Nach Wutausbruch im Stadtrat

„Theatermensch“ zeigt Oberbürgermeister an

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Die Auseinandersetzung um die Schließung des Michlstifts nimmt an Schärfe zu. Kurt Raster von der Initiative „Recht auf Stadt“ hat Oberbürgermeister Joachim Wolbergs wegen Beleidigung und übler Nachrede angezeigt.

Wolbergs

„Sehr geehrter Herr Joachim Wolbergs, ich werde im Folgenden das ‚Sie‘ verwenden, auch wenn wir uns aus der Zeit, in der ich im Kulturbereich des Studentenwerks arbeitete und Sie Vorstand des Mälze-Kulturvereins waren, duzen. Doch der Anlass scheint mir für das ‚Du‘ unpassend.“

So beginnt ein offener Brief des Theatermachers Kurt Raster an Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. In dem Schreiben informiert Raster den Oberbürgermeister darüber, dass er ihn „wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung“ angezeigt habe.

Debatte ums Michlstift

Hintergrund ist die Diskussion um die Schließung des Bürgerstifts St. Michael (Michlstift). Wie berichtet, soll das Seniorenheim zum Spätsommer geschlossen werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen zusammen mit dem Personal in den zweiten Bauabschnitt des Bürgerheims Kumpfmühl umziehen. Hintergrund sind laut Informationen der Stadt unter anderem Probleme mit dem Brandschutz, hohe Sanierungskosten und dass das Gebäude den Anforderungen an eine moderne Pflegeeinrichtung nicht gerecht werde.

„Auch Politiker müssen ihre Grenzen kennen.“

Kurt Raster gehört über den Zusammenschluss „Recht auf Stadt“ zu den Initiatoren einer Petition, die sich gegen die Schließung wendet. Und diese Petition hat innerhalb der Koalition für erhebliche Verstimmung gesorgt. Insbesondere SPD-Fraktionschef Norbert Hartl und Oberbürgermeister Wolbergs hielten sich mit harschen Worten gegen Raster nicht zurück. Aussagen, die auch Mitglieder der Koalition – trotz Verärgerung über die Petition – so nicht mittragen wollen.

Entsprechende Aussagen des Oberbürgermeisters in einer Stadtratssitzung, von der die Mittelbayerische Zeitung berichtet hatte, und im Interview mit Regensburg Digital hat Raster nun zum Anlass für seine Strafanzeige genommen. Wolbergs bezichtige ihn wider besseren Wissens der Lüge und Angstmacherei und unterstelle ihm niedere Beweggründe (Die komplette Strafanzeige als PDF). „Auch Politiker müssen ihre Grenzen kennen“, schreibt Raster in seinem Brief, der auch an die Medien und Mitglieder des Stadtrats ging. „Wenn Sie versuchen, Bürgerengagement mit Beleidigungen und Verleumdungen zu unterbinden, ist diese Grenze überschritten.“

„Mottenkiste der Demagogen“

Er sei „entsetzt darüber, wie mit dem abgegriffensten Instrumentarium aus der Mottenkiste er Demagogen versucht wird, eine kritische Öffentlichkeit einzuschüchtern“, so Raster weiter. „Ich möchte von einem Bürgermeister dieser Stadt nicht so behandelt werden. Und ich möchte auch nicht, dass andere so behandelt werden.“

Die Anzeige, so Raster, sei allein seine persönliche Angelegenheit. Die meisten Aktiven bei „Recht auf Stadt“ hätten ihm sogar davon abgeraten.

Wolbergs: „Kann Herrn Raster nicht sehr ernst nehmen.“

UPDATE: Oberbürgermeister Wolbergs hat auf die Strafanzeige reagiert. Seine Stellungnahme im kompletten Wortlaut:

„Die Anschuldigungen von Kurt Raster kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ich habe während der Stadtratssitzung meine Position deutlich gemacht, warum wir das Michlstift schließen müssen. Gerade mir zu unterstellen, dass ich wirtschaftliches Interesse über das Wohl älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger stelle, ist absolut absurd. Vor allem da mich dieses Thema auch emotional berührt. Natürlich steht es in einem Rechtsstaat jedermann frei, eine Anzeige zu erstatten. In diesem Fall warte ich die Ergebnisse des Ermittlungsverfahrens jedoch mit sehr großer Gelassenheit ab. Außerdem bleibe ich dabei, dass ich vor dem Hintergrund der Einlassungen von Herrn Raster ihn und seine Aktivitäten nicht sehr ernst nehmen kann.“

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Kommentare (85)

  • Marion Puhle

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    Lieber Kurt,
    ich kann deinen Ärger sehr gut verstehen, aber ich denke, es wäre
    bevor die Strafanzeige rausgeht, wichtig, das Gespräch mit Herrn Oberbürgermeister Wolbergs zu suchen. Dass Herr Wolbergs seine Wut manchmal nicht zügeln kann, ist bekannt. Es ist einige Zeit vergangen und ich würde zunächst das Gespräch suchen und eine öffentliche Entschuldigung einfordern.
    Marion Puhle

  • Kerkermeister

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    Oh, da wird er jetzt aber zittern, der OB.

  • luise Rauch

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    Ich hatte mal eine Katze, die hat Vögel und Mäuse gefangen. Daraufhin ist ein Nachbarschaftskrieg ausgebrochen. Im Krieg ging es gar nicht mehr um die eigentliche Sache. Die Heimbewohner freuen sich in erster Linie über einen Besuch und eine freundliche Umgebung, ob in der Altstadt oder am Stadtrand. Mir scheint es geht hier mehr um die Angehörigen.

  • da_Moartl

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    Wer auch nur ein einziges Mal mit offenen Augen durch die verwinkelten Gänge und Treppenhäuser des Michlstifts gegangen ist, und wer dies vor seinem inneren Auge auch nur ein einziges Mal mit einem Pflegebett vor sich herschiebend in allergrößter Eile getan hat (wenn es nämlich brennt), der kann nachvollziehen, dass in diesem Haus im Falle eines Brandes das Chaos ausbricht. So schön dieses Haus ist, für rüstige Senioren mag es taugen, aber nicht für ein Pflegeheim, das heute bis zu 90% bettlägerige und pflegebedürftige Patienten beherbergt. Darum ist und bleibt die Entscheidung richtig, das Altenheim zu schließen. Und komme bitte niemand mit irgendwelchen Katastrophen-Szenarien einer Vermarktung als Hotel oder ähnlichem Blödsinn. Die Immobilie muss und wird auch weiterhin entsprechend dem Stiftungszweck verwendet werden. p.s.: Weder der OB noch der Herr Raster brauchen über Stilfragen lamentieren – da haben sie beide „übers Ziel hinausgeschossen“. Der eine hats inzwischen gemerkt, der andere leider noch nicht.

  • Student

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    Ausgerechnet Kurt Raster moniert also, dass man doch bitteschön gewisse „Grenzen kennen“ sollte. Da hat er den Splitter im Auge des OB aber gut erkannt. Wie sich das mit dem Balken dagegen verhält… da vergaloppiert sich der Ritter von der traurigen Gestalt wohl mal wieder…

  • Joachim Schuster

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    Wollbergs ist wohl wieder mal dabei seinem Vorgänger und Idol Schaidinger nachzueifern. Diser wurde schließlich auch von einer Person, die offenbar aus seinem engeren Umfeld stammte, angezeigt. Im Fall Schaidinger ging es allerdings um bandenmäßigen gewerbsmäßigen Betrug (http://www.regensburg-digital.de/csu-strafanzeige-ablasshandel-fur-schaidinger-co/27082009/) und nicht um Kleinigkeiten wie Beleidigung und üble Nachrede.

    Wolli, das muss besser werden, wenn Du mal ein Großer werden willst!

  • Marion Puhle

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    Es geht hier nicht um das Für und wieder, sondern um den Umgang miteinander.
    Ich hatte Herrn Wolbergs in seiner Funktion als Sozialbürgermeister auch mal einen Offenen Brief geschrieben und mich über den Umgang beklagt.
    Herr Wolbergs hat mich zu einem Gespräch geladen und sich entschuldigt und damit kann ich es auch bewenden lassen.
    Setzt euch zusammen und sprecht die Dinge offen an und nur so kann evtl. ein normaler Umgang unter dem Strich herauskommen.
    Marion Puhle

  • hf

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    Eigentlich wäre es Aufgabe der Medien in dieser Stadt, das pathetische Gehabe des Herrn Raster als das einzuordnen, was es ist: Rattenfängerei mit Pegida-Methoden.
    Erst wird unter Vernachlässigung der demografischen Fakten der falsche Eindruck erzeugt, die städtischen Investitionen in bestmögliche, bezahlbare Pflege für jeden seien pauschal unsozial. Diese glatte Lüge wird dann mit den Personen von Politikern verknüpft – was ist eigentlich Rufmord?
    Dann nimmt man das positive Feedback der Medien mit, die dankbar dieses Gemaule multiplizieren, ohne wirklich Interesse zu haben, die Veränderungen in der Pflege sachlich darzulegen. Das geschieht auf Kosten der Pflegenden, denn deren Fachwissen und Engagement wird damit der Lächerlichkeit preisgegeben!
    Und sobald die diffamierten Politiker reagieren und das Personal in Schutz nehmen, wird man plötzlich dünnhäutig und nimmt die harten Bandagen – die man anderen öffentlichen zugemutet hat – als Privatperson. Das pervertiert letztlich die Idee der offenen Debatte, die man selbst zu führen vorgibt.
    Fast wie Nazis, die Toleranz für sich selbst einfordern. Clever, aber immer noch paradox.
    Schließlich dient dies alles der eigenen kommerziellen Profilierung, als PR-Kampagne für die eigenen Bühnen-Inszenierungen von dem, was „Skandal-Impresario“ Raster „soziales Bewusstsein“ nennt. Andere können Plakate kleben, Raster schnorrt sich seine Werbung auf Kosten des sozialen Friedens und der eben aufkeimenden neuen Diskussionskultur zusammen. Eklig!
    Schön wärs, wenn Hartl recht hätte und dieser Missbrauch von einfach zu durchschauenden Mechanismen endlich erledigt würde, einfach indem Journalisten den Unterschied zwischen Bürgerbeteiligung und gezielter Manipulation derselben und ihrer selbst erkennen und abstellen.

