SOZIALES SCHAUFENSTER

Coronavirus in Regensburg – Archiv der Beiträge bis 17. April 2020


An dieser Stelle haben wir alle wichtigen Informationen zum Thema Coronavirus in Stadt und Landkreis Regensburg gebündelt und Verweise auf die entsprechende Seiten gesetzt. Der Text wird regelmäßig aktualisiert. Für zusätzliche Hinweise bedanken wir uns (Zuletzt aktualisiert am 17.4.20, 16.40 Uhr). 

Ein Text mit allgemeinen Infos, Links und Telefonnummern (anklicken und direkt dort landen) findet sich oben. Ältere Updates werden am Ende chronologisch aufgeführt.

Vorsicht: Einige Informationen in diesem Archiv sind nicht mehr aktuell. Aktuelle Informationen gibt es hier:

Stand der Dinge

Hier zeigen wir regelmäßig aktualisiert die aktuelle Zahl der registrierten Covid 19-Fälle in Stadt und Landkreis im zeitlichen Verlauf. Vor allem aber ist diese Zahl der Menschen aussagekräftig, die sich in intensivmedizinischer Behandlung befinden. Sie gibt Auskunft darüber, ob unser Gesundheitssystem die Auswirkungen der Pandemie verkraften kann. Eine genaue Zahl der vorhandenen Intensivbetten in Regensburg ist aktuell nicht zu erfahren. Derzeit wird im Intensivregister die Zahl der behandelten COVID-19-Fälle regional nicht mehr angegeben. Die entsprechenden Ampelsymbole stehen aber alle auf grün – demnach sind die Kapazitäten ausreichend. Wir haben zur Zeit die bundesweiten Zahlen aus dem Intensivregister der DIVI angeführt. Nach wie vor sind aber dort noch nicht alle Kliniken gelistet. Links zu den Quellen mit weiteren Informationen stehen unter den Diagrammen.


Basistext: Grundlegende Informationen, Links und Telefonnummern

(wird laufend überarbeitet)

Inhalt (mit Klick direkt zum Thema):

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen wird das öffentliche Leben weiter heruntergefahren. Hier gibt es allgemeine Infos, Telefonnummern und Links, die wir täglich aktualisieren und erweitern. Wir bedanken uns für Hinweise. Um Fragen werden wir uns gerne kümmern: redaktion@regensburg-digital.de 

Ausgangsbeschränkungen

Die seit 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen 21. März werden ab 20. April etwas gelockert. Die wichtigsten Informationen in unserem Schaubild.

Zentrale Infoseiten

Die Internetseite der Stadt soll regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden, um alle Informationen, Telefonnummern und aktuellen Entwicklungen zentral zu bündeln, verspricht die städtische Pressestelle. Ähnlich läuft es beim Landkreis. 

Die Stadt hat den Publikumsverkehr in den Behörden drastisch eingeschränkt. Die Stadtverwaltung hat nun eine Überblickliste mit Kontaktdaten der Ansprechpartner/-innen der wichtigsten städtischen Ämter zusammengstellt.

Hotlines

Die Telefon-Hotline des im Landratsamt angesiedelten staatlichen Gesundheitsamts (Mehr dazu hier) wurde erweitert. Sie wird künftig nicht nur von Montag bis Freitag, sondern mit Unterstützung des Universitätsklinikums auch am Wochenende erreichbar sein. Unter anderem die Stadt Regensburg hat dafür finanzielle Hilfe zugesagt. Die Telefonnummern:

  • 0941 4009 777 (Hotline des Gesundheitsamts, Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr)
  • 0941 944-5000 (Hotline des Uniklinikums, täglich, 9 bis 17 Uhr)
  • 09131 6808-5101 (Hotline des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)
  • 116 117 (Kassenärztlicher Notdienst, nachts, am Wochenende und an Feiertagen)

Für Regensburger Unternehmer bietet die Stadt während der Wochentage ein Infotelefon an. Man arbeitet an einem Fördertopf, mit dem unter anderem Kulturveranstaltern, die durch notwendige Absagen Einbußen erleiden, geholfen werden soll. Die Hotline des Amts für Wirtschaftsförderung:

  • 0941 507-1852 (Montag bis Donnerstag 8 bis 16, freitags bis 12 Uhr)

Weitere Hotlines:

  • Kostenlose Hotline des Kinderschutzbundes 0800 5458668 (6 bis 22 Uhr)

Nachbarschaftshilfe

Seit Mittwoch, 18. März, gibt es eine ehrenamtlich organisierte Hotline für Nachbarschaftshilfe in Regensburg.

Die Stadt Regensburg hat die verschiedenen Hilfsangebote vernetzt.

Die Stadt Regensburg hat einen Fonds für Hilfsbedürftige aufgelegt.

Beratungsangebote

Notfallbetreuung

Sämtliche Schulen und Kindertagesstätten sind seit 16. März geschlossen sein – voraussichtlich bis zum 20. April. Notfallbetreuung gibt es lediglich für Schüler von der ersten bis sechsten Klasse, deren Eltern in „systemkritischen“ Berufen arbeiten – dazu zählen insbesondere Pflegepersonal, Polizisten oder Ärzte.  

Wichtig: Nur wenn beide Elternteil in einem systemkritischen Beruf arbeiten, oder ein Elternteil im Bereich Gesundheitsversorgung oder Pflege arbeitet, greift die Notfallbetreuung.

Infos für Beschäftigte, Selbständige und Mittelständler

Infos für Studierende

Informationen des Uniklinikums

Es gibt eine Corona-Teststation am Universitätsklinikum, die mit unter anderem mit städtischer Unterstützung weiter ausgebaut wird. Getestet werden nur bestätigte Verdachtsfälle. Das bedeutet: Entweder Kontakt zu einer erkrankten Person oder Aufenthalt in einem Risikogebiet plus Symptome.

Generell wird empfohlen, soziale Kontakte einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Andernfalls könnte eine Überlastung der Krankenhäuser drohen. 

Unterstützung gesucht/ Unterstützung geboten

1

Die soziale Zeitung Donaustrudl kann derzeit nicht auf der Straße verkauft werden. Stattdessen gibt es sich als kostenlosen Download. Für die Verkäufer bittet man um Spenden.

2

Der Kontaktladen von Drugstop bittet um Unterstützung, um Carepakete für Hilfsbedürftige verteilen zu können. Die Kontaktdaten:

  • 0176 459 952 44 (Diensthandy von Streetworker Jonas Pöschl)
  • 0176 47367018 (Diensthandy im Kontaktladen AKut)
  • Facebookseite von Drugstop

3

Um Hilfe bittet nach wie vor die Regensburger Tafel, wo sich arme Menschen mit Lebensmitteln versorgen können. Viele der ehrenamtlichen Helfer gehören der Risikogruppe der über 65jährigen an. 

  • Tafel-Vorständin Gänsbühler ist für Freiwillige erreichbar unter 0173 3715528
  • Spendenkonto Tafel Regensburg
    IBAN: DE27 7505 0000 0026 9718 20
    BIC: BYLADEM1RGB

4

Die Kinos im Andreasstadel fürchten angesichts der verordneten Schließungen um ihre Existenz fürchten. 

5

Auf der Webseite „Hilf Deinem Kino“ kann man auch Regensburger Kinos durch das Anschauen von Werbespots unterstützen. Alle Erklärungen gibt es auf der Seite. Die Seite ist seriös und wird von Regensburger Kinobetreibern ausdrücklich empfohlen.

6

Wer das Ostentor-Kino in der Corona-Krise unterstützen will kann dies ab sofort über einen Online-Shop tun. Dort gibt es unterschiedliche Angebote, die man sonst an der Kinokasse beim Ostentor erstehen kann: Kulturförderaktien, Kinogutscheine, Monatskarten und einiges mehr.

7

Aktion Gastfreundschaft: Im Marple and Stringer – Bismarckplatz 4 – wird seit dem 2. April dreimal die Woche, donnerstags, freitags und samstags zwischen 12.00 und 14.00 Uhr ein warmes Mittagsgericht kostenfrei zur
Abholung angeboten. 

  • Unterstützen kann man die Aktion durch eine Spende an die Johanniter Ostbayern
    Verwendungszweck „Gastfreundschaft“
    IBAN: DE04 7505 0000 0101 4520 35
    BIC: BYLADEM1RBG

Für die Aktion werden ständig Lebensmittel benötigt. Infos dazu unter der E-Mail-Adresse: gastronomen@regensburgnow.de

8

Die Initiative „Computerspende Regensburg“ bittet um Laptop Spenden für bedürftige Schüler.

Regeln bei häuslicher Quarantäne

Lokalen Einzelhandel unterstützen

Die studentische Plattform „Geschenke aus Regensburg“ hat eine Zusammenstellung lokaler Geschäfte und deren Bestell- und Liefermöglichkeiten veröffentlicht, die regelmäßig erweitert wird.

Zahlen und weiterführende Links

Auf der Seite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kann man sich einen Überblick über die COVID 19-Fälle in Bayern und den einzelnen Städten und Landkreisen verschaffen. Differenzen bei den Zahlen zu anderen Seiten liegen an verspäteten Meldungen und unterschiedlichen Aktualisierungszeiten.

Das John Hopkins-Institut liefert einen weltweiten Überblick mit Statistiken und Karte.

Eine (regelmäßig aktualisierte) Stellungnahme des Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin liefert eine abwägende Einschätzung der Situation und der ergriffenen Maßnahmen.

Weitere Quellen:

Welche Maßnahmen und warum?

Generell wird empfohlen, soziale Kontakte einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Andernfalls könnte eine Überlastung der Krankenhäuser drohen.

Was man tun kann und warum man es tun sollte:

Die promovierte Chemikerin in Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim erläutert anschaulich und mit Belegen untermauert, die aktuelle Situation in der Coriona-Krise und mögliche Szenarien für die weitere Entwicklung.


UPDATE vom 17. April

Aus unserer Redaktion

Video: RKI-Chef Wieler zur aktuellen Situation

Gewerkschaft ver.di: „500 Euro Zulage: Richtig und wichtig, aber unzureichend“ 

Beschäftigte im Gesundheitswesen sind während der Corona-Pandemie besonders gefordert. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, hat die bayerische Staatsregierung einen Bonus von 500€ für Pflegekräfte und Beschäftigte im Rettungsdienst zugesagt. „Dieser Bonus ist richtig und wichtig, aber unzureichend. Wir fordern seit Längerem bereits eine monatliche Zulage für alle Beschäftigte, die während der Corona Krise das Land am Laufen halten“, so Karin Wagner, zuständig für Gesundheit und Soziales bei ver.di. Zudem geraten die Rechte der Beschäftigten mitunter ohne Not unter Druck. „Anerkennung heißt aber auch, Arbeitnehmerrechte zu achten und mit Betriebs- und Personalräten ein Verhältnis auf Augenhöhe zu pflegen.“, so Karin Wagner.

Grüne fordern Bericht über Strafen wegen Corona-Verstößen

„Seit Beginn der bayerischen Ausgangsbeschränkungen sind fast vier Wochen vergangen. Die drastischen Maßnahmen haben wir Grüne mitgetragen und wir sind der Meinung, dass eine erste Evaluation angebracht ist“, erklärt der rechtspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Toni Schuberl. Die Grünen fordern eine Evaluation der Maßnahmen sowie einen ausführlichen Bericht zu den Verfahrenund verhängten Strafen wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen.

Gewerkschaft NGG fordert höheres Kurzarbeitergeld für Gastrobeschäftigte

Seit Wochen sind Hotels und Restaurants in Regensburg geschlossen – die Corona-Krise trifft nun auch die Beschäftigten in der Branche immer härter. Denn Kellner, Köche und Hotelangestellte müssen mit dem Kurzarbeitergeld von 60 Prozent (Eltern: 67 Prozent) des ohnehin geringen Lohns auskommen. Die Gewerkschaft NGG warnt vor sozialen Härten und fordert die Politik dazu auf, das Kurzarbeitergeld deutlich aufzustocken.

RVV: „Busse und Bahnen bitte nur noch mit Mund-Nasen-Schutz“

Die bayerischen Verkehrsverbünde empfehlen dringend das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und appellieren an alle Fahrgäste, die bekannten Hygienevorschriften zu beachten. Um dichte Fahrgastansammlungen zu den Hauptverkehrszeiten möglichst zu vermeiden, sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer weiterhin flexible Arbeitszeiten anbieten und nutzen.


UPDATE vom 16. April

Ausgangsbeschränkung – Pressebericht der Polizei

OBERPFALZ. Im Zeitraum von Mittwoch, 15. April 2020, 06.00 Uhr, bis Donnerstag, 16. April 2020, 06.00 Uhr, fanden über 1200 Kontrollen in der gesamten Oberpfalz statt. Es wurden 81 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung geahndet.

RVV fährt nach Samstagsfahrplan

Das Stadtwerk.Mobilität wird bis auf Weiteres mit den innerstädtischen Buslinien auch von Montag bis Freitag nach dem Samstagsfahrplan fahren. Im Regionalbusverkehr, den die landkreiseigene Nahverkehrsgesellschaft GFN plant und organisiert, fahren die Busse auch nach dem 20. April weiterhin nach dem Ferienfahrplan.

Zuckerbrot & Peitsche 2020 abgesagt

Die Veranstalter von Zuckerbrot & Peitsche haben am heutigen Donnerstag mitgeteilt, dass das für 2020 geplante Festival abgesagt und um ein Jahr verschoben wurde. „Die bereits gekauften Karten behalten ohne Aufpreis für 2021 ihre Gültigkeit, und sind nicht von Ticketpreisänderungen betroffen“, heißt es.

Corona: Die neuen Regeln in Bayern

Video: Söder zu den Neuregelungen in Bayern


UPDATE vom 15. April 2020

Video: Angela Merkel zu Corona

Video: Humor in der Krise

Der Regensburger Martin Stein hat aus der Isolation heraus einen Video-Podcast anlässlich der Corona-Krise gestartet. Hier sein aktuelles Video. Fortsetzung folgt (hoffentlich).

COVID-19: Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz – der Polizeibericht

OBERPFALZ. Im Zeitraum von Dienstag, 14. April 2020, 06.00 Uhr, bis Mittwoch, 15. April 2020, 06.00 Uhr, fanden über 1000 Kontrollen in der gesamten Oberpfalz statt. Es wurden 78 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung geahndet. Die Zahl liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Uniklinik sucht Plasmaspender

Im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 setzt das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) nun bei schweren Krankheitsverläufen Blutplasma von genesenen COVID-19-Patienten ein. Hierfür werden Blutplasmaspender gesucht, die ihre Erkrankung überstanden und schützende Antikörper gebildet haben. Potentielle Spender können sich ab sofort unter der Telefonnummer 0941 944-5000 anmelden.

Leseempfehlungen

Bereits am 7. April hat der Mediziner Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt einen ausführlichen Blick (aus Schweizer Perspektive) zu allem, was man über COVID-19 weiß, nicht weiß und hätte wissen können, veröffentlicht.

Die sogenannte Heinsberg-Studie des Virologen Hendrik Streeck sorgt derzeit für Diskussionen. Die Riffreporter haben die Entstehung der Studie, Äußerungen von Streeck über die Monate und Verwicklungen einer PR-Agentur in einer umfassenden Recherche nachgezeichnet.

Eine mechanische Beatmung kann das Leben von Patienten mit COVID-19 nicht immer retten. Nach einer Studie aus Großbritannien liegt das Sterberisiko deutlich höher als bei anderen durch Viren verursachten Lungenerkrankungen.

