Anfang an so angelegt. Dieser Ansicht neige ich immer mehr zuzustimmen.

    So lange jedoch unsere Politik solche Einrichtungen benötigt um mit einem Vertrösten auf ein Jenseits Aufstände zu verhindern, wird sich hier nichts machen lassen.
    Mittlerweile ist der Zenit schon überschritten, was heißt, dass wir diese „Institutionen“ aufgrund der demografischen Verhältnisse in Deutschland weiter ertragen müssen, außer …
    Hier schreibe ich jetzt nicht weiter, weil man es sich denken kann.

  • Karl Svoboda

    |

    1) Dank an Regensburg Digital für diese treffende Zusammenfassung.
    2) Ich weiß, dass es da sehr problematische Auseinandersetzungen gab – und ich kann und will nicht aus der Ferne Partei ergreifen -: Aber wäre es nicht sinnvoll, für diese eine Sache, nämlich die massive Vertuschung von Missbrauch unter Gerhard Ludwig Müller und seine miserable Amtsführung das Kriegsbeil mit Christian Eckl – ja wenn nicht zu begraben, so doch einfach mal nur für diesen Fall beiseite zu legen? Er berichtet ähnlich und stößt ins selbe Horn. Es würde Regensburg wirklich gedient, wenn Müller als der misanthrope Kleingeist bloßgestellt wird, der er ist.
    3) Rudolf Voderholzer ist um keinen Deut weniger kleingeistig als sein Vorgänger, auch wenn er, zum eigenen und Regensburgs Schaden, von GV Fuchs und Neck abgeschirmt wird, so dass er gar nicht mitbekommt, wie sehr ihm diese beiden dadurch schaden, dass sie ihre Machtposition behalten und ausbauen wollen.
    Seine Silvesterpredigt, die sich das Bistum nicht entblödete, online zu stellen, legt Zeugnis ab für einen AfD-nahen geistigen Kleingärtner, der viel über Sonntagsheiligung und christliches Abendland ohne irgendeinen spirituellen Impuls schwafelt, nebenbei noch Kardinal Marx eins auswischen will und sich wohl dabei noch katholisch vorkommt, wenn er sich selbst in ein rechts-reaktionäres Eck stellt.

  • Berthold Gutermuth

    |

    Und trotz aller Aufarbeitungsversuche gibt es immer noch eine „Dr. Georg Zimmermann-Straße“ in Eslarn. Welch eine Schandstraße.

  • Toribio

    |

    @ hutzelwutzel
    3. Januar 2017 um 21:29 | #

    Diesem, Ihren letzten Post stimme ich uneingeschränkt zu.

    Dies alles aber ist ein erneuter Beweis dafür, dass wir für unsere sog. Kirchen-, Staats- und Gesellschafts-Eliten nur als Mittel für ihre persönlichen Zwecke benutzt werden.
    Das aber sollten und müssen wir uns nicht gefallen lassen und uns mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln wehren.
    Hunde, die ständig von ihren Peinigern getreten werden, beißen sicher auch mal böse und folgenschwer für die Peiniger zurück.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Toribo“ Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Nachdem ich mit der Kirche
    auch sehr viel gute Erfahrungen gemacht habe, halte ich es mit dem Satz
    „Auftreten, statt austreten.“ Wenn man als Mitglied der Kirche den Mächtigen
    auf die Zehen tritt, tut ihnen das viel weher, als wenn einer außerhalb der
    Kirche ist. Außerdem wurde mir schon wiederholt von erfahrenen katholi-
    schen Pfarrern gesagt, ich solle auf jeden Fall meine offene und kritische
    Haltung beibehalten. In der RKK bewegt sich durchaus etwas, aber diejeni-
    gen, die das Rad zurückdrehen wollen, sind immer noch in der Überzahl
    und das ist die „Heldentat“ von B 16.

  • Robert

    |

    @ Karl Svoboda, danke für den Hinweis auf die Predigt von Bf. Rudolf. Prof. J.Ratzinger hat mal geschrieben, der Dogmatiker sei immer auch Kirchengeschichtler und da hatte er Recht. Dogmatiker, wie GLM und R.Voderholzer, deuten gesellschaftliche Entwicklungen und historische Verläufe immer so, dass sie mit der aktuell angesagten dogmatischen Lehre zusammengehen. Ich denke, dass keine 5% der Gottesdienstbesucher und Predigtlauscher dem HH Bischof inhaltlich folgen konnten und noch weniger ihm hätten widersprechen können. Der Rest dürfte beeindruckt gewesen sein, über die Fülle an historischen Details, die der HH. Bf aufzusagen vermochte, das reicht doch , oder?

    RD und WB sollten das Kriegsbeil ruhen lassen? Nicht nur, dass ich dies angesichts der beteiligten Akteure für unmöglich halte. Eckl macht opportunistischen Anzeigenblatt-Journalismus, der derzeit auf GLM haut. Sähe Eckl einen Vorteil darin, das Gegenteil zu tun, nichts, auch keine gegenteilige Faktenlage, würde ihn daran hindern – denke ich. Im Zuge des Prozesses gegen Domspatzen-Missbrauchstäter Christian F. bejammerte Eckl, dass die jetzigen Domspatzen wieder in die negativen Schlagzeilen kämen. Ähnlich hat er sich zuletzt über den laufenden Aufarbeitungs- und Aufklärungsprozess generell geäußert. Wenn RA Weber im Frühjahr seinen Aufarbeitungsbericht zu Missbrauch und Misshandlung bei den Domspatzen abgeben wird, dürfte es Eckl sein, der diesen für sein Werbeblatt ausschlachten wird, egal wie er ausfällt.

  • Angelika Oetken

    |

    @Karl Svoboda,

    soweit ich informiert bin, hält Herr Voderholzer seine Predigten in lateinischer Sprache. Damit ihn keiner versteht?

    Das finde ich genial!

    VG
    Angelika Oetken

  • Nemo Udeis

    |

    Liebe Frau Oetken,
    jetzt wirds aber echt peinlich. Aus welcher trüben Glaskugel haben Sie denn das herausgelesen? Oder wars der Kaffeesatz von letzter Woche?

    Nemo Udeis

  • Angelika Oetken

    |

    Sie waren doch bestimmt dabei @Nemo Udeis: Herr Voderholzer hat keine lateinischen Texte vorgetragen?

    VG
    Angelika Oetken

  • Nemo Udeis

    |

    Wenn es sich um lateinische Gebetstexte handelt, dann empfehle ich den Blick ins in allen Kirchen aufliegende „Gotteslob“ – da sind praktisch alle (sicher 90%), die überhaupt noch manchmal in Verwendung sind, übersetzt. Und damit irgendwie gar nicht geheim. Und für den Rest gibts leicht zugängliche Übersetzungen. Wenn man will.
    Aber das ist ja für Sie wahrscheinlich auch egal, Hauptsache, man kann irgendwelches Geschwurbel von sich geben.
    Fürs lateinisch Predigen reichts im Klerus ganz allgemein schon lange nicht mehr. Egal, auf welcher Hierarchieebene.

  • Stefan Aigner

    |

    Aus gegebenem Anlass: Künftig werden Kommentare, die mit dem Thema des Artikels nichts zu tun haben ohne Vorwarnung gelöscht.

  • R.G.

    |

    Weshalb lese ich über mit größter Spannung Regensburger Verhältnisse, wenn ich doch in einem anderen Land lebe?

    Weil die Dramaturgie der (Nicht-) Aufarbeitung bewährten Vorgaben zu folgen scheint.

    Der Adelssproß Kardinal Schönborn in Wien, der schon als möglicher Papst gehandelt worden war, könnte gut als direktes Vorbild des Kurses der doppelten und wechslenden Sprache gedient haben, derer sich nun GLM in Bezug auf die Vorfälle in Regensburg bedient.