  • Marion Puhle

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    @hf
    Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass wir in einer Demokratie leben und jede/jeder seine Meinung sagen kann und auch eine Petition auf den Weg bringen kann. Hier geht es um den Umgang miteinander.
    Was heute in der MZ zu lesen ist, wirkt auf mich wie Nachtreten.
    „Außerdem bleibe ich dabei, dass ich vor dem Hintergrund der Einlassungen von Herrn Raster ihn und seine Aktivitäten nicht sehr ernst nehmen kann“, erklärt der Oberbürgermeister“.
    Das hätte der OB lieber nicht sagen sollen, denn das klingt nicht nur wie Nachtreten, sondern es ist Nachtreten. Kindischer geht`s nicht mehr.
    Jemanden nicht ernst zu nehmen, nur weil er eine andere Meinung vertritt und nachhakt, ist gelinde ausgedrückt, eines OB nicht würdig.
    Trotzdem nochmals mein Appell, setzt euch zusammen, setzt auch sachlich auseinander und kommt zu einem vernünftigen Ergebnis.
    Marion Puhle

  • hf

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    ach, Frau Puhle, wir zwei wieder mal…

    Das Prolem: Bockmist ist keine Meinung, ebenso wie Faschismus.

    Die Pfelegerealität ist, dass kuam noch Leute in Wohnheime wollen, weil sie sich nachts nicht einsperren lassen, ihr Essen nicht zu vorgegebenen Zeiten einnehmen wollen und ganz allgemein noch mehr vom Leben erwarten. Häusliche Pflege ist deswegen stark im Kommen. Erst ganz zuletz kommen dann die höchsten Pflegestufen ins Heim, davon dann allerdings immer mehr und die KÖNNEN im Michlstift nicht sicher untergebracht werden.
    ABER: Für diese Menschen muss eine soziale Stadtpolitik sorgen. Das TUT sie und Herr Raster LÜGT, indem er das Gegenteil behauptet.

    Machen Sie sich nicht auch noch Mitschuldig an dieser perfiden Massenverarsche.

  • Weber Maria

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    Es ist klar, Freunde werden sie nimmer.
    @hf was soll der ‚Fast wie Nazi‘-Vergleich. Sie disqualifizieren sich damit selbst.

  • hf

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    @weber maria:

    erstens: so lang ich sonst keinen scheiß erzähl ist ein plakativer vergleich ganz in ordnung.

    zweitens: herr raster nutzt neo-rechte logik und fragetaktiken, wie man sie beispielsweise im verlauf der pegida-welle mitverfolgen konnte. z.B.: kann die Frage „warum sind sie nicht sozial?“ überhaupt nicht vernünftig beantwortet werden; wie etwa „warum nehmen sie die ängste der bürger nicht ernst?“ – aber genau das tut die stadt…. ab hier wiederhole ich mich

  • hf

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    Und bevor jemand fragt, hier das Zitat: „Frau Sozialbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer: Seien Sie sozial auch zu den Alten!“

  • Schröck Hans

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    @Weber Maria
    Kurt Raster ist mit seinen Nazi-Vergleichen ebenfalls nicht zimperlich, wie mittlerweile diverse Leute bestätigen können – disqualifiziert er sich damit auch in Ihren Augen? Wasserpredigen hat nicht zwangsläufig Weinsaufen zur Folge und wenn jemand von „unseren Alten“ und „wir Armen“ spricht, dann fehlt mir nur noch das Kind auf dem Arm, um die Demagogie perfekt zu machen. Mittlerweile dürften (nach Psychiatrieinsassen, Rollstuhlfahrern, Armen, Asylanten, Mobbingopfern etc.) bald alle Selbsthilfegruppen abgegrast sein, aus denen man genügend Helfershelfer und Publikum für die One-Man-Show „Kurti gegen den Rest der Welt“ rekrutieren könnte. Allerdings wird die Liste der Enttäuschten auch immer länger, die sich vom Interessenvertreter des kleinen Mannes wieder abwenden, weil bei ihm die Idee wichtiger ist als der Mensch – das hat er mit Papst Benedikt und Matthias Sammer gemein. Aber solange alles basisdemokratisch zugeht, kann man ja eine „Recht auf Stadt“ – Initiative, wo jedes Komma redigiert wird, bei Bedarf mal kurz verlassen und als Privatmensch Raster völlig unabhängig eine Anzeige erstatten: Ja, merkt ihr denn nicht, wie ihr vor den Karren gespannt werdet? Das nächste ist eine Klage wegen Verdienstausfall gegen Journalisten, wenn der Verlust an Credibility dazu führt, daß der „Theatermensch“ keine öffentliche Förderung mehr erhält. Mir persönlich ist dann ein „unpolitischer Student“ beinahe lieber als ein narzißtisch gekränkter Ex-Student mit Volksaufklärer-Ambitionen – ups, hoffentlich ist das nicht herabwürdigend, weil ich nämlich nicht im Vorteil der Prozeßkostenerstattung bin. . .

  • da_Moartl

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    Ach @Franz Über, du Halbwahrheiten-Verbreiter! Dass eine Stiftung auch mal eine Immobilie verkauft ist völlig normal – noch dazu wenn sie ihren Schwerpunkt in Regensburg hat. Entscheidend ist, dass die Erträge wieder dem Stiftungszweck entsprechend verwendet werden – und zwar nachhaltig. Das Vermögen muss erhalten werden, das ist das Entscheidende. Also erst mal ordentlich recherchieren und dann Gerüchte in die Welt setzen.

  • Heinrich Kielhorn

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    Auch ich habe schon mit der Debattenführung von Herrn Raster Erfahrungen sammeln dürfen, wenn auch nur auf Facebook.

    Binnen kürzester Zeit ist es ihm gelungen jede argumentative Ebene zu verlassen und mir zu attestieren, ich könne nicht frei denken.

    Das Wort Politiket verwendet er mit weimarscher Verächtlichkeit.

    Schade das Recht auf Stadt – eine solche Initiative hätte Regensburg vielleicht ganz gut getan – in seine Hände geraten ist.

  • wahon

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    @hf
    Sie haben weder von Altenpflege noch vom demografischen Wandel Ahnung. Und Ihre zusammengestammelte Meinung („Die Pfelegerealität ist, dass kuam noch Leute in Wohnheime wollen, weil sie sich nachts nicht einsperren lassen, ihr Essen nicht zu vorgegebenen Zeiten einnehmen wollen und ganz allgemein noch mehr vom Leben erwarten. Häusliche Pflege ist deswegen stark im Kommen. „) ist sozialdarwinistisches Geschwätz à la Pegida.

  • Student

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    @Marion Puhle

    Sie schreiben: „Jemanden nicht ernst zu nehmen, nur weil er eine andere Meinung vertritt und nachhakt, ist gelinde ausgedrückt, eines OB nicht würdig.“

    Sie wollen doch nicht wirklich allen Ernstes behaupten, dass Herr Raster „nur eine andere Meinung vertritt und nachhakt“!? Das was Herr Raster tut, geht weit, sehr weit darüber hinaus – und das auch bei weitem nicht zum ersten Mal. Ist Ihnen das nicht bewusst?

    So jemanden nicht Ernst zu nehmen ist so ziemlich die sinnvollste Reaktion, die mir einfällt. Deutlich sinnvoller im Übrigen, als absurde Strafanzeigen zu stellen…

  • hf

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    @wahon: bis sie die Falschheit meiner aussagen belegen können, steht geschwätz gegen geschwätz.

    Zufällig kenne ich aber einige Senioren- und behinderten-beauftragte, nicht nur hier in Regensburg. Außerdem kenne ich meine Nachbarn. Das allein würde reichen. Aber hoppla, dann gibts noch solche Studien, die sich seit über 20 Jahren alle bewahrheitet haben:
    http://www.kda.de/news-detail/items/archiv_181.html

    Sie müssen sich nicht entschuldigen, angebracht wäre es gleichwohl.

  • Simone Sanftleben

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    Um mal von der leider zänkischen Ebene der Kommentare wegzukommen:

    „Außerdem bleibe ich dabei, dass ich vor dem Hintergrund der Einlassungen von Herrn Raster ihn und seine Aktivitäten nicht sehr ernst nehmen kann.“

    Da scheint mir der Hund im Pfeffer oder der Hase begraben zu liegen. Denn das ist ein Problem, dass viele Menschen schon sehr lange mit der Politik im allgemeinen und im Besonderen haben: sie fühlen sich nicht ernstgenommen. Sich der Diskussion stellen, und zwar nicht erst, nachdem eine Gruppe von Menschen eine Petition startet, sondern schon, wenn das Gutachten erstellt wird, die Menschen in die Entscheidungsfindung mit einbinden, das muß Herr Wolbergs noch lernen. Leider ist er da bei einem Alt- OB in die Lehre gegangen, der es mit Transparenz und Demokratie auch nicht so genau nahm.
    Aber vielleicht ist „Wolli“ ja noch lernfähig…:-)

    Gruß mone

  • Johannes

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    Mir ist dieses Affentheater zu blöd. Ich habe meine Unterschrift wieder von der Liste genommen. Wer das auch tun will nutzt folgenden Link, damit geht es ganz einfach (unter „2. Für Unterzeichner: Unterschrift widerrufen“):
    http://www.openpetition.de/verwaltung/anmelden

  • semmeldieb

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    die leichtfertige nazi-vergleicherei ist ein übel, das sich irgendwann bitter rächen wird.

