Die Geheimwaffe des Vatikan im Missbrauchsskandal

Erzbischof Müller: Genau der Richtige

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Gerhard L. Müller

Ausgerechnet Müller? Der ehemalige Bischof von Regensburg ist bekanntermaßen als Chef der Glaubenskongregation gen Rom gezogen. Am Freitagmorgen hat Papst Franziskus Herrn Müller nun seine erste Audienz gewährt und ihn aufgefordert, „mit Entschiedenheit“ gegen sexuellen Missbrauch zu handeln. Müller damit zu beauftragen, ist eine gute Entscheidung.

Es war Müller, der gesagt hat, dass es „keinen Missbrauchskomplex“ gebe, sondern nur „über Jahrzehnte verteilte Einzelfälle“.

Es war Müller, der selbst gegen die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz verstoßen und einen Pädophilen in Riekofen erneut als Priester eingesetzt hat.

Es war Müller, der „mit Entschiedenheit“ gegen sexuellen Missbrauch in seinem Bistum vorging, zumindest gegen die Berichterstattung darüber – mit Klagen, Nazi-Vergleichen und Rufmord.

Es war Müllers Sprecher, der sich nicht scheute, Opfer via Presseerklärung der Lüge zu bezichtigen und ihnen sogar mit Klagen zu drohen.

Es war Müller, unter dessen Ägide Opfer vertröstet, gedemütigt und derart traumatisiert wurden, dass sie im Krankenhaus landeten.

Dieser Erzbischof Müller steht per Dekret des Papstes nun an der Spitze des Kampfes der katholischen Kirche gegen sexuellen Missbrauch, pardon: gegen den Missbrauchsskandal.

Dieser Mann, Müller, – dessen Ex-Bistum einen Ruf genießt, der für Lügen und Leugnen steht, für Herz- und Empathielosigkeit, für eine undurchdringliche Mauer des Schweigens – ist genau der Richtige für diesen Job.

Er wird ein gutes Ergebnis erreichen.
Für die Kirche natürlich, nicht für die Opfer. Aber um die ging es sowieso noch nie.

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Kommentare (114)

  • Angelika Oetken

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    Das Gute daran, dass Müller von Franziskus beauftragt wurde: wir wissen schon, wie er tickt.

    Und nur von ihm gibt es so unsäglich aufschlussreiche Photos wie dies: http://www.stern.de/fotografie/kleider-machen-leute-uniform-bedeutet-macht-1821956.html

    Ansonsten ist es offensichtlich so, dass Täter für einen Teil des Führungskaders innerhalb der RKK wohl Vorbildfunktion haben.

    Kein Wunder. Sie verhalten sich übergriffig, bleiben aber unbehelligt. Meistens verschaffen sie sich darüber hinaus noch jede Menge Vorteile. Sie verstehen es, Menschen zu manipulieren. Und nehmen es mit den Gesetzen nicht ganz so genau.

    Was will Kirchenmann mehr.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland, die in der Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Martin

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    Ja, genau der RICHTIGE …. so viel zum Thema „frischer Wind“ …. das ist alles so traurig und unglaublich.

  • jakob Tiefenthaler

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    Müller ist seit Riekofen bei mir unten durch. Der Hirte ließ seine Schafe in größter Seelen-Pein allein. Soll er in Rom machen was er will.

  • Barbara Junghans

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    Ich habe den Riekofener Mißbrauchsskandal auf merksam verfolgt – vor allem auch ,was die Reaktion des seinerzeitigen Oberhirten betraf. Von Nächstenliebe keine Spur – dafür von persönlicher Feigheit, sich der Verantwortung zu stellen.

    Es gibt im Deutschen einen treffenden Ausspruch, wenn jemand in ein Amt eingesetzt wird, für das er, zieht man die Vergangenheit ins Kalkül, völlig ungeeignet ist: „Da hat man den Bock zuzm Gärtner gemacht.“ In diesem Falle trifft das wohl voll zu!

  • Student

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    @Angelika Oetken

    Worüber gibt denn das „so unsäglich aufschlussreiche Photo“ Aufschluss?? Darüber, dass jemand in Bischofsrobe anders aussieht als im Trainingsanzug? Ist mir neben dieser Banalität irgendetwas Bedeutsames entgangen?

    Wenn man besonders wohlmeinend wäre, dann könnte man ja diese Worte von Franziskus auch so deuten, dass er ein „entschiedenes Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch“ gerade bei Herrn Müller als bislang derart wenig vorhanden erkannt hat, dass er es ihm nun per Dekret anordnet und seinen Gehorsam prüfen will.
    Okay, okay, zugegeben, soviel Optimismus ist dann wohl leider doch fehl am Platze… schön wär’s ja schon…

  • empathisch-versuchsweise

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    Nun ist der Müller per Erfolgsleiter uns Regensburgern entfleucht. Und dennoch sehe ich sein Antlitz allenthalben. Dieser Mann bereitet mir Unbehagen, nach wie vor. Egal, ob er etwas sagt/schreibt oder einfach nur in den Medien irgendwie präsent ist.

  • Angelika Oetken

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    @Student: stimmt- „Müller im Trainingsanzug“ wirkt total banal.

    „“dass er ein “entschiedenes Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch” gerade bei Herrn Müller als bislang derart wenig vorhanden erkannt hat, dass er es ihm nun per Dekret anordnet und seinen Gehorsam prüfen will.““

    Wenn Herr Bergoglio einen Führungsstil pflegt, zu dem gehört, den Gehorsam von Untergebenen wie Herrn Müller prüfen zu müssen, dann gäbe es dazu viele Gelegenheiten.

    Die „Missbrauchssache“ ist dafür zu ernst.

    Die kirchlichen Missbrauchsopfer haben jemanden verdient, der sich mit der Sache der Betroffenen identifiziert.

    Falls so jemand im Vatikan nicht aufzutreiben ist, ist es an den Gläubigen (und Kirchenfinanziers) ihre Schlüsse daraus zu ziehen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

  • Barbara Junghans

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    „Da ham’se den Bock zum Gärtner gemacht!“

    Diese alte Erkenntnis bewahrheitet sich mal wieder im Falle GLM.

    Wer sein Verhalten im Falle Riekofen in Erinnerung hat, der weiß, dass jener Herr keineswegs gewillt ist, eine Verantwortung für irgendeine Verfehlung eines seiner Untergebenen übernehmen wird. Angesichts der weltweit bekannten Fälle von „Einzelfällen “ zu sprechen, ist schon krass.

  • glänzend

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    der Mensch, also auch Erzbischof Müller hat somit eine große Chance mit seinen Aufgaben zu wachsen… nichts anderes wünsche ich mir für alle Betroffenen, allein mir fehlt der Glaube und die Hoffnung ist schon lang gestorben.

  • Pirat

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    ‚Ich wünsche Ihnen wirklich alles alles Gute und viel viel Erfolg!

    Ein Birnbaum in seinem Garten stand.
    Damals wie heute , unser heutige Erzbischof hat wieder eine neue Aufgabe bekommen und soll mit
    „Entschiedenheit“ gegen den Missbrauch angehen.

    Ich hoffe doch daß unser lieber Erzbischof auch keinen Missbrauchskomplex bekommt und auch seine neue Aufgabe wirklich ernst nimmt.

    -Kinder müssen geschützt, den Opfern von Gewalt geholfen und die Schuldigen mit ihren Taten konfrontiert werden.

    In Etterzhausen und in Regensburg wurden damals bei den Regensburger Domspatzen Kinder vergewaltigt , und die Opfer wurden abgefertigt oder als Lügner hingestellt.

    Ja Prost Herr Müller , darauf ein Kneitinger.

    Vielleicht gibt es jetzt doch einen Abschlussbericht auch zum Thema Regensburger Domspatzen und der ehemaligen eigenständigen Stiftung Pielenhofen / Etterzhausen , zum Thema Missbrauch und Gewalt.

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Papst-Franziskus-fordert-von-Gerhard-Ludwig-Mueller-harte-Gangart-bei-Missbraeuchen;art1172,171478

    http://www.n-tv.de/politik/Papst-will-Missbrauch-bekaempfen-article10421866.html

    http://www.ipp-muenchen.de/files/ipp_ettalbericht_2013.pdf

  • schorsch

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    hier kommt mir als erstes die redensart:“ passt wie A… auf Eimer“ in den sinn.

  • Veronika

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    @Angelika Oetken: Volle Zustimmung! Hat dieser Papst Franziskus vor einer Woche nicht ebenfalls verlauten lassen, dass die Priester die Türen der Beichtstühle öffnen sollen, denn es dränge viele Leute zu beichten?

    Da hatte er dann ja genau den Richtigen zur Audienz. Hoffen wir mal, dass danach genügend Beichtstühle geöffnet hatten. Aufgrund der Vorfälle in Riekofen und sonst, dürfte nämlich hier auch der Papst keine Generalabsolution ausgesprochen haben können. Bei derart hartnäckigem Beharren in Sünde und Hochmut. Hier die Empfehlung folgenden Artikel auf kath.net am Ende zu lesen: http://kath.net/news/40794

    @jakob Tiefenthaler: Auch bei mir ist dieser Mann – auch wenn er jetzt über die Wahrheit des Glaubens wachen soll – seit dieser Dinge und der Klage(n) gegen Regensburg-Digital.de unten durch!
    ————————-
    Da können wir jetzt aber auch davon ausgehen, dass die Röm.-Kath. Kirche bald wieder bei weiteren Tausenden von Gläubigen „unten durch sein“ wird. Irgendwann wird sich dann dieses Kirchensystem ebenfalls von ganz alleine erledigt haben. (Profezeiung des Malachias – einfach mal googeln!)

  • hanbav

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    Der Anfang könnte auch im Postillon stehen. Oder die Meldung könnte vom 1. April sein. Aber auch Mehdorn hat die Seiten gewechselt. ;-)

  • Robert Lang

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    Treffend dargestellt Herr Aigner, dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Luna Schneck

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    Ist doch eine supertolle Entscheidung vom Stellvertreter des Himmelsfürsten (Größenwahn pur). Somit schafft sich diese Organisation hoffenlich wieder ein Stück weiter selbst ab. Leute: austreten ist die einzig richtige Entscheidung. Auch ich habe ein Anwaltsschreiben hier, indem steht ich dürfe solche Lügen über einen Pfarrer nicht mehr verbreiten, sonst hätte ich mit Konsequenzen zu rechnen. Ist noch nicht lange her, also nix mit Verfährung. Noch zu Müllers Zeiten. Ebenso dieser verlogene Artikel vor Kurzem in der MZ. Man habe sich von Kirchenleitungsseite ja so toll um die Opfer gekümmert. Vergesst es, die lachen dir ins Gesicht, heucheln Verständnis und dann kommt der Brief vom Anwalt mit Nötigungen und Bedrohungen. Danke liebe Diözese Regensburg.

  • Mathilde Vietze

    |

    Das Ganze wunder mich überhaupt nicht. Ratzinger hat,
    als er noch Chef der Inquisition war, seinen Bischöfen
    bei Androhung von Kirchenstrafe verboten, Mißbrauchs-
    fälle öffentlich zu machen und als er dann B 16 wurde,
    mimte er den Betroffenen, der von alldem nichts wußte.
    Die o.a. Mitteilung stammt von Professor Hasenhüttl,
    dem Rom die „missa canonica“ entzogen hat.

  • Glaube.Hoffnung.Hiebe

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    Jetzt muss ich aber auch mal! So lange ich das auffordernde Dekret nicht mit eigenen Augen sehe, denke ich mal dass S.E. GLM auch aufgefordert worden sein könnte, den …stall in seiner früheren Diözese aufzuarbeiten. Wollen wir es mal hoffen, denn allzuviel Zeit bleibt ihm nicht mehr, bevor sich andere Leute darum kümmern.

  • Glaube.Hoffnung.Hiebe

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    Zusatz: Die ganzen nicht geklärten Missbrauchsangelegenheiten und die Aufklärung derselben im Lichte der Weltöffentlichkeit sind – gerade bei einem solchen „höchsten Missbrauchsbeauftragten“ mit einer derartigen Vergangenheit – sicher eine tolle Möglichkeit, der Röm. Kath.-Kirche mal ordentlich weltweit so vors Schienbein zu treten, dass sich die RKK davon wohl bis zum „Jüngsten Tag“ nicht erholen wird. Finanzgeschäfte, Unternehmensbeteiligungen, money laundry usf. könnte man dann für eine zweite Aktion nutzen. Da fühlen sich Leute so sicher, dass die fast schon glauben der angenommene dreifaltige Gott wäre der Boss und Sohn wie Hl. Geist dessen Handlanger.

  • Müller ./. Müller

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    Dem Vernehmen nach liegt der Vatikanischen Glaubenskongregation seit Ende 2010 ein Schreiben vor, in dem u.a. um Klärung von sexuellen Übergriffen durch einen (ehemaligen) leitenden Domspatzen-Funktionär gebeten wird.
    Diesem Schreiben waren welche an den damaligen Regensburger Bischof G.L.Müller vorangegangen – mit der Bitte um Klärung in derselben Sache. Sie blieben unbeantwortet.

    Nun soll der Präfekt G.L.Müller den Bischof G.L.Müller überprüfen. Dass bei solchen Konstellationen, die für die röm.-kath. Kirche typisch sind, gewisse Ergebnisse strukturell nicht zu erwarten sind, dürfte nicht überraschen.

  • Twix Raider

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    Tja, damit wäre der Traum vom fusswaschenden Reformator light wohl auch gegessen… zum Teufel mit dem Vatikan!