    Sein vormaliger Chef, der damalige Kardinal Groer, hatte gehen müssen, weil die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn zu massiv und glaubhaft geworden waren. Beerbt hatte ihn sein ehemaliges „Beiwagerl“, sein Weihbischof Graf Schönborn. Inzwischen werden Votivtafen am Grab des geschassten Kardinals Groer geduldet, man bastelt eifrig an einer Seligsprechung des zweifellos „lust“ig gewesenen Herrn.

    Den ehemaligen Kindern dagegen, die damals seine Opfer gewesen waren, kommt heute in der Außendarstellung der Besonders Gläubigen immer öfter die Rolle der „Versucher“zu.

    Als es dem Grafen Schönborn, der übrigens unter anderem in Regensburg studiert hatte, beim Karriereschritt dienlich gewesen sei, habe er er sich relativ kurz auf der Seite der Groer-Opfer positioniert, wirft man ihm vor. Nun, da er selbst Kardinal sei, bringe es ihm keinen Vorteil mehr.
    Zwar gab es unter Schönborn eine „unabhängige“ Kommission zur Abfindung der „echten“ Opfer, aber…- naja, das ist ein anderes Thema.

    GLM hat einen Bonus, er gilt in Lateinamerika als der nette Herr, der für die Rechte der armen Christen eintrete. Damit dürfte erklärt sein, warum ihn der Lateinamerikaner Papst Franziskus wertschätzt.

    Mit dem sicheren Polster hält es GLM vielleicht nicht mehr für notwendig, sich als Versteher der Opfer von MIssbrauch zu defnieren. Es bringt ihm ja aktuell nichts mehr.

    Er zeigt wieder seinen eigenen Charakter.

  • Karl Svoboda

    |

    Verehrter Robert,

    ich habe ausdrücklich nicht davon gesprochen, dass man das Kriegsbeil begraben soll. Ich habe die Berichterstattung beider Seiten gelesen. Hier haben zwei Seiten Verletzungen davon getragen, die weder einfach ungeschehen gemacht noch einfach aus der Welt geschafft werden können. Es mag Ihnen nicht gefallen, aber ich schätze einiges – nicht alles – sowohl bei Eckl als auch bei Regensburg Digital.
    Die Sache, um die es hier geht, nämlich die Demaskierung des diabolischen Treibens von Müller, Fuchs, Voderholzer und Neck (die ihrer Bestrafung durch Gott, wie ich glaube, nicht entgehen werden, auch wenn es keine Hölle gibt), wäre es allemal wert, ZUSAMMEN zu arbeiten. Es ist das Wesen des Kompromisses, das man auch mal über den eigenen Schatten springt – und nicht nur fundamentalistischen Wahrheitsfanatismus pflegt. Wohin letzterer führt, demonstrieren doch Müller und Voderholzer par excellence. Und ich nehme an, dass weder Regensburg Digital noch Herr Eckl den beiden in dieser Haltung folgen wollen und daher auch nicht folgen.

  • Harald

    |

    Hut ab, Robert Werner, das war einer der besten Artikel, die ich je gelesen habe!
    Doch irritiert mich ein wenig der Unterton der Verwunderung.

    Das war doch alles schon lange geplant und entspricht der weltweit angewandten Medienstrategie der katholischen Kirche für Missbrauchsfälle.

    Seit das Bistum Boston ob der Schadenersatzforderungen der Missbrauchsopfer Konkurs anmelden musste, versucht man, auch in den USA, kleine Gesprächsgruppen (z.B. Kuratorien) zu installieren, in denen man sich mit Opfern nett austauscht und diese davon überzeugt, dass es besser ist sich im kleinen zu einigen als im großen zu streiten. Gleichzeitig starten wütende Gläubige wie zufällig Shitstorms gegen Anwälte, die immer noch versuchen Schadenersatzprozesse zu initiieren.

    In Deutschland versucht man, das in Ettal gelungene Model Schdenersatzforderungen zu umgehen, zu vervielfältigen und selektierte auch bei den Domspatzen willige Opfervertreter. (Diese Umgehen von Schadenersatzzahlungen ist übrigens nichts weiter als das, was man schon seit 50 Jahren versucht!)

    Schritt 1 der Medienstrategie des Bistums: Opfervertreter weichspülen, Bischof Voderhozer als Aufklärer präsentieren und am wichtigsten, die ganze Angelegenheit für beendet erklären.

    Schritt 2 der Medienstrategie: GV Fuchs darf nun das Ansehen von Kardinal Müller mittels einer Chronik aufhübschen (dabei geht im allgemeinen Aufschrei unter, dass auch DKM Ratzinger als doch eigentlich Hauptverantwortlicher mit der Chronik aus der Schusslinie gebracht werden soll)

    Schritte 3 der Medienstrategie: Es bleibt abzuwarten wer schneller heiliggesprochen werden wird, Papst Emeritus oder der Großinquisitor?

    Wer in der Kirche Karriere machen möchte und dafür haben sich diese Herren Fuchs, Voderholzer und Co ja alle entschieden, der kann sich doch gar nicht mit Müller anlegen!

    Den Opfern am meisten geschadet haben die vom Bistum selektierten Opfervertreter gemacht, als sie den frommen Spruch Voderholzers abnickten, dass man für das erlittene Leid gar nicht entschädigt werden könne und das Bistum daher nur eine zahlen werde. Die Opfervertreter nickten tief ergriffen und begriffen gar nicht, dass sie in diesem Moment schon verloren hatten.

    Die vollständige Selbstverleugnung als Opfer gelang Alexander Probst als er in der Pressekonferenz das Wort für Bischof Voderholzer ergriff, als dieser anfing zu stammeln. Besser hätte das kein Holywood Regiseur hinbekommen! , wie rührend und ergreifend für alle wahren Katholiken. Es waren die Herren Schmitt und Probst in der Pressekonferenz, die den Schritt 1 der Medien Strategie des Bistums aufgehen ließen und deshalb wird es auch keinem, auch nicht mit dem besten Artikel , gelingen, den Schritt 2 zu unterbinden.

    Die Opfervertreter haben auf der ganzen Linie versagt oder anders formuliert, das Bistum hat in seinem Sinne genau die richtigen Opfervertreter selektiert und war erfolgreich. Auf der Strecke geblieben sind die Interressen der Opfer sowie eine Aufklärung die Kirche und Gesellschaft gleichermaßen aufrüttelt!

  • Robert Werner

    |

    @Harald (und andere)
    Einige Anmerkungen zu den Beiträgen.
    Man macht es sich zu einfach, wenn man behauptet, es gäbe eine „weltweit angewandte Medienstrategie der katholischen Kirche für Missbrauchsfälle“. Die Rechtsprechung der Gerichte in den USA, das Handeln der staatlichen Behörden in Irland oder die Höhe der in Deutschland von Gerichten zugestanden „Schmerzensgelder“ für Körperverletzung und sexuellen Missbrauch führten und führen zu unterschiedlichen Verläufen und Ergebnissen in den Auseinandersetzungen.

    Für Regensburg wäre unter GL Müller und in den ersten Jahren unter R. Voderholzer etwas anders „geplant“ gewesen, als zuletzt ausgehandelt wurde. Meine Rückschau sollte dies zeigen. Ihre Behauptung man habe in Regensburg „auch bei den Domspatzen willige Opfervertreter (selektiert)“ entspricht nicht der Sachlage und vergreift sich in der Wortwahl. Betroffene haben – soweit bekannt – ihre Opfervertreter, bis auf einen, selbst bestimmt!
    Die Aufklärung und Aufarbeitung der Übergriffe bei den Domspatzen sind nicht beendet, wie Sie meinen, sie sind bestenfalls auf den Weg gebracht! Die Ergebnisse der noch nicht einmal begonnen Studien stehen also ebenso aus, wie der Bericht des vom Bistum beauftragen RA Weber. Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, kann man all dies bewerten.

    Dass Voderholzer DKM G. Ratzinger aus der Schusslinie bringen will, liegt nahe. Deshalb sein Wunsch nach einer historischen Studie, die Ratzingers Handeln innerhalb der bayrischen Geschichte verständlich und ohne Bewertung ausdeuten soll.