Stand der Dinge

Hier zeigen wir regelmäßig aktualisiert die aktuelle Zahl der registrierten Covid 19-Fälle in Stadt und Landkreis im zeitlichen Verlauf. Vor allem aber ist diese Zahl der Menschen aussagekräftig, die sich in intensivmedizinischer Behandlung befinden. Sie gibt Auskunft darüber, ob unser Gesundheitssystem die Auswirkungen der Pandemie verkraften kann. Eine genaue Zahl der vorhandenen Intensivbetten in Regensburg ist aktuell nicht zu erfahren. Derzeit wird im Intensivregister die Zahl der behandelten COVID-19-Fälle regional nicht mehr angegeben. Die entsprechenden Ampelsymbole stehen aber alle auf grün – demnach sind die Kapazitäten ausreichend. Wir haben zur Zeit die bundesweiten Zahlen aus dem Intensivregister der DIVI angeführt. Nach wie vor sind aber dort noch nicht alle Kliniken gelistet. Links zu den Quellen mit weiteren Informationen stehen unter den Diagrammen.


UPDATE am 14. April 2020

COVID-19: Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz (Bericht der Polizei)

OBERPFALZ. Im Zeitraum von Ostermontag, 13. April 2020, 06.00 Uhr, bis Dienstag, 14. April 2020, 06.00 Uhr, fanden über 800 Kontrollen in der gesamten Oberpfalz statt. Es mussten lediglich 55 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung angezeigt werden. Damit lag die Zahl der Verstöße analog dem restlichen Einsatzaufkommen auf einem eher niedrigen Niveau.

Zum Nachlesen: Die Stellungnahme der Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften hat eine Stellungnahme zum weiteren Umgang mit der Corona-Krise veröffentlicht. Im Wesentlichen wird eine allmähliche und kontrollierte Rücknahme der bisher verhängten Einschränkungen empfohlen. 

Stand der Dinge

Hier zeigen wir regelmäßig aktualisiert sowohl die aktuelle Zahl der registrierten COVID-19-Fälle im zeitlichen Verlauf, als auch die Zahl der Corona-Patienten, die sich derzeit in Regensburger Krankenhäusern in intensivmedizinischer Behandlung befinden. Vor allem diese Zahl wäre es, die Auskunft darüber gibt, ob unser Gesundheitssystem die Auswirkungen der Pandemie verkraften kann. Eine genaue Zahl der vorhandenen Intensivbetten in Regensburg ist aktuell nicht zu erfahren. Die entsprechenden Ampelsymbole stehen aber alle auf grün – demnach sind die Kapazitäten ausreichend. Derzeit wird im Intensivregister die Zahl der behandelten COVID-19-Fälle regional nicht mehr angegeben. Links zu den Quellen mit weiteren Informationen stehen unter den Diagrammen.


UPDATE vom 9. April 2020

Laptop-Spenden für bedürftige Schüler gesucht

Die Initiative „Computerspende Regensburg“ hilft, damit sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche nicht abgehängt werden und home-learning gelingt. Gesucht sind Laptop Spenden, die an die betreffenden Schüler weitergegeben werden können. Unterstützt wird das Projekt dabei auch von der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement KoBE bei der Stadt Regensburg sowie von KISS Regensburg, der Selbsthilfekontaktstelle des PARITÄTISCHEN und der FreiwilligenAgentur des PARITÄTISCHEN. 

Stand der Dinge

Hier zeigen wir regelmäßig aktualisiert sowohl die aktuelle Zahl der registrierten COVID-19-Fälle im zeitlichen Verlauf, als auch die Zahl der Corona-Patienten, die sich derzeit in Regensburger Krankenhäusern in intensivmedizinischer Behandlung befinden.

Vor allem diese Zahl ist es, die Auskunft darüber gibt, ob unser Gesundheitssystem die Auswirkungen der Pandemie verkraften kann. Eine genaue Zahl der vorhandenen Intensivbetten in Regensburg ist aktuell nicht zu erfahren. Die entsprechenden Ampelsymbole stehen aber alle auf grün – demnach sind die Kapazitäten ausreichend. Links zu den Quellen mit weiteren Informationen stehen unter den Diagrammen.

Video: Corona-Update von RKI und Bundesregierung

ver.di fordert Anerkennung für Corona-Heldinnen und Helden auch nach der Krise (Pressemitteilung)

 In der Corona-Epidemie sind gerade im Dienstleistungsbereich die Beschäftigten in der Daseinsvorsorge gefordert. Dies führt auch bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in der Oberpfalz zu einer Explosion an entsprechenden arbeitsrechtlichen Anfragen. „Die Heldinnen und Helden der Corona-Krise arbeiten u. a. in der Alten- und Krankenpflege, in den Supermärkten, in den Kindergärten und Jugendämtern, bei der Post, im Bereich der Telekommunikation, in der öffentlichen Daseinsvorsorge und der Energie- und Wasserversorgung oder der Abfallwirtschaft“, zählt ver.di-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner beispielhaft auf. „Viele von ihnen sind weiblich und unterbezahlt. Sie freuen sich über die Wertschätzung ihrer jetzigen Arbeit – noch mehr freuen sie sich, wenn sie diese gesellschaftliche Anerkennung auch nach der Krise spüren werden“.

Dies gilt besonders im Gesundheitsbereich, wo nicht nur der Personalmangel und die unzureichende Schutzausrüstung viele Beschäftigte beunruhigt, sondern in den vergangenen Jahren immer wieder weitere Einsparungen Thema waren. „Auch in der Oberpfalz wurden Krankenhäuser geschlossen oder standen in Frage. Wir hoffen, dass hier ein Umdenken stattfindet,“ bekräftigt Karin Wagner, die bei ver.di für den Gesundheitsbereich zuständig ist.

In den anderen Bereichen der existenziellen Infrastruktur geht es aus gewerkschaftlicher Sicht weiterhin vor allem um Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten. Gerade im Einzelhandel dauerte es zunächst lange, bevor Einlassbeschränkungen, Schutzscheiben an Kassen und Handschuhe Einzug hielten. Auf solche Maßnahmen warten einige Zivilbeschäftigte auf den amerikanischen Truppenübungsplätzen weiterhin händeringend. „Die US Army hat vorbildlich überwiegend auf Notbetrieb umgestellt und schützt so Beschäftigte und ihre Familien. Doch in den Kaufhäusern, Schnellrestaurants und Bereichen mit Kundenkontakt berichten uns Beschäftigte von fehlenden grundlegenden Schutzmaßnahmen“, berichtet die ver.di Betriebsbetreuerin Kathrin Birner (Fachbereiche Bund/Länder und Gemeinden).

Auch im öffentlichen Dienst sieht sie viele Arbeitgeber dringend in der Pflicht, ihre Beschäftigten besser zu schützen und auch mittelfristig die Funktionsfähigkeit von Kitas, Verwaltung oder Bauhöfen zu garantieren.

„Während es selbstverständlich ist, dass Lehrerinnen und Lehrer ohne Notbetreuungsaufgaben von zu Hause aus an Konzepten arbeiten und mit den Eltern oder Schülern kommunizieren, wird dies den meisten Erzieherinnen und Erziehern derzeit verwehrt,“ bemerkt Kathrin Birner. „Auch der öffentliche Dienst und die sozialen Träger müssen ihren Beitrag dazu leisten, dass Menschen so wenige soziale Kontakte haben wie nötig – und durch Notbetriebsschichten und Bereitschaftsdienste dafür sorgen, dass im Notfall auch weiteres Personal verfügbar ist. Noch immer sieht man Bauhoffahrzeuge mit vier Personen.“ Vorbildlich dagegen hätten einige Verwaltungen bereits Rotationen und Notbetriebe eingeführt, um das weitere Funktionieren von öffentlichem Nahverkehr, Verwaltungsleistungen, Wasser- und Stromversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung und den Straßenbetriebsdienst zu garantieren. „Gerade auch Krankenkassen, Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit hat hier schnell Maßnahmen ergriffen und den Publikumsverkehr reduziert, um gleichzeitig telefonisch für die Tausenden von Anfragen von kurzfristig durch Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen sowie Unternehmen da zu sein“ beleuchtet Manuela Dietz, stellv. Geschäftsführerin ver.di Bezirk Oberpfalz.

Auch im Postbereich konnten die Betriebsräte schnell durchsetzen, dass die persönliche Unterschrift bei der Paketübergabe entfällt und ab sofort in zwei Schichten gearbeitet wird. „Im Bereich der Paketzustellung liegen wir mittlerweile auf dem Belastungsniveau der Weihnachtszeit. Dabei dürfen wir auch die Kolleginnen und Kollegen in Speditionen, Logistikbetrieben und im Transportgewerbe nicht vergessen. Alle gemeinsam stellen die Grundversorgung für die Wirtschaft und das tägliche Leben der Menschen sicher“ betont Nicole Rufin (Gewerkschaftssekretärin Post, Speditionen und Logistik).

Und im Bereich der Telekommunikation freuen sich die Beschäftigten, dass die Arbeitgeber ihre Arbeit auch materiell anerkennen und kürzlich zu einer in Rekordzeit vereinbarten Entgelterhöhung bereit waren.

Während also in vielen Bereichen der Dienstleistungen neue und zusätzliche Aufgaben und dringende Schutzmaßnahmen gefragt sind, sind aber auch in der Oberpfalz Beschäftigte und Betriebe im Organisationsbereich von ver.di massiv von Arbeitsausfall betroffen.

„Fast alle Tageszeitungen und Druckereien haben bereits Kurzarbeitsvereinbarungen abgeschlossen, weitere sind gerade dabei, diese auf den Weg zu bringen“, erzählt der ver.di Betriebsbetreuer Pascal Attenkofer (Fachbereichssekretär für Medien, Kunst und Industrie). „Dabei ist erfreulich und bemerkenswert, dass ein kleiner Mittelständler unter 50 Beschäftigte eine Aufstockung um 10 % vorsieht, während bedauerlicherweise alle anderen ihre Beschäftigten hier nicht weiter unterstützen. Und das obwohl Ihnen die Sozialversicherungsbeiträge „geschenkt“ werden.“ Besonders hart treffe die Krise nicht nur die Beschäftigten mit Kurzarbeit ohne Aufstockung, sondern  vor allem auch Solo-Selbständige und Freischaffende. „Die Hilfspakete kommen bei den Selbständigen (noch) nicht bzw. verspätet an. Alle warten händeringend darauf!“ erklärt Pascal Attenkofer.

Für viele private Busunternehmen steht die Existenz auf dem Spiel. Die Schulbus Lienen müssen nicht bedient werden. Busreisen sowie andere Buchungen werden bereits bis weit in die zweite Jahreshälfte 2020 storniert. „Viele Fahrerinnen und Fahrer in Betrieben ohne Betriebsräte fallen auf das gesetzliche Kurzarbeitergeld zurück. In Betrieben mit ver.di-Betriebsräten können dagegen vielfach bessere Bedingungen vereinbart werden“, sagt Patrick Rostek von ver.di (Fachbereiche Verkehr und Besondere Dienstleistungen). „Klar ist für uns, der Personalmangel im Bereich der Busfahrerinnen und Busfahrer wird durch die Krise noch einmal deutlich verschärft“ so Rostek weiter.

Heikel sei die derzeitige Situation auch für Auszubildende. Nach Verschiebung der Abschlussprüfungen wüssten viele nicht, wann ihre Ausbildung endet. „Wichtig ist in der derzeitigen Situation, dass ihnen Zeit zum Lernen der von den Berufsschulen zur Verfügung gestellten Materialien gegeben wird und sie nicht als billige Aushilfskräfte oder für Notdienste eingesetzt werden“ betont Lisa Freunek (Jugendsekretärin ver.di Bezirk Oberpfalz). Wichtig sei auch, dass die Betriebe aktiv würden, Wissensvermittlung und Vermittlung der Ausbildungsinhalte unter den gegebenen Umständen zu ermöglichen. Hierzu gebe es bereits auch positive Beispiele zur Wissensvermittlung über E-Learning-Plattformen und Tablets. „Aber täglich erreichen uns auch negative Beispiele, bei denen Auszubildende auf unbestimmte Zeit ohne Aufgaben zu Hause sitzen oder in Notdiensten eingesetzt werden. Einige Unternehmen fordern auch Kurzarbeit für Auszubildende und eine dementsprechende Gesetzesänderung. Diese gilt es zu verhindern!“ erläutert Freunek weiter.

Appell des Oberpfälzer Polizeivizepräsidenten für das bevorstehende Osterwochenende

OBERPFALZ. Auch über die Osterfeiertage wird die Oberpfälzer Polizei verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Ausgangsbeschränkung durchführen. Polizeivizepräsident Thomas Schöniger appelliert an die Bürgerinnen und Bürger in der Oberpfalz zur Einhaltung der Schutzregeln und warnt Uneinsichtige.

Gerade bei dem vorhergesagten schönen Wetter ist die Versuchung mancher groß, gegen die notwendigen Schutzregeln der Ausgangsbeschränkung zu verstoßen. Durch Kontrollen, auch am bevorstehenden Osterwochenende, überwacht die Oberpfälzer Polizei die Einhaltung der Bestimmungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen.

„Ich rate dringend davon ab, weite Strecken an einen beliebten Ausflugsort zurückzulegen. Die Oberpfalz bietet jedem in seinem näheren heimischen Umfeld die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen und die Sonne zu genießen. Auch gegen ein kurzzeitiges Verweilen auf einer Parkbank ist nichts einzuwenden. Hier ist jedoch unbedingt zu beachten, dass dies ausschließlich alleine oder mit Personen des gleichen Hausstandes erlaubt ist und zu anderen Personen stets der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“, so Polizeivizepräsident Thomas Schöniger. Auch Besuche bei Verwandten sind nur bei notwendigen Hilfeleistungen gestattet, wie etwa zur Hilfe beim Einkauf.

Schöniger appelliert: „Bleiben Sie zuhause! Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes zu unterlassen. Verzichten Sie bitte auf Kaffeekränzchen und nutzen Sie lieber das Telefon oder Skype, um in Kontakt zu bleiben. Sie schützen damit nicht nur sich, sondern auch Ihre Mitmenschen.“

Grundsätzlich gilt: Das Verlassen der eigenen vier Wände ist nur mit triftigen Gründen erlaubt! Unbelehrbare werden konsequent sanktioniert und die Verstöße zur Anzeige gebracht.

Bei Nichtbeachtung der Ausgangsbeschränkung ist ein Bußgeld von bis zu 5.000 EUR möglich. Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung, z. B. durch Gruppen, Veranstaltungen oder Versammlungen, haben ein Strafverfahren zur Folge. 

Der überwiegende Teil der Oberpfälzer Bevölkerung verhält sich vorbildlich und beachtet die Schutzregeln der Ausgangsbeschränkungen. Das zeigen die bislang über 21.000 durchgeführten Kontrollen in der Oberpfalz. Ein geringer Prozentsatz jedoch verstößt aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben, was bis dato zu mehr als 1.500 Anzeigen führte.

In Einzelfällen mussten leider auch Verhaltensweisen festgestellt werden, die besonders in Zeiten der Corona-Krise gefährliche Folgen haben können:

„Das absichtliche Anhusten, gelegentlich auch Anspucken von Einsatzkräften, aber auch von unbeteiligten, zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger, ist völlig inakzeptabel! Solche Taten werden in enger Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften konsequent und mit aller Härte verfolgt!“ stellt Polizeivizepräsident Thomas Schöniger klar.


UPDATE 8. April 2020

Stand der Dinge

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 8. April, 10 Uhr) gibt es 313 bestätigte Covid 19-Fälle in der Stadt und 316 im Landkreis Regensburg. Im Stadtgebiet sind bislang drei Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben, im Landkreis zwei.

Die aussagekräftigere Zahl bei der Frage, wie schwerwiegend die Auswirkungen der Pandemie sein werden und ob es zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen kann, ist allerdings die Anzahl der freien Intensivbetten. Laut der Übersicht der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind derzeit sowohl hier vor Ort als auch bundesweit noch ausreichend Intensivbetten vorhanden. Eine genaue Zahl der vorhandenen Intensivbetten in Regensburg ist derzeit allerdings nicht zu erfahren

Aktuell befinden sich demnach insgesamt 58 Corona-Patienten in Regensburger Krankenhäusern in intensivmedizinischer Behandlung: 38 am Universitätsklinikum, neun bei den Barmherzigen Brüdern, drei am Caritas-Krankenhaus St. Josef und fünf am Bezirksklinikum.

