Streit im KEP-Wiki

Kulturfloh zwickt Maulwurf

Print page

Künstler Jakob Friedl beschwert sich über CSU-Stadtrat Erich Tahedl. Am letzten Tag des Wikis zum Kulturentwicklungsplan hat dieser mehrere Passagen aus Friedls Feder einfach gelöscht. „Ein dreister und einmaliger Verstoß gegen den Kodex des Media-Wiki“, schimpft Friedl. „Ein technisches Versehen“, sagt Tahedl.

Musste den Europabrunnendeckel diese Woche endgültig räumen: Jakob Friedl (re.). Formal ist der Ort jetzt eine Bautelle für die Schaidinger-Bodensprinkleranlage. Foto: as

Musste den Europabrunnendeckel diese Woche endgültig räumen: Jakob Friedl (re.). Formal ist der Ort jetzt eine Bautelle für die Schaidinger-Bodensprinkleranlage. Foto: as

Pseudonyme sind im Internet nichts Ungewöhnliches – in Foren, Kommentarspalten und Wikis. Der eine nennt sich „Taxifahrer“, der andere „CSU-Mitglied“. Manche geben sich die Namen von Dichtern und Denkern und wieder andere bevorzugen Bilder aus der Tierwelt. So hielten es auch Jakob Friedl und CSU-Stadtrat Erich Tahedl. Im offenen Wiki, das die Stadt Regensburg bis zum gestrigen Mittwoch zur Verfügung gestellt hat, damit Interessierte dort den Kulturentwicklungsplan diskutieren und umschreiben konnten, agierten sie unter den Namen „Maulwurf“ (Friedl) und „Kulturfloh“ (Tahedl).

Und während der Maulwurf jede Menge Hügel aufwarf und sich ausführlich etwa zu seinem Leib- und Magenthema „Europabrunnendeckel“, aber auch zu mehr Transparenz bei der Kulturförderung äußerte, war der Kulturfloh damit beschäftigt, sie wieder einzuebnen. So weit nichts Ungewöhnliches.

100 Nutzer diskutierten, nur einer löschte

Nach Angaben des Kulturreferats (zur Pressemitteilung) haben sich etwa 100 Nutzer beteiligt. Aufgerufen wurde die Seite während der vergangenen sechs Wochen gut 3.000 Mal. In dem Wiki wurde während der vergangenen Wochen viel geschrieben, kommentiert, durchgestrichen oder farblich unterlegt. Man ist eben nicht überall einer Meinung und die Diskussion ist das Wesen eines solchen Instruments. Passagen gelöscht hat indes nur der Kulturfloh.

Der Maulwurf ist aufgebracht. „Herr Tahedl hat sich am letzten Tag, an dem das Wiki offen war angemeldet und dann meine Anregungen zur Kulturförderung komplett gelöscht.“ Friedl hatte unter anderem gefordert, dass alle Förderanträge – bewilligt und abgelehnt – mit dem entsprechenden Schriftverkehr öffentlich gemacht werden sollten. Juroren, die über Preise in Regensburg entscheiden, sollten sich zudem einmal jährlich in einer öffentlichen Veranstaltung zur Diskussion stellen.

Tahedl: „Das nehm ich auf meine Kappe.“

„Herr Tahedl kann da ja anderer Meinung sein. Durchstreichen, wie er es bei anderen Sachen gemacht hat, wäre auch legitim gewesen. Aber das Löschen verstößt klar gegen den Kodex des Wiki. Man kann meine Beiträge dann nur noch in der Versionsgeschichte nachvollziehen und die liest doch keiner.“

Nachtrag: Das Kulturamt der Stadt Regensburg hat zwischenzeitlich klargestellt, dass auch Löschungen legitim seien.

Sagt "Sorry!": Kulturfloh Erich Tahedl. Foto: Archiv

Sagt „Sorry!“: Kulturfloh Erich Tahedl. Foto: Archiv

Der Kulturfloh ist von der Kritik peinlich berührt. „Das nehme ich voll auf meine Kappe. Ich hab das versehentlich gelöscht und wusste dann nicht mehr, wie ich es rückgängig machen konnte.“ Inhaltlich habe der Maulwurf „ein paar sehr große Hügel aufgeworfen“, die nicht in einen Kulturentwicklungsplan passen, „aber löschen wollte ich das nicht“.

