Ein Platz für Boll?

Wie ein ostfriesischer Omnibus – so ist, nach den Worten von Hans Schaidinger, die Liste mit den Namensvorschlägen für Straßenbenennungen in Regensburg gestaltet: 20 Meter breit und nur zwei Meter lang, „damit alle neben dem Fahrer sitzen können“. Was das heißen soll? Alle Namensvorschläge, 200 sind es nach Schaidingers Worten derzeit, stehen gleichberechtigt nebeneinander. So auch der von Dr. Walter Boll, nach dem die ödp in der Sitzung des Planungsausschusses am Dienstag mittels Antrag eine Straße benennen lassen wollte. „Da brauchen wir die ödp nicht dazu. Der Name steht schon lange auf der Liste“, äzte Schaidinger. Man suche aber nach einer „nicht ganz unbedeutenden Straße“ oder einem Platz in der Altstadt, der – wenn überhaupt – Bolls Namen tragen könnte. „Und davon haben wir nun mal nicht viele.“ Der ödp fehle die Geduld, dort sei man zu faul, um mal bei der Stadtverwaltung nachzufragen stattdessen stelle man einen Schaufensterantrag mit dem Ziel in die Zeitung zu kommen, so der Oberbürgermeister. Seiner Aufforderung, den Antrag zurückzuziehen, wollte Stadtrat Joachim Graf dennoch nicht nachkommen und so wurde dann doch kurz über Sinn und Unsinn einer Straßenbenennung diskutiert. Der 1985 verstorbene Boll gilt gemeinhin als Retter der Regensburger Altstadt. Als städtischer Kulturdezernent und Heimatpfleger sperrte er sich nach dem II. Weltkrieg gegen aberwitzige Verkehrspläne der Stadtoberen und bewahrte mehrere historische Gebäude vor der Abrissbirne. Engagement, das durchaus gewürdigt wurde: Boll ist Ehrenbürger, Träger der Bürgermedaille in Gold, der Albertus-Magnus-Medaille sowie des Bayerischen Verdienstordens und des Großen Bundesverdienstkreuzes. Das listet der ödp-Antrag minutiös auf. Was aber geflissentlich unerwähnt bleibt und bei SPD wie Grünen für Skepsis sorgt, ist Bolls NSDAP-Mitgliedschaft und seine Rolle als Kreiskulturwart während der NS-Zeit. „Nicht jeder, der in der Partei war, war ein Nazi“, meint dazu Joachim Graf. Boll habe „vielen Juden das Leben gerettet“. Norbert Hartl (SPD) wandte ein, dass man ungeachtet aller Verdienste Bolls um die Regensburger Altstadt „nicht so salopp“ über dessen NSDAP-Mitgliedschaft hinweg gehen könne und Jürgen Mistol (Grüne) verlangt, dass die Vita Bolls doch etwas genauer beleuchtet werden müsse, ehe man eine Straße nach ihm benenne. Womit wir bei einem Antrag aus dem Jahre 2008 wären. Schon damals wollte die ödp eine Straße nach Boll benennen, schon damals war man ob Bolls NSDAP-Mitgliedschaft skeptisch und damals wurde Bolls Name auch auf die Warteliste gesetzt, verbunden mit dem Auftrag an die Verwaltung, Bolls Vergangenheit genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein Vorschlag der einhellige Zustimmung fand, aber bislang keine Ergebnisse gezeitigt hat. Am vergangenen Dienstag war dieser Antrag offenbar keinem Stadtrat mehr erinnerlich und so wiederholte sich die Diskussion aus dem Jahr 2008 und erneut wurde angemahnt, sich doch genauer mit Bolls NS-Vergangenheit zu beschäftigen. Schaden würde das sicher nicht, denn zwar sind neue Straßen und Plätze in der Altstadt dünn gesät, doch wie Stadtrat Günther Riepl (Freie Wähler) anmerkte, werden solche mit der geplanten Bebauung des Donaumarkts in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen. Spätestens dann wird die Boll-Debatte im Stadtrat erneut erfolgen und unabhängig vom Ergebnis bleibt festzuhalten, dass wenigstens Teile des Stadtrats nicht mehr ganz so sorglos mit der Vergangenheit umgehen, wie dies bei der Benennung der Hans-Herrmann-Grundschule nach einem NS-Bürgermeister der Fall war.

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Kommentare (44)

  • Alexander Holz

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    Eines sollte sicher sein: Eine Schaidingerstrasse/Platz wird es nie geben!

