Interview

„Im Mythos ist der unsichere Ort immer die Öffentlichkeit“

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Am Sonntag ist Vagina-Tag und weltweit gehen eine Milliarde Frauen auf die Straße, um durch Tanz auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. So lautet das Ziel von „One Billion Rising“. Die Aktion mit Beteiligten in fast 200 Ländern wurde 2012 von der Künstlerin Eve Ensler („Vagina-Monologe“) ins Leben gerufen. Auslöser war die Forderung eines amerikanischen Politikers, der Schwangerschaftsabbruch selbst bei Vergewaltigungen verbieten lassen wollte, da – so die Begründung – der weibliche Körper von sich aus eine Schwangerschaft verhindern könne, wenn es sich tatsächlich um eine Vergewaltigung gehandelt habe. Ein Gespräch mit Michaela Schindler und Esther Burkert. Beide sind beim Frauennotruf aktiv und organisieren die „One Billion Rising“-Aktion am Sonntag in Regensburg.

Esther Burkert und Michaela Schindler bei One Billion Rising 2015 auf dem Neupfarrplatz. Foto: privat

Esther Burkert und Michaela Schindler (vordere Reihe, 3. und 2. v.r.) bei One Billion Rising 2015 auf dem Neupfarrplatz. Foto: privat

Bei One Billion Rising tanzen Frauen rund um den Globus zu dem Hip-Hop-Song „Break the Chain“, um für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu demonstrieren. Ist das eine Aktionsform, die dem Thema angemessen ist?

Michaela Schindler: Es geht nicht nur darum, zu tanzen und sich zu präsentieren, sondern zu sagen: Ich nutze die Form des Tanzes, um einerseits gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu demonstrieren und andererseits, um überhaupt darauf aufmerksam zu machen. Dass diese Gewalt tagtäglich passiert, ist ja im Bewusstsein der meisten Menschen kaum präsent. Im Übrigen dürfen auch Männer mittanzen.

Esther Burkert: Ich bin jetzt seit 25 Jahren in der Frauenbewegung aktiv. Wir standen oft da mit Flugblättern, haben Aktionen gemacht und plakatiert, um das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen, aber ich habe manchmal das Gefühl gehabt, das will niemand hören. Das ist ein Schmutzthema. Das passt nicht ins Konzept. Das Tanzen ist einfach eine Sache, um junge Frauen und Frauen, die sonst politisch gar nicht aktiv sind, anzusprechen. Und bei dem Lied und dem Text haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich gerade Betroffene davon angesprochen fühlen. Seit 2013 gibt es One Billion rising weltweit und in Regensburg waren wir die letzten Jahre um die 200 Leute.

„One Billion“ nimmt Bezug auf eine UN-Statistik, derzufolge jede dritte Frau einmal in ihrem Leben vergewaltigt wurde oder Opfer einer schweren Körperverletzung geworden ist. Lässt sich diese Zahl auch auf Deutschland umlegen?

Schindler: Im Bereich sexualisierter und häuslicher Gewalt ist es generell schwer, verlässliche Zahlen zu bekommen. Nur die wenigsten Frauen zeigen gewalttätige Übergriffe wirklich an. Aber auch für Deutschland gibt es aus verschiedenen Studien und Statistiken von Frauennotrufen und Frauenhäusern den Erfahrungswert, dass jede dritte Frau schon einmal Opfer sexualisierter Gewalt geworden ist. Das bedeutet nicht, dass jede dritte Frau schon einmal vergewaltigt wurde. Sexualisierte Gewalt hat ja viele Formen: das geht bei sexistischen Sprüchen los, bei Begrapschen oder wenn eine Auszubildende massiv vom Ausbildungsleiter bedrängt wird und reicht bis zu Prostitution und Frauenhandel. Vor diesem Hintergrund ist das eine sehr realistische Zahl. Wenn man sich die strafrechtlich relevanten Delikte – Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung – anschaut, dann kann man davon ausgehen, dass in Deutschland jede siebte Frau schon Opfer geworden ist.

Esther: Im Mythos ist der unsichere Ort immer die Öffentlichkeit. Dabei passiert das meiste daheim. Immer wieder wird auf Fremdtäter verwiesen und im Augenblick – nach den Übergriffen in Köln – geht es ja um „fremde Täter“, aus anderen Ländern oder sozialen Schichten. Was aber wirklich im innersten Kern der Gesellschaft, auch in den besten Familien, vorkommt, wird weiter unter der Decke gehalten. Ich glaube, da hat sich nicht viel verändert.

Sie haben vorhin gesagt, dass das Thema sexualisierte Gewalt kaum in der Öffentlichkeit präsent wäre. Hat sich das nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht nicht geändert?

Schindler: Das stimmt so nicht. Ein Großteil der Berichterstattung hatte einen eher fragwürdigen Fokus. Es wurde gefragt: Wer sind die Täter? Wie sind die vorgegangen? Was haben die gemacht? Welche Nationalität haben die? Es wurde kaum gefragt, wie es den Betroffenen geht, wie denen jetzt geholfen werden kann, welche Möglichkeiten es da gibt. Stellungnahmen von Verbänden und Organisationen, die sich in dem Bereich engagieren, etwa vom BFF (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e.V., Anm. d. Red.) fanden kaum Gehör. Es ging eben nicht in erster Linie um das Thema Gewalt gegen Frauen, sondern darum, dass das angeblich Flüchtlinge waren und das mündete dann in Meldungen a la „Jetzt holen wir uns die ganzen Vergewaltiger ins Land“.

