„Gans Schön Ecklhaft“

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Watchblog ein

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Keine Anklage im Fall „Gans Schön Ecklhaft“. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt und widerspricht Behauptungen einer Werbepostille, die sich offensichtlich auf einem Vernichtungsfeldzug befindet. Dieser Feldzug hat Hintergründe.

Christian Eckl (Wochenblatt), Peter Kittel (Stadtzeitung) und Peter Esser (Mittelbayerische Zeitung): Gemeinsame Kampagne gegen einen Autor von Regensburg Digital. Weil sie ihn verdächtigen der Macher von "Gans Schön Ecklhaft" zu sein? Fotos: Archiv/ Haslbeck/ Baumgärtner/ pm

Christian Eckl (Wochenblatt), Peter Kittel (Stadtzeitung) und Peter Esser (Mittelbayerische Zeitung): gemeinsame Kampagne gegen einen Autor von regensburg-digital. Weil sie ihn verdächtigen der Macher von „Gans Schön Ecklhaft“ zu sein? Weil er für uns schreibt? Beides und noch viel mehr? Fotos: Archiv/ Haslbeck/ Baumgärtner/ pm

Wer ist „Gans Schön Ecklhaft“? Diese Frage bleibt weiterhin unbeantwortet. Wie Oberstaatsanwalt Theo Ziegler unserer Redaktion am heutigen Mittwoch bestätigte, wurde das Ermittlungsverfahren gegen die anonymen Betreiber dieser Facebookseite bereits Ende April eingestellt.

„Keine Urheberrechtsverletzung“, „Beleidigung in sehr geringem Umfang“

Wie berichtet, beschäftigt sich die Seite bereits seit 2012 mal auf satirische, mal auf ernsthafte Weise mit den journalistischen und sprachlichen Fehlleistungen des Regensburger Wochenblatts. Dr. Christian Eckl, Redaktionsleiter des besagten Anzeigenblatts, dessen Name den Betreibern als Anregung gedient haben dürfte, war irgendwann der Kragen geplatzt. Er erstattete im vergangenen Jahr Strafanzeige wegen Beleidigung und der Verletzung von Urheberrechten (der Zündfunk berichtete ebenfalls).

Doch eine solche Urheberrechtsverletzung liegt in den Augen der Staatsanwaltschaft nicht vor. Es sei in gewissem Umfang durchaus erlaubt, Teile von Artikeln zu kopieren und damit zu zitieren, so Ziegler. Allerdings komme in Zusammenhang mit einem Begriff auf der Seite eine Beleidigung „in sehr geringem Umfang“ in Betracht. „Dieses Verfahren wurde aber ebenfalls eingestellt, weil der Urheber der Seite nicht zu ermitteln war.“

Peter Kittel verbreitet Falschbehauptungen

Gleichzeitig widerspricht Ziegler Behauptungen, die der Unternehmer Peter Kittel derzeit in der von ihm herausgegebenen Stadtzeitung verbreitet. Kittels Autor Heinz Karl bezichtigt darin unseren freien Mitarbeiter Martin Oswald, „bezüglich einer Facebookplattform, deren erklärtes Ziel offenbar die Diffamierung und Beleidigung eines angesehenen Regensburger Journalisten ist“, von der Staatsanwaltschaft „als Beschuldigter“ vernommen worden zu sein. „Das ist falsch“, sagt Ziegler. „Herr Oswald wurde niemals als Beschuldigter, sondern lediglich als Zeuge vernommen.“

Doch bei allen Falschbehauptungen, die Kittel verbreitet, liefert sein Pamphlet nun zumindest eine Erklärung für die, anders kann man es kaum bezeichnen, Hetzjagd auf Martin Oswald.