Leseempfehlung

Der Verein Digitalcourage (er verleiht unter anderem den Big Brother Award) erklärt die neue „Corona-App“ Eine des Robert Koch-Institut. Diese soll helfen, Kontakte zu infizierten Menschen nachvollziehbar zu machen. Erklärungen, Zweifel und Fragen.

Donaustrudl bittet um Spenden

Die Aprilausgabe der sozialen Straßenzeitung DONAUSTRUDL wird wegen der Corona-Krise kostenlos online angeboten. Für die Verkäufer*innen wird nun um Spende gebeten.
 
IBAN: DE43 7505 0000 0000 2125 30
Kontoinhaber: Sozialer Arbeitskreis Regensburg
Verwendungszweck: April- oder Onlineausgabe

„Lesen gegen Corona“

Mit der Aktion „Lesen gegen Corona“ tragen Mitglieder der Regionalgruppe Ostbayern des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS Ostbayern) in ihrem Zuhause aus ihren Werken vor. Die so entstandenen originellen, oft sehr persönlichen Videos gibt es online.

Pressebericht der Polizei zu Ausgangsbeschränkungen

COVID-19: Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz – Stand: Mittwoch, 08.04.2020, 06.00 Uhr

 OBERPFALZ. Im Zeitraum von Dienstag, 7. April 2020, 06.00 Uhr, bis Mittwoch, 8. April 2020, 06.00 Uhr, fanden über 1000 Kontrollen in der gesamten Oberpfalz statt. Gegen 98 Betroffene wurden Anzeigenverfahren eingeleitet. 

Workshop für digitalen Ideenaustausch

Im Rahmen des EU-Projektes „kultur|kontakt|kreativ“ laden das Kulturamt sowie das Clustermanagement Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Regensburg und das DEPO2015 am 17. und am 24. April 2020 zu jeweils halbtägigen, aufeinander aufbauenden Online-Ideen-Workshops ein. Das „Projektlabor:ONLINE“ will die Möglichkeiten von virtuellen Räumen für grenzüberschreitende Kunst- und Kreativprojekte ausloten und richtet sich dabei an Kultur- und Kreativschaffende sowie Künstlerinnen und Künstler aus den Regionen Regensburg und Pilsen.


UPDATE vom 7. April 2020

Video: Markus Söder zur Corona-Lage

Verbraucherschutz sieht Corona-App kritisch (Pressemitteilung)

Corona – per App in die Quarantäne 

Die Politik diskutiert derzeit über eine Anti-Corona-App. Erste Praxistests dafür sind bereits gelaufen. Vermittels eines Datenabgleichs soll die App feststellen, ob sich das Smartphone des Nutzers in der Nähe eines Covid-19-Infizierten bzw. in der Nähe dessen Smartphones aufgehalten hat. Eine entsprechende Nachricht bekommt der Nutzer der App dann auf sein Handy übermittelt. Daraufhin soll er notwendige Maßnahmen ergreifen, das Gesundheitsamt kontaktieren, sich also vermutlich testen lassen und in häusliche Isolation begeben. Die Nutzung der App wird den Verbrauchern durch die Aussicht auf eine schnellere Aufhebung des Lockdowns schmackhaft gemacht.

Für den VerbraucherService Bayern kommt eine solche App jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen in Frage:

  1. Datennutzung: Die App darf nur wirklich erforderliche Daten erheben. Die Maxime muss lauten: So viele Daten wie nötig, so wenige wie möglich. Die Nutzer müssen sich anonym anmelden können und die App sollte so programmiert sein, dass man nicht auf die Identität der einzelnen Nutzer schließen kann.
    Es dürfen auf keinen Fall Bewegungsprofile erstellt werden. Die Nähe zum Smartphone einer Corona positiv getesteten Person darf also nicht durch GPS-Daten ermittelt werden, sondern nur durch eine Bluetooth-Verbindung der Handys.

  2. Datensicherheit: Die Datensicherheit sollte von einer unabhängigen Stelle, zum Beispiel dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, bestätigt werden, bevor die App auf den Markt kommt. Die möglichen Auswirkungen der App sind für den Nutzer so weitreichend, dass weder Fehler- noch Falschmeldungen passieren dürfen. Die App muss höchsten technischen Sicherheitsstandards genügen.

  3. Corona-Tests: Die Testkapazitäten müssen weiter gesteigert werden, damit der App-Nutzer, der sich aufgrund einer Push-Nachricht freiwillig in häusliche Isolation begibt, nicht unverhältnismäßig lange auf einen Test und auf das Testergebnis warten muss oder gar 14 Tage überhaupt nicht getestet wird.

  4. Freiwillige Nutzung: Die Politik spricht von einer freiwilligen Nutzung der App. Aber handelt es sich um echte Freiwilligkeit? Können wir davon ausgehen, dass den Verbraucher*innen keine indirekten Nachteile wie z.B. in punkto Versicherung oder im Rahmen einer möglichen Behandlung entstehen, wenn sie die App nicht nutzen oder sie nach kurzer Zeit der Nutzung wieder deinstallieren?

    „Mir scheint es fraglich, ob sich das Kriterium der Freiwilligkeit durchhalten lässt,“ meint Eva Traupe, Volljuristin beim VerbraucherService Bayern.
    Sollten sich sehr viele Menschen dazu entscheiden, die App zu nutzen, wird auf die Anderen voraussichtlich sozialer Druck ausgeübt werden, dies auch zu tun. Für den Fall, dass nur wenige Verbraucher die App freiwillig nutzen, könnte es sein, dass sich die Politik – ähnlich wie bereits bei den Ausgangsbeschränkungen – überlegt, fehlende Freiwilligkeit doch noch durch eine Verpflichtung zu ersetzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.“
  1. Es muss klar definiert sein, welche Stelle die erhobenen Daten nutzen darf und die Zwecke der Nutzung gilt es klar zu definieren. Eine Weitergabe der Daten an Unternehmen muss ausgeschlossen werden. Die Speicherung der Daten muss auf die kürzest mögliche Zeit befristet werden. Die Effizienz der Maßnahmen ist regelmäßig zu kontrollieren. Nach Ablauf der Frist ist die verbindliche Löschung der Daten zu garantieren.
  2. Zu guter Letzt: Laut Statista nutzten 2019 57,7 Millionen Menschen ein Smartphone, was aber über 20 Millionen Menschen ohne Smartphone lässt. Nach Abzug von jüngeren Kindern sprechen wir immer noch über einen relevanten Teil der Bevölkerung.

Auch in Krisenzeiten sollte nicht vergessen werden, der gesamten Bevölkerung einen adäquaten Lebenszugang zu ermöglichen.

Welterbetag abgesagt

Die deutsche UNESCO-Kommission hat den diesjährigen bundesweiten Welterbetag, der am 7. Juni 2020 geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Auch in Regensburg wird somit der Welterbetag erst wieder 2021 stattfinden.

Ausgangsbeschränkungen: Das sagt die Polizei

OBERPFALZ. Im Zeitraum von Montag, 6. April 2020, 06.00 Uhr, bis Dienstag, 7. April 2020, 06.00 Uhr, mussten in der Oberpfalz 86 Anzeigen wegen verschiedener Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung gefertigt werden. Den Anzeigen gingen über 1000 Kontrollen voraus.

Video: Lagebericht des Robert-Koch-Instituts

Dazu eine Pressemitteilung des RKI

Mit Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches mehr über die Verbreitung des Coronavirus erfahren Das Robert Koch-Institut stellt ab sofort eine App zur Verfügung, die ergänzende Informationen dazu liefern soll, wo und wie schnell sich das Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland ausbreitet. Die App ist unter dem Namen „Corona-Datenspende“ für iOS und Android-Geräte verfügbar. Sie funktioniert in Kombination mit Fitnessarmbändern und Smartwatches verschiedener Hersteller. Die Nutzung der App ist freiwillig und pseudonymisiert – das RKI hat zu keiner Zeit Kenntnis über persönliche Informationen wie Name oder Anschrift der App-Nutzer. Die von den Nutzern der Corona-Datenspende-App freiwillig zur Verfügung gestellten Daten ermöglichen den Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts genauere Einblicke in die Verbreitung des Coronavirus. Die App dient nicht der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, sondern kann – ergänzend zu weiteren Datenquellen, z.B. den offiziellen Meldedaten – dabei helfen, Infektionsschwerpunkte besser zu erkennen und dazu beitragen, ein genaueres Bild über die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 zu gewinnen. Die der Corona-Datenspende-App zugrundeliegende Idee ist einfach: Viele Menschen in Deutschland zeichnen regelmäßig mit Smartwatches oder Fitnessarmbändern ihre Vitaldaten auf. Dazu zählen der Ruhepuls, Schlaf und das Aktivitätsniveau. Bei einer akuten Atemwegserkrankung ändern sich diese Vitalzeichen in den meisten Fällen deutlich. Daher können auch typische COVID-19-Symptome wie Fieber durch die App erkannt werden. Mit Hilfe der Corona-Datenspende-App kann der Nutzer des Fitnessarmbands bzw. der Smartwatch diese Daten dem Robert Koch-Institut zur Verfügung stellen. Die Corona-Datenspende-App benötigt zudem die Postleitzahl des Nutzers. Alle Daten werden wissenschaftlich aufbereitet und fließen im Anschluss in eine Karte ein. Diese zeigt die regionale Verbreitung potenziell Infizierter bis auf Ebene der Postleitzahl.

Die Karte soll regelmäßig aktualisiert und unter www.corona-datenspende.de veröffentlicht werden. „Wenn in einer ausreichend großen Stichprobe die Anzahl der symptomatischen Patienten erfasst werden kann, könnte uns das dabei helfen, früher Rückschlüsse auf Infektionsgeschehen, Verbreitung und auch auf die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen zu ziehen“, sagt Prof. Lothar H. Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts.

In den USA haben sich ähnliche Fallschätzungen auf Basis von Smartwatch- und Fitnessarmband-Daten in Grippewellen als sehr treffgenau erwiesen. Das Robert Koch-Institut hat die App gemeinsam mit dem e-Health-Unternehmen Thryve und unter Einbeziehung des Bundesdatenschutzbeauftragten entwickelt. Die Corona-Datenspende ist keine Anwendung, um COVID-19 im Einzelfall zuverlässig zu diagnostizieren. Sie ersetzt keinesfalls die regulären Tests auf das Virus. Ebenso wenig ersetzt sie den öffentlichen Meldeweg zur Erfassung der Infektionszahlen. Prof. Lothar H. Wieler weiter: „Digitale Anwendungen können die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 sinnvoll ergänzen. Wir wünschen uns, dass sich viele Menschen beteiligen. Denn je mehr Menschen ihre Daten für eine Auswertung zur Verfügung stellen, desto genauer werden unsere Erkenntnisse zur Verbreitung des Coronavirus.“ Weitere Informationen gibt es auf der Website www.corona-datenspende.de

Stand der Dinge

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 7. April, 10 Uhr) gibt es 296 bestätigte Covid 19-Fälle in der Stadt und 290 im Landkreis Regensburg. Im Stadtgebiet sind bislang drei Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben.

In Regensburger Kliniken werden laut dem Intensivregister der Vereinigung Intensiv- und Notfallmedizin derzeit 51 Patientinnen und Patienten wegen des neuartigen Coronavirus behandelt.


UPDATE 6.4.20

Semesterstart komplett digital

Das Sommersemester 2020 findet an den Hochschulen statt, der Vorlesungsbetrieb startet an allen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Kunsthochhochschulen und Universitäten im Freistaat am 20. April 2020. Der Start erfolgt komplett digital.

Ähnlich sieht es an der Universität aus. Hier startet das Semester am 15. April, vorerst ebenfalls komplett digital.

Ausgangsbeschränkungen in der Oberpfalz: Der Polizeibericht

COVID-19: Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz – Bilanz zum Wochenende

OBERPFALZ. Trotz des sonnigen Wetters waren am Wochenende nur leichte Steigerungen bei den Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz festzustellen. Somit hielt sich weiterhin der überwiegende Großteil der Bevölkerung an die geltenden Regeln. Im Zeitraum von Freitag, 3. April 2020, 06.00 Uhr, bis Montag, 6. April 2020, 06.00 Uhr, mussten in der Oberpfalz knapp über 400 Anzeigen wegen verschiedener Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung gefertigt werden. Den Anzeigen gingen weit über 3000 Kontrollen voraus. Zur Unterstützung waren auch Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei eingesetzt. Verstöße wurden oberpfalzweit beispielsweise im Rahmen von Grillpartys bekannt. Auch Personen, die sich im Freien zum Konsum von Alkohol getroffen haben, mussten angezeigt werden. Die Polizei Oberpfalz wird zum Schutz der Allgemeinheit und eines jeden Einzelnen ihre Kontrollen intensiv fortsetzen.

Der Corona-Schutzschild – eine Übersicht

Der Genossenschaftsverband Bayern hat ein hilfreiches Flussdiagramm zu Soforthilfen und Krediten für Unternehmer, Beschäftigte und Privatpersonen veröffentlicht. Ein guter und leicht verständlicher Überblick.

Diese Übersicht gibt es als gut lesbares PDF. Quelle: Genossenschaftsverband Bayern

Stand der Dinge

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 6. April, 10 Uhr) gibt es 283 bestätigte Covid 19-Fälle in der Stadt und 279 im Landkreis Regensburg. Im Stadtgebiet sind bislang drei Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben.

Die aussagekräftigere Zahl bei der Frage, wie schwerwiegend die Auswirkungen der Pandemie sein werden und ob es zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen kann, ist allerdings die Anzahl der freien Intensivbetten. Laut der Übersicht der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind derzeit sowohl hier vor Ort als auch bundesweit noch ausreichend Intensivbetten vorhanden. 

Laut dem momentanen Stand (die Seite wird immer noch überarbeitet) befinden sich bei den Barmherzigen Brüdern neun Covid 19-Patienten auf der Intensivstation, neun Betten sind frei. Am Universitätsklinikum sind es 27 Patienten und 58 freie Betten. Für das Caritas-Krankenhaus St. Josef werden zwei Covid 19-Patienten gelistet. Noch keine Covid 19-Patienten befinden sich am Bezirksklinikum, hier gäbe es 17 Betten.

DGB sagt 1. Mai-Kundgebungen ab (Pressemitteilung)

Abstand halten: Auch am Tag der Arbeit

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) trifft eine schwere Entscheidung: Alle 17 Kundgebungen am 1. Mai in der Oberpfalz sind abgesagt – darunter auch die Kundgebung in Regensburg.

Weltweit demonstrieren gewerkschaftlich organisierte Menschen an diesem Tag für fairere Arbeitsbedingungen – seit über 160 Jahren. Auch in Regensburg organisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) traditionell seine Demonstration und Kundgebung. Doch in diesem Jahr macht die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung.

„Die Solidarität, die die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus uns allen abverlangt, zwingt auch uns zu einer historisch einmaligen Entscheidung. Im Interesse der Gesundheit aller, werden wir dieses Jahr keine Kundgebungen zum Tag der Arbeit durchführen“, so Christian Dietl, Regionsgeschäftsführer des DGB Oberpfalz und Kreisvorsitzender des DGB Regensburg. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten! Das gilt auch für die Maikundgebung in Regensburg.

Der DGB spricht die Folgen der Corona-Pandemie an: Kitas und Schulen, die geschlossen sind, Verwandte und Freunde, die man nicht mehr treffen kann. Aber auch die Sorge um die Existenz – denn viele Menschen können nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz. „Ein Leben im Ausnahmezustand“, so der DGB. Aus der Not heraus entwickelten sich aber auch spontan positive Ansätze: Neue Formen der Solidarität, wie Nachbarschaftshilfen und Unterstützungsangebote oder kreative Lösungen, wie virtuelle Museen und neue Lehrmethoden an Schulen.