  • Lothgaßler

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    @hf
    Die Demografie wird ihre Wahrheit in wenigen Jahren dramatisch umdrehen, denn die dann Älteren haben kaum noch familiären Rückhalt für das Leben in vertrauter Umgebung und werden sich kaum noch die Wohnungen leisten können. Natürlich will keiner „eingesperrt“ werden und essen müssen, was irgendjemand bestimmt hat. Das galt schon immer! Natürlich soll die Pflege weiterentwickelt werden, und die Konzepte werden sich auch immer wieder ändern. Die Vorstellung, dass in Zukunft nur noch Pflegebedürftige höheren Grades in den Heimen untergebracht werden müssen, die würde uns allen gut gefallen. Aber das ist popagierter Zweckoptimismus der Politik, denn alles andere könnte so teuer kommen, dass die Finanzierung kippt. Einmal davon abgesehen existieren jede Menge Prognosen zur Demografischen Entwicklung und zum Bedarf an Pflegestellen bzw. Pflegekräften. Diese Prognosen sind eindeutig: steigend. Wie es bei Prognosen halt so ist, ist nix gewiss, und verschiedene Szenarien lassen unterschiedliche Erwartungen zu.
    Wenn das Michlstift in seiner aktuellen Struktur nicht mehr zukunftsfähig zu machen ist, dann sollte es nicht mehr erhalten werden.

  • Moritz v. Lebewald

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    Wenn ich die Aussagen einiger KommentatorenInnen lese denke ich mir, mein Gott was haben diese Personen für einen Bekanntenkreis. Pfui Deibel, geht’s auch ein bisschen sachlicher?

  • hf

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    @lothgaßler

    sie haben völlig Recht! und dass niemand alles wissen kann, weiß ich selbst am besten.
    aber dass bald ein Drittel der Bevölkerung über 65 alt ist, daran gibt’s kaum was zu deuteln. Immer weniger Paare und niedrigere Renten… es braucht neue Wohnformen, die Alten-WG oder mehrgenerationenhäuser, nachbarschaftsvereine, sind ganz interessant, gerade wenn man von alleinstehenden spricht, die Kosten sparen müssen.
    aber auch unter diesem Gesichtspunkt ist das Michlstift höchstens zweite Wahl, weil man da baulich sehr eingeschränkt ist und man die hohen Kosten dafür auch unmittelbarer für Pflege nutzen könnte.
    Was auch immer man vorhat, das Wohnheim, ein Konzept aus einer Zeit, als ganz einfach kaum jemand alt wurde, hat keine Zukunft.

  • kary on

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    @johannes:
    Warum hast du denn unterschrieben? Doch wohl, weil dir das Anliegen alter Menschen nicht wegen fragwürdiger Gründe umverlegt zu werden, am Herzen liegt, oder so ähnlich!?
    Weil die Debatte jetzt so hitzig wird, bzw. dir das „Affentheater zu blöd“, nimmst du jetzt deine Unterschrift zurück?! Findest du das nicht selber feige?
    Mir kommt es fast so vor, als hätte der OB das mit seinen Äußerungen („sehr interessant“ usw.) erreicht.
    Schade!!!

  • Marion Puhle

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    @Student
    Es geht um die Äußerungen des OB Wolbergs im Stadtrat.
    Dass Herr OB Wolbergs manchmal über das Ziel hinausschießt,
    ist bekannt. Dass das nicht jede/r hinnimmt, dürfte auch klar
    sein.
    Ob allerdings gleich mit einer Strafanzeige aufgewartet werden muss,
    darüber lässt sich bekanntlich leidenschaftlich diskutieren.
    Ich für mich hätte den Weg gewählt, ein Gespräch mit dem OB zu forcieren, um die Unstimmigkeiten, die es offensichtlich gibt, auszuräumen.
    Was m.E. nicht geht ist: Dass Interessen gegeneinander ausgespielt werden.
    Die Initiative „Recht auf Stadt“ möchte das Michaelsstift erhalten und die Stadt möchte das aus bereits bekannten Gründen nicht.
    Okay:
    Nach demokratischen Gepflogenheiten sollte hier ein fairer Umgang miteinander möglich sein.
    Was im Stadtrat gefallen ist, war sicherlich nicht okay, deshalb sollte jetzt dringend das Gespräch gesucht werden.
    Marion Puhle

  • onki

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    Ungeachtet aller beidseitigen Polemik (vor allem in den haarsträubenden Kommentaren hier):
    Die tobende mediale Schlammschlacht um dieses ernste Thema scheint mir von offizieller Seite eher begünstigt als verhindert worden zu sein…
    1. Frage:
    Was hat den OB daran gehindert, die Petition zu akzeptieren als das was sie ist? Ein Bürgeranliegen mehrerer hundert Menschen an eine verantwortliche Stelle.
    2. Frage:
    Warum verblieb der OB als verantwortliche Stelle nicht auf dem Weg der sachlichen Argumentation? Da die Sachlage zur Entscheidung der Heimschließung ja (wie nahezu immer behauptet wird) so glasklar zu sein scheint: Warum nicht einfach nur seriös und besonnen die entsprechenden Zahlen sprechen lassen? Nein, es wurde der Weg der Polemik gewählt: Redlichkeit, Vernunft und Mündigkeit wurden der Petition und deren Unterschreibende abgesprochen – gegen Herrn Raster sogar mehrmals infolge öffentlich (im Rahmen der Parole „Hinterfotzigkeit“) nachgetreten…
    3. Frage
    Es wäre ein Leichtes gewesen für ein Stadtoberhaupt den Ton und die Gangart von Anfang an zu kontrollieren und auf eine sachlich seriöse Ebene zu lenken. Warum geschah genau das Gegenteil? Werden bei uns künftig kontroverse Themen/Meinungen generell am Watschnbaum behandelt? Fast möchte man meinen, da möchte man sich (auf beiden Seiten) als „scharfer Hund“ gerieren. Nur dass sich einer davon noch vor einem Jahr auf Wahlplakaten als der freundliche Volkspolitiker darstellen lies. Als einer, der die Nöte der Bürgerschaft versteht und gerne auch mal mit den Alten tanzt…

    Ich bin immer noch zufrieden mit meiner Wahlentscheidung 2014.
    Doch kommen mir nun immer öfters auch Zweifel an der Authentizität der Person Joachim Wolbergs…

  • hf

    |

    @onki: die sachliche debatte hat bereits vor jahren stattgefunden. alle unterlagen sind zugänglich, die fakten wurden wieder und wieder heruntergebetet und auch die heimleitung selbst wäre telefonisch jederzeit erreichbar gewesen.

    die petition ist eine gezielte provokation diffusen bürgerlichen unmuts gewesen, nach dem selben schnittmuster wie die afd euro-skepsis säht oder pegida die angst vor überfremdung befördert. das alles hat nichts, aber auch gar nichts zur debatte über die gerechte güterverteilung in der stadtgesellschaft beigetragen. „recht auf stadt“ wäre gut beraten sich von raster zu distanzieren.

    dass irgendwelche internettrolle jetzt eine sachlichkeit (wieder so in schwammiger unsinnsbegriff!) einfordern, zu der sie selbst nicht fähig sind (und damit die authetizität von Wolbergs beschädigen wollen) genau das ist mit einem wort: hinterfotzigkeit!

  • Stefan Aigner

    |

    Nur zur Klarstellung: Unterlagen waren bislang nicht öffentlich zugänglich. Eine Debatte gab es, allerdings intern. Aktuell hat die Entscheidungsgründe die Sozialbürgermeisterin die Entscheidung sehr sachlich und ausführlich erklärt.

  • hf

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    es gibt keine Sitzungsprotokolle darüber? das wäre wirklich seltsam.

  • Stefan Aigner

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    Nein. Gibt es nicht. Erst jetzt aus den Kenntnisnahme-Sitzungen. Da gab es die Petition bereits.

  • hf

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    danke!

  • onki

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    @hf: bleiben Sie bitte bei der Sache.
    Sie tun gut daran, nicht alles und jedem eine Verschwörung gegen Wolbergs anzudichten. Das würde die Debatte hier um einiges beruhigen. Ihre knallhart verhärtete Parteinahme und zeitweise auch unkultivierten Antworten verleiten recht schnell zu einem überhitzten Wortgefecht. Wen oder was versuchen Sie hier (fast kontraproduktiv) zu verteidigen?
    Ich für meinen Teile habe Wolbergs sogar gewählt. Hätten Sie meinen Text genau gelesen, hätten Sie registriert, dass ich beide Seiten dieser Schlammschlacht nicht gut heiße. Weder will ich in einem Satz mit Rasters belehrendem, überzogenem Vorgehen in dieser persönlichen Beleidigungssache genannt werden, noch muss ich mich von Ihnen als hinterfotziger Internettroll betiteln lassen…
    Dennoch möchte ich Ihnen gerne den „schwammigen Unsinns-Begriff“ Sachlichkeit weiterhin ans Herz legen, denn etwas mehr Sachlichkeit und weniger Persönlichkeit, würde auch Ihren Argumenten mehr Gehör verschaffen.

    Mir geht es um die SACHE (Heim-Schließung, gleichwertige Alternativen, Informationspolitik, Gutachten etc.) – deshalb habe ich diese Petition unterschrieben und nicht weil ich gezielt und hintertrieben Wollis Koalition Schaden (!) zufügen möchte…

    Und ob der OB nun meinen Namen auf der Liste „interessant“ findet oder nicht ist allein sein Bier. Diesen geistreichen Satz auch noch öffentlich auszusprechen ist jedoch für den OB als Eigentor zu werten. Seiner Argumentation zufolge haben nun bisher etwa 750 Deppen die Petition unterschrieben… reingefallen auf die Intrige einer listigen Einzelperson… Bravo: ein komfortables Dauerargument gegenüber künftigen Petitionen jeglicher Art. Unterschreibende werden als Dummerchen hingestellt und Einreichende an den Ohren am medialen Marktplatz aufgehängt. „Ernst nehmen“ braucht sowas natürlich kein Bürgermeister…

  • rita terz

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    Meiner Erinnerung nach war OB Wolbergs mal 6 Jahre lang u.a. Sozialbürgermeister in Regensburg, hatte er von der ’sachlichen Debatte und den Fakten‘ die bereits vor Jahren stattgefunden haben soll keine Ahnung oder warum wurde sie nicht in die Öffentlichkeit getragen?