    Über die Höhe der in Aussicht gestellt finanziellen „Anerkennungsleistungen“ und deren Zweck kann man sich streiten. Sie waren allerdings – im Vergleich zu anderen – ein gutes Ergebnis eines außergerichtlichen Verhandlungsprozesses, der einvernehmlich beendet wurde. In diesem Sinne waren beide Parteien „erfolgreich“ und dafür aufeinander angewiesen. Dies liegt in der Natur eines „Interessensausgleichs“.
    Wer sich von den Verhandlungen und den daran beteiligten nicht vertreten fühlt, könne, so wurde es ausdrücklich von den Verhandlungsparteien betont, jederzeit andere, insbesondere gerichtliche Wege beschreiten.

    Wir würden gerne über andere Strategien und Ergebnisse berichten.

  • Angelika Oetken

    |

    Da anders als in den USA z.B. Institutionen in Deutschland für die von ihnen zu verantwortenden Sexualstraftaten nicht haftbar gemacht werden können, bliebe Opfern der Einrichtungen der Regensburger Domspatzen nur der zivilrechtliche Weg. Indem sie die jeweiligen unmittelbaren Täter verklagen. Zu den Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten gibt das Netz Auskunft, sie wurden aber erst in den letzten Jahren angepasst, allerdings nicht rückwirkend. Deshalb dürften die meisten Taten sowohl straf- als auch zivilrechtlich verjährt sein.
    Blieben noch die Missbrauchsverbrechen, die in der jüngeren Vergangenheit passiert sind. Deren Opfer sind ebenfalls noch jung. Was die ggf. vor Gericht erwartet, darüber wurde ja unlängst hier auf Regensburg-Digital berichtet.

  • R.G.

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    @Harald
    Ihr Beitrag kritisiert die Arbeit der Opfervertreter.
    Wenn ich nur rational aus der Ferne durch den Blickwinkel schaue, was die Opfervertreter erreichten und worin sie versagten, komme ich zu den gleichen Ergebnissen wie Sie.

    Die Vorgabe, die Ausgewählten hätten für alle ein annehmbares Ergebnis zu bringen, reduziert die „Vertreter“ aber auf eine zu leistende Funktion – so wie man von gewählten Politikern Ergebnisse fordert.

    Ich erwarte demnach, dass der, der eine Große Anzahl Missbrauchter vertritt, gefälligst nicht als Geringleister aus den Verhandlungen rausgeht. Er hat ja meinen Auftrag. Er soll spuren.

    Tauscht man das Wort Opfervertreter gegen „Missbrauch-Überlebender“, sieht die Sache gleich anders aus.

    Als Metapher sehe ich vor meinem geistigen Auge einen Bericht über eine junge, nette Frau, die, wie sich raustellte und in dokumentarischen Filmszenen rückblickend zu sehen war, von Hunden aufgezogen worden war und sich mit ihnen über Jahre deren Futter teilen hatte müssen.

    Nachdem man sie gefunden hatte, brachte man ihr nach und nach den aufrechten Gang und alle zivilisatorischen Fähigkeiten bei, sie selbst lernte von sich aus dazu. Es schien dem Dorf und den Wissenschaftern aus der Stadt, als wäre sie nun ein Mitglied der menschlichen Gesellschaft geworden.

    Aber als man sie zu Hunden brachte, begab sie sich wieder wie selbstverständlich auf alle Viere. In emotional sehr belastenden Situationen ebenfalls.

    Nun erkannte die sie begutachtende und bewertende Spezies Mensch, sie sei defekt, weil sie die erwünschte Verhaltensweisen der unter Menschen Aufgewachsenen nicht immer erbringe.

    Die Frau hatte aber das Klügste getan, sie verhielt sich bei für sie gefährlichen oder beängstigenden und verunsichernden Situationen, oder wo ihre Muttersprache „Hund“ angebrachter war, genau so, wie sie Jahre zuverlässig überlebt hatte, als Hund unter Hunden, oder als Hund unter Menschen, der menschisch als Fremdsprache erlernte…
    Sie hatte für immer in sich drin, Menschen waren ursprünglich ihre Peiniger gewesen.

    Was erwarte ich nun von Missbrauch-Überlebenden und Gewalt-Überlebenden, wenn sie Kollegen von ihren Peinigern gegenübersitzen, und gleichzeitig noch den Druck spüren, für andere Opfer sprechen zu sollen?

    Dürfen sie nicht durch Trigger und Stress in den erlernten, damals als Zögling am sichersten erwiesenen Überlebensmodus fallen, dürfen sie nicht reflexhaft reagieren, dadurch wieder klein werden, und aus der Haltung vorübrgehend vor einen vermeintlich guten Wort der Oberen hinschmelzen? Ist wie ein Verletzer reagieren, der auch mal irrtümlich beim Höheren Zuwendung sucht, zwar vergeblich wie damals, für einen Verletzten nicht logisch?

    Ich spreche diesen Opfervertretern = Überlebenden, die freiwillig zu den Vertretern ihrer ehemaligen Unterdrücker gingen, auf jeden Fall meinen Dank aus.
    Mein größter Auftrag an sie lautete nämlich, bitte noch einmal als Überlebende aus der Begegnung, aus den Machträumen ihrer damaligen Peiniger rauszugehen.

    Wllen wir in der Kindheit körperlich und seelisch verletzte Menschen mit stärkeren Ergebnissen rauskommen sehen, müssen wir uns überlegen, was wir tun, wie wir Solidarität mit ihnen zeigen können bis hin, dass man sie oder ihre Familien emotional, finanziell und im Alltag praktisch, unterstützt, und jederzeit Zuhören, und therapeutische und juristische Unterstützung gibt.

    Mehr als jetzt ist nur durch mehr engagierte Menschen, durch stärkeres gemeinsames Handeln auf mehreren Ebenen, erreichbar.

    Die Träger des brutalen Stils wünschen sich nichts mehr als die Spaltung der Opfergruppen.
    Den Gefallen muss man ihnen nicht machen.

    Der Ball ist bei uns.

  • harald

    |

    @Robert „Wir würden gerne über andere Strategien und Ergebnisse berichten“

    Nun, über die Strategie von Alexander Probst kann man doch schon berichten? Als vom Bistum ernannter Opfervertreter hat sich aus Sicht der Opfer nicht gerade mit ruhm bekleckert, dafür versucht er jetzt mit einem Ghostwriter ein Buch über sich selbst und seine Missbrauchserfahrung herauszubringen und so wenigsteens selbst Kasse zu machen. Das ist doch eine Strategie? Und wie man in den Ankündigungen lesen kann, erzählt er dort nicht ganz die Wahrheit, oder gab es damals wirklich schon 6-jährige Domspatzen?

    Immerhin, das ist doch eine Strategie über die man berichten kann (also das wonach Sie suchen). Ob das eine erfolgreiche Strategie ist, bleibt abzuwarten. Den Opfern, die Alexander Probst ja vorgab zu vertreten, nützt das nichts.

    Manchmal ist es eben besser dein Einigung zu verweigern oder zumindest herauszuzögern, unter anderem auch, wenn man sich gar nicht sicher sein kann, dass die eigene Meinung mit den Meinungen der Opfer, die man vorgibt zu vertreten, übereinstimmt. Es gab keine Einigungepflicht für das Geschäftsjahr 2016! Ich bleibe dabei, es wurde nichts erreicht, ja noch schlimmer, das Ergebnis ist ein Rückschritt hinter bereits Erreichtes.