  • W.Müller

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    Der unglaublich mutige Artikel des Herrn Aigner bringt die seit 2000 Jahren andauernden vertuschten Schweinereien der Katholischen Kirche auf den Punkt. Eigentlich ist Dem Nichts mehr hinzuzufügen. Vielleicht sollte Herr Aigner ein Buch darüber schreiben (mir schwebt ein Titel vor: („Riekofen ist überall“) Dass es heute möglich ist, derartig kritische Kommentare der Bevölkerung zu veröffentlichen, verdanken wir Zeitungen wie von Herrn Aigner herausgegeben. (Genügend Versuche diese mundtot zu machen, gab es genug).
    Die Ernennung des Bischofs Müller zum Missbrauchsspezialisten der Katholischen Kirche ist eine genau kalkulierte Entscheidung der gesamten Vatikanclique, ebenso wie seine Ernennung unter Benedikt zum Leiter der Glaubenskongregation. Derartige wichtige für die Kirche entscheidende Maßnahmen werden im Vatikan niemals vom Papst alleine entschieden. Erst nach eingehender Beratung der Vatikanclique über derartig wichtige Entscheidungen für den Machterhalt der Katholischen Kirche, werden diese von ihm verkündet, als unfehlbare Wahrheit.
    Derartige Entscheidungen sind mit höchster Wahrscheinlichkeit die Antwort auf die ungeheuere Anzahl der katholischen Schafe, die ihrer Kirche den Rücken gekehrt haben und unvermehrt weiter tun. Sie demonstrieren damit gegen deren schwachsinnige Dogmen, die völlig undemokratischen Machtstrukturen und deren Erhalt in der katholischen Kirche. Da hilft auch die Wahl eines „Franziskanischen Papstes“ Nix, der genauso rückwärts orientiert ist wie sein Vorgänger.
    Treten sie aus dieser maffiösen Vereinigung aus (Bei Gericht bereits als Kinderfickersekte gebrandmarkt) und führen ein eigenbestimmtes Leben ohne Zwang hier im Diesseits ( ein Jenseits mit Leben nach dem Tode gibt’s garantiert nicht)
    Kinderfickersekte:
    Daher sei der Ausdruck „Kinderficker-Sekte“ nicht geeignet, den „öffentlichen Frieden zu stören“, verkündete die Richterin – und insoweit gäbe es auch keinen Straftatbestand nach §166 Religionsbeschimpfung.
    Der Betreiber der Webseite ‘Schockwellenreiter’ hatte unter dem Titel „Neues vom Ayatollah aus Köln“ am 29.6.2011 Folgendes veröffentlicht: „Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemeldet:
    Vor der Anklage der Staatsanwaltschaft gab es einen Briefwechsel zwischen Kantel und dem Berliner Polizeipräsidenten, der ihn über den Vorwurf der StA, Religionsgemeinschaften beleidigt zu haben, informierte. Kantel veröffentlichte diesen Brief und schrieb sodann dreist, er habe keine Religionsgemeinschaft beleidigt, weil Religionen ohnehin „eine Beleidigung jeglichen gesunden Menschenverstandes“ seien.
    Vielen Dank für die eindeutigen Statements gegen die Kirche
    W-Müller

  • Angelika Oetken

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    @Luna Schneck: falls Sie das nicht schon längst getan haben… die Opferorganisation „SNAP“ sucht derzeit nach Betroffenen, deren Fälle noch nicht verjährt sind.

    Hintergrund: das Vertuschen und Verschleppen von Meldungen hat bei der RKK genauso Methode wie die Diffamierung von Opfern. Es dient alles einem Zweck. Ist aber grundsätzlich strafbar. Auch für die Verantwortlichen innerhalb der Institution Römisch-katholische Kirche. Mögen sie auch noch so gut bekannt sein, mit „von und zus“ und „hier und dorts“.
    In der Diözese Regensburg z.B. wurde „großzügigen Spendern“ die Gelegenheit verschafft organisiert Kinder zu missbrauchen.

    Für solche Menschen gibt es außerhalb der „VIP“-Zone ziemlich unfeine Bezeichnungen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Bavarian Tiger

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    Die größte und am längsten andauernde Verarschung der Menschheit ist das Christentum, die ich neben dem Islam und dem Judentum zu den größten Gefahren für die Menschheit betrachte. Ich würde mir wünschen, dass irgendeiner mal aufsteht und sagt, was das für Lügner, Betrüger, Mörder etc. sind. Weg mit Religionen, weg mit Fanatikern !

  • Glaube.Hoffnung.Hiebe

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    @Twix Raider: Hat sich eine Organisation jemals schon selbst, von innen her reformiert? Wohl eher nicht! Mit der Papstwahl bei der jeder der Beteiligten ja grds. wusste, dass er es werden könnte, hätte sonst unmittelbar danach ein „Auflösung des IOR“, wie auch der klare Hinweis dass Bischöfe in deren Bistum (noch) nicht vollends aufgeklärt worden ist, ex nunc deren Amtes enthoben sind, folgen müssen. So etwas nicht um Punkte in der Öffentlichkeit zu sammeln, sondern die Kirche zu schützen. Geschützt werden soll aber der Besitzstand, nicht das Erbe eines Jesus Christus von Nazareth, des Sohnes Gottes. Da liegt wieder mal das Problem.

  • Eleonore

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    @ Glaube.Hoffnung.Hiebe: ___Geschützt werden soll aber der Besitzstand, nicht das Erbe eines Jesus Christus von Nazareth, des Sohnes Gottes. Da liegt wieder mal das Problem___Da bin ich ganz Ihrer Meinung!___Eine gute und lebendige Tradition wäre es , die Flamme weiterzutragen. Die Katholen beten aber die Asche an______

  • Lothgaßler

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    Erst wenn wir uns der Ewigkeitslasten Konkordat und Kirchensteuer entledigen und die rechtlichen Sonderregelungen für die Kirche zurücknehmen, wird die Kirche auf den Weg der Tugend zurückfinden. Unsere Verfassung reicht eigentlich aus, da brauchts keine Extrawürste und keine Knebelverträge ala Reichskonkordat. Ich empfinde dieses Reichskonkordat in weiten Teilen als sittenwidrig.

    Aber die Kirche kann sich ihrer Getreuen sicher sein, und so lebt sie bequem und versteckt sich und ihre Sünder ungestraft. Kein weltliches Gericht soll seine Hand auf diese Gott geweihten Männer legen.
    Kein Kirchenbann trifft die Sünder, denn jede Heirat nach Scheidung ist tausendmal sündiger als …

    Die Kirche tut sich bekanntlich sehr schwer damit Fehler und Schuld einzugestehen. Der Ex-Bischof zu Regensburg tut sich besonders schwer damit. Nein, dieser Mann ist nicht der Richtige für diese Aufgabe!

    Bleibt nur die Hoffnung, dass Petrus an der Himmelspforte diese Scheinheiligen nicht durchlässt.

  • Eleonore

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    Widerlich ist mir die Vorstellung, wie diese bigotten alten Männer kleine Kinder bei der Vorbereitung auf die Kommunion nötigen, zu beichten, während sie selber nicht in der Lage dazu sind, mit sich ehrlich ins Gericht zu gehen! Pfuideibel!

  • Joachim Datko

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    Religionen sind wie panierte Luftblasen!

    Zu Lothgaßler sagte am 7. April 2013 um 22:24 Uhr „Erst wenn wir uns der Ewigkeitslasten Konkordat und Kirchensteuer entledigen und die rechtlichen Sonderregelungen für die Kirche zurücknehmen, wird die Kirche auf den Weg der Tugend zurückfinden.“

    Es gibt für Religonen keinen Weg der Tugend, ihr Kern ist in der Regel schon das Problem. Bei den abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ist es die Gottesvorstellung aus einer Zeit, als es noch keine Naturwissenschaften gab. Die Menschen versuchten damals unerklärbare Phänomene Geistern und Göttern anzulasten. Der Gott der abrahamitischen Religionen ist ein Erklärungsmuster für damals nicht erklärbare Phänomene. Die Hirtenvölker kannten keine Wissenschaften und flüchteten sich in eine Geisterwelt. Ohne einen Gott sind die abrahamitischen Religionen ohne Kern und würden wie eine Luftblase platzen.

    Man nehme z.B. die Beschneidung von Jungen in den Religionen Judentum und Islam, sie ist irrational und nur durch einen Verweis auf den abrahamitischen Gott von den Religionen begründet.

  • S.G.

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    @ Lothgaßler

    Bleibt nur die Hoffnung, dass Petrus an der Himmelspforte diese Scheinheiligen nicht durchlässt.

    Das Problem liegt mit großer Sicherheit eben heute auch beim Zölibat. Wenn viel Männer im Kirchendienst heute im 21. Jahrhundert keine Frauen haben dürfen, dann sucht man sich eben auch vielleicht einen gewissen Ersatz, seine sexuelle Lust eben ausleben zu können../..dürfen…
    WARUM das Kinder sein müssen, verstehe ich natürlich auch bis heute nicht.

    http://www.kleio.org/de/geschichte/alltag/kap_V43.html

    http://www.ciao.de/Erfahrungsberichte/Die_Abschaffung_des_Zolibats_in_der_katholischen_Kirche__8520834

    Wenn sich eben viele Priester heute nicht unter Kontrolle haben, mit Ihrer Sexualität immense Probleme haben, dann
    muss der Vatikan in Rom endlich auch einmal das richtige tun und Sie sollten einmal auch dieses Zölibat eben abschaffen.

    http://www.theologe.de/sexuelle_vergehen.htm

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.

    beendet demnächst Ihre Umfrage zum Thema Missbrauch.

    …………………………………………………………………………………….

    KFN-Forschungsvorhaben zum sexuellen Missbrauch durch Priester scheitert an Zensur- und Kontrollwünschen der Kirche und daran, dass eine KFN-Anfrage, ob systematisch Akten von belasteten Priestern vernichtet worden sind, unbeantwortet geblieben ist.

    Das KFN appelliert nun an alle kirchlichen Missbrauchsopfer, freiwillig an einer anonymen Fragebogenerhebung des Instituts mitzuwirken.

    Opferbefragung zum sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche wurde fortgeführt…

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/fragebogen032013.pdf

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/beiblatt032013.pdf

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/presseerklaerung090113.pdf

  • Angelika Oetken

    |

    Widerlich ist mir die Vorstellung, wie diese bigotten alten Männer kleine Kinder bei der Vorbereitung auf die Kommunion nötigen, zu beichten, während sie selber nicht in der Lage dazu sind, mit sich ehrlich ins Gericht zu gehen! Pfuideibel!
    ——————————————————————-

    @Eleonore: der Bonner Kirchenrechtler Prof. Dr. Norbert Lüdicke hat dieses Phänomen auf einer Podiumsdiskussion anläßlich der Bischofskonferenz in Trier benannt.
    Dahinter steckt das Prinzip der Führung der katholischen Kirche ihre Priester während der Ausbildung und auch danach einer so genannten „ontologischen Umgestaltung“ zu unterziehen.
    Die „Ontologie“ ist die Lehre vom Sein.
    D.h. dass den jungen Männern im Priesterseminar vermittelt wird, sich von der Definition bisheriger Werte zu distanzieren und die der Institution RKK anzunehmen. Was dieser Institution zu Gute kommt.

    Im Falle von sexualisierten Übergriffen würde das wahrscheinlich bedeuten, dass der „bigotte alte Mann“ seine Missbrauchshandlungen nicht als kriminell ansieht, sondern als gute und folgerichtige Tat. Er verschafft nämlich den betroffenen Kinder die Gelegenheit Leid zu erfahren und dadurch über sich selbst hinaus zu wachsen. Das Höchste was einem „guten“ Christen widerfahren kann. An „göttlicher“ Gnade.
    Natürlich geht das nur, wenn diese geopferten kleinen Menschen sich ganz eng an die Institution RKK anschließen. Zum Beispiel indem sie besonders engagierte Gläubige werden. Sich im besten Fall selbst der Kirche verschreiben. Als Priester oder – wenn sie Mädchen sind – als Frau, die einen Großteil ihrer Zeit und ihres Geldes der Kirche zur Verfügung stellt.
    Und das ist doch gut und sehr wichtig.

    Jedenfalls in den Augen der Führungskader innerhalb der RKK.

    Was wir darüber denken, ist egal. Denn wir sollen gar nicht denken.

    Wir sollen glauben, wünschen und gehorchen.

    Dann werden wir ganz lieb von diesen vielen älteren Männern betreut.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland, die in der Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Veronika

    |

    @Müller ./. Müller: Ich hatte auch mal gehört, dass seit 2010 bei der Glaubenskongregation entsprechende Schreiben vorliegen sollen. Nur „dumm“, dass Müller bereits seit 2006 Mitglied der Glaubenskongregation war.
    ———————————————-
    Insgesamt ist die Sache etwas traurig, denn wie soll die RKK jetzt wo man (wieder mal seit dem Mittelalter)am besten nicht nur ganz Europa sondern die ganze Welt „katholisch“ machen will, Fehler und Schuld einzelner Mitwirkender eingestehen?
    Man sehe nur unter kath.net, wie die jetzt plötzlich mit immer mehr Artikeln zum Thema „Christenverfolgung“, und sogar einer eigenen Domain „christenverfolgung.org“ aufwarten. Ich sehe hier aber keine Christenverfolgung sondern bestenfalls – und das muss sich die RKK in den jeweiligen Ländern selbst zuschreiben lassen – Kirchenverfolgung. Man kann nicht – wie derzeit mutmasslich auch wieder in Südwest-Indien, Geldmittel über irgendwelche Spendenaktionen in ein fremdes Land bringen, dort Ländereien aufkaufen (lassen), um schliesslich über Schulen für diejenigen, die zum kath. Glauben konvertieren, die Religionshoheit in diesen Ländern/ in Landstrichen solcher Länder durchsetzen zu wollen. So was geht einfach nicht, und dies hat mittlerweile auch Russland kapiert und kontrolliert fleissigst. Lasst doch den Leuten in den anderen Ländern deren angestammte Religion, und versucht nicht mit Geld diese zu einer Umkehr zu bewegen!

