SOZIALES SCHAUFENSTER

Infos, Links und Telefonnummern

Coronavirus in Regensburg – das ist Stand der Dinge


An dieser Stelle werden wir ab sofort alle wichtigen Informationen zum Thema Coronavirus in Stadt und Landkreis Regensburg bündeln und Verweise auf die entsprechende Seiten setzen. Der Text wird regelmäßig aktualisiert. Für zusätzliche Hinweise bedanken wir uns (Aktualisiert am 27.3.20, 16.15 Uhr). 

Ein laufend überarbeiteter Text mit allgemeinen Infos, Links und Telefonnummern (anklicken und direkt dort landen) findet sich jeweils unter den aktuellen Updates. Ältere Updates werden am Ende chronologisch aufgeführt


UPDATE vom 27.3.20

Der Bußgeld-Katalog für Corona-Verstöße

Das Bayerische Innenministerium hat heute einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen erlassen. Bei Nichteinhalten des Mindestabstands zwischen zwei Personen werden demnach 150 Euro fällig, mit einer ebensolchen Strafe wird das Verlassen der eigenen Wohnung „ohne triftigen Grund“ geahndet. Auch eine Reihe von Straftatbeständen werden gelistet. Ein Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung beispielsweise ist dann eine Straftat, wenn in Gruppen gegen die
Ausgangsbeschränkung verstoßen wird.

Klage gegen Ausgangsbeschränkungen abgewiesen

In einer Entscheidung vom heutigen Tag hat der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs es abgelehnt, die Bayerische Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Personalräte fordern mehr Geld und Schutzmaßnahmen für Klinikpersonal

Angesichts der aktuellen Krise um die Corona Epidemie schlagen ver.di Betriebs- und Personalräte der Krankenhäuser im Bezirk Oberpfalz Alarm. Der heute voraussichtlich im Bundesrat beschlossene „Rettungsschirm“ zur Entlastung der Krankenhäuser und anderer Gesundheitseinrichtungen hilft, bleibt nach ihren Worten „völlig unzureichend“. Außerdem fordern die Betriebs- und Personalräte gemeinsam die Bereitstellung ausreichender Schutzausrüstung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, damit sich diese selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem Corona Virus schützen können. 

Psychosoziale Beratung online

Die Plattform „Wir bleiben da“ bietet kostenfrei psychosoziale Beratung, Begleitung & Begegnung für Menschen in der Pflege, Medizin, sozialen Arbeit, Betroffene und Angehörige.

Cantemus-TV statt Cantemus-Chor

Der Cantemus Chor der Sing- und Musikschule Regensburg möchte alle Familien dabei unterstützen, zu Hause für Abwechslung und gute Stimmung zu sorgen.  Mit dem kostenfreien neuen Online-Format „Cantemus-TV“ bietet Chorleiter Matthias Schlier in Zusammenarbeit mit dem Cantemus-TV-Team allen Kindern, Jugendlichen und Familien eine Möglichkeit, sich ganz unabhängig von Gesangserfahrung oder Chorzugehörigkeit beim Mitsingen eine Auszeit in den eigenen vier Wänden zu nehmen.

Stadt startet Hilfsprogramm für Künstlerinnen und Künstler

Um jedoch die freie Szene, die Künstlerinnen und Künstler in Regensburg zu unterstützen, legt die Stadt Regensburg kurzfristig ein eigenes Notfallprogramm auf. Im Topf sind vorerst 250.000 Euro. Anträge können ab nächster Woche gestellt werden.

Leseempfehlung für Interessierte

Der renommierte Springer-Verlag (hat nichts mit der Bildzeitung zu tun) hat sämtliche Fachartikel zu Covid 19 kostenlos zugänglich gemacht. Zum Stöbern und Informieren.

Kostenlose Beratung vom Kinderschutzbund

In der aktuellen Krisensituation sind viele Freizeit- und Bildungsangebote gestrichen, falsche Informationen kursieren in sozialen Netzwerken, persönliche Kontakte sollen gemieden werden, manche finanzielle Situation ist unsicher und Familien verbringen plötzlich viel Zeit auf engem Raum. Der Kinderschutzbund hat deshalb seine ehrenamtliche Beratung „Kopfhoch“ deutlich ausgebaut. Ab sofort bis nach den Osterferien können sich auch Eltern melden, die Rat brauchen.

Bericht des Polizeipräsidiums zu den Ausgangsbeschränkungen

Die Pressemitteilung im Original: 

 OBERPFALZ. Im Zeitraum von 26.03.2020, 06.00 Uhr, bis 27.03.2020, 06.00 Uhr, wurden in der Oberpfalz 56 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt. Daneben wurden 145 Einrichtungen kontrolliert, bei denen in sechs Betrieben Verstöße erkennbar waren.

Beispielsweise sorgte ein Fitnessstudio im Regensburger Norden für Unverständnis. Der Betreiber des Studios hatte die Scheiben von innen solcherart verdunkelt, dass von außen kein Betrieb erkennbar war. Ein aufmerksamer Bürger konnte am 26.03.2020 gegen 19:15 Uhr beobachten, wie mehrere Personen in das Fitnessstudio in Sportbekleidung ein- und ausgingen. Polizeibeamte der PI Regensburg Nord stellten vor Ort fünf Personen fest, die gerade beim Training waren. Alle wurden belehrt und ein Platzverweis erteilt. Gegen die fünf Personen sowie dem Betreiber wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erhoben.

Im Bereich der PI Auerbach sowie der PI Nittendorf konnten jeweils Personengruppen angetroffen werden, die Alkohol konsumiert hatten.

Ein Zeuge hatte aus seiner Nachbarswohnung in Auerbach gegen 00:00 Uhr mehrere Personen lautstark streiten gehört und die Polizei verständigt. Diese belehrte drei Männer in der Wohnung und erteilte einen Platzverweis. Zwei der Männer hatten sich ohne triftigen Grund in dem Haushalt aufgehalten.

In Nittendorf konnten die Beamten der PI Nittendorf gegen 20:40 Uhr fünf Personen in einer Tiefgarage antreffen. Alle standen mit einer Bierflasche in der Hand dicht zusammen. Des Weiteren wurde bei einem 21-Jährigen im Rahmen einer Personendurchsuchung Marihuana aufgefunden. Das Betäubungsmittel wurde sichergestellt und der junge Mann belehrt. Ihn erwartet nun eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz. 

Gegen alle Betroffenen wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstellt.

In Regensburg hatte ein bislang unbekannter Täter am Donnerstag, 11:00 Uhr, aus einem Kraftfahrzeug mehrere Atemschutzmasken mitgenommen. Dazu hatte er eine Seitenscheibe eingeschlagen. Das Fahrzeug hatte sich in der Daimlerstraße in einer Tiefgarage befunden. Weitere Gegenstände, wie beispielsweise Klopapier, ließ der Täter im Inneren zurück. Die Polizei bittet erneut darum, keinerlei Gegenstände im Fahrzeug sichtbar zu positionieren!

Die Polizei Oberpfalz kontrolliert weiterhin intensiv und konsequent die Einhaltung der Allgemeinverfügung und bittet die Bevölkerung, weiterhin den Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen. Zum Schutz von Leben und Gesundheit aller Bewohnerinnen und Bewohner ist die Mithilfe und Einsicht eines jeden Einzelnen erforderlich!

Stand der Dinge in Regensburg

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 27.3.20, 10 Uhr) gibt es in der Stadt Regensburg 133 und im Landkreis 121 bestätigte Covid 19-Fälle.

Basistext: Grundlegende Informationen, Links und Telefonnummern

(wird laufend überarbeitet)

Inhalt (mit Klick direkt zum Thema):

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen wird das öffentliche Leben weiter heruntergefahren. Hier gibt es allgemeine Infos, Telefonnummern und Links, die wir täglich aktualisieren und erweitern. Wir bedanken uns für Hinweise. Um Fragen werden wir uns gerne kümmern: redaktion@regensburg-digital.de 

Ausgangsbeschränkungen

Seit Samstag, 21. März, gelten in Bayern umfassende Ausgangsbeschränkungen. Das Wichtigste in Kürze:

Zentrale Infoseiten

Die Internetseite der Stadt soll regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden, um alle Informationen, Telefonnummern und aktuellen Entwicklungen zentral zu bündeln, verspricht die städtische Pressestelle. Ähnlich läuft es beim Landkreis. 

Die Stadt hat den Publikumsverkehr in den Behörden drastisch eingeschränkt. Die Stadtverwaltung hat nun eine Überblickliste mit Kontakdaten der Ansprechpartner/-innen der wichtigsten städtischen Ämter zusammengstellt.

Hotlines

Die Telefon-Hotline des im Landratsamt angesiedelten staatlichen Gesundheitsamts (Mehr dazu hier) wurde erweitert. Sie wird künftig nicht nur von Montag bis Freitag, sondern mit Unterstützung des Universitätsklinikums auch am Wochenende erreichbar sein. Unter anderem die Stadt Regensburg hat dafür finanzielle Hilfe zugesagt. Die Telefonnummern:

  • 0941 4009 777 (Hotline des Gesundheitsamts, Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr)
  • 0941 944-5000 (Hotline des Uniklinikums, täglich, 9 bis 17 Uhr)
  • 09131 6808-5101 (Hotline des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)
  • 116 117 (Kassenärztlicher Notdienst, nachts, am Wochenende und an Feiertagen)

Für Regensburger Unternehmer bietet die Stadt während der Wochentage ein Infotelefon an. Man arbeitet an einem Fördertopf, mit dem unter anderem Kulturveranstaltern, die durch notwendige Absagen Einbußen erleiden, geholfen werden soll. Die Hotline des Amts für Wirtschaftsförderung:

  • 0941 507-1852 (Montag bis Donnerstag 8 bis 16, freitags bis 12 Uhr)

Nachbarschaftshilfe

Seit Mittwoch, 18. März, gibt es eine ehrenamtlich organisierte Hotline für Nachbarschaftshilfe in Regensburg.

Die Stadt Regensburg hat die verschiedenen Hilfsangebote vernetzt.

Die Stadt Regensburg hat einen Fonds für Hilfsbedürftige aufgelegt.

Notfallbetreuung

Sämtliche Schulen und Kindertagesstätten sind seit 16. März geschlossen sein – voraussichtlich bis zum 20. April. Notfallbetreuung gibt es lediglich für Schüler von der ersten bis sechsten Klasse, deren Eltern in „systemkritischen“ Berufen arbeiten – dazu zählen insbesondere Pflegepersonal, Polizisten oder Ärzte.  

Wichtig: Nur wenn beide Elternteil in einem systemkritischen Beruf arbeiten, oder ein Elternteil im Bereich Gesundheitsversorgung oder Pflege arbeitet, greift die Notfallbetreuung.

Infos für Beschäftigte, Selbständige und Mittelständler

Infos für Studierende

Infos für Unternehmer

Die Bayerische Staatsregierung hat verschiedene Programme zur Unterstützung von betroffenen Unternehmen aufgelegt.

Das Bayerische Landesamt für Steuern bietet auf seiner Seite Informationen und Formulare zur Beantragung von Steuererleichterungen

Besuchsverbote in Heimen und Krankenhäusern

Besuche in Alten-, Behinderten- und Pflegeheimen sowie die in Krankenhäusern sind weitgehend verboten. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe derer, bei denen die Krankheit einen kritischen Verlauf nehmen kann. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen

Informationen des Uniklinikums

Es gibt eine Corona-Teststation am Universitätsklinikum, die mit unter anderem mit städtischer Unterstützung weiter ausgebaut wird. Getestet werden nur bestätigte Verdachtsfälle. Das bedeutet: Entweder Kontakt zu einer erkrankten Person oder Aufenthalt in einem Risikogebiet plus Symptome.

Generell wird empfohlen, soziale Kontakte einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Andernfalls könnte eine Überlastung der Krankenhäuser drohen. 

Unterstützung gesucht

Der Kontaktladen von Drugstop bittet um Unterstützung, um Carepakete für Hilfsbedürftige verteilen zu können. Die Kontaktdaten:

  • 0176/459 952 44 (Diensthandy von Streetworker Jonas Pöschl)
  • 0176/47367018 (Diensthandy im Kontaktladen AKut)
  • Facebookseite von Drugstop

Um Hilfe bittet nach wie vor die Regensburger Tafel, wo sich arme Menschen mit Lebensmitteln versorgen können. Viele der ehrenamtlichen Helfer gehören der Risikogruppe der über 65jährigen an. Auf einen Hilferuf hin haben sich mittlerweile zahlreiche Helfer gemeldet und auch viele Lebensmittel wurden von Privatpersonen und der Gastronomie gespendet. „Diese Hilfe hat uns allen das Herz aufgehen lassen“, so Gänsbühler von der Tafel. Dennoch hoffe man weiter auf Unterstützung. Schließlich wisse niemand, wie lange dieser Ausnahmezustand anhalten könnte.

  • Tafel-Vorständin Gänsbühler ist für Freiwillige erreichbar unter 0173 3715528
  • Spendenkonto Tafel Regensburg
    IBAN: DE27 7505 0000 0026 9718 20
    BIC: BYLADEM1RGB

Die Kinos im Andreasstadel fürchten angesichts der verordneten Schließungen um ihre Existenz fürchten. 

Auf der Webseite „Hilf Deinem Kino“ kann man auch Regensburger Kinos durch das Anschauen von Werbespots unterstützen. Alle Erklärungen gibt es auf der Seite. Die Seite ist seriös und wird von Regensburger Kinobetreibern ausdrücklich empfohlen.

Wer das Ostentor-Kino in der Corona-Krise unterstützen will kann dies ab sofort über einen Online-Shop tun. Dort gibt es unterschiedliche Angebote, die man sonst an der Kinokasse beim Ostentor erstehen kann: Kulturförderaktien, Kinogutscheine, Monatskarten und einiges mehr.

Regeln bei häuslicher Quarantäne

Einschränkungen für Gastronomie und Geschäfte

Ab Mittwoch sind sämtliche öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Bars, Clubs und Kneipen müssen geschlossen bleiben. Ebenso Einzelhandelsgeschäfte, die nicht Güter des täglichen Bedarfs, medizinische Waren und dergleichen anbieten. Die Ladenöffnungszeiten werden erweitert. Wochentags von 6 bis 22, sonntags von 12 bis 18 Uhr. Die Maßnahmen gelten vorerst für zwei Wochen.

Lokalen Einzelhandel unterstützen

Die studentische Plattform „Geschenke aus Regensburg“ hat eine Zusammenstellung lokaler Geschäfte und deren Bestell- und Liefermöglichkeiten veröffentlicht, die regelmäßig erweitert wird.

Zahlen und weiterführende Links

Auf der Seite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kann man sich einen Überblick über die COVID 19-Fälle in Bayern und den einzelnen Städten und Landkreisen verschaffen. Differenzen bei den Zahlen zu anderen Seiten liegen an verspäteten Meldungen und unterschiedlichen Aktualisierungszeiten.

Das John Hopkins-Institut liefert einen weltweiten Überblick mit Statistiken und Karte.

Eine (regelmäßig aktualisierte) Stellungnahme des Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin liefert eine abwägende Einschätzung der Situation und der ergriffenen Maßnahmen.

Corona-Kodex

Generell wird empfohlen, soziale Kontakte einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Andernfalls könnte eine Überlastung der Krankenhäuser drohen.

Was man tun kann und warum man es tun sollte:


UPDATE vom 26.3.20

Polizeipräsidium warnt vor Corona-Trickbetrügern

Die leicht überarbeitete Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz vom heutigen Tag:

 OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz gab es von Mittwoch auf Donnerstag 85 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Neben den Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung, war es auch zu einem versuchten Betrug mit der Masche „Corona“ gekommen:

Bereits am Dienstag war eine 68 Jahre alte Frau aus dem Lkr. Cham von einer Unbekannten angerufen worden. Die unbekannte Täterin gab an, dass aufgrund der Corona-Situation Bankfilialen geschlossen und deshalb das Konto der Dame abgeglichen werden müsse. Die 68-Jährige wurde aufgefordert, ihre Bankdaten zu nennen.

Die ältere Dame verweigerte das und legte auf. Über ihre Bank erhielt sie am nächsten Tag einen Anruf, dass versucht worden war, Geld von ihrem Konto auf ein anderes zu überweisen. Aufgrund der vagen Aussagen der Täterin am Telefon gegenüber der Bankangestellten, wurde diese skeptisch und veranlasste keine Geldübertragung. Die Polizei wurde daraufhin verständigt.

Die Polizei warnt vor Betrügern, die die derzeitige Lage von Bürgerinnen und Bürgern ausnutzen wollen. Sie rät:

  • Geben Sie am Telefon niemals Auskunft zu Ihren Vermögensverhältnissen.
  • Überweisen Sie niemals Geld auf ein unbekanntes Konto.
  • Seien Sie allgemein misstrauisch über Angebote oder Telefonate durch Ihnen Unbekannte.
  • Wenden Sie sich im Zweifel an Angehörige oder die Polizei

Video: Virologe Drosten mit neuen Erkenntnissen zum Corona-Virus

Onlineshop soll Ostentorkino helfen

Wer ds Ostentor-Kino in der Corona-Krise unterstützen will kann dies ab sofort über einen Online-Shop tun. Dort gibt es unterschiedliche Angebote, die man sonst an der Kinokasse beim Ostentor erstehen kann: Kulturförderaktien, Kinogutscheine, Monatskarten und einiges mehr.

Stand der Dinge

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet derzeit 105 Covid 19-Fälle für die Stadt und  94 für den Landkreis Regensburg aus (Stand 25.3, 10 Uhr). Mittlerweile gibt es in Regensburg den ersten Todesfall.

Aktuelle Berichte unserer Redaktion

Ein Arzt im Corona-Bereitschaftsdienst erzählt

Corona-Nachbarschaftshilfe wächst

Streetworker sind im Dauereinsatz

„Maßnahmen gegen Corona greifen.“


UPDATE vom 25.3.20, II

Polizei: Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung steigen

Die Pressemitteilung im Original:

OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz ist weiterhin ein Anstieg der Verstöße erkennbar. Im Zeitraum von 24.03.2020, 06.00 Uhr, bis 25.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 163 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dies stellt einen weiteren Anstieg dar. Die Beamtinnen und Beamten kontrollierten akribisch insgesamt etwa 1700 Einrichtungen, Gastronomiebetriebe, Ladengeschäfte und Personen in der gesamten Oberpfalz. Überwiegend handelt es sich bei den Verstößen um solche, bei denen Personengruppen angetroffen wurden, die sich ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit aufgehalten oder in Privatwohnungen getroffen hatten. Die Polizei Oberpfalz appelliert erneut an die Bevölkerung, die Beschränkungen ernst zu nehmen und zu Hause zu bleiben! Die Kontrollen werden weiterhin intensiviert und Zuwiderhandlungen hart bestraft.

Städtische Stiftung legt Hilfefonds auf

Die Regensburger Wohltätigkeitsstiftung, eine von der Stadt Regensburg verwaltete Stiftung, stellt einen Hilfsfonds in Höhe von zunächst 50 000 Euro für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung, die auf Grund der aktuellen Pandemie in einer finanziellen Notlage sind.

 

UPDATE vom 25.3.20, I

Video: Lagebericht des Robert-Koch-Instituts vom 25.3.20

Humor in der Krise: Herr Stein rät

Der Regensburger Martin Stein hat aus der Isolation heraus einen Video-Podcast anlässlich der Corona-Krise gestartet. Hier sein zweites Video. Fortsetzung folgt (hoffentlich).

Erleichterung zur Grundsicherung geplant

Der Gesetzgeber plant für alle Neuanträge vorübergehend einen erleichterten Zugang zur Grundsicherung. Derzeit läuft das gesetzgeberische Verfahren.

Der Stand der Dinge am 25. März

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gibt es aktuell 105 bestätigte Covid 19-Fälle in der Stadt und 94 im Landkreis Regensburg (Stand 25.3.20, 10 Uhr). Die Zahlen können bei unterschiedlichen Quellen aufgrund verspätet eingegangener Meldungen variieren. 

 


UPDATE 24.3.20, III

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz im Original 

OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz ist ein leichter Anstieg der Verstöße zu verzeichnen.

Im Zeitraum von 23.03.2020, 06.00 Uhr, bis 24.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 74 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dies stellt einen leichten Anstieg zum Vortag (54) dar. Die Polizei Oberpfalz kontrolliert weiterhin konsequent die Einhaltung der Regeln, denn jeder einzelne Verstoß ist einer zu viel.

Insgesamt wurden durch die Einsatzkräfte in den letzten 24 Stunden etwa 1400 Kontrollen durchgeführt. Es wurden über 600 Ladengeschäfte und Einrichtungen überprüft. In zwei Fällen kam es zu Beanstandungen. Beispielsweise war in Amberg ein Geschäft geöffnet, welches Tabak und ähnliches zum Verkauf angeboten hatte. Im Bereich der Gastronomie wurde bei 372 kontrollierten Betrieben kein einziger Verstoß gegen die Allgemeinverfügung festgestellt.

Vereinzelt hatten sich Personengruppen in der Öffentlichkeit oder in Privatwohnungen aufgehalten, die entweder keinen triftigen Grund hatten oder beispielsweise nicht verwandt bzw. im gleichen Haus wohnend waren. Die Betroffenen wurden jeweils belehrt und angezeigt.

Die Polizei Oberpfalz weist noch einmal auf die intensiven Kontrollen zur Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung hin; Zuwiderhandlungen werden hart bestraft! Zudem appelliert sie noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, trotz des schönen Wetters vernünftig zu sein und zu Hause zu bleiben.

UPDATE  24.3.20, II

Video: Heute Pressekonferenz mit Markus Söder

UPDATE  24.3.20, I

Studie: Soziale Kontakte in Zeiten von Corona

Vor dem Hintergrund der Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise untersucht die Studie „Soziale Kontakte & Corona“ gegenwärtig die Bedeutung persönlicher Beziehungen in einer Zeit, in der Menschen zu räumlicher Distanz zu anderen angehalten sind:

Forschungsfragen sind:

  • Wie schätzen Menschen die momentane Situation ein?
  • Wie wirken sich Maßnahmen zur Verlangsamung der Verbreitung auf das Sozialleben aus?
  • Wie nehmen Personen die Maßnahmen in Bezug auf deren soziale Beziehungen wahr?
  • Mit welchen Personen stehen Menschen über welche Kommunikationswege in Kontakt, was sind Anlässe für soziale Kontakte?

Teilnehmen können alle Personen in Deutschland ab 18 Jahren.

DrugStop bitte um Unterstützung für Carepakete

Der Drug Stop Kontaktladen verteilt momentan Carepakete an Obdachlose und Menschen, die nicht das Geld haben, um sich mit dem nötigsten zu versorgen oder die zu einer Risikogruppe gehören und deshalb nicht einkaufen gehen können/sollten.

„Wir haben mit Brunner Bäcker bereits einen zuverlässigen Zulieferer für Brot, Semmeln und Gebäck. Wir würden uns aber noch sehr freuen wenn wir andere Einrichtungen oder Geschäfte finden würden, die uns mit Belag für die Backwaren oder auch haltbaren Lebensmitteln die wir verteilen können versorgen“, schreibt Streetworker Jonas Pöschl auf Facebook. Der Kontaktladen ist entweder über Facebook oder per Telefon zu erreichen. Die Kontaktdaten:

  • 0176/459 952 44 (Diensthandy von Streetworker Jonas Pöschl)
  • 0176/47367018 (Diensthandy im Kontaktladen AKut)
  • Facebookseite von Drugstop

UPDATE 23.3.20, 17.30 Uhr

Stand der Dinge in Regensburg

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit listet die jeweils aktuellen Zahlen für Bayern auf, gestaffelt nach Städten und Landkreisen. Aktuell werden 90 Covid 19-Fälle für die Stadt und 80 für den Landkreis genannt. Die Zahlen hängen allerdings jeweils von der Meldezeit ab und können bei unterschiedlichen Seiten zeitweilige differieren. Wir haben in unserem Basistext eine Rubrik zu den Zahlen mit weiterführenden Links eingefügt. 