  • Marianna

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    @onki: Danke onki, das ist mal ein Kommentar, der zu auf eine sachliche Ebene zurück führt. Ich habe auch unterzeichnet und bin entsetzt, was ich hier alles zu lesen bekomme. Mir stellt sich das ganz so dar, dass wohl zu viel intern besprochen und entschlossen wurde und die Öffentlichkeit und Bertoffene dann vor vollendete Tatsachen gestellt wurden („Die Bewohnerinnen und Bewohner werden, sofern sie es wollen, zusammen mit der kompletten Belegschaft in den zweiten Bauabschnitt des Bürgerheims Kumpfmühl umziehen“ und was tun, die, welche dies nicht wollen?). Da dieser Entschluss bereits unter dem vorherigen Bürgermeister gefallen zu sein scheint fühlte sich Herrn Wolbergs wohl gezwungen diesen nun so durchzudrücken. Der Öffentlichkeit wurde er aber erst am Anfang dieses Jahres präsentiert und da muss man sich dann nicht wundern, wenn es bei der Eile mit der er nun durchgesetzt werden soll („es gibt nur dieses kurze Zeitfenster“), zu einer Reaktion wie der Petition kommt, um vielleicht doch noch Einfluss auf diese Entscheidung nehmen zu können. Eine Petition ist kein Angriff gegen jemanden, sondern die Forderung nach einer sachlichen Diskussion – nicht intern, sondern mit den Unterzeichnern – und die Erwartung, dass einem tatsächlich zugehört wird, dass man Argumente austauscht und dann einen für alle Beteiligten akzeptablen Weg findet. Die Unterzeichner pauschal als kritiklose Mitläufer abzuurteilen und eine Person stellvertretend öffentlich lächerlich zu machen und zu beleidigen anstatt einfach nur das Gespräch anzubieten und dessen Ausgang am Freitag abzuwarten, ist eines OBs nicht würdig. Dieses Vorgehen ist, egal welche persönlichen Ressentiments man auch haben mag, nicht zu entschuldigen. Wer eine öffentliche Stellung bekleidet muss seine Worte und Aussagen entsprechend wählen.

  • Mathilde Vietze

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    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie sachlich.

  • hf

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    @onki: warum ich denkfehler aufgreife, tendenzen zuende denke und gemeine schlüsse ziehe? aus spaß an der freud. weil diese threads etwas leben gut vertragen können.

  • Mr. T

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    Ist denn mit ein wenig guten Willen auch eine weniger invasive Schließung möglich? Man könnte bettlägrige Bewohner, die eher weniger von der Lage haben erst einmal verlegen und die rüstigeren Bewohner noch ihren Lebensabend in der schönen Innenstadtlage geniessen lassen. Derweil keine Neubelegungen und so eine sanfte Schließung realisieren. Das ist freilich aufwändiger und teurer, aber möglich sollte es doch sein.

  • Marianna

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    es erhebt sich eh die Frage, ob es ein Aus für das Stift als Einrichtung für Senior_innen sein muss. Saniert werden muss das Gebäude in jedem Fall, egal welcher Nutzung es zugeführt werden soll, warum soll denn nicht auch eine Nutzung zu Gunsten von Senior_innen möglich sein? Dass bettlägrige Patient_innen mit hohem Pflegeaufwand andere Rahmenbedingungen erfordern, als noch rüstige Damen und Herren streitet wohl niemand ab, auch nicht, dass dies dann in einem „modernen“ sprich pflegeleichten (im Sinne des Wortes) Gebäude u.U. für beide Seiten einfacher und besser sein kann auch nicht. Aber wenn man noch rüstig ist, ein Leben lang mit seinem Partner verbracht hat, es aber nicht mehr ganz alleine schafft und leider keine Verwandten in der Nähe hat, die sich regelmäßig kümmern können, dann bietet sich doch ein betreutes Wohnen an, bei dem man noch eine Eigenständigkeit bewahren, vertrautes Mobiliar zum Teil um sich hat, aber vor allem auch den Partner, mit dem man seit Jahrzehnten verwachsen ist, weiterhin an seiner Seite haben kann. Ein Café, eine Bibliothek, oder andere Räumlichkeiten an denen man sich treffen kann, wenn man es will (!). Es klingt für junge Menschen vielleicht positiv, wenn es für den neuen Sauren Gockel heißt „Wohngemeinschaft mit Gemeinschaftsräumen“ was sich dahinter verbirgt sind aber unpersönliche Einzelzimmer und Angebote an die Gruppe in einem Gruppenraum, der zweckmäßig ist. In dieser Wohngemeinschaft finden alte Paare keine Bleibe, weil für sie eine räumliche Trennung vor allem auch in der Nacht unerträglich ist. Ich denke, wenn man es wirklich will, so kann man hier im Herzen der Stadt eine Einrichtung schaffen, die den Bedürfnissen alter, nicht bettlägriger Menschen und den dort Betreuenden gerecht wird. Wenn jemand bettlägrig wird, ist die Verlegung in ein auf reine Pflege ausgerichtetes Heim sicher nicht das Problem. Ein derartige renoviertes Stift könnte auch zu einer Begegnungsstätte werden. Es gibt Beispiele, wo Kinder im Rahmen der Schule alte Menschen besuchen, für sie singen oder zum Spielen kommen, das geht aber nur bei einer zentralen Lage. Vielleicht ist eine Sanierung und ein Umbau nur mit einer vorübergehenden Schließung durchführbar, aber was doch hier doch befremdet ist, dass eine weitere Nutzung durch und für alte Menschen gar nicht erst ins Auge gefasst wurde und wird. Auch befremdet, dass es vorher hieß man wolle die Plätze für Senioren erhalten und nun wird extrem reduziert. Dass momentan viele Plätze frei sind liegt doch daran, dass im Stift niemand mehr aufgenommen wird und der Saure Gockel eben für viele keine Alternative für einen schönen Lebensabend darstellt. Der Hinweis auf die zunehmend private Pflege, die diesen „Markt“ entdeckt habe zeigt doch genau auf, was hier eigentlich erforderlich ist: Dieser Entwicklung entgegenzutreten und unsere alten Menschen eben nicht diesem Gewinndenken zu überlassen, das nicht nur die Pflegekräfte ausnutzt und überlastet, sondern auch den Gepflegten nicht das bietet, was sie brauchen, nämlich Menschlichkeit.
    Nachdem nun so viel geschimpft und beleidigt wurde, sollte man endlich ernsthaft darüber nachdenken, wie man hier eine Lösung schaffen kann, von der alle, auch unsere alten Mitmenschen, profitieren.

  • Marianna

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    @hf, die von Ihnen gemachten Äußerungen gehen weit unter die Gürtellinie und Sie begeben sich damit genau auf die Eben, von der Sie vorgeben, dass Sie diese ablehnen. Gegenseitiger Respekt kann nicht mit derartigen Beschimpfungen erzeugt werden.

  • hf

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    @marianna: mimimi… das kind ist doch mit der anzeige von herrn raster längst in den brunnen gefallen. der artikel und der ganze thread, überhaupt alles dreht sich letzlich nur noch um diesen egomanen selbstdarsteller und darum, wie er zwei bekanntermaßen streibare politiker erfolgreich gereizt hat und eben NICHT MEHR mehr um die senioren im heim. sachlichkeit; bitte sehr.

    diese macht, eine so wichtige debatte zu usurpieren hat dem einschlägig bekannten herrn raster wer gegeben? etwa ich? dass man sich angegriffen wähnt, wenn man sich schuldig fühlt, ist indes völlig normal und ich werfe das niemandem vor.

    eigentlich biegen ich und die übrigen diskussionsteilnehmer nur langwierig und schmerzhaft gerade, was die petitionsunterzeichner verbockt haben, beziehungsweise alle helfen zusammen, sich zu berappeln und die argumentationslinien für anstehende bürgergespräche vorzubereiten, bei denen verletzende und vage unterstellungen (wie etwa die sozialbürgermeisterin sei unsozial) keinen erfolg bringen werden.

    so, und nun ist auch mein persönlicher narziss für heute wieder befriedigt. ;-)

  • Heinrich Kielhorn

    |

    Übrigens:
    Gestern beschloss der Verwaltungsausschuss auf Antrag der SPD-Fraktion einen Auftrag an die Verwaltung. Diese soll ein Konzept entwickeln, wie online Petitionen Eingang in den Stadtrat finden können, nach klaren transparenten Regeln. Und morgen wird der sozialdemokratische OB eine Informationsveranstaltung zum Michlstift abhalten.

    Es ist also keineswegs so, dass Wolbergs und die SPD den Bürgerwillen belächeln. Aber sie haben eben auch keine Lust auf die Vorwürfe eines Kurt Raster einzugehen , dessen Rabulistik („Seien Sie sozial“, „frei denkender Mensch“) so inhaltsbefreit ist, dass man ohnehin keine inhaltliche Antwort auf sie geben kann. Die Tatsache, dass MZ und Franz Rieger fest an Rasters Seite stehen, obwohl sie ihm kulturell und inhaltlich eher fremd sein dürften, rundet das Bild da nur ab. Witzig übrigens, dass es den Oberlinken nicht bösgläubig stimmt, wer ihm da zur Seite springt. Genauso witzig: Das Stellen von Strafanzeigen aufgrund von Äußerungen in der politischen Debatte gilt doch in linken Kreisen als eine zutiefst spießige Angelegenheit. Wie kriegt er das denn als Oberlinker widerspruchsfrei hin?