Verloren sind Friedls Beiträge übrigens nicht. In der Versionsgeschichte lassen sich sämtliche Einträge nachvollziehen.

Massive Kritik aus den Arbeitsgruppen

Unabhängig davon dürfte die weitere Diskussion über den Kulturentwicklungsplan alles andere als schiedlich-friedlich ablaufen. Die Beteiligten aus den Arbeitsgruppen, die im Vorfeld zu zwei Konferenz zum Kulturentwicklungsplan zusammengekommen waren, haben sich bereits massiv über das vom Kulturreferat veröffentlichte Dokument beschwert. Noch mehr haben sich von dem Diskussionsprozess frustriert abgewandt. Dass die Sparte Musik, der Liebling von Kulturreferent Klemens Unger, unter dessen aktiver Beteiligung massiv bevorzugt wurde, ist hat Regensburg Digital bereits vor geraumer Zeit öffentlich gemacht.

Nachzulesen ist der KEP mit allen Kommentaren und in allen Versionen übrigens hier.

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (11)

  • Radlertölpel aka Maulwurf

    |

    Herr Tahedl,
    sie wollten es also nicht löschen, haben es aber gelöscht und wußten nicht wie man das rückgängig machen kann?
    Ganz einfach:
    Sie hätten einfach nur Ihre Änderungen in den Versionen anschauen müssen und hätten diese mit der für eingelogte Schreiber gut sichtbar eingeblendeten Funktion „rückgängig machen“ rückgängig machen können oder etwas umständlicher die Passagen wieder hineinkopieren…
    Das konnte ja nicht so schwer sein, denn zum Schreiben mußten Sie ja auch nur auf „Bearbeiten“ klicken.
    Sie hätten zudem wie viele Andere an vielen Stellen im Wiki die Kommentarfunktion nutzen können um zu signalisieren, was Sie geändert haben oder geändert haben wollen oder gar etwas zur Diskussion stellen (Diskussionsseite zur Seite)… oder Einwürfe mit einer Farbe Ihrer Wahl kommentieren…
    Sie aber haben hier nur Änderungen am Text (was ja der Sinn des Wikis war!) rückgängig gemacht, „aus dem Text verschwinden lassen“ und das nochdazu als Sie am allerletzen Abend (Das Wiki lief seit November 2013) zum ersten mal aufgetaucht sind.

    Keiner der Wiki Nutzer hat von anderen Nutzern geschriebene Beiträge gelöscht. Dass man das nicht tun soll, weil es einen Verstoß gegen die Verhaltensregenl im Wiki darstellt stand auch in der Einführung für das Wiki, der „Wikette“.

    Also, wenn es Ihnen Ernst damit ist, dass sie das versehentlich herausgelöscht haben, dann bitte wenden Sie sich, wie in es in der „Wikette „beschrieben“ war, an den Administrator und stellen meine Beiträge in durchgestrichener Form wieder herein, so dass sie wieder sichtbar sind – und zur Diskussion gestellt.

    Und Herr Tahedl: Was gehört denn bitte nicht in einen Kulturentwicklungsplan?
    Sie hätten ja auch aus formalen Gründen den Beitrag von „Traditionsverband“ löschen können:
    „Schaffung einer Begegnungsstätte, in der mindestens an die 50 Jahre Bundeswehr in und um Regensburg erinnert wird und in der sich die ehemaligen Soldaten der Bundeswehr, von denen etwa 3000 mit ihren Familien im Raum Regensburg leben und viele individuell oder in Vereinen auch kulturell tätig sind (Bsp. Joachim Rosinsky, Kürn; Erich Tahedl, Regensburg; Evita Gründler, Regensburg; usw.) treffen können. An einem solchen Ort – möglichst in einer ehemaligen Kaserne – könnten auch die Zeugen der Kunst am Bau zusammengetragen werden. (Bsp. Nibelungenkaserne: Relief über Eingang Stabsgebäude, Fotos von Wandmalereien im Wirtschaftsgebäude; Pionierkaserne: Stele auf dem Kasernenzaun; Bajuwarenkaserne: „Adlerjunge“, Gedenksteine, Foto „Blank die Wehr – rein die Ehr“. Mit dem Zusammenschluss von Ehemaligen-Gruppierungen in der „Militia Ratisbonensis“ ist ein Ansprechpartner vorhanden “

    Wie käme ich dazu so etwas zu löschen? Ist doch herrlich!