Bereits jetzt steht fest, dass die Regensburger Maidult nicht stattfinden wird. Die Stadt hat heute die Absage verkündet.

Der Regensburger Ordnungsdienst musste laut Angaben der Stadt Regensburg einige wenige Ansammlungen von Personen auflösen. Im Großen und Ganzen war es aber ruhig.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums zu Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz 

OBERPFALZ. Seit Samstag gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie. In der Oberpfalz sind weiterhin eher wenige Verstöße zu verzeichnen.

Im Zeitraum 22.03.2020, 06.00 Uhr, bis 23.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 54 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dem gegenüber steht die Gesamtbevölkerung der Oberpfalz mit etwa 1,1 Millionen Einwohner. Somit ist die Zahl der Verstöße als verhältnismäßig gering zu bewerten, wenngleich ein jeder Verstoß einer zu viel ist. Insgesamt führten die Einsatzkräfte in den 24 Stunden etwa eintausend Kontrollen durch.

Es wurden etwa 300 Ladengeschäfte und Einrichtungen überprüft. Vereinzelt kam es zu Beanstandungen. Im Bereich der Gastronomie wurde bei 300 kontrollierten Betrieben ein einzelner Verstoß gegen die Allgemeinverfügung festgestellt.

Beispiele zu verschiedenen Verstößen

Am Sonntagnachmittag stellten Beamte der Polizeiinspektion Amberg auf dem Multifunktionsplatz am Kaiser-Ludwig-Ring eine fünfköpfige, ballspielende Personengruppe fest. Die jungen Leute im Alter zwischen 15 und 20 Jahren zeigten sich wenig einsichtig und wurden angezeigt und nach Hause geschickt.

Am Sonntagvormittag trafen sich drei Männer und eine Frau, im Alter zwischen 25 und 31 Jahren, alle mit Wohnsitz im Städtedreieck, in Schwandorf hinter einem Imbiss zum gemeinsamen Alkoholkonsum. Sie wurden angezeigt und es wurden Ihnen jeweils Platzverweise erteilt.

In Kemnath trafen sich am Sonntagabend fünf junge Menschen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren auf einer Parkbank zum „Abhängen“. Von der derzeitigen Lage und den Ausgangsbeschränkungen hätten sie angeblich nichts mitbekommen. Sie wurden nach Hause geschickt und angezeigt.

In Weiden i.d.OPf. wurde eine überlaute Party in einer Kleingartenanlage mitgeteilt. Die Polizei traf dort auf vier Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 23 und 37 Jahren. Die Party wurde beendet, alle Beteiligten erhielten Platzverweise und wurden angezeigt. Einer der Angetroffenen hatte Geburtstag und feierte diesen wohl.

Am Sonntagnachmittag spielten drei junge Männer im Alter zwischen 14 und 22 Jahren auf einem Bolzplatz in Neumarkt i.d.OPf. Fußball. Sie wurden angezeigt und nach Hause geschickt.

Die Polizei Oberpfalz kontrolliert die Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung weiterhin mit Nachdruck. Dazu erhält sie auch Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Video: Heutige Einschätzung des Robert-Koch-Instituts

Leseempfehlung I

Bereits am 20. März hat das Netzwerk für evidenzbasierte Medizin (EBM-Netzwerk) eine (immer wieder aktualisierte) Stellungnahme zur „Corona-Krise“ veröffentlicht. Der etwas längere und in wissenschaftlichem Duktus verfasste Text liefert Einordnungen zu dem, was wir wissen und nicht wissen, welche Szenarien vorstellbar sind und wie die aktuell kursierenden Zahlen und ergriffenen Maßnahmen zu bewerten sind. Er macht viele Debatten, die derzeit toben, verständlicher und macht es leichter, aus dem Zusammenhang gerissene Argumente einzuordnen. Auszug aus dem Fazit:

„Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz – weder zu COVID-19 selbst, noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen. Aber es ist nicht auszuschließen, dass die COVID-19 Pandemie eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt, und NPIs (nicht-pharmakologische Interventionen wie z.B. Ausgangssbeschränkungen oder Schulschließungen, Anm. d. Red.) – trotz weitgehend fehlender Evidenz – das einzige sind, was getan werden kann, wenn man nicht einfach nur zusehen und hoffen will. Selbst wenn man von der günstigsten Annahme ausgeht, dass die CFR letztendlich deutlich unter 1% zu liegen kommt (vor allem aufgrund der Nichterfassung asymptomatischer und milder Fälle) und in erster Linie ältere Menschen und Menschen mit Komorbiditäten betroffen sind, so ist dennoch aufgrund der raschen Ausbreitung der Erkrankung mit einer hohen Anzahl von Toten zu rechnen.“

Leseempfehlung II

Der Regensburger Staats- und Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Thorsten Kingreeen (Lehrstuhl Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht) hat sich bereits am 20. März bei verfassungsblog.de mit der Frage beschäftigt, „wie lange wir Maßnahmen aufrecht erhalten können, die zwar auf den ersten Blick die Gesundheit schützen, aber politisch, rechtlich, wirtschaftlich und sozial die DNA unseres Zusammenlebens in Frage stellen oder, wie flächendeckende Ausgangsbeschränkungen auf der Grundlage von Allgemeinverfügungen, schlicht rechtswidrig sind“.

Regensburger Kultur während der Krise

Der Regensburger Autor Klaus „Schwafi“ Schwarzfischer wollte am 21. März eigentlich aus seinem neusten Roman vorlesen. Weil alle öffentlichen Lesungen abgesagt wurden, gibt es nun einen kleinen Auszug als Video: „Nichts als die Wahrheit über Regensburg“.

Video: COVID 19 erklärt

Bereits am 12. März hat Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin, Zentrum für Innere Medizin II am Klinikum Chemnitz, bei einer Informationsveranstaltung des Klinikums einen sehr aufschlussreichen und leicht verständlichen Vortrag zum neuartigen Coronavirus gehalten.

 

 


2. UPDATE zum Wochenende, 22.3.20

Video: Bundeskanzlerin verkündet bundesweit abgestimmte Einschränkungen

Brief-Stichwahl: Landtag soll Gesetz nachbessern

Nach der Kritik der beiden Juristen Dr. Andreas Gietl und Dr. Fabian Michl an der „Zwangs-Briefwahl“ bei den anstehenden Stichwahlen in Bayern, soll der Landtag jetzt nachbessern. Das berichtet heute die Süddeutsche Zeitung online. Wie berichtet, waren Gietl und Michl in einem Beitrag für die Zeitschrift LTO zu dem Schluss gekommen, dass die Brief-Stichwahl – so wie sie angeordnet wurde – rechtswidrig ist. Die Wahlen wären damit anfechtbar. Darüber hinaus äußerten die beiden Autoren ihr Unverständnis darüber, dass es keine rechtskonforme Lösung über eine Gesetzesänderung im Landtag gegeben hatte. Der Bericht schlug Wellen bis in die Landtagsfraktionen. Jetzt wird nachgebessert.

Video: Harald Lesch zu Behauptungen über COVID-19

Kein Schutzschirm für Soziale Dienste?

UPDATE zu dieser Meldung: Zwischenzeitlich gibt es offenbar ein Lösung für die Sozialen Dienste

Lob und Applaus ja, Geld und Absicherung nein? Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt in einer aktuellen Pressemitteilung: Demnach sollen Soziale Dienste – Träger von Obdachlosenhilfe, Reha-Einrichtungen, Seniorenzentren oder Behinderten-Werkstätten, Kindertagesstätten usw. – nicht unter den Rettungsschirm der Bundesregierung fallen, der am Montag beschlossen wird. Wir bleiben an dem Thema hier vor Ort dran.

Am Montag wird über den Gesetzesentwurf abgestimmt. Hier geht es den Kontaktdaten der Oberpälzer Bundestagsabgeordneten:

Notfallbetreuung ausgeweitet

Ab Montag wird die Notfallbetreuung für Kinder in Bayern ausgeweitet. Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegeversorgung können ab diesem Zeitpunkt die Notfallbetreuung ihrer Kinder in Kitas und Schulen auch dann in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in diesem Bereich arbeitet (bisher mussten beide in diesem Bereich arbeiten). Für die meisten anderen systemkritischen Berufe gelten die bisherigen Regelungen. Betroffene Eltern sollen sich bereits heute mit den Notfalleinrichtungen in Verbindung setzen.

Hilf Deinem Kino

Auf der Webseite „Hilf Deinem Kino“ kann man auch Regensburger Kinos durch das Anschauen von Werbespots unterstützen. Alle Erklärungen gibt es auf der Seite. Die Seite ist seriös und wird von Regensburger Kinobetreibern ausdrücklich empfohlen.

Humor in der Krise

Der Regensburger Martin Stein hat aus der Isolation heraus einen Video-Podcast anlässlich der Corona-Krise gestartet. Von der Klopapier-Rolle sollte man sich dabei nicht irritieren lassen, wenn „Herr Stein rät“. Fortsetzung folgt (hoffentlich).

Bedenkenträger

Freiheitsrechte ade? Ein Beitrag der Verfassungsrechtlerin Andrea Edenharter zur Ausgangssperre in Mitterteich und weiteren Maßnahmen.

Ausgangsbeschränkungen – die Bilanz der Polizei

Für die gesamte Oberpfalz spricht die Polizei von wenigen Verstößen. Wir veröffentlichen die leicht gekürzte Pressemitteilung:

Die Polizei Oberpfalz kontrolliert die Einhaltung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung mit Nachdruck. Im Zeitraum 21.03.2020, 06.00 Uhr, bis 22.03.2020, 06.00 Uhr, stellten die Beamtinnen und Beamten 82 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest. Dem gegenüber steht die Gesamtbevölkerung der Oberpfalz mit etwa 1,1 Millionen Einwohner. Somit ist die Zahl der Verstöße als gering zu bewerten, wenngleich ein jeder Verstoß einer zu viel ist. Insgesamt führten die Einsatzkräfte in den 24 Stunden weit über eintausend Kontrollen durch.

Es wurden annähernd 500 Ladengeschäfte und Einrichtungen überprüft. Vereinzelt kam es zu Beanstandungen. Im Bereich der Gastronomie wurden 370 Betriebe kontrolliert und erfreulicherweise musste dabei kein Fehlverhalten festgestellt werden.

Beispiele zu verschiedenen Verstößen

Bei der PI Nittendorf wurden am Samstag, dem 21.03.2020, gegen 20.20 Uhr, in einem Ortsteil von Hemau mehrere Jugendliche angetroffen, die gerade im Begriff waren eine Party abzuhalten. Nach eingehender Belehrung, bei der die fünf Teilnehmer angaben, die momentan gesetzlichen Bestimmungen nicht genau zu kennen, wurde das Treffen aufgelöst. Platzverweise wurden erteilt und entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet.

In Regensburg wurde am Samstagnachmittag ein geöffnetes Friseurgeschäft festgestellt. Der Betrieb wurde durch die Polizei eingestellt, Bußgeldverfahren eingeleitet und die Kunden nach Hause geschickt.

Im Bereich Wernberg-Köblitz und im Bereich Schwandorf wurden am Samstag durch Streifenbesatzungen jeweils geöffnete Sonnenstudios festgestellt. Die Betriebe wurden geschlossen.

Für Kopfschütteln bei den Einsatzkräften sorgten am Freitagabend fünf junge Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Sie verließen gemeinsam, trotz der in Mitterteich geltenden Ausgangssperre, die Stadt. Sie begingen dadurch gleich zwei Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz.  Zum einen hätten sie die Stadt erst gar nicht verlassen dürfen und zum anderen feierten sie an ihrem Zielort angelangt, verbotswidrig eine „Corona-Party“ mit Alkohol und Grillgut. Außerdem postete einer der Herren noch ein Gruppenselfie im Internet.


1. Update zum Wochenende

Leseempfehlungen

Zwei umfassende, nicht zu lange und gut verständliche Text zu allem, was über den CoronaVirus bekannt ist, was die Maßnahmen bringen sollen und welche mögliche Szenarien es gibt, hat das WDR-Magazin Quarks veröffentlicht. Eine Leseempfehlung.

Pächter von Geschäften und Lokalen, die jetzt schließen müssen, stehen vor der Frage, ob sie ihre Pacht weiter bezahlen müssen. Ein Text bei Legal Tribune Online beantwortet wichtige Fragen.

Unsere Redaktion hat in zwei Artikeln weitere Aspekte der Coronakrise in Regensburg beleuchtet.

Lokale Händler und Gastro unterstützen

Die studentische Plattform Geschenke aus Regensburg bietet eine kostenlose Möglichkeit für lokale Geschäfte und Gastronomen, um ihre Angebote in Zeiten der Coronakrise vorzustellen. Die Liste wird laufend erweitert. Die Plattform selbst verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. (Gelegentlich kommt es bei der Überarbeitung zu leichten Layout-Problemen).

UPDATE vom 20.3.20, 14.45

Sinzinger organisieren Nachbarschaftshilfe

BürgerInnen aus dem Gemeindegebiet Sinzing (Lkr. Regensburg) können sich ab sofort an einen Einkaufshilfsdienst wenden, wenn sie zu einer Corona-Risikogruppe gehören und daher selbst nicht einkaufen gehen können oder wollen. Die ehrenamtlichen Einkaufshelfer können auch andere wichtige Erledigungen übernehmen – etwa den Gang zur Apotheke. Organisiert wird der Hilfsdienst über die Kath. Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Sinzing. Er ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde gedacht. Bei Bedarf wird die Hilfe über das Pfarrbüro organisiert. Dieses ist unter der Telefonnummer 0941 / 31613 oder per E-Mail (pfarramt@pfarrei-sinzing.de) erreichbar. Sollte das Büro nicht besetzt sein, können Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Diese werden beantwortet.

Stadt vernetzt ehrenamtliche Hilfsangebote


UPDATE vom 20.3.20, 10.30

Markus Söder: „Umfassende Ausgangsbeschränkungen“

Das Wichtigste in Kürze: Ab Freitag, 0 Uhr, greifen umfassende Ausgangsbeschränkungen. Gastronomie, Friseure, Bau- und Gartenmärkte werden geschlossen. Spaziergänge mit Partner oder Familie bleiben erlaubt, auch Sport im Freien – alleine. Gruppenansammlungen etc. sind verboten. Die Bußgelder bei Verstößen liegen bei bis zu 25.000 Euro.

Zitate daraus:

Triftige Gründe (zum Verlassen der Wohnung) sind insbesondere:

a) die Ausübung beruflicher Tätigkeiten,

b) die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen; Blutspenden sind ausdrücklich erlaubt) sowie der Besuch bei Angehörigen helfender
Berufe, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist (z. B. Psycho- und
Physiotherapeuten),

c) Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tierbedarfshandel, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen sowie die Abgabe von Briefwahlunterlagen). Nicht zur Deckung
des täglichen Bedarfs gehört die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen wie etwa der Besuch von Friseurbetrieben,

d) der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich,

e) die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,

f) die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis,

g) Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung und

h) Handlungen zur Versorgung von Tieren.

(…)

Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen.

Untersagt wird der Besuch von

a) Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt (Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 Nr. 1 und 3 IfSG); ausgenommen hiervon sind Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige und Palliativstationen und Hospize,

b) vollstationären Einrichtungen der Pflege gem. § 71 Abs. 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XI),

c) Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Sinne des § 2 Abs. 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX), in denen Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbracht werden,

d) ambulant betreuten Wohngemeinschaften nach Art. 2 Abs. 3 Pflegewohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) zum Zwecke der außerklinischen Intensivpflege (IntensivpflegeWGs), in denen ambulante Pflegedienste gemäß § 23 Abs. 6a IfSG Dienstleistungen erbringen und

e) Altenheimen und Seniorenresidenzen.


UPDATE vom 20.3.20, 10.30

Um 12.30 Uhr will Ministerpräsident Markus Söder eine Pressekonferenz geben. Es dürfte insbesondere um die Frage von Ausgangssperren gehen.

Steuererleichterungen angekündigt

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat bereits am Donnerstag angekündigt, von der Coronakrise betroffenen Unternehmen die Steuern stunden und Vorauszahlungen an die Lage anpassen.

Tägliche Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts

Busse: In der Stadt gilt ab Montag der Samstagsfahrplan

Das Stadtwerk.Mobilität fährt ab Mittwoch 25. März 2020 mit den innerstädtischen Buslinien von Montag bis Freitag nach dem Samstagsfahrplan. In der Zeit vom 25. März bis voraussichtlich 17. April 2020 gilt an den Wochentagen Montag bis Freitag auf den innerstädtischen Linien 1, 2, 3, 4, 4A, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 32 grundsätzlich der Samstagsfahrplan. Am Karfreitag und Ostermontag fahren die Busse nach dem Fahrplan für Sonn- und Feiertage. Alle übrigen Bus-Linien sind von der Umstellung nicht betroffen.
Weitere Änderungen ergeben sich auf folgenden Linien: A, 5, 18, 77, X4 und X9
Linie A: Der Altstadtbus (A) verkehrt nur zwischen 09:00 Uhr bis 15:20 Uhr. Es wird auf einen 30 Minuten Takt reduziert.
Linie 5: Es gilt der Ferienfahrplan Montag-Freitag ohne die Verstärkerfahrten von und nach Schwabelweis Heyden.
Linie 18: Verkehrt nur zwischen 08:44 Uhr bis 16:00 Uhr. Der Takt wird auf einen 60 Minuten Takt reduziert.
Linie 77: Verkehrt im 30-Minuten Takt.
Linie X4: Der Verkehr wird auf dieser Linie eingestellt.
Linie X9: Der Verkehr wird auf dieser Linie eingestellt.

UPDATE vom 19.3.20, 16.45 Uhr

Hackathon der Bundesregierung

Am 20. März ist startet ein von der Bundesregierung initiierter Hackathon #WirvsVirus. „Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft sucht die Bundesregierung im digitalen Raum Lösungen für Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus“, heißt es in dem Aufruf. 48 Stunden stehen für die Entwicklung dieser Lösungen zur Verfügung.

Besuchsverbot am Uniklinikum (Pressemitteilung)

Ab dem kommenden Samstag, 21. März 2020, stellt das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) bis auf weiteres Patientenbesuche ein. Ausnahmegenehmigungen werden nur in bestimmten Fällen und ausschließlich nach vorheriger Abstimmung mit der behandelnden Station des Patienten erteilt.

Bislang setzte das UKR die Anweisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege um, wonach jeder Patient nur einen Besucher für maximal eine Stunde am Tag empfangen durfte. Nun hat sich das UKR entschieden, ab dem kommenden Samstag die Besuchsregelungen auf unbestimmte Zeit außer Kraft zu setzen, um höchstmöglichen Infektionsschutz für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten. Ausnahmen sind für Angehörige von Palliativpatienten, Schwerstkranken, gebrechlichen oder dementen Patienten möglich. In diesen Fällen gilt, dass nach vorheriger Rücksprache mit der jeweiligen Station der Patient einen Besucher pro Tag empfangen darf. Ausnahmen bestehen darüber hinaus für Eltern stationär behandelter Kinder. Auch sie müssen sich vorab mit der jeweiligen Station absprechen. Ebenfalls gilt eine Ausnahmeregelung nach Rücksprache mit der Station um notwendige Wäsche und Hygieneartikel für Patienten zu bringen. Personen, welche direkt Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatten, dürfen das UKR generell nicht betreten.

Zugang zum Universitätsklinikum Regensburg haben Besucher und ambulante Patienten ab Samstag nur noch über den Haupteingang. Dialysepatienten dürfen das UKR auch weiterhin über den entsprechenden Zugang im Bauteil B4 betreten. Für Notaufnahme-Patienten bleibt der Zugang über die Notaufnahme erhalten.
Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Patienten, der Besucher und unserer Mitarbeiter und sollen mit dazu beitragen, die Infektionswelle zu verlangsamen. Das UKR bittet um Verständnis für diese durchaus drastischen Maßnahmen und bittet alle Patienten und Angehörigen, durch ihre Mitwirkung und Einhaltung der neuen Besucherregelung weiterhin das Personal, zu unterstützen.

RVV: Einschränkungen beim Regionalbusverkehr

Ab dem 20. März kommt es zu Einschränkungen bei mehreren Buslinien des RVV. Bis auf weiteres entfallen die Spätfahrten bei den Linien 5, 12, 13, 14, 15, 16, 21, 23, 24, 26/27, 28, 30, 31, 33, 34 und 41. Betroffen sind Fahrten mit Abfahrt ab 0:00 Uhr am Hauptbahnhof Regensburg bzw. am jeweiligen Ausgangspunkt der Linie (bei Fahrten in Richtung Regensburg). Die Nachtbusse, die normalerweise in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag verkehren, entfallen ebenfalls. Betroffen sind sämtliche Nachtlinien im Stadt- und Regionalbusverkehr (N1 bis N41).

Soforthilfen beim Freistaat

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Vorgaben wegen Corona – Polizei appelliert an die Bevölkerung 

Seit dem 18. März gilt die Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (hier abrufbar). Seitdem überwacht die Polizei die Vorgabben zu Vesammlungsverboten und Betriebsschließungen. „Im Bereich der Oberpfalz kam es im Laufe des gestrigen Tages zu zahlreichen Verstößen gegen die genannten Verbote und Untersagungen“, heißt es in einer heute veröffentlichten Mitteilung des Polizeipräsidiums.

Von „etwa 50 polizeilichen Einsätzen“ ist in diesem Zusammenhang die Rede. „Dabei handelte es sich zumeist um die Nichteinhaltung der Öffnungszeiten von Gaststätten und das Zusammentreffen von größeren Personengruppen im öffentlichen Raum. Insbesondere trafen sich Studenten und Jugendliche auf Sport-/Spiel- und Fußballplätzen, sowie auf Grünflächen und Großparkplätzen zum privaten Beisammensein.“

Die Oberpfälzer Polizei bittet nun „insbesondere die jüngere Generation“ soziale Kontakte zu beschränken. „In diesem Zusammenhang darf auf die Abstandsregelung des Robert-Koch-Instituts von 1,5 Metern hingewiesen werden.“ Und man macht unmissverständlich klar:

„Bei den Verstößen handelt es sich um Straftaten, die mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden können.“

SSV Jahn 

Der SSV Jahn bietet allen Fußballfans ab dem heutigen Donnerstag drei unterschiedliche Optionen zur Rückabwicklung von bereits erworbenen Karten für die Spieltage 26, 27 und 28 an. 

Uniklinik weitet Beratungshotline aus

Das Uniklinikum bietet unter der Rufnummer 0941 944-5000 eine telefonische Beratung für Menschen mit unklarer Symptomatik, um eine mögliche Coronavirus-Infektion abzuklären.

Ansprachen von Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer, Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder

Stand der Dinge

Der Freistaat Bayern hat die Abiturprüfungen verschoben. Derzeitiger Termin ist der 20. Mai.

Laut der letzten Meldung des Gesundheitsamtes gibt es aktuell 62 erkrankte Personen im Stadtgebiet (Stand: 19.03.2020, 14.00 Uhr).


UPDATE vom 19.3.20, 9 Uhr

Stand der Dinge

Laut der letzten Meldung des Gesundheitsamtes gibt es derzeit 38 bestätigte COVID 19-Fälle im Stadtgebiet.