Die Solidarität der Gesellschaft brauchen aber auch diejenigen, die von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besonders betroffen sind, die um ihre Existenzgrundlage fürchten oder um die ihrer Familien, die von Betriebsschließungen, Kurzarbeit oder Geschäftsaufgabe bedroht sind. „Viele Menschen müssen zuhause arbeiten und sich gleichzeitig um ihre Kinder kümmern. Wir müssen dafür sorgen, dass ihr Arbeitsplatz und ihr Einkommen gesichert bleiben.“ Mit Besorgnis sehe der DGB Versuche, Arbeitnehmerrechte und Schutzvorschriften einzuschränken „Wer die Situation ausnützen will, um sein eigenes Süppchen zu kochen“, so Dietl mit Blick auf manche Arbeitgeber, „hat noch nicht kapiert, dass gerade jetzt der gesellschaftliche Zusammenhalt unsere wichtigste Ressource darstellt“.

„Solidarisch ist man nicht alleine“, das gelte auch mit Blick auf Europa. „Der Virus kennt keine Grenzen. Deshalb müssen die Regierungen der Europäischen Union eng zusammenarbeiten und ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie miteinander abstimmen“, fordert Dietl. Der Kampf gegen das Corona-Virus dürfe nicht den Nationalisten in die Hände spielen. „Mit Solidarität, mutigem und entschiedenem Handeln und Besonnenheit müssen wir die Krise gemeinsam durchstehen“, so der Regionsgeschäftsführer.

Der DGB beruft sich dabei auf sein diesjähriges Motto: „Solidarisch ist man nicht alleine“. Und Solidarität bedeute aktuell vor allem eines – Abstand halten. Im kommenden Jahr werden am 1.Mai wieder viele Menschen auf Straßen und Plätzen in der Oberpfalz für Ihre Rechte einstehen: „Und wir werden beim weltweit größten Fest der Solidarität feiern, dass wir die Corona-Krise gemeinsam überwunden haben“, ist sich Dietl sicher.


UPDATE zum Wochenende

Video: Harte Fakten, gut erklärt

Die promovierte Chemikerin in Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim erläutert anschaulich und mit Belegen untermauert, die aktuelle Situation in der Coriona-Krise und mögliche Szenarien für die weitere Entwicklung.

Stand der Dinge

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 4. April, 10 Uhr) gibt es 238 bestätigte Covid 19-Fälle in der Stadt und 239 im Landkreis Regensburg. Im Stadtgebiet sind bislang drei Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben.

Die aussagekräftigere Zahl bei der Frage, wie schwerwiegend die Auswirkungen der Pandemie sein werden und ob es zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen kann, ist allerdngs die Anzahl der freien Intensivbetten. Laut der Übersicht der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind derzeit sowohl hier vor Ort als auch bundesweit noch ausreichend Intensivbetten vorhanden. Da dieses Register gerade überarbeitet wird, dind die genauen regionalen Zahlen wohl erst am heutigen Abend bzw. am morgign Montag verfügbar.

 


UPDATE vom 3. April

Digitale Medien kostenlos

Die Stadtbücherei bietet ihr digitales Angebot und Online-Ausleihe vorerst bis 5. Mai kostenlos an.

Städtischer Hilfsfonds für Künstler

Infos zum neuen Testzentrum

Um im neuen Testzentrum am Jahnstadion getestet werden zu können, ist ab sofort kein Zahlencode, sondern ein Überweisungsschein und eine Laborüberweisung eines Hausarztes nötig, um in der zentralen Ambulanz im Jahnstadion (Franz-Josef-Strauß-Allee 22) ein Covid-19 Screening machen zu lassen.

Pressebericht der Polizei zu den Ausgangsbeschränkungen

OBERPFALZ. Von Donnerstag auf Freitag hatten in der gesamten Oberpfalz knapp 1200 Kontrollen von Personen, Einrichtungen, Läden und Gastronomiebetrieben stattgefunden. Dabei wurden 163 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt.

In Neumarkt wurde ein unbekannter, etwa 50-jähriger Mann in einem Verbrauchermarkt von einem Mitarbeiter freundlich angesprochen, er solle aufgrund der Corona-Situation einen Einkaufswagen nehmen. Dies sei so Vorschrift. Der Mann beschimpfte den Angestellten grundlos und ging weiter Einkaufen. Beim Verlassen des Ladens nahm er erneut Blickkontakt auf und zeigte ihm den Mittelfinger. Der Mitarbeiter verständigte die Polizei. Die Polizeiinspektion Neumarkt ermittelt nun wegen Beleidigung.

In Eslarn, Ortsteil Zankltrad, hatten sich gleich mehrere Personen uneinsichtig gezeigt. Ein 30-jähriger Bewohner meldete der Polizei Vohenstrauß, dass sich vor seinem Anwesen fünf Personen aufhalten würden, darunter seine Ex-Partnerin. Als die Beamten dort ankamen, stellten sie fest, dass es sich um familiäre Streitigkeiten handelte, bei dem jedoch alle fünf Anwesenden ohne triftigen Grund da gewesen waren und nicht zu einem Hausstand gehörten. Als sie aufgrund der Ausgangsbeschränkung belehrt wurden, zeigten sich alle völlig uneinsichtig. Zudem verweigerte ein 26-Jähriger die Herausgabe seiner Personalien. Dies konnte nur durch das kommunikative Geschick der Beamten ohne weitere Maßnahme erreicht werden. Die fünf Personen erhielten jeweils Anzeigen nach den Infektionsschutzgesetz. 

Video: Zur Berichterstattung über Corona

Vor welchen Herausforderungen stehen die Medien in der Coronakrise? Ist der Journalismus fachlich überhaupt gerüstet? Prof. Dr. Klaus Meier vom Lehrstuhl für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt schätzt die Situation ein.

Corona-Test der Bürgermeisterin negativ

Beim Test von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer auf das Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden: Das Testergebnis ist negativ. Die häusliche Quarantäne wird bis Anfang nächster Woche dauern. Zu diesem Zeitpunkt endet die Inkubationszeit, die beim Coronavirus bis zu 14 Tage beträgt.

Leseempfehlungen

Im Wust von Einzelmeinungen und teils berechtigter, teils verschwörungstheoretischer Kritik an den Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie lohnt es sich, die Positionen namhafter Fachgesellschaften und Institute zu lesen, um viele Diskussionen versachlichen zu können.

Die Deutsch interdisziplinäre Vereinigung Intensiv- und Notfallmediziner hat ein Intensivbettenregister veröffentlicht, auf dem tagesaktuell die Belegung von Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern verfolgt werden kann.

Video: Lagebericht des Robert-Koch-Insituts

Video: Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder

DGB Oberpfalz fordert: Kurzarbeitergeld jetzt anheben (Pressemitteilung)

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeigen: In den Agenturbezirken Regensburg, Schwandorf und Weiden haben zum Stichtag 25. März über 250 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind knapp 5.000 Beschäftigte in der gesamten Oberpfalz. Die tatsächliche Zahl liegt darüber und wird in den kommenden Tagen und Wochen noch weiter steigen. Eine veröffentlichte Sonderauswertung der Bundeagentur für Arbeit hat schon bundesweit rund 470.000 Anzeigen von Betrieben registriert – eine immens hohe Zahl, die zeigt, wie groß die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind. Diese Zahlen werden sich in den kommenden Monaten erst in der Statistik niederschlagen.

„Arbeitgeber und Bundesregierung müssen sich jetzt bewegen. Auch die Beschäftigten, die nicht unter dem Schutz eines Tarifvertrags stehen, müssen ohne Absturz durch die Krise kommen. Das Kurzarbeitergeld muss auf mind. 80 Prozent angehoben werden“, fordert DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Dietl.

Jüngst sind die Regelungen zur Kurzarbeit geändert worden: Betriebe können diese Unterstützung angesichts der Corona-Krise jetzt schneller und früher erhalten und werden zudem von sämtlichen Lohnkosten befreit, da ihnen die Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden. Die Beschäftigten erhalten 60 bzw. 67 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts. „Einen Teil der Entlastung bei den Lohnkosten sollten die Arbeitgeber verpflichtend an die Beschäftigten weitergeben müssen, um deren Einkommen aufzustocken. Wenn sie das nicht am Verhandlungstisch zusichern, muss die Bundesregierung die entsprechende Verordnung jetzt anpassen und die Arbeitgeber verpflichten“, fordert Dietl.

Zwar sei das Prinzip Kurzarbeit äußerst sinnvoll, denn es helfe, Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu sichern. „Aber die Lohneinschnitte sind bitter. Gerade diejenigen mit kleinen Einkommen sind besonders hart betroffen. Viele Beschäftigte geraten durch Mieten und andere finanziellen Verpflichtungen in existenzielle Nöte“, warnt Dietl.

Wer als alleinstehender Beschäftigter vor der Krise nicht mindestens 2.750 Euro brutto pro Monat verdient hat, hat bei Kurzarbeit null – also einem Arbeitsausfall von 100 Prozent – einen Anspruch auf aufstockende Hartz-IV-Leistungen. Aber in einer Familie mit einem Kind, in der beispielsweise ein Elternteil zum Mindestlohn beschäftigt ist und der andere Elternteil im Einzelhandel (Teilzeit, 75-%-Tariflohn), wirkt Hartz IV nicht mehr als Auffangbecken. Hier müssen die finanziellen Einbußen rein privat kompensiert werden. „In dieser Krise brauchen wir Solidarität und soziale Verantwortung. Es darf nicht sein, dass die Beschäftigten die Hauptlasten der Krise alleine tragen!“, mahnt Dietl.

Betrügerische E-Mails zum Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt aktuell vor betrügerischen E-Mails. Aktuell erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse Mails, die unter der E-Mailadresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de versandt werden. Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die Mail antworten, sondern diese umgehend löschen. Die Bundesagentur für Arbeit ist nicht Absender dieser E-Mail.

Stand der Dinge

Derzeit gibt es laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 207 bestätigte Covid-19-Fälle in der Stadt und 194 im Landkreis Regensburg (Stand 2.4.20, 10 Uhr).


UPDATE vom 2. April

Aus unserer Redaktion

Polizei im Corona-Einsatz – die Angst fährt mit

Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz – der heutige Polizeibericht im Original

 OBERPFALZ. Seit knapp zwei Wochen gilt in Bayern nun die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. Im Zeitraum von 01.04.2020, 06.00 Uhr, bis 02.04.2020, 06.00 Uhr, registrierte die Oberpfälzer Polizei 129 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung.

Von Mittwoch auf Donnerstag hatten in der gesamten Oberpfalz über eintausend Kontrollen von Personen, Einrichtungen, Läden und Gastronomiebetrieben stattgefunden. Dabei wurden 129 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt.

In Amberg wurden am 01.04. gegen 22:15 Uhr zwei 26-Jährige durch Beamte des OED Amberg in der Köferinger Heide kontrolliert, die auf einer Parkbank saßen. Beide konnten keinen triftigen Grund nennen, warum sie sich dort aufgehalten hatten. Zudem konnte hinter den beiden am Boden ein Tütchen mit Marihuana aufgefunden werden. Einer der beiden Männer gab auf Befragen der Polizei zu, dass es sich bei dem Betäubungsmittel um Seines handeln würde. Nach Durchsuchung beider Personen, konnte auch bei dem Zweiten eine geringe Menge an Marihuana sichergestellt werden. Beide erwartet nun eine Anzeige nach dem Betäubungsmittel- und dem Infektionsschutzgesetz.

In Neustadt a. d. Waldnaab wurde der Polizei mitgeteilt, dass ein 33 Jahre alter Mann aus Flossenbürg vor dem Anwesen eines 60-Jährigen laut herumschreien und randalieren würde. Als die Polizei dort ankam, konnte der Aggressor beruhigt werden. Er gab gegenüber der Streifenbesatzung an, dass er gerne mit dem älteren Mann ein paar Bier getrunken hätte. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 0,69 mg/l. Gegen den 33-Jährigen wurde ein Platzverweis ausgesprochen, sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstellt. Er konnte keinen triftigen Grund für seinen Aufenthalt nennen.

In Neumarkt hielten die Beamten der PI Neumarkt einen 30-jährigen Mann auf, der mit einem schwarzen Roller in der Ischhofener Straße unterwegs war. Der Mann trug keinen Helm und hatte kein gültiges Versicherungskennzeichen an seinem Fahrzeug angebracht. Auf Nachfrage der Beamten äußerte er, dass den Roller testen wollte. Der junge Mann muss sich nun wegen Anzeigen nach dem Pflichtversicherungsgesetz, sowie dem Infektionsschutzgesetz verantworten.

Die Polizei Oberpfalz appelliert erneut: Die Beschränkungen der Allgemeinverfügung sind einzuhalten! Nach wie vor finden intensive Kontrollen statt, damit insbesondere Gruppenansammlungen in der Öffentlichkeit unterbleiben! Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung haben!

Stadt weitet Kapazitäten für Obdachlose aus

Die Unterkunft für Obdachlose wird ab Mittwoch, 3. April 2020, um 17 Uhr im Gebäude 9 der Prinz-Leopold-Kaserne (Zeißstraße 4) betrieben. Ab diesem Zeitpunkt können obdachlose Personen dort übernachten. Ab Donnerstag, 4. April 2020, um 9 Uhr wird der Tagesaufenthalt seinen Betrieb aufnehmen.

Der bisherige Standort in der Landshuter Straße 49 wird bis auf Weiteres geschlossen.

Grund für den Umzug ist die Erweiterung von Raum- und Bettenkapazitäten, um die Mindestabstände einzuhalten. Die Größe der Einrichtung würde auch eine Isolierstation für Personen bieten, falls Quarantänemaßnahmen angeordnet werden würden.

Eine Grundversorgung der Obdachlosen mit Lebensmitteln wird sichergestellt. Ein Sicherheitsdienst bewacht das Gelände und das Gebäude rund um die Uhr.

Psychosoziale Anlaufstellen während der Krise

Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe e.V. hat eine regelmäßig aktualisierte Liste erstellt mit psychosozialen Anlaufstellen für die Krisenzeit.

Blog für psychisch belastete Menschen

Auf Grund des Ansteckungsrisikos während der Corona Pandemie müssen viele psychisch belastete Menschen derzeit leider auf Teile ihrer persönlichen therapeutischen Unterstützung verzichten. Hier bieten die Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (medbo) nun Hilfe an: Mit ihrem Blog „Bleib zuhause“ auf der medbo-Homepage vermittelt das therapeutische Team wichtigen Informationen zur aktuellen Situation.

Bürgermeisterin in Quarantäne

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben, nachdem eine Person aus ihrem näheren Umfeld positiv auf Covid-19 getestet wurde. Sie ist aktuell beschwerdefrei. Es wurde bereits Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen.

Stundungsmöglicheiten für Gewerbebetriebe, Selbstständige und Vereine

Die Stadt Regensburg teilt mit, dass sie Gewerbebetrieben, Selbstständigen und Vereinen durch finanzielle Erleichterungen bei Abgaben und gewerblichen Miet- und Pachtzahlungen entgegen kommen will. „Sofern ein coronabedingter Liquiditätsengpass nachgewiesen wird, kann ein entsprechender Zahlungsaufschub schriftlich beantragt werden. Es besteht sodann die Möglichkeit einer Stundung zunächst bis zum 30. September 2020. Die formlosen Anträge können an das jeweils zuständige Fachamt (Absender des Abgabenbescheids, Vertragspartner) gestellt werden. Sie werden dann von der Verwaltung auf Plausibilität geprüft. Auf die Erhebung von Stundungszinsen wird verzichtet.“

Nach Ende der Stundung kann ab 1. Oktober 2020 eine zinslose Ratenzahlung gewährt werden, sofern dies vom Schuldner begründet beantragt wird. Bestehen über diesen Zeitraum hinaus weitere coronabedingte Liquiditätsengpässe, kann eine weitere zinslose Stundung bis zum 31. Dezember 2020 gewährt werden.