    Mich wundert hier auch ein wenig die Parteilichkeit und offene Sympathie gegenüber den vom Bistum selektierten Opfervertretern bei Regensburg Digital, zumindest in Robert Werners Antwort. Es geht in keinem Gespräch von Opfern mit dem Bistum um eine gerichtliche Auseinandersetzung; das führt nur gerne das Bistum als Alternative an (und leider auch Rober Werner bei auch Regensburg Digital s.o.). Eine juristische Auseinandersetzung für in Deutschland zu nichts, denn die Entschädigungszahlungen, die deutsche Gerichte bei Missbrauch im Namen des Volkes ausurteilen, sind lausig (auch das wäre mal ein Thema für Regensburg Digital). Und die Einrede der Verjährung zu umgehen, wird immer schwieriger, dank Opfervertretern und Dank der neuen Chronik obwohl die Vertuschung der Missbrauchshandlungen ja für sich auch eine Straftat darstellt?!
    Kein Opfer, das ich kennen gelernt haben, hat je über den juristischen Weg nachgedacht. Die Kirche müsste doch, so sie weiterhin Kirche sein möchte, andere Maßstäbe ansetzen als „das Rechten“. Die Kirche predigt doch Moral, Verantwortung und Mitmenschlichkeit und aus diesen Maßstäben, also den Maßstäben der Kirche heraus, müssen die Opfer ausreichend (und das bedeutet ihren Bedrüfnissen entsprechend und individuell) entschädigt werden.
    Das Verwunderliche ist doch, dass die Kirche, statt ihren eigen Maßstäben genüge zu leisten, „Heerscharen“ von Juristen bemüht und nicht einfach sagt: „Komm her Opfer, was ist Dein Schmerz und wie können wir Dir helfen?“ Dieses schlichte Vieraugenbespräch zwischen Opfer und Hirte findet nicht statt. Die Kirche baut weiterhin auf Juristen und PR Kampagnen staat Seelsorge zu betreiben. So macht sich die Kirche selbst überflüssig.

  • Ehemaliger

    |

    @harald
    Ein Buch wie das von Alexander Probst ist mit Sicherheit ein gewagtes Projekt,
    doch auf jeden Fall zweckdienlich auf die damaligen schlimmen Zustände aufmerksam zu machen. Somit hilft es uns dann vielleicht doch , so hoffe ich, allen damaligen Opfern,

    https://www.bayern3.de/alexander-probst-regensburger-domspatzen-sexuell-missbrauch-mensch-otto

    http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-by/_-JS/9-4g9-4H/160202_2000_Mensch-Otto_Alexander-Probst-Missbrauchsopfer-Regensbur.mp3

  • Coffin Corner

    |

    Wenn ich gerade das Interview mit Alexander Probst höre, dann muss ich mich schon fragen, warum der Mann nun derart umfällt. Er glaubt an die ehrlichen Absichten von Bischof Voderholzer.
    Er hält nichts von Bischof GLM.
    Die Chronologie soll doch aber wohl genau das dementieren. Der Lack darf immer noch keine Kratzer bekommen, das ist das Motiv.

  • R.G.

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    @Coffin Corner

    „Wenn ich gerade das Interview mit Alexander Probst höre, dann muss ich mich schon fragen, warum der Mann nun derart umfällt. Er glaubt an die ehrlichen Absichten von Bischof Voderholzer.“

    Vielleicht lebt er leichter mit der Vorstellung, der Bischof Vorderholzer sei ein Guter?

    Weshalb sollen totalitär erzogene Menschen mit seelischen oder körperlichen Verletzungen von Missbrauch, gruppenfähiger oder verhandlungsfähiger sein als der Durchschnitt?

    Wenn ich schaue, wer von unseren Jugendfreunden ein richtig guter Verteidiger wurde, dann sind das die emotional Sparsamsten.

    Ich mit meinen Anlagen wäre dauernd von Tonlagen oder Verständnisheische der Kirchenleute irritiert und würde ihnen ihre guten Absichten glatt glauben. Die gutmütige Doofheit wurde mir von genau der Kirche anerzogen.
    Mich könnte eine Opferkommission noch besser rumkriegen.

    Man sollte damit rechnen, dass das Ergebnis von solchen Verhandlungen die Verfasstheit und Bedürfnisse des jeweiligen Opfervertreters widerspiegeln muss.

    Die Lehre daraus: Für andere Ergebnisse muss man andere Wege oder gehen oder mit anderen Menschen agieren.

  • Coffin Corner

    |

    Selbstverständlich kann, darf und soll der Christ vergeben.
    Aber er darf auch Vorleistungen des Täters erwarten.
    Die Reihenfolge lautet: Reue, Bekenntnis, Vergebung, Buße.
    Das sollte auch Herr Müller wissen.

    Hier sind aber noch keine Vorleistungen erbracht: Hier sind maximal Vorleistungen versprochen worden.

    Mein Eindruck: Was der Herr Bischof Voderholzer macht, gefällt dem Herrn Müller nicht.
    Also gibt Herr Müller nun via GV Fuchs seine Version in Umlauf.

    Die konservativen Schäfchen in der Kirche glauben immer das, was der „Obere“ sagt.

    Ich gehe soweit zu sagen: Ggf. wird Herr Müller seinen Nachfolger abberufen lassen.
    Die Mittel dazu hat er ohne Zweifel.

  • Querdenker

    |

    @ alle
    Ist die im Blog geführte Selbstfindungsdebatte um den richtigen Weg der Opfervertreter wirklich zielführend? Ich glaube nicht, meine Lebenserfahrung sagt mir anderes.
    In einem (wenn auch nur widerwillig) lernenden System wie der Kath. Kirche reicht es, um voranzukommen, nicht, nur reaktiv zu sein und zu warten, was die klerikalen Mächte den Opfern diktieren möchten. Das sollten wir alle aus der Zeit G.L. Müllers und GV Fuchs gelernt haben. Und so gesehen, ist der Aufarbeitungsansatz, den Voderholzer jetzt (widerwillig) den Opfern zugesteht, zumindest ein kleiner Fortschritt.
    Tut man in einer komplexen Problemlage gar nichts, ändert sich nichts an der wackelingen Architektur, die man überwinden möchte, nichts. Man muss manchmal etwas wagen und einen Sprung machen, um überhaupt voranzukommen. Wer nicht springen will, kommt dann möglicherweise gar nicht oder zu spät ans Ziel. Aber auch wer springt, kann naß werden. Wer ohne Rücksicht auf die Fakten (z.B. Verjährungsfragen, Porzesskostenri – siko, Gefahr der Retraumatisierung etc.) die Opfervertreter für ihr Wagnis kritisiert, argumentiert an der Realität vorbei, weil er/sie der Problemlösung nicht dient. Er muss konkret sagen, wie er es besser machen will. Dann kann man weiter um eine bessere Lösung ringen.
    Jeder Weg, den ein Opfer gehen möchte, verdient Respek. Dies gilt insbesondere für jene, die einen anderen Pfad privilegieren. Aber niemand kann heute sagen, wie die Sache mit Bischof Voderholzer und seiner neuen Aufarbeitungsstrategie ausgehen wird. Auf der Basis reiner Spekulationen zu behaupten, die Opfervertreter hätten falsch gehandelt, ist kontraproduktiv. Wir bewegen uns alle in einem System, das vermutlich ja nur ein lästiges Problem loswerden will. Wenn das so ist und andere Wege der Überwindung des Systems aus heutiger Sicht keine besseren Lösungen anbieten, sollten wir die Opfer auf dem Weg durch die Komissionen zwar nicht unkritisch, aber dennoch stützend begleiten.
    Es war m. E. höchste Zeit, dass sich Robert Werner im Blog jetzt vor die Opfervertreter gestellt hat.

  • Angelika Oetken

    |

    @Querdenker,

    gerade weil die Einstellungen und Methoden der Kirchenfunktionäre bekannt und berüchtigt sind, ist bei allem, was diese als „Aufarbeitung“ bezeichnen, eine besonders gesunde Skepsis angebracht. Genauso verhält es sich mit der Prävention. Es gibt überall auf der Welt Opferinitiativen, die Homepages betreiben, deren Besuch sich lohnt. Dort wird detailliert beschrieben, was zu den notwendigen Maßnahmen und Veränderungen führt und was im Gegenteil mündet. Auch in Deutschland haben sich Betroffenene und Mitbetroffene des Tatortes „Katholische Kirche“ organisiert. Bezeichnend ist die große Unterstützung, die sie insbesondere von Angehörigen der kirchlichen Institutionen erhalten. Die Stellungnahmen, die einige Kirchenrechtler zu Aufarbeitungsthemen abgegeben haben, sind sehr aufschlussreich.