  • Journalist

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    Nix dagegen, dass man sich anschaut, wen man denn da eigentlich mit einer Straße ehrt, aber man kann’s auch übertreiben mit der politischen Korrektheit. Wo sind die Gutmenschen, die sich z.B. gegen die Benennung der Richard-Wagner-Straße (Antisemit, Hitler-Muse) und die Charles-Lindbergh-Straße (chronischer Ehebrecher) erregen? Oder anders gefragt: Bei wem findet man, wenn man nur lange genung gräbt, garantiert keine Leichen im Keller? Auch eine medial idealisierte Gestalt wie z.B. der Dalai Lama ist, mal genau hingesehen, ein Befürworter einer undemokratischen, obrigkeitsstaatlichen und ungerechten Feudalgesellschaft (eines Regimes mit ihm an der Spitze nämlich). Folglich Straßen nur noch nach Blümelein oder Bäumchen benennen (Tulpenstraße, Nelkenweg, Ahorngässchen, …)? Schöne heile Welt…

  • Tüpferlscheißer

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    Herr Journalist, was spricht dagegen, Straßen nach Blümelein oder Bäumchen zu benennen, anstatt Menschen zu ehren, die sich das eventuell nicht verdient haben?
    Und mit Verlaub, eine NSDAP-Mitgliedschaft würde ich nicht so leichthin mit Ehebruch vergleichen. Klar, Opa war kein Nazi, und Tante Hildegard war auch nur dabei, weil ja alle irgendwie… Bloß weil man das Parteibuch hatte… Das nenn ich ne schöne heile Welt!
    Mit dem Dalai Lama haben Sie im Übrigen recht.

  • Journalist

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    Prinzipiell spricht natürlich nicht dagegen, sich mit Nelkenwegen und Tulpenstraßen zu umgeben. Ich muß bloß manchmal grinsen, wenn ich irgendwo (nicht unbedingt in R) unterwegs bin und mich eher wie im botanischen Garten als wie in einem Stadttteil fühle.

    Mit der NSDAP-Mitgliedschaft haben Sie recht. Sollte man nicht auf die liechte Schulter nehmen. Bloß: Würde man alle Straßen, die nach ehemaligen NSDAPlern benannt sind, umbenennen, hätten die Gemeinden die nächsten Jahre viel zu tun. Da muß man schon erstmal differenzieren, wieso jemand NSDAP-Mitglied war und ob er nach dem Eintritt „lernfähig“ war oder dumpf bis zum Ende Hilter verherrlichte.

    Nur ein Beispiel: Von Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist folgendes Zitat aus dem Jahr 1939 überliefert:

    „Die [polnische] Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und genügsam.“

    Ja, das hat Stauffenberg 1939 an seine Frau geschrieben. Heutzutage wäre ein solcher Ausspruch nicht gerade politisch-korrekt. Zudem begrüßte Stauffenberg Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und war an der militärischen Ausbildung der SA beteiligt.

    Nun ja, trotzdem hat man Gymnasien (in Osnabrück) und Straßen (in Dresden) nach ihm benannt und Ehrenbriefmarken herausgegeben. Denn Stauffenberg war zumindest lernfähig (wenn auch vom Gedankengut her bis zum Ende stramm nationalkonservativ).

    In R stellt sich halt (zum x-ten Male) die Frage, ob Boll ähnlich lernfähig war bzw. ob er nur ein mitläuferisches Abzeichen trug – oder ob er überzeugter Hitlerianer war. Das Totschlagargument „NSDAP-Mitgliedschaft“ allein jedenfalls ist unsachlich.

  • fips

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    NSDAP-Mitgliedschaft allein sagt sicher noch nicht viel, weil viele dabei waren um ihren Job nicht zu verlieren, z.B. als Lehrer oder Beamter.

    Hier gehts aber um den Kreiskulturwart der NSDAP für Regensburg Dr. Boll. Eine nicht völlig unbedeutende Funktion im örtlichen NS-Gefüge. Da muss man in jedem Fall genauer hinschauen als bei einem der erst in den Jahren nach 1933 irgendwann der NSDAP beigetreten ist und nichts anderes als eine „opportunistische Karteileiche“ ohne Funktion war.

    PS: die Hans-Hermann-Schule (Hans Hermann erst Bürgermeister in der NS-Zeit, später Bürgermeister der CSU) dürfte es allerdings eigentlich auch nicht mehr geben. Geehrt wurde da der Nachkriegsbürgermeister, die NS-Vergangenheit wurde geflissentlich ausgeblendet, so war das in den 50er und 60er Jahren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Herrmann_(Politiker)

  • Bernd Henneberg

    |

    Walter Boll wurde von dem damaligen Oberbürgermeister Schottenheim genötigt unbedingt der NSDAP beizutreten. Er tat das sehr widerwillig. Sein damaliger Nachbar Staatsanwalt Seither, der mit einer „Halbjüdin“
    verheiratet war, riet ihm jedoch trotzdem beizutreten. In dieser Position könne er so manchem helfen. Ansonsten hätte Boll die Leitung des damals im Neuaufbau befindlichen Museums nicht fördern können.

  • Journalist

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    Mal was grundsätzliches: Boll ist, ich zitiere den o.g. Artikel…

    „…Ehrenbürger, Träger der Bürgermedaille in Gold, der Albertus-Magnus-Medaille sowie des Bayerischen Verdienstordens und des Großen Bundesverdienstkreuzes.“

    Häh?? Wie jetzt?? Werden an Ehrenbürgerschaften, Bürgermedaillenträger, Verdienstorden- und -kreuzträger weniger strenge Maßstäbe angelegt als an die Namensgeber einer popeligen Kleinstraße? Oder was?

    Irgendwie ne Pseudodebatte.