Für die Stundung von Gewerbesteuerzahlungen hat die Stadt Regensburg bereits gesonderte Regelungen bekanntgegeben unter www.regensburg.de bzw. www.regensburg.de/aktuelles/coronavirus/informationen-fuer-unternehmen

Stand der Dinge


UPDATE vom 1. April

Stand der Dinge

Derzeit gibt es laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 183 bestätigte Covid-19-Fälle in der Stadt und 174 im Landkreis Regensburg (Stand 1.4.20, 10 Uhr).

Schriftstellerverband startet Youtube-Kanal

Der Schriftstellerverband Ostbayern hat einen Youtube-Kanal gestartet, auf dem Autoren aus der Region aus ihren Büchern lesen. Den Anfang macht Matthias Kneip. 

Online-Vorstellung des Regensburger Stadttheaters

Das Regensburger Stadttheater überträgt die Premiere von „Patricks Trick“ per Livestream über seinen Youtube-Kanal.

Kostenloses Mittagessen: Aktion „Gastfreundschaft“

Im Marple and Stringer – Bismarckplatz 4 – wird ab dem 2. April dreimal die Woche, donnerstags, freitags und samstags zwischen 12.00 und 14.00 Uhr ein warmes Mittagsgericht kostenfrei zur
Abholung angeboten. In der Startphase werden 80 Portionen gekocht. Das Angebot soll ALLEN zur Verfügung stehen. Es wird eine Spendenbox aufgestellt, es darf, aber muss nicht, für weitere Lebensmitteleinkäufe gespendet werden. Das steht im Ermessen jedes Einzelnen. Mögliche Überschüsse werden am Ende der Aktion „Gastfreundschaft“ gespendet. Wichtig: Alle Abholer müssen sich an die Abstandsregeln halten. Die Abgabe erfolgt kontaktlos unter Einhaltung der Abstandsregeln.

Unterstützen kann man die Aktion durch eine Spende an die Johanniter Ostbayern
Verwendungszweck „Gastfreundschaft“
IBAN: DE04750500000101452035
BIC: BYLADEM1RBG

Für die Aktion werden ständig Lebensmittel benötigt. Infos dazu unter der E-Mail-Adresse: gastronomen@regensburgnow.de

Freistaat muss Corona-Beschränkungen weiter nachbessern

Nach mehreren Klage verschiedener Juristen muss das Bayerische Gesundheitsministerium die Verfügungen und Erlassen zu den Beschränkungen, die die Corona-Pandemie verlangsamen sollen, immer wieder nachbessern. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Das Nichteinhalten des Mindestabstands ist nach der neuen Verordnung keine Ordnungswidrigkeit mehr, ob eine früher erlassene Allgemeinverfügung noch gilt, ist unklar. Und welchen Wert der Bußgeldkatalog, der dazu erlassen wurde, überhaupt hat, auch darüber dürften Juristen trefflich streiten können.

Artikel zu dem Thema:

Video: Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer zum neuen Testzentrum

Leseempfehlung

Die Nachrichtenagentur Reuters hat (bereits am 20. März) einen Beitrag mit aufschlussreichen Grafiken veröffentlicht, in dem die Ausbreitung des Coronaviris an einem Infizierten in Taiwan akribisch nachvollzogen wird.

Hier geht es zum dem Bericht.


UPDATE vom 31.3.20

Maskenspende aus China

Über eine Partnerschaft der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) in China haben drei Regensburger Kliniken insgesamt 10 000 Mundschutzmasken erhalten. Die Spende stammt von der Business School der Shenzhen Technology University, mit der die OTH Regensburg seit vielen Jahren eine enge Freundschaft verbindet. Initiator der Aktion ist das Team um den emeritierten Professor für Ökonomie und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Dr. Holger Haldenwang. Er ist seit mehreren Jahren an der Shenzhen Technology University tätig und hat dort als Gründungsdekan die Business School aufgebaut. Gemeinsam mit dem Präsidenten der OTH Regensburg, Prof. Dr. Wolfgang Baier, übergab Haldenwang die Masken am Dienstag, den 31. März 2020, zu gleichen Teilen an das Universitätsklinikum Regensburg, das Krankenhaus Barmherzige Brüder sowie das Caritas-Krankenhaus Sankt Josef.

„Wir freuen uns, dass unsere Partnerhochschule Regensburg so unterstützt“, sagte OTH-Präsident Prof. Dr. Baier. „Das ist das Ergebnis eines vielfältigen und auch sehr persönlichen Austauschs während der vergangenen Jahre.“

„Die Idee, uns zu helfen und Anteilnahme zu zeigen kommt wirklich von Herzen“, ergänzte Prof. Dr. Haldenwang. „Ich bin in täglichem Kontakt mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sind sehr betroffen und um uns besorgt.“ Auch bürokratische Hürden seitens der deutschen Behörden hätten sein Team nicht abgeschreckt, berichtet Prof. Dr. Haldenwang. So packten seine Assistentinnen Bella LuLIping und Janet LiXueiqi die gesamte Großlieferung auf Päckchen mit je nur 200 Mundschutzmasken um, um die Ausstattung so schnell und günstig wie möglich nach Deutschland zu schicken. (Pressemitteilung der OTH)

Video: Humor bewahren in der Krise

Der Regensburger Martin Stein hat aus der Isolation heraus einen Video-Podcast anlässlich der Corona-Krise gestartet. Hier sein drittes Video. Fortsetzung folgt (hoffentlich).

Ausgangsbeschränkungen: Meldung des Polizeipräsidiums (Original)

OBERPFALZ. Seit über einer Woche gilt in Bayern nun die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. Im Zeitraum von 30.03.2020, 06.00 Uhr, bis 31.03.2020, 06.00 Uhr, registrierten die Polizeibeamtinnen und -beamten in der Oberpfalz 83 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung.

Von Montag bis Dienstag wurde weiterhin in der gesamten Oberpfalz konsequent kontrolliert. Bei insgesamt 932 Kontrollen wurden Personen, Einrichtungen, Läden und Gastronomiebetriebe überprüft. Die Polizei zeigt sich zufrieden, wenn gleich auch immer noch Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung zu verzeichnen sind.

In den meisten Fällen konnten die Betroffenen keinen triftigen Grund nennen, warum sie ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen hatten. Das Polizeipräsidium Oberpfalz weist darauf hin, dass jedes Verlassen ohne triftigen Grund, konsequent verfolgt wird und harte Geldbußen mit sich bringt – deshalb: Bleiben Sie zu Hause!

Stand der Dinge am 31. März

Derzeit gibt es laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 166 bestätigte Covid-19-Fälle in der Stadt und 162 im Landkreis Regensburg (Stand 31.3.20, 10 Uhr).

Video: Lagebericht des Robert-Koch-Instituts

Berichte unserer Redaktion


UPDATE 30.3.20

Befragung zu Auswirkungen der Corona-Pandemie

Der Rechercheverbund Correctiv befragt bundesweit Menschen zu den Auswirkungen, die die Corana-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für sie persönlich haben.

Kostenloses Mittagessen für Bedürftige

Die Aktion „Gastfreundschaft hilft“ wird ab 2. April im Marple and Stringer (Bismarckplatz 4) dreimal die Woche, donnerstags, freitags und samstags zwischen 12.00 und 14.00 Uhr ein warmes Mittagsgericht kostenfrei zur Abholung anbieten. Das Angebot soll ALLEN zur Verfügung stehen. Es wird eine Spendenbox aufgestellt, es darf, aber muss nicht, für weitere Lebensmitteleinkäufe gespendet werden. Das steht im Ermessen jedes Einzelnen. Mögliche Überschüsse werden am Ende der Aktion an die Tafel gespendet. Wichtig: Die Abholer sollen bitte ein ToGo-Gefäß mitbringen – die Abgabe erfolgt kontaktlos unter Einhaltung der Abstandsregeln.

Video: Ausgangsbeschränkungen verlängert

COVID-19: Bilanz des Polizeipräsidiums im Original

OBERPFALZ. Seit einer Woche gilt in Bayern nun die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz wurden am zweiten Wochenende knapp 4000 Kontrollen durchgeführt, bei denen 620 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung registriert wurden. Im Zeitraum von 27.03.2020, 06.00 Uhr, bis 30.03.2020, 06.00 Uhr, kontrollierten die Beamtinnen und Beamten weiterhin konsequent in der gesamten Oberpfalz. Zwischen Samstag- und Sonntagmorgen wurden die meisten Verstöße (330) festgestellt.

Trotz des eindringlichen Appells von Freitag, musste die Oberpfälzer Polizei zu einer Vielzahl an Partys und Grillfeiern anrücken. Ob im Freien auf Parkgeländen oder im Garten des privaten Anwesens – die Bürgerinnen und Bürger waren zwar in der Regel einsichtig, jedoch mussten zahlreiche Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt werden. Des Weiteren erhielten viele Jugendliche neben einer Bußgeldanzeige auch einen Platzverweis, da sie sich zum Fußball-, Basketball- oder Tischtennisspielen getroffen hatten.

In Regensburg hielten sich am Samstagnachmittag etwa 200 Personen auf der Jahninsel, im Stadtpark und am Schwabelweiser Donauufer auf. Die Regensburger Polizei führte zusammen mit dem Kommunalen Ordnungsservice der Stadt Regensburg entsprechende Kontrollen durch.

In Roding hatte eine 34-jährige Frau am Samstag gegen 23:00 Uhr ihren Sohn als vermisst gemeldet, da dieser nach ihren Angaben vom Joggen nicht nach Hause gekommen wäre. Als die Polizei im Nahbereich nach dem Jungen fahndete, konnte er mit drei weiteren Jugendlichen in einer Fischerhütte feiernd angetroffen werden. Gegen alle vier Betroffenen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

In Barbing konnte am Samstagabend ein 20 Jahre alter Mann in seinem Pkw an einem Feldweg nahe der Margaretenstraße angetroffen werden. Auf dem Beifahrersitz saß ein 19-Jähriger Freund. Aufgrund starken Marihuanageruchs wurde das Fahrzeug durchsucht. Dabei konnten Beamte der PI Neutraubling eine geringe Menge an Betäubungsmitteln auffinden. Dieses wurde sichergestellt. Beide erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz, sowie gegen den 20-Jährigen zusätzlich nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Am Samstagnachmittag kontrollierten Polizisten der PI Neustadt a. d. Waldnaab neun Personen in Kohlberg. Nach ihren Angaben wollten sie alle ein Auto reparieren. Ein triftiger Grund war nicht ersichtlich, weshalb alle angezeigt wurden.

Erfreulich war das Ergebnis der Überwachung von über 800 Gastronomiebetrieben, bei denen kein einziger Verstoß festgestellt werden musste. Bei über 500 überprüften Ladengeschäften, wurden zwei Anzeigen gegen Betreiber erhoben.  

Die Einhaltung der Allgemeinverfügung ist weiterhin dringend notwendig. Die Polizei verstärkt die Kontrollen und appelliert erneut an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, zu Hause zu bleiben!

Zudem ist der Oberpfälzer Polizei bewusst, dass in der aktuellen Krise ungewohnt viel Zeit mit den Familienmitgliedern verbracht wird. Dies kann verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen. Es können Konflikte in der Partnerschaft und in der Familie auftreten, welche sich in Streit bis hin zu Gewalthandlungen entladen. Die Polizei Oberpfalz rät daher:  Leben Sie die Gewalt nicht aus!

  • Definieren Sie klar abgegrenzte Stunden, die jede/r für sich alleine verbringt und schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten. Machen Sie z.B. einen Spaziergang alleine.
  • Sprechen Sie Ärger an, noch bevor die Situation eskaliert. Kurzfristige Konflikte wird es bei jedem immer wieder mal geben – wichtig ist, dass diese gelöst werden.
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie von Gewalt betroffen sind! Bleiben Sie nicht allein mit Ihren Ängsten. Beratungseinrichtungen sind auch jetzt zumindest telefonisch für Sie da. Wenden Sie sich an das Beratungstelefon der Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer unter der Rufnummer 0941/506-1333! Sie kann Ihnen wertvolle Verhaltenstipps geben oder Sie an andere Beratungsstellen weiter verweisen.
  • In Akutfällen wenden Sie sich bitte an den Notruf der Polizei: 110

Stand der Dinge am 30. März

Derzeit gibt es laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 152 bestätigte Covid-19-Fälle in der Stadt und 147 im Landkreis Regensburg.

Berichte unserer Redaktion


UPDATE vom 27.3.20

Der Bußgeld-Katalog für Corona-Verstöße

Das Bayerische Innenministerium hat heute einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen erlassen. Bei Nichteinhalten des Mindestabstands zwischen zwei Personen werden demnach 150 Euro fällig, mit einer ebensolchen Strafe wird das Verlassen der eigenen Wohnung „ohne triftigen Grund“ geahndet. Auch eine Reihe von Straftatbeständen werden gelistet. Ein Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung beispielsweise ist dann eine Straftat, wenn in Gruppen gegen die
Ausgangsbeschränkung verstoßen wird.

Klage gegen Ausgangsbeschränkungen abgewiesen

In einer Entscheidung vom heutigen Tag hat der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs es abgelehnt, die Bayerische Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Personalräte fordern mehr Geld und Schutzmaßnahmen für Klinikpersonal

Angesichts der aktuellen Krise um die Corona Epidemie schlagen ver.di Betriebs- und Personalräte der Krankenhäuser im Bezirk Oberpfalz Alarm. Der heute voraussichtlich im Bundesrat beschlossene „Rettungsschirm“ zur Entlastung der Krankenhäuser und anderer Gesundheitseinrichtungen hilft, bleibt nach ihren Worten „völlig unzureichend“. Außerdem fordern die Betriebs- und Personalräte gemeinsam die Bereitstellung ausreichender Schutzausrüstung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, damit sich diese selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem Corona Virus schützen können. 

Psychosoziale Beratung online

Die Plattform „Wir bleiben da“ bietet kostenfrei psychosoziale Beratung, Begleitung & Begegnung für Menschen in der Pflege, Medizin, sozialen Arbeit, Betroffene und Angehörige.

Cantemus-TV statt Cantemus-Chor

Der Cantemus Chor der Sing- und Musikschule Regensburg möchte alle Familien dabei unterstützen, zu Hause für Abwechslung und gute Stimmung zu sorgen.  Mit dem kostenfreien neuen Online-Format „Cantemus-TV“ bietet Chorleiter Matthias Schlier in Zusammenarbeit mit dem Cantemus-TV-Team allen Kindern, Jugendlichen und Familien eine Möglichkeit, sich ganz unabhängig von Gesangserfahrung oder Chorzugehörigkeit beim Mitsingen eine Auszeit in den eigenen vier Wänden zu nehmen.

Stadt startet Hilfsprogramm für Künstlerinnen und Künstler

Um jedoch die freie Szene, die Künstlerinnen und Künstler in Regensburg zu unterstützen, legt die Stadt Regensburg kurzfristig ein eigenes Notfallprogramm auf. Im Topf sind vorerst 250.000 Euro. Anträge können ab nächster Woche gestellt werden.

Leseempfehlung für Interessierte

Der renommierte Springer-Verlag (hat nichts mit der Bildzeitung zu tun) hat sämtliche Fachartikel zu Covid 19 kostenlos zugänglich gemacht. Zum Stöbern und Informieren.

Kostenlose Beratung vom Kinderschutzbund

In der aktuellen Krisensituation sind viele Freizeit- und Bildungsangebote gestrichen, falsche Informationen kursieren in sozialen Netzwerken, persönliche Kontakte sollen gemieden werden, manche finanzielle Situation ist unsicher und Familien verbringen plötzlich viel Zeit auf engem Raum. Der Kinderschutzbund hat deshalb seine ehrenamtliche Beratung „Kopfhoch“ deutlich ausgebaut. Ab sofort bis nach den Osterferien können sich auch Eltern melden, die Rat brauchen.

Bericht des Polizeipräsidiums zu den Ausgangsbeschränkungen

Die Pressemitteilung im Original: 

 OBERPFALZ. Im Zeitraum von 26.03.2020, 06.00 Uhr, bis 27.03.2020, 06.00 Uhr, wurden in der Oberpfalz 56 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt. Daneben wurden 145 Einrichtungen kontrolliert, bei denen in sechs Betrieben Verstöße erkennbar waren.