    Mein Fazit: alle bisherigen Projekte zeigen, dass die nur da wirklich etwas bewegen, was den Namen „Aufarbeitung“ verdient, wo Kirchenbetroffene und ihre HelferInnen sie souverän betreiben. Und zwar so lange, bis sich staatliche Stellen eingeschaltet haben. Dies ist die einzige Sprache, die die Kirchenfunktionäre verstehen. Der große Rest entpuppt sich bei näherer Betrachtung als mehr oder minder billige PR-Maßnahmen. Allenfalls geeignet, die Öffentlichkeit zu täuschen und letztlich die Opfer zu beschämen.

    VG
    Angelika Oetken

  • Ehemaliger

    |

    @ alle
    — Wer sich von den Verhandlungen und den daran beteiligten nicht vertreten fühlt, könne, so wurde es ausdrücklich von den Verhandlungsparteien betont, jederzeit andere, insbesondere gerichtliche Wege beschreiten. —

    Ich finde , dass in den bisherigen Berichtertattungen immer noch einiges vieles , eben einige Themen ausführlich fehlen.
    Die Berichte werden immer wieder auch gut geschrieben und auch gelesen, aber wenn es um einige viele Themen geht…..
    Betreff: Auswirkungen der derartigen Pädophilie in Regensburg.
    Auswirkungen der Stricherszene in den letzten Jahrzehnten.
    Schweigegeldzahlungen

    Ich finde , dass das Jahr 2017 erst so richtig begonnen hat.

    12. Oktober 2016, 18:51 Uhr , Missbrauchsskandal , Ein Bistum will Buße tun
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/missbrauchsskandal-ein-bistum-will-busse-tun-1.3201821

    cu

  • Ehemaliger

    |

    @ Querdenker
    Auf der Basis reiner Spekulationen zu behaupten, die Opfervertreter hätten falsch gehandelt, ist kontraproduktiv.
    Wie können Sie eigentlich sowas schreiben?
    Und zudem was meinen Sie eigentlich mit dem Wort Opfervertreter?

  • harald

    |

    @Querdenker
    Es scheint mehr als eine Begriffsverwirrung in der Diskussion zu geben: Die Opfervertreter waren keine Opfervertreter sondern vom Bistum ausgewählte Personen, die das Bistum ruhig stellen wollte und damit Erfolg hatte. Und dann scheint es Querdenker zu geben, die offensichtlich nicht „quer“ sondern in der offiziellen Linie des Bistums denken wollen? – „Erfolg“ hat unser Protest erst, wenn Voderholzer & Cie nicht nur widerwillig bekennen sondern aktiv bereuen. Bislang hat Voderholzer nur ein Ziel gehabt, die Anzahl der Knaben, die erneut zu den Domspatzen gehen, zu erhöhen. Vergebung kommt erst nachdem Voderholzer & Cie sich um jedes einzelne Opfer gekümmert haben. Die Vorgehensweise sich mal um zwei oder drei Opfervertreter zu kümmen und dann zu glauben, dass das genügt, kann nicht akzeptiert werden und ein Erfolg, der eben ein Erfolg bei den neuen Schülerzahlen ist aber nicht für die Opfer ist, ist eben auch kein Erfolg für die Opfer! Auch kein „kleiner“ Erfolg, so es soetwas überhaupt gibt ? Zur Olympiade angereist aber dann nicht angetreten, ist auch kein kleiner Erfolg, auch nicht für Leichtathleten, oder?

  • Harald

    |

    @Ehemaliger
    Das Buch ist ein Versuch mit der eigenen Geschichte Kasse zu machen. Ich hoffe, das geht nicht auf und wird ein Zuschussgeschäft.
    Was mich eher wundert ist, warum ein Ehemaliger hier Buchwerbung macht?

  • Harald

    |

    @R.G.
    Ich kann Deine Worte nachfühlen.
    Deshalb läßt man sich als Opfer auch am besten nicht von „Opfern“ vertreten sondern von Profis, die unbeteiligt sind und Verhandeln gelernt haben. Selbst gelernte Juristen haben schon in eigener Sache verloren. Man sieht dann den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein Opfervertreter wäre ein Mensch, der einer großen Anzahl von Opfern genehm ist und Verhandeln gelernt hat. Eigentlich kann man mit der Auswahl von Opfervertretern erst nach dem Bericht von RA Weber beginnen. Erst dann kann man einen professionellen Verhandler „suchen“ und bei den Opfern abfragen, ob sie mit der Frau oder dem Mann einverstanden sind. – Auch deshalb war es falsch den Kuratoriumsprozess so früh anzustoßen und noch schlimmer, bereits zu einem abschließenden Vorgehensmodell zu kommen. – Eigentlich, um aufrichtig zu sein, brauchen wir ein neues Kuratorium mit professionellen (unbeteiligten!) Opfervertretern. – Alles andere wäre (bliebe) eine Farce.

  • harald

    |

    @Angelika
    Es geht gerade nicht um das „Rechten“ sondern um die Verantwortung der Kirche gegenüber den ehemaligen Schülern. Es geht nicht um einen Urteilsspurch, zumal die Täter überwiegend tot oder prozeßunfähig wären.
    Weil du auf die US verweist. Anders als bei uns, können dort auch Straftaten verfolgt werden, die nicht in den USA stattgefunden haben! Immerhin geht es um Menschenrechtsverletzungen bzw. Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Inwieweit Kirchenfunktionären Strafvereitelung vorgeworfen werden kann, bleibt offen, bringt aber den Opfern nichts.
    Ich erwarte von einer Kirche, die den Namen Kirche verdient, dass sie sich jeden einzelnen Opfers annimmt und für ihn ganz persönlich, eine Lösung findet. Wohlgemerkt auf individueller Basis und nicht in einem Standardverfahren und Blocksatzbriefen.

  • Lutz. L.

    |

    @alle
    Also ich kann hier auch schreiben, dass ich mich auch als Ehemaliger in keinster Weise richtig vertreten fühle. Das Thema mit diesem derartigen Kuratorium ist schon ein großer Witz, und diese Zahlungen in keinster Weise ein Thema wert!
    Dieses tam tam geht mir auch schon so richtig auf den Senkel.

    Ich erinnere Herrn DKM Büchner an seine Aussage:
    Das muss aufgeklärt werden!
    Ja , das alles muss aber auch richtig aufgeklärt werden!

  • Mr. T

    |

    Man sollte vielleicht mal etwas innehalten und daran denken, dass diejenigen, die hier als „Opferverteter“ teilweise schwer in der Kritik stehen, in erster Linie immer noch Opfer sind. Das sind diejenigen, die in dieser Runde (über deren Qualitäten und Absichten ich mir kein Urteil erlauben kann) als Vertreter aus dem Kreis der Opfer teilnehmen. Dass diese nur aus dem kleinen Kreis derjenigen, die sich an die Öffentlichkeit getraut haben, kommen, ist naheliegend. Wie sollte da jemand aus dem großen Kreis derer, die sich lieber gar nicht melden oder anonym bleiben möchten, zu so einer Rolle kommen?
    Grundsätzlich sollte man denen, die ihr Schicksal und Leid öffentlich gemacht haben, sehr dankbar sein. Ohne sie würde der Missbrauch immer noch unter dem Mantel des Schweigens verborgen sein und vielleicht sogar noch fröhliche Urständ feiern. Dieser Schritt an die Öffentlichkeit war sicher kein leichter. An der entsprechend hohen Anzahl der Opfer, die lieber noch im Verborgenen bleiben möchten, sieht man, dass das nicht sehr leicht sein kann.
    Es ist definitiv äußerst schäbig, wenn Opfern, die ihr Schicksal in Buchform aufarbeiten und an die Öffentlichkeit bringen, nur Profitgier als Motiv vorgeworfen wird.