  • Marion Puhle

    |

    @hf
    Ich kenne Herrn Raster und er hat sich in vielen Bereichen politisch sehr engagiert. Z.B. zweimal das Thema Asyl in beeindruckender Weise im uetheater aufgegriffen
    und dargestellt. Dieser Leistung gebührt Anerkennung.
    Man kann unterschiedlicher Meinung sein und diese auch kundtun, aber ich verlange eine Mindestmaß an Respekt.
    Ihre Kommentare sind gelinde ausgedrückt sehr beleidigend. Es wäre schön, wenn Sie zukünftig sachlich bleiben könnten.
    Ich möchte gerne wissen, was mit dem Michealsstift, sollten die alten Menschen tatsächlich umziehen müssen, wirklich passiert. Hierzu hat sich die Stadt noch nicht geäußert. Ich hoffe wirklich, dass daraus keine Eigentumswohnungen werden.
    Marion Puhle

  • hf

    |

    @ frau puhle: sie haben da mit vielem gar nicht unrecht. ich verwende indes das, was sie beleidigungen nennen, durchaus mit bedacht, zielgerichtet und provokativ. es muss einfach aufgearbeitet werden, was vorliegt und was daraus an handlungsoptionen verbleibt.

    herr raster kann definitiv jetzt nicht mehr das offizielle wort von „recht auf stadt“ gegenüber einem oberbürgermeister führen, gegen den er ein strafverfahren anstrengt. auch frau schwarzfischer stünde eigentlich eine entschuldigung der petenten zu.

    mit diesem bewusst eingegangenen, ich will nicht sagen inszenierten interessenskonflikt, hat er der bürgergruppierung keinen gefallen getan. was hindert zum beispiel einen herrn raster, gelassen, souverän und sachlich die routinierten schmähungen hartls und wolbergs zu erdulden, und stattdessen gute, nicht allein emotionale gründe für die Bewahrung des Michlstiftes zu liefern? warum ist er nicht der Klügere, der hier nachgibt damit er wo anders denen, die er vertreten will einen würdigen diskussionsraum schafft, den er meinetwegen auch hätte moderieren dürfen?

    diese, nennen wir es mal unüberlegtheit oder überreiztheit, lässt mich staunen.

    ich wüsste ohne herrn raster zum beispiel auch nicht, wer elly maldaque war. aber den streit um die umbenennung eines studententheaters, den hab ich damals schon kontraproduktiv für die sachliche auseinandersetzung mit ihrer tragödie gehalten.

    wir können schon froh sein, dass es ihn gibt, und das hier ist vielleicht seine bisher größte vorstellung und [verschwörungstheorie] ich bin nur teil seines perfiden plans unsere posts auf die bühne zu bringen ;-)

  • onki

    |

    Kurt Raster scheint ja neuerdings der liebgewonnene Beissring der SPD zu sein… Und ein jeder hängt sich eifrig dran, lamentiert und weiß genau Bescheid wie schlimm es um diese Un-Person Raster offensichtlich bestellt ist…
    Ist ja auch schon lange keine Sau mehr feige durchs Dorf getrieben worden.
    Da möchte man sich als Stadt mit Weltflair gerieren und bleibt mit seinen pausbackenen Protagonisten doch nur Provinznest…

  • hf

    |

    ein provinznest, in dem jeder pressemitteilungen verschicken kann, wie er will…

  • Marion Puhle

    |

    @hf:
    Sie sollen hier nicht provozieren, sondern sich sachlich damit auseinandersetzen, damit man Sie ernst nimmt. Verbale Ohrfeigen verteilen führt zu nichts und hat zur Folge, dass Sie die Leute gegen sich aufbringen.
    Marion Puhle

  • Student

    |

    Frau Puhle: Das Mindestmaß an Respekt, dass Sie für Herrn Raster fordern, bringt er selbst für Andersdenkende nicht auf. Das hat er bei vielen Gelegenheiten gezeigt. Umso erstaunlicher finde ich ihren Standpunkt. Auch ich kenne Herrn Raster zur Genüge persönlich. Seine Motive mögen tatsächlich oft ja ganz ehrenwert scheinen oder manchmal sogar sein. Aber die METHODEN mit denen er sie verfolgt, sind schlicht inakzeptabel und – ironischerweise – oft Methoden, die er seinen Kontrahenten unterstellt. Um nur ein Beispiel zu nennen: in seinem offenen Brief an den OB schreibt Raster „Aber Sie beleidigten und verleumdeten nicht nur mich, sondern jeden einzelnen Menschen, der die Petition unterschrieben hat oder noch zeichnen wird. Der „Theatermensch (…) finde dann schon Leute, die ihm das abnehmen.“ Damit sprachen Sie den inzwischen über 700 Unterzeichner_innen jede eigene Entscheidungsfähigkeit ab.“
    Wissen Sie wie Kurt Raster eine Unterschriftensammlung der Theaterschaffenden Studierenden am Universitätstheater kommentierte, die sich ausdrücklich GEGEN die von Herrn Raster forcierte Umbenennung des Universitätstheaters aussprach? Eine Umbenennung, die übrigens meiner Überzeugung nach von Herrn Raster eher aus rein persönlichen denn wirklich politischen Motiven betrieben wurde (immerhin arbeitete er bis zu seinem Zerwürfnis mit dem Studentenwerk auch am Unitheater – da ist es sicher völliger Zufall und steht keinesfalls in Zusammenhang mit seiner persönlichen Gekränktheit, dass er ausgerechnet seinem ehemaligen und in heftigem Streit verlassenen Arbeitgeber eine Umbenennung seiner ehemaligen Arbeitsstätte aufdrängen möchte) – aber das führt jetzt etwas zu weit, zurück zum Roten Faden: wie meinen Sie also kommentierte Herr Raster die durch die Unterschriften der an der Universität Theaterschaffenden klar zum Ausdruck gebrachte Ablehnung seines Vorhabens? Indem er genau das tat, was er jetzt dem OB unterstellt: er sprach den Studenten einfach jede eigene Entscheidungsfähigkeit ab. Denn anders konnte er sich offenbar nicht erklären, dass sie sich gegen seine Position entschieden. Glauben Sie nicht? Dann fragen Sie mal einige der Theateraktiven aus den Jahren 2007-2009, so um die Zeit war er da ja besonders aktiv. Wer sich nicht von ihm in seinem Rachefeldzug gegen das Studentenwerk instrumentalisieren lassen wollte, dem sprach er die Entscheidungsfähigkeit ab. Warum sollte man so jemanden also ernst nehmen? Herr Raster hat sich einfach schon ein paar mal zu oft selbst mit seinem Verhalten disqualifiziert, um den großen Moralapostel geben zu können, zu dem er sich gerne aufschwingt. Viel zu oft.

    @hf
    Ich mag ihre Kommentare :)
    Sehr treffend, sachkundig, spitz formuliert, aber trotz aller Pointierung immer gerade noch knapp über der Gürtellinie (da kann ich Mariannas Einschätzung ebenso wenig nachvollziehen wie bei ihrem Lob für onki als Verteidiger der Sachlichkeit…).

  • Bärbel May

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    @Marion Puhle
    „Sie sollen hier nicht provozieren, sondern sich sachlich damit auseinandersetzen“
    Der Witz von Ihnen war gut :-))
    O-Ton MP: „Dass Herr Wolbergs seine Wut manchmal nicht zügeln kann, ist bekannt“

  • onki

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    @student & Co.
    was Ihnen am eifrigen Fraktions-Polemiker hf so sehr zu gefallen scheint, wäre, wenn es vom „erledigten“ Herrn Raster käme, von Ihnen sicherlich als eine ihm typische, gezielte Methode entlarvt worden.

    Nebenbei wird dann noch eine kleine Geschwätzigkeit zu Rasters Leben aus dem letzten Jahrzehnt einseitig kredenzt und schon wähnt man sich selbstzufrieden eine Runde weiter im von Hartl offiziell eröffnetem Sautreiben…
    Szenenapplaus.

    Dass Sie Mariannas Inhalte weder verstehen, noch für gut heißen ist gut nachvollziehbar, denn hier geht es auch konkret um die Michlstift Bewohner und Alternativ-Lösungen.
    Das klingt auch nicht so super lustig und gürtellinienorientiert wie die Textchen vom Genossen hf.

  • blauäugig

    |

    Ich finde kaum mehr Worte angesichts des Eifers einer Handvoll Petitionsgegnern, Stimmung zu verbreiten gegen einen Andersdenkenden. Wenn derart aggressiv ein gemeinsames Feindbild aufgebaut wird, ist für mich klar, dass diese Genossen keine sachlichen Argumente haben und hier den neuen Politikstil testen wollen.

  • hf

    |

    @blauäugig: die Argumente wurden sämtlich hier dargelegt. Wer unwillig ist, die zu würdigen, sollte sich raushalten. Es gibt umgekehrt keine Argumentation seitens der Petenten, die hier den Erhalt des Michelstiftes stringent begründet hätte. Ein langsamerer Übergang hin zu einer neuen sozialen Nutzung, das klingt sehr vernünftig, und deshalb hab ich das schon vor Wochen in einem anderen RD-thread vorgeschlagen. Sind sie noch bei der Sache? Oder ist ihre Empörung auch nur hohles blabla, wie die ganze Petition, vor allem dieses sich-gekränkt-geben. Das ist kein andersdenkenden, das ist denkfaulheit.

  • blauäugig

    |

    @hf: Mit Ihrem Argumentationsstil wollen Sie nur einen Vorgeschmack auf die Infoveranstaltung geben: Wer kritisch nachfragt, egal ob berechtigt und betroffen oder nicht, wird von der Meute niedergerungen. Da ist mir sogar der Stil „Stammtischhoheit“ noch lieber. Unter Demokratie und Meinungsaustausch verstehe ich was anderes, ich werde die Diskussion hier und mit Ihnen nicht fortsetzen.

  • Marion Puhle

    |

    @Bärbel May
    Ich habe mich auf eine Äußerung von „hf“ bezogen.
    „Ich verwende indes das, was sie Beleidigungen nennen, durchaus mit bedacht, zielgerichtet und provokativ.“
    Aber Sie haben schon Recht, die Äußerungen von OB Wolbergs waren nicht nur provokativ, sondern auch unter die Gürtellinie
    und beleidigend, das steht außer Frage.
    Für diese Äußerungen sollte sich der OB Wolbergs schleunigst bei
    Kurt Raster öffentlich entschuldigen und zukünftig mehr Gelassenheit an den Tag legen, auch wenn es ihm schwer fällt.
    Wir leben in einer Demokratie und in der ist es legitim, eine andere Meinung zu vertreten. Ich muss sie ja nicht akzeptieren, aber tolerieren sollte man sie schon. Gegenseitiger Respekt ist das Zauberwort.
    Marion Puhle

  • hf

    |

    @blauäugig: es hat zwischen ihnen und mir keine diskussion stattgefunden, gedenfalls sofern man darunter den austausch von argumenten versteht. Sie hätten jetzt einsteigen können mit irgendeiner Ausaage die etwa so beginnen müsste: „das Michlstift könnte als Seniorenheim gut weiter betreiben werden, weil wir im geld schwimmen“, „weil uns der tatsächlich bedarf der überalternden gesellschaft und der brandschutz wurscht ist und wir uns beliebig viele pflegekräfte auch aus holz schnitzen können“ oder „weil emontionalität einfach über sachlichkeit geht“

    das können sie natürlich auch auf der bürgerversammlung erzählen, aber da brauchts dann niemanden wie mich, um sie argumentativ zu widerlegen. da genügt dann das gelächter der versammlung.

