SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 28. September 2010

Das Zähneknirschen klingt bei der Pressemitteilung durch, die am späten Dienstagnachmittag verschickt wurde, aber immerhin: Die Stadt Regensburg hat dem öffentlichen Druck nachgegeben, in Sachen FOS/BOS ihr beharrliches Schweigen gebrochen und Lösungsvorschläge vorgelegt, um die Raumsituation an der Schule zu entspannen. Die Klassen aus dem Gebäude am Ziegelweg können in die ehemalige Bundeswehrfachschule an der Landshuter Straße 17 umziehen und dürfen darüber hinaus die Fachräume am Ziegelweg weiter nutzen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Optionen, um Räume am Beruflichen Schulzentrum Georg Kerschensteiner zu nutzen. In beiden Fällen stünden dann, laut Aussage der Stadtspitze, der Schule die – bereits vor Schulbeginn geforderten – 50 Klassenzimmer zur Verfügung. Rektor Karl Heinz Kirchberger will sich nun mit dem Kollegium über die praktikabelste Lösung beraten. Bereits vor geraumer Zeit hatte die Stadt der Schule das Angebot gemacht, in die Bundeswehrfachschule umzuziehen, allerdings unter der Auflage, keine neuen Klassen zu bilden. Auch die Fachräume am Ziegelweg hätten zum damaligen Zeitpunkt nicht genutzt werden dürfen. Diese Einschränkungen hat Weber nun aufgehoben. Rektor Karl Heinz Kirchberger sieht in dem Angebot einige „positive Elemente“. Er ist vor allem froh darüber, dass nun definitiv keine Schüler abgewiesen werden müssen. „Dennoch kann das nur eine Übergangslösung sein. Es besteht nach wie vor eine räumliche Enge und für den Fachunterricht muss gependelt werden.“ Der Neubau der FOS/BOS müsse so schnell wie möglich vorangetrieben werden. Gemeinsam mit dem Kollegium will Kirchberger nun beraten, welches Angebot man annimmt. Ihre abwartende Haltung begründen Schulbürgermeister Gerhard Weber und Oberbürgermeister Hans Schaidinger (oben im Bild) damit, dass erst seit Montag die endgültigen Schülerzahlen (1.446) vorlägen. „Erst auf der Grundlage dieser verbindlichen Daten ist verantwortungs- und kostenbewusstes städtisches Handeln möglich.“ In den letzten Wochen hatte Weber mal erklärt, dass die Kapazitäten im vergangenen Jahr gereicht hätten, also auch dieses Jahr reichen müssten und immer wieder vom Ministerialbeauftragten Dr. Friedrich Heyder verlangt, Schüler auf andere Standorte zu verweisen. Verärgert sind Weber und Schaidinger nun darüber darüber, dass Heyder sich diesem Druck der Stadt nicht gebeugt und dies abgelehnt hatte. Entsprechende Unterstützung hatte Heyder dafür auch von der Elternversammlung der FOS/BOS erhalten, die es einstimmig abgelehnt hatte, Schüler abzuweisen. „Rund 80 neu angemeldete Schülerinnen und Schüler der FOS/BOS stammen nicht aus Regensburg oder dem Landkreis Regensburg“, ereifern sich darüber Weber und Schaidinger. Ja schlimmer noch: „Einige angemeldete Schülerinnen und Schüler stammen nicht einmal aus der Oberpfalz, sondern gehören einem anderen Regierungsbezirk an.“ Vor dem Hintergrund, dass der Minsterialbeauftragte Heyder bereits vor geraumer Zeit erklärt hatte, dass im Gegenzug rund 150 Schüler aus dem Raum Regensburg Schulen an anderen Landkreisen besuchen, kann man diese Haltung nur als provinziell bezeichnen.

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