    Ps:“Nach Angaben des Kulturreferats haben sich etwa 100 Nutzer beteiligt. Aufgerufen wurde die Seite während der vergangenen sechs Wochen gut 3.000 Mal.“
    -Hä? Es waren exakt 20 Nutzer, die etwas hineingeschrieben haben, wie um Gottes Willen kommt das KR bitte schön auf 100????

  • Frustrierte Deutsche Jugend

    |

    So n Kulturluther wäre jetzt ganz recht,
    der seine Thesen auf einer Seite zusammengefasst an die Tür vom Kulturreferat nagelt.
    Oder besser gleich jmd. ans Hirn.
    Oder KunstEntwicklungsHilfe (KEH), z. B. in Afrika, beantragen.

  • schorsch

    |

    das mit der versionsgeschichte ist schon eine tolle funktion.
    so weiss man bei genauerer betrachtung dann auch, das herr tahedl sich am letzten oeffnungstag um 17.38 uhr angemeldet, und dann in einem rutsch bis 19.00 in 5 artikeln editiert hat.
    darunter auch:
    3.6.3 Staatliche und kirchliche Einrichtungen
    wo das mit dem durchstreichen noch super geklappt hat:

    „Ab 2018 wird mit dem Museum der Bayerischen Geschichte ein bedeutender neuer Museumsanker gesetzt … (bis hierhin stehen gelassen, das folgende gestrichen) …der unter anderm auch dazu beiträgt, eine von der Kirche unabhängige Betrachtung dieser Traditionen und Kulturschätze zu ermöglichen.“

    auch in:4.2 KULTURREFERAT ALS KOMMUNIKATOR, KULTURVERMITTLER UND VERNETZER, ist das durchstreichen noch kein problem.

    aber beim letzten von ihm bearbeitetem artikel:
    4.3 KULTURREFERAT ALS TRANSPARENTER FÖRDERER UND UNTERSTÜTZER DER KULTUR
    da klappt das mit dem streichen leider ueberhaupt nicht mehr, da wird geloescht (natuerlich unabsichtlich)
    das so ein missgeschick an einer stelle passiert wo es um transparenz geht, passt ja ganz gut zu den sachen die der kulturfloh bei:
    3.6.2 Freie Träger, Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler dazugeschrieben hat:
    …die zahlreichen Laienbühnen…..(…)…ebenso (…) wie Veranstaltungen der traditionellen Volks- und Blasmusik…

  • Kulturamt

    |

    Es haben sich 100 angemeldet!

  • Oskar Siebert

    |

    Es kann mit der 100 Beiträgen sein, ich habe auch meinen Beitrag an das Kulturreferat als Anhang geschickt und nicht im WIKI geschrieben.

    Zu dem Entwurf des Kulturentwicklungsplanes der Stadt Regensburg 2020.

    Nach den inhaltlichen Studien des Entwurfes des Kulturentwicklungsplanes der Stadt Regensburg habe ich festgestellt, dass dieser Entwurf der Stoffsammlung mehr oder weniger sich hauptsächlich mit der entscheidenden Rolle der Beschaffung der Kompetenz, den Aufgaben und der Zentralisierung der Kultur durch das Kulturreferat befasst.
    Es wurde zwar über die verschiedenen Sparten der Kultur geschrieben aber mehr oder weniger nur allgemein.
    Es wurden keine konkreten Aufgaben und Ziele der freien Kulturszene genannt, sondern unter dem Begriff „Vernetzung“ nur eine Zentralisierung durch das Kulturreferat angesprochen. Damit wurden die meisten konkreten Wünsche, Aufgaben und Visionen aus der „Kulturkonferenz 2011“ und aus den konkreten Formulierungsvorschlägen der Arbeitsgruppe KEP von 2011, 2012 und 2013 besonders bei der kulturpolitischen Realisierung der freien Kulturszene nicht beabsichtigt.