UPDATE 18.3.20, 18.15 Uhr

Polizei warnt vor Verstößen gegen Veranstaltung- und Betriebsverbote

 In einer Pressemitteilung vom frühen Abend hat das Polizeipräsidium Oberpfalz angekündigt, die Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen, die der Freistaat verhängt hat, konsequent zu überwachen und durchzusetzen: 

„Ab heute, 18.03.2020, gelten die neuen Öffnungszeiten für Ladengeschäfte des Einzelhandels und der Gastronomie auch in der Oberpfalz. Zudem dürfen grundsätzlich keine Veranstaltungen oder Versammlungen im öffentlichen Raum abgehalten werden. Davon betroffen sind sämtliche Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, wie beispielsweise Spielplätze oder Bäder. Um eine Verbreitung des Corona-Virus und der damit einhergehenden Gefahr einer Ansteckung für die Bevölkerung einzudämmen, wurden derartige notwendige Maßnahmen zum Schutz aller Bewohnerinnen und Bewohner getroffen.

Die Polizei wird die Kontrollen in der gesamten Oberpfalz verstärken, um sicherzustellen, dass die Verbote und Untersagungen eingehalten werden. Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung stellt immer den Tatbestand eines Vergehens, also eine Straftat, dar und ist damit schwerwiegender als eine Ordnungswidrigkeit. Die Kontrollen werden konsequent durchgeführt, allerdings weisen wir darauf hin, dass der Fokus auf der Sicherheit und dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor weiteren Ansteckungen liegt.

Die Oberpfälzer Polizei appelliert an die Bevölkerung, die Einschränkungen einzuhalten und für ernst zu nehmen. Im Falle einer Nichteinhaltung muss mit Schließungen, einer Strafanzeige und ggf. auch weiteren polizeilichen Maßnahmen gerechnet werden.“

Zwei Bilder vom heutigen Tag: Während die Polizei in der Innenstadt die Einhaltung von Betriebsverboten kontrolliert, tummeln sich die Leute auf der Jahninsel. Foto: Martin Stein

Erste Ausgangssperre in der Oberpfalz

Für die Stadt Mitterteich (Landkreis Tirschenreut) wurde heute die erste Ausgangssperre in Bayern verhängt. „Es scheint so, dass sich der Coronavirus im Landkreis (Tirschenreut) besonders einnistet“, erklärte Landrat Wolfgang Lippert bereits bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag und nannte Mitterteich als „Hotspot“ der insgesamt 40 bestätigten Covid 19-Fälle. Tags darauf folgt nun die Ausgangssperre. Den Zusammenhang mit einem Starkbierfest, das am 7. März in Mitterteich eröffnet wurde, wollte die Leiterin des Katastrophenschutzes in Tirschenreut nicht bestätigen. „Das sind Vermutungen. Wir wissen es nicht.“

(Persönliche Anmerkung: Das ist nicht als Vorwurf an irgendjemanden gedacht. Eher ein Ratschlag zu und eine Bitte um weniger Sorglosigkeit Es zeigt nämlich jetzt sehr nahe auf, dass Menschenmassen, hohe Fallzahlen und am Ende Ausgangssperren Realität sind. Direkt vor unserer Haustür. Am 7. März waren die –  zumindest offiziell kommunizierten – Einschätzungen auch noch andere.)

UPDATE 18.3.20, 14.30 Uhr

Stadt schränkt Nutzung von Grünanlagen, Parks und Spielplätzen ein

„Zum Schutz der Gesundheit ist ab sofort die Nutzung aller Spielplätze untersagt“, heißt es in der heute verbreiteten Pressemitteilung. Auch für Grünanlagen und Parks gilt ein Versammlungsverbot. Zudem müssen die Parkbesucherinnen und Parkbesucher einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Schilder des Gartenamtes werden zeitnah mit geeigneten Hinweisen aufgestellt. „Grundlage dieser Maßnahme ist die Allgemeinverfügung des Bayerischen Freistaates.“


UPDATE vom 17.3.20, 17.15 Uhr

Publikumsverkehr der Stadt Regensburg eingeschränkt

Die Stadt Regensburg schränkt den Publikumsverkehr ein und bittet darum, möglichst per E-Mail oder telefonisch Anliegen vorzutragen. Hierzu hat die Stadtverwaltung eine Überblickliste mit Kontakdaten der Ansprechpartner/-innen der wichtigsten städtischen Ämter zusammengstellt.

Ambulanzen am Uniklinikum fahren Betrieb zurück

Um aufgrund von durchgeführten Coronatests und einem erwartetenen Anstieg entsprechender Patientenzahlen Ressourcen zu schonen, reduziert das Uniklinikum das Angebot ambulanter Leistungen. Die Notfallversorgung ist davon nicht betroffen..


UPDATE vom 17.3.20, 11 Uhr

Stichwahl nur per Briefwahl möglich

Die Stichwahl in Regensburg findet am Sonntag, 29. März 2020, statt. Dabei wird ausschließlich Briefwahl möglich sein. Die Briefwahl-Unterlagen werden den Wählerinnen und Wählern automatisch per Post zugestellt, ohne dass diese einen Antrag stellen müssen. Eine Stimmabgabe im Wahllokal wird nicht möglich sein.

Helfer-Hotline sucht Freiwillige

Mehrere Freiwillige bauen derzeit eine Helfer-Hotline auf, um z.B. ältere und kranke Menshen bei Einkäufen, Postgängen und dergleichen zu unterstützen. „Wir suchen ehrenamtliche und freiwillige Helfer, damit andere und auch älteren Menschen die keine Möglichkeiten haben via Internet, Helfer zu finden die einen Einkauf erledigen können oder mit ihren liebsten Tierchen Gassi gehen oder ähnliches“, heißt es in dem Aufruf. Die Hotline soll voraussichtlich am Mittwoch starten.

Service von Einzelhändlern und für Einzelhändler

Für Einzelhändler: Das studentische Projekt „Geschenke aus Regensburg“ bietet Regensburger Einzelhändlern und Dienstleistern an, kostenlos ihre Angebote und Liefermöglichkeiten zu veröffentlichen.

Von Einzelhändlern: In Zusammenarbeit mit einem Gemüsehändler, einer Bäckerei und weiteren Einzelhändlern bietet Rehorik seit dem 17. März einen kostenlosen Lieferservice für Kaffee, Backwaren, Gemüse und Milchprodukte an. 

  • Telefondienst: 0941/ 599 75 895 oder 0941/ 517 27 (Montag bis Samstag, 9 bis 17 Uhr)

Kundencenter des RVV schließt

Stand der Dinge

Nach Auskunft des Gesundheitsamts vom heutigen Morgen gibt es derzeit 24 bestätigte Corona-Fälle in der Stadt Regensburg.


UPDATE vom 16.3.20, 13.40 Uhr

Hilfe-Hotline sucht Helfer, Freiwillige und Koordinatoren

Es wird gerade an einer Hilfe Nummer für Regensburg gearbeitet. Über die Freiwillige und Helfende vermittelt werden. Die Organisatoren suchen dringend noch Helfer und Freiwillige hierfür, insbesondere für die Koordination dahinter. Derzeit läuft die Koordination über Facebook.

Notstand ausgerufen: Bars, Kinos und Geschäfte müssen schließen

Heute Vormittag hat Ministerpräsident Markus Söder den „Katastrophenfall“ ausgerufen, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen. Bereits am Morgen wurden die Grenzen zu Frankreich, Österreich, Dänemark, Luxemburg und zur Schweiz geschlossen. Es gibt Einschränkungen für Gastronomie und Einzelhandel. Sämtliche öffentlichen Veranstaltungen werden untersagt.

Das sind die Maßnahmen, die das Leben in Regensburg betreffen:

  • Veranstaltungen und Feiern werden untersagt (Ausnahme: private Feiern im Familienkreis)

  • Der Betrieb sämtlicher Einrichtungen zur Freizeitgestaltung wird untersagt. Das betrifft insbesondere: Saunen und Bäder (in Regensburg bereits geschlossen), Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sportund Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser.

  • Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art, mit Ausnahme von Speiselokalen, Liefer- und Mitnahmeservices. Zwischen den Gästen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt sein. Es dürfen sich nicht mehr als 30 Personen in den entsprechenden Räumen aufhalten.

  • Untersagt wird die Öffnung aller Einzelhandelsgeschäfte. Ausgenommen sind Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Tankstellen, Reinigungen und der Online-Handel.

  • Bei der Stadt oder beim Landratsamt können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden.

  • Die Öffnungszeiten für Geschäfte des täglichen Bedarfs wurden erweitert. Wochentags von 6 bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Die Maßnahmen gelten vorerst für 14 Tage und treten ab Mittwoch in Kraft.

Hier das Video von der heutigen Pressekonferenz:

Stadtbau stellt Parteienverkehr ein

Ab dem 17. März stellt nun auch die Stadtbau GmbH den Parteiverkehr in ihrem Haus ein.

Notbetrieb im Kinderhaus Steinweg ist geschlossen

Aufgrund eines bestätigen Corona-Virus-Falls muss das städtische Kinderhaus Steinweg als Noteinrichtung laut einer aktuellen Mitteilung der Stadt Regensburg geschlossen werden. Wann die Einrichtungen wieder geöffnet werden kann, steht derzeit noch nicht fest.

Bistum Regensburg sagt Firmungen ab

Das Bistum Regensburg hat vorerst sämtliche geplanten Firmungen abgesagt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Teilnehmerzahl bei Gottesdiensten wurde begrenzt.


Update vom 15.3.20, 13 Uhr

Kundencenter der REWAG schließt ab Montag

Uni denkt über verlängerte Abgabetermine nach

Stand der Dinge

Mittlerweile gibt es zehn bestätigte Corona-Fälle im Stadtgebiet Regensburg. Alle Infizierten sind gesundheitlich stabil, können ambulant behandelt werden und befinden sich in  häuslicher Quarantäne (hier geht es zur Pressemitteilung der Stadt Regensburg).


Update vom 13.3.20, 17.40 Uhr

Kinderbetreuung

Ab kommenden Montag sind sämtliche Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen. Eine Notfallbetreuung gibt es nur für Alleinerziehende, die in sogenannten systemkritischen Berufen arbeiten oder wenn beiden Elternteile in solchen Berufen arbeiten. Alle anderen müssen das Problem mit ihrem Arbeitgeber klären.

Systemkritische Bereiche sind: Gesundheitsversorgung, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) und die Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung). Wichtig: Bestätigung des Arbeitgebers.

Veranstaltungen

Sämtliche Veranstaltungen ab einer Gästezahl von 500 Teilnehmern sind ab Samstag grundsätzlich untersagt. Veranstaltungen mit mehr als 100, aber weniger als 500 Teilnehmern müssen vorab beim Ordnungsamt angezeigt werde. Dabei müssen die Veranstalter eine Risikobewertung vorlegen, die sich nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts richtet.

Wichtig: Als Veranstaltungen wertet die Stadt Regensburg auch den Betrieb von Discos, Gaststätten und Kinos. Wenn mehr als 100 Gäste erwartet werden, muss eine Anzeige beim Ordnungsamt erfolgen.

Die Bürgermeisterin appellierte an die Eigenverantwortung der Regensburger. Größere Veranstaltungen seien der größte Risikofaktor für eine Ausbreitung der Krankheit. „Es macht mich traurig, wenn es keinerlei kulturelles Leben mehr in der Stadt gibt, aber es gibt Menschen, die spätestens dann an dieser Krankheit sterben werden, wenn unser Gesundheitssystem überlastet ist.“ Es brauche Verständnis für harte Maßnahmen. „Da muss eine Gesellschaft zusammenstehen.“

Weitere Schließungen

Geschlossen sind ab sofort bzw. ab Montag:

Über eine Schließung weiterer städtischer (Kultur)einrichtungen wird am Montag entschieden.

Am Abend des 13. März haben sich die Veranstalter der Kurzfilmwoche zur Absage entschlossen. Es gibt aber eine virtuelle Preisverleihung.

Universität und OTH haben bereits vor einigen Tagen den Lehrbetrieb eingestellt.

Änderungen beim ÖPNV

Zum Schutz von Fahrgästen und Personal gibt es keinen Ticketverkauf mehr in den Bussen. Die vorderen Türen bleiben generell geschlossen. Ab Montag gilt für alle Busse des RVV der Ferienfahrplan.

Der Stand der Dinge am 13. März

Aktuell gibt es im Stadtgebiet sieben bestätigte Covid19-Fälle (hier geht es zur Pressemitteilung). Wie das Universitätsklinikum mitteilt, wird dort derzeit ein Patient (der nicht aus Regensburg stammt) stationär behandelt (hier geht es zur Pressemitteilung).

Am Klinikum wird eine Kinderbetreuung für Mitarbeiter eingerichtet. Die Test- und Beratungskapazitäten werden erweitert.

Die Kommunalwahl am kommenden Sonntag wird wie geplant durchgeführt. Für die Stichwahl werden automatisch Briefwahlunterlagen verschickt. Die Stadtverwaltung ist eine Stufe unterhalb des Katastrophenfalls (das wäre z.B. ein Hundertjährliches Hochwasser) organisiert.


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Kommentare (152)

  • Kernel

    |

    Danke für den Mega Aufwand und die Mühe. RD ist aus der Medienlandschaft in Regensburg und Umgebung nicht mehr wegzudenken.

  • hangover

    |

    Nicht systemkritischer sondern systemrelevanter Beruf.

  • Stefan Aigner

    |

    @hangover

    Würde ich so formulieren, die Staatsregierung nicht…

  • joey

    |

    danke für den informativen Artikel.

    Eine Grippe ist es nämlich nicht. Die Zahlen in Italien lohnen der Betrachtung: (von mir ausnahmsweise mal ein link)
    http://www.salute.gov.it/portale/nuovocoronavirus/dettaglioContenutiNuovoCoronavirus.jsp?lingua=italiano&id=5351&area=nuovoCoronavirus&menu=Vuoto
    Stand 12.3.: 12839 Infizierte, 1016 Verstorbene, 1258 Genesene.
    Die Zahl der Infizierten könnte zu niedrig sein, weil nicht jeder entdeckt wird und mancher Kranke sich nicht outet. Vielleicht kommt man dann auf die Schätzzahl von 4% Todesrate. Vielleicht stimmen die Zahlen aber auch ganz gut, dann sind es 8%.

    Leider versuchen immer wieder einige Leute, mich zu Terminen wegen irgendwelcher Läppereien zu bringen. Eine Mischung aus Verantwortungslosigkeit und fehlender Kreativität…

  • R.G.

    |

    “ Bislang wird Notfallbetreuung laut Kultusminister Michael Piazollo Betreuung lediglich für Schüler von der ersten bis sechsten Klasse sichergestellt, deren Eltern in „systemkritischen“ Berufen arbeiten – dazu zählen Pflegepersonal, Polizisten oder Ärzte.“

    Verkäuferinnen, ChauffeurInnen, Post- und Paketbedienste etc. gehören sicher zu den systemerhaltenden Berufen.

    Alleinerzieherinnen haben niemanden zur Kinderbetreuung.

    In Österreich betont man, lieber solle man Kinder in die Betreuung in die Schule schicken, als zu den Großeltern. Es gelte, die Generation ab dem Rentenalter vor dem Kontakt zu Kindern zu schützen.

    De Virologe Drosten betonte, man solle nun für die Älteren einkaufen gehen und sie überzeugen, ihr Vereinsleben zu reduzieren bzw. aufzugeben.

  • Marcus Morgenstern

    |

    Hallo,

    zu den systemrelevanten Berufsgruppen wurden ausdrücklich auch Mitarbeiter in der Jugendhilfe genannt. Mit der Bitte dies zu ergänzen.

    Herzliche Grüße

  • S.B.

    |

    Nicht nur Lehrer, auch die Erzieher in den Kitas sind weiterhin im Dienst – als ergänzende Anmerkung dazu, da viele denken, dass diese jetzt ein paar Wochen Urlaub geschenkt bekommen…

    Ich hoffe nur, dass die Schließung der Bildungseinrichtungen auch tatsächlich zur Vermeidung unnötiger sozialer Kontakte „genutzt“ wird, um vor allem unsere ältere Generation zu schützen.

  • Giesinger

    |

    Warum hat man bis Montag gewartet?
    Wollte man die Wahl nicht verschieben? (Betrifft ganz Bayern).

  • Stefan Aigner

    |

    Das Kommentarforum hier bleibt offen für Hinweise, ggf. auch Links, Fragen etc. Alles andere wird kommentarlos gelöscht.

  • R.G.

    |

    @Giesinger
    Das Misstrauen, dass man die Maßnahmen extra für nach der Wahl verschiebe, teilte ich auf den ersten Blick.

    Jedoch setzt z.B. Österreich seine Maßnahmen im gleichen Tempo, obwohl da keine landesweiten Wahlen anstanden.
    Nachdem ich mich etwas eingelesen habe:
    Ende voriger Woche änderte sich aufgrund neuer Zahlen die Risikoeinschätzung, einschränkende Maßnahmen wurden als unerlässlich angedacht. Sieben Tage Organisationszeit, um alles rechtlich abzuklären und die Infrastruktur aufzubauen, ist ein kurzer Zeitraum.
    Die Absage der Wahl in Teilen Österreichs erfolgte in zu Italien agrenzenden Bundesländern, hier ist die Akzeptanz derBevölkerung gegeben.
    Zu starke Maßnahmen in Bayern zu einem Zeitpunkt, wo die Bürger das noch nicht mittragen, führt zu gegenteiligem Verhalten, Leugnung etc. Abgesehen vom hohen finanziellen Aufwand, den eine Verschiebung bedeuten würde; das Geld wird jetzt anderswo gebraucht werden.
    Da es keine Vergleichserfahrungen gibt, kann man nicht sagen, ob die Abhaltung der Wahl zu dem Zeitpunkt für eine/ welche? Partei die Ergebnisse verschiebt.

  • Regensburgerin

    |

    Die Lehrer/innen dürfen zuhause bleiben und freuen sich schon, was sie alles machen können! Aber das Personal in Kinderheimen, Tagesstätten, Notfallgruppen in KiTa darf weiter arbeiten. Wie wäre es, wenn man es solidarisch macht und sich abwechselt?
    Die Eltern wissen nicht, wohin mit den Kindern – zuhause ist es ja doch soo langweilig! Deswegen Geburtstag da und Besuche hier (siehe Netz und Verwandten-
    & Bekanntenkreis!)
    Wie geht es weiter?! Dürfen wir bald nur mit einer Sondergenehmigung auf die Straße?

  • Stephan F.

    |

    @Regensburgerin: „Deswegen Geburtstag da und Besuche hier“

    Auch wenn es für Nicht-Lehrer*innen (etc.) sehr schwer zu organisieren ist – ich denke dass, wann immer möglich, Kinder nicht neu gruppiert betreut werden sollten. Das würde dem Nutzen der temporären Schulschließungen entgegen wirken, da hierdurch nur neue Infektionspfade aufbaut werden.

  • Mr. B.

    |

    Danke an R-D für den sehr guten Bericht und den Informationen.

    Eine Bitte an alle Bürger hätte ich gerne: Bitte kauft nicht alle die Läden auf einmal leer? Es ist kein Kriegszustand!!!
    Denn, es gibt auch noch eine zeitgebundene, arbeitende Bevölkerung, die morgens vor den Ladenöffnungszeiten schon in der Arbeit sein muss und nach ihrer Arbeit auch noch was einkaufen will oder muss!!!!!
    Danke!!!!!!

  • R.G.

    |

    Seit 11 Minuten höre ich Andreas Scheuer zu, er hat eine Sprechtechnik und Tonhöhe, die auf mich beunruhigend wirkt.
    Langsamer sprechen, den Ton bitte nicht höher und höher schrauben wäre besser.

  • R.G.

    |

    @Mr. B.
    Als Beispiel für Ihr Problem.
    Bei Rewe gibt es die Möglichkeit einer Bestellung mit Lieferung, oder Abholung der bestellten Ware im Markt.
    Ich kann jetzt ohne Anmeldung nicht sehen, wie die Termine sind, aber selbst wenn es eine Woche später wäre, könnten sie das Problem wenigstens für dann lösen.

  • XYZ

    |

    Die ganze Diskussion geht an der Tatsache vorbei: ein mutiertes virus gegen das es noch länger keinen Impfstoff geben wird. Erst wenn geschätzt 70 % der Bevölkerung den Infekt überstanden oder nicht infektiert wurde findet der virus keinen Wirt mehr, daher folgerichtig die Massnahmen.

  • XYZ

    |

    Mal abgesehen von der etwaigen Gefährlichkeit des CoV-19 virus: wir befinden uns ersichtlich in einem nun internationalen Handels- und Wirtschafts- und Klimakrieg – da ist es andererseits nur erfreulich wenn da endlich ein Anreiz für andere Strukturen gegeben wird – sicher ein wenig ausserhalb des Themas, nur mal so mehr psychoanalytisch gesehen.

  • Tobias

    |

    Das heißt, nahezu jeder Supermarkt muss schließen. Wir haben normalerweise ca. 4.000-6.000 Kunden am Tag. Macht 307 – 461 Kunden Stunden / Stunde (ohne Berücksichtigung von Spikes).

    Ich werde also von morgen an keinen mehr ansprechen. Außerdem sollte jeder, der arbeiten muss, von der Regierung 50-100€ / Stunde Zusatzgehalt erhalten; Gefahrenzuschlag. Wenn andere zuhause bei vollen Bezügen sitzen dürfen, warum muss ich im Ferienfahrplan mit den nun volleren Bussen auf Arbeit gehen und mich von Kunden anreden und anniessen lassen?

  • R.G.

    |

    @Tobias
    Sie sprechen etwas, auf, das könnte jemand aufgreifen.
    Sie arbeiten im Einzelhandel, es wäre fein wenn sie jemand derzeit wenigstens morgens mit dem Auo in die Stadt mitnähme.

    Der österreichische Handelskonzern Spar meldete, er habe nun Soldaten als Unterstützung um die Bestellungen abzuwickeln.
    Das wird in Deutschland bestimmt nachgeahmt.

  • R.G.

    |

    AN DIE POLITIKER!
    der Beitrag brachte mich auf eine Idee:
    “ Wir haben normalerweise ca. 4.000-6.000 Kunden am Tag. Macht 307 – 461 Kunden Stunden / Stunde“
    „Außerdem sollte jeder, der arbeiten muss, von der Regierung 50-100€ / Stunde Zusatzgehalt erhalten; Gefahrenzuschlag. „

    Schaffen Sie die gesetzlichen Voraussetzungen(das Schlupfloch) im Eiltempo, dass man pro Besuch bei systemwichtigen Geschäften, in Arztpraxen etc. als Konsument zwischen 0,50 und Euro 1,- als Trinkgeld dalassen kann, ohne dass das als Gehaltsbestandteil verrechnet werden muss.

  • Nici

    |

    Wie sieht es eigentlich mit dem BFZ Regensburg aus?
    Bleibt die geöffnet?

  • R.G.

    |

    Neueste Entwicklung: Ausgangssperre für Österreich!

    Das sollte die Toleranz für die Maßnahmen in Bayern erhöhen.