  • Ingrid

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    Sehr gut geschrieben Herr Aigner.
    mehr muss man nicht sagen!!!!!

  • TP

    |

    Das ist echt Realsatire! Vom Päderasten-Protektor zum Päderasten-Inquisitor – dagegen war ja sogar Schilys Karriere pfeilgerade :-)

  • OP

    |

    @ Angelika Oetken

    … sie selber nicht in der Lage dazu sind, mit sich ehrlich ins Gericht zu gehen!

    Wenn Männer mit einer sehr gestörten Sexualität bewusst Berufe im Kirchendienst suchen – sich auswählen , dann stimmt etwas nicht.
    Und bemerkenswert ist, dass diese Zeitgenossen meistens nur eine Bewährungstrafe bekommen.

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10032&
    pk=900825

    http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Welt-im-Spiegel/Uebersicht/Priester-sammelt-4000-Kinderpornos

    http://www.derwesten.de/panorama/priester-mit-4000-kinderpornos-erwischt-bewaehrungsstrafe-id7814443.html

  • Mathilde Vietze

    |

    Es versetzt mich immer wieder in Wut, wenn mir irgend-
    ein Einfaltspinsel glauben machen will, daß „die versexte
    Gesellschaft“ schuld an diesen Mißständen sei. Es ist viel-
    mehr die hinterwäldlerische Sexualmoral der katholischen
    Amtskirche, die Männer mit gewissen Veranlagungen (der
    Volksmund sagt „Klemmis“) geradezu wie ein Magnet an-
    zieht.
    Mir ist es bis heute schleierhaft, weshalb die Amtskirche
    nicht ein vitales Interesse daran hat, das Ansehen von
    Millionen ehrbarer Priester vor Verallgemeinerungen
    („so sind sie alle“) zu schützen und die Täter rückhaltlos
    öffentlich macht.

  • Veronika

    |

    @S.G.:
    „Das KFN appelliert nun an alle kirchlichen Missbrauchsopfer, freiwillig an einer anonymen Fragebogenerhebung des Instituts mitzuwirken.“
    ————-
    Dazu müssten es diese aber überhaupt einmal wissen, dass mitgemacht werden soll. Die ö.-r. Medien scheinen ja keinen entsprechenden Aufruf zu bringen, die Seite des KFN dürften auch nur die Wenigsten kennen und aufrufen, also wird es im Sande verlaufen.

  • OP

    |

    Hat jemand etwas anderes erwartet? Ich eigentlich schon, aber offenbar ist die Kirche nicht daran interessiert, dass sich etwas ändert… Und am schönsten die Begründung mit „Datenschutz“. Täusche ich mich oder machen nicht inzwischen alle Behörden, Unternehmen und Institutionen mit unseren Daten was sie wollen. Nur wenn es um schwere Straftaten geht, dann wird mit einem Verweis auf den Datenschutz verhindert, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Offenbar schützt der Rechtsstaat dann doch lieber Straftäter und Steuersünder als den normalen Bürger.

    Die Kraft zur Ehrlichkeit fehlt!!!
    Da sieht man es wieder, die Katholische Kirche hat nicht die Kraft zur Ehrlichkeit. Sie muss endlich lernen, aus ihrem scheinheiligen Mitleidspostulat heraus zu kommen. Der Glaube ist sehr wichtig, aber er muss auf ehrliche Art vermittelt werden. Auch eine Kirche muss zu sich selber stehen, wenn Missbrauch in den eigenen Reihen stattgefunden hat.

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/fragebogen032013.pdf

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/beiblatt032013.pdf

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/presseerklaerung090113.pdf

    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    http://www.ipp-muenchen.de/files/ipp_ettalbericht_2013.pdf

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte

    Meine Gratulation zur Wiederwahl für Albert Schmid als Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern.
    Solange solch glaubwürdige Persönlichkeiten sich noch in diesen Bayer. Katholiken-Organisationen engagieren glaube ich, dass für die kath. Kirche doch noch nicht aller „Hopfen und Malz“ verloren ist.
    Aber wie lange können solche Einzelkämpfer in der rk. Kirche gegen den klerikalen Konservatismus in „Urbi at Orbi“ noch bestehen?

    ——————————————————————–
    http://www.mittelbayerische.de/…katholiken…/ …vor 2 Tagen – Albert Schmid (67) bleibt Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern.

    Schmid bezeichnete die Missbrauchsdebatte in seinem Tätigkeitsbericht als herausragendes Ereignis seiner ersten Amtszeit seit 2009. „Unsere Solidarität gilt den Opfern“, betonte er. Ursachenforschung und notwendige Konsequenzen blieben auf der Tagesordnung. Das Landeskomitee „hätte gerne dabei noch mehr mitgewirkt“.
    Die 2011 gestartete innerkirchliche Dialogoffensive dürfe nicht als Ablenkung von des Missbrauchsdebatte verstanden werden, erklärte der Vorsitzende. Der Kommunikationskultur in der Kirche bescheinigte er „schwere Mängel“. Ein respektvoller Umgang miteinander müsste aber das Markenzeichen der Kirche sein. Schmid äußerte auch die Einschätzung, viele kirchliche Amtsträger seien „maßlos überfordert und tun sich schwer, sich helfen zu lassen“.
    ————————————————————————-

    Danke! für die mutigen Worte an Herrn Dr. Albert Schnid,

    von einem ehemaliges Missbrauchsopfer
    der Regensburger Domspatzen

  • Veronika

    |

    @Georg Auer: Glauben Sie wirklich, dass A.S. hier was machen will?
    A.S. war einer der Besonderen, dem GLM bei seiner Verabschiedung aus Regensburg ausgiebigst die Hand geschüttelt hat. Reden kann man ja viel, bemerkt habe ich seitdem von A.S. nahezu nichts. Meiner Meinung nach vertröstet man weiter, bis weiter Fälle verjährt sind.
    Da ist schon interessanter, dass man der RKK mittlerweile so wie hier sogar von Radio Vatikan berichtet
    http://de.radiovaticana.va/news/2013/04/19/vatikan_italien:_streit_um_99_millionen_euro/ted-684450 „kommt“. Anders als beim Geld scheint es die RKK vor allem auch in D nicht zu verstehen.

  • Angelika Oetken

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    Die römisch-katholische Kirche ist die älteste durchgängig bestehende Organisation der Welt. Und sie ist eindeutig eine semipolitische Macht. In autoritär regierten Staaten mag das nicht weiter diskussionswürdig sein, aber wir leben in einer Demokratie.
    Und da ist nun mal Mitbestimmung vorgesehen. In allen Lebensbereichen.
    Nur für Religionsgemeinschaften gibt es merwürdigerweise Ausnahmen.

    Was in anderen Kontexten für langanhaltenden Protest sorgen würde, z.B. Frauen von Führungspositionen auszuschließen, homosexuelle Lebensweisen zu diskreditieren oder die Tatsache, dass diese Institution sich jeglicher Kontrolle durch die Basis entzieht: die RKK hat ein gesetzlich garantiertes Anrecht darauf, Werte zu propagieren , die vor allem ihr, der Institution nützen. Und unsere Staat subventioniert diesen reaktionären Altherrenclub auch noch.

    Die weltweite Offenlegung des organisierten, vorsätzlichen sexuellen Missbrauchs in ihren Reihen hat die Reputation der RKK eine Weile erschüttert. Und sie hat so ab und an ihr wahres Gesicht gezeigt. Aber mittlerweile ist ein Teil der Bevölkerung offenbar durch das ständige Salbadern und die Sophisterei der katholischen Führungsfiguren erneut eingelullt worden.

    Warten wir einfach auf die nächste Skandalwelle. Sie kommt ganz sicher.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Joachim Datko

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    Das Christentum in Deutschland auf absteigendem Ast

    Zu Angelika Oetken 22.04.13 – 20:43 „Aber mittlerweile ist ein Teil der Bevölkerung offenbar durch das ständige Salbadern und die Sophisterei der katholischen Führungsfiguren erneut eingelullt worden.“

    Die Bevölkerung löst sich immer mehr aus dem Griff des Christentums. Wichtig ist, dass die religiöse Indoktrination von klein auf immer weniger Menschen erfasst.

    In meiner Kindheit, vor 50 Jahren, wurden den Kindern die religiösen Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament eingeprägt, heute kennen viele Kinder diese mystischen Geschichten gar nicht.

    Millionen Menschen, die als Kleinkinder getauft und von den großen christlichen Religionen damit vereinnahmt wurden, haben heute keinerlei inneren Bezug zu der Religion.

    Nach den bisherigen Zahlen erwarte ich in Regensburg dieses Jahr über 1000 Austritte aus den großen christlichen Kirchen.

    Siehe: http://www.statistik.regensburg.de/informationen_u_zahlen/monatszahlen/
    ( von mir addiert )
    01.2013 87
    02.2013 102
    03.2013 96

    Den Priesternachwuchs können die katholischen Bischöfe mittlerweile auf der Hunderter Tafel abzählen. Seit Jahren gibt es in Deutschland weit unter 100 r.-k. Nachwuchspriester pro Jahr für den Gemeindedienst.

    Die r.-k. Kirche verliert an Macht. Man denke auch an die verlorenen Prozesse gegen Stefan Aigner und Dr. Michael Schmidt-Salomon. Das zehrt an der Reputation der einst mächtigen r.-k. Kirche.

  • Georg Auer

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    Der missbrauchte Domspstz – eine unendliche Geschichte

    @Veronika: Auch ein Dr. Albert Schmid wird einst dann gemessen an seinen Ausagen und Worten, wie auch an seinen Taten. Das wird sich alles zeigen in der Zeit, wenn er nicht mehr dann in Amt und Würden ist. Reales Ansehen und Wichtigkeit gegenüber Familie und Gesellschaft von einer Person erweisen sich erst im hohen Alter. Am Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender des Landeskomitees der Kstholiken in Bayern wird sich dann zeigen, was seine Worte zum Missbrauchsskandal in der rk. Kirche wirklich Wert waren.
    In vielen Medien war in den letzten Tagen auch zu lesen, dass der Theologe und Papstkritiker Hans Küng sich weitgehend aus der Öffentlichkeit sich zurückziehen will.
    – Laut MZ vom 22.04.13: „Vor wenigen Tagen hatte er die Hoffnung geäußert, vom neuen Papst Franziskus rehabilitiert zu werden.“ –
    Diese, seine Hoffnung, wird sich nicht erfüllen. Aber sein großes Werk und seine Stiftung „Weltethos“ wird viele Papst-Entzykliken überdauern und wer weiß, ob nicht bald dann doch eine Zeit noch kommt, wo sich die rk. Kirche sich rühmt auf diesem deutschen kath. Theologen. Es wäre ja nicht das erste Mal.
    So der neue Papst sich des Namens des Hl. Franziskus von Assisi bedient ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern: Im Jahre 1209 ging Franziskus mit einigen seiner minderen Mitbrüdern nach Rom und lies den neuen Orden der minderen Bruderschaft vom damaligen Papst Innozenz III. kirchenamzlich anerkennen.
    Nach meiner Franziskus-Legendenkenntnis flohen die neuen Ordensbrüder „Hals über Kopf“ aus dem Vatikan in der Angst, der Papst könnte noch seine Entscheidung rückgängig machen. Wer weiß, vielleicht wird schon bald wieder ein neuer Papst eingeläutet, so der jetzige Papst Franziskus dem Vatikan entflohen ist?
    Denn es ist davon auszugehen, entweder Papst Franziskus unterwirft sich der „Vatikan-Finanzkurie“ oder auch er wird bald mit Benedikt XVI. der zweite Klosterpapst in den Gemäuern des Vatkans. Denn die Finanzmafia des Vatikans ist nicht aus auf reiche Schätze im Himmel, sondern auf die Vermehrung ihrer irdischen Schätze.

    So werde ich die zukünftige Amtsführung von Dr. Albert Schmid kritisch weiterhin verfolgen, ob er auch dann seinen wahren Worten wahre Taten folgen lässt. Die Zeit wird es mir lehren. Was die Bistumsleitung betrifft, habe ich alle Hoffnung fahren lassen, so der neue Bischof Voderholzer in der Diözesanleitung alles beim alten beließ.
    Dies war dann auch der Grund, warum ich letztendlich aus der Kirche nach über 60jähriger Zugehörigkeit ausgetreten bin.