Wie stehen Sie zu solchen Meldungen und zum Verlauf der aktuellen Diskussion über Köln?

Burkert: Die Zuschreibung, dass es an der Kultur der anderen liege, ist ein klassisch rassistisches Argumentationsmuster. Da wird so getan, als hätte es vor dem 31. Dezember 2015 gar keine sexualisierte Gewalt gegeben, oder Strukturen, die das begünstigen. Wenn ein deutscher Mann so etwas macht, dann wird über seine schwierige Kindheit geredet, über Alkohol, psychische Probleme oder ähnliches – es wird individuell gesehen und mit psychologischen Erklärungsmustern gearbeitet. Da wird nicht gesagt: Sexualisierte Gewalt liegt am Christentum oder es liegt an der deutschen Kultur. Aber wenn man in Köln so argumentieren will, könnte man genauso nach der deutschen Kultur fragen, wenn man in Tschechien an den Straßenstrich, in bestimmte Bordelle oder auf den Sextourismus in Thailand schaut.

Schindler: Grundsätzlich ist es schwierig, körperliche und sexualisierte Gewalt an irgendeinem einzelnen Kriterium festzumachen. Was man sicher sagen kann, ist, dass die Täter zu 90 Prozent männlich sind. Frauen sind eher diejenigen, die emotionale und psychische Gewalt ausüben. Ansonsten kann man niemanden automatisch aus- oder einschließen. Es gibt den mit positivem Image behafteten Arzt genauso wie den besoffenen Hartz IV-Empfänger, um mit einem krassen Stereotyp zu sprechen, der seine Frau schlägt oder in der Ehe vergewaltigt. Aber es ist natürlich leichter, zu sagen: Das ist ein Fremder. Das ist eine andere Kultur. Dann kann man das leichter von sich wegschieben. Natürlich machen es Gesellschaftsstrukturen, die sehr patriarchalisch aufgebaut sind, leichter, übergriffig zu werden. Die Betroffenen haben es dann oftmals noch schwerer, dagegen anzukämpfen und Gehör zu finden. So gesehen kann man aus den Übergriffen in Köln auch etwas Positives ableiten: Sobald klar ist, dass den Schilderungen der betroffenen Frauen geglaubt wird, melden sie sich auch. Abgesehen von Köln ist aber oft genug die Haltung vorherrschend, die Schilderungen von Betroffenen infrage zu stellen und dann gehen sie auch nicht an die Öffentlichkeit, zum Arzt, zur Polizei oder einer Beratungsstelle.

Im Moment hat man den Eindruck, dass diese Diskussion etwas mit vertauschten Rollen läuft. Gerade bei den Übergriffen in Köln gibt es jetzt von linker oder dem Feminismus zugetaner Seite auch die Reaktion, die Schilderung von Betroffenen infrage zu stellen.

Burkert: Ja. Das ist zum Teil so eine Schwarz-Weiß-Diskussion. Es ist in der aufgeheizten Debatte schwierig, zu sagen, dass Flüchtlinge oder Menschen aus Nordafrika genau solche Menschen sind – gute und böse – wie alle anderen auch. Es geht uns darum, nicht zu instrumentalisieren. Es geht uns darum, dass jedes Opfer Gehör finden soll. Und zwar nicht nur dann, wenn der Täter ein nordafrikanisch aussehender Mann ist. In einem Fall, den ich kenne, hat ein Vater seine Tochter sexuell missbraucht und der Mann war Richter. Sie hat ihr Leben lang darum gekämpft, Gehör zu finden und ist letztlich daran zerbrochen.

Es gibt schon lange Initiativen wie Sichere Wiesn oder sicheres Volksfest. Frauen, die dort Opfer sexualisierter Gewalt werden, finden so gut wie kein Gehör. Dabei ist bekannt, was da alles abläuft und das gab es schon lange vor Silvester 2015. Ich hatte schon ganz viele Beratungen zu diesem Thema. Während eines kleinen Volksfests hier am Land hat mich einmal eine Mutter angerufen und erzählt, dass ihre Tochter beim Volksfest dort vergewaltigt worden ist. Das Problem der Frau war aber dann vor allem, dass die Tochter und die anderen beiden Mädchen jetzt die verbliebenen Tage nicht mehr hingehen wollen und was die Leute im Dorf dann reden. Da sieht man wieder, dass die Atmosphäre eine Rolle spielt.Wenn es nicht ins Konzept passt oder nicht anderweitig instrumentalisiert werden kann, dann wird es unter der Decke gehalten.

Es gibt aber auch immer wieder Männer, insbesondere aus dem juristischen Bereich, die öffentlich behaupten, dass viele Frauen den Vorwurf der sexualisierten Gewalt instrumentalisieren und eine Vergewaltigung erfinden würden. Ein Beispiel dafür war die angebliche Vergewaltigung in der Isarstraße Ende 2014. Die Frau hatte behauptet, von drei Männern mit osteuropäischem Akzent in ein Auto gezerrt und vergewaltigt worden zu sein. Sie verbrachte auch mehrere Tage im Krankenhaus. Nach einigen Tagen der Fahndung teilte die Polizei dann mit, dass die überfallartige Vergewaltigung nicht stattgefunden habe. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Frau.

