SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 18. November 2021

Seit heute empfiehlt die Ständige Impfkommission nun auch Booster-Impfungen gegen Corona für alle Erwachsenen ab 18 Jahren. Eine Reaktion auf die steigende Zahl von Impfdurchbrüchen, mit denen auch die Regensburger Alten- und Pflegeheime zu kämpfen haben. Nicht nur der neue Chef des Regensburger Gesundheitsamtes kritisiert in diesem Zusammenhang die politische Kommunikation im Vorfeld. Die Faktenchecker von CORRECTIV bemängeln beispielsweise, dass die unzureichende Datengrundlage zum Impfstatus „Raum für Spekulationen und Verschwörungserzählungen“ liefere.

Durchfahrt zwischen den Spital Gebäuden ist in jederzeit widerruflicher Weise gestattet. Zur Zeit gilt das auch wieder für den Besuch im Altenheim. Foto wr.

Die bayerische Corona-Ampel steht und bleibt bis aus Weiteres auf Rot. Als sie Anfang September 2021 angekündigt wurde, sprach Ministerpräsident Markus Söder von „einer Art Firewall für die Sicherheit”. Schon wenige Wochen später wurde sie als völlig unausgegoren kritisiert und später neu programmiert. Das eigentliche Ziel der Ampel war, dass sie in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 aufgestellt wird und die gesellschaftlichen Ströme und Beziehungen so regeln sollte, dass die Krankenhäuser und Intensivbetten nicht überfüllt werden. Als die Ampel Anfang November auf Rot sprang und die Inzidenzen in gewissen bayerischen Landkreisen auf das 20- bis 30-fache des Ampel-Schwellenwerts von 35 anschwollen, sprach Söder von einer „Pandemie der Ungeimpften“. Die Ungeimpften seien schuld am herrschend Pflegenotstand. Seit zunehmend mehr Geimpfte an COVID-19 erkranken, hospitalisiert und itensivbehandelt werden müssen und tödlich verlaufende Impfdurchbrüche auftreten, wird auch die Kritik an der Kommunikation der Impfkampagne und des politischen Krisenmanagements lauter.

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