    So mein Rat an alle missbrauchten Domspatzen.
    Vertraut auf keinem Fall Euren sexuellen Missbrauch im Internat der Domspatzenschulen irgendwelchen Kirchenleuten innerhalb des Bistums an, denn diese werden wieder aufs Schlimmste Euch erneut zu tiefst demütigen.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Veronika

    |

    @Georg Auer:

    „Denn die Finanzmafia des Vatikans ist nicht aus auf reiche Schätze im Himmel, sondern auf die Vermehrung ihrer irdischen Schätze.“
    ———————-
    Finanzmafia im Vatikan??? Also wesentlich mehr Geld, welches man für bestimmte Zwecke – auch eine genehme Papstwahl ? – einsetzte könnte, haben die deutschen und die österreichischen Diözesen!
    =============
    „So mein Rat an alle missbrauchten Domspatzen.
    Vertraut auf keinem Fall Euren sexuellen Missbrauch im Internat der Domspatzenschulen irgendwelchen Kirchenleuten innerhalb des Bistums an, denn diese werden wieder aufs Schlimmste Euch erneut zu tiefst demütigen.“
    ———————–
    Würde ich auf alle in kirchlichen Einrichtungen/ durch Kirchenbedienstete Missbrauchten ausdehnen, und voll unterschreiben. Die wollen die Leute brechen, diesen die Schuld zuschieben welche sie selbst nicht eingestehen können und wollen.
    Prof. Pfeiffers’s Initiative ist eine gute Alternative: http://www.kfn.de

  • Veronika

    |

    @Joachim Datiko: Ich kann Ihnen durchaus zustimmen, aber bedenken Sie bitte, dass mittlerweile zuhauf Politiker am regieren sind, die von den christlichen Großkirchen auf deren Weg dorthin „begleitet“ wurden.
    „Schenken“ Sie jemandem, oder auch nur einem Verwandten von jemandem einen „Doktortitel“, eine Stelle als Heim-/ Institutionsleiter, als Dozent in einer der vielen kirchlichen Schulen, Einrichtungen, und alle werden Ihnen auf ewig dankbar sein. Schliesslich wären diese Leute sonst – da die christlichen Kirchen nicht mit einem Fingerschnippen verschwinden würden – von heute auf morgen arm und ungeliebt.

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    ———————————————————————-
    Würde ich auf alle in kirchlichen Einrichtungen/ durch Kirchenbedienstete Missbrauchten ausdehnen, und voll unterschreiben. Die wollen die Leute brechen, diesen die Schuld zuschieben welche sie selbst nicht eingestehen können und wollen.
    ———————————————————————–

    Unterschreibe ich auch. Und füge hinzu:

    Wer als Opfer vorhat, gegen die Verantwortlichen (wozu ich neben den TäterInnen auch deren Vorgesetzte zähle) vorzugehen, sollte auf keinen Fall zuerst Kontakt mit den entsprechenden Missbrauchsbeauftragten aufnehmen. Sondern sich einer Opferorganisation anschließen, mit deren Hilfe eine geeignete unabhängige Beratungsstelle suchen und dann einen spezialisierten Anwalt beauftragen.
    Erst danach, mit Unterstützung des Anwalts das Gespräch mit den Zuständigen innerhalb der RKK suchen. Und selbstverständlich den Verlauf der Unterredung protokollieren. Nichts unterschreiben, bevor der Anwalt nicht sein okay gegeben hat.
    Wer die entsprechenden Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aufmerksam und ohne unangemessenes Wohlwollen liest, dem fällt sicherlich auf, dass es dort vor allem darum geht, dass möglichst viele Informationen gesammelt werden. Und man in Kontakt mit dem Opfer bzw.dessen Angehörigen bleibt.
    Das Ganze dient der Institution dazu, möglichst viel Kontrolle zu behalten.

    Die Leitlinien sind nichts weiter als ein Schadensbegrenzungsinstrument für die RKK.

    Auch wenn es schwer fällt: versetzen wir uns in die Lage des Führungskaders der katholischen Kirche, dann wäre die Aufdeckung der echten Hintergründe des systemimmanenten sexuellen Missbrauchs ein PR-Supergau.

    Dies gilt es also aus Sicht der Verantwortlichen mit allen Mitteln zu verhindern.

    Denn ihnen ist klar, dass sie für ein Leben außerhalb der Institution katholische Kirche nicht mehr taugen. Schon allein die Werteumdeutung, derer sie unterzogen wurden, macht sie für ein „normales“ Leben ungeeignet. Zu sehr sind sie dem „Doppeldenk“ der RKK verhaftet.

    Auch deshalb setzen sie die Presse unter Druck.

    Angelika Oetken

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte

    Der sexuelle Missbrauch und die schweren Gewaltexzesse an minderjährigen Zöglingen in den Erziehungsheimen und den Bildungsinternaten der rk. Kirche haben ebenso langjährige Tradition wie diese kirchlichen Institutionen selbst. Seit es Heime für Kinder und Jugendliche gibt, gibt es auch schon den sexuellen Missbrauch und die Züchtigung von Kindern und Jugendlichen in Heimen, ganz gleich, ob es sich dabei um ein stattliches oder kirchliches Heim handelt. Auch selbst der Familienverband war bis weit in dasneunzehnte Jahrhundert hinein ein rechtsfreier Raum. So war die damalige öffentliche Meinungshoheit die, dass ein Erziehungsproblem in der Familie ausschließlich Angelegenheit einer Familie sei und so auch in dieser zu regeln ist. Dasselbe galt auch für alle damaligen Erziehungs- und Bildungsanstalten. Die Familie und alle Kinder-Heime besaßen sozusagen einen heiligen Nymbus in Sachen Kindererziehung und der Staat deshalb den Eltern und allen sonstigen Heim-Erziehungskräften Rechtsfreiheit in Erziehungsangelegenheiten zusprach. Vater, Mutter, Erzieher, Nonne und der Priester waren in erster Linie schon immer in der Gesellschaft die wichtigsten Respektpersonen, denen sich alle Kinder rückhaltlos unterzuordnen hatten, so aber trotz allem auch weiterhin die Erziehungshoheit im Rahmen der gesetzlichen Kinderschutzbestimmungen als vorrangiges Elternrecht weiterhin Geltung haben muss.
    Erst etwa ab 1995 rückten die Rechte von Kindern in den Fokus der näheren öffentlichen Wahrnehmung, so dass nun erst auch der Kindsmissbrauch in der Familie und in den Heimen zum Thema wurde, der aber auch schon damals strafrechtlich verfolgt wurde, wenn der Täter außerhalb von Familie oder Heim als ortsfremde Einzelperson auftrat. Mit dieser Tatsache lassen sich deshalb auch die viel niedrigeren Missbrauchszahlen in der Statistik bei sexuellen Missbrauch von Kindern in der Familie und in den Heimen erklären. Diese Fälle sind im Grunde immer noch Tabuzone innerhalb der Familie. Dasselbe gilt auch für staatliche und kirchliche Kinderheime, wo ein Kindsmissbrauch von vornherein als ausgeschlossen gilt.

    Niemand weiß über diese früheren Erziehungs- und Missbrauchspraktiken in Kinderheimen besser Bescheid als ich, welcher als Halbwaise vom 4. bis zum 15. Lebensjahr in fünf verschieden katholischen Heimen aufgewachsen ist.

    ———————————————————————
    Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche
    de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/2431718ist ein Phänomen, das seit Mitte der neunziger Jahre weltweit größere öffentliche Aufmerksamkeit …
    ————————————————————————-

    Deshalb ist gerade der Staat auch für die Versäumnisse in der Vergangenheit – was den Kinderschutz betrifft – anzuklagen und wäre damit zur Wiedergutmachung an die Opfern von sexuellem Missbrauch und Züchtigung in Kinderheimen auch zuforderst moralisch verpflichtet. Aber in dieser unseligen Angelegenheit weiß sich der Staat und die Kirche betreffs der Operentschädigung in einträchtiger Verbundenheit. Sie beide sehen keine Veranlassung und Verpflichtung gegenüber den Opfern von sexueller Gewalt. Der Staat verweist hierbei auf die Gesetze und Gerichtsbarkeit und die Kirche wäscht dabei ihre Hände in Unschuld. So bleibt die Schuldfrage letzten Endes wieder beim Opfer hängen.

    Einmal las ich einem Beitrag zum Thema Sexualverbrechen, wo selbst hierzu ein angesehener Staatsanwalt aussagte, dass er der eigenen Tochter bei einer Vergewaltigung abraten würde dieses Sexualdelikt an ihr zur Anzeige zu bringen, so es zuletzt für das Opfer noch mehr Schaden bringt, als eine echte und letztendliche Gerechtigkeit und Genugtuung für dass Missbrauchsopfer.
    Auch aus meiner eigenen Erfahrung muss ich ihm hierzu grundsätzlich zustimmen. Auch ich wurde von einigen Psychologen eher davor gewarnt, meinen Missbrauch öffentlich zu machen. Eine alleinige therapeutische Aufarbeitung wäre sinnvoller und auch für mich selbst effektiver.
    Hierbei gebe ich aber weder dem genannten Staatsanwalt recht, wie auch nicht in meiner Angelegenheit meinen Psychologen. Wie sollte dann überhaupt jemals die Gesellschaft für solch Unrecht sensibilisiert werden, wenn nicht durch Öffentlichkeit von Sexualstraftaten aller Art, und sind diese auch vor noch so langer Zeit begangen worden? Jedes Missbrauchsopfer strebt nach Sühne und Gerechtigkeit, gleichgültig auch aller Verjährungsfristen hierzu.

    Deshalb noch einmal mein eindringlicher Appell an alle früheren und späteren Domspatzen-Missbrauchsopfer.
    Zeigt den Sexuellen Missbrauch an Euch bei den Domspatzen auf jeden Fall bei der örtlichen Staatsanwaltschaft an und meldet Euren Fall auch bei der Domspatzen-Opfergruppe bei der Web-Adress: http://www.intern-at.de

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Meine vollste Zustimmung!

    Hat übrigens jemand schon den neuen Bischof im Gespräch mit Missbrauchsopfern erlebt? Was ich so auf den Besuchungspunkten unter http://www.bistum-regensburg.de gelesen habe, kommt ein solcher Punkt gar nicht vor, obwohl es der Bischof der Presse gegenüber angekündigt hatte.
    Na ja, eben genau das, was unsere verehrte Bundeskanzlerin dem neuen Regensburger Bischof bei deren Glückwünschen schon „gegeigt“ hatte: In guter Abfolge nach GLM mit BXVI.
    Muss Papa emeritus wirklich so viel Angst haben, dass die Missbrauchsfälle im Bistum Regensburg aufgeklärt werden?

  • Angelika Oetken

    |

    Muss Papa emeritus wirklich so viel Angst haben, dass die Missbrauchsfälle im Bistum Regensburg aufgeklärt werden?

    @Veronika: ja, das muss und sollte er.

    Denn falls die Hintergründe des organisierten Missbrauchs im Bistum Regensburg aufgeklärt würden, dann kämen Dinge zum Vorschein, die die Rolle der RKK und ihres Führungskaders in ganz neuem Licht erscheinen lassen.

    Noch sind die Protagonisten gut geschützt, weil diejenigen, die an der Begleitkriminalität (organisierter Kinderhandel) beteiligt sind, über das „richtige“ Parteibuch, die „einzig wahre“ Religionszugehörigkeit und sehr viel Geld verfügen.

    Aber: es besteht Hoffnung auf Gerechtigkeit für die misshandelten und geopferten Kinder.

    Derzeit wird diskutiert, ob vom Bundestag eine unabhängige, multiprofessionelle Untersuchungskommission eingesetzt wird, die den Auftrag hat die Hintergründe von Missbrauch aufzuklären. Da dort dann sicherlich auch Leute sitzen, die nicht mit verfilzt wurden könnte es der Missbrauchsmafia von Regensburg und drumherum an den Kragen gehen.

    Eine Klage gegen Herrn Josef Ratzinger wurde vor dem Europäischen Gerichtshof schon erhoben. Weitere könnten folgen. Auch gegen seinen Bruder und andere vermeintlich mächtige und unangreifbare Personen.

    Diese Menschen treten alles, was wir an humanen Übereinkünften haben mit Füßen. Gleichzeitig werfen sie mit sozialen Floskeln und Erklärungen ihrer guten Absicht nur so um sich.

    Bi-Gotte Heuchelei ohne Gleichen. Das einzige, was da echt ist, ist das hohe Maß an Menschenverachtung und die unglaubliche Feigheit dieser Leute.

    Und das ist es, was viele der Opfer im wahrsten Sinne des Wortes ankotzt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. der neue „Held“ aus Argentinien nimmt sich da meiner Einschätzung nach nichts. Er ist nur ein gewiefterer PR-Mann. Kein Wunder – ist ja auch Jesuit.

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken: Danke für die vielen Informationen!

    Gibt es zu „Eine Klage gegen Herrn Josef Ratzinger wurde vor dem Europäischen Gerichtshof schon erhoben. “ irgendein Akten-/ Geschäftszeichen, denn ich kenne da ein paar Leute, die sich da gerne anschliessen würden.
    ——————————————–
    Lesen Sie mal dies:
    http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/artikel/der-bischof-im-landkreis/908086/der-bischof-im-landkreis.html

    Dieser Schulleiter gehört sich doch abgesetzt, und die zustimmenden LehrerInnen wegen Religionswahn in die Psychiatrie, oder?
    Wer begrüsst als Leiter einer staatlichen Schule einen Bischof mit „Es ist eine Ehre, alle Augen warten auf dich, Herr!“???

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    http://www2.evangelisch.de/themen/religion/missbrauchsopfer-klagen-papst-in-den-haag-an48399

    Das Ganze läuft über die Opferorganisation „SNAP“. Damit die Klage Aussicht auf Erfolg hat, sollten sich vor Allem Opfer anschließen, deren Missbrauch noch nicht verjährt ist.

    http://www.derwesten.de/staedte/essen/missbrauchsopfer-aus-gelsenkirchen-verklagt-papst-id5062412.html

    Was daraus geworden ist, weiß ich allerdings nicht.

    Aber selbst wenn die Klage abgewiesen worden sein sollte, heißt das nicht, dass nicht später eine neue eingereicht werden kann. Missbrauch ist ja nichts, was es nur in der Vergangenheit gab.

    MfG
    Angelika Oetken

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken: Herzlichen Dank!