Burkert: Ich kenne den Fall jetzt nicht genau genug. Aber es ist oft so, dass tatsächlich irgendetwas vorgefallen ist, aber die eigentlichen Täter vom Opfer geschützt werden. Der Frau wird geglaubt, wenn sie sagt „irgendein Osteuropäer“. Der Frau wird nicht geglaubt, wenn sie sagt, das war mein Vater, ein Verwandter oder ein Freund der Familie. Wir haben es schon oft erlebt, dass gerade bei sexuellen Übergriffen im direkten Umfeld die Familie zum Mann hält und der Frau vorwirft, sie würde die Familie kaputt machen. Und was die Falschanzeigen betrifft: Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2009 liegen die Fälle, in denen Frauen nachweislich gelogen haben im unteren einstelligem Bereich.

Schindler: Es gibt derzeit eine große Kampagne vom BFF. Das derzeitige Sexualstrafrecht wird nämlich dem Tatbestand der Vergewaltigung nicht gerecht und verhindert, dass Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht werden. Jährlich werden bundesweit zwischen 8.000 und 9.000 Vergewaltigungen, versuchte Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen angezeigt – das sind nur fünf Prozent aller Fälle, wenn man davon ausgeht, dass jede siebte Frau davon betroffen ist. In nur etwas mehr als zehn Prozent gibt es Verurteilungen – meistens aus Mangel an Beweisen. Momentan gilt eine Vergewaltigung nur dann als Vergewaltigung, wenn die Frau vehement „Nein“ gesagt und sich gewehrt hat oder wenn der Täter massive Gewalt angewendet hat. Das geht völlig an der Realität von Übergriffen vorbei.

Inwiefern?

Schindler: Es gibt drei ureigene biologische Reaktionen auf gewalttätige Übergriffe: Entweder man kämpft, was meistens generell körperlich schwierig ist, wenn es mehrere Täter sind sowieso, oder weil K.O.-Tropfen oder Alkohol im Spiel sind. Die andere Reaktion wäre, zu flüchten, was gerade zuhause oft nicht möglich ist. Dann bleibt als einzige Möglichkeit das Einfrieren – so zu tun, als ob man nicht mehr da wäre, und es über ich ergehen lassen. Den meisten Tätern geht es auch nicht um sexuelle Befriedigung, sondern um den Kick durch die Machtausübung im Moment, nach dem Motto: „Ich zeige Dir jetzt, dass ich das mit Dir einfach machen kann und es mir egal ist, was Du tust.“ Wenn man übergriffig ist, nimmt man in Kauf, dass die Frau oder das Mädchen/ der Junge das nicht will. Das passiert nicht aus Versehen.

Burkert: Ein kleinster Anteil zeigt an, bei einem noch kleineren wird verurteilt und die Nicht-Verurteilungen gibt es aus Mangel an Beweisen oder weil sich die Frau angeblich nicht genügend gewehrt hat oder weil der Mann angeblich nicht merken konnte, dass sie das nicht wollte. Ich bin so müde es zu sagen: Nein heißt Nein. Was soll es denn sonst heißen? Die CDU-Politikerin Elisabeth Winkelmeier-Becker hat neulich gesagt, dass es schade wäre, wenn durch eine Verschärfung des Sexualstrafrechts jede Unbefangenheit verloren gehen würde. Da frage ich mich, wie Sexualität bei solchen Leuten abläuft.

Was sagen Sie zu den Gegenbewegungen, die es gibt? Die von einer Unterdrückung des Mannes sprechen, mehr Väterrechte fordern oder sagen, die Frauenbewegung sei zu weit gegangen, Gewalt gegen Männer werde ignoriert und so weiter?

Schindler: One Billion Rising ist ein Projekt, bei dem es explizit um Gewalt gegen Frauen geht. Aber es gibt natürlich immer von irgendwem die Reaktion: „Jetzt protestieren sie wieder die Frauen. Was haben sie denn immer die Frauen? Es gibt genau so viel Gewalt gegen Männer.“ Da frage ich mich wirklich, was mit diesen „Gegnern“ los ist. Wir nehmen uns hier eine halbe Stunde, um das Thema Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und dann kommt womöglich noch: „Jetzt führen sie sich wieder auf, die hysterischen Feministinnen.“ Natürlich gibt es auch Gewalt gegen Männer – in zehn Prozent der Fälle. Es ist auch gut, wenn es dafür Beratungsstellen gibt. Aber am kommenden Sonntag geht es jetzt mal um Frauen. Was auf gar keinen Fall ausschließen soll, dass es nicht super wäre, wenn sich Männer der Demonstration anschließen, egal ob mittanzend oder im Publikum klatschend. Im Gegenteil. Ich würde mich generell um eine regen Beteiligung beim diesjährigen One Billion rising freuen, egal welches Geschlecht, der oder die Unterstützerin hat.

Burkert: Wir verhindern doch nicht, dass Männer sich zusammentun und überlegen: Was ist mir in der Kindheit passiert? Wie will ich leben? Was will ich für eine Gesellschaft? Da gibt ist immer noch so ein Zerrbild des Feminismus, dass man Männer kaputt machen oder ihnen irgendwelche Privilegien wegnehmen wolle. Aber was waren das für Privilegien, die durch die 68er erfolgreich weggefallen sind? Frauen dürfen arbeiten und ein eigenes Konto haben, ohne dass sie dafür die Unterschrift von ihrem Mann brauchen. Sie können sich von ihm trennen, ohne schuldhaft geschieden zu werden. Das war bis in die 70er Jahre noch anders. Vergewaltigung in der Ehe wurde erst 1997 unter Strafe gestellt (hier das Protokoll der damaligen Bundestagsdebatte, ab Seite 94). Diese Privilegien, wenn man sie so nennen will, waren durchweg gewaltfördernde Maßnahmen von staatlicher Seite. Es geht darum, gegen Machtverhältnisse und Ungleichheiten anzugehen. Nicht nur zwischen Männern und Frauen. Überall, wo es Hierarchien und Machtstrukturen gibt, werden diese auch immer als Freibrief genutzt, um Gewalt gegen Schwächere auszuüben. Es geht um eine gerechtere Gesellschaft, wo Männer und Frauen beide Menschen sein können. Das müsste ein Anliegen aller sein.