    3.6.1. In dieser Form wie diese Kapitel die städtische Kulturförderung und Management beschreibt, handelt es sich mehr und nicht weniger in dieser Form um eine Zentralisierung der Macht über die Entscheidungen in der freien Kunst und Kulturszene durch das Kulturreferat der Stadt Regensburg.

    WICHTIG IST:

    Bildung eines demokratisch gewählten und kompetenten Kulturbeirates.
    Im Vordergrund unseres kulturellen Engagements und der Koordinierung und Lenkung der Kunst und Kultur in der Stadt sollte mit Hilfe und Unterstützung des Kulturscoutes einen demokratisch gewählten KULTURBEIRAT geben.
    Der Kulturbeirat sollte:
    – regelmäßig und in kurzen Abständen nicht nur Sitzungen abhalten, sondern auch die Rechte und Entscheidungskompetenz im Bereich der Kunst, Kultur, Koordinierung, Planung wie auch Förderung haben.
    – nicht ein kompetenzloses Gremium des Kulturreferates sein.
    – ein Arbeits-und Beratungsgremium für das Kulturreferat und den Kulturausschuss der Stadt Regensburg sein und somit das wichtigste Glied in der Vernetzung aber auch der Verbindung zwischen der Kunst und Kulturszene, den einzelnen Künstlern, Künstlerinnen und Kulturschaffenden sein.

    – auch alle Vorschläge für die Auszeichnungen in dem Bereich der Kunst und Kultur bearbeiten und zusammen mit dem Kulturreferat, dem Kulturausschuss der Stadt vorlegen.
    – zusammen mit dem Kulturreferat die Jahresthemen vorschlagen und die Kunst und Kulturszene in das Jahresthema mit einbinden.

    In der Stoffsammlung des Kulturreferates wurde zu oft über die wichtige Rolle bei der Kunst und Kultur der Kirche und den Religionen zugeschrieben.
    Durch die hohe finanzielle Unterstützungen und Förderungen durch den Staat wie auch die Einnahmen durch die Kirchensteuer ist die Kirche praktisch verpflichtet, sich an dem Kulturleben der Bürger aktiv zu beteiligen.
    Dem Kulturleben der Bürger sollte aber nicht die wichtige Rolle der Kirche oder der Religionen zugeschrieben werden.
    Die entscheidende Rolle in der Kunst und Kultur für die Kirchen und Religionen zu schaffen wäre eine Diskriminierung von Religions – und konfessionslosen Kunst – und Kulturschaffenden wie auch den Bürgern der Stadt.

    (13) Das Theater Regensburg.
    Das Theater Regensburg sollte in dem Kulturentwicklungsplan gegenüber den weiteren (professionellen) Theatereinrichtungen wie z.B. Turmtheater, Statt-Theater, Figurentheater, Coccodrillo Theater oder Studenten Theater wie bei Förderung so auch bei kulturellen Aufgaben, nicht mehr extra bevorzugt werden.

    Die Theater wie Turmtheater, Statt-Theater und die weiter oben genannten Theater gehören nicht in die Spalte (3.6.2) Frei Träger, Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler, sondern in das Kapitel Theater (Professionelle kulturelle Einrichtungen). Alle diese Theater sind ein wichtiger Träger der professionellen Kultur dieser Stadt. Persönliche Sympathien oder Freundschaften sollte bei der Förderung der Kultur keine entscheidende Rolle mehr spielen.

    In der Aufgabe des Kulturreferates sollte nicht nur eine bessere Vernetzung erwähnt werden, sondern auch die notwendige Koordinierung besonders bei den Kulturveranstaltungen. (Auch eine von den Aufgaben des Kulturbeirates) Vernetzung bedeutet auch Koordinierung, gezielte Zusammenarbeit und Unterstützung.

    (21) Gleichberechtigter Zugang zu Fördermitteln.
    A. Es werden mehr finanzieller Mittel für Kunst und Kulturprojekte durch die Stadt benötigt. Die eigene Kapitalbeteiligung und Kapitalsicherung von Kulturprojekten und Veranstaltungen durch die persönliche Haftung des Veranstalters (außer den professionellen Veranstaltern) muss abgeschafft werden.

    B. Abschaffung der Regelungen der Stadt Regensburg, dass eine Förderung des Projektes durch einen Sponsoren oder Förderer weitere Förderung durch Stadt oder weitere Unterstützer ausschließt. Diese Regelung sollte gestrichen werden.