  • onki

    |

    @hf
    Aha, hier „braucht’s“ also jemanden wie Sie? Goldig.

    Ihr überschaumender Fleiss hier in den Kommentaren dient also lediglich zur Kontrolle.
    Von wem haben Sie denn diese ehrenamtlichen Hausmeistertätigkeit übertragen bekommen, hier den roten Rasen zu mähen?
    Na dann müssen Sie aber noch etwas ranklotzen – hier sprießt ja noch an vielen Stellen widerspenstiges buntes Unkraut ;-)

    Aber heute Abend kommt ja der Chef persönlich und macht den brutalst möglichen Aufklärer, dass hier mal wieder Ordnung herrscht im Gallischen Dorf – und für alle Fälle mal einen sauberen Dreschflegel unterm feinen Sacko :o)

  • blauäugig

    |

    @hf: Na wenn es keine Diskussion gab, kann ich ja auch weiter schreiben.
    Auch wenn Sie Ihren Stil immer noch damit begründen, die Argumente auf Ihrer Seite zu haben, erkenne ich aus dem Posting vom 20.5.2015, 14:59 Uhr, dass Sie auch keinerlei Informationen hatten und Ihre Äußerungen nur ins Blaue hinein tätigen. Damit Ihrer „Argumentationskette“ die Basis fehlt.
    Sie schließen aus der Kritik an Ihrem Verhalten auf meine Meinung nicht über Ihre Person (da wäre es ein Leichtes, den richtigen Tipp abzugeben), sondern über die Schließung des Michlstifts. Und da von mir bislang nichts offensichtlich Falsches geschrieben wurde, wollen Sie mir auch noch Worte in den Mund legen, die ich gar nicht kenne (emontionalität z.B.). Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, habe ich mich zur Schließung noch nicht positioniert. Und ich würde mir wünschen, dass die Veranstaltung informativ wird, gerade um die bereits getroffene Entscheidung nachvollziehen zu können. Dass Sie sich dadurch schon angegriffen fühlen, darf erstaunen.
    Beenden Sie dieses Haberfeldtreiben. Sie haben immer noch nicht begriffen, dass Ihr Primärziel, Herrn Raster und mundtot zu machen, nicht jedes Mittel rechtfertigt.

  • hf

    |

    Kommentar gelöscht. Keine Trolle.

  • hf

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    und speziell zu blauäugig: zu dem von ihnen beanstandeten post: die kenntnisnahmesitzung war längst anberaumt (RD-Artikel 17.4.) , ehe die petition den stadtrat erreichte (start am 20.4, quelle: https://www.openpetition.de/petition/online/das-michlstift-muss-bleiben). dass die unterlagen zugänglich sind (genau meine aussage) ist also kausal unabhängig von der petition wahr gewesen. ihre haltlose beleidigung ist nichts wert.

  • edith sauber

    |

    Jemanden der seine Rechte in Anspruch nimmt, als „egomaner Selbstdarsteller, der mit seiner Bedeutungs-
    losigkeit nichts anzufangen weiß“ zu bezeichnen, ist ganz schön blöd und verdient einen dauerhaften Daumen runter. Aber Sozis haben eben nur ein dünnes Häutchen.

  • hf

    |

    @edith:

    “egomaner Selbstdarsteller, der mit seiner Bedeutungs-
    losigkeit nichts anzufangen weiß” hab ich nie geschrieben.

    so falsch wie sie mich zitieren, sind sie doch bestimmt von der CSU, oder?

    das problem ist doch, dass raster sich selbst ohne not viel zu viel bedeutung aufgehalst hat. soviel bedutung, dass nun auch die tatsächlich bedeutungslose csu einen brocken davon abhaben will. das schadet der initiative „recht auf stadt“ noch viel mehr, hat doch die csu erst den öffentlichen wohnungsbau in regensburg und bayern zu gunsten privater investoren zum erliegen gebracht. und es ist erst recht ein missbrauch an der person rasters, dessen 15 Minuten als „person des öffentlichen lebens“ endlich vorbei sein sollten, weil er keinerlei glaubwürdigkeit und argumentationsraum mehr hat. Das hat auch nichts mit mundtotmachen zu tun, sondern mit der achtung und dem schutz von privatpersonen.

  • Student

    |

    @edith sauber
    Der “egomane Selbstdarsteller, der mit seiner Bedeutungs-
    losigkeit nichts anzufangen weiß” stammt zwar nicht von mir sondern einem anderen Kommentator – trotzdem möchte ich mir gestatten, Sie zu fragen, wie Sie auf die abstruse Annahme kommen, dass diese Wortwahl in irgendeinem Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Rechten stünde? Die einzige, die einen solchen Zusammenhang konstruiert, sind doch Sie.

    @Marion Puhle
    Richten Sie an Herrn Raster eigentlich die gleichen Mahnungen nach Respekt im Umgang und Toleranz der Meinung Andersdenkender? Dafür dass er – zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach – für diese Appelle der weitaus passendere Adressat wäre, finde ich es erstaunlich, dass sich Ihre Appelle dahingehend nur in Richtung des Oberbürgermeisters richten. Wobei ich gestehen muss: Herrn Wolbergs kenne ich im Gegensatz zu Herrn Raster nicht persönlich. Mag sein, dass ersterem die Mahnung genauso gebührt.

    @onki
    Ich gebe unumwunden zu, dass ich mich zur Michlstift-Thematik an sich nicht äußern möchte. Würde ich auch nur, wenn ich das Gefühl hätte, mich ausreichend mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Hab‘ ich aber nicht. Hab‘ ich allerdings auch nie behauptet. In diesem Thread geht’s ja aber auch nicht primär um’s Michlstift, sondern um die Anzeige von Herrn Raster gegen den OB. Und Herr Raster ist nun mal jemand, mit dem ich durchaus schon wiederholt zu tun hatte. Und wenn Sie diese Erfahrungen als „kleine Geschwätzigkeit“ abtun wollen, weil Sie nicht zu Ihrer Idealisierung von Herrn Raster passen und sein Gebaren eventuell aus einem unangenehmeren Blickwinkel darstellen, dann ist das natürlich Ihr Recht; ebenso wie sie es als „Sau durch’s Dorf treiben“ sehen können, wenn etliche andere der hiesigen Kommentatoren über ähnliche Erfahrungen mit ihm berichten. Es scheint mir das allerdings eine etwas billige Art, sich so der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Kritik an den doch fragwürdigen Methoden von Herrn Raster zu entziehen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ein großes Lob an viele der Kommentatoren für ihre ausführlichen,
    informativen und zutreffenden Beiträge. Bitte weiter so!

  • berta schild

    |

    In einer Regensburger Tageszeitung ist zu lesen, dass Wolbergs den Vorwurf, die Stadt plane dort teure Wohnungen, als „Quatsch“ bezeichnet. Natürlich plant die Stadt keine teuren Wohnungen, weder dort noch an anderer Stelle. Es ist das Handeln und Unterlassen der Stadt, das teure Wohnungen verursacht. Dafür ist Wolbergs und seine Koalitionäre verantwortlich.

  • Marion Puhle

    |

    @Student
    Es geht hier um die Äußerungen von Herrn OB Wolbergs im Stadtrat und dieser sollte sich für seine verbalen Entgleisungen m.E. schon entschuldigen.
    Außerdem habe ich gegenseitigen Respekt angemahnt und mehrmals den Appell an beide Seite gerichtet, das Gespräch zu suchen und sich sachlich auseinanderzusetzen.
    Wo liegt Ihr Problem?
    Selbstverständlich würde ich auch Kurt Raster zu Respekt mahnen, wenn die Toleranz u. der Respekt einseitig ist.
    Ich kann Ihnen aber sagen, dass es bisher dazu überhaupt keinen Anlass gab.
    Marion Puhle

  • Student

    |

    Frau Puhle,

    Wo mein Problem liegt – um Ihre Frage zu beantworten – habe ich doch denke ich deutlich zum Ausdruck gebracht: darin, dass ich Ihren Aufruf zu Respekt und Toleranz an die Adresse des OB ziemlich einseitig finde, da ich Herrn Raster in der Vergangenheit nicht gerade als jemanden kennengelernt habe, der respektvoll und tolerant mit Andersdenkenden umgeht (was ich als ziemlich haarsträubende Paradoxie angesichts seines unermüdlichen Engagements gegen Rechts oder für Flüchtlinge oder andere Themen, die man gemeinhin mit dem Begriff „Toleranz“ verbindet, empfinde). Und mit „Andersdenkenden“ meine ich keineswegs Rechtsradikale oder ähnliche Extremisten (da könnte man ja mangelnde Toleranz von Hr. Raster gerade noch nachvollziehen), sondern interessierte und durchaus auch sozial engagierte Menschen, die sich nur nicht in allem seiner Meinung anschließen wollen. Daher finde ich ihren Appell nicht an die richtige Adresse gerichtet. Das ist mein Problem.

    Da Sie ausführen, dass es Ihrer Ansicht nach bislang keinen Anlass gab, sich mit Ihren Mahnungen auch an Herrn Raster zu wenden, besteht dahingehend wohl schlicht und einfach ein Dissens zwischen uns, der sich hier wohl auch nicht auflösen lässt. Aber damit können wir beide ja wahrscheinlich ganz gut leben.

    Im Übrigen finde ich es aber schon erstaunlich, dass die Formulierungen von Herrn Wolbergs, es „sehr interessant“ zu finden, wer hinter einer Petition stecke und diese Person „nicht ernst zu nehmen“, da dieser „die Geschichte vom Pferd“ erzähle, nicht nur bereits einen Mangel an Respekt und Toleranz darstellen solle sondern – nach Herrn Raster – sogar Verleumdung, eine Straftat. Die Formulierungen „sehr interessant“, „Geschichte vom Pferd“, „nicht ernst zu nehmen“ (das sind zumindest die gravierendsten OB-Äußerungen, die ich in der Berichterstattung hier entdeckt habe) klingen für mich offen gesagt für einen politischen Diskurs eigentlich ziemlich harmlos. Würden solche Formulierungen in Stadtratssitzungen fallen, dürfte man – gemessen am üblichen Tonfall – von einer wohl eher friedlichen Sitzung ausgehen. Insofern kann ich Herrn Rasters Aufschrei nicht nachvollziehen und bekomme eher den Eindruck von Krokodilstränen, um irgendwelche Schlagzeilen zu bekommen. Und kann nur den Kopf schütteln, dass ihm das wieder mal gelingt.