Mehr Infos

OBR 2015 Regensburg IDr. Esther Burkert, Jahrgang 1967, Diplompsychologin, Vorständin von Frauenzentrum Regensburg e. V. – seit ihrem Studium ehrenamtlich und hauptberuflich in der Frauennotrufbewegung gegen sexualisierte Gewalt tätig

Michaela Schindler, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Jahrgang 1983, seit 2011 ehrenamtliche Vorständin vom Frauennotruf Regensburg e. V. – ebenfalls seit 2006 ehrenamtlich und hauptberuflich in der Frauennotrufbewegung gegen sexualisierte Gewalt tätig

One billion Rising 2016, Sonntag, 14.02.16 um 14 Uhr am Neupfarrplatz. Möglichkeit zum Einstudieren der Choreographie kurz vorher beim offenen Tanztraining von 12 bis 13:30 Uhr in der Martinsklause im Evangelischen Bildungswerk.

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Kommentare (37)

  • JürgenRei

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    Na hoffentlich kümmern die sich auch um die Erziehung ihrer Kinder und schieben diese nicht nur ab, damit es ein anderer für sie übernimmt.
    Wo war denn überhaupt der Aufschrei dieser tanzenden Kampfemanzen bei den Sylvesterübergriffen? Wollen sie dazu nicht aufbegehren oder dürfen sie nach ihren Vorgaben nicht? So wie es momentan den Eindrck macht, haben sie nur deutsche Männer im Visier

  • Stussl

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    Aaaah… der 1. Kommentar – und? Mal gleich belegt mit kartoffeligen Männer-Tränen, Glückwunsch!
    __________________________
    Danke für das Interview an alle Beteiligten!

  • Julia

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    Danke für den informativen Artikel!
    Nur eine Frage: Ich wollte mir das Protokoll der Bundestagsdebatte zur Vergewaltigung in der Ehe ansehen, aber der Link führt nicht dorthin, sondern zu einer Faktensammlung des BFF…

  • Stefan Aigner

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    @julia danke. Den Link ändere ich gleich.

  • Tobias

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    Jürgen hat durchaus Recht. Zwar hätte man das Ganze etwas schöner ausformulieren können, aber er bringt es auf den Punkt. Während alles „maskuline“ pauschal als böse gilt, picken sich die Feministen alles heraus, was ihnen recht ist. Gibt es auch das männliche Pendant zum „Vagina-Tag“, den – das tut ja sogar weh zu schreiben – „Penis-Tag“? Obwohl, ich will es nicht wissen, außerdem ruft das wieder die „Kampfemanzen“ auf den Plan.

    Man liest ja z.B. an der Haltestelle „Wöhrdstraße“ (Jugendherberge, bei der Parkplatz Ein- und Ausfahrt) das Plakat „Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ – und JEDESMAL denke ich: „Ach, und Jungs dürfen maltretiert werden, weil…?“
    Ich bin selber sehr dünn und muss, nur weil ich männlich bin, den kräftigeren Frauen auf Arbeit schwere Dinge abnehmen, während sich die „Damen“ ausschließlich auf vermeintlich feminine Arbeiten stürzen – dann aber gleiche Bezahlung fordern.

    Wenn die wenigen Frauen und Mädchen, denen Gewalt angetan wird, einfach die Polizei bzw. die (0941) 24171 rufen (die Zahlen stehen gegenüber Cinemaxx/Posthof) anstelle sich mal wieder für das ach so arme weibliche Geschlecht über irgendwelche medienwirksame Dinge profilieren würden wäre es am Ende vermutlich sogar besser; wer Gewalt ausübt wird das auch nach diesem Unsinn tun. Und die Anderen verlieren langsam den Nerv – wie ich.

  • joey

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    Der Fall Assange zeigt, wie schnell ein gutgemeint strenges Sexualstrafrecht zur Waffe gegen irgendwen werden kann.

  • Lateiner

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    Lateiner
    Randanmerkung zum Video „Die Vagina Monologe“: Richtig ausgesprochen heißt es wirklich „Vag’ina“ und nicht „‘Vagina“. Im Englischen hat sich die richtige Betonung erhalten. Wer die falsche deutsche Betonung erfunden und sogar durchgesetzt hat, ist noch nicht erforscht. Die Analogie zu „Regina“ ist auch witzig, weil beide Betonungen richtig sein können, je nachdem, ob man die Königin („reg’ina“) meint oder die Castra oder das Kino am Regen („‘Regina“).

  • Angelika Oetken

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    Daryush Valizadeh, prominenter Vergewaltigungsbefürworter entschloss sich wegen der Empörung, die sein letzter Aufruf auslöste (1), ein Versteck aufzusuchen, das ihm sicher erscheint. Er wohnt aktuell wieder bei seiner Mutter. Angeblich im Keller (2).