  • gifthaferl

    |

    @ journalist

    Auch etwas Grundsätzliches:

    „Der Begriff Gutmensch wird für Personen verwendet, die humanistische, altruistische, auch
    religiös-mitmenschliche Lebensziele und Argumente höher einschätzen als utilitaristische und
    ihr Handeln, Ihre Politik, ihr Leben danach ausrichten.
    Der Begriff soll vor allem Geringschätzigkeit und Zynismus sowie die rationale Überlegenheit
    des eigenen Standpunktes ausdrücken. Dem Gutmenschen wird Naivität, Realitätsferne und
    Gefühlsduselei unterstellt, er hat nach Meinung seiner Gegner in seinem Tun keinerlei Bezug
    zur harten Wirklichkeit . Der Begriff Gutmensch ist seit den 80er Jahren ein beliebtes
    Modewort, er dient als Stempel, mit dem jede weitere Diskussion leicht beendet wird

    Erstmals findet sich das Wort als Bezeichnung für die Anhänger von Kardinal Graf Galen, der gegen die Vernichtung lebensunwerten Lebens , also die Tötung körperlich und geistig Behinderter durch die Nationalsozialisten (schließlich mit Erfolg) gekämpft haben. Nicht klar ist, ob der Begriff von Josef Göbbels oder Redakteuren des Stürmer 1941 ersonnen worden ist. Gutmensch geht auf das jiddische a gutt Mensch zurück, womit von den Nationalsozialisten auch ein Bezug zu den lebensunwerten Juden hergestellt werden sollte.“

    http://web.archive.org/web/20070928101946/http://www.djv-nrw.de/bilder/Memorandum27.03.06.pdf

    Fein, dass es wieder so In ist diesen Begriff zu verwenden, sogar wenn es um NSDAP Mitgliedschaft geht und deren genaueren Hintergrund.

  • Journalist

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    Liebes Gifthaferl,
    bitte machen Sie sich doch nicht jeden zum Feind hier. Nicht alle stehen halt auf politisch korrektes Gutsprech. Hat übrigens etwas Faschistoides an sich, wenn der Mehrheit nicht genehme Wörter nicht mehr benutzt werden sollen. Apropos: Es verblüfft immer wieder, wie weitsichtig Orwell damals in den 1940ern war. Der hatte auch keine Bedenken, Scheisse auch Scheisse zu nennen und nicht etwa „Braunen Körperextrakt mit unerwünschtem Olfactus“.

    Aber kehren wir doch lieber zum Thema Boll zurück, ok?

  • Immanuel K. Anti

    |

    @Journalist

    Das mit der Ehe überlassen wir hauptsächlich den Paaren und ihrem Umkreis, seit wir die Zivilehe haben, ist das mit der Treue eher Privatsache.
    Wenn Sie schon mit Orwell kommen, dann stimme ich Ihnen voll zu, sofern wir Nazis als Nazis bezeichnen und nicht als „verführte Person mit NSDAP-Parteibuch“. Wenn Sie Diskussionen unbedingt mit beleidigendem Vokabular anreichern müssen spricht das nicht für Sie. Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass „Kanacke“ von der Etymologie her „Mensch“ bedeutet, aber nicht mehr gebraucht wird, ausser man möchte jemanden massiv beleidigen. Vielleicht wollen Sie ja mal den Kinderfunk auf B2 hören, da wird öfter mal nebenbei erklärt, warum man heute nicht mehr von „Negern“ und „Eskimos“ spricht.
    Aufregen kann man sich – so man möchte – gern auch über die Straßen um das ehemalige Messerschmittgelände. Von Richthofen ist ein schönes Beispiel, da wird mir so richtig schlecht, denn ich habe sein Buch (Der rote Baron) gelesen. Die umliegenden Straßen habe ich mal ergoogelt, da sind so richtig eklige Kerle dabei.

    Nun geht es darum, solche Namen in Zukunft zu verhindern. Was daran schlimm sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

  • Journalist

    |

    Oje, so viele haarespaltende Mimosen mit so viel Freizeit hier.
    Erfolgreich vertrieben habt Ihr mich jedenfalls, Glückwunsch.
    Servus!

  • gifthaferl

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    „bitte machen Sie sich doch nicht jeden zum Feind hier.“
    Journalist

    Was geht das Sie an?
    Das ist wie Ehebruch mein Privatvergnügen, oder etwa nicht?
    Oder sind wir im Vatikan, in Saudi Arabien oder im Iran?

    Schon blöd, wenn man „politische Korrektheit“ rundum – nicht nur in der Sprache offenbar – albern findet, aber Kriterien von Fundirelgiösen als ganz normal hinstellt.

    Da trifft sich halt immer was zusammengehört, nicht die faschistoide Struktur gewisser „Bereiche“ ist auch nur annähernd problematisch, sondern die Forderung nach einem sensiblen, nicht verdrehtem Umgang mit Sprache ist faschistoid.
    Neusprech schließt Dummschwätz ja nicht aus, im Gegenteil!

    Das hieß Neusprech, nicht Gutsprech!

    Und Sie können diese Art „Sprache“ freilich gerne verwenden wenn Sie Ihnen gemäß ist, man sollte allerdings wissen, was man tut.
    Es sieht nicht danach aus, als ob Sie es wüssten.