  • R.G.

    |

    Ich schicke die Überschrift mit zu dem österreichischen Maßnahmen.
    Damit können Sie auf youtube die Rede sehen.
    „Live Pressekonferenz: Sebastian Kurz zu den kommenden Maßnahmen“

  • Lothgaßler

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    Na super, nun ist die Hysterie da und im Stundentakt werden neue Maßnahmen ausgerufen. Das ist aber kein „managen“, denn dafür braucht es Instrumente zur Erfolgskontrolle dieser Maßnahmen. Ohne werden aus diesen 5 Wochen Monate. Lasst die Politiker in Ruhe, sonst drehen die durch. Lasst die Experten (nicht nur Infektiologen und Epidemiologen) engmaschig beobachten, damit die ggf. auch mal ihre Worstcase-Szenarien abmildern können und gezieltere Maßnahmen aufsetzen. Und hört auf jede Infektion als Bedrohung zu melden. Diese Zahlen sind bedeutungslos, denn die wahren Zahlen werden eh nicht erfasst und jede komplikationsarm durchlaufene Infektion wäre für sich eine gute Nachricht.
    Die hohe Todesrate in Italien muss untersucht werden, diese einfach hochzurechnen ist grober Unfug. Nicht Talkshows und Krisengipfel sind gefragt, sondern Wissenschaft ist nötig: nicht allein der Virus, auch die möglichen Kofaktoren für die schweren Verläufe und Todesfälle sind wichtig. Nicht die Angst vor Ansteckung, sondern das Wissen um Verläufe/ Stadien und Immunisierung sind wichtig.
    Ansonsten der Hinweis: Auch die Grippe geht um, diverse andere Infektionskrankheiten gehen wie immer um, und auch daran sterben viele Menschen.
    Die Maßnahmen sollen dazu dienen die Ausbreitung zu verlangsamen (nicht zu stoppen), um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Die Maßnahmen scheinen mir geeignet die Gesellschaft insgesamt zu überlasten. Ein paar Wochen sozialer Shutdown sind verkraftbar, danach wird die Gesellschaft rebellieren.

  • Ex Regensburger

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    Der Epidemiologe Prof. Wodard fordert einen Untersuchungsausschuß bezüglich der überzogenen Maßnahmen, mit Recht:
    https://www.wodarg.com/
    Auch in Italien gibt es anscheinend der Statistik nach KEINE Übersterblichkeit bei Atemwegserkrankungen. Nach diesen dort genannten Daten sind die aktuellen Todesraten nicht anders wie früher.
    Es solle ja nicht so laufen:
    https://www.sueddeutsche.de/politik/europarat-zur-schweinegrippe-who-in-der-kritik-1.52409

  • XYZ

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    Bayern erwägt nun den Katastrophenfall auszurufen: ziemlich spinnert wenn die biochemischen und wissenschaftlichen Grundlagen reichlich ungeklärt sind. Eine Katastrophe ist begrifflich ein landesweiter Fall wenn höhere Schäden ernstlich zu erwarten sind – Kontakte mit den Uni-Kliniken? Professores sind als Beamte zu Amtshilfe verpflichtet, falls sie von der Politik dazu befragt werden. Wenigstens landesväterliche Besorgnis.

  • XYZ

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    Wie wär’s mit einer Anfrage an das Biochemie-Zentrum der Uni R, immerhin 8 professores:
    Isolierung von biologischen Makromolekülen, Gentechnologie, Medizin? Statt Politik…

  • Julian86

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    Talk-Sendung Anne Will

    22.05 Uhr: Der Virologe Alexander Kekulé kritisierte den Zeitpunkt der Grenzschließungen, dieser komme viel zu spät denn „wir haben bis jetzt einfach wahnsinnig viel Zeit verschlafen.“ Was dies zu bedeuten hätte, machte der Experte an einer düsteren Rechnung deutlich: „Ein Kind, das irgendwo in der Schule sitzt und nicht erkannt wurde als Corona-Fall hat in acht Wochen ungefähr 3000 Personen infiziert. Das können Sie ganz einfach nachrechnen. Etwa 0,5 Prozent sterben, das bedeutet wegen einem nicht entdeckten Kind sterben etwa 15 Menschen. Ich denke, das sagt alles, was hier versäumt wurde (…) Wir sind in einer Phase, eine Minute vor zwölf oder gar eine Minute nach zwölf.“

    Ex-Regensburger: Warum hören Sie nicht auf, hier den „Platzhalter“ für destruktive AfD-Anwandlungen zu machen. Sie tragen nicht ein stichhaltiges, belastbares Argument vor.

  • R.G.

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    Deutschlands und Österreichs Vorgehensweisen bei „Corona“ unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt nicht, ES wird entschieden, ES wird mitgeteilt. Aber was ist ES und wer hat ES geboren?

    In einem demokratischen Staat sollte man die GRUNDLAGEN der Entscheidungen kennen dürfen.
    Auf welche Statistiken stützt man sich in den Ländern?
    Wurden die Zahlen bereinigt und was heißt das, einfach erklärt?
    Verfasst von welchen Wissenschaftlern? Handelt es sich um erste Thesen, die fachlich noch nicht hinterfragt wurden?
    Mit welchen Ergebnissen aus anderen Jahren und Ländern wird verglichen?

    Ist die derzeitige Überlastung des Gesundheitssystems durch den Abbau der Spitalsbetten in den vergangenen Jahren erklärbar?
    Kommen Patienten daher mit reichlich fortgeschrittenen Verläufen, im Gegensatz zu früher, als man noch mehr Betten hatte, die außerdem örtlich näher zu erreichen waren?

    Last but not least, früher wurde bei jedem Arztbesuch mit dem Stethoskop ein Klopftest gemacht. Haben die alten Untersuchungstechniken ermöglicht, Lungenprobleme früher zu erkennen? Wieviel bezahlt man dem arzt für die Art Untersuchungsmethoden. Werden in den vergangenen zwei, drei Jahren bei Allgemeinärzten weniger „Lungenentzündungen“diagnostiziert als früher, sodass sie erst auffallen, wenn es sich um schwere Verläufe handelt?

    Für Regensburg, Transparenz wäre auf allen Entscheiderebenen gefragt.
    Wer beschließt was? Aufgrund welcher Vorgaben? Wie groß ist der Spielraum?

  • Mr. T.

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    Wenn bei uns jetzt auch ein weitgehender Shutdown des gesellschaftlichen Lebens kommt, wird dies sicher die Infektionsrate senken. Hoffentlich steigt aber die Rate der häuslichen Gewalt nicht entsprechend.

    Zum Glück gibt es in Regensburg eine Apotheke, die Bier verkauft ;-)

  • Giesinger

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    Meine freche Mitarbeiterin Kerstin stammt aus (Ost)Berlin und hat mir am Samstag erzählt, in Berlin seien alle Kneipen und Clubs dicht. Ich war einigermaßen fassungslos und fragte sie: Was, das in Berlin, ohne daß da welche demonstrieren? Was machen die Berliner denn dann?
    Kerstin -typisch Berlinerin- meinte darauf :
    In 9 Monaten wird es halt viele neue Kinder geben, in Berlin.

  • Auch a Regensburger

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    Der Virus richtet sich nicht nach Politik.
    Jeder der heute infeziert ist wird es weiter tragen und weitere infektionskette lostreten.

    Bei den Wahlen hat die Lehrerin unserer Kinder beim auszählen mithelfen müssen. Heute sollen alle eltern in die Schule kommen und sich die Unterlagen von denen geben lassen, die gestern die wahlscheine in den Händen hatten.

    Wie lange hält sich der Virus auf Papier?

    So wird das nix.

  • Lothgaßler

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    @Mr. T.:
    Ob der Shutdown die Infektionsrate senken kann? Nur dann, wenn die selbstorganisierte Kinderbetreuung zu weniger Kontakten führt und Infizierte während ihrer infektiösen Phase freiwillig Quarantäne einhalten und Gesunde freiwillig Balkonien mit Shopingauszeit praktizieren.
    Ich war dieses Wochenende auf Heimaturlaub im Bayerwald, und die ersten Schlawiner machen schon auf Corona-Arbeitsunfähig um Wald und Haus aufzuräumen, das macht man nicht allein (Waldarbeit) und man braucht auch diverse Dinge (Baumarkt) und es macht Hunger (Metzgerei, Bäckerei, Getränkemarkt).
    Apropos Statistik, Corona und Bier: Bisher dürfte kaum ein Starkbiertrinker an Corona erkrankt sein. Statistisch dürften Starkbiertrinker derzeit also besser vor Corona geschützt sein als andere. Aber Vorsicht, Statistiken sind nur so gut wie die Datenlage!

  • Ex Regensburger

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    Die negativen Effekte werden alsbald deutlich werden. Vor allem wenn sich das Ganze sich bis zum Ende der Sommferien hinziehen soll?! Wenn nur Food-Geschäfte öffnen, dann geht nix mehr bei folgenden Geschäften: Baumarkt, Elektromarkt etc. Was ist, wenn etwas kaputt geht? Ganz zu schweigen von den kaputten Geschäften, Entlassungen, Wirtschaftskrise usw. undsofort.
    Bin gespannt, wie die Reflexion des Geschehens Ende des Jahres aussehen wird…wohl etwas kritischer um es mal soft zu formulieren.

  • Reinhold Breuer

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    Vor Corona-Infektion geschützt ist in nächsten Monaten wohl am besten, wer bereits eine Infektion überstanden hat.
    a) Wer prüft, ob, wie und ab wann dieser gewonnene Schutz vor Wiederansteckung bei Rekonvaleszenten dann unserer Gesellschaft temporär helfen könnte?
    b) Sollen Qualifikationen und Einsatzflexibilität schon der bestätigt Infizierten und potentiell baldigen Helfer kurz und systematisch erfasst werden?
    c) Kann der Freistaat diese Einsatzflexibilität temporär fördern?
    d) Wer plant dafür Aufgabenprofile mit normalerweise hohem passiven Infektionsrisiko, aber mit geringerem Weiterbildungsbedarf bzw. wer koordiniert dies?
    e) Ist planbar, ab wann Rekonvaleszenten hier helfen könnten aus Ländern, wo die Epidemiespitze früher überwunden ist?

  • R.G.

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    Aus der Quarantäne ein Hinweis an die Foristen.

    Bitte sorgen Sie dafür, dass für die medizinischen Testgeräte Ihrer Angehörigen taugliche Batterien im Haus sind. Es wäre wahrscheinlich klug, vorübergehend in Apotheken, Sanitätshäusern etc. Batterien für die Geräte neben den Teststreifen vorrätig halten zu dürfen.

    Gleichfalls für den TAN-Generator der Bank die passenden Batterien besorgen!

    Günstig wäre auch, für Angehörige, die nun ihre Besorgungen von Nachbarn erledigen lassen müsen und keine Kreditkarte haben, Prepaid Kreditkarten zu besorgen, bzw. Guthabenkarten der Shops oder ähnliches. Einige Unternehmen wollen jetzt strikt kein Bargeld, andere nehmen plötzlich nur noch abgezähltes Bargeld.

  • BitteHartAberFair

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    Meine Bitte an die Politik: Löst das Versprechen, niemanden allein zu lassen, ein und unterstützt die Einrichtung von Anlaufstellen/Hotlines auch für verunsicherte Arbeitnehmer. Was sind meine Möglichkeiten und Rechte bei fehlender Kinderbetreuung? Was kann ich tun, wenn die Arbeitsstätte schließt und ich ohne Gehaltsaussicht zu Hause bleiben muss? Was sollte ich machen, wenn der Arbeitgeber sich nicht an die Aufforderung hält, gemeinsam mit den Arbeitnehmer eine zufriedenstellend Lösung zu.finden? An wen kann sich die Alleinerziehende Kleinverdienerin mit ihren Existenzängsten wenden?

  • XYZ

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    Julian 06.00
    Der virus besteht auch darin dass Informationen aus China geschönt werden und unwissenschaftliche Propaganda verbreitet wird, wer’s glaubt wird selig.

  • highwayfloh

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    @RD-Redaktion und Stefan Aigner:

    Diesen Kommentar bitte _nicht_ per se löschen, sondern erst bewerten, da ich _nicht_ bei Facebook & Co bin und auch nie sein werde und evtl. findet aber mein Aufruf Zustimmung und wird seitens RD unterstützt:

    Mein Gedanke zur Situation:

    Was wir jetzt brauchen ist keine Panikmache oder unnötige Diskussionen, sondern echte Besonnenheit und Zurückhaltung (insbesondere persönliche beim Einkaufen). Die Menschheit hat schon viele kritische und schlimme Epochen erlebt und auch überstanden. Denken wir ans Mittelalter (Cholera, Pest, Syphillis) und vieles mehr. Die jüngste Vergangenheit:

    Erster und zweiter Weltkrieg, Vietnamkrieg, Korea-Krieg, Golfkriege und die aktuellen kriegerischen Konflikte, dazu noch die aktuellen Flüchtlingsströme, welche den aktuellen kriegerischen Konflikten geschuldet sind.

    Dazu diverse Umweltprobleme, die wir immer so schön klein reden und beiseite schieben.

    Auch wenn es sich seltsam anhören mag, ich habe das Gefühl dass uns die Natur (ich bin kein Fußballer, sage es aber dennoch mit diesem Begriff) aktuell _bewusst_ eine „Blutgrätsche“ verpasst, damit wir uns alle auf das wesentliche und wirklich wichtige Besinnen:

    Wir haben VERANTWORTUNG für unsere Heimat – unsere Erde – aber dieser werden wir nicht gerecht! Es ist eine Botschaft, eine Erinnerung und zugleich eine deutliche Warnung!

    Nein, ich bin nicht extrem religiös und gehöre auch keinen speziellen Kreisen an ausser von Geburt an der röm-kath. Kirche, aber innerlich hab ich mich von der schon vor Jahrzehnten verabschiedet.

    Dennoch sehe ich das derzeitige Geschehen als entsprechende Nachricht an uns Menschen an und ich hoffe, dass wir _alle_ weltweit daraus lernen werden, egal ob im privaten, in der Politik oder in der Wirtschaft.

    Was wir jetzt aber dringend brauchen ist Zuversicht und wie wäre es mit einem Flashmob in der Albertstraße morgen oder übermorgen und wir singen dann „unsere Hymne“, das Regnschburg-Lied von den „3-Falsche Töne“ vom Trachtenverein Rheinausen-Stamm?

    Müsste halt dann während einer längeren Pause bei meinem Dienst sein.
    Würde mich freuen, wenn dieser Gedanke Unterstützung finden würde.

    Noch eine Bitte an alle:

    Bitte verzichtet drauf, in den Bussen Speisen und Getränke zu konsumieren und Eure gebrauchten Taschentücher, die Essensreste usw. im Bus zu hinterlassen, noch dazu zwischen / unter den Sitzen mutwillig „versteckt“.

    Es ist echt nicht angenehm, diesen ganzen Müll dann mühsam hervorholen zu müssen, weder für uns Busfahrer, noch für das Reinigungspersonal. Andere Fahrgäste wollen ja ebenfalls einen – zumindest besenreinen – Bus vorfinden und nutzen können. Eigentlich sollte dies eine generelle Selbstverständlichkeit sein und jetzt erst Recht in der Zeit vom Corona-Virus. Also bitte, wenn dann schmeisst den Müll sichtbar auf den Boden, damit er schnell und unkompliziert entsorgt werden kann, auch wenn es gar nicht erst sein müsste, wenn ein jeder wieder mehr Anstand zeigen würde. Vielen Dank!

  • highwayfloh

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    @R.G. : gute Besserung und vollständige Genesung!

  • R.G.

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    Weiter aus der Quarantäne (nein, ich selbst bin nicht postiv getestet).
    Aus dem Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen aus mehreren Ländern möchte ich Hinweise geben, wie ihr euch und andere sinnvoller vorbereiten solltet.

    In Serbien berichtete ein hochrangiger Politiker über das akute Aufleben von Traumata aus dem Jugoslawienkrieg bei einem Teil der Bürger, ausgelöst durch die Einschränkungen wegen Corona. Deutschland hat viele Mitbürger mit frischen Kriegserfahrungen. Ältere erinnern sich wieder an die schlimmen Zeiten im und nach dem Weltkrieg. Therapeutische Hilfe für neue Fälle oder überhaupt ist jetzt nicht offen. Steht als nachbarlicher Telefonpartner zur Verügung, wenn ihr könnt, Austausch über billige Kochrezepte aus Notzeiten, Reisen oder Musik geht beinahe immer.

    Österreich hat eigentlich Ausgangssperre, von wichtigen Wegen abgesehen soll jeder im Haus bleiben. Ältere und Verletzlichere mögen sich Einkäufe ins Haus bringen lassen. Dazu brauchen sie Geld. Geldsendungen und Renten dürfen jedoch nicht mehr zugestellt werden, die Postboten müssen jeden persönlichen Kontakt meiden. Sehen Sie daher zu, dass die verletzlichsten Gruppen sich vor einer Ausganseinschränkung, die ich für Bayrn nach den Stichwahlen eher erwarte, mit Prepaid Einkaufskarten oder ähnlichem eindecken, zuviel Bargeld ins Haus holen macht sie nur anfällig für Betrüger und die Bankomatkarte samt Code Nachbarn mitgeben müssen ist keine Lösung. Einfache Gutscheine werden bei vielen Läden dann nicht angenommen, wenn sie nicht mit Bargeld hantieren möchten.

    Im Austausch mit Betroffenen aus mehreren Ländern zeigt sich, überall denkt man an Einkaufsdienste , Lieferdienste etc, die aber dann bald Wochen überlastet sind und keine Termine mehr vergeben. Also müssen Nachbarn mithelfen.
    Niemand organisiert, wie der Abfall von der Wohnungstür aus entsorgt wird, es ist schlicht keiner dafür zuständig. Anscheinend in keinem Land denkt man daran.

    Ein großes Problem haben derzeit Alkoholiker und Drogensüchtige, Sie bestreiten ihren Suchtbedarf zum Teil aus Betteln und Spenden. Wenn sie plötzlich keinen Nachschub haben, kommen sie in den kalten Entzug, der lebensbedrohlich werden kann. Das kann die Todesstatistik ansteigen lassen. Die Politik ist gefragt, dafür eine Antwort zu finden, weitere Klinikplätze usw. Bitte wirken Sie auf Entscheider ein, sie mögen Streetworker schildern lassen, was nötig ist.

    Regensburg hat eine sprachkundige Gesellschaft, Heimatvertriebene können häufig zwei Ostprachen fließend, Jüngere mit Englisch, Spanisch und Französisch helfen, Zuwanderer in ihren Sprachen und Dialekten. Waldorf /Rudolf Steiner Schüler sind in Russisch geschult.
    Wer kann, möge Texte übersetzen. Viele Flüchtlinge sind nicht richtig informiert was wirklich los ist, obwohl sie gut Deutsch gelernt haben. Weil die Politiker rund um Corona in reichlich Fremdwörtern reden („Quarantäne“). Wer eine Rede vorbereitet: Bitte sprecht unsere Sprache, nicht Latein, Englisch und Fachgriechisch! Und stellt eine/n Gebärdensprachler/in neben euch, wenn möglich!

    Wenn Sie Jugendliche und Erwachsene in Ihrer Organisation zur hilfe bewegen, verpflichten Sie sie bitte striktest dazu, keinesfalls Trinkgeld höher als … anzunehmen, am besten nie mehr als Euro 5 für einen Einkauf, denn aus Angst unversorgt zu bleiben, geben gerade Ältere gelegentlich eine zu große Summe bzw. werden dazu gedrängt. Bekräftigen Sie, Ärmere können nicht mal einen Euro entbehren.
    Denken sie sich etwas für die Menschen aus, die jetzt nicht zur Tafel gehen können, aber dringend auf Lebensmittelspenden angewiesen sind!

  • Lothgaßler

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    Interessant ist die andere Strategie der Briten, die mehr auf Herdenimmunität setzen und damit auch eine Wiederholung durch eine neue Infektionswelle in einigen Monaten/Jahren vermeiden wollen. Es wird viele Länder geben, die eine andere Strategie gar nicht umsetzen können. Damit wird es spannend zu sehen, welche Strategie in der Gesamtschau am erfolgreichsten war.
    Mir fehlt bei uns eine Aussage über die Strategie für das, was nach den 5 Wochen kommen soll. Ist es unsere Strategie auf einen Impfstoff zu warten (dann zieht sich das ewig hin), oder warten wir jetzt 5 Wochen um zu sehen wie „schlimm“ der Virus bei uns wird, um dann dem Infektionsgeschehen freien Lauf zu lassen?
    Die Infizierten werden erfasst (Datenschutz adieu), aber irgendwann müssen auch die Nichtinfizierten erfasst werden (falls ein Impfzwang eingeführt wird). Alle durchimpfen, auch die bereits Immunen? Will ein Auftraggeber/ Arbeitgeber zukünftig wissen, ob ich schon Corvid19 hatte oder geimpft bin? Mal ehrlich: Ich würde den vorziehen, der schon Corvid19 hatte.

  • Mr. T.

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    Lothgaßler, eine Strategie für in ein paar Wochen ist wohl sinnlos, weil man die eh täglich über dne Haufen werfen müsste. Die Briten machen jetzt einen auf „Augen zu und durch“ und hoffen das Beste, in vielen anderen Ländern versucht man jetzt, mit strikten Maßnahmen Zeit für Erkenntnisse zu gewinnen. Aber richtig, es wird sehr interessant, in ein paar Wochen die verschiedenen Strategien retrospektiv zu beurteilen.

  • Julian86

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    Drohen „italienische“ Verhältnisse auch in D? Denn nicht zuletzt wurde der neoliberale Wandel des Gesundheits-Sektors auch hier betrieben.

    Im Juli 2019: Eine auch im ÖR transportierte Studie der Bertelsmann Stiftung mit der Empfehlung: Abbau der meist öffentlichen Kliniken. „Nur 600 der heute 1.600 Krankenhäuser sollen diesen Kahlschlag überleben“.

    Die Pandemie wird die Mangelzustände offenbaren. Sie gibt uns die Chance, die Privatisierung wieder zurückzunehmen. Auch Makron hat in seiner Rede an die Nation diese Notwendigkeit erkannt.

    Alle Hintergrundinfos (Lombardei, Studie, Einsparungen im öffentlichen Sektor) sind hier zusammengefasst
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=59345

  • Julian86

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    Zu von Lothgaßler angerissenen „Herdenimmunität“ des blonden Johnson die Stimme des Harvard-Professors Hanage, die an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Er meinte zuerst, es sei eine „Satire“, eine typisch britische. Doch er irrte.
    https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/damit-spielt-man-nicht

    „Auch wenn die Mortalitätsrate vermutlich recht niedrig ist, ist ein kleiner Prozentsatz einer sehr großen Zahl immer noch eine große Zahl. Und die Mortalitätsrate wird steigen, sobald das Gesundheitssystem überfordert ist. Selbst wenn man großzügig davon ausgeht, dass es der Regierung gelingt, das Virus auf die risikoarme Bevölkerung zu beschränken, wäre die Zahl der Personen, die eine Intensivpflege benötigen, auf dem Höhepunkt des Ausbruchs größer als die Zahl der verfügbaren Betten.“

  • R.G.

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    @Lothgaßler
    „Interessant ist die andere Strategie der Briten, die mehr auf Herdenimmunität setzen“

    Die Briten erklären bloß in einer anderen Reihenfolge.

    Einig sind sich die Staatenlenker, von denen ich mehr Beiträge anhörte, dass man durch Eindämmung der Sozialkontakte die Schnelligkeit des Infektionsgeschehens einbremsen, und gefährdete Gruppen möglichst stark isolieren muss, da bei ihnen mehr Todesfälle zu erwarten sind. Zu befürchten ist, dass erst die Herdenimmunität die „Seuche“ in Europa stoppt.
    Seit heute berichtet man, in China habe erst durch Isolierung UND Massentestung ein Rückgang der Infektionszuwächse erreicht werden können.