    (1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/gewalt-gegen-frauen-treffen-der-sexisten-in-berlin-abgesagt/12918010.html
    (2) http://www.mz-web.de/panorama/befuerworter-von-vergewaltigungen-pick-up-artist-valizadeh-versteckt-sich-bei-mama,20642226,33750000.html

  • Progl

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    VAGINA-Tag:
    Brauchen wir den wirklich auch noch und wer kommt auf solche abstrusen Ideen?

  • Angelika Oetken

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    @joey,

    sexuelle Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch und sexualisierte Misshandlungen sind auf der ganzen Welt verbreitet. Während langer Phasen in der Geschichte der Menschheit hatten sie ihren Zweck erfüllt. Vor Allem den, dass es Männern möglich wurde, Sex zu haben und Nachkommen zu zeugen, um die vorher alle Frauen und Mädchen einen großen Bogen gemacht hätten. Allerdings leben wir nicht mehr am Übergang von der Steinzeit zum Altertum. Sondern im 21. Jahrhundert. Es gibt neue Herausforderungen. Dazu gehört, primitive Verhaltensweisen im sexuellen Bereich zu überwinden und den Hass zwischen den Geschlechtern zu überwinden.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • joey

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    @Angelika Oetken

    Danke, schöne Worte.
    Frage: wieviele mitteleuropäische Männer betrachten 13 jährige als rechtmäßige Ehefrau?
    Als mitteleuropäischer Mann weigere ich mich, mit (vielen, sicher nicht allen) orientalischen oder afrikanischen Männern oder irgendeiner Clanstruktur gleichgesetzt zu werden. Ich hasse nämlich keine Frauen (zu Ihrem O-Ton) und fühle mich da auch sonst geschlechtsspezifisch überhaupt nicht überlegen. Ich würde auch keine Cousine zur Heirat verlangen oder mir eine meiner Cousinen so andrehen lassen oder mit irgendwelchen gezwungenen Mädchen … gezwungen, weil sie Deutsche 1945 oder JesidInnen 2015 sind.

    Darius Wieauchimmer ist kein geeignetes Beispiel. Die sich verändernde Realität durch Zuwanderung ist das viel größere Problem, das in erstaunlicher Blindheit gar nicht thematisiert wird, sogar von vielen gezielt verwischt wird, indem man allgemein von Männern spricht. Und diese (z.B. auch mich) damit moralisch diskriminiert.

    Um das nochmal zu verdeutlichen: nicht die Zuwanderung ist das Problem, sondern die (kritiklos zu bejubelnde) Zuwanderung aus Gesellschaften, wo eine archaische Frauendiskriminierung zum Alltag gehört. Zu diesem Problem brauchen wir Lösungen, die nicht mit Tänzen gefunden wird, sondern einfach nur Ehrlichkeit und begriffliche Klarheit.

  • Angelika Oetken

    |

    @joey,

    letztlich ist es für Opfer doch ziemlich egal, welcher Nationalität der sexuelle Aggressor angehört. Der einzige Unterschied ist, dass man die Einheimischen besser einschätzen kann, als solche die fremden Kulturen entstammen. So wie Mädchen bei uns lernen, sich von betrunkenen Männern und Gruppen von Männern fern zu halten und dem sexuellen Drängen im Zweifelsfall nachzugeben, wenn es ansonsten keinen Fluchtweg mehr gibt, werden in anderen Ländern andere Vorsichtsmaßnahmen existieren. Die Abläufe bei Vergewaltigung und Missbrauch ähneln sich auf der ganzen Welt. Sie orientieren sich an dem, was man(n) als Minimalaktivität bei der Fortpflanzung braucht. Einige Männer vergewaltigen, weil sie nichts anderes können. Sie sind unfähig zu normalem Sex und haben Angst vor gleichrangigen Kontakten zu Frauen.

    Von Gewalt, Demütigung, Schmerz und Ekel getragene Sexualität auszuhalten, gehört in unserem Kulturkreis zur traditionellen sexuellen Initiation eines Mädchens. Teilweise wird sogar erwartet, dass Mädchen und Frauen so tun, als ob sie das als lustvoll empfinden. So wie sich an Sexprotzereien zu beteiligen, zum (traditionellen) sexuellen Reifeprozess von Jungen gehört. Und sie so tun sollen, als würden sie jede Gelegenheit ergreifen Sex zu haben.

    Das sind natürlich nur Klischees. Aber da wo es derart wenig gute realistische Vorbilder gibt, dass viele Menschen sich an Pornos orientieren, gedeihen Abziehbilder besonders gut. Wie auch sexuelle Gewalt. Die meiner Meinung nach auch oft eine Folge von Unkenntnis, respektive Dummheit bei Männern ist, was sexuelle Praktiken, Reaktionen und Abläufe betrifft.

    Leider ist man(n) und frau oft erst hinterher schlauer.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • joey

    |

    „Von Gewalt, Demütigung, Schmerz und Ekel getragene Sexualität auszuhalten, gehört in unserem Kulturkreis zur traditionellen sexuellen Initiation eines Mädchens“
    …in welchem Kulturkreis leben Sie? Offenbar nicht in meinem.