Losgetreten wurde diese vor zwei Wochen von Dr. Christian Eckl im Wochenblatt.  Sowohl die Mittelbayerische Zeitung wie nun auch Kittels Stadtzeitung sprangen sekundierend zur Seite (Man ist sich mittlerweile geschäftlich sehr nah. So wird beispielsweise das Wochenblatt von den Austrägern der MZ-eigenen „Rundschau“ verteilt. Bereits vor geraumer Zeit konnte man auch von der Verbrüderung zwischen den einstigen Feinden, Wochenblatt-Herausgeber Herbert Zelzer und Peter Kittel, in der MZ lesen.).

Seit zwei Wochen wird Oswald nun mit Foto und unter voller Namensnennung als „Linksextremist“ diffamiert.  Die Absicht, die zumindest in Stadtzeitung und Wochenblatt deutlich durchklingt: Man will ihn um seinen Arbeitsplatz an der Universität Regensburg bringen – eine Halbtagsstelle als wissenschaftliche Hilfskraft. Ein Umstand, über den Journalisten von außerhalb nur noch den Kopf schütteln.

Zuletzt wurde Oswald in einer Eckl-Schlagzeile als „Diffamierer“ bezeichnet. Weil Eckl ihn verdächtigt, verantwortlich für „Gans Schön Ecklhaft“ zu sein? Weil Martin Oswald sich in der Vergangenheit auf unserer Seite mit den Fehlleistungen des Wochenblatts beschäftigt hat? Beides? Eckl liefert keine Belege.

Unterstellungen und Drohungen gegen regensburg-digital

Unserer Seite, wo Martin Oswald sich in der Vergangenheit schon des öfteren mit Berichten des Regensburger Wochenblatts beschäftigt hat, ließ Kittel in diesem Zusammenhang einen Fragenkatalog (siehe unten) zukommen, der neben Unterstellungen und offenkundigem Blödsinn auch Passagen enthält, die wir als unverhohlene Drohungen gegen Herausgeber Stefan Aigner im Speziellen und unseren Förderverein im Allgemeinen einstufen. Offenbar scheint auch Peter Kittel von ähnlichem Vernichtungswillen getrieben zu sein wie sein „hochgeschätzter Kollege“ (Stadtzeitung) Christian Eckl.

Wir warten ab, was in dieser Sache noch folgt und ob sich die Mittelbayerische Zeitung nun auch hier dazu hergibt, einen solchen Feldzug zu unterstützen.

Venceremos. So oder so. Hier können Sie uns unterstützen.

Hier der Fragenkatalog von Heinz Karl, Stadtzeitung, in voller Länge:

Sehr geehrter Herr Aigner,

im Zuge einer Recherche über diverse Diffamierungsplattformen im Internet sind wir u.a. auf Sie und den Blog „regensburg-digital.de“ gestoßen und haben in diesem Zusammenhang einige Fragen an Sie, um deren zeitnahe Beantwortung wie Sie herzlich bitten möchten.

Laut Impressum sind Sie „Herausgeber“ des Blogs „regensburg-digital.de“. Immer wieder haben Sie dort kritisch über die Arge Regensburg in Bezug auf den Umgang mit sogenannten Hartz IV-Empfängern berichtet. Uns vorliegenden Unterlagen zufolge, die Sie selbst unterzeichnet haben, haben Sie selbst, zumindest über einen längeren Zeitraum hinweg, Hartz IV-Leistungen bezogen. Wir fragen Sie deshalb:

– Bezogen oder beziehen Sie Hartz IV-Leistungen?

– Wenn ja, halten Sie sich in Bezug auf das Jobcenter für journalistisch neutral, oder vertreten Sie hier womöglich Eigeninteressen, wie zum Beispiel, sich selbst vor Sanktionen des Jobcenters zu schützen?

– Ist der Verein zur „Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.“, der als Betreiber o.g. Blogs firmiert, noch gemeinnützig? Wenn nein, wann und wodurch hat er diese Gemeinnützigkeit verloren?

– Wurden von diesem Verein Spendenquittungen ausgestellt?