    Noch ein kleines Schmankerl. Diese musste ich wirklich lange suchen, da mich interessierte wie der neue Regensburger Bischof aufzutreten gedenkt:
    http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3663337-127-offene_und_unkomplizierte_art,1,0.html
    ————————————————
    Ich glaube diese Zeitung ist ein Ableger der „Mittelbayerischen“. Anders kann ich mir diese höfische Berichterstattung gar nicht vorstellen. Sonst habe ich nichts gefunden, also wohl doch nicht so sehr „in die Herzen“, eher „am P. vorbei“?
    ————————————————-
    Die Leute scheinen langsam zu begreifen, und wie Sie bereits erwähnten: Der neue Papst scheint ein guter PR-Mann zu sein, sonst aber (leider) auch nicht anders.

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    ja „mitten ins Herz“ – das beschreibt die Geschäftsstrategie des Ritualdienstleisters RKK ziemlich gut.

    Wegen des „neuen“ Papstes: nüchtern betrachtet steht dieser Mann einer Institution mit 1,2 Milliarden Angehörigen vor. Das ist eine sehr große Verantwortung. Er muss seine Leute bei Laune halten und seine Auftraggeber zufriedenstellen.

    In Vorbereitung des „Hearing Aufarbeitung“, das am kommenden Dienstag hier in Berlin statt findet, tausche ich mich gerade mit anderen Missbrauchsopfern darüber aus, welche Argumente es gibt, die für die Einsetzung einer unabhängigen Missbrauchskommission sprechen.

    Und warum diverse Identifikationsfiguren, die die Skandalwellen der vergangenen Jahre hervorgebracht haben so schnell einen „Heldenstatus“ bekommen.
    Vorläufiges Fazit: andere zu Helden zu stilisieren schützt mich davor, meine eigene Feigheit und Trägheit zu überwinden.
    Schnell wird darum aus einem „Übermenschen“ das Gegenteil. Wenn er nämlich nicht das tut, was wir von ihm erwarten.

    Eigentlich kann jeder Mensch etwas tun. Er muss einfach nur damit anfangen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

  • OP

    |

    ..der Jugend hingezogen…

    Online-Artikel zur Entstehung von Pädophilie

    http://www.kein-taeter-werden.de/story/22/4322.html

    Seine sexuelle Neigung sucht sich niemand aus. Sie ist Schicksal und nicht Wahl. Doch wie und warum ……

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    http://dasgehirn.info/handeln/liebe-und-triebe/paedophilie-neurobiologie-einer-aussergewoehnlichen-neigung-4798/

    Pädophilie: Neurobiologie einer außergewöhnlichen Neigung

    „Warum ausgerechnet ich?“ Das fragen sich Erwachsene, die sich zu Kindern oder Jugendlichen hingezogen fühlen. Niemand kann sich seine sexuelle Neigung aussuchen. Deutsche Forscher untersuchen, was im Kopf von Pädophilen vorgeht – ganz neurobiologisch.

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Katholische Kirche Zollitsch will weibliche Diakone

    http://www.stern.de/panorama/katholische-kirche-zollitsch-will-weibliche-diakone-2003744.html

    Die katholische Kirche in Deutschland zeigt sich reformbereit: Erzbischof Robert Zollitsch fordert, dass künftig auch wiederverheiratete Geschiedene Rechte erhalten und Frauen Diakone werden können. mehr…

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte:
    „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“ (Joh. 2,1-6)

    Die rk. Kirche verhöhnt mit ihren bisherigen Taten alle Missbrauchsopfer und nehmen diesen damit ihren Glauben, deren Hoffnung und bestehlen diese zuletzt sogar um deren Liebe. So werden die drei göttlichen Tugenden von den rk. Würdenträgern missbraucht für weltliche Macht und für des Triebes Lust.
    …………………………………
    faszinationmensch.com/…/an-ihren-taten- …An ihren Taten sollt ihr sie erkennen … Mai 1, 2012 Dr. Martin Bartonitz Hinterlasse einen Kommentar …
    ………………………………….

    Chronologie der Taten zur Vertuschung der Missbrauchsfälle in der rk. Kirche durch Bischof und Papst:

    1. ) Demütigung in Serie: Der damalige Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, brandmarkt alle Domspatzen-Missbrauchsopfer als Lügner und lehnt mit Serienbrief alle Anträge auf Opferentschädigung kategorisch ab.
    http://www.regensburg-digital.de/demuetigung…29.02.2012 – Pingback: Demütigung in Serie | Regensburg Digital | Attalan’s Blog. Veronika sagte …

    2.) Der neue Bischof von Regensburg ernennt den schon bisherigen bischöflichen Vollzugsbeamten Michael Fuchs (Serienbriefschreiber an die Missbrauchsopfer) zum Generalvikar in der Diözesanverwaltung:
    – Bistum: Voderholzer klärt wichtige Personalien :: Homepage …
    http://www.mittelbayerische.de/…/voderholzer…29.01.2013 – Der neue Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer setzt in der Kirchenverwaltung auf ….)
    „Mit Wirkung zum 26. Januar ernannte er Domkapitular Michael Fuchs (48) zum Generalvikar. Diese Funktion hatte der Prälat bereits unter Bischof Gerhard Ludwig Müller von 2005 bis 2012 inne. Der Generalvikar vertritt den Bischof in allen Verwaltungsangelegenheiten.“

    3.) Der neue Papst Franziskus ernennt den Präfekten der vatikanischen Glaubenskonkregation, Gerhard Ludwig Müller, zum Sonderbeauftragten in Fragen der „Sexuellen Missbrauchsfälle in der rk. Kirche“.
    n-tv.de NACHRICHTEN-05.04.2013
    … entschieden gegen sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche ankämpfen.
    …………………………………..“Papst Franziskus hat angekündigt, entschlossen gegen Fälle von sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorgehen zu wollen. Die von seinem Vorgänger Benedikt XVI. eingeschlagene Linie solle fortgesetzt werden, sagte der Papst. Er forderte von dem Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, ein konsequentes Vorgehen.“…………………….

    Welch beeindruckende, tätige Kontinuität der Kirchenleitung der rk. Kirche bei der Aufklärung und Aufarbeitung der sexuellen Missbrauchsfälle betreffend das Bistum Regensburg und der ganzen Welt (Urbi et Orbi).

    Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen innerhalb der Kirche geht also weiter.
    Auch dies ein kirchlicher Akt von klerikaler Kontinuität?
    …………………………….
    Missbrauch von Kindern – Kirchenmusiker gesteht …
    http://www.braunschweiger-zeitung.de/…/ …02.04.2013 – Immer neue Missbrauchsfälle in der Kirche schockierten die Bürger in den …
    …………………………

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Veronika

    |

    @Georg Auer:

    Am besten finde ich ja:

    „Die von seinem Vorgänger Benedikt XVI. eingeschlagene Linie solle fortgesetzt werden, sagte der Papst.“

    Na dann geben wir der Röm.-Kath. Kirche noch knapp zwei Jahre, bis diese – ausser selbstverständlich in den deutschsprachigen Ländern – in allen anderen Ländern der Welt komplett bedeutungslos wird.
    Die RKK scheint (immer noch) nicht begriffen zu haben, dass es das Internet gibt, und Informationen in alle Welt gelangen. Es soll sogar noch nette Leute geben, die diese Dinge dann in viele andere Sprachen übersetzen, damit solche Dinge auch ja überall ankommen.

  • Veronika

    |

    Nachdem sich der Hochverehrte Regensburger Bischof scheinbar nicht um die Aufarbeitung der Sache kümmern will/ darf, ein Vorschlag:
    http://www.avaaz.org – Kampagnen-Netzwerk

    Wer macht mit, damit wir eine – am besten in mehreren Srachen – kurz und gut formulierte Anfrage an den Regensburger Bischof und seinen Generalvikar einstellen und Zustimmung einer weltweiten Community einholen können. Ich denke, dass weltweit sehr sehr viele dort verzeichnete Leute deren Zustimmung geben werden, und wir dann die Anfrage an den Bischof, seinen GV und den Vatikan weiterleiten können. Mal sehen, ob dann noch geschwiegen wird.

  • Eleonore

    |

    Guten Tag Veronika, die Idee über eine avaaz-Unterschriftenaktion eine große Öffentlichkeit herzustellen und damit Handlungsdruck, ist gut!

  • OP

    |

    Wenn der neue Bischof von Regensburg heute “ Brücken “
    bauen möchten, dann würde ich einmal vorschlagen , dass man alle damaligen Opfer auch heute wirklich respektvoll behandelt!
    Ich verstehe bis heute nicht warum das Bischöfliche Ordinariat von Regensburg kein externes Büro , oder Rechtsanwaltskanzlei , zur Aufarbeitung der damaligen Vergangeheit einschaltet.
    Nach meiner Meinung möchte man das Thema Regensburger Domspatzen nur derart in die Länge ziehen bis eben das Gras darüber gewachsen ist.

    Eigentlich wäre dieses Thema Domspatzen schon längst abgeschlossen oder richtig aufgearbeitet, aber…..

    http://www.intern-at.de/missbrauchsfaelle/missbrauchsfaelle06/

    http://www.ipp-muenchen.de/files/ipp_ettalbericht_2013.pdf

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    Sexueller Missbrauch ist von Begleitkriminalität umgeben und allein das ist ein Grund sich für den Vorschlag von Herrn Rörig, dem UBSKM stark zu machen. Nämlich das Phänomen Missbrauch von einer unabhängigen Untersuchungskommission aufklären zu lassen. Damit wären die Institutionen wie die RKK eingeschlossen.

    Die Idee mit Avaaz ist gut. Ich hatte dort vor einiger Zeit schon mal angefragt und die Rückmeldung bekommen, dass die Kampagnen von allgemeinem Interesse sein sollten, um unterstützt zu werden.

    Nun bin ich zwar der Meinung, dass schon allein wegen der mafiösen Strukturen im Bistum Regensburg allgemeines Interesse besteht an Aufklärung besteht, aber ich weiß derzeit noch nicht, wie man Avaaz davon überzeugen könnte.
    Vielleicht hat jemand Ideen?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte:
    ———————
    „Regensburg-Digital – March 22, 2013

    Aufarbeitung steht aus

    Die vorbehaltlose und glaubwurdige Aufarbeitung der langen Missbrauchsgeschichte der „Domspatzen“ und eine nicht restriktive, vielfaltige Unterstutzung derer, die darin Opfer von sexuellen und gewalttatigen Ubergriffen wurden, stehen noch aus. Ohne die Ubergabe der Aufarbeitung an ein externes und unabhangiges Fachinstitut, wie zuletzt in Ettal geschehen, und der Bestellung einer externen Beauftragten zur Betreuung der Missbrauchsopfer wird sich daran grundsatzlich auch nichts andern konnen. Dass man die Gewaltverhaltnisse bei den „Domspatzen“, auch die unter Schulern, von externen Fachleuten fundiert untersuchen lassen konnte, ja musste, dieser Ansatz wird vom Regensburger Ordinariat mit aller Kraft abgewehrt.“
    ———————-

    Vertuschung statt Aufklärung und Opferverhöhnung statt Opferentschädigung.

    Diese Schlagworte stehen für die Art und Weise, wie die Leitung des Bistums Regensburg bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs mit ehemaligen Opfern der Regensburger Domspatzen seid Bekanntwerden der Missbrauchsfälle im Jahre 2010 umgegangen ist. Die Leitung des Bistums war nie daran wirklich interessiert, die Missbrauchsfälle bei den Domspatzen vorbehaltlos und lückenlos aufzuklären, sondern man wollte die Flut der nun vielen neu bekanntgewordenen Missbrauchsfälle möglichst schnell eindämmen, um so eine Überschwemmung mit anschließendem Image-Schaden bei den Domspatzen-Schulen frühzeitig abwenden zu können, gleich wie bei einem Jahrhundert-Hochwasser der Donau. Dieses konnte aber nur gelingen, indem man die vielen neuen Missbrauchsfälle nur kirchenintern abhandelte, um damit dann mit der Begründung des Datenschutzes alle Öffentlichkeit von vornherein auszuschließen. Wo dieses aber nicht gelang, weil einige der Opfer von sich aus ihren Missbrauchsfall öffentlich machten, werden diese von der Diözesanleitung nun als Lügner oder als Kirchengegner beschimpft, wie es im Falle Probst geschieht.

    Aber die Missbrauchs-Jahrhundertflut bei den Regensburger Domspatzen lässt sich auch durch noch so hohe Kirchen-Schweigemauern nicht aufhalten, denn diese Flut findet einen Weg, um endlich der Wahrheit und Gerechtigkeit Raum zu geben. Aber der Schaden wird für die Domspatzen-Institution
    und insbesondere für die Bistumsleitung dann irreparabel sein mit noch viel schlimmeren Konsequenzen.

    Deshalb kann man an die Diözesan – Verantwortlichen nur appellieren:
    Macht endlich Ernst mit der Aufarbeitung bei den Missbrauchsfällen der Regensburger Domspatzen.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte:
    – Bistum Regensburg: Vertuschung statt Aufklärung, Opferverhöhnung anstatt Opferentschädigung –

    Einladungsworte des Vorsitzenden des deutschen kath. Zentralkomitees Alois Glück zum kath. Kirchentag 2014 in Regensburg, gesprochen auf dem ev. Kirchentag 2013 in Hamburg.
    ———————————–
    „Mit Christus Brücken bauen“ – Motto für Katholikentag 2014 – epd
    http://www.epd.de/…/mit-christus-brücken-baue...

