SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 26. August 2021

Am Montag hatten wir darüber berichtet, dass dutzende Wohngemeinschaften in der Otto-Hahn-Straße derzeit um ihre Existenz bangen. Mittlerweile hat sich auch die Vermieterin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, geäußert und beschwichtigt. Gleichzeitig offenbart der Fall jahrelange Probleme zweier Dienstleister für Immobilienverwaltung.

In den Wohnblöcken in der Otto-Hahn-Straße sind seit Jahrzehnten zahlreiche WGs untergebracht. Foto: Bothner

Seit 2005 besteht die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Nachfolgerin des früheren Bundesvermögensamts Amberg. Vermietung gehört nicht zum Kerngeschäft der BImA. Im Rahmen der Wohnungsfürsorge besitzt sie aber in Regensburg 108 Wohneinheiten für Bundes- und Landesbedienstete. „Sollte eine Vermietung an Wohnungsfürsorgeberechtigte nicht möglich sein, so wird eine Wohnung am freien Markt angeboten und zum Beispiel an Studierende bzw. Wohngemeinschaften oder Einzelpersonen vermietet.“ So die Erklärung der Pressestelle der BImA auf unsere Nachfrage hin. 48 solcher WGs habe man derzeit in der Otto-Hahn-Straße, fast 50 Prozent aller Wohnungen also. Und diese Zahl sei in den letzten Jahren auch gestiegen. Einen Unterschied „zwischen ihren Mieterinnen und Mietern, die in einer Wohngemeinschaft leben und denen, die alleine eine Wohnung mieten“, mache die BImA nicht, betont man in einer Stellungnahme gegenüber unserer Redaktion.

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