– Laut Auszug aus dem Vereinsregister zahlte der Verein im Jahr 2012 monatlich 477 Euro an Sie aus Einnahmen des Vereins aus. Mehrfach wurden von o.g. Verein u.a. für die Bestreitung von Prozesskosten Spenden eingesammelt. Wurden diese Spendengelder an Sie weitergereicht? Ist auszuschließen, dass Zahlungen und Auszahlungen aus diesen Geldern an Sie vorgenommen wurden, die als Einkünfte von Ihnen nicht ordnungsgemäß versteuert wurden?

– Ist auszuschließen, dass Spender von diesem o.g. Verein Spendenquittungen erhalten und diese bei ihrem Finanzamt eingereicht haben, obwohl diesem Verein bereits die Gemeinnützigkeit aberkannt war?

– Hat der Verein seine Spendengeber darüber informiert, dass ihm die Gemeinnützigkeit aberkannt worden ist?

– Falls nein: Wie bewerten Sie den Umstand, dass in diesem Falle womöglich der Tatbestand eines Steuerbetrugs bzw. der Anstiftung und Beihilfe zum Steuerbetrug vorliegen könnte?

– In ihrem Blog erheben Sie gerne und oft den Finger gegen Ihrer Ansicht nach rechtsextremistische Aktivitäten. Wie ist Ihre Position gegenüber linksextremistischen Aktivitäten?

– Sowohl dem „Regensburger Wochenblatt“, als auch der „Mittelbayerischen Zeitung“ war kürzlich zu entnehmen, dass ein gewisser Martin Oswald, beschäftigt an der Universität Regensburg, zumindest bis vor kurzem einer linksextremistischen Vereinigung zuzurechnen und für diese bzw. in dieser auch sehr aktiv gewesen war. Besagter Martin Oswald wird im Impressum Ihres Blogs als Autor/Freier Mitarbeiter geführt. Wussten und wissen Sie von mutmaßlich linksextremistischen Aktivitäten Ihres Autors? Wenn ja: Bietet Ihr Blog Linksextremisten bewusst ein Forum?

Für die zeitnahe Beantwortung unserer Fragen und der damit verbundenen Mühe bedanken wir uns vorab sehr herzlich und wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende!

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (42)

  • neugier

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    Den Fragebogen würde ich gerne sehen …!

  • Kindergarten

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    Was Hr. Eckl da fabriziert hat, zeugt von wenig (Schreib-)Stil, das ist offensichtlich und ist auch (selbstverschuldet) jedermann bekannt. Dabei stört mich weniger, dass über Hr. Oswald berichtet wurde, als vielmehr, dass sofort der volle Name mit Foto neben schlecht recherchierten Halbwahrheiten gepostet wurden. Dass Hr. Kittel da seinen Teil dazu tut, war auch klar, er verschwindet aber in der Irrelevanz seines Mediums. Aber ich verstehe nicht, wo Sie Hr. Aigner da die MZ sehen. Darüber zu berichten dass Vorwürfe erhoben wurden, ist Pflicht, legitim und, wäre Hr. Oswald politisch anders verortet, auch nicht so ein Problem für Sie. Online gab es auch keine Namensnennung, der Artikel war informativ und ok. Im Print am nächsten Tag war er drin… nicht ideal, aber der Name war ja schon durch das WB offiziell. Also auch legitim. Sie Hr. Aigner wären soviel glaubwürdiger, wenn Sie sich nicht immer die selben Feindbilder aussuchen würden. Damit Reihen Sie sich in dieses „Spielchen“ mit ein, dafür wäre ich mir zu schade. MfG