    Scheiße etc. darf man aber schon lange sagen, das ist die Freiheit die bleiben darf, das stört den strammen Anti68er, der vom Jahrgang her selber einer gewesen wäre, aber selbstverständlich, wie die allermeisten der Zeit nie war, wenig.
    Im Gegenteil, diesbezüglich war er Vorbild für Kinder und Enkel. Und nicht nur diesbezüglich wie man sieht.

  • Pro Osttrasse

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    Wenn bis 2015 max. 2x so viele Männer wie Frauen durch Straßennahmen geehrt sein sollen, sollte dieses Ziel im Stadtrat beschlossen werden! Wie ist die Ausgangslage?

    Die Beiträge zum „Gutmensch“ und zu Orwell sind erhellend.

    @10:03 Uhr Journalist bekämpft ein Argument, das er selbst unterschoben hat: Was „der Mehrheit nicht genehm“ sei, stand gar nicht zur Diskussion. Der „Faschistoid“-Vorwurf an Diskutanten ist wirr. Solch Bewunderer entlastet Boll gerade nicht vom Faschismus-Verdacht. Historisch Verwirrte sollten durch eine Straßenbenennung auch nicht ermutigt werden.

  • Veits M.

    |

    „Es ist eine Sünde!“

    So der Ehrenbürger Boll zu den CSU-Plänen der Errichtung einer Stadthalle – am Donaumarkt.

    Ingo Knott hatte weiland im Herbst des Jahres 1999 anlässlich des ersten Bürgerentscheids zur Stadthalle am Donaumarkt daraus eine durchschlagende Überschrift gemacht – da war das Wochenblatt wirklich auf der Höhe der Zeit.

    Ist der OB nachtragend – auch insoweit?

    Ich will den fraglichen Artikel mal raussuchen. Im habe darin das gesamte Wirken Bolls zusammengefasst – ohne ihn wäre diese Stadt wohl nie zum Welterbe erhoben worden.

  • Journalist

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    Na endlich mal wieder ne Wortmeldung zur Sache. Schön. Die letzte ist immerhin schon drei Tage her (vom 24. Sept.).

    – Vielleicht können sich die geifernden Sprachwissenschaftler hier auch dazu aufraffen, mal was zur Sache beizutragen – zum Beispiel was konkret Schlimmes, das Boll seinerzeit verbrochen hat, außer Mitglied in einer Fascho-Organisation zu sein. Ich bitte um Beiträge, möglichst mit Quellenangabe. Ansonsten vielleicht einfach mal Klappe halten.

  • Tommy

    |

    @journalist
    „- Vielleicht können sich die geifernden Sprachwissenschaftler hier auch dazu aufraffen, mal was zur Sache beizutragen – zum Beispiel was konkret Schlimmes, das Boll seinerzeit verbrochen hat, außer Mitglied in einer Fascho-Organisation zu sein. Ich bitte um Beiträge, möglichst mit Quellenangabe. Ansonsten vielleicht einfach mal Klappe halten.“

    Treblinka. Majdanek. Belcec. Der Herr Boll ist nicht gar so doof gewesen…
    Eventuell halten Sie einfach mal Ihre beschissene Fresse. Wer weis, vielleicht

  • Immanuel K. Anti

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    @Journalist

    http://www.schoah.org/shoah/pogrom/091138.htm

    Hier sehen Sie, was konkret die „Fascho-Organisation“ in Regensburg verbrochen hat.
    Genau das ist es, was alle Parteimitglieder damals mitverantwortet haben.
    Ich habe oft genug gehört, man hätte ja davon „nichts mitgekriegt“. Siehe Photo.

  • Journalist

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    @Kanti & Tommy:
    War klar. Wer nicht zur Sache beitragen kann, schlägt blind mit der Nazi-Keule auf Mitdiskutanten ein. Um den Kopf wieder klar zu bekommen, hier mal eine klitzekleine Auswahl von Namen:

    —Oskar Schindler (1908-1974): Unternehmer, Hedonist, Spieler, Lebensretter von etwa 1200 jüdischen Zwangsarbeitern und – NSDAP-Mitglied.

    —Alfred Weiland (1906-1978): Journalist, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Teil einer Widerstandsgruppe gegen die Führung der DDR und – NSDAP-Mitglied.

    —Günther Grass (geb. 1927): Bildhauer, Maler, Grafiker, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart, Literaturnobelpreisträger und – Waffen-SS-Mitglied.

    —Walter Jens (geb. 1923): Ehrenpräsident der Berliner Akademie der Künste, Literaturhistoriker und – NSDAP-Mitglied.

    —Friedrich Adam Freiherr von Trott zu Solz (1909-1944): Deutscher Jurist, Diplomat, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und – NSDAP-Mitglied.

    usw

    Die Welt ist nicht schwarz-weiß, sondern grau in allen Schattierungen. Und in der Regensburger Diskussion geht es darum, ob NSDAP-Mitglied Boll in die obige Liste gehört oder nicht.

    Schönen Tag noch.

  • Tommy

    |

    @Journalist
    Nix Nazikeule. HaltdenMund-Keule!