    C. Professionelle und fachgerechte Hilfe des Kulturamtes bei den Einreichungen und Antragstellungen von Fördergeldern z.B. bei Freistaat Bayern, Kulturfonds, EU-Fördergelder etc.

    Regensburg ist eine historische und kulturelle Stadt aber nicht NUR eine Stadt der Musik. Die Musik ist nur ein Teil der breiten Sparte der Kunst und Kultur und so soll dies auch ohne Vorteilsmaßnahmen behandelt werden. Die Musik wie auch die breite Sparte der Kunst und Kultur sind ein wichtiger Baustein nicht nur in der Bildung sondern auch als Allgemeinwissen der Menschen. Der Kunst und die Kultur ist einer der wichtigsten Bausteine der Geschichte unsere Stadt.

    (26) Alternde Gesellschaft im Blick.
    Die demografische Entwicklung erfordert gestalterische Maßnahmen aber auch bezahlbare kulturelle Angebote für ältere Mitbürger.(Z.B. durch einen Kulturpass)

    (37) Es gibt mehr zeitgenössische Kunst und Kultur.

    Maßnahmen – Fortführung der Unterstützung von Filmfestivals. Die Filmszene in Regensburg ist etabliert und gleichzeitig modern. Filmfestivals, und hier insbesondere die Regensburger Kurzfilmwoche, führen ein überwiegend junges Publikum und Filmschaffende aus aller Welt zusammen.
    Die Formulierung ist unvollständig.
    Wichtig bei der Filmszene ist eine zielgerichtete Unterstützung von Filmschaffenden und nicht nur von dem Veranstalter von den Filmvorführungen. Ohne Filmschaffende sind auch keine Filmfestivals oder Filmvorführungen möglich. Es muss eine verbesserte und gezielte Orientierung und Unterstützung von Filmschaffenden und Filmprojekten geben.

    (38) 5.1.9. Physischer Raum für Kunst und Kultur.
    Richtig wäre: Zur Verfügung gestellte Räumlichkeiten der Stadt Regensburg für Veranstaltungen von freien Künstler und Künstlerinnen, wie auch Kulturschaffenden und kulturellen Gruppen und Vereinen zu günstigeren und bezahlbaren Konditionen. Lieber die Räume für Kunst und Kultur der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen statt die leeren Räume nur zu verwalten.
    Staffelung der Mietpreise nach Veranstaltungen mit Eintrittspreisen und eintrittsfreien Veranstaltungen.

    6.2. In den Bezeichnungen von den Beteiligten auf den Vorschlägen für den Kulturentwicklungsplan wurde die Arbeitsgruppe KEP (2011-2013) ausgelassen.

  • Radlertölpel aka Maulwurf

    |

    Einige meiner Kommentare vom 17.1.2014 waren inhaltlich nicht ganz korrekt, ich habe deshalb darum gebeten, sie aus dem Artikel zu entfernen.
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Es ist schade, das einige Anregungen, Kritik und konkrete Maßnahmen aus dem Fließtext verschwanden und nicht in durchgestricherner Form erhalten blieben.

    Das macht nun eine Beschäftigung mit dem Wiki Text um einiges langweiliger.

    Ich würde mich sehr freuen wenn meine Anregungen zu mehr Transparenz, die erst am allerletzten Abend gelöscht wurden, gerne auch in durchgestrichener Form, im Fließtext wieder sichtbar gemacht werden. Wäre das früher passiert, dann hätte man im WIKI lebhaft darüber diskutieren oder es zumindest bemerken und kennzeichnen können.

    Die Rolle des Kulturreferats in der Gliederung des KEP als zentraler Organisator ist bedenklich, dem stehen jedoch im Wiki auch dezentralisierte Strukturen in den Stadtteilen gegenüber.