  • Eingeborener

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    Nachdem wir ab Morgen dank der Ausrufung des ,Katastrophenfalls‘ in einer sog. GESUNDHEITSDIKTATUR leben , fände ich es nötig, hierüber in den Dialog zu treten . Wie stehen wir zu den einzelnen Massnahmen ? SIehe den heutigen SZ Artikel dazu ,Um jeden Preis?‘

  • Ex Regensburger

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    Werter Eingeborener, darüber mache ich mir schon seit einige Zeit Gedanken. Den sicher interessanten SZ-Artikel kann ich im Netz leider nicht finden. Angesichts der momentanen Angst sind Zwangsmaßnahmen zunehmend wahrscheinlich. Da Grippe/Influenza-Impfungen kaum (laut RKI nurca. 30-40 %, tatsächlich wohl eher noch weniger) wirken, wird eine Corona-Impfung eine ähnliche (Un)Wirksamkeit haben. Dazu kommt, dass es genug Fälle gibt, die erst nach der Influenza-Impfung eine schwere Grippe bekamen, das kann also wohl kaum die Lösung sein. Wie gesagt: Je mehr Panik desto mehr Zwang wird kommen, also vielleicht auch eine (unwirksame) Zwangsimpfung und einiges andere mehr.
    Oder mal als Gag gefragt: Wer organisiert eine Demo gegen die aktuellen Beschlüsse?

    Aber auf die Schnelle mal etwas Beruhigendes in die Runde:
    Der heftigste Corona Ausbruch in Deutschland war in Heinsberg, ich zitiere die Wikipedia: „2113 bestätigte Fälle, bis jetzt 3 Todesfälle“. Eine Todesrate von 1% wären in diesem Fall 21 Todesfälle, somit liegt Heinsberg unter der üblichen Influenza-Todesrate. An Influenza-Folgen sterben jedes Jahr in Deutschland laut RKI ca. 20.000 bis zu maximal 30.000 Mitmenschen (!!). Wo blieben da die drastischen Maßnahmen?? Machen wir so etwas jetzt in jedem Winter bis nach den Osterferien?

  • R.G.

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    Den rechten Recken, die sich über eine Gesundheitsdiktatur mokieren, sage ich zum Trost, der österreichische Kanzler scheint schon bekehrt. ; )
    Er betonte in seiner neuesten Rede die Wichtigkeit der Absonderung, erinnerte daran Abstand zu halten, und dann als Parole:
    STEHEN WIR ALLE ZUSAMMEN!

  • Julian86

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    @ Eingeborener und Ex-Regensburger

    Wenn Sie diesen Bericht aus der Lombardei gelesen haben
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/epizentrum-der-Epidemie
    dann hören Sie vielleicht auf, von einer „Gesundheitsdiktatur“ daher zu schreiben.

    Wie das Seuchenschutzgesetz regelt in BY das Bayerische Katastrophenschutzgesetz mit seinen 20 Artikeln das Notwendige, auch die Eingriffe in unsere Freiheitsrechte (Artikel 19).

    Auch kann jede Person zu Hilfsdiensten herangezogen werden
    (Artikel 9 und 14).

    https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayKatSchutzG/true?AspxAutoDetectCookieSupport=1

    Über die „Entlarvung von Nationalisten und Populisten“ schreibt Professor Henrik Müller, der eine Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus inne hat, im Spiegel.

    Darüber „dass Populismus, nationaler Egoismus und schlichte Inkompetenz auf Regierungsebene inzwischen weit verbreitet sind“.

    PM Söder und seine Regierung fällt gewiss nicht(!) in dieses Raster. Vielmehr zeigt er sich als Problem-Lösungs-Lenker einer Krise, für die es „keine Blaupause“ gibt. Er hat Maßnahmen veranlasst, um den drohenden Zusammenbruch der – regionalen – Gesundheitssysteme zu verhindern, selbst aber nicht wissend, ob sie greifen. Von daher bleibt der Grundsatz des TRIAL AND ERROR: Besser jetzt das derzeit vernünftig Erscheinende veranlassen mit eingebauter Möglichkeit der Korrektur. Das ist das Gebot der Stunde.

    Ja, in Zeiten des neoliberalen Wahns wurde überall der Gesundheitssektors zusammengespart. Die Ökonomie mit ihrer „Effizienz“ (Kosten einsparen, zu wenig Pflegeperson etc. bei maximalem Profit für die Inhaber der Klinikbetreiber) hat den Patienten Mensch zum Kunden herabgewürdigt und dessen Wohlergehen aus den Augen verloren.

    Über Letzteres muss nach überwundener Krise gesamtgesellschaftlich gesprochen und entsprechend gehandelt werden.
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-kern-der-deutschen-krankenhausmisere

  • Eingeborener

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    @Julian 86 ,für mich klingen Sie professoral überheblich : Während der Epidemie Maul halten, danach darf über die Misere im dt. Gesundheitswesen diskutiert werden ?
    Wir leben immer noch in Zeiten des neoliberalen Sparwahns, bzw. wir erleben ihn eben jetzt brutal als Mangel an medizin. Fachkräften u Pflegepersonal in der Krise .
    Siehe Artikel FAZ von letztem Sonntag.
    Sie wollen unser Recht auf freie Meinungsäusserung auf geben,weil,Krise‘ ist . Wegen mir können S i e gerne schweigen. Solche Volk halt den Mund-Sprüche kommen normalerweise von oben u werden dann unten nachgeplappert von den Geängstigten .

  • Stefan Aigner

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    @Eingeborener und andere

    Jetzt schalten mal alle einen Gang runter. Hier unterbindet niemand das Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber den aggressiven Ton werde ich künftig unterbinden.

  • Mathidle Vietze

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    Lieber Stefan, ich danke Dir für Deine offenen Worte. Mir ist k e i n Fall bekannt,
    wo Du „die freie Meinung“ unterbunden hättest. Du bist nur dann eingeschritten,
    wenn Spekulationen oder nebulöse Verschwörungstheorien gebraucht wurden.
    Mach‘ bitte weiter so!

  • Lothgaßler

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    Die Stimmen der Politiker werden immer hysterischer: wir stehen im Krieg, aber wir werden siegen! Nichts davon stimmt: Kein Krieg, sondern ein Virus, und wir werden nicht siegen, sondern uns immunisieren.
    Die Bevölkerung praktiziert derweil die Vorsichtsmaßnahmen nicht so richtig. Bei meinem heutigen Außendiensteinsatz (Ingolstädter Gegend) schön zu beobachten: Oma und Opa kümmern sich um die Enkel im Freien (Spazieren, Fahrradfahrn). Auch die Jugendlichen hocken in Grüppchen beieinander. Vor Apotheken bilden sich dichtgedrängt Schlangen, weil die Praxis obenauf dort die Rezepte abholen lässt ;-)= Ja, so sans de Bayern, wenns länger dauert gibts den Biergarten beim Nachbarn in der Garage!
    @R.G.: Wenn hinter der „Massentestung“ nicht ein strategisches Ziel steckt, dann halte ich das für rausgeschmissenes Geld. Einerseits wirds eine Menge Falsch-Positive und Falsch-Negative Ergebnisse geben, beides zieht einen Rattenschwanz nach sich, und andererseits müsste für die Immunisierten (also die nicht mehr Infektiösen) eine Entlassung aus den Maßnahmen einhergehen, denn die übertragen keinen Virus mehr, spielen Virenfänger (das wäre ein strategischer Baustein) und können sich nützlich machen. Leider sieht man diese positive Eigenschaft niemanden an, und irgendwie kennzeichnen wollen wird die Leute auch nicht. Die Herdenimmunität wird kommen, entweder auf natürlichem Weg (das könnte für die Jüngeren schnell gehen), oder erzwungen durch Impfungen (dann erst im nächsten Jahr). Ohne Immunisierung wird uns dieses Virus immer wieder beschäftigen.
    @Julian86: Lassen Sie die Zahlen mal beiseite, denn die basieren aktuell auf schwach abgesicherter Datenbasis und machen einige nur verrückt (exponentielles Wachstum). Wenn ich lese, dass aktuell in Regensburg 7 Infizierte bekannt sind, dann erwarte ich eine erhebliche Dunkelziffer, und die macht mir auch keine Angst.
    Söder folgt den Empfehlungen der Berater, die aktuell eben die Strategie Verlangsamung der Ausbreitung ausgerufen haben. Ob alle Maßnahmen Sinn machen, darüber kann trefflich gestritten werden, und am Ende der Tage muss bewertet werden: war das gut und angemessen. Wenn nachher keine Aufarbeitung erfolgt, dann lernen wird aus der Krise nichts.

  • XYZ

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    Sehe da bei der Feststellung der Katastrophe in Bayern und der Zusage von Entschädigungen ein kleines Problem: Ersteres besagt das Zusammenwirken aller Einsatzkräfte und Behörden unter einheitlicher Leitung nach Landesrecht, während zweiteres im Infektions-Schutzgesetz vom Bund geregelt ist, wenn eine amtliche und personenbezogene Quarantäne angeordnet wurde: ist das bei einer generellen Kontakt- und Tätigkeitssperre z.B. von Gastwirten nach 15 Uhr der Fall – was sagt denn da eigentlich die Bundesregierung dazu?

  • XYZ

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    Bzw. was sagt das fachlich zuständige Robert-Koch-Institut dazu? Dann müsste man m.E. auch anderes untersagen, z.B. die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu Stosszeiten wegen ebenfalls erhöhter Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr?

  • R.G.

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    AN DIE POLITIKER!
    Regensburg sollte die Fehler aus den Nachbarländern nicht wiederholen.
    Rewe Österreich führte vor Jahren Online Lieferservices ein.
    Ein großer Teil der Kunden seien Senioren oder Behinderte, berichtete man in Zeitungsartikeln. Wegen Corona sind die Geringverdiener plötzlich vom Lieferservice praktisch ausgesperrt, weil nur mehr Kreditkarte akzeptiert wird. Vorher war Bezahlung an der Wohnungstür mit Bankomat Kassa oder Bar möglich.
    Eine Kreditkarte wird Geringverdienern nicht geboten, Prepaid Kreditkarten erzeugen Zusatzkosten und meist werden noch Restbeträge einbehalten, das können bspw. Rentner in den meisten Fällen nicht aufbringen.

    Es sollte seitens der deutschen Politik unbedingt darauf eingewirkt bzw. verpflichtend gemacht werden, dass DIE KONZERNE MINDESTENS ONLINE SOFORT BEZAHLUNG ALS WEITERE MÖGLICHKEIT anbieten müssen.
    Handy-Zahlung ist für Ältere kein tauglicher Ersatz. Die Geräte sind teuer, sie fallen leicht aus der Hand, die Schrift ist klein…

    Freiwilligendienste sind kein vollständiger Ersatz. Es gibt sie ohnehin nicht überall, Trinkgeld muss man ja doch geben, wo es aber knapp ist, ist das finanziell gar nicht drin.

  • Ex Regensburger

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    Lothgaßler und Eingeborener: Danke für die differenzierende Meinungsäußerung. Julian86: starkes Stück, mich in die rechte Ecke zu rücken, wenn mir etwas auf den Keks geht, dann Reichsbürger & Co. und der „Flügel“. Ihr Beitrag ist ein „gutes“ Beispiel dafür, dass so mancher Querdenker vorschnell und ungerechtfertigt in die rechte Ecke gerückt wird. Zum Glück bin ich resistent gegen den Effekt, dass man sich dann dort frustriert seine Freunde sucht. By the Way, ich bin Mitglied einer Partei links von der SPD.
    Ich bin übrigens davon entfernt, die angestrebte VERLANGSAMUNG der Infektionsketten inhaltlich zu geißeln, mir fällt nur auf, dass es eine Dynamik in Richtung IMMER MEHR DAVON gibt, die auch epidemiologisch auf Sand gebaut ist. Wer zur Zeit nicht nach immer mehr Einschränkungen des öffentlichen Lebens schreit, kriegt eine drauf. Schauen wir mal wie das wird, wenn Tausende von kleinen Selbstständigen demnächst das Handtuch werfen, dann doch Entlassungen kommen oder die Währung wackelt oder Lieferketten wegen Nichtproduktion zusammen brechen. Dann wird der eine oder die andere darüber nachdenken, ob es Sinn gemacht hat einer Erkrankung wie der Influenza (2017 in D ca. 29.000 Tote laut RKI) mit derartig drastischen Maßnahmen zu begegnen. Noch einmal, die „Durchseuchung“ ist nicht zu verhindern, auch die Senioren werden erkranken (!), es ist nur die Frage wie schnell das geht.
    ZB macht eine Ausgangssperre keinen Sinn, denn die Leute müssen trotzdem einkaufen, zum Arzt oder in die Apotheke, mit dem Hund zum Pieseln und schlicht mal an die frische Luft. Insofern finde ich die momentanen Maßnahmen in D nicht völlig daneben, wenn die nicht allzu lange anhalten! Hier wurde viel über Obdachlose und Arme diskutiert. Was ist mit Obdachlosen, wenn es eine Ausgangssperre gibt? Was mit geistig verwirrten oder dementen Senioren, die dann durch die Straßen irren, wer sammelt die dann ein und bringt sie – ja wohin?
    Was ist mit Depressiven, denen zuhause die Decke auf den Kopf fällt? Was ist mit armen Staaten, die auf unsere Gelder und Hilfslieferungen angewiesen sind?
    Mit „Gesundheitsdiktatur“ (ich arbeite u.a. im Gesundheitsbereich) meine ich, dass im Namen der Gesundheit plötzlich auf die Schnelle Maßnahmen ergriffen werden können, die vorher undenkbar gewesen wären. Klar, das ist wohl alles mit dem IfsG vereinbar, jedoch könnten autoritäre Strukturen und Regierungen just mit dem Hinweis auf die Volksgesundheit offenbar alles durchsetzen, auch wenn es Schmarrn wäre. Eine Opposition oder rechtlicher Einspruch dagegen wäre wohl kaum noch möglich. Machen wir ein kleines Planspiel: Oppositionspolitiker X von der Y-Partei sagt in den nächsten Tagen: „So geht das nicht, das ganze ist wie ein schwere Grippe, an Atemwegserkrankungen sterben nun mal in D jedes Jahr leider um die 20.000 bis 30.000 Personen in Deutschland, laßt man den Blödsinn. Ihr ruiniert damit unsere Wirtschaft, die ja das Überleben ebenfalls sichert“. Der Shitstorm wäre jetzt tödlich (in 3-4 Monaten vielleicht nicht mehr), und sein Posten – welcher auch immer…vor allem wenn er Politiker wäre – wohl Vergangenheit.
    Und – ich kann mir vorstellen, dass viele Rechtsradikale schon drauf warten; die Typen, die Waffen horten für den Tag X. Die auf Massenentlassungen und wütende Mitbürger hoffen. Dann hätten die doch das geplante Chaos.
    Also bitte Vorsicht mit einschneidenden Maßnahmen, diese Epidemien wurden bis jetzt IMMER übertrieben, Sars1, Schweinegrippe etc. – war alles übertrieben. Sars1 in 2002 forderte „nur“ ca. 800 Menschenleben weltweit, was war da für eine Panik! Die Influenza fordert jedes Jahr weltweit um die 500.000 Tote; ich zitiere die ÄRZTEZEITUNG: „Atemwegserkrankungen durch eine Infektion mit dem Influenzavirus führen offenbar zu bis zu 650.000 Todesfällen jährlich weltweit. Das geht aus Schätzungen unter anderem der US-Seuchenbehörde CDC und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.“ Panik? Massive Einschränkungen? Nichts dergleichen.
    Die Mehrheit der Bürger – und Politiker! – hat sich noch nicht mit diesen epidemiologischen Themen beschäftigt, von daher ist erst einmal Angst angesagt und die Politiker fürchten um ihre Posten wenn sie nicht sagen: „ich will noch mehr Einschränkungen!“ Lanz hat den armen Laschet gestern ätzend penetrant gelöchert warum er noch nicht für die Ausgangssperre plädiert hat! Er hats ja leicht, sein Posten wackelt nicht (er darf nur nicht „verharmlosen“), er bekommt weiter sein hohes Gehalt, die TV-Berichterstatter haben Hochkonjunktur und können die Politiker weiter unter Druck setzen, er muß nicht um seine Existenzgrundlage bangen.
    Einfach mal darüber nachdenken…

  • Piedro

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    @Ex Regensburger
    „Noch einmal, die „Durchseuchung“ ist nicht zu verhindern, auch die Senioren werden erkranken (!), es ist nur die Frage wie schnell das geht.“
    Genau darum geht es, damit genug KH-Betten für Akutfälle zur Verfügung stehen. Das ist auch, nicht nur, dem neoliberalien Rückbau durch Privatisierung geschuldet. Ist ja noch nicht lange her, da meinte die Bertelsmannstiftung von den 1600 KH könnten 1000 geschlossen werden. Je geringer die Kapazität, um so wichtiger ist das Verlangsamen der Ausbreitung. Wie gesagt: das ist das Ziel, nicht die „Durchseuchung“ zu verhindern. Und das geht nur durch Maßnahmen wie die getroffenen.

  • Eingeborener

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    In der SZ von heute lese ich : ,,Die Reichen verlassen Paris, die Armen stehen Schlange vor dem Supermarkt….“ Es wäre interessant mitzubekommen, ob die sog. Elite hierzulande u speziell in Regensburg ebenfalls verschwindet, wenn sich die Verbreitung weiter zuspitzt.

  • GSH

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    Bitte mal das Verhalten der Stadt St. Louis während der Spanischen Grippe anschauen. Das sollte uns unser Verhalten vorgeben. Es geht einfach nur darum, dass die „Anlaufkurve“ verlangsamt wird und die vorhandenen Kapazitäten ausreichen. Es ist mir wirklich unbegreiflich, warum immer noch an den Maßnahmen gezweifelt wird. Es ist die Verbreitungsgeschwindigkeit, welche eingedämmt werden muss.

  • Max

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    Ich bin nicht naiv und bin nicht sicher, ob es so kommen wird, aber scheinbar besteht eine realistische Chance. In solchen Zeiten sollte man auch (pontentiell) gute Nachrichten teilen:

    https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/pharmaunternehmer-hopp-corona-impfstoff-schon-im-herbst-100.html

    wäre immerhin ein halbes Jahr früher als bisher kommuniziert. Aufgrund der Tatsache, dass tatsächlich behördliche Hürden wegfallen würden, halte ich es zumindest nicht für ausgeschlossen.

  • Ex Regensburger

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    Kommentar gelöscht. Debatte gern, aber keine Impfgegner-Propaganda. Diese Diskussion lassen wir hier nicht zu und wir werden Kommentare nicht redigieren, sondern löschen, wenn sich entsprechende Links darin finden.

  • R.G.

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    @Ex Regensburger
    Setzen wir mal ans eine Ende Dr Wodarg und ans andre das Robert Koch Institut (RKI) .
    Am Beginn einer langen Argumentationskette erzählt Dr. Drosten vom RKI von Absonderungsmaßnahmen, Fallzahlen, der Dramatik des Geschehens etc, nach vielen Details und Querverweisen nennt er die statistisch bereinigten Zahlen, aber so lange scheint kaum einer zugehört zu haben.
    Für drastische Maßnahmen (Bemerkung von mir: wie in Österreich) sei es noch zu früh, da das Infektionsgeschehen einer Pandemie auf Monate beschäftige. Er rechne, dass der Höhepunkt in einigen Monaten sein könne. Die Bevölkerung, die Wirtschaft könnten ein völliges Zurückfahren nicht lange mittragen, deshalb sei es sehr wichtig, nur bei gegebener Dringlichkeit harte Maßnahmen in einem größeren Gebiet bzw einem Land zu verordnen. Vorher soll man besser die Cluster sichtbar machen und dort örtliche Einschränkungen setzen.
    Die Gegner wie Dr. Wodarg argumentieren wiederum beinahe ausschließlich im Vergleich mit einer Influenza und üblichen Toderaten.
    Ich selbst gehöre bei jeder Grippezeit zu einer Risikogruppe, das heißt, Isolation ist mir schon bekannt. Das ist nichts was man leichtfertig Menschen antun sollte, es macht etwas mit der Psyche, zerstört soziale Anbindungen, und schadet körperlich, wenn man nicht genug Luft, Tageslicht usw. bekommt. So wie es im Bestfall schützt, schadet es auch.. Depressive und Ängstliche können dabei sehr schnell zerbrechen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Entscheidungsträger mit den möglichen erhöhten Suizidraten aufgrund fehlender Therapiemöglichkeiten, verstärkt durch die Isolation, auseinandersetzen. Dr. Drosten geht darauf extra ein, dass Politker all diese Aspekte berücksichtigen müssten, nicht nur die des Virologen.
    Wir sollten, das betont er wiederholt, nicht mit zu frühen, zu harten Maßnahmen die Wirtschaft zerstören…
    Gehen wir noch auf die Todesraten ein.
    In meinem Umfeld kann man die Auswirkungen der durch niedrige Renten bedingten Mangelernährung bei mehreren Rentnern und die Not von Alleinerzieher-Familien sehen, mich wundert es nicht, dass Menschen nach einem Winter beinahe ohne Gemüse und Obst, weil es für sie nicht leistbar ist, krankheitsanfälliger werden.
    Nun sind sie noch von den üblichen medizinischen Leistungen abgeschnitten, denn man soll nur mehr mit dem Kopf in der Hand zum Arzt gehen, und auch da ausschließlich dann, wenn Corona die Ursache sei.

    Einwände müssen gestattet sein, ich finde es wichtig, sich immer ein Grundrauschen der ehrlichen Kritik zu erhalten, denn Einheitsmeinungen zu erzwingen ist gelebte Diktatur.
    Problematisch ist für mich das Niveau der Gegentexte, ich erwarte mir Argumentationsketten, die man nachvollziehen kann, sie sollten nicht nur auf einem kindlichen Vergleich mit der Grippe aufbauen.

    Ängstliches Geducktsein in Absonderung kann man mit Angstmache für einen gewissen Zeitraum erreichen, die Gegenbewegung kommt sicher, der Tag, an dem die Menschen wurschtig gegen den Druck oder noch schlimmer, wütend darüber werden…
    Sie haben recht, wir sollten reden. Rechzeitig.

  • Ex Regensburger

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    Kommentar gelöscht. Und nochmal zum Mitschreiben: Hier wird keine Impfdebatte geführt.

  • Ex Regensburger

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    R.G. gut argumentiert, lauschen wir mal auf die interessanten Argumente aus dem linken Spektrum, von K. Weckers Seite:
    https://hinter-den-schlagzeilen.de/mundschutz-und-maulkorb-vom-doppelcharakter-der-praevention

    Vergleiche mit der Influenza (nicht Grippe) sind nicht kindlich, sondern werden gerade auch von Epidemiologen und Virologen angestellt. Und von Politikern, kein Hinterbänkler: „Gesundheitsminister Jens Spahn sagte vergangene Woche in der ARD:

    „Wir nehmen das sehr ernst, wir sind wachsam, aber mit kühlem Kopf auch gleichzeitig. Was ich aber auch wichtig finde: Dass wir das alle für uns einordnen. An Grippe sterben in Deutschland bis zu 20.000 Patienten im Jahr. Und ich will jetzt nur mal darauf hinweisen, dass auch das ein Risiko ist, das wir jeden Tag haben.“
    (Jens Spahn)

  • R.G.

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    @Ex Regensburger
    Rein methodisch, wenn Sie über Einschränkungen der Bürgerrechte reden wollen, dann bitte sauber und genau in Beispielen für die Pro und Kontra Seite. Lassen Sie die Argumente wirken, würgen Sie den Denkvorgang nicht mit dem Grippevergleich ab.