    Ich denke übrigens, dass auch seitens der Redaktion von regensburg-digital – nicht zuletzt in Bezug auf diverse CSU-Politiker – schon deutlich harschere Formulierungen gefallen sein dürften, die deutlich harscher als „interessant“, „nicht ernst zu nehmen“ oder „Geschichte vom Pferd“ waren (korrigieren Sie mich bitte, wenn Sie das anders empfinden sollten, Herr Aigner). Kämen Sie, Frau Puhle, deshalb auf die Idee, in diesem Zusammenhang von Intoleranz oder Respektlosigkeit zu sprechen? Also bitte doch mal die Kirche im Dorf lassen und eine Mücke nicht zum Elefanten aufblasen – oder zumindest nicht auf Herrn Rasters Zug aufspringen, wenn er glaubt, das tun zu müssen.

  • Boerndman

    |

    Nachdem ich diese Diskussion schon eine Weile belustigt verfolge, muss ich mal mein Kompliment aussprechen… Sensationell ! Was ist schon Lindenstraße oder GZSZ gegen solche Web-Diskussions-Orgien !? …weniger Drama, aber genauso belanglos, sinnlos und sich ins bizarre entwickelnd… Könnte man diese viele Energie nicht positiver oder nachhaltiger nutzen ??? Sprachs und war auch schon wider raus aus der Diskussion…

  • blauäugig

    |

    @Student / R.Weisser / Mathias Vize
    Weil Herr Raster nicht allen Respekt entgegen bringt, denen er nach Ihrer Ansicht zusteht, finden Sue es gerechtfertigt, dass ihm keiner entgegengebracht wird und Sie befeuern sogar z.B. hf in seinen Hasstiraden. Ihrer Logik zufolge braucht auch Ihnen niemand einen Rest von Respekt entgegenbringen. Und so geht das dann weiter – ist das wirklich das gesellschaftliche Klima, das Sue wollen?

  • semmeldieb-depp-gärtner

    |

    is doch geil, boerndman!

    so wuppt das eben in pixelhausen.

    menschen können kostenlos und elektrisch dinge, die ihnen durch das gehirn gehen artikulieren – und ganz viele andere menschen können das verfolgen.

    das internet ist schon was fatales, oder?.

  • onki

    |

    @student:
    und wieder einmal gilt es irgendeine windige Floskel aus Ihrer Feder zu entkräftigen…
    Mit meiner Unterzeichnung dieser Petition assoziieren Sie gleichwohl eine Deckungsgleichheit zu der politischen Einstellung Kurt Rasters? Weiterhin versuchen mir gar eine Idealisierung seiner Person anzurichten!? Ihre schlaff abgeschossenen Gummipfeilchen zielen dermaßen daneben, dass nur mehr das Lachen darüber Schmerz bereitet…
    Richtig ist vielmehr: ich gehöre zu jenem (nicht kleinen) Kreis, der Herrn Raster persönlich davon abgeraten hatte den Weg einer Anzeige zu verfolgen. Der amateurhafte Umgang der spd mit der Petition, sowie die rotzlöffelartigen Denunzierungsansätze von Hartl & Co. wären bereits in der offiziellen RAS-Stellungnahme ausreichend kritisiert worden.

    was die von Ihnen öffentlich breitgewalzte Raster-Geschichte der Marke ich-weiss-was betrifft, so sind Sie mit meiner Betitetelung „kleine Geschwätzigkeit“ noch freundlich und vornehm weggekommen. Für derartige geschmäckle-verbreitende Indiskretionen gehörte Ihnen normalerweise schon ganz anders in die Schlapperl nei gholfen (wie man in Bayern so schön sagt)…

    Leider bringt der ganze ausufernde Schlagabtausch mit SPD-Kadern keinerlei ernsthaften Fortschritte, da jeglicher Kritik-Ansatz (egal welcher Form) am mia-san-mia-Panzer des selbstgefälligem Stadt-Hauptquartiers abprallt…

    Pure Zeitverschwendung leider…
    Allen Schöne Pfingsten.

  • Marion Puhle

    |

    @Student
    Wenn Sie persönlich ein Problem mit Herrn Kurt Raster haben, dann empfehle ich, diese mit Herrn Raster persönlich zu klären. Ich empfinde es als unerträglich, wenn eine Person, die sich bislang auf
    Regensburg Digital in den Kommentaren nicht zu Wort meldete, so durch den Dreck zu ziehen.
    Es ist nicht das 1. Mal, dass sich Herr Wolbergs im Ton vergriffen hat. Ich erinnere nur an die Stadtratssitzung, in der Herr Wolbergs,
    Herrn Dr. Franz Rieger als „charakterloses Schwein“ bezeichnet hat.
    In Erinnerung ist mir auch noch die unsägliche Debatte um die Stadthalle am Donaumarkt. Hier war Herr Wolbergs wenig zimperlich im Umgang mit BI Mitgliedern, nur um einige Beispiele zu nennen.
    Ich drücke das jetzt mal so aus. „Die Interessen der Stadt sind nicht unbedingt, die der Bürger.
    Merke:
    § 1 Die Stadt hat immer Recht (auch wenn sie nicht Recht hat)
    § 2 Sollte die Stadt einmal nicht Recht haben, so tritt automatisch
    § 1 in Kraft.
    Wer sich den Interessen der Stadt in den Weg stellt, darf antreten zum öffentlichen Rapport und Abwatschn.
    Ist das der neue Politikstil?
    Marion Puhle

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „blauäugig“: Ich wollte Sie nur höflich darauf aufmerksam
    machen, daß ich eine Frau bin und daher nicht den männ-
    lichen Vornamen Matthias, sondern den weiblichen Vor-
    namen M a t h i l d e habe. Und wenn Sie meinen Namen
    V i e t z e noch richtig schreiben könnten, wäre ich Ihnen
    sehr dankbar.

  • blauäugig

    |

    @Frau Mathilde Vietze:
    Da der „Student“ hier unter mehreren Namen schreibt, habe ich ihm einen weiteren gegeben, der ihn daran erinnern soll, dass er sich ja auch bisher sehr auf Ihre Kosten profiliert hat. Dass dies so nicht ankam, muss ich auf meine Kappe nehmen.
    In dem Maße, wie auch Herr Hartl es auf seine Kappe nehmen muss, dass die Person, welche er für „erledigt“ erklärt hat, nun am Boden liegend den Tritten von feigen Eiferern ausgesetzt ist. Nehmen Sie es mir nicht allzu übel, dass ich nach Jahrzehnten, in denen ich mir einen Nicht-CSU-OB gewünscht habe, nun reichlich verbittert bin ob der Amtsführung.
    Für die hohlen Phrasen von hf mag ich Hartl nicht verantwortlich machen, das ist schon dessen eigenes Versagen: während ich ihm einen Beleg nannte, woraus ich schließe, dass er selber nicht über die Informationen verfügte, welche die Schließung des Michlstifts notwendig erscheinen lassen, versucht er dies zu widerlegen, indem er anführt, dass zu einem späteren Zeitpunkt als von ihm ursprünglich behauptet („debatte hat vor jahren stattgefunden“, „fakten wurden wieder und wieder heruntergebetet“) ja andere die Informationen hatten.

  • Student

    |

    Frau Puhle: nur weil Herr Raster sich hier nicht zu Wort meldet (ich hindere ihn schließlich nicht daran) heißt das doch wohl kaum, dass ich mich nicht zu meinen Erfahrungen mit ihm äußern darf. Sie äußern sich ja auch zum „wenig zimperlichen Umgang“ des OBs, kritisieren dessen Verhalten, ohne dass sich Herr Wolbergs hier in den Kommentarspalten bisher zu Wort gemeldet hätte. Wo liegt denn da bitte der Unterschied? Wieso ist das bei mir „unerträglich“ und bei Ihnen scheinbar überhaupt kein Ding?

    @onki
    „Mit meiner Unterzeichnung dieser Petition assoziieren Sie gleichwohl eine Deckungsgleichheit zu der politischen Einstellung Kurt Rasters?“ – Nein, tue ich nicht. Wie kommen Sie zu dieser – sehr interessanten, höhö – Annahme? Geschrieben habe ich so etwas jedenfalls nirgends. Erzählen Sie hier etwa die Geschichte vom Pferd? Das kann ich nicht sehr ernst nehmen.

    „Für derartige geschmäckle-verbreitende Indiskretionen gehörte Ihnen normalerweise schon ganz anders in die Schlapperl nei gholfen.“
    Ich wiederhole mich: Es scheint mir das eine etwas billige Art, sich so der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Kritik an den doch fragwürdigen Methoden von Herrn Raster zu entziehen.
    Und überhaupt: wieso Indiskretion? Unter Indiskretion versteht man (Quelle wikipedia) das „Verletzen der Verschwiegenheit und die Weitergabe von Informationen an Personen, für die diese nicht bestimmt sind“. Nichts was ich berichtet habe, unterlag irgendeiner Verschwiegenheitspflicht und niemand hier war unbefugt, diese Dinge zu erfahren. Wieso also bitte kommen Sie auf „Indiskretion“? Im Übrigen verweise ich an dieser Stelle auf das Motto von Regensburg-digital: „Journalism is publishing something, someone doesn’t want us to know. The rest is propaganda.“ Demnach wäre das, was Sie als „Indiskretion“ bezeichnen, Journalismus im Besten Sinne. Danke für das Kompliment.
    Und schließlich: wieso meinen Sie, dass Ihr „Abraten von einer Anzeige“ bereits ein Beleg dafür sein könnte, dass Sie Herrn Raster nicht idealisieren? Wieso sollte das eine bitte das andere ausschließen? Dass Sie sich mit der Kritik an Herrn Raster nicht inhaltlich auseinandersetzen sondern sie stattdessen – noch dazu ziemlich vulgär – einfach niedermachen, spricht doch für sich.
    Die Bemerkung mit den SPD-Kadern (sollte sie auf mich bezogen sein) kann ich nicht nachvollziehen, da ich der SPD nicht besonders nahe.