  • Jens

    |

    Frauen hinten anstellen! Platz für PG! – Wem half Boll wirklich? Wie gefährdet war der Museumsleiter? Wem sonst half Boll, wo er doch ANGEBLICH eigens dafür den hervorgehobenen Nazi-Posten übernahm (wie Henneberg suggeriert).

    @ „max. 2x so viele Männer wie Frauen durch Straßennahmen geehrt“
    Auch dies Forum erscheint dominiert durch Männer …
    Die übersehen lieber die unbekannte bisherige Relation geehrter Männer und Frauen.
    War aus objektiv eingeschränkten (Frauen-)Möglichkeiten viel zu machen nicht immer besonders ehrenwürdig?

  • Bernd Henneberg

    |

    @ Jens:
    Ich suggeriere nicht, sondern ich bin scheinbar einer der wenigen, die Walter Boll persönlich gut gekannt haben. „Onkel Walter“, damals war es noch üblich auch Nichtverwandte als Onkel zu bezeichnen, war ein guter Freund meiner Mutter. Eines kann ich mit Sicherheit behaupten, er hatte mit den Nazis nichts am Hut. Er wollte der geschichtlichen Bedeutung Regensburg’s gerecht werden und er hat alles dafür getan, daß Regensburg erhalten blieb. So hat er 1945 mit einigen Regensburgern dafür gesorgt, daß die Minoritenkirche, die einen Bombentreffer erhalten hatte, durch seine privaten Mittel eingedeckt wurde um weitere Zerstörung zu verhindern. Was die wenigsten wissen, er war auch SS-Sturmbandführer ehrenhalber. Wo er diese Ehre her bekam weiß ich nicht mehr. Aber eines ist sicher: es gibt sicherlich keinen anderen „Nichtregensburger“ der soviel für diese Stadt getan hat, wie Walter Boll.

  • Jens

    |

    Der SS-Sturmbandführer „ehrenhalber“ (!!) Boll hat überwiegend gemäß seiner beruflichen Pflichten Wichtiges für Regensburger Steine getan, als Regensburger Menschen seine Hilfe zum ÜBERLEBEN gebraucht hätten. DIESE Hilfe hätte er laut seines damaligen Nachbarn (vgl. Henneberg 24.9.) geben können. Der SS-Sturmbandführer Boll aber gab sie nicht (auch nicht einem gefährdeten Museumsleiter, wie ich zu seinen Gunsten vermutete); denn nicht einmal Bolls persönlich Bekannte berichten – trotz wiederholter Bitten – davon.

    Unterlassene Hilfe für Menschen kann nicht ausgeglichen werden durch gute Stadtplanung.

    Solange nicht viel mehr über Hilfe für Menschen mit Beleg berichtet wird, gilt: Der SS-Sturmbandführer Boll ist bereits vielfältig und damit genug geehrt worden.

  • Bernd Henneberg

    |

    Zitat:DIESE Hilfe hätte er laut seines damaligen Nachbarn (vgl. Henneberg 24.9.) geben können
    Hat er auch.

  • Journalist

    |

    Oh wie unendlich selbstgerecht hier manche urteilen – über Menschen, die in einer Zeit leben mussten, die sie sich nicht annähernd selbst vorstellen können. Alles todesmutige Widerständler hier, jeder hätte natürlich seinen Nachbarn geholfen und sich öffentlich gegen die Nazis empört. Lauter Sophie Scholls und Georg Elsers, schon klar. Zumindest theoretisch und im Geiste, nicht wahr, ihr satten Wohlstandsdeutschen?

    Oje.

  • maddin

    |

    „Da capo!“ werter Journalist. Jetzt kommt gleich wieder der Troll-Reply :) Grundsätzlich amüsiere ich mich hier aber köstlich. Kann Ihren Ausführungen nur zustimmen.

    Bin ja schon gespannt wie „aggressiv“ gleich ein Herr Tommy reagieren wird.

    :)

  • Links ist geil

    |

    @ Jens, 28.09.10,18.02h
    Ob SS-Sturmbanne ihre eigenen „Bands“ (doof-deutsch für Kapellen) hatten, weiß ich nicht; jedenfalls war der Ex-PG Doktor Walter Boll nie Kapellmeister einer SS-Kapelle, also folglich auch kein SS-Sturmbandführer.
    Allenfalls war „Kamerad“ Boll SS-Sturmbannführer, wenn auch „nur“ ehrenhalber (aktiver Dienst war damals wie heute für akademische Adabeis nicht attraktiv: die Reserve-Offiziere Doktor Hermann(Minister) und Nationalökonom Schaidinger(OB) haben sich meines Wissens auch noch nicht um eine Wehrübung in Afghanistan bemüht, dies als zeitnahes Erklärungsbeispiel).
    Ihr Beitrag ist insoweit das typische Beispiel des „antifaschistischen Adabeis“: Hauptsache mitschreien, Sachkenntnis ist nur hinderlich. Wie sich doch die Zeiten wiederholen; auch damals war es chic, für den damaligen karriereförderlichen Zeitgeist sich ins Zeug zu legen, und meist , so wie heute, ohne allzu viel Sachkenntnis.

  • Veits M.