    Das Einwürfe wie: „auch kritische Positionen werden gefördert“ oder „die satirische Auseinandersetzung mit dem Jahresthema…“ auch von Kulturschaffenden gelöscht und gestrichen werden, verwundert mich – nicht.
    Ich denke schon, dass man an so grundlegenden Dinge wie Meinungs- und Kunstfreiheit festhalten sollte, gerade in einem in Form und Inhalt etwas euphemistisch gehaltenen Text wie dem Verwaltungsentwurf des KEP aus dem Zielvorgaben wie „wechselnde Jurys“ oder ein „Europabrunnendeckelprojekt“(beides Zielvorgaben der Gruppe Bildende Kunst / Museen) einfach mal unter den Tisch fallen und über die Jahre hinweg nachträglich gekürzt wurden anstatt sie mit anderen Themen wie „mehr Transparenz in der Mittelvergabe“, „Auffassung von Kunst im öffentlichen Raum erweitern“ sinnvoll zu verknüpfen.

    Die Kulturschaffenden wurden im Plenum im Rahmen der beiden Konferenzen 2011 gebeten sich auf konkrete Zeitkorridore für die Umsetzung konkreter Maßnahmen zu einigen. In der Folge sind viele Maßnahmen die leicht und ohne großen Kostenaufwand realisierbar sind benannt und die Umsetzung mit großer Einigkeit auf „sofort!“, „Vorlage in 3 Monaten!“ also kurzfristig terminiert worden.
    Diese Maßnahmen sollten der Kulturentwicklung, im Sinne von Transparenz, Vernetzung, Raumproduktion, und „Kunsterlaubnis“ dienen und möglichst bald umgesetzt werden. Nun das ist 3 Jahre her. Passiert ist nichts oder meist das Gegenteil.
    Die Kulturentwicklung, die den Diskurs um den Kulturentwicklungsplan anstoßen und diesen beleben sollte blieb aus.
    Meiner Meinung nach reichen eben 2 Tage Künstlertreffen 2011, eine Vorstellung der Zielsetzungen für den Kulturausschuss, eine Bürgerbefragung auf Grundlage des Verwaltungsentwurfs an dem ich in seiner Form von Ende 2012 kein gutes Haar lassen kann*, ein Media Wiki und ein paar Bürgerversammlungen ..nicht aus um tatsächlich Ideen zu transportieren, weiterzuentwickeln und auch mal auszuprobieren.
    So kann man Kultur nicht planen!
    Es wäre wokl effektiver gewesen man hätte die 150 000 ??€ für den KEP nicht der Agentur gegeben sondern breit gestreut an Künstler mit dem Auftrag gemeinsam an gemeinsamen Ideen und deren exemplarischen Umsetzung zu arbeiten…auch ein guter Entwicklungsplan oder?
    So hätte man heute eine erfreulichere Kulturentwicklung.
    Nun man hat sich für die Agentur und hirarchische Strukturen entschieden, die wieder ein klein wenig durchlässiger für Verbessurungsvorschläge macht, weil wohl oben in der Kalkzentrale garnichts mehr ankam!

    *Der KEP kann auch als Verdummungsmaschine missbraucht werden
    Die Bürokratie, die Fixen Ideen und die Festlegungen auf errodiertes Material im KEP errinern auch an all die berufstätigen Menschen die auf der Erde landen in per Anhalter durch die Galaxis….

    Die Lenkungsgruppe traf sich halt dann seit 2011 weiterhin ohne Kontakt zu den Kulturschaffenden aufzunehmen, stutzte, ergänzte und plante munter am KEP Entwurf der Verwaltung:

    Und jetzt haben die Lenkungsgruppler, die also so einen Schrott durchgehen haben lassen, endlich eine brauchbare Handreichung für Kunst im öffentlichen Raum, die sie mal an die Kommission Kunst und Bauen weiterleiten können:
    (vergleiche in: http://www.regensburg.de/kulturentwicklungsplan/index.php/5.1.8_GEISTIGER_RAUM_F%C3%9CR_KULTURELLE_ENTWICKLUNG)

  • Radlertölpel aka Maulwurf

    |

    @oskar Siebert: Sie hätten ihre Beiträge ja auch einfach in den Wiki Text einpflegen, bzw. diesen abgleichen können, wenn Sie schon angemeldet waren: Einige der von Ihnen angesprochen Punkte stehen da eh schon drin angereichert mit anderen Aspekten aus der Kulturschaffenddenstoffsammlung- manches von ihnen angesprochenes fehlt nun im leider im Wiki, warum haben Sie es denn nicht einfach ergänzt oder angemerkt?