    Zur inhaltlichen Ausrichtung des Laientreffens sagte Glück, Christen trügen Verantwortung für die Ausgegrenzten, Überforderten und Benachteiligten sowie für die Verständigung unter Menschen verschiedener kultureller und religiöser Prägung. Auch in der gegenwärtigen Lage der Kirche sei es wichtig, Brücken zu bauen. So habe das Zentralkomitee die Einladung nach Regensburg durch den früheren Bischof Gerhard Ludwig Müller als einen Brückenschlag empfunden: „Wir hoffen, dass wir mit diesem Katholikentag dazu beitragen können, Gräben zu überwinden, die sich auch in unserer Kirche immer wieder auftun.“
    ———————————

    „Mit Christus Brücken bauen!“
    Diese Worte klingen in den Ohren der Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen wie ein nachträglicher Hohn nach den Ablehnungsbescheiden auf deren Anträgen auf Opferentschädigung durch die Diözesanleitung in Regensburg.
    Hier hat man nicht nur Brücken abgerissen, sondern einfach gesprengt, indem man die Missbrauchsopfer in Nachhinein im Entschädigungs-Ablehnungsbescheid der Diözese als Lügner abtut:
    „… Ihre Schilderungen eines sexuellen Missbrauchs können von unserer Seite nicht nachvollzogen werden. …“

    Ich glaube nicht mehr daran, dass das Bistum Regensburg noch ein Interesse hat, den tiefen Graben zwischen Bistum und den ehemaligen Missbrauchsopfern der Domspatzen zu überwinden, oder dazu gar zu einem Versöhnungsakt auf dem Katholikentag 2014 in Regensburg gemeinsam mit den Missbrauchsopfern bereit wäre.
    Eher ist davon auszugehen, dass das Thema „Sexueller Missbrauch innerhalb der rk. Kirche“ auf diesem Katholikentag in Regensburg keine Aufmerksamkeit mehr bekommt, so auch sicher der frühere Bischof von Regensburg Gerhard Ludwig Müller dabei anwesend sein wird.
    So kann man jetzt schon nur dann dem Katholikentag 2014 in Regensburg ein „Gut Glück, Voderholzer und GLM“ wünschen.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Angelika Oetken

    |

    Offenbar kann sich Herr Müller bei seinem Chef noch was abgucken.

    Hier eine Kostprobe:

    http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/Chronik/6529549-6/papst-ruft-auf-zu-entschlossenheit-und-mut-im-kampf-gegen-missbrauch.csp

    Franziskus (im Sinne eines „Häuptling gespaltene Zunge“) hat gestern u.a. Folgendes verlautbart:

    „Er sagte allen Opfern von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung sein Gebet zu.“

    „Franziskus selbst hatte vor einem Monat ein entschlossenes Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche angekündigt. Er wolle hier die Linie seines Vorgängers Benedikts XVI. fortsetzen.“

    Für alle, die sich ernsthaft und im Sinne der zahlreichen Opfer mit der Thematik auseinandersetzen hat Franziskus damit dem üblichen Sarkasmus, den wir vom Führungskader der RKK gewöhnt sind, noch Zynismus hinzugefügt.

    Interessant in dem Zusammenhang:

    http://www.ksta.de/ratgeber/psychologie-zynismus-ist-vorstufe-vom-burnout,15189524,12017594.html

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken: Danke für die Info!

    Ich denke aber, dass die alle noch gewaltig ins Schwitzen kommen werden. Wie man nämlich aktuell sieht, werden alle der RKK besonders zugetane PolitikerInnen gerade mal kräftig demontiert. Ich möchte ja nicht wissen, was doch bis zur Wahl noch Alles zur Sprache kommen wird.

    Wenn nicht normal, dann eben so! Bevor wir in einen christkatholischen Gottesstaat mit Scheiterhaufen-Zündeln verwandelt werden.

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte

    ——————————–
    Regensburg leuchtet: Auftakt zum Katholikentag
    http://www.regensburger-nachrichten.de/news/...
    vor 22 Stunden – Aktuelle Seite: Startseite · News Regensburg leuchtet: Auftakt zum Katholikentag …

    „Heute beginnt der Vorlauf zum Glaubensfest“
    Unter dem Motto „Mit Christus Brücken bauen“ werden von Ende Mai bis Anfang Juni im Rahmen des 99. Katholikentags zahlreiche Gläubige in Regensburg zusammenkommen. Der Regensburger Bischof Rudolf lädt die Regensburger bereits am 8. Mai 3013 zu einer Auftaktveranstaltung für das Großereignis im kommenden Jahr ein.
    ———————–

    Heute (8. Mai 3013???!!!) Bittprozession mit Bischof Voderholzer für gutes Gelingen des Katholikentages 2014 in Regensburg.
    Vielleicht ist das Datum 8. Mai 3013 ein vom neuen Bischof von Regensburg bis zum Jahr 2013 für alle Regensburger Katholiken ein verpflichtender jährlicher Bittprozessionstermin im Gedenken an die Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen und aller sonstigen sexuellen Missbrauchsopfer durch Priester und Kirchenpädagogen des Bistums Regensburg des vergangenen Jahrtausends?
    Täusche ich mich – oder?

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Max

    |

    @ Georg _Auer

    Man muss sich wirklich auch fragen warum man von den umliegenden Kath. Klöstern nichts von diversen Geschichten hört.
    ;Man hört auch vom Kloster Metten nichts, wo damals auch viel Unzucht getrieben wurde!!!

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauche Domspatz – eine unendliche Geschichte:
    ————-
    @Max: „Man muss sich wirklich auch fragen warum man von den umliegenden Kath. Klöstern nichts von diversen Geschichten hört.
    ;Man hört auch vom Kloster Metten nichts, wo damals auch viel Unzucht getrieben wurde!!!
    ——————–
    Man hört von all diesen unseligen Missbrauchs-Vorgängen nichts, weil die Opfer immer noch schweigen, oder sich in ihrer Opferrolle sich immer noch der rk. Kirche unterworfen haben. Erst wenn die Missbrauchsopfer die Selbstschuld-Imagination abwerfen, sind sie erst imstande, den sexuellen Missbrauch an ihnen wirklich aufzuarbeiten. Dies gelingt aber dann nur durch eine gute therapeutische Unterstützung. Auf jeden Fall rate ich Ihnen, Ihren sexuellen Missbrauch bei Ihrem Heimaufaufenthakt noch heute bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, möge er auch noch soweit zurückliegen.
    Der sexuelle Missbrauch in katholischen Heimen an Kindern blieb deshalb solange unerkannt, weil es in diesen Institutionen bis in die Siebziger Jahre hinein überhaupt keine staatliche Kontrolle gab und in diesen Heimen aus Kostengründen deshalb viele billige Erziehungskräfte (Triebtäter/innen) beschäftigt wurden.
    Ich weiß von was ich rede, so ich vom 4.-15. Lebensjahr in fünf verschiedenen katholischen Heimen aufwuchs.
    Stellen Sie sich endlich Ihrem eigenen Missbrauchsfall und haben Sie keine Angst vor irgendwelchen möglichen Repressalien. Diese sind leider immer noch in der rk. Kirche gegeben. Aber sonst erfahren Sie allerseits Hilfe für ihre seelische Not.

    Ein ehemaliger Domspatz und Betroffener von sexueller Gewalt.

  • Angelika Oetken

    |

    Hallo Herr Auer, Hallo Max,

    ich möchte in dem Zusammenhang auf das EHS (erweitertes Hilfesystem) für Missbrauchsopfer hinweisen.

    Es ist gedacht für Menschen, die in Folge von sexuellem Missbrauch unter Problemen leiden für die die bereits etablierten Hilfen (Sozialversicherungen, OEG) nicht aufkommen.

    Das Ganze wurde am 1. Mai gestartet, läuft also sicher noch nicht rund. Aber: die Geschäftsstelle nimmt erst mal alle Anträge entgegen. Die Daten werden dort anonymisiert und weiter bearbeitet.

    Falls sich nun Opfer aus verschiedenen katholischen Einrichtungen melden, die bisher noch nicht in den Fokus geraten sind, dann würde man das in der EHS-Geschäftsstelle bemerken und auf die entsprechenden Einrichtungen zu gehen.

    Denn für den Fonds „Institutionell Betroffene“ werden Institutionen gezielt akquiriert. Dieser Fonds ist zwar noch nicht eingerichtet, aber der Start ist für den Herbst diesen Jahres geplant.

    Also ist das EHS natürlich auch so eine Art Screeningstelle für Tatorte und entsprechende Kontexte. Das ist aber natürlich nur ein Nebeneffekt.

    Voraussetzung für das Identifizieren bislang unbekannter Tatorte und Täter ist allerdings, dass sich die Opfer auch melden.

    Hier die EHS-Homepage: http://www.fonds-missbrauch.de

    Ich stehe mit den Menschen, die das EHS entwickeln im Austausch. Insofern leite ich entsprechende Fragen oder Anmerkungen, die hier gestellt werden gern weiter.

    VG
    Angelika Oetken

  • OP

    |

    @ A. O.
    Die Idee mit dem Fonds ist wirklich sehr gut , aber ich finde auch dass das Bistum Regensburg so viel Geld auch auf der hohen Kante liegen hat , um die ganzen Altlasten aus der Vergangenheit eben heute richtig mit den zahlreichen damaligen Opfern heute richtig ausgleichen zu können.

    Ich möchte an die Vielzahl der Immobilien erinnern, die heute noch in der Stadt Regensburg stehen , und heute wirklich auch noch ein sehr gutes GELD = Mieten , abwerfen.
    Wer hats erfunden?
    Es heißt , dass fast die halbe Stadt dem Bistum gehören soll ….
    Also , man muss nur mögen und gütig sein , dann wäre eben dieses ganze damalige Thema schon lange erledigt!

    @ Max
    Man muss sich wirklich auch fragen warum man von den umliegenden Kath. Klöstern nichts von diversen Geschichten hört.
    ;Man hört auch vom Kloster Metten nichts, wo damals auch viel Unzucht getrieben wurde!!!
    ________________________________________

    Diese Unzucht gab es doch bestimmt auch in fast allen anderen bayerischen Klöstern , und eben nicht nur im Kath. Kloster Metten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bayerischer_Kl%C3%B6ster_und_Stifte

  • Mandl

    |

    Herr Bischof Voderholzer von Regensburg baut Brücken:

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Bischof-Voderholzer-Ich-bin-mit-Stolz-auch-ein-Regensburger-Buerger-;art1172,177402

    ********************************************************

    Lieber Herr Bischof Voderholzer , ich würde bitte jetzt einmal vorschlagen, dass Sie sich auch einmal bitte richtig den Themen Missbrauch und brachialer Gewalt bei den Regensburger Domspatzen , + Betrügereien der eigenständigen damaligen Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen aufrichtig widmen und auch kümmern.
    Bei den Regensburger Domspatzen wurden damals kleine schutzbefohlene Kinder vergewaltigt und missbraucht , auch in Etterzhausen , daher wird es jetzt auch einmal Zeit darüber auch richtig zu sprechen.

    cu

  • Angelika Oetken

    |

    @OP:

    der Fond für Opfer aus Institutionen ist noch gar nicht eingerichtet. Es hapert noch an etlichen Formalien, das Ganze soll bis zum Spätsommer aber geklärt sein.
    In den Fond sollen dann die Institutionen einzahlen, an denen Missbrauch geschehen ist. Dafür werden entsprechende Vereinbarungen mit ihnen geschlossen.
    Ausdrücklich haben sich die Mitglieder des Runden Tisches dagegen ausgesprochen, dass Einrichtungen durch Einzahlungen in den Fond eine Art Generalamnestie erhalten. Das Ganze ist nur als vorübergehende erste Hilfe gedacht.

    Ich hoffe, dass die Verantwortlichen in der Politik die Idee von Herrn Rörig umsetzen und eine unabhängige Untersuchungskommission etablieren.

    Nur so wäre es möglich, alle Umstände aufzuklären, die zu Missbrauch geführt und ihn begünstigt haben. U.a. durch Begleitkriminalität wie im Falle der Regensburger Domspatzen. Wo es um viel Geld ging und was nüchtern betrachtet Kinderhandel war.

    Auch wenn in solche Kriminalität einflussreiche Personen verwickelt waren: unsere Demokratie sollte dies als Herausforderung ansehen zu beweisen, dass sie stark genug ist auch solche Verbrechen aufzuklären.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

  • Eleonore

    |

    Bürgermeister mit Bischof beim Synchronlächeln. Gruslig

  • Veronika

    |

    @Mandl:
    Der V.er kann nicht, und er darf nicht, denn da scheint- wenn der neueste Artikel von Herrn Werner (50 Jahre Vertuschungsgeschichte) nicht täuscht – jede Menge an Altlasten ganz besonderer Art vorhanden zu sein.
    Diese Altlasten könnten nicht nur wie scheinbar bereits am 11.02. geschehen, noch ganz anderen Leuten den Kopf kosten. Da dürfte es um die ganze RKK gehen, nicht nur eine kleine, zeitweise (siehe Klage gegen R-Digital.de) aufgrund eines mehrere hundert Milliarden Euro umfassenden Barvermögens „grössenwahnsinnige“ Diözese. Wie man so hört finanziert(e) scheinbar die D.R. nahezu alleine viele Dinge im Vatikan. Wieso wohl ist der Regensburger GV. im Aufsichtsrat von Weltbild gelandet. Die Ausbildung kann’s nicht, die Einbildung ebenfalls nicht gewesen sein.

  • Veronika

    |

    Ergänzung: Was diesen Leuten, die hier Missbrauchsfälle in den eigenen Reihen bewusst nicht aufklären wollen, so „richtig“ wehtut ist, wenn man deren unsäglich hohes Barvermögen – Manche sprechen von der „reichsten Diözese der Welt“, die ja vor einiger Zeit sogar den Dom zurückkaufen wollte – dem Verschweigen, Vertuschen und den Dingen gegenüberstellt, die diese Leute vom einfachen Gläubigen verlangen wollen. Dann dürfte den Leuten wirklich ein Licht aufgehen, wie dies in der Genesis steht. Nicht täuschen lassen!!! Da wird nicht auf Gott, sondern nur auf Geld und dessen Möglichkeiten der Einflussnahme vertraut.
    [Bitte in mehrere Sprachen übersetzen und weiterleiten!]