  • R.G.

    |

    @Querdenker
    Danke für den Satz.
    „Wer ohne Rücksicht auf die Fakten (z.B. Verjährungsfragen, Porzesskostenrisiko, Gefahr der Retraumatisierung etc.) die Opfervertreter für ihr Wagnis kritisiert, argumentiert an der Realität vorbei, weil er/sie der Problemlösung nicht dient. Er muss konkret sagen, wie er es besser machen will. Dann kann man weiter um eine bessere Lösung ringen.“

    Angela Kreilinger, ein Opfer, das sich für Opfer unvergleichlich einsetzte und letztlich selbst dramatisch und öffentlich zerbrach, ganz plötzlich, setzte wirklich Standards.

    Entwickelt man ihre Ideen für die Opfervertreter in Regensburg weiter, würde das bedeuten:
    Jeden Verhandler/Zeugen durch eine Gruppe unterstützen. Kann sie nicht mit in den Verhandlungsraum, so steht sie unter den Fenstern bzw. sonst ganz nahe.

    Ich meine, man müsste auch darauf achten, sich nicht in den Räumen zu treffen, die von der Kirche bzw. den Domspatzen kontrolliertSollte in den Verhandlungsräumen ein Sekretär, Assistent oder nur eine Reinigungsperson auftauchen, die nicht als Gesprächspartner angemeld oder mit ihr assoziiert sind.

    Der Raum, die Größe des Schreibtisches, die Position im Raum ist vorher festzulegen.
    Vielleicht sollte man gleich Regeln anwenden, die man Ehepaaren für kritische Gespräche empfiehlt, sich in öffentlichen Räumen zu treffen, in Cafes, Foyers von Hotels etc. Dort nämlich sind alle gleich fremd, es gibt keinen Heimvorteil, und die Öffentlichkeit wirkt als Korrektiv.

    Eigentlich könnte man aber noch bessere Lehren ziehen.
    @Harald schrieb:
    „Deshalb läßt man sich als Opfer auch am besten nicht von „Opfern“ vertreten sondern von Profis, die unbeteiligt sind und Verhandeln gelernt haben. Selbst gelernte Juristen haben schon in eigener Sache verloren. Man sieht dann den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein Opfervertreter wäre ein Mensch, der einer großen Anzahl von Opfern genehm ist und Verhandeln gelernt hat“.

    Der Vorteil bei der Beauftragung eines Profis wäre, dass vorher geklärt wird, was der angestrebte Erfolg ist, und wie der Kompromiss aussehen könnte.
    Wichtig scheint mir eine Klausel, mit einer Einigung würden keine Opfer von der Beschreitung anderer Schlichtungswege abgehalten.

    @Qerdenker meint:
    „Jeder Weg, den ein Opfer gehen möchte, verdient Respekt.“
    Eine sehr wichtige Erinnerung.

  • R.G.

    |

    Entschuldigt bitte das Chaos im vorigen Posting. Es rutschte ein Satzteil dazwischen.

    Ich sehe allein hier in den Beiträgen unterschiedliche Forderungen und Erwartungen.
    @Querdenker
    „Erfolg“ hat unser Protest erst, wenn Voderholzer & Cie nicht nur widerwillig bekennen sondern aktiv bereuen.“

    „Bislang hat Voderholzer nur ein Ziel gehabt, die Anzahl der Knaben, die erneut zu den Domspatzen gehen, zu erhöhen“
    Demnach ist für Vorderholzer die Sache vielleicht geheilt, wenn die Knaben wieder in die Institution stroemen, weil heute machen die Verantwortlichen ja alles Böse nicht mehr.

    @Querdenker
    „Vergebung kommt erst nachdem Voderholzer & Cie sich um jedes einzelne Opfer gekümmert haben.“

    R.G. aus einer anderen Diözese:
    Mir ist am wichtigsten zu verhindern, dass wieder Kindern das gleiche passiert, und Eltern wieder verführt werden, Kinderbewahranstalten Vorschussvertrauen zu geben.
    Ich spüre derzeit die Verantwortung für andere Menschen am stärksten.

    Für Opfer, die zum Beispiel mit Panikattacken im Kammerl sitzen, kann sofortiges Geld für Therapie lebenswichtig sein.

    Voraussichtlich gibt es sogar Obdachlose oder sonstwie aus der Gesellschaft gefallene Opfer. was brauchen sie?

    Außerdem benötigt man vielleicht Besuchsdienst für Gefangene mit Opfer-Vorgeschichte.

    Ich halte das Auflisten der unterschiedlichen Bedürfnisse für einen ganz entscheidenden Schritt.

    Die für die Angehörigen von Opfern durch den Missbrauch entstehenden Probleme gehören unbedingt in die Liste.

  • Robert Werner

    |

    @Harald
    Da Sie auf keine Argumente eingehen und weiter mit einer Kardinalssturheit ihren Sermon wiederholen, macht es eigentlich keinen Sinn nochmals darauf einzugehen. Weil Sonntag ist, möchte ich mich dennoch ein Mal zu ihren Einlassungen äußern.

    Das Buch von Alexander Probst ist noch gar nicht erschienen, und wir sollen über seine noch unbekannte Strategie berichten?
    Schon jetzt glauben Sie zu wissen, dass er „wenigsteens selbst Kasse machen“ will und: „Den Opfern, die Alexander Probst ja vorgab zu vertreten, nützt das nichts.“
    Sind Sie ein neid- oder ein hasserfüllter Hellseher?

    Ihre einzigartige Strategie: „Manchmal ist es eben besser dein Einigung zu verweigern oder zumindest herauszuzögern, unter anderem auch, wenn man sich gar nicht sicher sein kann, dass die eigene Meinung mit den Meinungen der Opfer, die man vorgibt zu vertreten, übereinstimmt.“ Das vorliegende Ergebnis sei ein Rückschritt.
    War ihre Strategie der letzten sechs Jahre sich zu verweigern und sonst nichts? Dann hätten Sie ja gut zu Bischof Müller gepasst.

    Wenn Sie keine juristische Auseinandersetzung mit dem Bistum führen wollen und ansonsten sich verweigern, was bitte schön soll dabei herauskommen??

    Sie wundern sich „auch ein wenig die Parteilichkeit und offene Sympathie gegenüber den vom Bistum selektierten Opfervertretern bei Regensburg Digital“ angeblich in meiner Antwort.
    Ich habe aber doch keine Sympathiepunkte verteilt, sondern nur auf grundlegende Sachverhalte hingewiesen. Kommen Sie nach Regensburg auf ein persönliches Gespräch, da sage ich Ihnen vielleicht, wen oder was ich sympathisch finde.

    Wissen Sie denn von nichtverjährten Taten? Dann wäre es sinnvoll, diese beim Staatsanwalt und bei RA Weber zu melden.

    Wie viele Opfer haben Sie denn kennengelernt? Kennen Sie die in gewissen Kreisen angestellten Überlegungen nicht, sowohl in als auch außerhalb von Deutschland zu klagen?

    Sie meinen: „die Kirche predigt doch Moral, Verantwortung und Mitmenschlichkeit und aus diesen Maßstäben, also den Maßstäben der Kirche heraus, müssen die Opfer ausreichend (und das bedeutet ihren Bedrüfnissen entsprechend und individuell) entschädigt werden.“
    Wie naiv ist das denn?

    Sie wollen statt Juristen Hilfsangebote und „schlichte Vieraugenbespräch zwischen Opfer und Hirte“. Haben Sie denn nicht mitbekommen, dass die von Ihnen anscheinend so gehassten Opfervertreter Hilfsangebote ausgehandelt haben und Bischof Voderholzer seit Jahren Gespräche mit Betroffenen führt?

    Sie befürchten, dass sich die „ die Kirche selbst überflüssig“ mache?
    Dann wäre es doch sinnvoll, in der Kirche diesbezüglich überzeugend zu wirken, statt hier, mit Verlaub, mit wirren Beschimpfungen aufzutreten.