  • blauäugig

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    Kittel, was verstehen Sie am folgenden Passus nicht:
    „Sie haben auch nicht die Möglichkeit, ihren Beitrag steuerlich abzusetzen (In den Augen des Finanzamts ist unsere Arbeit nicht gemeinnützig. Egal. Das macht uns umso unabhängiger.).“
    Nachzulesen hier: http://www.regensburg-digital.de/foerderverein-mitglied-werden/
    – seit Jahren unverändert so formuliert und jedem Spender bekannt.
    Wirklich erbärmlich, und natürlich hoffe ich, das nicht regensburg-digital, sondern Wochenblatt und „Stadtzeitung“ von der Bildfläche verschwinden, am besten zeitgleich mit der Esserpresse. Eines der umliegenden Verlagshäuser wird dann schon eine Ausgabe ihrer Tageszeitung für Regensburg auf die Reihe bringen, der Verlust an von der MZ recherchierten Artikel hielte sich also in erstaunlich engen Grenzen.

  • Stefan Aigner

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    @kindergarten

    Der Name erschien im Print der MZ u.a. auf der Titelseite. Ohne Namensnennung kann man vielleicht darüber berichten, aber so nicht. Ich denke aber, dass die nächsten Wochen da noch Einiges an Erklärungen bringen werden.

  • Taxifahrer

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    Dr. „rite“ Eckl ist dafür verantwortlich, dass sinnlos Steuergelder verschwendet werden. Herzlichen Glückwunsch. P.S. Ihre Doktorarbeit ist nicht auffindbar.

  • Stefan Aigner

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    @Taxifahrer

    Doch. Diese Doktorarbeit gibt es online.

  • Taxifahrer

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    Danke für die Info! Das letzte Mal als ich gesucht habe, war sie es noch nicht. Link?

  • Taxifahrer

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    Danke für den Link! Deshalb meinen Hinweis als P.S. Quasi als Fußnote.

  • Avanti Dilettanti

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    Indes, dies kommt nachweislich zur Unzeit.

  • Lothgaßler

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    Kittel überschätzt sich maßlos, den bitte nicht zu ernst nehmen. Mit seinem Mega-In-Out-Geschwätz langweilt er die Druckerschwärze, mehr nicht! Auch sollten seine CSU-Freundschaften und sein Draht zur Kirche sehr nüchtern betrachtet werden. Wer weiß schon, was man sich in diesen Kreisen hinter seinem Rücken über ihn erzählt?
    Der oben über „Fake-book“ (ich habe eine schwere Fake-book-Allergie, deshalb;-) verlinkte Fragenkatalog sollte direkt über Regensburg-digital angeboten werden.
    Der Eckl fäng nun seine erste Niederlage, jetzt kanns für ihn eigentlich nur noch schlimmer kommen. Viel Spaß noch!
    Der MZ-Esser hat natürlich seine Hausmacht, viele Beziehungen und womöglich einen Grant auf Regensburg-digital, wegen der unvorteilhaften Berichterstattung in Sachen Kündigungen. Die MZ bietet nun aber leider kaum qualitätvollen Journalismus und orientiert sich politisch an den Regierenden, also macht es Sinn ab und an reinzusticheln. Erfreut uns doch alle, also weiter stechen und kitzeln!

  • ImAnfangwar

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    Lentamente, per favore!
    Weg mit diesen ganzen Blogs und unkontrollierbaren Meinungsäußerungen von Bürgern. Sprach nicht dereinst (Tatanik – Papa Bene) der früheren Bayer. Wissenschaftsminister Dr. Th. Go. davon, eine Lizenz für Journalisten einführen zu wollen?
    Druckerschwärze ist so schön, da läßt sich munter schwärzen. ;-)
    Im Gegensatz zu Horacio Verbitzkys Zitation im Header von RegDigi, ist Journalismus in Bayern (leider) immer mehr ausschliesslich Politpropaganda, und „links“ in den Augen der „Maximilianeumsen“ alles, was nicht am rechten Rand fleucht.

  • wortklauber

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    Wann gibt es eine „Gans schön hESSERlich“-Seite? (oder HeMZlich)

  • Mr. T

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    megaout! In der Kittelbayrischen! Glückwunsch! Ich hoffe, das beschert wieder Traffic. Vor 20 Jahren hat man sich noch Adelstitel gekauft. In Zukunft zahlt man für ein megaout. Eine bessere Ehrung gibt es in Regensburg nicht ;-)

  • Stefan Aigner

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    @Mr. T.