  • Angelika Oetken

    |

    „Männer hingegen finden Gefallen daran, einem Tier nachzujagen und es zu erlegen. Sie versuchen, ihren Willen durchzusetzen und weisen dementsprechend andere Verhaltensweisen auf. Sie üben Gewalt um der Gewalt willen aus, empfinden Spaß daran .“
    http://www.zeit.de/wissen/2011-08/thomas-elbert-interview/seite-2

    Männer sind gemeingefährlich. Wissenschaftlich erwiesen…Wusst ich`s doch ;-)

    Konsequenterweise müssten bestimmte politische Gruppierungen, die sich in unserem Land gebildet haben und vorgeben, für Sicherheit, Recht und Ordnung plädieren für die SOFORTIGE Abschiebung ALLER männlichen Wesen, die den 14. Geburtstag erreicht haben plädieren oder? Fragt sich nur wohin mit denen? Wer will die?

  • JürgenRei

    |

    Es ist auch wissenschaftlich belegt, dass Personen, die sich zu sehr in eine Sache verrennen, ungerecht und nicht mehr sachlich mit der Sache umgehen, und dadurch der Sache an sich mehr schaden als nutzen, da sie sehr oft dadurch nicht unerhebliche psychische Schäden davontragen und deshalb instrumentiert werden und sich in Bezug auf die ursprüngliche Sache lächerlich machen

  • semmeldieb

    |

    ich protestiere dagegen, von fr. oetken im rahmen eines ernsten themas pauschal als mann diffamiert zu werden, auch wenn es witzig gedacht sein sollte.

    es kommt nicht witzig an.

  • Lothgaßler

    |

    @Angelika Oetken:
    Nein, Interviews und selbst Studienreihen liefern keinen wissenschaftlichen Beweis! Gerade bei der Psychologie wirds schwierig: Wird die männliche Gewalt durch Gene determiniert, oder wird sie gelehrt und gelernt? Davon abgesehen ermöglicht die Entwicklung der eigenen Moral, und die Orientierung an dieser, ein Leben ohne sexuelle Gewaltausübung.
    Sexuelle Gewalt ist bei uns als Straftat anerkannt, und das stellen auch Männer nicht in Frage. Straftaten müssen verfolgt werden, aber in einem Rechtsstaat auch nachgewiesen werden. Ein Dilemma, dem durch den Einsatz neuer Technologien (wie z.B. Smartphones) einiges entgegensetz werden kann.
    Statt Vagina-Day wäre Solidarität mit Opfern sexueller Gewalt hilfreicher: nicht wegschauen, im Zweifel nachfragen, die Smartphone-Cam draufhalten…

  • Angelika Oetken

    |

    „Wird die männliche Gewalt durch Gene determiniert, oder wird sie gelehrt und gelernt?“

    @Lothgaßler,

    in den Humanwissenschaften hat sich die biopsychosoziale Sichtweise durchgesetzt, nach der viele menschliche Phänomene ein Zusammenspiel aus verschiedenen Ursachen und Bedingungen darstellen.

    Was „männliche Gewalt“ angeht, neigen wir ja leider dazu, ein Verhalten, das lediglich ein Teil der männlichen Bevölkerung zeigt, der gesamten Gruppe zuzuschreiben. Umgekehrt verhält es sich auch mit der angeblichen weiblichen Sanftmut. Beides höchst diskutable Annahmen, die sich bei näherer, ideologiefreier Betrachtung nicht verifizieren lassen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @joey,

    wir leben beide im selben Kulturkreis. Aber falls es sich bei Ihnen um einen Mann handelt, haben wir entsprechend unseren Geschlechtsrollen unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

    Dass Frauen im Vergleich zu Männern weniger Lust auf Sex haben, ist nicht nur biologisch bedingt http://www.apotheken-umschau.de/Sex-und-Partnerschaft/Umfrage-Wie-wichtig-ist-Sex-351847.html

    Wie in anderen Bereichen auch, können Sie Menschen Freude an etwas grundsätzlich Schönem regelrecht austreiben. Und genau das widerfährt Mädchen und Frauen immer noch. Trotz aller angeblichen Aufklärung und Offenheit. Nicht nur bei uns, sondern weltweit. Dahinter steckt meiner Meinung nach bei Männern kein grundsätzlich böser Wille. Häufig ist es eine Mischung aus einem Mangel an Empathie, Unwissen und fehlender Erfahrung. Aus dem entstehenden Frust kann sich dann auch mal Aggression gegen die Partnerin entwickeln, die in einem Teufelskreis mündet http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Sexualitaet/Frigiditaet/
    Zu denken geben sollte, dass nur die wenigsten Frauen, die im sexuellen Kontakt mit Männern als „gefühlskalt“ gelten, unfähig sind Sexualität als etwas Positives zu erleben. Manche wenden sich Frauen zu und führen mit ihnen befriedigende sexuelle Beziehungen, andere leben ihre Sexualität nur mit sich und vermeiden in der Hinsicht Kontakt zu anderen Menschen. Bezeichnend: sobald Frauen aus dem gebärfähigen Alter raus sind, steigt unter ihnen die Rate Derjenigen, die sich von ihrem Partner trennen. Sich also aus der Paarbeziehung entfernen, obwohl ihnen das Risiko keinen neuen Mann zu finden bewusst ist.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • joey

    |

    im verlinkten Artikel werden Umfragen unter sadistischen Marodeuren aus Afrika oder Soldaten der NS Armeen auf deutsche Männer dieser Zeit – also mich – übertragen. Das ist keine Wissenschaft.
    Da hilft auch kein smiley.