    Glauben Sie im Ernst, dass irgendein „professionellen Verhandler“ ihre Wünsche zusammen mit denen vieler anderer hätte umsetzen können?

    Ich habe den Eindruck, dass Sie, Werter Harald, die vom Aufarbeitungsgremium auf den Weg gebrachten Entscheidungen noch gar nicht zur Kenntnis genommen haben und vor allem lästern wollen, ohne eigene ausgearbeitete Vorschläge bieten zu können.

  • Angelika Oetken

    |

    Warum halten Sie es für naiv @Robert Werner, wenn der Forist „Harald“ den Klerus an die von ihm selbst propagierten hohen moralischen Maßstäbe erinnert? Wenn man diesen Aspekt beiseite lässt, wozu ist die Katholische Kirche dann Ihrer Meinung noch da?

    VG
    Angelika Oetken

  • Herbert Turetschek

    |

    „An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen!“
    Endet das nicht in dem Spiel: „Und noch ein Antrag…!“ Bei mir ist es mittlerweile der vierte – wie viele sollen es noch werden? Und steht dann am Schluss vielleicht wieder: „Ein Fehlverhalten der katholischen Kirche ist nicht zu erkennen“ – ich kämpfe seit 2013 und andere seit dem Jahr 1995 und wir kämpfen und kämpfen und kämpfen und kämpfen.

  • Katholik

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    Kommentar gelöscht. Bitte nur ein Pseudonym.

  • Ehemaliger

    |

    @ Herbert Turetschek
    ….langsam blickt doch keiner mehr durch:
    Doch , wir alle blicken zu den vielen Themen schon noch durch.
    Wenn die Felle wegschwimmen / davonschwimmen
    @ Anscheinend sieht das Bistum Regensburg jetzt seine Felle davonschwimmen.
    (( Bedeutung; Seine Interessen gefährdet sehen; Seine Hoffnungen aufgeben; einen Nachteil für sich fürchten )) Diese jetzigen Zahlungen auch für andere damalige Gewaltopfer sind natürlich auch ein großer Tropfen auf dem heißen Stein.
    So kann man sich leider nicht frei kaufen – auch nicht für bis zu 5000,.Euro. Dieses Bistum Regensburg , auch die umliegenden Institutionen haben mit uns damaligen Buben und mit unseren damaligen Eltern auch ausführlich Kasse gemacht.
    Viele wurden damals wirklich auch gemolken, eben wegen des Geldes wegen. Wir waren damals wirklich in deren Wirtschaflichkeit ausführlich gefangen!
    Frage: Von welchen Haushalt möchte das Bistum Regensburg eigentlich diese vielen kleinen Beträge ausgleichen und bezahlen?
    Bistum Regensburg legt Finanzen offen
    http://www.mittelbayerische.de/bayern/oberpfalz-nachrichten/bistum-regensburg-legt-finanzen-offen-21684-art1464509.html
    http://www.mittelbayerische.de/politik-nachrichten/ein-anfang-21771-art1464223.html
    Für dieses Ausmaß der Dinge haben auch der Generlavikar Herr Fuchs und der Pressespreche Herr Neck auch eine sehr große Mitschuld. Beide haben damals mit dem ehemalgien Bischof von Regensburg , Herr Müller , dieses Szenario angefacht.
    Deshalb müssten auch jetzt der Generlvikar Herr Fuchs und der Pressesprecher Herr Neck von Ihre Posten zurücktreten.
    Diese kleinen Geldbeträge sind nicht nur ein großer Tropfen auf dem heissen Stein, nein, so kann sich das Bistum Regensburg wirklicht nicht freikaufen.
    ** Bistum Regensburg will alle Gewaltopfer entschädigen **
    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/missbrauch-opfer-regensburg-entschaedigung-100.html
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Bistum-Regensburg-geht-in-die-Offensive-Aufarbeitung-von-Schlaegen;art1172,415309

  • Coffin Corner

    |

    Herr Turetschek, gehen Sie bitte davon aus, daß die Gegenseite schon manchen Fall zu den Akten legen konnte, weil sich beim Opfer biologische Lösung ergab. Und bei diesen Bearbeitungszeiten kann mir niemand ausreden, daß das nicht beabsichtigt sei.
    Was wurde denn in Regensburg schon alles ausgetauscht: Der Bischof, die Missbrauchsbeauftragten, die Anwälte: Eigentlich wäre jetzt mal der Generalvikar dran und man hätte locker 2 Jahre gewonnen. Denn gründliche Einarbeitung muss schon sein.

  • Harald

    |

    @alle , und vor allem die, die es noch immer nicht glauben wollen: Es wurde nichts erreicht. Es wurde einfach nur das „Ettaler Modell“ übernommen. Von 8-monatigen Verhandlungen, wie oben u.a. ausgeführt, kann man dann nicht reden, wenn einfach nur ein vorhandenes Konzept übernommen wird. Und das ist die Strategie der Kirche: Opfervertreter selbst aussuchen, in 8 Monaten weich kochen und das für Deutschland ausgedachte Ettaler Modell überstülpen. Parallel dazu läuft die Pressearbeit. Erst eine Pressekonferenz, in der die selbsternannten Opfervertreter alles abnicken (das hat auch in Ettal wunderbar funktioniert), dann im zweiten Schritt Müller reinwaschen (das ist immerhin neu, aber war zu erwarten) und weiterhin arbeiten PNP, die Redaktion Christ und Welt beim BR und das Radio Vatikan am öffentlichen Bild, dass alles in bester Ordnung sei, denn selbst die „bösen“ Opfervertreter sind ja zufrieden. Das Bistum hat seine Ziele erreicht. Danke, liebe Opfervertreter. Ihr seid reingefallen, auch wenn ihr noch so laut und zeilenreich widersprecht.

    Übrigens, ist hier irgendjemand im Blog, von den Schülern, die das Glück hatten in den Weihnachtsferien Fürst Johannes besuchen zu dürfen?

  • Angelika Oetken

    |

    @Harald,

    „vom Glück“: es ist auch die Rede von „Feste feiern“ bei Berliner Millionärsfamilien und „guten Bekanntschaften“ mit Schlagerstars der Vorwendezeit.

    Wenn manche der ehemals so verhökerten Jungen das heute als „toll“ darstellen mögen, dann sollten wir bedenken, welche Konsequenz es hätte, würde man sich die Realität vor Augen halten.

    VG
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

    |

    @Harald,

    Ihre Analyse, wie „die Kirche“ im Falle von Aufdeckungen verfährt ist treffend. Hinzu kommt noch eine besonders wirksame Methode, jegliche Initiative zur ordentlichen Aufklärung der Missbrauchsverbrechen und assoziierter Kriminalität zu unterlaufen. Das ist der Einsatz von Personal, dessen Rekrutierung und Zurichtung Angela Marquardt in ihrem Buch „Vater, Mutter, Stasi“ beschreibt. Ein außerordentlich mutiges und aufschlussreiches Werk, das es zu Recht in die Spiegelbestsellerliste geschafft hat.