    Nehmen sie die Influenza gerne gesondert als Beispel, bedenken sie bitte dabei, diese neue Krankheit Covid-19 kommt zusätzlich zur diesjährigen Grippe, sie hat für die schwer Betroffenen ein scheußliches Gesicht, die verrecken ziemlich hilflos. Sie fordert ein Mehr an Spitalsbetten, aber wir lösen Krankenhäuser auf, weil es die neoliberale Doktrin verlangt.
    Ist Ihre einzige sinngemäße Antwort darauf, dass bei Influenza doch auch Menschen sterben?
    Ich sehe das als Leugnen der Verantwortung für die medizinischen Engpässe, die man bewusst geschaffen hat und immer noch gut findet.

  • XYZ

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    Irgendwie kommt mir die Panik oder Pandemie -?- als laienmässiger Beobachter etwas merkwürdig vor: der mutierte virus grassiert vor allem mehr im Norden, die Sterbequote bei älteren oder geschwächten Personen erscheint ähnlich wie bei der saisonalen Grippe – eine Grundimmunität ist aber noch nicht aufgebaut und vorerst keine Impfstoffe – warten wir auf lichtvollere Zeiten wie England . . .

  • XYZ

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    Nochmals als laienmässiger Beobachter: die Fakten und Folgen sind dass ein bisher nicht bekannter virus inzwischen das gesellschaftliche Leben und die Weltwirtschaft bestimmt samt Bayern, und das ohne nähere Kenntnis der Epidemiologie, die m.E. von chinesischer Propaganda verzerrt wurde.

  • Lothgaßler

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    @XYZ:
    In der Wissenschaft basiert vieles auf Hypothesen. Der Ernstfall bestätigt oder widerlegt, außer es wird vorher wissenschaftlich durch Studien abgeklärt (Finanzierung dafür häufig nicht gewährleistet). Die Epidemiologie sollte gestärkt werden, damit zukünftig gesichertere Einschätzungen abgegeben und gezieltere Maßnahmen eingeleitet werden können. Im Augenblick machen wirs kaum anders als in Jahrhunderten zuvor. Das spricht dafür, dass die Epidemiologie ein Orchideenfach mit schwacher Finanzierung ist.
    Italien ist ein Grund sehr genau hinzusehen, denn die dortige Entwicklung ist für ein hochentwickeltes Land schon außergewönlich. Ich weiß es nicht, aber ich erwarte, dass ein internationales Kriseninterventionsteam aus Spezialistinnen/Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen dorthin ausschwärmt, um die Ursachen (Organisation, Technik, Methodik, Faktoren/Zusammenhänge) zu erleuchten und um das Geschehen dort auch in den Griff zu bekommen. Das würde uns allen nützen! Sollte meine Erwartung ein Trugschluss sein, dann wäre ich wirklich besorgt, denn dann ist das Gerede von internationaler (oder auch nur europäischer) Zusammenarbeit nur Trug und Schein.
    Genauso erwarte ich, das die Entwicklung in China auch wissenschaftlich begleitet wird und nicht nur Strichlisten geführt werden. Wenn es stimmt, dass dort die Verbreitung gestoppt ist und abebbt, dann kann das wichtige Erkenntnisse für uns liefern. Da habe ich allerdings meine Zweifel, ob die Kooperation mit China wirklich funktioniert. Von Südkorea erwarte ich deutlich mehr wissenschaftliche Expertise.

  • Stefan Aigner

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    Mal ein Link zum Nachdenken:

    https://m.tagesspiegel.de/politik/coronavirus-krise-in-norditalien-wo-die-regionalzeitung-zehn-seiten-todesanzeigen-druckt/25651970.html?fbclid=IwAR3Pc-UXG6uA1dgUpTr2Z-qL_Yx2W7RDEw-ouOAXOUWyrTwjHb4CKE-rO4E

    Ein Auszug aus dem Artikel:

    „Wenn jemand zwischen 80 und 95 Jahre alt ist und große Atemprobleme hat, reservieren wir die wenigen noch vorhandenen Plätze in den Intensivstationen für Patienten mit größeren Überlebenschancen. Das gleiche gilt, wenn eine mit dem Virus infizierte Person eine Insuffizienz in drei oder mehr lebenswichtigen Organen aufweist“, erklärte der Narkosearzt Christian Salaroli aus Bergamo schon vor einigen Tagen.

    Diese Patienten kommen in der Regel direkt in die Palliativ-Medizin, also in die Abteilung der Sterbenden. In der Lombardei stirbt laut aktuellen Zahlen jeder zehnte Covid-19-Erkrankte an den Folgen des Virus. Damit ist die Sterberate rund dreimal so hoch wie im Rest Italiens. Allein die Lokalzeitung „L’Eco di Bergamo“ veröffentlichte zuletzt zehn Seiten Todesanzeigen mit jeweils rund 150 Namen und musste ihren Seitenumfang deshalb erhöhen.

    Zur Diskussion um Dr. Wordag, dem Skeptiker, der hier im Forum schon öfter erwähnt wurde, möchte ich auch diesen Beitrag empfehlen:

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wissenschaftsleugnung-in-zeiten-von-corona/?fbclid=IwAR3MNHq35ufic4VgNGxIhgvLe9HOq2sOZ18SNQewpNAZOwvUIqjaMtlH43g

  • Julian86

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    Hinweis auf den täglichen NDR2-CORONA-Podcast mit Professor Christian Drosten. Er informiert: unaufgeregt, sachlich, wissenschaftlich fundiert, anschaulich. Und nahm (vor?)gestern auch zu Wordag Stellung. Sehr zu empfehlen.

  • Heinrich

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    Hallo Herr Aigner,

    Sie haben im Hinblick auf Änderungen beim RVV geschrieben:
    „Bis auf weiteres entfallen die Linien 5, 12, 13, 14, 15, 16, 21, 23, 24, 26/27, 28, 30, 31, 33, 34 und 41 bis auf alle Fahrten im Spätverkehr mit Abfahrt ab 0:00 Uhr am Hauptbahnhof Regensburg bzw. am jeweiligen Ausgangspunkt der Linie (bei Fahrten in Richtung Regensburg).“
    Ich habe heute um 17 Uhr beim RVV nachgefragt:
    Demnach fallen auf den erwähnten Linien nur die Spätfahrten ab 0.00 Uhr weg. Das bedfeutet, dass es richtig heissen müsste:
    „Bis auf weiteres entfallen bei den Linien 5, 12, 13, 14, 15, 16, 21, 23, 24, 26/27, 28, 30, 31, 33, 34 und 41 bis auf weiteres alle Fahrten im Spätverkehr mit Abfahrt ab 0:00 Uhr am Hauptbahnhof Regensburg bzw. am jeweiligen Ausgangspunkt der Linie (bei Fahrten in Richtung Regensburg).“
    Überprüfen Sie das gerne selbst und wenn mein Hinweis zutreffend ist, dann korrigieren Sie doch bitte den Text entsprechend.

    freundliche Grüsse

    Heinrich

  • Julian86

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    Werner Rügemer liefert eine treffliche Beschreibung der – neoliberalen – Lage unserer „Corona-Gesellschaft“ und zeigt auf, was basis-demokratisch zu tun wäre. Auch hinsichtlich der CSU als führende Spenden-Empfängerin nimmt er kein Blatt vor den Mund.

    Eine herausragende Beschreibung des Ist-Lage in D.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=59428

    „Erkenne die Lage,
    Rechne mit deinen Defekten.
    Baue auf deine Bestände,
    Nicht auf Parolen.“
    Gottfried Benn

  • Stefan Aigner

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    @Heinrich. Danke. Sie haben recht.

  • Franz Kiesl

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    Hallo Stefan Aigner,
    danke, für Ihre Hinweise. Finde alle Interessant.
    Kleine Anmerkung nur scilogs.spektrum.de Seit Jahren gibt es Berichte u. a. aus ARD, ZDF und ganz aktuell aus der Wochenzeitung „Die Zeit“. Dort wird berichtet, dass die WHO zu 80% privat finanziert ist. Der größte Geldgeber ist Bill Gates. „Die Zeit“ behauptet, dass er die Arbeitsschwerpunkt der WHO festlegt. „Die Zeit“ nennt Bill Gates, den heimlichen Chef der WHO. Es gibt deshalb seit Jahren seriöse Journalisten u. a. bei ARD/ZDF oder auch SZ (Heribert Prantl), „Die Zeit“, die gewisse Zweifel haben, an der Seriosität der Arbeit der WHO. Auch den veröffentlichten Zahlen der WHO.
    Bei der Grippewelle/Grippeepidemie im Winter 2017/2018 in Deutschland gab es über 25 OOO Tote (Quelle ARD/ZDF). Wo war hier die Bundeskanzlerin, der Bundesgesundheitsminister und und und … Warum hat Sie hier keine Ansprache an das Volk gehalten? Eine Grippeepedemie ist nämlich ein Super-GAU!!!
    In deutschen Krankenhäusern sind im letzten Jahr über 20 000 Menschen an multiresistenten Keimen verstorben (Quelle ARD/ZDF). Gibt es hier eine finanzielle Unterstützung für die Krankenhäuser damit sie mehr Hygienepersonal/Pflegepersonal einstellen können? Mir ist nichts bekannt. Die Krankenhäuser werden seit Jahren kaputtgespart. Darüber haben die selbsternannten Qualitätsmedien ARD/ZDF schon mehrfach berichtet. Die Bundeskanzlerin behauptet die Gesundheit der Menschen in diesem Land wären ihr wichtig. Wie passt diese Aussage zum Kaputtsparen der Krankenhäuser. Krankenhäuser sind verpflichtet Gewinne zu machen, stehen unter Kostendruck. Viele Krankenhäuser in Deutschland gehören privaten Konzernen. Warum gibt der Staat die Gesundheitsvorsorge in die Hände von gewinnorientierten Konzernen? Hier werden mit der Gesundheit/Krankheit von Menschen Gewinne erzielt. Ich finde diese Situation obszön! Bis 1985 war es in Deutschland gesetzlich verboten, dass Krankenhäuser Gewinne erzielen dürfen. Die Regierung Schröder hat damit angefangen, die Gesundheit von uns allen in die Hände von gewinnorientierten Konzernen zu legen. Haben u. a. ARD/ZDF auch schon mehrfach kritisiert. Denn erst kommt der Gewinn, dann die Gesundheit.
    Bleiben Sie alle mündige Bürger hier bei RD. Geben Sie Ihre Mündigkeit nicht irgendwo ab. Bleiben Sie reflektiert. Ich wünschen allen, dass Ihr Leben nicht von Angst/Panik dominiert wird. Bleiben Sie gesund!

  • Dominik Müller

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    Voraussichtlich ab 25.3. fahren die Stadtbuslinien (1, 2, 3, 4, 4a, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 18, 77, A) auch Montag bis Freitag nach dem Samstagsfahrplan.
    https://www.rvv.de/Fahrplan.n6.html

    @Franz Kiesl Der Hauptunterschied ist die Geschwindigkeit der Ansteckung und danach die längere Inkubationszeit. So hat sich in Stadt und Landkreis Regensburg die Anzahl der bekannten Fälle innerhalb des Meldetags 18.3. in der Statistik https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm?fbclid=IwAR11dm0CsJILsnu2F0VR_aBH2WV5d8U66UcGFpmk7bSZ17qWkzq9QddKocU
    fast verdoppelt (von 26 auf 46 bzw. 27 auf 44) – das rechtfertigt ein anderes Vorgehen als bei normaler Grippe.

  • Franz Kiesl

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    Servus Dominik Müller, danke für Ihre Reaktion. Diese Internetseite kannte ich bereits. Aber trotzdem danke dafür! Wir hatten in Deutschland im Winter 2017/2018 auch keine normale Grippe, sondern eine Grippeepidemie: Also, man kann sagen einen Grippe-Super-Gau. Die größtmögliche Grippewelle. Ich frage mich nun ganz naiv: Warum wurden nicht damals schon der Weg von heute beschritten? Und ich bin ein Mensch, der komplett durchgeimpft ist. Seit Jahrzehnten wird erzählt, eine Grippe besteht immer (!) aus Influenza-Viren und Corona-Viren. Manchmal kann eine bakterielle Infektion noch dabei sein. Die WHO verbreitet seit Jahrzehnten diese Meinung. Wir haben aktuell, wie jedes Jahr um diese Zeit, eine Grippewelle. Aber es wird nur von Corona gesprochen. Influenza-Viren scheint es nicht mehr zu geben. Wo sind sie hin? Den Inhalt des Grippeimpfstoffs bestimmt seit Jahrzehnten die WHO. Die WHO hat seit Jahrzehnten festgelegt, es werden Influenza Grippe-Viren geimpft. Im Oktober 2019 wurde ich zuletzt gegen Grippe geimpft, ausschließlich mit Influenza-Viren. Manche Menschen denken man bekommt irgendwelche Antikörper gegen Grippe geimpft. Ich frage mich, was ist jetzt los. Ein paar Monate später redet bei dieser Grippewelle niemand mehr von Influenza-Grippeviren. Ich habe meinen Hausarzt gefragt, wo sind den die Influenza-Viren hin. Er hat mir gesagt, er sei im Moment ratlos, warum von Influenza-Viren nicht mehr gesprochen wird. Wissenschaftlicher Konsens ist nach wie vor, auch die WHO sieht es nach wie vor so: Eine Grippe wird verursacht von Influenza-Viren plus Coronaviren, manchmal plus einer bakteriellen Infektion. Entschuldigen Sie bitte, dass ich mich gerade wiederholt habe. Der Test mit dem aktuell Coronavirus-Infektionen ermittelt werden ist nicht validiert, d. h. es gibt keine wissenschaftliche Evidenz über die Aussagekraft dieses Test. Fehlende wissenschaftliche Evidenz ist für mich absolut unseriös. Jetzt wird hier eine nicht normale Grippe ausgerufen in Deutschland, auf Basis eines Test, bei dem die wissenschaftliche Evidenz nicht erbracht ist. Das geht gar nicht!!! Sagt auch mein Hausarzt, ein staubtrockener Schulmediziner!!! Machen Sie mal in der Wissenschaftsdisziplin Physik Untersuchungen mit einer Messmethode, bei der die wissenschaftliche Evidenz nicht erbracht ist. Ist nicht zulässig!!! Die Bundeskanzlerin ist promovierte Physikerin. Sie müsste es besser wissen! Die Bundeskanzlerin nimmt gerade ihre eigene Wissenschaftsdisziplin nicht ernst.
    Stellen Sie sich vor, die Polizei würde Geschwindigkeitsmessungen machen, mit einem Messinstrument, bei dem der Nachweis der Evidenz fehlt. Alle Messergebnisse wären unbrauchbar. Mein Fazit für heute: Die Einstufung der aktuellen Grippewelle, als nicht normale Grippe, basiert auf einer Messmethode, bei der der Nachweis der der wissenschaftlichen Evidenz fehlt. Der Entwickler des Tests, Prof. Drosten von der Charite in Berlin, hat das auch in einem Podcast zugegeben.

  • Franz Kiesl

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    Servus Julian86, dem von Prof. Drosten entwickelte Corona-Test fehlt der Nachweis der wissenschaftliche Evidenz. Gibt er in einem der Podcasts auch unumwunden zu. In der Wissenschaftsdisziplin Physik z. B. es ist nicht zulässig mit Messinstrumenten zu messen, bei denen der Nachweis der wissenschaftlichen Evidenz fehlt. Prof. Drosten ist Wissenschaftler. Ist die wissenschaftliche Evidenz plötzlich nicht mehr wichtig? Ich bin ratlos. Seit Jahrzehnten sagt die Medizin, wir wenden nur Untersuchungsmethoden und Behandlungsmethoden an, bei denen die wissenschaftliche Evidenz nachgewiesen ist. Alles andere wäre unseriös. In der Schulmedizin ist wissenschaftliche Evidenz unverzichtbar. Heute morgen habe ich Blut gespendet und der Arzt hat dort zu mir gesagt, die wissenschaftliche Evidenz ist selbstverständlich unverzichtbar. Er verstehe es auch nicht, warum ein Corona-Test zugelassen ist, bei dem die wissenschaftliche Evidenz fehlt. Bei diesem Test ist im Moment völlig unsicher, was er genau misst. In einem Menschen ist nämlich nie nur ein Coronavirus anwesend, sondern immer mehrere gleichzeitig. Prof. Drosten gibt das in seinem Podcast auch zu. Ich bin ratlos….

  • highwayfloh

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    Nochmals eine Bitte aus aktuellem Anlass:

    Auch heute wieder, gab es leider unnötige Diskussionen mit Fahrgästen, wegen meiner Bitte, das Essen und Trinken im Bus zu unterlassen, da entsprechende Rückstände ein Nährboden für entsprechende Mikroorganismen sind. Leider wollen das immer noch viele Leute nicht einsehen, ebenso was sonstiges hinterlassen von persönlichen Rückständen anbelangt: Taschentücher etc.

    Bitte sprecht Eure Bekannten und Freunde drauf an, dies wirklich zu unterlassen und auch nach der Bewältigung dieser Krise entsprechend beizubehalten. Es ist egal, ob es um Corona geht oder andere Ansteckungsgefahren. Hygienisch ist es allemal nicht, wenn vergammelte Essensreste zwischen der Bestuhlung sich ein fröhliches Stelldichein geben.

    Jeder wünscht sich doch einen sauberen Bus und daher sollte es selbstverständlich sein, dass so ein Fahrzeug nicht als persönlicher Mülleimer missbraucht wird. Vielen Dank.

  • Mr. T.

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    Franz Kiesl, nicht nur Sie sind ratlos. Aber der Blick nach Italien zeigt, dass dringend was getan werden muss. Wir können nicht warten, bis wir erst alles wissen und verstehen und dann darauf basierend rational die richtigen und angemessenen Maßnahmen ergreifen. Jetzt brennts und wir müssen versuchen, den Brand einzudämmen und nicht erst schauen, warum es wirklich brennt.

  • highwayfloh

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    Apropos noch ein Gedanke zu diesem Thema…

    gerade auch in Zusammengang mit „Hamstern“ speziell von Klopapier:

    Was wurde sich doch – auch hier auf RD – oftmals über die LKWs echhauffiert, welche einem die persönliche Freiheit nehmen – frei rasen zu können…

    Jetzt wo mal ein paar Meter Regale in den Supermärkten & Co leer sind… oh… Klopapier ist alle … ähm, wie war das doch immer: Scheiss LKWs … Güter auf die Schiene!

    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es genau der richtige Zeitpunkt zu sagen:

    „Leckt uns am Arsch!!!“ Habt IHR alle sonst immer gerschrien, dass wir Eure Freiheit behindern auf den Straßen… dann schaut jetzt wo und wann Ihr Euer Zeugs herbekommt und vielleicht kapiert Ihr alle es jetzt mal, wie das ganze läuft mit der Versorgung!

    Sage ich als ehem. LKW- und jetziger Busfahrer aus Insbrunst an Überzeugung!

    Aber dass jetzt auf einmal die Wochendfahrverbote für LKWs augehoben werden ist schön und gut. Nirgendwo ist aber die Rede davon, wer die Touren Fahren soll und darf, denn die wöchentliche Ruhezeit und die Wochenend-Ruhezeit für die jeweiligen Fahrer sind davon nicht ausgenommen… und jeder Fahrer haftet für die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften… . Ich würde mich weigern zu fahren… ausser ich würde einen amtlich vom MP persönlich unterschriebenen Freibrief für die nächsten 10 Jahre bekommen!

  • Ex Regensburger

    |

    Zur Diskussion um die Thesen von Dr. Wodarg (er ist damit nicht allein, ich spare mir hier einige Links, schaut selbst):
    Wie dem auch sei, es macht keinen Sinn „die Wissenschaft (die immer kontrovers ist und zu sein hat) zu bemühen“ und Personen, die querdenken zu schmähen und abzuwerten. Auch Wodarg bemüht wissenschaftliche Daten und Erkennnisse, er kommt nur zu anderen Schlüssen. Wer „Recht hat“, wird nur die Zukunft bzw. ein rückblickende Analyse zeigen. Kann sein, dass er zwar immer in der Vergangenheit recht hatte (SARS1, Schweinegrippe und Tamiflu-Skandal etc.) und nun ausnahmsweise falsch liegt. Wir wissen es nicht, das wird erst eine Rückschau nach dem ganzen Mist zeigen.
    Ansonsten schließe ich mich den reflektierten Ausführungen von Franz Kiesl an; die Frage bliebt nämlich unbeantwortet: Wenn in den letzten Jahren bis zu 30.000 Mitmenschen in D pro Jahr an der Influenza gestorben sind und 100.000e weltweit (und wir haben momentan immer noch DEUTLICH höhere Todeszahlen an der Influenza in D), warum hat man da nicht die ganze Weltwirtschaft platt gemacht, um die zu retten? Natürlich kann man immer mit „Verantwortung“ argumentieren und ALLES brav so machen, wie es zur Zeit gemacht wird und Kritiker als unverantwortlich brankmarken, die Frage ist jedoch auch wieviele ruinierte Existenzen und in der Folge Tote werden die Folge der momentanen Maßnahmen sein?
    Momentan drängen die meisten auf die Ausgangssperre, jedoch warnen hier auch Fachleute, da das wohl nicht allzu viel bringen würde (man muß ja raus in die Läden, zur Apotheke etc und die eigentliche Infektionsrate ist viel höher wie angegeben, es werden ja nur diejenigen mit heftigen Symptomen getestet, wir wissen – ca. 80% haben nur minimale Erkältungssymptome und gar keine):
    „Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben schon jetzt klar zu befristen und ein Ausstiegsszenario vorzubereiten. „Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können. Die jetzigen Einschränkungen hält unsere Gesellschaft nicht ewig durch“, sagt Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Die Ängste und Sorgen würden die Menschen psychisch überfordern.“
    Und nicht nur die Psyche…

  • highwayfloh

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    Mit Verlaub:

    Aus Insbrunst, zugleich Verbunden mit der Hoffnung, dass alles gut ausgehen möge und um Zuversicht und Hoffnung zu spenden:

    Unsere Hymne…. die Bayernhymne!

  • Bert

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    @Ex-Regensburger

    Offenbar werden ja die Bedenkenträger in Sachen Ausgangssperre nicht abgewertet. Sie kommen in den Medien zu Wort. Ich bezweifel Wodargs Thesen insbesondere deswegen, weil ich sehe, mit wem er sich gemein macht: den Rechtsaußen-Koop-Verlag, Ken Jebsen etc. etc, die neben Wodarg permanent hart an der Verschwörungstheorie „berichten“. Warum macht der Mann das? Er kam ja durchaus auch in den Öffentlich-Rechtlichen zu Wort. Warum wendet er sich nicht an seine Kollegen aus der Wissenschaft?

    Die Influenza ist – Stand jetzt – nicht mit COVID-19 zu vergleichen. Sie verbreitet sich viel schneller – lange Inkubationszeit, kaum oder nur leichte Symptome bei jüngeren Menschen. Und wenn Sie von einer deutlich höheren Todeszahl sprechen, welchen Maßstab legen Sie da an? Wir befinden uns nicht am Jahresende und blicken zurück. Wir befinden uns in den ersten Wochen. In Italien sind mittlerweile fast 3.500 Menschen gestorben, knapp 1.000 in Spanien. Und zwar trotz Einschränkungen – die möglicherweise verspätet kamen. https://coronavirus.jhu.edu/map.html

    Ich halte es für gut, die Sache kritisch zu beobachten, aber mal ehrlich: Glauben Sie, dass alle, die da gerade über Einschränkungen nachdenken und warnen völlig bescheuert sind? Angst und ein gewissen Hilflosigkeit mögen bei alledem sicher eine Rolle spielen, manche Entscheidung fällt eben schnell, vielleicht wäre rückblickend eine andere besser gewesen. Aber nur weil ein verrenteter Arzt sich jetzt quer durchs Internet medial produziert, ist das allein für mich kein Grund, diese Pandemie kleinzureden.