Beispielsweise sorgte ein Fitnessstudio im Regensburger Norden für Unverständnis. Der Betreiber des Studios hatte die Scheiben von innen solcherart verdunkelt, dass von außen kein Betrieb erkennbar war. Ein aufmerksamer Bürger konnte am 26.03.2020 gegen 19:15 Uhr beobachten, wie mehrere Personen in das Fitnessstudio in Sportbekleidung ein- und ausgingen. Polizeibeamte der PI Regensburg Nord stellten vor Ort fünf Personen fest, die gerade beim Training waren. Alle wurden belehrt und ein Platzverweis erteilt. Gegen die fünf Personen sowie dem Betreiber wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erhoben.

Im Bereich der PI Auerbach sowie der PI Nittendorf konnten jeweils Personengruppen angetroffen werden, die Alkohol konsumiert hatten.

Ein Zeuge hatte aus seiner Nachbarswohnung in Auerbach gegen 00:00 Uhr mehrere Personen lautstark streiten gehört und die Polizei verständigt. Diese belehrte drei Männer in der Wohnung und erteilte einen Platzverweis. Zwei der Männer hatten sich ohne triftigen Grund in dem Haushalt aufgehalten.

In Nittendorf konnten die Beamten der PI Nittendorf gegen 20:40 Uhr fünf Personen in einer Tiefgarage antreffen. Alle standen mit einer Bierflasche in der Hand dicht zusammen. Des Weiteren wurde bei einem 21-Jährigen im Rahmen einer Personendurchsuchung Marihuana aufgefunden. Das Betäubungsmittel wurde sichergestellt und der junge Mann belehrt. Ihn erwartet nun eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz. 

Gegen alle Betroffenen wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstellt.

In Regensburg hatte ein bislang unbekannter Täter am Donnerstag, 11:00 Uhr, aus einem Kraftfahrzeug mehrere Atemschutzmasken mitgenommen. Dazu hatte er eine Seitenscheibe eingeschlagen. Das Fahrzeug hatte sich in der Daimlerstraße in einer Tiefgarage befunden. Weitere Gegenstände, wie beispielsweise Klopapier, ließ der Täter im Inneren zurück. Die Polizei bittet erneut darum, keinerlei Gegenstände im Fahrzeug sichtbar zu positionieren!

Die Polizei Oberpfalz kontrolliert weiterhin intensiv und konsequent die Einhaltung der Allgemeinverfügung und bittet die Bevölkerung, weiterhin den Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen. Zum Schutz von Leben und Gesundheit aller Bewohnerinnen und Bewohner ist die Mithilfe und Einsicht eines jeden Einzelnen erforderlich!

Stand der Dinge in Regensburg

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 27.3.20, 10 Uhr) gibt es in der Stadt Regensburg 133 und im Landkreis 121 bestätigte Covid 19-Fälle.

UPDATE vom 26.3.20

Polizeipräsidium warnt vor Corona-Trickbetrügern

Die leicht überarbeitete Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz vom heutigen Tag:

 OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz gab es von Mittwoch auf Donnerstag 85 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Neben den Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung, war es auch zu einem versuchten Betrug mit der Masche „Corona“ gekommen:

Bereits am Dienstag war eine 68 Jahre alte Frau aus dem Lkr. Cham von einer Unbekannten angerufen worden. Die unbekannte Täterin gab an, dass aufgrund der Corona-Situation Bankfilialen geschlossen und deshalb das Konto der Dame abgeglichen werden müsse. Die 68-Jährige wurde aufgefordert, ihre Bankdaten zu nennen.

Die ältere Dame verweigerte das und legte auf. Über ihre Bank erhielt sie am nächsten Tag einen Anruf, dass versucht worden war, Geld von ihrem Konto auf ein anderes zu überweisen. Aufgrund der vagen Aussagen der Täterin am Telefon gegenüber der Bankangestellten, wurde diese skeptisch und veranlasste keine Geldübertragung. Die Polizei wurde daraufhin verständigt.

Die Polizei warnt vor Betrügern, die die derzeitige Lage von Bürgerinnen und Bürgern ausnutzen wollen. Sie rät:

  • Geben Sie am Telefon niemals Auskunft zu Ihren Vermögensverhältnissen.
  • Überweisen Sie niemals Geld auf ein unbekanntes Konto.
  • Seien Sie allgemein misstrauisch über Angebote oder Telefonate durch Ihnen Unbekannte.
  • Wenden Sie sich im Zweifel an Angehörige oder die Polizei

Video: Virologe Drosten mit neuen Erkenntnissen zum Corona-Virus

Onlineshop soll Ostentorkino helfen

Wer ds Ostentor-Kino in der Corona-Krise unterstützen will kann dies ab sofort über einen Online-Shop tun. Dort gibt es unterschiedliche Angebote, die man sonst an der Kinokasse beim Ostentor erstehen kann: Kulturförderaktien, Kinogutscheine, Monatskarten und einiges mehr.

Stand der Dinge

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet derzeit 105 Covid 19-Fälle für die Stadt und  94 für den Landkreis Regensburg aus (Stand 25.3, 10 Uhr). Mittlerweile gibt es in Regensburg den ersten Todesfall.

Aktuelle Berichte unserer Redaktion

Ein Arzt im Corona-Bereitschaftsdienst erzählt

Corona-Nachbarschaftshilfe wächst

Streetworker sind im Dauereinsatz

„Maßnahmen gegen Corona greifen.“


UPDATE vom 25.3.20, II

Polizei: Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung steigen

Die Pressemitteilung im Original:

OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz ist weiterhin ein Anstieg der Verstöße erkennbar. Im Zeitraum von 24.03.2020, 06.00 Uhr, bis 25.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 163 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dies stellt einen weiteren Anstieg dar. Die Beamtinnen und Beamten kontrollierten akribisch insgesamt etwa 1700 Einrichtungen, Gastronomiebetriebe, Ladengeschäfte und Personen in der gesamten Oberpfalz. Überwiegend handelt es sich bei den Verstößen um solche, bei denen Personengruppen angetroffen wurden, die sich ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit aufgehalten oder in Privatwohnungen getroffen hatten. Die Polizei Oberpfalz appelliert erneut an die Bevölkerung, die Beschränkungen ernst zu nehmen und zu Hause zu bleiben! Die Kontrollen werden weiterhin intensiviert und Zuwiderhandlungen hart bestraft.

Städtische Stiftung legt Hilfefonds auf

Die Regensburger Wohltätigkeitsstiftung, eine von der Stadt Regensburg verwaltete Stiftung, stellt einen Hilfsfonds in Höhe von zunächst 50 000 Euro für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung, die auf Grund der aktuellen Pandemie in einer finanziellen Notlage sind.

 

UPDATE vom 25.3.20, I

Video: Lagebericht des Robert-Koch-Instituts vom 25.3.20

Humor in der Krise: Herr Stein rät

Der Regensburger Martin Stein hat aus der Isolation heraus einen Video-Podcast anlässlich der Corona-Krise gestartet. Hier sein zweites Video. Fortsetzung folgt (hoffentlich).

Erleichterung zur Grundsicherung geplant

Der Gesetzgeber plant für alle Neuanträge vorübergehend einen erleichterten Zugang zur Grundsicherung. Derzeit läuft das gesetzgeberische Verfahren.

Der Stand der Dinge am 25. März

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gibt es aktuell 105 bestätigte Covid 19-Fälle in der Stadt und 94 im Landkreis Regensburg (Stand 25.3.20, 10 Uhr). Die Zahlen können bei unterschiedlichen Quellen aufgrund verspätet eingegangener Meldungen variieren. 

 


UPDATE 24.3.20, III

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz im Original 

OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz ist ein leichter Anstieg der Verstöße zu verzeichnen.

Im Zeitraum von 23.03.2020, 06.00 Uhr, bis 24.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 74 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dies stellt einen leichten Anstieg zum Vortag (54) dar. Die Polizei Oberpfalz kontrolliert weiterhin konsequent die Einhaltung der Regeln, denn jeder einzelne Verstoß ist einer zu viel.

Insgesamt wurden durch die Einsatzkräfte in den letzten 24 Stunden etwa 1400 Kontrollen durchgeführt. Es wurden über 600 Ladengeschäfte und Einrichtungen überprüft. In zwei Fällen kam es zu Beanstandungen. Beispielsweise war in Amberg ein Geschäft geöffnet, welches Tabak und ähnliches zum Verkauf angeboten hatte. Im Bereich der Gastronomie wurde bei 372 kontrollierten Betrieben kein einziger Verstoß gegen die Allgemeinverfügung festgestellt.

Vereinzelt hatten sich Personengruppen in der Öffentlichkeit oder in Privatwohnungen aufgehalten, die entweder keinen triftigen Grund hatten oder beispielsweise nicht verwandt bzw. im gleichen Haus wohnend waren. Die Betroffenen wurden jeweils belehrt und angezeigt.

Die Polizei Oberpfalz weist noch einmal auf die intensiven Kontrollen zur Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung hin; Zuwiderhandlungen werden hart bestraft! Zudem appelliert sie noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, trotz des schönen Wetters vernünftig zu sein und zu Hause zu bleiben.

UPDATE  24.3.20, II

Video: Heute Pressekonferenz mit Markus Söder

UPDATE  24.3.20, I

Studie: Soziale Kontakte in Zeiten von Corona

Vor dem Hintergrund der Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise untersucht die Studie „Soziale Kontakte & Corona“ gegenwärtig die Bedeutung persönlicher Beziehungen in einer Zeit, in der Menschen zu räumlicher Distanz zu anderen angehalten sind:

Forschungsfragen sind:

  • Wie schätzen Menschen die momentane Situation ein?
  • Wie wirken sich Maßnahmen zur Verlangsamung der Verbreitung auf das Sozialleben aus?
  • Wie nehmen Personen die Maßnahmen in Bezug auf deren soziale Beziehungen wahr?
  • Mit welchen Personen stehen Menschen über welche Kommunikationswege in Kontakt, was sind Anlässe für soziale Kontakte?

Teilnehmen können alle Personen in Deutschland ab 18 Jahren.

DrugStop bitte um Unterstützung für Carepakete

Der Drug Stop Kontaktladen verteilt momentan Carepakete an Obdachlose und Menschen, die nicht das Geld haben, um sich mit dem nötigsten zu versorgen oder die zu einer Risikogruppe gehören und deshalb nicht einkaufen gehen können/sollten.

„Wir haben mit Brunner Bäcker bereits einen zuverlässigen Zulieferer für Brot, Semmeln und Gebäck. Wir würden uns aber noch sehr freuen wenn wir andere Einrichtungen oder Geschäfte finden würden, die uns mit Belag für die Backwaren oder auch haltbaren Lebensmitteln die wir verteilen können versorgen“, schreibt Streetworker Jonas Pöschl auf Facebook. Der Kontaktladen ist entweder über Facebook oder per Telefon zu erreichen. Die Kontaktdaten:

  • 0176/459 952 44 (Diensthandy von Streetworker Jonas Pöschl)
  • 0176/47367018 (Diensthandy im Kontaktladen AKut)
  • Facebookseite von Drugstop

UPDATE 23.3.20, 17.30 Uhr

Stand der Dinge in Regensburg

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit listet die jeweils aktuellen Zahlen für Bayern auf, gestaffelt nach Städten und Landkreisen. Aktuell werden 90 Covid 19-Fälle für die Stadt und 80 für den Landkreis genannt. Die Zahlen hängen allerdings jeweils von der Meldezeit ab und können bei unterschiedlichen Seiten zeitweilige differieren. Wir haben in unserem Basistext eine Rubrik zu den Zahlen mit weiterführenden Links eingefügt. 

Bereits jetzt steht fest, dass die Regensburger Maidult nicht stattfinden wird. Die Stadt hat heute die Absage verkündet.

Der Regensburger Ordnungsdienst musste laut Angaben der Stadt Regensburg einige wenige Ansammlungen von Personen auflösen. Im Großen und Ganzen war es aber ruhig.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums zu Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz 

OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz sind weiterhin eher wenige Verstöße zu verzeichnen.

Im Zeitraum 22.03.2020, 06.00 Uhr, bis 23.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 54 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dem gegenüber steht die Gesamtbevölkerung der Oberpfalz mit etwa 1,1 Millionen Einwohner. Somit ist die Zahl der Verstöße als verhältnismäßig gering zu bewerten, wenngleich ein jeder Verstoß einer zu viel ist. Insgesamt führten die Einsatzkräfte in den 24 Stunden etwa eintausend Kontrollen durch.

Es wurden etwa 300 Ladengeschäfte und Einrichtungen überprüft. Vereinzelt kam es zu Beanstandungen. Im Bereich der Gastronomie wurde bei 300 kontrollierten Betrieben ein einzelner Verstoß gegen die Allgemeinverfügung festgestellt.

Beispiele zu verschiedenen Verstößen

Am Sonntagnachmittag stellten Beamte der Polizeiinspektion Amberg auf dem Multifunktionsplatz am Kaiser-Ludwig-Ring eine fünfköpfige, ballspielende Personengruppe fest. Die jungen Leute im Alter zwischen 15 und 20 Jahren zeigten sich wenig einsichtig und wurden angezeigt und nach Hause geschickt.

Am Sonntagvormittag trafen sich drei Männer und eine Frau, im Alter zwischen 25 und 31 Jahren, alle mit Wohnsitz im Städtedreieck, in Schwandorf hinter einem Imbiss zum gemeinsamen Alkoholkonsum. Sie wurden angezeigt und es wurden Ihnen jeweils Platzverweise erteilt.

In Kemnath trafen sich am Sonntagabend fünf junge Menschen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren auf einer Parkbank zum „Abhängen“. Von der derzeitigen Lage und den Ausgangsbeschränkungen hätten sie angeblich nichts mitbekommen. Sie wurden nach Hause geschickt und angezeigt.

In Weiden i.d.OPf. wurde eine überlaute Party in einer Kleingartenanlage mitgeteilt. Die Polizei traf dort auf vier Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 23 und 37 Jahren. Die Party wurde beendet, alle Beteiligten erhielten Platzverweise und wurden angezeigt. Einer der Angetroffenen hatte Geburtstag und feierte diesen wohl.

Am Sonntagnachmittag spielten drei junge Männer im Alter zwischen 14 und 22 Jahren auf einem Bolzplatz in Neumarkt i.d.OPf. Fußball. Sie wurden angezeigt und nach Hause geschickt.

Die Polizei Oberpfalz kontrolliert die Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung weiterhin mit Nachdruck. Dazu erhält sie auch Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Video: Heutige Einschätzung des Robert-Koch-Instituts

Leseempfehlung I

Bereits am 20. März hat das Netzwerk für evidenzbasierte Medizin (EBM-Netzwerk) eine (immer wieder aktualisierte) Stellungnahme zur „Corona-Krise“ veröffentlicht. Der etwas längere und in wissenschaftlichem Duktus verfasste Text liefert Einordnungen zu dem, was wir wissen und nicht wissen, welche Szenarien vorstellbar sind und wie die aktuell kursierenden Zahlen und ergriffenen Maßnahmen zu bewerten sind. Er macht viele Debatten, die derzeit toben, verständlicher und macht es leichter, aus dem Zusammenhang gerissene Argumente einzuordnen. Auszug aus dem Fazit:

„Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz – weder zu COVID-19 selbst, noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen. Aber es ist nicht auszuschließen, dass die COVID-19 Pandemie eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt, und NPIs (nicht-pharmakologische Interventionen wie z.B. Ausgangssbeschränkungen oder Schulschließungen, Anm. d. Red.) – trotz weitgehend fehlender Evidenz – das einzige sind, was getan werden kann, wenn man nicht einfach nur zusehen und hoffen will. Selbst wenn man von der günstigsten Annahme ausgeht, dass die CFR letztendlich deutlich unter 1% zu liegen kommt (vor allem aufgrund der Nichterfassung asymptomatischer und milder Fälle) und in erster Linie ältere Menschen und Menschen mit Komorbiditäten betroffen sind, so ist dennoch aufgrund der raschen Ausbreitung der Erkrankung mit einer hohen Anzahl von Toten zu rechnen.“

Leseempfehlung II

Der Regensburger Staats- und Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Thorsten Kingreeen (Lehrstuhl Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht) hat sich bereits am 20. März bei verfassungsblog.de mit der Frage beschäftigt, „wie lange wir Maßnahmen aufrecht erhalten können, die zwar auf den ersten Blick die Gesundheit schützen, aber politisch, rechtlich, wirtschaftlich und sozial die DNA unseres Zusammenlebens in Frage stellen oder, wie flächendeckende Ausgangsbeschränkungen auf der Grundlage von Allgemeinverfügungen, schlicht rechtswidrig sind“.