    @Kulturamt:
    Ich habe fast jede Seite im Wiki beackert.
    Das war eine Woche Arbeit am Text.

    In der MZ lese ich:
    „Mehrfach genannt wurde auch der Wunsch, (!)Kultur in die Stadtteile zu bringen(!) ….“ ..Also so etwas plumpes würde ich mir doch nie wünschen!-Müssen alle ausserhalb des Weltkulturerbes erst zivilisiert werden?
    http://www.regensburg.de/kulturentwicklungsplan/index.php/5.1.10_KULTURELLE_STADTTEILENTWICKLUNG
    vergl. die Wiki Fassung sammt Maßnahmen mit dem Verwaltungsentwurf: „Die Stadt Regensburg möchte Kunst- und Kulturprojekte in die verschiedenen Stadtteile Regensburgs tragen und damit kulturelle Aktivitäten dezentralisieren.“
    …Kunst zu den Leuten tragen… Kultur bringen…

    Durchgängig die selben Formulierungen wie im Verwaltungsentwurf des KEP und in der MZ finden sich auch IN DIESER WUNDERBAREN AUSSCHREIBUNG für Kunst in den Stadtteilen. Schon auf Grundlage des Verwaltungsentwurfs des KEP werden kommendes Jahr neue Standarts für Kunst im Öffentlichen Raum und Kunst in den Stadtteilen gesetzt. Gleich 10 Projekte sind wage angedacht: http://www.stadtmarketing-regensburg.de/fileadmin/user_upload/Projekte/Ausschreibung_Faktor_K.pdf

    Ob die mich zulassen? Immerhin schaut die Stdtteilkunst dann eventuell so aus: http://www.bmw-welt.com/de/events/mini_urban_art.html

    Meine Bewerbung für Faktor_k, einem EINGESCHRÄNKTEN Wettbewerb, habe ich ins Internet gestellt. Wenn es nach mir geht sollte sie zusammen mit den anderen Bewerbungen auf dem „Kulturportal“ (siehe Wiki) der Stadt Regensburg zu finden sein: http://jakob-friedl.de/?p=3777

    Genau hier wird wieder wichtig was der Kulturfloh am letzten Abend als er erstmal auftauchte schnell mal gelöscht hat: „“““ ….““““

    „““Alle bewilligten und abgelehnten Förderanträge werden samt zugehörigem Schriftverkehr im Internet auf der Seite des Kulturreferats bzw auf dem gemeinsamen Kulturportal veröffentlicht. „“““

    * Um die Vergabe von Preisen und Fördermitteln zu demokratisieren und besser zu legitimieren setzt sich das Kulturrferat aktiv für OFFENE Wettbewerbe mit stetig wechselnden Jurybesetzungen ein.*
    (((*aus dem verwaltungsentwurf getilgte und von mir wieder eingefügte Zielsetzung Gruppe Bildende Kunst / Museen von 2011 )))
    „““ Einmal im Halbjahr gibt es eine öffentliche Veranstaltung zu der alle an Jurysitzungen beteiligten Personen geladen sind und kurz aufzählen wofür und wogegen sie gestimmt haben: Es besteht für alle Anwesenden die Gelegenheit sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit überregional bedeutenden Kunstexperten zu positionieren. Bei dieser Veranstalltung besteht die Möglichkeit sich selbst oder andere als künftige Jurymitglieder vorzustellen.““““

  • Radlertölpel aka Maulwurf

    |

    Das KEP Wiki ist von Verbesserungsvorschlägen und Ergänzungen durchdrungen, so findet sich z.B. unter dem Punkt 4.4 KULTURREFERAT ALS MOTOR DER KULTURELLEN BILDUNG nach interessanten Anmerkungen zu den Stadtteilbücherreien unter 4.4.1 auch etwas zum Theater:

    http://www.regensburg.de/kulturentwicklungsplan/index.php/4.4_KULTURREFERAT_ALS_MOTOR_DER_KULTURELLEN_BILDUNG

    Ich finde die inhaltlichen und sprachlichen Unterschiede beachtlich. Auf fast jeder einzelnen Seite des Wikis…. Dabei beziehen sich doch die meisten Änderungen direkt auch Forderungen der Kulturschaffendenkonferenzen 2011, die keinen Eingang in den verwaltungsentwurf fanden oder nach und nach ausgesiebt wurden. Der zugrundeliegende Verwaltungsentwurf wurde stattdessen mit ganz viel Musik, einem Haus der Musik und einem Kongresszentrum, Religion usw angereichert….