  • menschenskind

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    JürgenRei meint: „Es ist auch wissenschaftlich belegt, dass Personen, die sich zu sehr in eine Sache verrennen, ungerecht und nicht mehr sachlich mit der Sache umgehen, und dadurch der Sache an sich mehr schaden als nutzen, da sie sehr oft dadurch nicht unerhebliche psychische Schäden davontragen…“

    Hm, ob das auch für Albert Einstein gilt? Wenn der sich nicht in die ‚fixe Idee‘ von der Relativitätstheorie „verrannt“ hätte, dann hätte er sie wohl nicht erfolgreich zuende denken können. Entsprechendes gilt für die Erfinder der Glühlampe, des Dieselmotors, des Computers und viele andere, die später groß rauskamen.
    Manchmal ist es doch nötig sich intensiv einer Sache anzunehmen und Kritik an sich außen vor zu lassen, um ans Ziel zu gelangen.

    Zudem möchte ich gerne wissen, wo sind denn diese „wissenschaftlichen Belege“ einsehbar? Bitte um Angabe der Literatur bzw. des Internet-Links! Danke schon im voraus.

  • Angelika Oetken

    |

    „im verlinkten Artikel werden Umfragen unter sadistischen Marodeuren aus Afrika oder Soldaten der NS Armeen auf deutsche Männer dieser Zeit – also mich – übertragen. Das ist keine Wissenschaft.
    Da hilft auch kein smiley.“

    @joey,

    mein smiley galt dem Inhalt des Artikels!

    Empirische Forschung auf der Grundlage qualitativer Interviews, wie sie Herr Elbert betreibt, hat eine entscheidenden Fehlerstelle: sie ermittelt nicht, welchen Einflüssen die befragten Personen ausgesetzt waren, BEVOR die Ereignisse eintraten, die sie als prägend empfinden und von denen sie berichten. Um solide Erkenntnisse zu gewinnen, müsste man entweder experimentell vorgehen (verbietet sich aus ethischen Gründen) oder sehr intensive Langzeitbeobachtungen als Längsschnittstudie anlegen (praktisch undurchführbar). Kurzum: da wir nicht wissen, ob die Männer, auf deren Aussagen Herr Elbert seine Erkenntnisse stützt, nicht schon vergeschädigt waren, unter Anderem durch frühkindliche Traumatisierungen, können wir keine Rückschlüsse darauf ziehen, dass sie durch reines Nachahmen und Wiederholen zu Leuten mutierten, die Kinder auf bestialische Weise zu Tode quälen.

    Ich persönlich – aber das ist rein subjektive Lebenserfahrung – bin der Meinung, dass es keine entsprechenden Geschlechterdispositionen gibt. Und man auch nicht jeden Menschen zu einem sadistischen Kindermörder umtrainieren kann. Es aber sehr wohl Zeitgenossen gibt, bei denen das möglich ist. Männer wie Frauen. Ohne dass wir dafür äußere Anzeichen fänden. Das ist ja das Unheimliche daran.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Paul

    |

    „One Billion“ nimmt Bezug auf eine UN-Statistik, derzufolge jede dritte Frau einmal in ihrem Leben vergewaltigt wurde oder Opfer einer schweren Körperverletzung geworden ist. Lässt sich diese Zahl auch auf Deutschland umlegen?

    Aha. Die armen Frauen. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass auch jeder dritte Mann einmal in seinem Leben vergewaltigt wurde oder Opfer einer schweren Körperverletzung geworden ist (in Syrien/Irak/Afghanistan etc. sind’s vermutlich sogar weit mehr als 33 Prozent) – und spring gleich mal raus auf den Neupfarrplatz, zum spontan ausgerufenen Penis-Tag…

    Es ist schon toll, wenn man so ganz egoistisch immer nur auf die eigenen Interessen schaut und die des Mitmenschen links liegen lässt, nicht wahr, meine lieben Vaginatag-bewegten Damen?

  • joey

    |

    @ A. Oetken
    Die Diskussion hat begonnen, weil Sie gegen Gewalt an Frauen tanzen. Meine Frage war, wo denn in Regensburg in nennenswerter Weise von mitteleuropäischen Männern Gewalt gegen Frauen toleriert wird, so daß man dagegen demonstrieren müßte. Sie haben mit verschiedenen posts und links die Männer weltweit grundsätzlich in die Nähe von Verbrechern und Gewalttätern, abgemildert nun als Versager gebracht.

    In jedem post haben Sie mindestens eine geschlechtsspezifische Diskriminierung verübt. Sind sie etwa auch so ein Mann: aggressiv…?

  • joey

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    die posts überschneiden sich zeitlich, daher kommt einiges durcheinander-)

  • Hans Dampf

    |

    Sehr interessante Diskussion. Als dann der Apothekenumschau Artikel ins Spiel kam hats mir gereicht. Zu viel ich zuwenig wir.
    Frau Oetken es tut mir leid was Sie erleben mussten . Ihr Engagement in allen Ehren.
    Aber das Verallgemeinern hilft nix. Ich sag ja auch nicht dass ALLE Emanzen lila Schal tragen. Es gibt ueberall Deppen und Arschgeigen und es ist unsere Aufgabe eine stabile Gesellschaft mit starken Kindern zu bauen. Und meine Kinder werden in dem Glauben erzogen dass alle Menschen gleich wert sind (egal welcher Hautfarbe Alter Herkunft und Geschlecht). Und gleichwertig bedeutet dass keiner MEHR wert oder besser ist. So weitermachen.