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    „wer nicht hören will, muss fühlen“ hat meine Oma immer gesagt…

    Und da über den organisierten Missbrauch bei den Domspatzen/Etterzhausen nun ja schon jahrzehntelang gesprochen wird, hilft wohl nur noch ein praktischer Verstärker, was die Kirchenherrschaften angeht.

    Nämlich das unsäglich hohe Barvermögen an die auszahlen, durch deren buchstäbliche Versklavung es zu einem nicht unerheblichen Teil erwirtschaftet wurde. Und das Letztgenannte klingt viel pathetischer als ich es meine.
    Es ist leider wahr.

    Ein unnatürlich braun gebrannter Mann mit dunklem Haar der immer so aussah wie der ältere, etwas verlebte Cousin von Rex Gildo war nicht unbeteiligt an den „Geschäften“.

    Und wenn das liebste und wertvollste, was diese Regensburger Domherren haben, eben ihr Barvermögen, schwindet dann tut ihnen das ganz bestimmt weh.

    Aber das macht nichts. Den misshandelten, geknechteten, gedemütigten und wie Vieh behandelten Jungen ist viel, viel Schlimmeres passiert.

    Die Verantwortlichen können abwechselnd Gott und der Justiz danken, dass Missbrauch verjährt. Und deren Begleitkriminalität auch. Sonst würden sie alle in den Bau wandern. Und hätten abends nach dem Tütenkleben und matschigem Graubrot und Kamillentee ganz viel Zeit in der Bibel zu lesen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Eleonore

    |

    @ Veronika u.a. bzgl. Idee, eine Petition zu erstellen__Im Zusammenhang mit einer anderen Petition fand ich grad dies hier bei avaaz__http://www.avaaz.org/de/petition/start_a_petition/?bgMYedb&v=25039

  • Angelika Oetken

    |

    @Erich:

    hier ein Interview mit dem Autor:

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/2019092/

    Aus heutiger Sicht handelt es sich bei Maria Luisa um eine psychisch schwer kranke Frau. Sie würde jetzt vermutlich die Diagnose „Borderline“ https://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung bekommen. Häufig eine Folge sehr früher Traumatisierung wozu fast immer auch sexualisierte Misshandlung gehört.
    Menschen die darunter leiden, haben wenig Gefühl für eigene Grenzen und die anderer Menschen. Sie sind meist leicht manipulierbar, tun das auch bei anderen und leiden unter heftigen Gefühlsschwankungen und -ausbrüchen.
    Wenn es sich um Frauen handelt, noch dazu attraktive entwickelt sich nicht selten Promiskuität, was auf den ersten Blick absurd erscheint.
    Ist aber erklärlich, denn die Betroffenen haben einen Hang zur Selbstbestrafung und -verletzung und orientieren sich schnell am Gegenüber. Manche sind regelrecht darauf konditioniert, dem als (über-)mächtig empfundenen „Partner“ die Wünsche von den Augen abzulesen.
    Nicht selten endet das in Prostitution und Drogensucht. Oder in der Psychiatrie. Wie eben auch bei Maria Luisa.

    Der saubere Jesuit Peters war sicherlich intelligent genug, um zu begreifen, dass Maria Luisa schwer krank und eine Gefahr für sich selbst und ihre Umgebung darstellte.

    Aber da er wie jeder „gute“ Kirchenfunktionär den Ruf seines Ordens, der katholischen Kirche und seine eigenen Interessen vor die der ihm anvertrauten Menschen gestellt hat, hat er die Situation eben ausgenutzt und mit Maria Luisa eine Frau, mit der er „alles“ machen konnte.
    Das Kernskript jeden primitiv-brutalen Pornos, wie sie sich ja massenhaft verkaufen.

    Ein Lehrstück über die im christlichen Sinne ausgerichtete Sexualkultur: die Frau wird vom Mann auf entwürdigende Art missbraucht und gleichzeitig für schuldig und sündig erklärt. Und dafür ist sie ihm dann noch ergeben und dankbar. Die „göttliche“ Weltordnung eben…

    Zeigt wieder mal: bis zur echten Zivilisation ist es zwar noch weit, aber wir sind immerhin auf dem Weg.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

  • Veronika

    |

    @Eleonore:
    Danke vielmals! Daran hatte ich auch schon mal gedacht, aber wer macht mit? Wer formuliert und startet die Petition?
    Wenn’s klappt, bin ich dabei und sorge über Bekannte für die weltweite Verteilung!

  • Eleonore

    |

    @ Veronika, genau, ich habe Ihre Idee aufgenommen :-) !__Auch ich werde für Verbreitung einer solchen Petition sorgen.__Vllt. kann ja eine kleine Art „Arbeitsgruppe“, die aus Lesern und Betroffenen besteht, einen Text formulieren?__Mir fällt als Möglichkeit ein forum ein, das mensch zu eben dem o.g. Zweck gründet. Die Anschrift kann man hier herein setzen und dann kann eben an diesem Ort über Formulierungen gesprochen werden__Wäre dies ein gangbarer Weg – was meint Ihr ?

  • Veronika

    |

    @Eleonore: Entschuldigung, war leider länger weg!
    Ja, würde sagen dies wäre ein gangbarer Weg.
    Es darf doch nicht sein, dass diese Dinge nun wieder einmal vergessen werden. Wie ich heute las ist jetzt auch noch die Missbrauchsbeauftragte des Bistums Frau Dr. Birgit Böhm überraschend verstorben. Gott sei deren Seele gnädig, aber durch Aufklärung ist diese Psychologin leider nicht aufgefallen. Ich hätte mir ein enger am Berufsbild anliegendes Handeln gewünscht!

  • Angelika Oetken

    |

    Und hier wieder eine Lektion in „Lügen ohne rot zu werden“… wo lernen die das eigentlich alle? Auf der besagten päpstlichen Hochschule?

    http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/04/franziskus_dr%C3%A4ngt_auf_beharrlichkeit_im_kampf_gegen_sexuelle/ted-698265

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

    P.S. das Ganze ist sogar noch eine Steigerung von Sarkasmus…. gibt es dafür eigentlich einen passenden Begriff?
    Vielleicht findet sich unter den ForistInnen jemand, dem einer einfällt…

  • Angelika Oetken

    |

    Müllerupdate:

    Herr Müller nimmt seinen Nennbruder Tebartz-van Elst in Schutz. Jedenfalls tat er das Mitte Oktober noch.
    “Der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, nannte die Vorwürfe gegen den Limburger Bischof am Freitagabend eine „Erfindung von Journalisten“ und sprach von einer „Medienkampagne“. Während einer Messe in der Kirche des römischen Campo Santo Teutonico über das Evangelium und die Dämonen sagte Müller weiter, nicht der Bischof trage die Verantwortung für die auf 31 Millionen Euro gestiegenen Baukosten, sondern dessen
    Mitarbeiter trügen sie.”
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/tebartz-van-elst-und-das-bischofsamt-im-vatikan-bahnt-sich-ein-showdown-an-12615371.html
    Sein Kollege Meisner hatte da schon kalte Füße bekommen: “Für Meisner sei nach dem beantragten Strafbefehl und den exorbitant gestiegenen Baukosten eine „neue Lage“ eingetreten, erfuhr die F.A.S. aus dem Umfeld des Kardinals. Meisner sehe nicht nur das Bischofsamt, sondern die gesamte Kirche durch den Fall beschädigt.”

    Tja, Strafbefehl… klingt ja nach staatlicher, d.h. schwerer zu
    beeinflussender Macht. “Garnichgut” wird sich der Herr Meisner da denken. “Strafbefehl”… da ist es nicht weit zur Hausdurchsuchung, Einblick in Akten, Archive, Kontrolle von Computern… dabei haben sie es doch alle nur gut gemeint. Wollten die göttliche Weltordnung wieder herstellen. Erstes Gebot: “oben buckeln, unten nachtreten”
    Zweites Gebot: “der Stärkere belaste den Schwächeren” Und das dritte ist leider nicht stubenrein ;-). Aber: nur Geduld, es wird sicher bald mal wieder drüber berichtet.
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. habe gerade mal “Campo Santo Teutonico”
    gegoogelt… interessant!

    P.P.S. TvE war was die Mauscheleien um den Bau usw. angeht wohl nur ein Strohmann. Der eigentliche Strippenzieher war der jüngst gen Ruhestand gewanderte Generalvikar Franz Kaspar. Dieser Mann war ebenfalls eine Schlüsselfigur was die Verantwortung für die Vertuschung der Missbrauchsskandale in den Aulhausener Heimen angeht.
    Gab es sowas Vergleichbares in Regensburg auch? Oder hat Herr Müller immer alles selbst erledigt?

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    RESPEKT Frau Oetken: Sie hatten hier am 11.11. bereits den Bezug zum früheren GV Kaspar hergestellt. Genau jener wird jetzt immer deutlicher. Höchsten Respekt. Da wollte man scheinbar über die letzten Wochen doch noch zu vertuschen versuchen.

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika: Danke!

    Ihre Anerkennung leite ich an meine KooperationspartnerInnen weiter, denn die Erkenntnisse über Hintergründe sind immer ein Gesamtkunstwerk.

    Von „Begleit- und Beschaffungskriminalität“ sprechen wir ja nicht umsonst. Und die „Affäre“ Edathy sollte ruhig auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden. Das Gefeixe von RKK-Funktionären und Teilen der konservativen PolitikerInnen angesichts der von außen betrachtet überfordert wirkenden Reaktionen der SPD-Führungsriege kann ziemlich schnell in genau das Gegenteil umschlagen.

    Und ich persönlich bin schon gespannt, ob man ebenso energisch nach Konsequenzen schreit, wenn es die eigene Seilschaft betrifft. Und das wird kommen, so sicher wie…

    Alles nur eine Frage der Zeit.

    Nächste Woche schon können ProtagonistInnen der C-Parteien oder Derjenigen, die sich als „liberal“ bezeichnen in den Fokus geraten.

    Warten wir es ab ;-)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Yepp:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-02/bistum-limburg-vermoegen-st-georgswerk

    „Der Eindruck, der entstanden ist – dass sich die Kirche mit leichter Hand Stiftungsmittel zu eigen gemacht hat – ist falsch. Sollte hierdurch ein Generalverdacht gegenüber kirchlichen Stiftungen im Allgemeinen aufkommen, wäre das schlimm.“

    Generalverdacht: nein wer käme denn auf solch einen abstrusen Gedanken… ;-)

    Alles bedauerliche Einzelfälle, so wie auch die missbrauchenden Priester lediglich zufällig gehäuft auftretende Serienkriminelle sind. Alles verführte Opfer der sexuellen Libertinage, die unsere gottlose Gesellschaft irgendwann in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ergriffen hat…

    Ich bin deshalb sehr beruhigt, dass Kirchenmännlein jedenfalls an der guten alten Tradition der kreativen Buchführung tapfer festhalten…. against all odds!

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    Papst Franziskus schreibt Vorwort zu einem Buch über Armut des designierten Kurienkardinals Gerhard Ludwig Müller:
    http://kath.net/news/44952

    Respekt, damit ist eigentlich klar, dass dieser Papst nur die Marionette seines Vorgängers ist. Jetzt fehlt nur noch die vollständige Wiedereingliederung der Piusbrüder, die sicher auch nicht lange auf sich warten lassen wird.

    Danke wir einmal dafür, dass man dies noch erkennen durfte!

  • Angelika Oetken

    |

    „Arm für die Armen“…

    erinnert mich an was.

    Als Gloria von Thurn und Taxis die Geschäfte Ihres verstorbenen Gatten Johannes übernahm, da war die Familie auch nicht unbedingt solvent
    http://www.merian.de/magazin/regensburg-thurn-und-taxis.html

    Wo hatte der Fürst die ganze Kohle wohl versenkt?

    VG aus Berlin-Köpenick!

    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

    |

    Auszug aus dem Spiegel-Artikel:

    „Meisners Äußerung fand auch nicht zufällig vor diesem Publikum statt. Die anwesenden Jungkatholiken gehören zu den stark umstrittenen rechten Strömungen in der katholischen Kirche wie Opus Dei, Piusbrüder oder Petrusbrüder. Die „Neokats“ haben schon vielerorts – nicht nur in Deutschland – mit sektenähnlichen Methoden nach der Macht in katholischen Gemeinden gegriffen und für Unruhe gesorgt.“

    Ja man(n) hofft möglicherweise mit solchen viril-elastischen Sturmtruppen wie den „Neokats“ den Widernissen der näheren Zukunft trotzen zu können. Die sich peu a peu ergeben werden. Überall in Deutschland kommen ständig neue Abscheulichkeiten über den institutionell protegierten sexuellen Missbrauch innerhalb der RKK ans Tageslicht. Opfergruppen verschiedener Länder nehmen Kontakt zueinander auf und lernen voneinander, wie man mit den übermächtig erscheinenden Gegnern umgehen sollte.

    Und: wo der Fall „Edathy“ schon für so viel Wirbel gesorgt hat, was erwartet uns dann erst, wenn die ganze Dimension des Domspatzen- und Etterzhausen-Skandals ans Tageslicht kommt?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Danke Frau Oetken!
    Ja, man weiss jetzt woher Ungemach droht, noch mehr was hier sichtlich seit Jahren geplant ist um Deutschland – oder wars Europa? – wieder so richtig mittelalterlich katholisch zu machen.
    BXVI. hat ja bis zu seiner Wahl noch galant den Liberaleren gegeben, GLM hat es schon gar nicht mehr geschafft, und – ich darf dies noch nachlegen – kommt dann demnächst als Kardinal auch zum sehr fragwürdigen „Forum Deutscher Katholiken“: http://kath.net/news/44969
    Das aber GLM nun auch noch von der Regensburger Vorsitzenden von „Wir sind Kirche“ nahezu gelobt worden ist, ist wohl der grösste Coup den man in der Vergangenheit zustande gebracht hatte.
    Ja, warten wir einmal ab, wie lange sich Leute noch verblenden lassen.