Regensburger Kultur während der Krise

Der Regensburger Autor Klaus „Schwafi“ Schwarzfischer wollte am 21. März eigentlich aus seinem neusten Roman vorlesen. Weil alle öffentlichen Lesungen abgesagt wurden, gibt es nun einen kleinen Auszug als Video: „Nichts als die Wahrheit über Regensburg“.

Video: COVID 19 erklärt

Bereits am 12. März hat Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin, Zentrum für Innere Medizin II am Klinikum Chemnitz, bei einer Informationsveranstaltung des Klinikums einen sehr aufschlussreichen und leicht verständlichen Vortrag zum neuartigen Coronavirus gehalten.

 

 


2. UPDATE zum Wochenende, 22.3.20

Video: Bundeskanzlerin verkündet bundesweit abgestimmte Einschränkungen

Brief-Stichwahl: Landtag soll Gesetz nachbessern

Nach der Kritik der beiden Juristen Dr. Andreas Gietl und Dr. Fabian Michl an der „Zwangs-Briefwahl“ bei den anstehenden Stichwahlen in Bayern, soll der Landtag jetzt nachbessern. Das berichtet heute die Süddeutsche Zeitung online. Wie berichtet, waren Gietl und Michl in einem Beitrag für die Zeitschrift LTO zu dem Schluss gekommen, dass die Brief-Stichwahl – so wie sie angeordnet wurde – rechtswidrig ist. Die Wahlen wären damit anfechtbar. Darüber hinaus äußerten die beiden Autoren ihr Unverständnis darüber, dass es keine rechtskonforme Lösung über eine Gesetzesänderung im Landtag gegeben hatte. Der Bericht schlug Wellen bis in die Landtagsfraktionen. Jetzt wird nachgebessert.

Video: Harald Lesch zu Behauptungen über COVID-19

Kein Schutzschirm für Soziale Dienste?

UPDATE zu dieser Meldung: Zwischenzeitlich gibt es offenbar ein Lösung für die Sozialen Dienste

Lob und Applaus ja, Geld und Absicherung nein? Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt in einer aktuellen Pressemitteilung: Demnach sollen Soziale Dienste – Träger von Obdachlosenhilfe, Reha-Einrichtungen, Seniorenzentren oder Behinderten-Werkstätten, Kindertagesstätten usw. – nicht unter den Rettungsschirm der Bundesregierung fallen, der am Montag beschlossen wird. Wir bleiben an dem Thema hier vor Ort dran.

Am Montag wird über den Gesetzesentwurf abgestimmt. Hier geht es den Kontaktdaten der Oberpälzer Bundestagsabgeordneten:

Notfallbetreuung ausgeweitet

Ab Montag wird die Notfallbetreuung für Kinder in Bayern ausgeweitet. Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegeversorgung können ab diesem Zeitpunkt die Notfallbetreuung ihrer Kinder in Kitas und Schulen auch dann in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in diesem Bereich arbeitet (bisher mussten beide in diesem Bereich arbeiten). Für die meisten anderen systemkritischen Berufe gelten die bisherigen Regelungen. Betroffene Eltern sollen sich bereits heute mit den Notfalleinrichtungen in Verbindung setzen.

Hilf Deinem Kino

Auf der Webseite „Hilf Deinem Kino“ kann man auch Regensburger Kinos durch das Anschauen von Werbespots unterstützen. Alle Erklärungen gibt es auf der Seite. Die Seite ist seriös und wird von Regensburger Kinobetreibern ausdrücklich empfohlen.

Humor in der Krise

Der Regensburger Martin Stein hat aus der Isolation heraus einen Video-Podcast anlässlich der Corona-Krise gestartet. Von der Klopapier-Rolle sollte man sich dabei nicht irritieren lassen, wenn „Herr Stein rät“. Fortsetzung folgt (hoffentlich).

Bedenkenträger

Freiheitsrechte ade? Ein Beitrag der Verfassungsrechtlerin Andrea Edenharter zur Ausgangssperre in Mitterteich und weiteren Maßnahmen.

Ausgangsbeschränkungen – die Bilanz der Polizei

Für die gesamte Oberpfalz spricht die Polizei von wenigen Verstößen. Wir veröffentlichen die leicht gekürzte Pressemitteilung:

Die Polizei Oberpfalz kontrolliert die Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung mit Nachdruck. Im Zeitraum 21.03.2020, 06.00 Uhr, bis 22.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 82 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dem gegenüber steht die Gesamtbevölkerung der Oberpfalz mit etwa 1,1 Millionen Einwohner. Somit ist die Zahl der Verstöße als gering zu bewerten, wenngleich ein jeder Verstoß einer zu viel ist. Insgesamt führten die Einsatzkräfte in den 24 Stunden weit über eintausend Kontrollen durch.

Es wurden annähernd 500 Ladengeschäfte und Einrichtungen überprüft. Vereinzelt kam es zu Beanstandungen. Im Bereich der Gastronomie wurden 370 Betriebe kontrolliert und erfreulicherweise musste dabei kein Fehlverhalten festgestellt werden.

Beispiele zu verschiedenen Verstößen

Bei der PI Nittendorf wurden am Samstag, dem 21.03.2020, gegen 20.20 Uhr, in einem Ortsteil von Hemau mehrere Jugendliche angetroffen, die gerade im Begriff waren eine Party abzuhalten. Nach eingehender Belehrung, bei der die fünf Teilnehmer angaben, die momentan gesetzlichen Bestimmungen nicht genau zu kennen, wurde das Treffen aufgelöst. Platzverweise wurden erteilt und entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet.

In Regensburg wurde am Samstagnachmittag ein geöffnetes Friseurgeschäft festgestellt. Der Betrieb wurde durch die Polizei eingestellt, Bußgeldverfahren eingeleitet und die Kunden nach Hause geschickt.

Im Bereich Wernberg-Köblitz und im Bereich Schwandorf wurden am Samstag durch Streifenbesatzungen jeweils geöffnete Sonnenstudios festgestellt. Die Betriebe wurden geschlossen.

Für Kopfschütteln bei den Einsatzkräften sorgten am Freitagabend fünf junge Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Sie verließen gemeinsam, trotz der in Mitterteich geltenden Ausgangssperre, die Stadt. Sie begingen dadurch gleich zwei Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz.  Zum einen hätten sie die Stadt erst gar nicht verlassen dürfen und zum anderen feierten sie an ihrem Zielort angelangt, verbotswidrig eine „Corona-Party“ mit Alkohol und Grillgut. Außerdem postete einer der Herren noch ein Gruppenselfie im Internet.


1. Update zum Wochenende

Leseempfehlungen

Zwei umfassende, nicht zu lange und gut verständliche Text zu allem, was über den CoronaVirus bekannt ist, was die Maßnahmen bringen sollen und welche mögliche Szenarien es gibt, hat das WDR-Magazin Quarks veröffentlicht. Eine Leseempfehlung.

Pächter von Geschäften und Lokalen, die jetzt schließen müssen, stehen vor der Frage, ob sie ihre Pacht weiter bezahlen müssen. Ein Text bei Legal Tribune Online beantwortet wichtige Fragen.

Unsere Redaktion hat in zwei Artikeln weitere Aspekte der Coronakrise in Regensburg beleuchtet.

Lokale Händler und Gastro unterstützen

Die studentische Plattform Geschenke aus Regensburg bietet eine kostenlose Möglichkeit für lokale Geschäfte und Gastronomen, um ihre Angebote in Zeiten der Coronakrise vorzustellen. Die Liste wird laufend erweitert. Die Plattform selbst verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. (Gelegentlich kommt es bei der Überarbeitung zu leichten Layout-Problemen).

UPDATE vom 20.3.20, 14.45

Sinzinger organisieren Nachbarschaftshilfe

BürgerInnen aus dem Gemeindegebiet Sinzing (Lkr. Regensburg) können sich ab sofort an einen Einkaufshilfsdienst wenden, wenn sie zu einer Corona-Risikogruppe gehören und daher selbst nicht einkaufen gehen können oder wollen. Die ehrenamtlichen Einkaufshelfer können auch andere wichtige Erledigungen übernehmen – etwa den Gang zur Apotheke. Organisiert wird der Hilfsdienst über die Kath. Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Sinzing. Er ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde gedacht. Bei Bedarf wird die Hilfe über das Pfarrbüro organisiert. Dieses ist unter der Telefonnummer 0941 / 31613 oder per E-Mail (pfarramt@pfarrei-sinzing.de) erreichbar. Sollte das Büro nicht besetzt sein, können Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Diese werden beantwortet.

Stadt vernetzt ehrenamtliche Hilfsangebote


UPDATE vom 20.3.20, 10.30

Markus Söder: „Umfassende Ausgangsbeschränkungen“

Das Wichtigste in Kürze: Ab Freitag, 0 Uhr, greifen umfassende Ausgangsbeschränkungen. Gastronomie, Friseure, Bau- und Gartenmärkte werden geschlossen. Spaziergänge mit Partner oder Familie bleiben erlaubt, auch Sport im Freien – alleine. Gruppenansammlungen etc. sind verboten. Die Bußgelder bei Verstößen liegen bei bis zu 25.000 Euro.

Zitate daraus:

Triftige Gründe (zum Verlassen der Wohnung) sind insbesondere:

a) die Ausübung beruflicher Tätigkeiten,

b) die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen; Blutspenden sind ausdrücklich erlaubt) sowie der Besuch bei Angehörigen helfender
Berufe, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist (z. B. Psycho- und
Physiotherapeuten),

c) Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen sowie die Abgabe von Briefwahlunterlagen). Nicht zur Deckung
des täglichen Bedarfs gehört die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen wie etwa der Besuch von Friseurbetrieben,

d) der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich,

e) die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,

f) die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis,

g) Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung und

h) Handlungen zur Versorgung von Tieren.

(…)

Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen.

Untersagt wird der Besuch von

a) Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt (Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 Nr. 1 und 3 IfSG); ausgenommen hiervon sind Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige und Palliativstationen und Hospize,

b) vollstationären Einrichtungen der Pflege gem. § 71 Abs. 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XI),

c) Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Sinne des § 2 Abs. 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX), in denen Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbracht werden,

d) ambulant betreuten Wohngemeinschaften nach Art. 2 Abs. 3 Pflegewohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) zum Zwecke der außerklinischen Intensivpflege (IntensivpflegeWGs), in denen ambulante Pflegedienste gemäß § 23 Abs. 6a IfSG Dienstleistungen erbringen und

e) Altenheimen und Seniorenresidenzen.


UPDATE vom 20.3.20, 10.30

Um 12.30 Uhr will Ministerpräsident Markus Söder eine Pressekonferenz geben. Es dürfte insbesondere um die Frage von Ausgangssperren gehen.

Steuererleichterungen angekündigt

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat bereits am Donnerstag angekündigt, von der Coronakrise betroffenen Unternehmen die Steuern stunden und Vorauszahlungen an die Lage anpassen.

Tägliche Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts

Busse: In der Stadt gilt ab Montag der Samstagsfahrplan

Das Stadtwerk.Mobilität fährt ab Mittwoch 25. März 2020 mit den innerstädtischen Buslinien von Montag bis Freitag nach dem Samstagsfahrplan. In der Zeit vom 25. März bis voraussichtlich 17. April 2020 gilt an den Wochentagen Montag bis Freitag auf den innerstädtischen Linien 1, 2, 3, 4, 4A, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 32 grundsätzlich der Samstagsfahrplan. Am Karfreitag und Ostermontag fahren die Busse nach dem Fahrplan für Sonn- und Feiertage. Alle übrigen Bus-Linien sind von der Umstellung nicht betroffen.
Weitere Änderungen ergeben sich auf folgenden Linien: A, 5, 18, 77, X4 und X9
Linie A: Der Altstadtbus (A) verkehrt nur zwischen 09:00 Uhr bis 15:20 Uhr. Es wird auf einen 30 Minuten Takt reduziert.
Linie 5: Es gilt der Ferienfahrplan Montag-Freitag ohne die Verstärkerfahrten von und nach Schwabelweis Heyden.
Linie 18: Verkehrt nur zwischen 08:44 Uhr bis 16:00 Uhr. Der Takt wird auf einen 60 Minuten Takt reduziert.
Linie 77: Verkehrt im 30-Minuten Takt.
Linie X4: Der Verkehr wird auf dieser Linie eingestellt.
Linie X9: Der Verkehr wird auf dieser Linie eingestellt.

UPDATE vom 19.3.20, 16.45 Uhr

Hackathon der Bundesregierung

Am 20. März ist startet ein von der Bundesregierung initiierter Hackathon #WirvsVirus. „Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft sucht die Bundesregierung im digitalen Raum Lösungen für Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus“, heißt es in dem Aufruf. 48 Stunden stehen für die Entwicklung dieser Lösungen zur Verfügung.

Besuchsverbot am Uniklinikum (Pressemitteilung)

Ab dem kommenden Samstag, 21. März 2020, stellt das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) bis auf weiteres Patientenbesuche ein. Ausnahmegenehmigungen werden nur in bestimmten Fällen und ausschließlich nach vorheriger Abstimmung mit der behandelnden Station des Patienten erteilt.

Bislang setzte das UKR die Anweisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege um, wonach jeder Patient nur einen Besucher für maximal eine Stunde am Tag empfangen durfte. Nun hat sich das UKR entschieden, ab dem kommenden Samstag die Besuchsregelungen auf unbestimmte Zeit außer Kraft zu setzen, um höchstmöglichen Infektionsschutz für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten. Ausnahmen sind für Angehörige von Palliativpatienten, Schwerstkranken, gebrechlichen oder dementen Patienten möglich. In diesen Fällen gilt, dass nach vorheriger Rücksprache mit der jeweiligen Station der Patient einen Besucher pro Tag empfangen darf. Ausnahmen bestehen darüber hinaus für Eltern stationär behandelter Kinder. Auch sie müssen sich vorab mit der jeweiligen Station absprechen. Ebenfalls gilt eine Ausnahmeregelung nach Rücksprache mit der Station um notwendige Wäsche und Hygieneartikel für Patienten zu bringen. Personen, welche direkt Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatten, dürfen das UKR generell nicht betreten.

Zugang zum Universitätsklinikum Regensburg haben Besucher und ambulante Patienten ab Samstag nur noch über den Haupteingang. Dialysepatienten dürfen das UKR auch weiterhin über den entsprechenden Zugang im Bauteil B4 betreten. Für Notaufnahme-Patienten bleibt der Zugang über die Notaufnahme erhalten.
Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Patienten, der Besucher und unserer Mitarbeiter und sollen mit dazu beitragen, die Infektionswelle zu verlangsamen. Das UKR bittet um Verständnis für diese durchaus drastischen Maßnahmen und bittet alle Patienten und Angehörigen, durch ihre Mitwirkung und Einhaltung der neuen Besucherregelung weiterhin das Personal, zu unterstützen.