    Die Kittelbayerische liest niemand. Die bringt keinen Traffic. Bin jetzt schon fünf Monate in Folge drin und Kittel schlägt immer aggressiver um sich.

  • erik

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    die drei männlichen Gegenstücke von den „3 Damen vom Grill“. Lebenszweck Klatsch und Tratsch unter die Leute zu bringen.

  • Stefan

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    Dieser „Medien-Feldzug“ ist genauso belanglos und vorhersehbar wie dessen Hintergründe, die Sie hier aufgedeckt zu haben glauben. Von einer „Hetzkampagne“ jedenfalls kann keine Rede sein, wenn die Mittelbayerische Zeitung Vorgänge aufgreift, die eine Universität in ihrem Einzugsgebiet betreffen. Dass der Name des Mitarbeiters in der Print-Ausgabe genannt worden sein soll, ist ebenfalls kein Skandal, wenn es sich um einen durchaus in der Öffentlichkeit stehenden Autor ihrer Online-Zeitung handelt, der selbst gerne namentlich gegen Vertreter anderer Medien schießt – und das bei „Vergehen“ von weitaus weniger Belang als jenen, die ihm hier vorgeworfen wurden.

    Interessant wäre es höchstens gewesen, diese Vorwürfe hier zu entkräften und die angeblich linksextremistische Organisation, die in seiner Vergangenheit auftaucht, in ein besseres Licht zu rücken. Das Sich-Einschießen auf irgendwelche hochrangigen Medienpersönlichkeiten und deren Verzwickungen dagegen macht Sie selbst nur unmerklich besser als diejenigen, die Sie hier kritisieren.

  • blauäugig

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    @Stefan Ihr Rechtsverständnis hat mit Rechtsstaat nichts zu tun: „und das bei „Vergehen“ von weitaus weniger Belang als jenen, die ihm hier vorgeworfen wurden.“ Es muss bei den Vorwürfen die Hauptrolle spielen, ob sie überhaupt der Wahrheit entsprechen – und nicht die Schwere. Beweispflichtig ist zudem derjenige, der sie erhebt, auch dieses Rechtsstaatsprinzip wollen Sie abschaffen mit „Interessant wäre es höchstens gewesen, diese Vorwürfe hier zu entkräften“. Da wundert es auch nicht, dass Sie eine andere Ansicht haben als ich, was den Stil der MZ anbelangt.

  • Christian Muggenthaler

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    Ähhgs? „Hochrangige Medienpersönlichkeiten…“ Was ist das denn für ein Geschleime? Was soll das denn sein? Ich kenne den hier diskutierten Konflikt nicht ausgiebig, weiß aber als Konsument und auch Journalist wohl zu sagen, dass das, was Kittel und Esser und WoBla den lieben langen Tag produzieren, nicht das ist, was ich als Volontär gelernt habe: nämlich informieren und nicht selbst Meinung machen. Und keine medialen Treibjagden auf Leute oder Menschengruppen auszurufen. Ein Standard, der in R. von den „hochrangigen Medienpersönlichkeiten“ (ich kotz offiziell noch mal) seit Längerem massiv verlassen wird. Das ist zumindest unschön. http://www.regensburg-digital ist ein ganz bestimmt auch ideologisch geprägter Antipode, der aber das von mir Gelernte – nämlich die ausgiebige Recherche – zweifellos in der Vordergrund der Berichterstattung stellt.