    Kramkram wo ist mein lila Schal…

  • Angelika Oetken

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    „Sie haben mit verschiedenen posts und links die Männer weltweit grundsätzlich in die Nähe von Verbrechern und Gewalttätern, abgemildert nun als Versager gebracht.“

    @joey,

    da müssen Sie meine Kommentare missverstanden haben. Genau das tue ich nicht. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass es NUR ein TEIL der Männer ist, die sexuelle Gewalt anwenden. Das aber auf die GESAMTE Gruppe projiziert wird.

    Was sexuelle Gewalt gegenüber Regensburger Frauen angeht: Falls Sie in Regensburg leben, hören Sie sich doch einfach mal bei den Frauen in Ihrem Umfeld um.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    „Ich behaupte jetzt einfach mal, dass auch jeder dritte Mann einmal in seinem Leben vergewaltigt wurde oder Opfer einer schweren Körperverletzung geworden ist (in Syrien/Irak/Afghanistan etc. sind’s vermutlich sogar weit mehr als 33 Prozent)“

    @Paul,

    Sie könnten mit Ihrer Schätzung durchaus richtig liegen. Im Unterschied zu Frauen sprechen aber Männer nicht über ihre Gewalterlebnisse, erst recht nicht aus einer Opferperspektive heraus. Die aktuelle Diskussion ist doch ein Anlass, damit zu beginnen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Rentnerin

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    Sehr geehrte Frau Oetken,

    es haben nur wenige Menschen die Zeit, Ihre langen Kommentare zu lesen.

  • Angelika Oetken

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    „Frau Oetken es tut mir leid was Sie erleben mussten . Ihr Engagement in allen Ehren.
    Aber das Verallgemeinern hilft nix.“

    @ Hans Dampf,

    ich teile meine Erfahrungen mit Millionen anderen Frauen und Männern, die in unserem Land leben. Insofern ist meine Biografie eine vollkommen normale. Natürlich sollte man jeden Menschen individuell betrachten. Aber wo gewisse Häufungen zu erkennen sind, lässt sich durchaus verallgemeinern.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • joey

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    @Angelika Oetken

    in einer echten Diskussion muß man die anderen nicht überzeugen. Wenn wir uns aber ein wenig angenähert haben, halte ich das für sehr gut. Ihre posts waren für mich aber nicht so verständlich.

    Vielleicht noch zum Schluß: wenn Frauen (gutgemeinte) sexuelle Aktivitäten z.B. von ihrem Freund nicht wollen, müssen sie das eben zur Situation passend ausdrücken. Kommunikation hilft, Probleme zu vermeiden. Damit sei Köln oder viele von Frauen berichtete Situationen in Flüchtlingsheimen nicht im Ansatz entschuldigt. Das geht weit über kulturelle Mißverständnisse hinaus.

    Gerne posten wir mal bei anderer Gelegenheit wieder…

  • Rentner

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    @ Rentnerin

    Frau Oetkens Beiträge sind die Zeit aber Wert. Wer die Zeit nicht hat, sollte sich fragen, ob er sie nicht verschwendet hat, um einen vorlauten, hohlen Kommentar zu lesen oder gar zu verfassen.

  • Angelika Oetken

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    @joey,

    Diskussionen können nur geführt werden, wenn es verschiedene Standpunkte gibt. Allerdings sollte die Diskussionsgrundlage klar sein. Deshalb:
    Bei „One Billion Rising“ geht es nicht um „gutgemeinte“, aber unliebsame sexuelle Annäherungen. Auch nicht darum, dass jemandem im Zuge sexueller Kontakte Schaden nimmt, weil der Partner ungeschickt oder grob ist, ohne dass er das beabsichtigt hat. Sondern um Vergewaltigungen. „One Billion Rising“ macht dabei keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Ethnien und Kulturen.

    Was Köln und andere Städte angeht: die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich bei den Tätern um Männer nordafrikanischer Herkunft handelt, die man ursprünglich innerhalb der Stricherszene deutscher Städte sexuell ausgebeutet hat und die dann später, als sie zu „alt“ für die Missbraucher wurden, in die Kleinkriminalität abwanderten. Die sexuelle Identität und Entwicklung von Jungen wird durch die sexuelle Ausbeutung massiv gestört. „Machoverhalten“ ist typisch für männliche Missbrauchsopfer. Die Masche mit dem „Antanzen“ zudem ein alter Hut, in vielen Städten verbreitet. Neu ist, dass diese Art des Bedrängens, um jemanden besser ausrauben zu können, durch sexualisierte Übergriffe erweitert wurde.

    Falls mal ein Journalist auf die Idee kommt, bei Menschen, die mit Trebern und Strichern arbeiten nachzuhaken und dazu einen Artikel zu veröffentlichen, könnte das diese vollkommen aus dem Ruder gelaufene Debatte versachlichen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Rentnerin

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    An Rentner:

    Es ist sehr gut dass es “ Regensburg-Digital “ gibt, denn die öffentliche Presse ist fast unbrauchbar, feige und einseitig orientiert.

    Es war ein gutgemeinter Rat, damit die guten Kommentare von Frau Oetken nicht überblättert werden.

    Beleidigungen unter uns kleinen Leuten sollten hier fehl am Platz sein.

  • Rentner

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    An Rentnerin

    Ich stimme Ihnen voll zu, wollte Sie auch keinesfalls beleidigen! Ich wollte herausstellen, dass sich von fast allem, was da geschrieben wurde, eigentlich nur die Lektüre der Beiträge von Frau Oeken lohnt. Jedenfalls scheinen die vielen Kommentatoren sich nicht die Zeit genommen zu haben, Frau Oetkens Beiträge gescheit zu lesen.

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