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    Wer hätte Verständnis dafür, wenn „Bolls NSDAP-Mitgliedschaft und seine Rolle als Kreiskulturwart während der NS-Zeit“ anlässlich seiner vielfältigen Ehrungen von Verwaltung und Politik in der Vergangenheit NICHT eingehend geprüft worden wären?

    Hierüber muss es doch wohl Aufzeichnungen geben.

    Ich unterstelle, dass alle, die den Inhalt des vorstehenden Zitats nochmals auf die Tagesordnungen bringen wollen, entweder diese einschlägigen Aufzeichnungen bereits gelesen und ihrer Meinung nach nicht für angemessen gewürdigt sehen oder dies noch nachholen wollen.

    Im ersteren Fall dürfte der geneigte Leser wohl erwarten, dass nicht in pauschale Weise, sondern konkret und nachvollziehbar hier vorgetragen und darauf eine Meinung gegründet wird. Dann könnte sich hier womöglich eine fruchtbare Diskussion entwickeln …

    Im zweiten Fall wäre die Mitteilung des Egebnisses des nachzuholenden Aktenstudiums für alle Bürger der Stadt hilfreich.

    Zu fragen bliebe:
    Was etwa hat in der Vergangenheit die Verantwortlichen dazu veranlasst, Dr. Boll u.a. mit der Ehrenbürgermedaille auszuzeichnen und welche Rolle hat dabei u.a. seine wohl unstreitige NSDAP-Mitgliedschaft gespielt, welche Bedeutung hat man ihr beigemessen?

    Zu guterletzt:
    Der bisweilen beleidigende Umgang auf dieser Website führt vor allem dazu, dass viele sich wohl scheuen, sich inhaltlich(!) in die Sache einzulassen, obwohl sie Wichtiges beizutragen hätten. Der einzelne Beleidiger stelle sich bitte vor, er würde en vivo an einem runden oder eckigen Tisch mit den Foristen diskutieren – Auge in Auge: ob er wohl unter diesen Umständen die gleichen Umstandsformen wählen würde? Zieht er/sie es vor, sich im Stillen für seine/ihre an den Tag gelegten Manieren zu schämen?

  • Jens

    |

    Herrn Henneberg als „antifaschistischen Adabei“ zu bezeichnen, liegt mir fern. Aus seinem Beitrag 28. September 2010 um 16:12 Uhr wurde der Begriff unachtsam kopiert. Dankend korrigiere ich:

    Der SS-Sturmbannführer „ehrenhalber“ (!!) Boll hat überwiegend gemäß seiner beruflichen Pflichten Wichtiges für Regensburger Steine getan, als Regensburger Menschen seine Hilfe zum ÜBERLEBEN gebraucht hätten.

    DIESE Hilfe hätte er laut seines damaligen Nachbarn (vgl. Henneberg 24.9.) geben können.

    Der SS-Sturmbannführer Boll aber gab sie nicht (auch nicht einem gefährdeten Museumsleiter, wie ich zu seinen Gunsten vermutete); denn nicht einmal Bolls persönlich Bekannte berichten – trotz wiederholter Bitten – davon.

    Unterlassene Hilfe für Menschen kann nicht ausgeglichen werden durch gute Stadtplanung.

    Solange nicht viel mehr über Hilfe für Menschen mit Beleg berichtet wird, gilt: Der SS-Sturmbannführer Boll ist bereits vielseitig und genug geehrt worden.

  • kopfschüttel

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    @Journalist

    Top Beitrag!!!

  • Pro Osttrasse

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    Wer ehrt, der verantwortet das SELBER und darf Verantwortung nicht abwälzen auf andere, die den Kandidaten früher einer hohen Ehrung wert erachteten, Herr Veits.
    Ich will weder Aberkennung bereits verliehener Ehrungen noch leichtfertige Kettenehrung.

    Die von den Befreiern der Deutschen beabsichtigte „Entnazifizierung“ führte massenhaft zu „Persilscheinen“ für „unpolitische“ Mitläufer. Persönlich ehrenhaftes Verhalten in SCHWIERIGSTER Zeit muss darum stets erneut geprüft werden.
    Wer zu den wenigen Einflussreichen in der NS-Kreishierarchie gehörte, wer daher leichter als „Hinz&Kunz“ grausam drangsalierten Menschen helfen konnte, aber trotzdem kaum belegbar half, sollte keine (zusätzliche) Ehrung für BESONDERE Verdienste erhalten.

    @ Maddin: „Beschissene Fresse“, „doof-deutsch“ u.ä. amüsiert mich nicht.

    Ist für unsere Demokratie gut, dass wir den Aufwand für Straßenumbenennungen dramatisieren und auf so wenige weibliche Vorbilder hinweisen? Eine Zielgröße zum Frauenanteil ist überfällig!

  • maddin

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    Pro@
    Doch, mich schon, weil es ist immer wieder interessant, dass manche Diskussionen schnell in eine extreme Richtung laufen, wenn eine Meinung nicht unbedingt als die Eigene und für sich gesehen Richtige genannt wird. Von daher find ich es putzig, die Reaktionen eines Herrn Tommy (nur in diesem Thread) zu verfolgen.

    Der Argumentation des Herrn Journalisten schließe ich mich an.