  • hf

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    @stefan: ich weiß aus gut informierten kreisen, dass die vorwürfe gegen martin o. bereits offiziell entkräftet sind, dass aber weder universität noch martin o. eine richtigstellung von begriffen wie „linksblindheit“ oder „verfassungsfeindlich“ verlangen werden, weil sie das gemeinsame ansehen nicht noch weiter besudeln wollen.

    ob die „hochrangigen medienpersönlichkeiten“ das öffentlich werden lassen, ist indes eine ganz andere frage. :-)

  • altstadtkid

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    Das heißt also wenn irgendwelche Werbeblätter wie RSZ oder WoBlaBla einem Namen nennen können die anderen sogenannten seriösen Medien sofort aufspringen, und den auch nennen.
    Komisches Verständnis von Journalismus .
    Bitte um Aufklärung von den Profis :o)

  • Kindergarten

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    @altstadtkid: ja, das ist legitim. Sowieso, weil der Name in einem anderen Medium schon draußen war. Man könnte sich fragen, ob das erstnennende Medium das durfte. In diesem Fall Oswald war es denke ich rechtlich gesehen auch legitim. Der Vorwurf des WB und die Namensnennung betrifft vor allem die Soziosphäre. Da Oswald sich vorher schon durch diverse Artikel, auch zum WB, öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt hat und als politisch Aktiver (das ist keine Wertung) durch Interviews u. Ä. eh in der Öffentlichkeit stand, könnte die Namensnennung von Anfang an legitim gewesen sein. Da es sich um eine von Steuergeldern finanzierte Stelle handelt, ist die gesellschaftliche Relevanz schon gegeben. Wir sprechen hier wie gesagt nicht davon ob das ok ist, sondern ob die das durften!

    http://www.law-blog.de/356/pressefreiheit-vs-persoenlichkeitsrecht-volle-namensnennung-bei-berichten-zulaessig/

  • Stefan Aigner

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    @altstadtkid

    Ich bin kein Jurist, denke aber auch, dass es zwar nicht in Ordnung war, den Namen zu nennen, insbesondere auf der Titelseite, aber vor Gericht ist das Ganze eine eher unsichere Angelegenheit. Die andere Frage ist, ob eine Halbtagskraft an der Uni tatsächlich irgendeine öffentliche Relevanz besitzt, zumal die Dimension, die etwa Christian Eckl dieser Stelle eingeräumt hat, so nicht gegeben ist. Interessanter sind diverse falsche Behauptungen insbesondere in den Wochenblatt-Artikeln. Bei denen könnte es auch vor Gericht eng werden, sofern es dazu kommt.

  • Lothgaßler

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    @hf:
    Das hielte ich für fatal! Sollten Sie Einfluss auf Herrn Oswald oder die Universitäts-Vertreter haben, dann setzen Sie sich bitte dafür ein, dass nach einer Entkräftung der Vorwürfe auch eine öffentliche Stellungnahme abgegeben wird. Schweigen schützt in diesem Fall nicht vor Schaden, sondern bestätigt die Angreifer in ihrem Tun. Zudem muss dann die Öffentlichkeit annehmen, dass schon etwas an der Sache dran sein wird, sonst hätte es eine Richtigstellung gegeben. Sollten sich die Uni und Herr Oswald aus welchen Gründen auch immer in der nähren Zukunft trennen, dann bliebe der Vorwurf des verfassungsfeindlichen Extremisten an Herrn Oswald haften und wäre dann auch nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Eine sachliche Pressemitteilung reicht, MZ und die übrigen nicht namentlich nennenswerten Papiertonnen-Blättchen wissen, dass sie dann ein paar Zeilen dazu drucken sollten, um diese Affäre zu beenden.