    VG
    Angelika Oetken

  • Rosalia Genoveva

    |

    „Endet das nicht in dem Spiel: „Und noch ein Antrag…!“ Bei mir ist es mittlerweile der vierte – wie viele sollen es noch werden? Und steht dann am Schluss vielleicht wieder: „Ein Fehlverhalten der katholischen Kirche ist nicht zu erkennen“ – ich kämpfe seit 2013 und andere seit dem Jahr 1995 und wir kämpfen und kämpfen und kämpfen und kämpfen.“

    Wir werdn jetzt viel sparen, das habn der Bonifaz und ich beschlossen.
    Ohne die schleppende Bürokratie in die Missbrauchssachen wäre uns das gar net eingfalln:
    Wir lassen uns eine Altantragsverwertungsrollenware patentieren.
    Genau ausgrechnet, mit der dreilagigen oder vierlagien Recyclingware von nur paar Antragsstellern sparen ma sich jedes Jahr das ganze gekaufte Hygienepapier.
    Gibt eh allweil für jeden Altantragsteller wieder einen neuen Aktuellantrag, damit er irgendwann zum Aberjetztechtwirklichbaldantragssteller aufrückt. Ab da kanns gschätzt nur mehr paar Anträge dauern, bis vielleicht ein jahrelanges geheimes Prüfverfahren beginnt.
    Nachschub gesichert.
    Oder kam uns wer mit der Idee zuvor?
    Der Bonifaz sagt, sonst täten manche gar net so viele Antragspapierln auflegen, wenns net für irgendwen von denen irgendeinen praktischen Nutzen hätt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Angelika Oetken: Müller zurück nach Deutschland? Da sind ja bereits Versuche
    seitens Rom unternommen worden. Gott sei Dank aber sind die jeweiligen Dom-
    herren n i c h t so gehorsam und sagen Ja und Amen, sondern ganz deutlich
    „Nein, d e n wollen wir nicht!“ Und das gibt mir Hoffnung.

  • Haimo

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    Pünktlich zum Karnevalshöhepunkt, läßt Müller wieder seine verqueren Äusserungen über die Missbrauchsbekämpfung der RKK los. Damit erspart er einigen Karnevalszügen den Bau eines Wagens.

    Kardinal Müller: Missbrauch nicht systematisch vertuscht
    http://de.radiovaticana.va/news/2017/02/26/kardinal_m%c3%bcller_missbrauch_nicht_systematisch_vertuscht/1295169
    Das Bundesverfassungsgericht konnte er damit seinerzeit aber nicht beeindrucken.
    http://www.regensburg-digital.de/in-eigener-sache-verfassungsgericht-bestatigt-beschwerde-der-diozese-regensburg/24092012/

  • Angelika Oetken

    |

    Hier äußert man Verständnis für Gerhard Ludwig Müllers Lage:

    „Bekanntlich steht Kardinal Müller im Vatikan unter Beschuß. Papst Franziskus ignoriert ihn und die Glaubenskongregation, wann immer der „oberste Glaubenswächter“ und seine Mitarbeiter mit ihrem Festhalten an der Glaubenslehre, den Plänen der „neuen Barmherzigkeit“ im Wege stehen. Aus dem päpstlichen Umfeld wird sogar gezielt am Stuhl des Kardinals gesägt, der sich bisher durch Klugheit und konsequenten Gang an die Öffentlichkeit, wann immer es die Loyalität gegenüber dem Papst erlaubt und die Sache notwendig macht, halten konnte. Das hat auch damit zu tun, daß seine Gegenspieler zwar gewieftere (und vielleicht auf skrupellosere) Taktiker sein mögen, der Kardinal ihnen aber intellektuell überlegen ist. Ein Vergleich der Stellungnahmen genügt, um dies zu belegen.“
    http://www.katholisches.info/2017/03/marie-collins-paedophilie-und-das-zuviel-an-barmherzigkeit-von-franziskus/

    Ich ahne, wer mit „gewiefte Taktiker“ gemeint ist. Ohne da jetzt jemandem zu nahe treten zu wollen: aber sowohl was das Drehbuch, als auch die Besetzung und die Inszenierung angeht, reicht es nicht mal mehr für den offenen Kanal. Nur die Bühnendeko und die Pausenverpflegung ist prächtig.

    Niemand braucht schlechtes Theater. Das ganze scheinheilige System hat jede Menge Opfer produziert. Das Geld, was die Brüder dem Staat und den Gläubigen abgeschwatzt haben, wurde nach der Methode „Eichhörnchen“ überall verbunkert.

    Hoffen wir also, dass bei diversen Ermittlungsvorhaben Schätze zu Tage gefördert werden, deren Verlust gar nicht angezeigt worden ist.

  • Angelika Oetken

    |

    Marie Collins, eine Frau, die sich öffentlich dazu bekennt, Opfer eines Priesters zu sein, ist aus der päpstlichen Kinderschutzkommission ausgetreten. Aktuell wird darüber berichtet. Die deutschsprachigen Kirchenmedien stellen es so dar, als ob der Grund dazu in erster Linie auf einem Disput zwischen Frau Collins und Kardinal Müller beruhe https://www.domradio.de/themen/vatikan/2017-03-16/missbrauchsopfer-bittet-kurienkardinal-mueller-um-klaerung

    Es lohnt sich deshalb, die Erklärungen von Collins selbst im Original bzw. einer Übersetzung zu lesen. Hier auf der Homepage von National Catholic Reporter unter der Überschrift „Exclusive: Marie Collins responds to Cardinal Muller’s allegations about abuse commission“ zu finden.

    Ein toller Brief von Marie Collins, wo sie in höflicher, aber sehr konsequenter Weise darlegt, wie es wirklich läuft bei dem, was der Klerus als „Aufarbeitung“ bezeichnet. Die Übersetzung, dazu einen kleinen Button rechts oben auf der Seite anklicken, ist gut zu verstehen.

  • „Regensburg stehen die Auseinandersetzungen noch bevor“ » Regensburg Digital

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    […] Eine solche und ähnliche Kritiken an dem Verhandlungsergebnis tauchten bald nach dessen Bekanntgabe… Tatsächlich kann die Höhe der Regensburger Anerkennungsleistung die von der Deutschen Bischofskonferenz empfohlene Summe um ein Vielfaches übersteigen. Darüber hinaus bleibt es unzufriedenen Betroffenen ausdrücklich unbenommen, weitere Forderungen gegen die „Institution Domspatzen“ und noch lebende Täter zu stellen. […]

  • Eine Anzeige und Ungereimtheiten bei Müllers Extra-Bezügen » Regensburg Digital

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    […] In diesem Sinne meldete sich der Kardinal Ende 2016 mit einem Interview in der ihm stets gewogenen Passauer Neuen Presse zu Wort und hob seine eigenen vorgeblichen Verdienste bei der Aufklärung der Übergriffe bei den Domspatzen hervor: Er habe als Regensburger Bischof „den Aufklärungsprozess initiiert und strukturiert“. Als Beleg für diese, gelinde gesagt, so realitätsferne wie eitle Eigensicht verwies er auf eine vo… […]

  • Bischof Voderholzer wendet sich an Opfer anderer Einrichtungen » Regensburg Digital

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    […] Einer Kritik an Kardinal Müller, so wie sie derzeit landläufig zu vernehmen ist, enthält sich Voderholzer. Stattdessen verweist er im Hirtenwort darauf, dass sein Vorgänger Müller schon 2010 die entsprechenden Strukturen für die Aufarbeitung geschaffen habe. Eine geschönte Lesart, die schon letztes Jahr von Generalvikar Michael Fuchs vorbereitet wurde und … […]

  • Rosalia Genoveva

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    Bevor der Bonifaz sich ein Urteil bilden kann, möchte er wissen:

    War Bischof Vorederholzer in Purpur (gekleidet), wie irgendwer den Kardinal Müller für die beiden Eltern und sieben Großelterngenerationen der Missbrauchsaufklärung gehalten haben könnt?

    Inzwischen muss ich mir was vobn der Seel fragen: Wer hat eigentlich das Paradies geschaffn? (ich kann mirs jetzat denken, wes wirklich war, aber verraten werde ichs nicht).

    Der Fazi tut lieber malen. Er redet nicht rum wie ich, er setzt erhellende Taten.
    Jedes Christkindl kriegt eine neues Gesicht, könnts euch denken welches.
    Die Osterhasen auch.
    Und wo vorher Hosianna zu lesen war, steht jetzt : Er Wars.

  • Schwarz-Weiß – Theological

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    […] auf der einen Seite und Verteidigungshaltung nach der alles dem Zeitgeist geschuldet sei bis hin zu der These, dass es keine institutionellen Probleme gebe, sondern nur bedauerliche Einzelfälle. Da traut sich […]

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