    So long,
    Maddin

  • Pro Osttrasse

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    „Doof-deutsch“ (unter welchen Pseudonymen auch immer) ist keine Argumentation. Zur Sache bitte!

  • Journalist

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    Btw, „doof-deutsch“ stammt nicht von mir (siehe Thread). Finde ich aber durchaus witzig und keineswegs herabwürdigend. Auch sonst überzeugt der Beitrag von „Links-ist-geil“ hauptsächlich durch Sprachwitz und gesunden Menschenverstand. Wer soll sich dadurch denn bitte beleidigt fühlen? Mitglieder von Bands (doof-deutsch für Kapellen – höhö!!)?? Bin selber Mitglied einer doof-deutsch „Band“ genannten Kapelle – na und? Leute, bleibt doch lässig.

    Falls sich jemand durch mein weiter unten geäußertes „Ich bitte um Beiträge, möglichst mit Quellenangabe. Ansonsten vielleicht einfach mal Klappe halten.“ auf den Schlips getreten fühlt – Ach-du-lieber-Gott!! Ich jammere doch auch nicht rum, wenn manche Gestalten mich hier mit Fäkalsprache a la „besch… Fresse“ beschmeissen oder gar versuchen, mich in die rechte Ecke zu stellen („Hier sehen Sie, was konkret die “Fascho-Organisation” in Regensburg verbrochen hat.“). Solange diese Gestalten nicht echtes Braungut auf mir oder meiner Türschwelle absondern… was soll’s? Wem die Argumente ausgehen, der schmeisst mit Sch…

    Ich hock mich jedenfalls morgen auf meine Südterrasse und chille gemütlich bei tropischen 13 Grad, anstatt mich hier korinthenkackerisch über politisch unkorrekte Ausscheidungen zu ereifern. Sollten manche hier auch mal versuchen, das senkt den Blutdruck und macht den Blick klar fürs Wesentliche.

    Übrigens habe ich hier, wie mehrmals erwähnt, in bisher 33 Beiträgen noch nichts Schlechtes über Mister Boll gefunden außer substanzlosen Verdächtigungen und haltlosen Unterstellungen. Wie wär’s mit Fakten statt Wirtshausparolen?

    Ach ja, Boll war kein zweiter Oskar Schindler. Schon schlimm. Die anderen zur Nazizeit knapp 100.000 Regensburger hingegen schon. Der pöse Pube Spielberg! Widmet doch tatsächlich diesem liederlichen Lebemann Schindler einen Film, bloß weil der mal ein paar Menschen gerettet haben soll – und vergisst all die anderen, mindestens ebenso heldenhaften 99.998 Regensburger, die alle 12 Jahre lang gegen die Nazis gekämpft haben.
    Hey, Leute: Gleich eine Petition an Hollywood stellen! Steven, hey Buddy!, we want „Schindler II – die Regensburger Superliste“. Die Guten sind alle damaligen Bewohner, und der SS-Offizier Amon Göth (aus Teil 1) heisst in Teil II Walter Boll, dargestellt von einem Klaus-Kinski-Double.

    Oh mei.

  • gifthaferl

    |

    Oh, journalist – ich hoffe sehr das ist tatsächlich nur ein Nick, ohne jeden sachlichen Hintergrund – hatte ne Argumentation?
    Das wäre mir gar nicht aufgefallen.

    Jeder hat schließlich ne Leiche im Keller, meint er: Ehebruch gleich Menschenvernichtung in Massen, Tote, die sich um Hitlers Musenschaft bewerben……………..
    Jou, alles ins Töpfchen, kräftig umgerührt, und alles ist eh wurscht.

    Postpostpostpunk: Alles scheißegal, mit Einzelheiten geben wir uns ja schon überhaupt nicht ab.

    Die meisten zu Wagners Zeit um ihn rum waren allerdings Antisemiten, allgemeine Rassisten und Sexisten – das nämlich war im 19. Jh rundum ausgesprochen en vogue in „besseren“ Kreisen.

    Hitler hat ’s nicht selber erfunden, und heute ist solche Art Denke wieder fast so In wie im 19 Jh, der allgemeine Wissenstand dazu ist auch 19. Jh, deswegen weiß man auch nicht, was man so verzapft, und in welche Ecke das gehört.

    Brandneu wie Sarrazins Ergüsse…………………..

    Da freuen wir uns doch sehr über eine derartig differenzierte „Argumentation“ wie die von journalist (u.a) – zumal in ausgefeilt sensibler höflichster Sprache in jeder Beziehung.

    Da fällt mir ein:

    Der Dalai Lama befürwortet ausdrücklich nicht was du behauptest, er hat de fakto abgedankt, schon vor ein paar Jahren, das kann man natürlich auch nachlesen, aber was soll es, mit Einzelheiten geben wir uns ja bekanntlich nicht ab.

  • Immanuel K. Anti

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    @Journalist
    Ich hatte mit meinem Link gezeigt, was die NSDAP, die Sie flapsig (und für mich ärgerlich) als „Fascho-Organisation“ betiteln und ihre Unterorganisationen in Regensburg „konkret“ verbrochen haben. Vielleicht haben Sie ja nicht nach unten gescrollt und das Bild aus dem historischen Regensburg samt Unterschrift übersehen.