  • Lothgaßler

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    @ Aigner:
    Danke für den oben nun sichtbaren Kittelschen Fragenkatalog.
    Die Fragen zeugen nicht von journalistischem Interesse, das ist klar. Statt dessen persönliche Angriffe und unterstellte Straftaten. Hat der Kittel schon „Anzeigen“ bei Staatsanwaltschaft bzw. Finanzamt oder beim Jobcenter erstattet?
    Kittel formuliert „… Uns vorliegenden Unterlagen zufolge, die Sie selbst unterzeichnet haben, …“, was nun die Frage aufwirft, wie er (bzw. „uns“) denn an diese zweifelsfrei nicht für ihn bestimmten persönlichen Unterlagen gelangt ist. Das hört sich nach einer Straftat an, die würde ich anzeigen. Öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung sollte bejaht werden, denn die Quellen könnten in Ämtern sitzen (der Verdacht liegt nahe, das ergeben die kittelschen Fragen). Auf Quellenschutz für seine journalistische Arbeit wird Kittel sich hier nicht berufen können.

  • Stefan Aigner

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    @Lothgassler

    Wir prüfen derzeit, ob wir juristisch vorgehen oder nicht. Bei dieser Abwägung spielen einerseits die möglichen Erfolgsaussichten eine Rolle, andererseits aber vor allem die Überlegung, ob man der an sich unwichtigen Stadtzeitung dadurch nicht unnötige Relevanz verleiht. Für interessensgeleitete Kampagnen ist dieses Blatt ja bekannt, sei es das Dauer-Bashing gegen Kulturreferent Klemens Unger, der Kittel um sein Bürgerfest-Quasi-Monopol und das Brückenfest gebracht hat. Sei es das Bashing gegen SPD und Wolbergs, während Kittel zeitgleich den Wahlkampf der CSU mit organisiert hat.

    Dass man sich jetzt (angeblich) von mir unterschriebene Unterlagen zu früherem Hartz IV-Bezug (Aufstocker) besorgt hat, der weder ehrenrührig, noch geheim ist (Ich habe das selbst schon in Interviews erwähnt.) und während dessen Zeit ich nicht das geringste Problem mit dem Jobcenter hatte (Im Gegensatz zu den Fällen, über die wir hier regelmäßig berichten.), zeigt, wie Kittel gern vorgeht, wenn ihm jemand nicht zur Nase steht.

    Dabei geht es nicht um die diversen Beleidigungen, die er unter seiner angeblichen Satire-Rubrik „In & Qut“ bereits seit fünf Monaten verbreitet. Das muss man aushalten, wenn man sich – wie ich – auch schon mit seinen Praktiken und Äußerungen beschäftigt hat und dabei auch mal hinlangt. Das ist auch nicht schlimm.

    Was anderes sind die Unterstellungen gegen mich und den Förderverein. Den Begriff „Vernichtungswillen“ bzw. „Vernichtungsfeldzug“, den mir gegenüber schon einige als „zu überzogen“ bezeichnet haben, habe ich in diesem Zusammenhang sehr bewusst gewählt. Es ist nämlich ein Unterschied, ob man belegbare Vorwürfe gegen jemanden thematisiert oder ob man belegfrei, aufgrund von Vermutungen und Unterstellungen, jemanden in die Nähe von Straftaten (Steuerdelikte, Betrug, Untreue) stellt, um ihm die Existenzgrundlage (Förderverein) zu entziehen und dafür jemanden beauftragt, der auf dubiosen Wegen Unterlagen besorgt und unter Pseudonym – einen Heinz Karl gibt es nach meinem Kenntnisstand nicht – ankündigt, besser gesagt: droht, Werbekunden und Förderer zu belästigen.

  • Roche-Dirac

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    Streisand-Effekt im Regenburger Mikokosmos

    Eckl hat genau das erreicht, was er nicht wollte. Fast ganz Regenburg kennt jetzt den Gans Schön Ecklhaft Blog. Besser geht es doch gar nicht.

    Professionellen PR-Menschen würde das nicht passieren, den die oberste und erste Devise heisst dei denen: Totschweigen so lange es irgendwie geht.

  • hangover

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    Soweit ich weiß, blieb ein Karl Heinz einfach im Impressum, als vor vielen Jahren der Mierswa bei der RSZ ausgestiegen ist. Der war ganz am Anfang für den Satz der Zeitung zuständig.