  • Radlertölpel aka Maulwurf

    |

    Hier ein paar einfach und kostengünstig umsetzbare Vorschläge für flache Hierarchien in einer dezentralisierten Stadtteil-Kultur-Förderung. Kompetente Ansprechpartner könnten die Angestellten der Stadtteilbüchereien sein… was auch einen breit gefächerten Lernprozess innerhalb des Kulturreferats anstoßen könnte. (Am Verwaltungsentwurf vorbei nach rechts unten Scrallen um zum KEP WIKI zu gelangen.)

    z.B. in

    http://www.regensburg.de/kulturentwicklungsplan/index.php/5.1.10_KULTURELLE_STADTTEILENTWICKLUNG

    oder:

    http://www.regensburg.de/kulturentwicklungsplan/index.php/5.1.4_BILDUNG_UND_LEBENSLANGES_LERNEN

  • Radlertölpel_Ausjuriert

    |

    Ich bin ja mal gespannt was das wird:
    „““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““
    Sehr geehrter Herr Friedl,

    vielen Dank für Ihre Bewerbung zu unserem Projekt Faktor_K – Kunst im öffentlichen Raum.

    Gestern war die offizielle Jurysitzung mit den teilnehmenden Unternehmen. Der Jury ist es nicht leichtgefallen unter den vielen anspruchsvollen Bewerbungen eine Entscheidung zu treffen. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihre Bewerbung im weiteren Verlauf nicht mehr berücksichtigt wird. Wir bedauern, Ihnen keinen günstigeren Bescheid geben zu können.

    Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren künstlerischen Werdegang alles Gute!

    Mit freundlichen Grüßen

    i. A. XXXX XXXXX

    Stadtmarketing Regensburg GmbH

    Praktikantin Marketing und PR
    „““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    mehr Infos zur „Zukunft“ von Kunst im öffentlichen Raum in den Stadtteilen:
    http://www.stadt-der-wissenschaft.de/finale/siegerprojekte/regensburg/index.html
    und:
    http://www.stadtmarketing-regensburg.de/fileadmin/user_upload/Projekte/Ausschreibung_Faktor_K_01.pdf
    Meine „Bewerbung“ (es geht ja nur um den Lebenslauf und ein paar Bilder“) auf meiner Webseite:
    http://jakob-friedl.de/?p=3777

    Wer ist eigentlich der „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ ?

    Vergleiche die Ansprüche an Kunst im öffentlichen Raum im KEP_Wiki unter der Überschrift: „Hier ein Konzept für Kunst im öffentl. Raum“:
    …..““““Kunst im öffentlichen Raum verlässt den schützenden, aber auch hermetisch abgeschlossenen und einengenden Rahmen der institutionalisierten Kunst teilweise oder ganz oder garnicht und beackert das von anderen Regeln definierte Feld der alltäglichen Realität. Prozessorientierte Kunst bedarf aufgrund ihrer mitunter feldforschenden Herangehensweise an gesellschaftliche Realitäten und der Ausweitung des Kunstrahmens in den Alltag einer anderen, interdisziplinär verorteten Betrachtungsweise und konstruktiver Kritik durch verwandte Geisteswissenschaften, wie z.B. Ethnologie, Kultur-, Literaturwissenschaft, Soziologie, Psychologie, und sieht sich mit anderen pragmatischen Disziplinen wie BWL und Marketing konfrontiert.

    Zwischen Kunst im öffentlichen Raum und kommerziellen Werbestrategien der Wirtschaft, die sich in einem unfreien Rahmen künstlerischer Mittel und KünstlerInnen oder der Kunst zu Imagezwecken bedient, sollte unterschieden werden: Kunst unterscheidet sich von Marketing – auch von Stadtmarketing. Kunst ist frei. „“““…..

    ganzer Text siehe:
    http://www.regensburg.de/kulturentwicklungsplan/index.php/5.1.8_GEISTIGER_RAUM_F%C3%9CR_KULTURELLE_ENTWICKLUNG

Kommentieren