  • Ex Regensburger

    |

    PS:
    Die Befürworter der Isolation überschlagen sich:
    Als erste größere Stadt in Nordrhein-Westfalen hat Leverkusen mit sofortiger Wirkung Zusammenkünfte unter freiem Himmel verboten. Zwei oder mehr Menschen dürfen sich jetzt nur noch draußen gemeinsam aufhalten, wenn sie zusammen wohnen.

    In welchem Horrorfilm bin ich da eigentlich? Dürfen wir dann nicht mehr mit unserem Nachbarn reden?
    Und DRAUSSEN an der frischen Luft ist die Virenlast deutlich geringer als in einem Baumarkt, wetten?
    Anders herum gedacht: Wenn man auf der Jahninsel ca. 2 Meter Abstand halten würde, wäre das wohl mit die gesündeste Maßnahme überhaupt sich dort an der frischen Luft in der Sonne aufzuhalten.
    Asterix würde sagen: DIE SPINNEN DIE RÖMER!

  • Ex Regensburger

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    @Bert: „Sie komme zu Wort?“ Es darf gelacht werden, angesichts der Seitenaufrufe von Dr. Wodarg und das allgemeine Interesse wäre es die Pflicht der öffentlich-rechtlichen gewesen, ihn mal einzuladen (und dann gerne argumentativ zu zersägen, dürfte aber schwer werden). Darauf bezog sich meine Kritik, natürlich kommen sehr vereinzelt KRITIKER DER AUSGANGSSPERRE ZU WORT, da kann man ja nicht anders, denn die haben hohe öffentliche Positionen.
    Medial läufts wie es oft läuft: Die Qualitätsmedien kneifen, lassen Querdenker nicht zu Wort kommen, dreschen auf die ein und die Kritiker rennen dann zu zweifelhaften Medien, die auch nicht mag. Dann kann man sie trefflich als „Rechte“ geißeln. Klassischer Fall von einem selbsterzeugten Problem.
    Das „Glauben Sie, dass alle, die da gerade über Einschränkungen nachdenken und warnen völlig bescheuert sind“ ist natürlich eine rhetorische Fangfrage. Antwort: Nicht völlig, aber eine Fehleinschätzung mag ich nicht ausschließen, immer hin war das in den letzten Jahrzehnten (Sars1, Schweinegrippen-Schwachsinn etc.) immer der Fall. Und u.a. Wodarg hat das damals schon geblickt und nicht „die Mehrheit“. DANACH interessierts keinen mehr, da muß man im Netz schon danach aktiv suchen, wenn man sich über die Realität der „tödlichen Pandemien“ der letzten Jahrzehnte informieren will.

  • Gregor

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    Wenn überwiegend Menschen mit Symptomen „getestet“ werden und selbst von diesen (in D.) fast nur über 80jährige sterben, entspricht das nicht in etwa der „normalen“ statistischen Sterberate? Inwiefern kann man überhaupt darauf vertrauen, dass veröffentlichte Zahlen stimmen?

    Über die Hintertür soll evtl. (neben x weiteren womöglich gezielten Effekten im Zusammenhang mit was weiß ich alles für Interessen) nebenbei das Bargeld abgeschafft werden, oder woher haben die Läden die Anweisung, dass überwiegend mit Karte bezahlt werden soll? Obwohl die Kassierer oft mit Handschuhen arbeiten und die von den Kunden berührte Ware ja auch in die Hand bekommen, und obwohl es an offizieller Stelle, Bargeld sei wahrscheinlich unkritisch bzgl. Übertragung?

    Ich habe ein ganz mieses Bauchgefühl bei dem, was da gerade abläuft, es fühlt sich für mich vieles sehr manipulativ an, mit Schürung und Ausnutzung von Angst der Bevölkerung und entsprechenden Kettenreaktionen.
    Die Bürger schreien ja nun schon von selbst nach Ausgangssperren. Wie gefügig werden sie erst sein, wenn sie nach Wochen und Monaten zermürbt sind und nur noch erleichtert, wenn der Spuk ein Ende hat?
    Die ganzen Maßnahmen verursachen u.U. mehr direkte und indirekte Schäden als das Virus selbst.
    Aber solche Bedenken darf man ja schon fast nicht mehr äußern, wenn man nicht als „verantwortungslos“ oder gar Verschwörungstheoretiker dastehen will.

  • Bert

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    @Ex-Regensburger

    Na dann reden wir mal über Sars 1 und den „Schweinegrippen-Schwachsinn“. Die Informationen sind übrigens gut versteckt in mehreren Wikipedia-Artikel und Medienberichten, die Dr. Google geschickt in den Suchergebnissen auf der ersten Trefferseite verbirgt.

    An der´Schweinegrippe starben weltweit 2009 und 2010 etwa 19.000 Menschen, Deutschland 258. Weltweit gesehen nicht viel und das binnen fast zwei Jahren.

    COVID 19 hat bis jetzt – also innerhalb von etwa drei Monaten seit dem ersten Auftreten in China etwa 10.000 Opfer weltweit gefordert, davon 3.400 in Italien (Das mag u.U. daran liegen, dass alte Menschen dort häufig in der Familie leben und deshalb einer hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind.). Wenn das in der Geschwindigkeit weiter geht oder sich sogar noch steigert, dann prost Mahlzeit. Und ich kann das Gerede (nicht von Ihnen) auch nicht mehr hören, dass es doch „nur“ die Alten seien. Das ist menschenverachtend.

    Vor dem Hintergrund dieser momentanen Zahlen kann ich viele Reaktion derzeit auf jeden Fall verstehen. Ob die Maßnahmen geeignet sind, darüber kann man sicher streiten, aber diese generell abzulehnen – wie Wodarg – ist verantwortungslos.

    Und nochmal Wodarg kam zu Wort in den öffentlich-rechtlichen. Frontal 21, ZDF, der Beitrag ist in der Mediathek auch immer noch abrufbar. Jetzt gibt es zu seinen Aussagen Faktenchecks. https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ohne-fundament-arzt-nennt-corona-massnahmen-panikmache,RtaPFlQ

    Auf die könnte Wodarg erwidern. So funktioniert eine Debatte. Aber es ist auf jeden Fall offensichtlich, dass einiges von dem, was Wodarg behauptet unwiderlegbar falsch oder – meinetwegen unabsichtlich verkürzt ist. Nicht jede Minderheit hat automatisch recht, weil sie eine Minderheit ist.

  • Julian86

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    Was „erlaubt“ sich bloß der Gouverneur von California? Nicht auf Dr. Wodar hörend schließt er mit sofortiger Wirkung seine 40 Millionen Bürger ab/aus. Ex-Regensburger –> CNN!

  • GSH

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    Menschen wie „Ex-Regensburger“ denken nur an sich selbst und ihre „Freiheit“. Schaut nach Südkorea (wir haben direkten, privaten Kontakt) und Taiwan. So geht Eindämmung und Verlangsamung.

    Hoffentlich ist das „Ex“ vor Regensburger Programm.

  • GSH

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    Hatte eben ein Telefongespräch mit Kollegen aus der Slowakei: Man ist entsetzt über das Verhalten und die Ignoranz der Deutschen. Seit zwei Wochen halten sich die Slowaken nahezu an die Empfehlungen der Regierung. Man schützt sich selbst und vor allen Dingen: Seine Mitmenschen und Umgebung.

    Bleibt’s gesund.

  • Ex Regensburger

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    War klar, dass ich jetzt so unsachlich angegriffen werde. Die Rechthaberei vor dem Schutzschild der Verantwortung. Kommt mal runter und bleibt sachlich:
    zu Bert: „Nur die alten“ ist natürlich übel, meine Eltern sind um die 90 und es ist ok, dass die jetzt keine Coronaparties mit Jugendlichen feiern.
    Aber: Na da sieht man doch, dass Wodarg und die „Pandemiekritiker“ bei SARS 1 und Schweinegrippe etc. recht hatten; epidemiologisch waren das Fake-Pandemien, bei aller Empathie für jedes einzelne Opfer. Daran hat primär die Pharmaindustrie verdient (Tamiflu etc.), deren Börsenkurse aktuell gewaltig steigen…
    Das sind die Fakten, leider ist man da immer erst im Nachhinein klüger. Und ich sage auch: VIELLEICHT hat ja jetzt nicht recht, aber offenbar ist es ein Durchblicker der sich traut gegen den Mainstream zu arguementieren; solche Leute braucht die Wissenschaft und unsere Gesellschaft. Wir sind ja nicht in China.
    Zu GSH:
    Nein ich denke nicht nur an mich, ich bin im Gesundheitswesen tätig und meine Leidenschaft und meine Berufung ist, dass es meinen Mitmenschen besser geht. Was bis jetzt seit Jahrzehnten zu meiner Freude und der Freude meiner „Klienten“ hervorragend funktionert hat. Und es ist primär nicht „meine Freiheit“, um die es geht, denn ich bin gut aufgestellt, lebe in einem großen Haus, klasse Partnerin (werde nicht vereinsamen) und bin finanziell abgesichert. Ich mache mir einfach Sorgen, weil unsinnigerweise übertriebene Maßnahmen jetzt mit Jubelgeschrei favorisiert werden und die Weltwirschaft, die für unser aller Wohlergehen wichtig ist, abstürzt.

    Und Fakt ist auch, das Wodarg – bis jetzt! – recht hat, hier die offiziellen und aktuellen Daten; KW 11. 09.03 bis 15.03. 2020 Übersterblichkeitsstatistik von Europa. Noch immer keine Signale für Übersterblichkeit in Europa, nicht mal für Italien etc.. :
    http://www.euromomo.eu/slices/map_2017_2020.html

  • R.G.

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    @GSH
    @Bert
    „Menschen wie „Ex-Regensburger“ denken nur an sich selbst und ihre „Freiheit“. “
    Das ist in Ordnung, dass sich die Demokratie an einem Rederecht für Meinungsgegner beweist. Zu jeder Zeit.
    Nach meinem Empfinden vertritt Ex Regensburger nicht eine andere Meinung, sondern ständig einen Link zu Dr. Wodarg. Mich nervt die Verkürzung, mir wäre eine harte Diskussion von User zu User lieber als das Versteckspiel hinter Symbolfiguren.

    “ Ich bezweifel Wodargs Thesen insbesondere deswegen, weil ich sehe, mit wem er sich gemein macht: den Rechtsaußen-Koop-Verlag,“
    Wenn wir keine fetzigen, harten Diskussionen mehr führen, wandert jeder in eine Nische wie den Kopp Verlag.
    Wir müssen reden.
    Damit meine ich, WIR müssen reden, nicht “ Ich bin ein guter „Drosten“er, du bist ein böser „Wodarg“er, pfui.

  • Ex Regensburger

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    Zu R.G:
    eine inhaltliche Diskussion ist schlecht möglich, wenn man die Inhalte dadurch desavouiert, wenn man auf die Quellen bzw. die Portale verweist (z.B. Kopp-Verlag). Oder anders herum: Ich hasse den rechten Kopp-Verlag, aber er – bzw. seine Autoren – hat trotzdem manchmal recht und einige wenige gute Bücher.
    Mein Appell: hört mal auf mit dem Lager-Denken, die Pfeifen von AFD haben auch mal (selten) ein richtiges Argumente mit dabei (leider).
    R.G.: Von User zu User reden wird mir langsam zu mühsam, zudem kommen wir – als nicht-Virologen und nicht-Epidemiologen – nicht ohne zitieren der Fachleute aus.
    So, jetzt gehe ich erstmal mit meiner Frau in den Garten, geniesse die Sonne u. trinke einen Kaffee. ALLEN Mitlesenden alles Gute, sogar GSH :-).

  • Lothgaßler

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    Haben alle dem Virologen Drosten bei Maischberger zugehört?
    Demzufolge wäre eine Strategie jene:
    – nachdem die Ressourcen für die Testung begrenzt sind, eine Begrenzung auf Risikogruppen und medizinisches Personal. Alles was in einer Gemeinschaft lebt gilt als infiziert, wenn einer Infiziert ist.
    – möglichst bald einen Impfstoff für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen einsetzen, ohne langwierige klinische Studien, auch wenn das Risiko für stärkere Nebenwirkungen bei 1:1000 (das war eine Hausnummer) liegen würde. Kalkül: 1:1000 ist deutlich besser als 1:10.
    – die weniger gefährdeten Personengruppen dürften bis dahin bis zu einem gewissen Grad bereits infiziert oder sogar immunisiert sein. Das Problem ist die Immunisierten zu erkennen. Die könnten eigentlich unbelastet wieder ans Werk gehen.
    – Bis dahin helfen verhaltensbasierte Maßnahmen.
    => Nachdem das Virus ja nicht verschwindet und eine zweite oder dritte Infektionswelle befürchtet werden muss, läuft alles auf eine Zwangsimpfung hinaus. Die Frage ist nur: Wann?
    Ich habe von Drosten nicht gehört, dass er einer strikten Ausgangssperre derzeit das Wort redet. Drosten gab den Einblick, dass wer viel testet (was bei uns scheinbar in großem Umfang geschieht) auch viel findet und dies dann auch eher findet als andere anderswo. Maßnahmen ja, aber mit Verstand und lasst die Wissenschaft arbeiten.
    Also: Das Virus überspringt keine 5 Meter und bohrt sich auch nicht durch die Haut der Hände. Wer sich wie jetzt bei Sonne im Freien aufhält, Abstand zu anderen einhält und sich die Hände wäscht bevor er im Mund rumstochert oder sich die Augen reibt, der verhält sich für sich und sein Umfeld unschädlich. Betatschen fremder Personen ohne dringichen Grund verbietet sich derzeit von selbst.

    Es sollte noch jemand den richtigen Umgang mit Einmalhandschuhen besprechen: Derzeit laufen doch einige mit den Dingern rum. Leider ziehen sie dann den Handschuh von der rechten Hand mit der linken Hand doch sehr unbekümmert ab, stopfen den womöglich umgedrehten Einmalhandschuh in die Jackentasche und ziehen sich dann das Ding womöglich umgedreht wieder über.

    Mundschutz (als kleiner Beitrag zur Verringerung der von ihm ausgehenden Keimlast) könnte sich jeder selber basteln: Verbandskasten auf, Dreieckstuch raus, ein oder zweimal falten und umbinden. Wenns unglücklich läuft, dann muss man dem freundlichen Polizeibeamten eben sagen, dass dies kein Überfall ist und das Vermummungsverbot aufgehoben werden sollte.

  • Gregor

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    @Lothgaßler

    Da hat die Pharma im Background offenbar schon ganze Arbeit geleistet – schön Panik verbreiten und fragwürdige Tests einsetzen, um den Weg zur Zwangsimpfung zu ebnen. Jeder, der nun von sich aus das fordert, spielt diesen Strategien wunderbar in die Hände.
    Auch wenn es dann mehr (kurz-/mittel-/langfristige) Impfschäden als vermeintlich vermiedene Viruserkrankungen gibt. Ist halt eine „Nebenwirkung“ des Kapitalismus.

  • Ex Regensburger

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    Da haben wir die Ausgangssperre, im liberalen Bayern. Im Frei-Staat! Wir sind die ersten. Söder for Kanzler, die anderen sind alles Zögerer und Verharm-loser oder einfach viel zu laschet!
    Und ihr werdet jetzt sehen: Die Zahlen gehen weiter hoch, trotz der Ausgangssperre.
    Ich habe oben den Link zur Euromomo-Statistik gepostet. Da kann man übrigens unten die Jahreszahlen ansteuern (ziehen) u. SEHEN, wie die Todesraten in jedem europäischen Land waren. Sehr interessanter und offizieller Vergleich.

    (bitte mitkriegen: das war Ironie)

  • Stefan Aigner

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    @Ex-Regensburger

    Es ist keine Ausgangssperre. Man darf weiter nach draußen. Man darf spazieren gehen. Man darf Sport treiben. Aber eben nur alleine oder mit der Familie. Im Grunde wird nun das geregelt, was viele bereits freiwillig gemacht haben. Man wird das alles sicher im Auge behalten müssen. Unbedingt sogar. Aber die Behauptung, es gäbe Ausgangssperren, ist falsch.

    Dass die Zahlen hochgehen werden, wurde heute bereits vom Robert-Koch-Institut und sogar in der Pressekonferenz von Söder gesagt. Ist auch irgendwie logisch, weil das alles zeitverzögert passiert.

  • Ex Regensburger

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    Ok, korrigiere das Wort „Ausgangssperre“. Aber bitte Herr Aigner, keine Wortklaubereien. Ich denke jeder hat mit bekommen, was ich meine.
    Und jetzt sagt erstmal DANKE für den Link, den in dieser offiziellen Statistik kann man schauen was die letzten Jahre wirklich los war und wie sich das Ganze entwickelt. Meine Prognose: Die Infektions-Zahlen werden noch eine Weile stärker hochgehen, die Totesraten etwas hochgehen – klar, trotz Ausgangssperre, äh, -Beschränkungen!
    Und bezüglich der Gesamtssterblichkeit werden wir in D weniger Tote durch Atemwegserkrankungen 2020 haben als in 2017. Herr Aigner, da halte ich eine Wette, sagen wir einen Kasten Corona-Bier (das jetzt leider keiner mehr kauft, dieses Beispiel zeigt, dass es keine irrationale Panik gibt…sorry wegen der Ironie). Ich hoffe, ich habe Unrecht mit meiner Hochrechnung/Vermutung.
    Und – es gibt viel mehr kritische Stimmen als nur Wodarg, nur ein kleines Beispiel:

    „Wenn jedoch das Gesundheitssystem (von den Quarantänemaßnahmen) überwältigt wird, könnte die Mehrzahl der zusätzlichen Todesfälle nicht durch Coronaviren ausgelöst werden, sondern durch andere Erkrankungen und Umstände wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Traumata, Blutungen und ähnliches, die dann nicht adäquat behandelt werden. Wenn das Ausmaß der Epidemie das Gesundheitssystem dann tatsächlich überwältigt und extreme Maßnahmen nur eine bescheidene Effektivität zeigen, könnte das flattening the curve die Dinge schlimmer machen: statt in einer kurzen, akuten Phase überwältigt zu werden wird das Gesundheitssystem in einem verlängerten Zeitraum überwältigt. Das ist ein weiterer Grund, warum wir Daten über das exakte Ausmaß der Aktivität der Epidemie brauchen.“
    John P.A. Ioannidis ist Professor für Medizin, Epidemiologie und öffentliche Gesundheit, für biomedizinische Wissenschaft und Statistik an der Stanford University sowie Co-Direktor des Stanford Meta-Research Innovation Center.“

  • Stefan Aigner

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    @Ex-Regensburger

    Ich finde Ihr Zitat jetzt nirgends (stelle es aber mal nicht infrage). Es belegt aber keinesfalls, dass die Maßnahmen falsch sind.

    Ioannidis stellt in den Raum, dass das Gesundheitssystem überwältigt werden könnte. Das sagen auch die Leute vom RKI auch.
    Er stellt in den Raum, dass die Mehrzahl der Todesfälle von anderen Erkrankungen herrühren könnte, die wegen der Überlastung nicht mehr adäquat behandelt werden können. Genau und gerade auch davor wird in Zusammenhang mit Corona auch gewarnt.
    Dann wird die Frage gestellt, was passiert, wenn die nun ergriffenen Maßnahmen keine Wirkung haben. Dann könnten deren gesundheitliche Folgen ZUSÄTZLICH zu den Folgen der Epidemie das Ganze noch verheerender gestalten.
    Und zum Schluss fordert Ioannidis mehr Daten. Na ja: Hat irgendjemand bestritten, dass wir mehr Daten brauchen?

    Ioannidis verfolgt ganz und gar nicht die Argumentation Wodarg a la „Da ist überhaupt nix. Alles normal. Kümmert Euch nicht drum.“ Oder was soll die Konsequenz sein? Ich vermisse andere Vorschläge oder Lösungsansätze. Der Tenor ist nur Die wollen uns zugunsten von irgendjemandem was aufs Auge drücken.

    Es ist richtig, die Maßnahmen kritisch im Auge zu behalten. Und auch die weiteren Entwicklungen. Aber einfach nix tun kann es nicht sein.

  • Ex Regensburger

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    Nein Herr Aigner, meine Argumentation und Position ist nicht: „Alles übertrieben. Bitte weitergehen und einfach weitermachen.“
    Es gibt viele Wege nach Rom und es gibt z.B. auch Länder (da wurden die Politicians auch von Epidemiologen beraten), die das anders angehen (UK, NL etc.). Man kann die drakonischen Maßnahmen auch übertreiben, schon die Süddeutsche zum Thema gelesen?:
    Die ital. Armee wird eingesetzt um die Bürger im Zaum zu halten. Ich zitiere die SZ vom 19.3.20:
    “ Wer es nicht tut, dem drohen nun härtere Strafen. Rom erwägt, die Armee weiter zu mobilisieren, um Vorschriften durchzusetzen. 7000 Soldaten sind schon in den Straßen. Viel hängt davon ab, wie lange die Italiener den Hausarrest erdulden.“
    Ist ja jetzt alles legitim, und Soldaten gegen eigene Bürger – egal, der Zweck heiligt die Mittel, aaaaaaaaaber: Eines der entscheidenden Dinge, das wir nicht wissen, ist, wie lange diese Maßnahmen von social distancing und lockdown aufrecht erhalten werden können, ohne gravierende Konsequenzen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und die geistige Gesundheit. Daraus können sich unvorhersehbare Entwicklungen ergeben, einschließlich Finanzkrise, Unruhen, sozialer Unfrieden, Krieg (!!) und eine Zerstörung unserer sozialen Strukturen. Als Minimum brauchen wir unverfälschte Daten über Prävalenz und Inzidenz der sich entwickelnden Infektionslast, um Entscheidungsfindungen begleiten zu können.
    Man kann nur hoffen, dass, ganz ähnlich wie 1918, das Leben weitergehen wird. Im Gegensatz dazu, mit lockdowns über Monate, wenn nicht Jahre, kommt das Leben im Wesentlichen zum Erliegen, kurz- und langfristige Konsequenzen sind völlig unbekannt und es könnten tatsächlich Milliarden, nicht nur Millionen von Leben auf dem Spiel stehen.
    Wenn wir uns entschließen, von der Klippe zu springen, brauchen wir – VOR DEM SPRUNG – Daten, die uns über die Rationale eines solchen Schrittes Auskunft geben und darüber, dass wir irgendwo landen, wo es sicher ist.
    Aber man springt munter von den Klippen, weil man JETZT vor einem Virus Panik schiebt, der ca. so gefährlich ist wie der Influenza-Virus (wegen dem nicht ein einziges Bundesliga-Spiel abgesagt wurde). Wie man daran sehen kann, ist es eine mediale Panik, weil alle darauf starren und im Minutentakt news kommen. Medien funktionieren nach dem Prinzip: ES MUSS NEU SEIN (ein altes Virus wäre langweilig) und DIE MESSAGE MUSS EMOTIONEN ANSPRECHEN.
    Es handelt sich um ein Wahrnehmungs- bzw. Focusierungsproblem, wenn ich ganz nahe an etwas hingehe – sehe ich nur noch das. Früher hat sich kaum jemand um die 25.000 Influenca-Toten pro Jahr nen Kopf gemacht, auch die nicht, die jetzt die VERANTWORTUNG über alles stellen und Kritiker am liebsten….egal…
    Ich sag nur noch eines: Wenn die nicht alsbald damit aufhören, werden sich ganz andere Stimmen als Wodarg oder meine erheben, nämlich diejenigen die aufgrund der Maßnahmen nichts mehr zu beissen haben u. aufgrund von mangelnder Liquidität vom Vermieter gekündigt werden. Die werden dann leider nicht mehr mit http://www.-Links und mit Wissenschaft argumentieren.
    Komischerweise mutieren all die linken und sozial engagierten Diskutanten hier bei Rgbg-Digital zu hartgesottenen Infektiologen, die nur noch eines im Blick haben: DAS VIRUS!
    (ok, war etwas polemisch überspitzt)

  • Stefan Aigner

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    @Ex-Regensburger

    Wer befürwortet die Maßnahmen in Italien? Wer hat gesagt, dass jetzt alles legitim ist? Das habe ich dezidiert nicht. Was soll die Ablenkung und Ausweitung anstatt tatsächlich auf konkrete Fragen einzugehen?