  • Helmi

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    Hach ja, Vermutungen, Unterstellungen und Verschwörungen. Berichterstattungen der Rundschau und Mittelbayerischen lassen durchaus zu Wünschen übrig. Vielleicht haben sie auch nichts. Leider fällt da viel unter den Tisch oder wird gar nicht öffentlich was dort gesprochen wird usw. den macht einer den Mund auf ist er danach Mundtot und arbeitslos. Meine Unterstellung wäre der Kittel versöhnt sich offiziel mit dem Wochenblatt , verbrüdert sich und betreibt die Fake book Seite selbst, um das Wochenblatt zu ruinieren , bzw jemanden loszuwerden und dann dessen Platz einzunehmen. Toller hinweis auf Hartz 4 von Herrn Kittl, also ich als Laie lese dies auch als Einschüchterungsversuch. Glaubt er das er keinen Dreck am stecken hat und man ihm dies nachweisen könnte? Das ist ja wie Privatdetektive im Einsatz das der Kittel da produziert. Mensch ist er da auf dem legalen Weg? Und wenn ich jetzt schreiben würde Esser und Kittel ich weis wo ihr wohnt, wäre das eine Drohung und mehr. Komisch das sie solche Dinge dürfen.

  • altstadtkid

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    Das ist das legitime Recht von Kittel in seinem Medium RSZ investigative Recherchen gegen einen unliebsamen Kollegen zu beauftragen.
    Dem aber dann in der unsäglichen in und out Liste damit zu drohen,
    und gleichzeitig noch den Recherche-Hintergrund zu nennen und als Keule einzusetzen, finde ich schon fast doof.
    Durch Nennung seiner Recherche Ziele kommt es auch noch zu einer Art Vorverurteilung seines vermeintlichen Recherche Opfers.
    Hat er bestimmt nicht auf der Journalistenschule gelernt.
    Und dann noch die Drohung seinen 007 Agenten von der Leine zu lassen :o)
    Wahrscheinlich Satire, und die darf alles, oder?
    Die Maindacht wird dann bestimmt wieder auf TVA in der Dauerschleife laufen, vielleicht bekommen wir ja da dann die Erleuchtung was der ganze Käse soll!

  • Lothgaßler

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    @hf: u.u. genügt es, auf die mz einzuwirken:
    die mz formuliert schon fast ein „ja, aber“, indem das Prüfungsergebnis der Uni relativiert wird mit dem Hinweis auf eine vermeintlich unklare Situation zum Zeitpunkt der Beschäftigungsaufnahme von Herrn Oswald. Kein feiner Stil der mz!

  • blauäugig

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    @Lothgaßler: Das Wochenblatt hat sich anders entschieden, und hetzt nun auch gegen die „Uni“ und das zuständige Ministerium.

  • Den schwarzen Peter haben

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    Bedeutung:
    Etwas Unerfreuliches auf sich nehmen müssen

    Beispiele:
    Keiner will den schwarzen Peter;
    Wie gern schieben wir den schwarzen Peter anderen zu

    Ergänzung:
    Die Wendung stammt vom beliebten Kartenspiel „schwarzer Peter“: Die Spieler suchen
    Kartenpaare und legen sie ab. Wer den schwarzen Peter zuletzt behält, hat verloren.

  • Unsere Klick-Top Ten 2016 – Teil II » Regensburg Digital

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    […] Hintergrund der Kampagne dürften einige frühere Kolumnen Oswalds sein, die sich mit Inhalten des Wochenblatts beschäftigt haben, aber auch Texte bei regensburg-digital, die Peter Kittels verbale Ausfälle gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer zum Thema hatten (Ein Strafantrag Kittels gegen die Bezeichnung „Pegida-Peter“ in diesem Zusammenhang bleibt ebenso erfolglos wie eine Beschwerde beim Presserat.). Immerhin: Dr. Eckl schafft es damit auf Platz 3 unserer meistgelesensten Texte. Herzlichen Glückwunsch! […]

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