RVV: Einschränkungen beim Regionalbusverkehr

Ab dem 20. März kommt es zu Einschränkungen bei mehreren Buslinien des RVV. Bis auf weiteres entfallen die Spätfahrten bei den Linien 5, 12, 13, 14, 15, 16, 21, 23, 24, 26/27, 28, 30, 31, 33, 34 und 41. Betroffen sind Fahrten mit Abfahrt ab 0:00 Uhr am Hauptbahnhof Regensburg bzw. am jeweiligen Ausgangspunkt der Linie (bei Fahrten in Richtung Regensburg). Die Nachtbusse, die normalerweise in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag verkehren, entfallen ebenfalls. Betroffen sind sämtliche Nachtlinien im Stadt- und Regionalbusverkehr (N1 bis N41).

Soforthilfen beim Freistaat

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Vorgaben wegen Corona – Polizei appelliert an die Bevölkerung 

Seit dem 18. März gilt die Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (hier abrufbar). Seitdem überwacht die Polizei die Vorgabben zu Vesammlungsverboten und Betriebsschließungen. „Im Bereich der Oberpfalz kam es im Laufe des gestrigen Tages zu zahlreichen Verstößen gegen die genannten Verbote und Untersagungen“, heißt es in einer heute veröffentlichten Mitteilung des Polizeipräsidiums.

Von „etwa 50 polizeilichen Einsätzen“ ist in diesem Zusammenhang die Rede. „Dabei handelte es sich zumeist um die Nichteinhaltung der Öffnungszeiten von Gaststätten und das Zusammentreffen von größeren Personengruppen im öffentlichen Raum. Insbesondere trafen sich Studenten und Jugendliche auf Sport-/Spiel- und Fußballplätzen, sowie auf Grünflächen und Großparkplätzen zum privaten Beisammensein.“

Die Oberpfälzer Polizei bittet nun „insbesondere die jüngere Generation“ soziale Kontakte zu beschränken. „In diesem Zusammenhang darf auf die Abstandsregelung des Robert-Koch-Instituts von 1,5 Metern hingewiesen werden.“ Und man macht unmissverständlich klar:

„Bei den Verstößen handelt es sich um Straftaten, die mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden können.“

SSV Jahn 

Der SSV Jahn bietet allen Fußballfans ab dem heutigen Donnerstag drei unterschiedliche Optionen zur Rückabwicklung von bereits erworbenen Karten für die Spieltage 26, 27 und 28 an. 

Uniklinik weitet Beratungshotline aus

Das Uniklinikum bietet unter der Rufnummer 0941 944-5000 eine telefonische Beratung für Menschen mit unklarer Symptomatik, um eine mögliche Coronavirus-Infektion abzuklären.

Ansprachen von Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer, Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder

Stand der Dinge

Der Freistaat Bayern hat die Abiturprüfungen verschoben. Derzeitiger Termin ist der 20. Mai.

Laut der letzten Meldung des Gesundheitsamtes gibt es aktuell 62 erkrankte Personen im Stadtgebiet (Stand: 19.03.2020, 14.00 Uhr).


UPDATE vom 19.3.20, 9 Uhr

Stand der Dinge

Laut der letzten Meldung des Gesundheitsamtes gibt es derzeit 38 bestätigte COVID 19-Fälle im Stadtgebiet.


UPDATE 18.3.20, 18.15 Uhr

Polizei warnt vor Verstößen gegen Veranstaltung- und Betriebsverbote

 In einer Pressemitteilung vom frühen Abend hat das Polizeipräsidium Oberpfalz angekündigt, die Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen, die der Freistaat verhängt hat, konsequent zu überwachen und durchzusetzen: 

„Ab heute, 18.03.2020, gelten die neuen Öffnungszeiten für Ladengeschäfte des Einzelhandels und der Gastronomie auch in der Oberpfalz. Zudem dürfen grundsätzlich keine Veranstaltungen oder Versammlungen im öffentlichen Raum abgehalten werden. Davon betroffen sind sämtliche Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, wie beispielsweise Spielplätze oder Bäder. Um eine Verbreitung des Corona-Virus und der damit einhergehenden Gefahr einer Ansteckung für die Bevölkerung einzudämmen, wurden derartige notwendige Maßnahmen zum Schutz aller Bewohnerinnen und Bewohner getroffen.

Die Polizei wird die Kontrollen in der gesamten Oberpfalz verstärken, um sicherzustellen, dass die Verbote und Untersagungen eingehalten werden. Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung stellt immer den Tatbestand eines Vergehens, also eine Straftat, dar und ist damit schwerwiegender als eine Ordnungswidrigkeit. Die Kontrollen werden konsequent durchgeführt, allerdings weisen wir darauf hin, dass der Fokus auf der Sicherheit und dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor weiteren Ansteckungen liegt.

Die Oberpfälzer Polizei appelliert an die Bevölkerung, die Einschränkungen einzuhalten und für ernst zu nehmen. Im Falle einer Nichteinhaltung muss mit Schließungen, einer Strafanzeige und ggf. auch weiteren polizeilichen Maßnahmen gerechnet werden.“

Zwei Bilder vom heutigen Tag: Während die Polizei in der Innenstadt die Einhaltung von Betriebsverboten kontrolliert, tummeln sich die Leute auf der Jahninsel. Foto: Martin Stein

Erste Ausgangssperre in der Oberpfalz

Für die Stadt Mitterteich (Landkreis Tirschenreut) wurde heute die erste Ausgangssperre in Bayern verhängt. „Es scheint so, dass sich der Coronavirus im Landkreis (Tirschenreut) besonders einnistet“, erklärte Landrat Wolfgang Lippert bereits bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag und nannte Mitterteich als „Hotspot“ der insgesamt 40 bestätigten Covid 19-Fälle. Tags darauf folgt nun die Ausgangssperre. Den Zusammenhang mit einem Starkbierfest, das am 7. März in Mitterteich eröffnet wurde, wollte die Leiterin des Katastrophenschutzes in Tirschenreut nicht bestätigen. „Das sind Vermutungen. Wir wissen es nicht.“

(Persönliche Anmerkung: Das ist nicht als Vorwurf an irgendjemanden gedacht. Eher ein Ratschlag zu und eine Bitte um weniger Sorglosigkeit Es zeigt nämlich jetzt sehr nahe auf, dass Menschenmassen, hohe Fallzahlen und am Ende Ausgangssperren Realität sind. Direkt vor unserer Haustür. Am 7. März waren die –  zumindest offiziell kommunizierten – Einschätzungen auch noch andere.)

UPDATE 18.3.20, 14.30 Uhr

Stadt schränkt Nutzung von Grünanlagen, Parks und Spielplätzen ein

„Zum Schutz der Gesundheit ist ab sofort die Nutzung aller Spielplätze untersagt“, heißt es in der heute verbreiteten Pressemitteilung. Auch für Grünanlagen und Parks gilt ein Versammlungsverbot. Zudem müssen die Parkbesucherinnen und Parkbesucher einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Schilder des Gartenamtes werden zeitnah mit geeigneten Hinweisen aufgestellt. „Grundlage dieser Maßnahme ist die Allgemeinverfügung des Bayerischen Freistaates.“


UPDATE vom 17.3.20, 17.15 Uhr

Publikumsverkehr der Stadt Regensburg eingeschränkt

Die Stadt Regensburg schränkt den Publikumsverkehr ein und bittet darum, möglichst per E-Mail oder telefonisch Anliegen vorzutragen. Hierzu hat die Stadtverwaltung eine Überblickliste mit Kontakdaten der Ansprechpartner/-innen der wichtigsten städtischen Ämter zusammengstellt.

Ambulanzen am Uniklinikum fahren Betrieb zurück

Um aufgrund von durchgeführten Coronatests und einem erwartetenen Anstieg entsprechender Patientenzahlen Ressourcen zu schonen, reduziert das Uniklinikum das Angebot ambulanter Leistungen. Die Notfallversorgung ist davon nicht betroffen..


UPDATE vom 17.3.20, 11 Uhr

Stichwahl nur per Briefwahl möglich

Die Stichwahl in Regensburg findet am Sonntag, 29. März 2020, statt. Dabei wird ausschließlich Briefwahl möglich sein. Die Briefwahl-Unterlagen werden den Wählerinnen und Wählern automatisch per Post zugestellt, ohne dass diese einen Antrag stellen müssen. Eine Stimmabgabe im Wahllokal wird nicht möglich sein.

Helfer-Hotline sucht Freiwillige

Mehrere Freiwillige bauen derzeit eine Helfer-Hotline auf, um z.B. ältere und kranke Menshen bei Einkäufen, Postgängen und dergleichen zu unterstützen. „Wir suchen ehrenamtliche und freiwillige Helfer, damit andere und auch älteren Menschen die keine Möglichkeiten haben via Internet, Helfer zu finden die einen Einkauf erledigen können oder mit ihren liebsten Tierchen Gassi gehen oder ähnliches“, heißt es in dem Aufruf. Die Hotline soll voraussichtlich am Mittwoch starten.

Service von Einzelhändlern und für Einzelhändler

Für Einzelhändler: Das studentische Projekt „Geschenke aus Regensburg“ bietet Regensburger Einzelhändlern und Dienstleistern an, kostenlos ihre Angebote und Liefermöglichkeiten zu veröffentlichen.

Von Einzelhändlern: In Zusammenarbeit mit einem Gemüsehändler, einer Bäckerei und weiteren Einzelhändlern bietet Rehorik seit dem 17. März einen kostenlosen Lieferservice für Kaffee, Backwaren, Gemüse und Milchprodukte an. 

  • Telefondienst: 0941/ 599 75 895 oder 0941/ 517 27 (Montag bis Samstag, 9 bis 17 Uhr)

Kundencenter des RVV schließt

Stand der Dinge

Nach Auskunft des Gesundheitsamts vom heutigen Morgen gibt es derzeit 24 bestätigte Corona-Fälle in der Stadt Regensburg.


UPDATE vom 16.3.20, 13.40 Uhr

Hilfe-Hotline sucht Helfer, Freiwillige und Koordinatoren

Es wird gerade an einer Hilfe Nummer für Regensburg gearbeitet. Über die Freiwillige und Helfende vermittelt werden. Die Organisatoren suchen dringend noch Helfer und Freiwillige hierfür, insbesondere für die Koordination dahinter. Derzeit läuft die Koordination über Facebook.

Notstand ausgerufen: Bars, Kinos und Geschäfte müssen schließen

Heute Vormittag hat Ministerpräsident Markus Söder den „Katastrophenfall“ ausgerufen, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen. Bereits am Morgen wurden die Grenzen zu Frankreich, Österreich, Dänemark, Luxemburg und zur Schweiz geschlossen. Es gibt Einschränkungen für Gastronomie und Einzelhandel. Sämtliche öffentlichen Veranstaltungen werden untersagt.

Das sind die Maßnahmen, die das Leben in Regensburg betreffen:

  • Veranstaltungen und Feiern werden untersagt (Ausnahme: private Feiern im Familienkreis)

  • Der Betrieb sämtlicher Einrichtungen zur Freizeitgestaltung wird untersagt. Das betrifft insbesondere: Saunen und Bäder (in Regensburg bereits geschlossen), Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sportund Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser.

  • Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art, mit Ausnahme von Speiselokalen, Liefer- und Mitnahmeservices. Zwischen den Gästen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt sein. Es dürfen sich nicht mehr als 30 Personen in den entsprechenden Räumen aufhalten.

  • Untersagt wird die Öffnung aller Einzelhandelsgeschäfte. Ausgenommen sind Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Tankstellen, Reinigungen und der Online-Handel.

  • Bei der Stadt oder beim Landratsamt können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden.

  • Die Öffnungszeiten für Geschäfte des täglichen Bedarfs wurden erweitert. Wochentags von 6 bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Die Maßnahmen gelten vorerst für 14 Tage und treten ab Mittwoch in Kraft.

Hier das Video von der heutigen Pressekonferenz:

Stadtbau stellt Parteienverkehr ein

Ab dem 17. März stellt nun auch die Stadtbau GmbH den Parteiverkehr in ihrem Haus ein.

Notbetrieb im Kinderhaus Steinweg ist geschlossen

Aufgrund eines bestätigen Corona-Virus-Falls muss das städtische Kinderhaus Steinweg als Noteinrichtung laut einer aktuellen Mitteilung der Stadt Regensburg geschlossen werden. Wann die Einrichtungen wieder geöffnet werden kann, steht derzeit noch nicht fest.

Bistum Regensburg sagt Firmungen ab

Das Bistum Regensburg hat vorerst sämtliche geplanten Firmungen abgesagt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Teilnehmerzahl bei Gottesdiensten wurde begrenzt.


Update vom 15.3.20, 13 Uhr

Kundencenter der REWAG schließt ab Montag

Uni denkt über verlängerte Abgabetermine nach

Stand der Dinge

Mittlerweile gibt es zehn bestätigte Corona-Fälle im Stadtgebiet Regensburg. Alle Infizierten sind gesundheitlich stabil, können ambulant behandelt werden und befinden sich in  häuslicher Quarantäne (hier geht es zur Pressemitteilung der Stadt Regensburg).


Update vom 13.3.20, 17.40 Uhr

Kinderbetreuung

Ab kommenden Montag sind sämtliche Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen. Eine Notfallbetreuung gibt es nur für Alleinerziehende, die in sogenannten systemkritischen Berufen arbeiten oder wenn beiden Elternteile in solchen Berufen arbeiten. Alle anderen müssen das Problem mit ihrem Arbeitgeber klären.

Systemkritische Bereiche sind: Gesundheitsversorgung, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) und die Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung). Wichtig: Bestätigung des Arbeitgebers.

Veranstaltungen

Sämtliche Veranstaltungen ab einer Gästezahl von 500 Teilnehmern sind ab Samstag grundsätzlich untersagt. Veranstaltungen mit mehr als 100, aber weniger als 500 Teilnehmern müssen vorab beim Ordnungsamt angezeigt werde. Dabei müssen die Veranstalter eine Risikobewertung vorlegen, die sich nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts richtet.

Wichtig: Als Veranstaltungen wertet die Stadt Regensburg auch den Betrieb von Discos, Gaststätten und Kinos. Wenn mehr als 100 Gäste erwartet werden, muss eine Anzeige beim Ordnungsamt erfolgen.

Die Bürgermeisterin appellierte an die Eigenverantwortung der Regensburger. Größere Veranstaltungen seien der größte Risikofaktor für eine Ausbreitung der Krankheit. „Es macht mich traurig, wenn es keinerlei kulturelles Leben mehr in der Stadt gibt, aber es gibt Menschen, die spätestens dann an dieser Krankheit sterben werden, wenn unser Gesundheitssystem überlastet ist.“ Es brauche Verständnis für harte Maßnahmen. „Da muss eine Gesellschaft zusammenstehen.“

Weitere Schließungen

Geschlossen sind ab sofort bzw. ab Montag:

Über eine Schließung weiterer städtischer (Kultur)einrichtungen wird am Montag entschieden.

Am Abend des 13. März haben sich die Veranstalter der Kurzfilmwoche zur Absage entschlossen. Es gibt aber eine virtuelle Preisverleihung.

Universität und OTH haben bereits vor einigen Tagen den Lehrbetrieb eingestellt.

Änderungen beim ÖPNV

Zum Schutz von Fahrgästen und Personal gibt es keinen Ticketverkauf mehr in den Bussen. Die vorderen Türen bleiben generell geschlossen. Ab Montag gilt für alle Busse des RVV der Ferienfahrplan.

Der Stand der Dinge am 13. März

Aktuell gibt es im Stadtgebiet sieben bestätigte Covid19-Fälle (hier geht es zur Pressemitteilung). Wie das Universitätsklinikum mitteilt, wird dort derzeit ein Patient (der nicht aus Regensburg stammt) stationär behandelt (hier geht es zur Pressemitteilung).

Am Klinikum wird eine Kinderbetreuung für Mitarbeiter eingerichtet. Die Test- und Beratungskapazitäten werden erweitert.

Die Kommunalwahl am kommenden Sonntag wird wie geplant durchgeführt. Für die Stichwahl werden automatisch Briefwahlunterlagen verschickt. Die Stadtverwaltung ist eine Stufe unterhalb des Katastrophenfalls (das wäre z.B. ein Hundertjährliches Hochwasser) organisiert.


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