  • onki

    |

    @student
    Na, da scheine ich ja die richtigen (oder falschen) Sensoren getroffen zu haben, wenn Sie sich vor lauter nicht-ernstnehmen, über meine „ziemlich vulgären“ Worte doch noch so aufregen.

    Dass Sie nun nach dem Aufstellen kruder Behauptungen den Verwunderten spielen und erwartungsgemäß Ihre beratungsresistenten Wortklaubereien ansetzen war zu befürchten…

    Natürlich setzen Sie mich politisch in ein Boot mit Raster. Was sonst soll denn Ihr wiederholt ausgesprochener Nonsens ich „idealisiere“ Herrn Raster bedeuten?

    Die vorzufindenden verschiedenen (nicht-)politischen Hintergründe und Einstellungen der einzelnen Personen im Zusammenschluss RAS lassen eine klischeehafte Pauschalisierung, wie sie Ihnen gerne an der Feder hängt, kaum zu…

    Nun nochmal zu Ihrer 8 Jahre alten Lieblingsgeschichte, die Sie ja allzu gerne als sachbezogene „Kritik an den Methoden des Herrn Rasters“ hochstilisieren – der sie mittlerweile gar journalistischen Charakter anzudichten versuchen (lach).
    Ich kenne diese Geschichte.
    Mir ist auch bekannt, dass diese Geschichte oft und gerne in einseitig gefärbter Version ungefragt aufgetischt wird…
    Glücklicherweise kenne ich die Version beider Parteien. Und wie es nunmal so in sehr hitzigen Angelegenheiten ist, liegt die Wahrheit mit Sicherheit in der Mitte. Und in den Auseinandersetzungen, die letztlich im Ausscheiden Rasters resultierten, waren sicherlich nicht nur Unschuldslämmer beteiligt…

    Kurt Raster ist eine politisch sehr aktive und offensive Person in Regensburg – die Streitbarkeit ist daher nicht von der Hand zu weisen.

    RAS hätte (im Nachhinein betrachtet) jemand anderes diese Petition einreichen lassen sollen. Den genau dass was Sie mir lustigerweise vorwerfen: „sich billig einer inhaltlichen Auseinandersetzung entziehen“ wird in der sachlichen Behandlung der Petition durch den Stadtrat praktiziert. Sich einfach den Raster rausziehen und wochenlang in die Mangel zu nehmen – welch eine willkommene Ablenkung von den eigenen Blödheiten und Versäumnissen, die eigentlich erst zu einer solchen Petition geführt haben…
    Genau das ist der Grund, warum ich nicht auf jede hervorgezauberte, persönliche ich-weiss-was-Story zu Herrn Raster „inhaltlich“ eingehen möchte und kann… (schon gar nicht wenn sie auf eine 8 Jahre alte Streithanselei beruht, von der dann nur geschmäcklerisch die eine Seite dargestellt wird)

    So werden dann die heimtückischen Methoden eines Rasters dargestellt, die ihm jegliche Mündigkeit und Redlichkeit absprechen und letztlich logischerweise auch „SEINE“ Petition zur inhaltlichen Bedeutungslosigkeit verdammt.
    Willkommen in der ehemaligen DDR!

    Meine Bemerkung mit den „SPD Kadern“ war nicht auf Sie gemünzt – vielmehr waren da einige andere Online-Genoss(inn)en, sowie das stark vertretene Klatschpersonal auf der Infoveranstaltung gemeint…

  • Marion Puhle

    |

    @Student
    Der Oberbürgermeister Wolbergs repräsentiert die Stadt Regensburg und ist somit eine Person des Öffentlichen Lebens.
    Wer die Stadt repräsentiert, sollte sich nicht allzu oft solche verbalen Entgleisungen leisten.
    Demnach ist es nur richtig, wenn ein solches Verhalten auch öffentlich diskutiert wird.
    Herr Raster ist politisch engagiert bei der Initiative „Recht auf Stadt“ und im Uetheater.
    Hier sehe ich schon einen sehr großen Unterschied.
    Zumal ich bislang nicht erkennen kann, warum ein ganz normaler demokratischer Vorgang (Petition) eine solche Reaktion des Oberbürgermeisters auslöst.
    Ob nun die Reaktion eine andere gewesen wäre, wenn eine andere Person die Petition ins Leben gerufen hätte, mag ich sehr bezweifeln.
    Es ist auf jeden Fall nicht richtig, dass das Oberhaupt der Stadt Regensburg eine Person herausgreift und sie öffentlich abwatscht. So kann und wird es sicherlich nicht gehen.
    Sein Interesse ist, das Michaelstift zu schließen und das Interesse der Initiative „Recht auf Stadt“ ist, das Michealstift zu erhalten.
    Um die Interessen der Stadt durchzusetzen, darf man sich offensichtlich „Öffentliches Abwatschn“ erlauben. So funktioniert Demokratie aber nicht.
    Marion Puhle

  • Ziehonkel

    |

    @blauäugig
    „dass ich nach Jahrzehnten , in denen ich mir einen Nicht-CSU-OB gewünscht habe, nun reichlich verbittert bin ob der Amtsführung.“
    Nehmen Sie es mir nicht übel, aber so überraschend konnten die Folgen vielleicht doch nicht sein.
    Wenn man sich die Jahre 1990-1996 in Erinnerung ruft
    http://www.regensburg-digital.de/stadtrats-adventskalender-folge-20/21122012/
    und die Veröffentlichungen der letzten Jahre verfolgte, konnte man sich manchen Reim daraus machen.
    z.B. Regensburg Digital
    http://www.regensburg-digital.de/glatze-bleibt-schnauzer-auch/15032008/
    z.B. Mittelbayerische Zeitung
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/wolbergs-probt-aufstand-gegen-die-spd-vorsitzende-21179-art71446.html
    z.B. Wochenblatt
    http://mobil.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/art1172,26140

  • Student

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    @onki
    Nein, so ernst wie Sie es sich zu erhoffen scheinen, nehme ich Sie tatsächlich nicht. Genau genommen sind Sie mir nicht einmal die Mühe wert, diesen Diskurs hier fortzusetzen. Denn in irgendeiner Weise zielführend oder ergiebig wäre das ohnehin nicht – zumindest dahingehend könnten wir uns vielleicht sogar einig werden.

    @Marion Puhle
    Ich meine, Respektlosigkeiten und Intoleranz sollte sich nicht nur ein Oberbürgermeister, sondern auch ein Aktivist von „Recht auf Stadt“ nicht erlauben. Ich messe da nicht mit zweierlei Maß und glaube auch nicht, dass das richtig wäre. Es bleibt also bei unserem Dissens. Man muss ja auch nicht immer einer Meinung sein. Und mit dieser Feststellung verabschiede ich mich aus der Diskussion, die allmählich an einem toten Punkt angelangt scheint.

  • onki

    |

    @Student
    > Genau genommen sind Sie mir nicht einmal die Mühe wert,
    > diesen Diskurs hier fortzusetzen. Denn in irgendeiner Weise
    > zielführend oder ergiebig wäre das ohnehin nicht – zumindest
    > dahingehend könnten wir uns vielleicht sogar einig werden.

    Danke. Wir sind uns einig.
    Eine Premiere…

  • Mathilde Vietze

    |

    Natürlich ist es nicht wünschenswert, wenn
    ein Politiker lautstark „aus der Haut fährt“.
    Trotzdem ist mir ein OB Wolbergs, der noch
    Emotionen zeigt, lieber als ein eiskalter, ab-
    brühter Brocken, der – immer lächelnd –
    über Leichen geht.
    Allerdings sollten sich weder Wolbergs, noch
    Hartl von Leuten provozieren lassen, mit denen
    zu diskutieren, keinen Sinn macht.

  • trash

    |

    In facebook zu posten:“Mir wurde von mehreren Seiten bestätigt, daß Kurt Raster mit seiner Bedeutungslosigkeit nichts anzufangen weiß und sich deshalb so aufplustert.“ liegt auf der gleichen wiederwärtigen Ebene wie der Porno-Pranger vom Urmann.

  • onki

    |

    @Mathilde Vietze
    nun übertreiben Sie’s mal nicht mit dem Beschönigen…
    hier speziell zum Thema „Diskussionsfreude“ der Genossen Wolbergs und Hartl:

    1. Welche Diskussion?
    Wann wurde denn in dieser Thematik überhaupt schon mal diskutiert?
    Wenn man den Teich trocken legen will, fragt man nicht die Frösche… richtig?
    Das Überbringen/Vermitteln von feststehenden Entscheidungen werden Sie doch nicht ernsthaft als Gesprächsangebot zu einer ergebnisoffenen Diskussion umdeuten wollen.

    2. Aus der Haut fahren…
    Wolbergs war auf der Infoveranstaltung sehr gut vorbereitet, kannte die Argumente seiner Kontrahenten in allen Facetten und ließ diese auch stellenweise gekonnt rhetorisch auflaufen. Die Veranstaltung wäre planmäßig aalglatt über die Bühne gelaufen, bis dem Genossen Hartl wieder mal die ohnehin dünne Toleranz-Hutschnur geplatzt ist :-)
    Da hat er sich knappe 3 Stunden mit Müh und Not zusammengerissen, nur um in der letzten Viertelstunde dann doch schreiend herumzupoltern, mit wem er generell nicht diskutiert, ja nicht mal mehr sprechen mag…
    (gemeint waren die bösartigen Herren Pfeiffer und Raster, die auf seinen vorangegangen 5-minütigen Spontan-Monolog einzugehen versuchten…)

  • Pflegekonzern verklagt Altenheimkritiker » Regensburg Digital

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    […] Oberbürgermeister Joachim Wolbergs derart sauer auf, dass dieser sich gehörig im Ton vergriff. Raster wiederum erstattete Anzeige wegen Beleidigung und der damalige SPD-Fraktionschef Norbert Hartl gab der Öffentlichkeit zur Kenntnis, dass […]

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