Archiv für 23. September 2010

„Wer der Schuldige ist, ist mir eigentlich wurscht“, sagt Norbert Hartl (Foto), „aber ich habe das Nebelrumgerede satt.“ In der Diskussion um die Raumnot an der FOS/BOS hat der SPD-Fraktionschef im Regensburger Stadtrat sowohl das Schulreferat, damit Bürgermeister Gerhard Weber, wie auch die Schulleitung, Rektor Karl-Heinz Kirchberger, aufgefordert, konkrete Zahlen zu den fehlenden Klassenzimmern auf den Tisch zu legen. „Sobald diese Fakten vorliegen, ist die SPD Fraktion bereit im Stadtrat für zusätzliche Klassenzimmer einzutreten, die dann unverzüglich bereitzustellen sind“, heißt es in einer Presseerklärung vom Donnerstag (als PDF). Das sind ganz neue Töne – oder doch nicht? Schulleiter Kirchberger hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sieben Räume fehlen und auch die derzeitige Unterbringung der Schülerinnen und Schüler geschildert. Ergebnislos. All das sei laut Hartl „zu vage“ gewesen. Er will jetzt nochmal genau wissen, welche Klassen wie wo untergebracht sind. „Jedes Klassenzimmer, dass dann nachgewiesenermaßen fehlt, wird auch zur Verfügung gestellt“, verspricht er. „Dass Platzmangel herrscht, bezweifle ich nicht.“ Den Container-Vorschlag von CSU-Stadtrat Franz Rieger lehnt Hartl allerdings rundweg ab. „Das ist doch reine Gschaftlhuberei.“ Präferenz der SPD wäre stattdessen die ehemalige Bundeswehrfachschule an der Landshuter Straße 17. Schulbürgermeister Weber hatte es bislang abgelehnt, dort zusätzliche Räume zur Verfügung zu stellen. Das leerstehende Gebäude müsse für den Notfall – einen Anstieg der Asbestbelastung im bisherigen Schulgebäude am Ziegelweg – freigehalten werden, so Webers Argumentation in der Vergangenheit. „Das ist ein Schmarrn“, sagt Hartl, der darauf hinweist, dass bereits im vergangenen Jahr Schüler des Goethe-Gymnasiums in der Landshuter Straße 17 untergebracht waren. „Was wäre dann im Notfall passiert?“ Kirchberger hat bereits auf Hartls Aufforderung reagiert und eine Auflistung der betroffenen Klassen und Räume zusammengestellt (PDF) – es fehlen bekanntlich sieben Zimmer. Nun ist auch bekannt, welche Klassen davon betroffen sind. Ob das ausreicht, um endlich Bewegung in die verfahrene Situation zu bringen? Die Zeit dafür ist in jedem Fall überreif. Bei einer Elternversammlung am Mittwochabend machten die rund 150 anwesenden Väter und Mütter ihrem Ärger und ihrer Frustration Luft. Eindrucksvolles Zeichen dafür: Die von der Stadt geforderte Verweisung von Schülern auf andere Standorte lehnte die Versammlung einstimmig ab. „Es wird Zeit, dass Bürgermeister Weber mal zum Schulbetrieb kommt, um zu sehen, unter welchen Bedingungen sich die Jugendlichen hier aufs Abitur vorbereiten müssen“, so eine Mutter. Das Verhalten der Stadt diskriminiere die Schulart FOS/BOS, so die ehemalige Elternbeirätin Elisabeth Reitberger. Sollte sich die Stadt weiter weigern, zusätzliche Räume bereitzustellen, plant der Elternbeirat, dagegen Klage einzureichen. Man wolle sich dazu mit der Landeselternvertretung beraten, sagt der Elternbeiratsvorsitzende Franz Schuster. Trotz allem gehe es aber nicht um Konfrontation betont er. „Eine Lösung geht nur mit der Stadt.“ Manchmal habe er aber den Eindruck, dass „einige Politiker in einer Parallelwelt leben. Die sind meilenweit von den Sorgen der Eltern und Schüler entfernt.“

Ein Platz für Boll?

Wie ein ostfriesischer Omnibus – so ist, nach den Worten von Hans Schaidinger, die Liste mit den Namensvorschlägen für Straßenbenennungen in Regensburg gestaltet: 20 Meter breit und nur zwei Meter lang, „damit alle neben dem Fahrer sitzen können“. Was das heißen soll? Alle Namensvorschläge, 200 sind es nach Schaidingers Worten derzeit, stehen gleichberechtigt nebeneinander. So […]

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