SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 8. April 2021

„Was beim Segeln die Regatta ist, ist in der Politik der Wahlkampf. In beiden Fällen werden Sie nur erfolgreich sein, wenn Sie sich intensiv vorbereiten, den richtigen Kurs einschlagen und auf das richtige Team setzen.“ So lautet ein Slogan der Wahlkampfagentur des früheren CSU-OB-Kandidaten Christian Schlegl. Sein Team bestand unter anderem aus Architekten, Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Vorstands- und Vereinsvorsitzenden, Bauträgern und -investoren. Der „richtige Kurs“ brachte der heillos zerstrittenen Regensburger CSU 2014 die größte Niederlage ihrer Geschichte und Christian Schlegl einen Prozess vor dem Landgericht Regensburg, der heute begonnen hat.

Christian Schlegl überlässt seinem Verteidiger Konrad Brenninger das Reden. Foto: as

Von Stefan Aigner und Martin Oswald

„Bundesweit beispiellos“ „Unsäglich.“ „Wie konnte es nur so weit kommen?“ Strafverteidiger Dr. Konrad Brenninger spart in seinem Eröffnungsstatement nicht an Dramatik. Sein Mandant, der frühere CSU-Oberbürgermeisterkandidat Christian Schlegl, muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Rund 160.000 Euro an Wahlkampfzuwendungen aus der Bauträgerbranche, die entgegen dem Parteiengesetz über Strohmänner und Scheinfirmen verschleiert worden sein sollen, Beihilfe zur Hinterziehung von knapp 70.000 Euro an Steuern sowie uneidliche Falschaussagen vor Gericht werden in der (inklusive Deckblatt) 18seitigen Anklage aufgelistet.

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