    Für mich stellt sich die Frage, warum es keine Proteststürme gehagelt hat. Ich stelle mir auch die Frage, warum man in einer dieser Organisationen bleibt, wenn sie in seiner Heimatstadt (und anderswo) Menschen durch die Straßen prügelt und Häuser anzündet. Ich kann mir diese Fragen ausschließlich aus meiner heutigen Sicht stellen.

    Keineswegs haben alle Mitglieder dieser Organisationen aktiv Verbrechen verübt oder veranlasst. Aber alle Mitglieder und nicht-Mitglieder haben von diesen Verbrechen gewusst (siehe mein Link).

    Eigentlich reicht also doch die Mitgliedschaft schon aus, um leichten Herzens keine Straße nach jemandem zu benennen. Ausser er wurde quasi hineingeboren, wie Grass.

    „Faschistoid“ haben Sie zuerst gesagt.
    Eigentor, hehehe.

    Und warum regen Sie sich auf, wenn Sie für rumgeprolle („geifernd, haarespaltende Mimosen mit so viel Freizeit, Gestalten“ etc) eins draufkriegen?

    Immerhin ist es schön, dass Sie sich offenbar doch gedanklich mit Ihrer Wortwahl auseinandersetzen und uns an den Ergebnissen teilhaben lassen.

    Ihre Filmidee ist Rosinenscheisse.

  • Journalist

    |

    Ich reg mich nicht auf, lieber Kanti. Im Gegenteil. Sie können hier absondern, was Sie wollen, damit es Ihnen hinterher besser geht. Dafür ist so ein Forum doch da.
    Allerdings warte ich seit 36 Postings und 9 Tagen auf Quellen, die belegen, dass Boll böse war. Und warte. Und warte.

  • Alexander Holz

    |

    Und Hans Schaidinger unterstützte indirekt den überrechtslastigen Haider in Kärnten durch die HypoAlpe. Sagt da keiner was dazu???

  • habemusmamam

    |

    @Holz
    Was machen Sie, wenn Schaidinger nicht mehr OB ist, einfach den Namen des „Generalschuldigen“ austauschen oder etwas diffferenzierter betrachten, wer an was schuld ist – oder glauben Sie, dass dann alles gut wird???

  • Journalist

    |

    @Alexander Holz („Und Hans Schaidinger unterstützte indirekt den überrechtslastigen Haider in Kärnten durch die HypoAlpe. Sagt da keiner was dazu???“)

    Doch, dazu sagen viele was. Vor allem, dass Aufsichtsrat Schaidinger seine Aufsicht aufs Gröbste vernachlässigt hat und trotzdem noch immer Aufsichtsrat ist
    (ok, offiziell nennt sich das Gremium „Verwaltungsrat der BayernLB“, was aber in etwa einem Aufsichtsrat entspricht).
    Wir erinnern uns: Die BayernLB hatte 2007 – mutmaßlich absichtlich – einen viel zu hohen Kaufpreis für die marode österreichische Hypo Alpe Adria gezahlt.

    Aber das alles ist…

    – längst bekannt & durchgekaut (im Gegensatz zu Bolls „dunkler“ Vergangenheit)
    – irrelevant (die braven Schafe, die immer Schaidinger gewählt haben, werden ihn auch weiterhin wählen – egal, wieviele Leichen da noch ans Tageslicht kommen mögen)
    – und zudem krass off-the-topic (hier geht’s um Boll 1933-45, nicht um einen Verwaltungsrat anno 2007).

  • Alexander Holz

    |

    @habemusmamam:
    Tatsache ist, dass Schaidinger Mitschuld am Kauf der maroden HypoAlpe trägt. Da kann man zu dem OB stehen wie man will. Ich habe nie gehört, dass ein Dr. Rieger oder ein Kollmer oder ein Fürst der gar ein Christian Schlegl derartiges mitzuverantworten hätten.

    Unlängst war in einer Mitteilung in der sz zu lesen, dass gewisse Segeltörns vor der kroatischen Küste stattfanden. Daraus zu schließen, dass Sch. und ein bekannter Architekt öfters Segeltouren im Mittelmeer unternahmen/unternehmen im Zusammenhang zu sehen wären, vermag ich nicht zu beurteilen. Es ist nur bekannt, dass in Kroatien viel Geld aus der HypoAlpe versickerte.
    Gutta cavat lapidem!

  • habemusmamam

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    @Holz
    Hans Schaidinger ist in erster Linie auch schuld daran, dass die CSU noch stärkste Fraktion im Regensburger Stadtrat ist – er hat so viele Stimmen auf sich vereinigt wie der neue Kreisvorsitzende Gugau und seine Vertreterin Thoma zusammen.

  • Der Bischof gibt den Trump » Regensburg Digital

    |

    […] in Voderholzers Bistum wird dieser Sieg hochgehalten. Auf jahrelanges Betreiben des ehemaligen NSDAP-Kreiskulturwartes und späteren Regensburger Museumsdirektor Walter Boll hat die Stadt dem Befehlshabers von Lepanto, Juan d‘ Austria, einem illegitimen Sohn Kaiser Karl […]

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