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika,

    sollte die RKK Deutschland das Sanierungskonzept „zurück aufs Kerngeschäft“ verfolgen: können Sie abschätzen, wie hoch der Anteil der Traditionalisten unter den deutschen Katholiken ist?

    VG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • blauäugig

    |

    @Veronika:
    Ihr dumpfer Hass gegen die RKK ist nur noch peinlich. „BXVI. hat ja bis zu seiner Wahl noch galant den Liberaleren gegeben,“
    Ratzinger – langjähriger Präfekt der Glaubeskongregation – kann man vieles vorwerfen, aber doch keine liberale Gesinnung – oder was verstehen Sie unter liberal?

  • Veronika

    |

    @blauäugig: Also „dumpfer Hass auf die RKK“ dürfte bei mir nicht vorliegen. Ich bin jetzt seit fast zwei jahren aus diesem Verein ausgetreten, habe mich seitdem noch mehr wie bisher mit den Taten dieses Vereins beschäftigt, und nur festgestellt, dass nach der Verdummung durch Papst Ratzinger jetzt die Verdummung durch Papst Franziskus gekommen ist. Die Kirche wird „arm für die Armen“, damit die Kirche den Armen nichts gegeben muss. Im Umfeld der Reichen lässt sich jeder Kirchenfunktionär fürstlich entlohnen, aber er ist ja auch nur ein Funktionär, nicht die Kirche!
    Doch Ratzinger war liberal vor allem im Umfeld des Vat. II und solange er noch keinen festen Lehrstuhl hatte. Den liess er sich von Hans Küng vermitteln, und zeigte dann sein wahres Gesicht.

  • Angelika Oetken

    |

    „Doch Ratzinger war liberal vor allem im Umfeld des Vat. II und solange er noch keinen festen Lehrstuhl hatte. Den liess er sich von Hans Küng vermitteln, und zeigte dann sein wahres Gesicht.“

    @Veronika:

    habe mal „Priester/Angst vor Frauen“ im Suchlauf eingegeben und folgendes gefunden
    http://shop.pro-business.com/upload/978-3-937343-41-9.pdf

    „Doch Ratzinger war liberal vor allem im Umfeld des Vat. II und solange er noch keinen festen Lehrstuhl hatte. Den liess er sich von Hans Küng vermitteln, und zeigte dann sein wahres Gesicht.“

    Kann es sein, dass es sich bei einem nicht unerheblichen Teil der Kleriker um Söhne traumatisierter bzw. traumatisierender Frauen handelt?

    Dazu:
    http://www.borderline-muetter.de/cms/kindermitborderlinemuettern/erfahrungenderkinder

    Viele Grüße aus dem heute leider verregneten Berlin-Köpenick sendet
    Angelika Oetken

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Liebe Frau Oetken, den Verdacht dass mit allen die dann wirklich einmal Priester sind etwas nicht ganz in Ordnung ist, hege ich schon lange.
    Als „normal“ empfinde ich den Zölibat nicht. er ist ein Kirchengesetz dessen Herkunft rein materiell-pekuniärer Natur ist. Die Alleinhingabe an Gott scheidet wohl aus, weil Priester sich weit mehr dem Interesse der Institution Kirche hingeben müssen, als irgendjemandem sonst. Zu leiden haben dann vor allem sog. „Freundinnen“ und im allerschlimmsten Fall daraus hervorgehende Kinder.

  • Veronika

    |

    Zur Erheiterung! Den Artikel der MZ bitte genau lesen!
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/benedikt-xvi-hat-regensburg-im-blick/1025816/benedikt-xvi-hat-regensburg-im-blick.html
    ————————————–
    Vielleicht hat hier der neue Papst während der Feierlichkeiten nach der Kardinalserhebung ein paarmal den Strom ausfallen lassen. Jedenfalls möchte ich nicht wissen, wie schnell da manche der Anwesenden unter den Tischen, Bänken oder sonstwo schutzsuchend auf die Knie gegangen waren. Schliesslich dürften da einige Leute ob deren übergrossen Sündenregister vor mehr als dem Hl. Geist Angst haben.

  • Veronika

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    ETWAS AUSSER DER REIHE:

    Vroni passt auf, deshalb unbedingt folgende Artikel zur geplanten „Voll-Katholisierung der Nordoberpfälzer Hochschullandschaft“ lesen: http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=34631
    Meiner Meinung nach verstösst so etwas gegen das Gebot der negativen Religionsfreiheit und könnte da sich der frühere Regensburger GV Gegenfurtner seit einiger Zeit auch im Verwaltungsrat der OTH Regensburg befindet, auch Regensburg bald schon drohen.

  • Angelika Oetken

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    Müller kann auch anders.

    „Eine gewaltige Macht, die auch über den Menschen herrschen kann und ihn vom Guten, vom Weg zu Gott, abbringt. Das Neue Testament und dort Jesus selber zeichnet ja den Teufel in eine zweifache Richtung. Er ist der Mörder und der Vater der Lüge. Es geht also um eine gewaltige Macht, die gegen das Leben ist, gegen die Liebe ist und gegen die Wahrheit. Wir sehen die Mächte, die oft auch anonym wirken und schwer fassbar sind, aber trotzdem sehr real sind.“

    (rv 25.03.2013 ord) http://de.radiovaticana.va/news/2013/03/25/der_papst_und_der_teufel/ted-676536

    So und wenn die Liebe zu Wahrheit und Gerechtigkeit so groß werden sollte, dass er sich dafür einsetzt, dass auch hohe Würdenträger wie Bischöfe und Kardinäle nach kirchlichem Recht für die Vertuschung bzw. Förderung von sexuellem Missbrauch bestraft werden, dann fange auch ich an, an Wunder zu glauben.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

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    @Angelika Oetken:

    Danke für Ihre Info!
    Es ist doch immer so schön, sich von diesen geistlichen Herren einlullen lassen zu können. Wenn die – mit welchem Recht eigentlich – Interviews geben wollen, sollten die es in eigenen Kirchenzeitungen tun. Da passt dann alles zusammen.
    Mussste man für die Heiligsprechung von JP II schon ein Wunder kirchenrechtlich bestimmen, hatte man bei Mutter Theresa über die grössten Merkwürdigkeiten hinweggesehen, und den Opus Dei-Gründer Escriva in WM-verdächtigen Spurt selig- und heiliggesprochen, dann ist diesen Leuten nichts mehr zu glauben.
    Ich kann aufgrund eigener Erfahrungen und Erfahrungen sehr guter Bekannter nur davor warnen, diesen Leute auch nur noch ein sog. „Jota“ zu glauben.

  • Angelika Oetken

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    Zum Thema Heiligsprechung: entspricht wohl Gratifikationen, die besonders umsatzstarke Mitarbeiter von ihren Chefs erhalten.

    Gewohnheitsmissbraucher sind nicht umsonst meistens die besten Spendensammler in der Kirche. Übergriffigkeit ist – auch – ein Erfolgsprinzip.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    Vor ein paar Tagen hat Müllers Chef, Papst Franziskus, Missbrauchsopfer um Vergebung gebeten.

    Mit vereinten Kräften ist eine Übersetzung aus dem Original gelungen.

    Zeigt: kaum Spuren echter Einsicht. Wiedergutmachungsangebot: Null.

    MfG,

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    “Ma mi sento chiamato a farmi carico di tutto il male che alcuni sacerdoti – abbastanza, abbastanza in numero, ma non in proporzione alla totalità – a farmene carico e a chiedere perdono per il danno che hanno compiuto, per gli abusi sessuali sui bambini. La Chiesa è cosciente di questo danno. È un danno personale e morale loro, ma di uomini di Chiesa. E noi non vogliamo compiere un passo indietro in quello che si riferisce al trattamento di questo problema e alle sanzioni che devono essere comminate. Al contrario, credo che dobbiamo essere molto forti. Con i bambini non si scherza!

    Ai nostri giorni, è importante portare avanti i progetti contro il lavoro-schiavo, contro il reclutamento di bambini-soldato e ogni tipo di violenza sui minori.”

    http://medjugorjetuttiigiorni.blogspot.de/2014/04/mi-sento-chiamato-farmi-carico-di-tutto.html

    Übersetzt:

    „Ich fühle mich gerufen, um Vergebung zu bitten für alles Böse, für all den Schaden, den einige Priester – ziemlich viele an der Zahl, aber nicht in Proportion zur Gesamtzahl aller – angerichtet haben, durch den sexuellen Missbrauch an Kindern…

    Die Kirche ist sich dieses Schadens bewusst. Es ist ein persönlicher und moralischer Schaden, verübt aber durch Männer der Kirche. Und wir wollen nicht einen Schritt zurück, was sich auf die Behandlung dieses Problems bezieht, und auf die Sanktionen die verhängt werden müssen. Im Gegenteil, ich glaube, dass wir sehr stark sein müssen, denn mit Kindern spaßt man nicht herum!“

  • Veronika

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    @Angelika Oetken:

    Danke, wirklich vielen Dank für diese wortgetreue Übersetzung, die man unbedingt gelesen haben muss.
    ———
    „Die Kirche ist sich dieses Schadens bewusst. Es ist ein persönlicher und moralischer Schaden, …“
    Für wen? Gedacht sicher für die Kirche, nicht ein Schaden für die Opfer! Da dachte man sich bereits 2005 mit Papa Ratzinger innerhalb von nur 10 Jahren ganz Europa neu-christianisiert und katholisiert zu haben, und dann in 2010 so eine Sache! Ich glaube an (einen) Gott, aber mit dieser RKK hat der nun mit Sicherheit nichts zu tun.

  • Angelika Oetken

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    @Veronika,

    „und dann in 2010 so eine Sache! Ich glaube an (einen) Gott, aber mit dieser RKK hat der nun mit Sicherheit nichts zu tun.“

    Das war erst der Anfang. Über die drastischsten Verbrechen und über das ganze Ausmaß wurde ja noch gar nicht debattiert. U.a. weil keine genauen Zahlen vorliegen.

    Und viele Betroffene, gerade die in Gemeinden von Einzeltäterpriestern missbraucht wurden und Ehemalige Heimkinder und Internatsinsassen, die Kinderhandel zum Opfer fielen haben sich ja noch gar nicht gemeldet.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das ans Licht kommt. Entweder durch die Medien oder im Zuge einer unabhängigen, staatlichen Untersuchung.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Die Offenbarung des Ulrich Weber » Regensburg Digital

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    […] Müller, den seine legendär selbstgerechte Regensburger Regentschaft bis auf den Schlüsselposten d… Und jetzt dieser Rudolf Voderholzer, der sich zwar ebenfalls nie in den Verdacht der Sünde allzu großer Toleranz gebracht hat, aber jetzt im Zuge des Domspatzen-Skandals auf der Suche nach einem Aufklärer war und dabei ausgerechnet jemanden gefunden hat, der dann tatsächlich was gefunden hat. Was ist da nur passiert? […]

  • menschenskind

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    Auch Kurienkardinal/Erzbischof Müllers Name ist inzwischen bei der virtuellen Bürgerenzyklopädie Wikipedia fest mit den Missbrauchsfällen der kath. Kirche verbunden, national wie international.

    Die de.wiki-Berichterstattung gibt einen guten Überblick:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Einsatz_eines_verurteilten_Sexualstraft.C3.A4ters_als_Pfarrer

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Kirchliche_Missbrauchsf.C3.A4lle

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Domspatzen_.E2.80.93_Newsticker

    en.wiki steht dem nicht nach:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Abuse_cover-up_controversy

    Und sogar die Russen berichten, auf ru.wiki, wenngleich nur in einem Satz und unter Berufung auf die PNP:
    В сентябре 2007 года епископ Мюллер был публично обвинён газетой города Пассау Neue Presse относительно его обращения со скандалом вокруг сексуальных домогательств священника Петера Крамера.
    https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C%D1%8E%D0%BB%D0%BB%D0%B5%D1%80,_%D0%93%D0%B5%D1%80%D1%85%D0%B0%D1%80%D0%B4_%D0%9B%D1%8E%D0%B4%D0%B2%D0%B8%D0%B3

  • menschenskind

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    …Das Bistum Regensburg ist unter Bischof Müller einer der verstocktesten Flecken im deutschen Katholizismus geworden. In acht Jahren hat der Oberhirte seine Schäfchen mit Brutalität und Selbstherrlichkeit zu einer Herde von Abnickern zu machen versucht, oft erfolgreich. Der Kirchenfürst hat, auch gegen den Widerstand von Bischofskollegen, in seinem Bistum die Pfarrgemeinderäte und alle wirklich unabhängigen Laienvertretungen geköpft oder abgeschafft, liberale Theologen der Universität drangsaliert und die Pfarrer unter anderem mit Anweisungen zum rechten Procedere bei der Begrüßung ihres Bischofs genervt: „Der Pfarrer muss sichtbar und erkennbar sein und den Bischof an der rechten hinteren Tür des Autos begrüßen.“…
    http://www.taz.de/!49745/

    http://www.zeit.de/2010/12/Missbrauch-Kinder-Domspatzen

    http://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/ns-vergleich-zentralrat-entsetzt-ueber-katholischen-bischof_aid_491797.html

    http://www.taz.de/!49745/

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