    Egal wie oft Sie den Behauptung der Gleichsetzung mit Influenza wiederholen: Sie ist nach Aussage des RKI falsch (siehe das Video der heutigen Pressekonferenz oben).
    Egal wie oft Sie die Behauptung, es sei ein altes Virus wiederholen: Das RKI hat das deutlich bestritten (Video, Internetseite etc.).
    Es gibt Länder, die das anders angehen: Wer recht hat, wissen aber weder Sie noch ich. Wir stehen erst am Anfang. Glauben Sie ernsthaft, dass Die „Strategie“ in UK nicht hier übernommen werden wird, wenn sie erfolgreich sein sollte? Und welches Konzept meinen Sie ganz konkret, wenn Sie es schon erwähnen (https://www.merkur.de/welt/coronavirus-england-grossbritannien-london-queen-ausgangssperre-ubahn-massnahmen-england-covid-19-anzahl-zr-13605976.html)?

    Es hat auch was von Panik verbreiten, wenn man ständig behauptet, alles, was derzeit getan wird, wäre falsch übertrieben und dann schlimmste Szenarien entwirft. Das tun Sie in Ihrem obigen Kommentar, dessen Konsequenz eben ist: Wir wissen noch nix. Tun wir also nix oder tun wir irgendwas anderes, aber ich sag nicht was.

    Und BTW: Was würde denn jemand am liebsten mit Kritikern tun? Ich zumindest würde Ihre Kritik gern verstehen können, aber Sie machen es einem schon schwer.

  • Ex Regensburger

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    Habe aufgrund der Schreibe hier schon die Einstellung entwickelt, dass man die aktuellen Maßnahmen alle klasse findet. Ist ja schön, wenn sich Herr Aigner wenigstens vom Armee-Einsatz als Ordnungstruppe distanziert.
    Zum Thema: RKI, die liegen und lagen auch schon oft falsch, ist kein Hort der Weisheit und absoluten Wahrheit. Und – natürlich MUSS man Corona mit der Influenza vergleichen und daraus einigermaßen sinnvolle Strategien ableiten, wer etwas anderes behauptet, hat null Ahnung von Epidemiologie.
    Unterschiedliche Strategie-Ansätze gibts auch bei den momentan so hoch gehandelten Virologen, siehe hier:
    https://www.deutschlandfunk.de/kritik-an-schulschliessungen-wegen-corona-das-virus-wird.694.de.html?dram:article_id=472470

    Das Argument, dass ich evtl. Panik wegen der kommenden Entwicklung verbreite hat natürlich etwas. Ich wünsche mir gerade da etwas mehr Panik, naja, sagen wir: BETROFFENE AUFMERKSAMKEIT, denn wir haben zwar Parallelen/Erfahrungen mit Pandemien, aber KEINE für die aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft.
    Zum Link wie’s in UK läuft: Das bezieht sich auf London u. da sind es im Moment noch Appelle, steht so drin. Außerdem – offenbar HILFT KEINE STRATGIE WIRKLICH. Also dann bitte nicht ohne verlässliche Daten die Weltwirschaft gefährden.
    Was jemand gerne mit Kritikern tun würde? Finde ich gerade nicht mehr, irgendein Ministerpräsident hat ungut gedroht. Egal, ich muß die Schreiberei hier mal etwas pausieren lassen und spazieren gehen und zur Bank, Pharma-Aktien ordern (schaut Euch mal die Kurse an)…

  • Stefan Aigner

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    @Ex-Regensburger

    Ihr LInk stammt vom 13. März. Das ist ein paar Tage her. Insgesamt vertraue ich dem RKI mehr als Ihnen. Aber ich gebe es auf, mit Ihnen zu diskutieren. Sie wollen nicht. Sie gehen auf keinerlei Argument ein. Ich verweise nochmals auf diesen Artikel hier. Er beschreibt Strategien, um die es gerade geht. Die sind weit weg von Ihren Szenarien, obwohl die von Ihnen erwähnten Unwägbarkeiten dennoch beschrieben werden. Das ist der Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und Panikmache. https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/darum-ist-die-corona-pandemie-nicht-in-wenigen-wochen-vorbei/?fbclid=IwAR2necYYyqFhx-FvuOGRdxVStXhBCQ5ZtWisTVq8TJ1NzENVWbJFVvneJSY

  • Prokrastinator

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    Sehr geehrter Herr Aigner,
    Ich finde es löblich, dass Sie versuchen, für Klarheit zu sorgen. Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass sie damit jemanden wie den Foristen Ex-Regensburger erreichen. Menschen, die mit „ich glaube… nicht“ kann man nicht überzeugen. Wenn jemand einer Verschwörungstheorie verfallen ist, dann wird man ihn nicht mehr erreichen.
    @Ex-Regensburger: tun sie mir bitte einen Gefallen und behalten Sie ihren Glauben für sich. Wir alle wissen jetzt, dass Sie der einzig Erleuchtete sind und viele Andere nicht Ihren Durchblick haben und schon einer Herdeninfektion erlegen sind. Ich möchte nur mal kurz nochmal darauf hinweisen, dass der von Ihnen zitierte Fachmann in seiner Funktion als Fachmann einen Postboten als Arzt eingestellt hat (Gert Postelt). Mich interessiert es nicht, ob die Viren gleich, ähnlich oder verschieden sind, solange kein Gegenmittel oder eine Impfung vorhanden sind, bleibt das Virus gefährlicher als die Influenza, weil es unberechenbarer ist.

  • XYZ

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    Bislang liegen mehr sog. Kohorten-Studien vor, wenn ich Prof. Dorsten im NDR richtig verstanden habe, aber weniger randomisierte und kontrollierte medizinische Studien, Statistiken daher fraglich wegen Annahmen. Trotzdem Vorsorge-Massnahmen bei einem mutierten virus veranlasst – wie weit die gehen müssen erscheint mir aber ebenso fraglich. Wissenschaftlich gesehen. Politisch (Panik) eine ganz andere Frage. Die Zeit wirds zeigen.

  • Ex Regensburger

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    Ha, soeben entdeckt – ein Superfachmann teilt meine Prognose/These, das ist doch mal einen Tick beruhigender als die gruseligen RKI-Hochrechnungen, denen Herr Aigner sooo sehr vertraut:

    „Die Todeszahlen werden aber auch in Deutschland steigen?

    Ganz bestimmt, aber nicht um solch apokalyptisch hohen Zahlen, wie sie zum Teil in Umlauf sind. Auch muss man berücksichtigen, dass es sich bei den Sars-CoV-2-Toten in Deutschland ausschließlich um alte Menschen gehandelt hat. In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf. Die Frage ist aber, ob er nicht sowieso gestorben wäre, auch ohne Sars-2. In Deutschland sterben jeden Tag rund 2500 Menschen, bei bisher zwölf Toten gibt es in den vergangenen knapp drei Wochen eine Verbindung zu Sars-2. Natürlich werden noch Menschen sterben, aber ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: Es könnte durchaus sein, dass wir im Jahr 2020 zusammengerechnet nicht mehr Todesfälle haben werden als in jedem anderen Jahr.“

    Komplette Quelle:
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/neue-corona-symptome-entdeckt-virologe-hendrik-streeck-zum-virus-16681450.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

  • Ex Regensburger

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    Werter Prokrastinator,
    dazu: „tun sie mir bitte einen Gefallen und behalten Sie ihren Glauben für sich. Wir alle wissen jetzt, dass Sie der einzig Erleuchtete sind und viele Andere nicht Ihren Durchblick haben und schon einer Herdeninfektion erlegen sind.“
    Kann ich nur sagen, dass Sie die Grundregeln einer demokratischen Diskussionskultur (noch) nicht verstanden haben. Da kann durchaus mal ein Beitrag kommen, was einem nicht in den Kram passt. Wenn Sie keine Diskussion wollen, dann rate ich zur Nichtbeteiligung an einer solchen und zum Konsum der RKI-Seite, das reicht dann.

    Einer „Verschwörungstheorie“ bin ich beileibe nicht verfallen, denn ich glaube weder, dass die Amis die Chinesen mit einem Virus versehen haben, noch das dies umgekehrt der Fall ist. Ich glaube auch nicht, dass die Politiker und Virologen das gemeine Volk versklaven und entrechten wollen. Aber ich glaube, dass man mit einigen Einschätzungen und Entscheidungen gefährlich falsch liegt (und räume ein, dass ich mich täuschen kann). Und mehr als „Glauben“ tun die Virologen auch nicht, die meisten geben das auch erfreulicherweise im TV zu.

    Der „einzig Erleuchtete“ bin ich natürlich nicht, deshalb habe ich „meine Weisheiten“ von Fachleuten, die ich zitiere. Klar, ich habe zwar gerüttelt viel Durchblick (Zitat), bin ja auch etwas vom Fach, bin aber bei der komplexen Problemlage – neben Nachdenken – auf Forschung und Expertise angewiesen. Leute wie sie offenbar (ohne Sachargumente) lediglich auf Polemik.

  • Lothgaßler

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    Der Bayerische Hausärzteverband will nicht mehr jeden Verdachtsfall getestet sehen. Das halte ich für grundfalsch. Die Behandlung im Frühstadium könnte entscheidend für den Verlauf sein, das ist bei anderen Erkrankungen auch so, auch wenn derzeit keine spezifische Medikation zugelassen ist.
    Auch benötigen wir Instrumente zum Monitoring, sonst wird der Ausstieg aus den Maßnahmen schwierig werden und die so geliebten Statistiken werden starken Verzerrungen unterliegen (und zwar sehr stark Richtung Gefährdung).
    Auch ist jetzt schon absehbar, dass ohne Nachweis der Immunisierung oder der Virus-Freiheit kein Zugang zu Dienstleistungen mehr möglich sein wird, das trifft beide Seiten: Auftraggeber wie Auftragnehmer. Faktisch läuft es jetzt für viele auf ein Berufsausübungsverbot hinaus (gerade für Dienstleister mit Schwerpunkt Gesundheitsbereich), allerdings ohne dies offen auszurufen. Nehme ich meine Verantwortung ernst (so wie letzte Woche und in Abstimmung mit meinen Kunden die nächsten Wochen), dann ist nicht die von allen mit Verantwortung zu tragende Einschränkung das Problem (auch nicht über Wochen oder Monate), sondern das DANACH. Wie kann ich meinen Kunden gegenüber nachweisen, dass ich keine Gefahr bin? Wir brauchen dafür allgemein eine Lösung, sonst haben die weniger Verantwortungsbewussten jetzt und nachher die Oberhand. Einige Schlawiner und Strategen denken nämlich so: Stecke ich mich jetzt an, dann bin ich in 2 bis 3 Wochen mit der Sache durch und starte „immunisiert“ in die Zeit danach. Irgendein Labor, welches entsprechend testet und bestätigt, findet sich für Geld dann schon.

  • GSH

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    Guten Morgen!

    Welche Behandlung, werter Lothgaßler? Habe ich Symptome, begebe ich mich selbst in Quarantäne, hole mir eine telefonische Krankschreibung und bleibt zu Hause.

    Es gibt keine Behandlung, es gibt kein Medikament und die einzige Anwendung bei Schwersterkrankten ist die Beatmung wegen der Lungenentzündung.

    Teilweise kann man Ex-Regensburger schon auch Recht geben. Wie verhalten ich mich bei einer ortsüblichen Influenza? Das Wichtigste im Moment ist die Ausbreitung zu verlangsamen. Dazu gehört auch, dass ich nicht wegen einer laufenden Nase, Kopfschmerzen und weiteren leichten Anzeichen zum Hausarzt renne.

    Wünschen Allen einen schönen Tag.

  • Prokrastinator

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    Sehr geehrter Ex-Regensburger, mein letztes Statement zu Ihnen: Sie haben in diesem Forum jetzt 16 Beiträge gepostet. Nach Ihrem 14 habe ich mich erdreistet Ihnen MEINE Meinung zu Ihren Aussagen zu schreiben. Ich empfinde den Duktus Ihrer Posts allesamt so, wie ich es geschrieben habe. Sie stellen uns alle als Herdentiere hin, die keine eigene Meinung haben. Überdenken Sie mal lieber ihr Verständnis. Meinungsfreiheit und demokratischer Diskurs heißt nämlich nicht, dass ich mir ständig latent anhörten muss, wie naiv/dumm ich bin, bloß weil ich der „Mainstreammeinung“ angehöre. Ich nehme Ihnen auch nicht ihre Meinung, sondern bitte Sie darum, ihre Arroganz für sich zu behalten.
    1. Sie verlinken Artikel, die mehrer Tage alt sind. Seither sind weitere 50 Menschen und mehr in Deutschland gestorben. In Italien gestern alleine 600. das sind ca. 30 % der normalen „Tagesmortalität“ in Italien. 2. Ihr Experte kann einen Postboten nicht von einem Arzt unterscheiden und 3. Sie haben nichts anderes zu tun als sich zu freuen, dass sie mit Farmaaktien Gewinn machen. Nation um den ganzen Erdball verfahren wie die Deutschen. Viele andere Nationen haben gute Erfahrungen mit dem Vorgehen gemacht. Sind aber alles Hysteriker.
    Streeck sagt in seinem Interview auch nicht, ob er seine Aussage dahingehend trifft, ob Maßnahmen getroffen werden oder nicht. Also eine Nullaussage. Apokalyptisch glaube ich auch nicht, da Maßnahmen getroffen werden, was auch der Hintergrund solcher Szenarien sind. Wenn nichts gemacht wird, dann…
    Im Übrigen arbeite ich in einem Krankenhaus und bin direkt betroffen, wenn es schief läuft. Ich hoffe, dass ihre Einschätzungen zutreffend sind, alles ohne Komplikation abläuft.
    In diesem Sinne wünsche ich allen, dass Sie gesund bleiben, bedanke mich bei Herrn Aigner und seinem Team für die hervorragende Arbeit ebenso wie bei den vielen ArbeiterInnen im Einzelhandel, bei Sicherheitskräften, den Kollegen aus den Krankenhäusern und allen die ich vergessen habe.

  • Julian86

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    Kommentar gelöscht. Bitte etwas runterfahren in der Debatte. Gilt nicht nur für Sie.

  • Lothgaßler

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    @GSH:
    Sie verkürzen schon arg.
    Eine Krankschreibung macht für Selbständige keinen Sinn, und übrigens ist nach der überstandenen Auszeit auch nix gewiss. Bei jedem Schnupfen wiederholt sich das Prozedere, Personal in Lebensmittelgeschäften, Verwandte und Nachbarn werden verunsichert und nach der zweiten oder dritten Infektion mit Irgendwas wird die Einsicht in die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme schwinden. Je größer die Sippenquarantäne, desto wahrscheinlicher wird es, dass in der Sippe nicht nur ein Virus umgeht.
    Sie fokussieren Ihre Sicht bei der Behandlung auf die späten Stadien bei schweren Verläufen. Die Frage ist doch die: Welche Faktoren begünstigen schwere Verläufe, und hilft hier nicht doch eine frühzeitige Behandlung (die wir derzeit nicht genauer aufschlüsseln können), bzw. gibt es Faktoren die einen milden Verlauf fördern. Irgend etwas entscheidet über leicht oder schwer krank, und wie so häufig wirds nicht nur ein Faktor sein. Die überwiegend milden Verläufe zeigen ja: Unser Immunsystem steht nicht völllig hilflos Corvid-19 gegenüber. Vielleicht reicht es schon, wenn der „Feind“ etwas sichtbarer wird, oder das Immunsystem in einen Alarmzustand versetzt wird. Und das alles möglichst in einer frühen Phase, in der Körper und Geist noch gut beeinander sind. Der Mensch ist ein komplexes System höherer Ordnung, da muss auch um die Ecke gedacht werden.
    Die schweren Verläufe liegen in der ICU auch nicht nur wegen der Beatmung, und die Betroffenen sterben auch trotz Beatmung.

  • Ex Regensburger

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    @Prokrastinator:
    Naja, wenn man nicht erkennen kann, wenn jemand einen politischen Gag macht – sorry, dann…ich spare mir weitere bewertende Äußerungen. Natürlich habe ich keine Pharma-Aktien gekauft, hätte ein schlechtes Gewissen dabei (würde aber einiges bringen, wie man an den steigenden Kursen sieht).
    Ich habe schon darauf gewartet, dass die Anzahl meiner Beiträge kritisiert wird. Sorry, aber ich pflege zu antworten, das gehört sich so.
    Das „Sie stellen uns alle als Herdentiere hin, die keine eigene Meinung haben“ ist eine Unterstellung bzw. eine überzogene Interpretation. Ich würde vielmehr annehmen, dass – auch Sie – gute bzw. ehrenwerte Motive haben und sich aufgrund der offiziellen Berichterstattung (alle anderen sind ja Fake-news-Deppen oder müssen rechts sein) ihre Meinung bilden. Und offenbar muß man immer wieder betonen, dass einem die vielen Toten leid tun, bei der Berichterstattung vor 2 Tagen über die ital. Verhältnisse schossen mir die Tränen in die Augen. Was mich jedoch umtreibt ist – warum haben die vielen jetzt soooo hochverantwortlichen Mitmenschen nicht mit-gelitten und Ausgangsbeschränkungen und -Sperren gefordert, als es bis zu 30.000 Influenza-Tote in D pro Jahr gab?
    Die Antwort ist wohl schlicht folgende: Weil es den Medien egal war, war es den Bürgern egal, so isses halt jedes Jahr. Und wenn etwas „neu“ ist, dann macht es Angst und Sars2 ist neu (obwohl viel weniger tödlich als Sars1).
    Im Übrigen habe ich auch infizierte Patienten und bin direkt betroffen, wenn es schief geht. Und habe soeben eine Petition unterschrieben, dass Pflegekräfte besser entlohnt werden, hier der Link mit der Bitte um Unterzeichnung:
    https://aktion.campact.de/klinikpersonal/appell/teilnehmen?utm_campaign=%2Fklinikpersonal%2F&utm_medium=recommendation&utm_source=rec-fb&utm_term=inside_flow

  • Julian86

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    Sehr aufklärend: Ein Jurist und ein Pressereferent machen sich Gedanken über die aktuelle Lage und schreiben:

    Kämpfen geht nur kollektiv

    Zur Zeit der Spanischen Grippe ereigneten sich die Russische Revolution, die Münchner Räterepublik und viele andere soziale Aufstände. Es war klar, dass die Folgen von Krieg, Nationalismus und eben auch des Virus die Arbeiterinnen und Arbeiter am stärksten treffen würden. Nicht ohne Grund schufen die sozialistischen Akteure in Reaktion auf die Spanische Grippe zentrale Gesundheitssysteme, um große Teile der Bevölkerung zu versorgen. In Zeiten globaler Pandemien muss das Recht auf Gesundheit entsprechend global umgesetzt werden – dies würde auch zur Folge haben, die Ursachen der Pandemien zu beseitigen, die sich womöglich in der für Mensch und Tier ausbeuterischen Fleisch- und Fischindustrie verorten lassen (Rob Wallace). Vor allem würde es aber zur Beseitigung jener Ursachen führen, die den aktuellen Notstand herbeigeführt haben: die dramatische Unterversorgung in vielen Gesundheitssystemen. Das Menschenrecht auf Gesundheit wurde schon vor der Pandemie nicht garantiert. Auch andere sozialpolitische Forderungen drängen in den Vordergrund: Arbeitsschutzrechte, Vergesellschaftungen, bedingungslose Entlohnungen für alle. Sind das Konturen einer Agenda, an die man in der globalen Krise anknüpfen kann?
    „FREITAG“:https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-welt-nach-corona-wird-jetzt-ausgehandelt

  • Reinhold Breuer

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    Das RKI ist die Schlüsselinstanz des deutschen Corona-Managements. Mit dem „COVID-19-Dashboard“ informiert es stets aktuell über den Infektionsstand in allen Städten und Landkreisen. Wirklich? Erst wer genauer hinschaut, konnte um 12:50 Uhr die Einschränkung bemerken „Aktuellstes Meldedatum 21.03.2020, 0:0 Uhr“, was evtl. veraltete Meldedaten im Dunkeln läßt.
    Aus unserer Region seien einige Tabellenangaben über Covid-19-Fälle meiner RKI-Abfrage um 12:50 abgeglichen mit Angaben des bayerischen Landesamtes für Gesundheit+Lebensmittelsicherheit LGL über Coronavirusinfektionen, Stand: 20.03.2020, 10:00 Uhr und lokalen Angaben (Gesundheitsamt Rbg „bestätigte COVID-19-Fälle Stand: 20.03.2020, 15.00 Uhr)“ Abfrage 21.3.,12:45 Uhr bzw. Landratsamt Regensburg LRA „Erkrankte Stand: 20.03.2020, 15:00 Uhr“ Abfrage 21.3.,12:46) getrennt durch Gleichheitszeichen:
    Kelheim LKs -> (RKI) 28 = 16 (LWL) = 31 (LRA);
    Regensburg LKs → (RKI) 18 = 54 (LWL) = 67 (LRA);
    Regensburg Stadt → (RKI) 20 = 64 (LWL) = 74 (Stadt);
    Schwandorf LKs → (RKI) 0 = 23 (LGL) = 32 (LRA)
    Vertrauen bauen Behörden weder auf mit späten Zahlen über bestätigte Infektionen noch mit unterschiedlichen. Insbesondere die RKI-Zahl für Schwandorf war und ist geeignet, Menschen zum Leichtsinn zu verführen und die Epidemie zu verstärken. Die schnelle Meldung an das RKI und die konsistente Eintragung neuer Fälle kann m.E. leicht gewährleistet werden.

  • Lothgaßler

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    @Reinhard Breuer:
    wollen Sie einen minutengenauen Liveticker? Der Virologe Drosten wäre ohnehin dafür bei einer Infektion alle Personen der betroffenen Lebensgemeinschaft als infiziert zu werten (weil sich in der Quarantäne dann eh alle anstecken). Würde diese Zählweise jetzt sofort so praktiziert, dann hätten wir einen „exponentiellen“ Zwischenspurt der Fallzahlen mit Panik in der Politik.
    Einerseits ist Quarantäne für Gemeinschaften eine Gefährdung, denn die Quarantäne für Einzelne in der Wohngemeinschaft lässt sich in der Regel nicht strikt durchziehen. Andererseits ein scheinbar begrenztes Risiko zur Immunisierung im kleinen Kreis und in scheinbar kleinen Schritten zur Herdenimmunisierung. Obs so aufgeht, was machen die nicht infizierten Singles, so allein in ihren Buden?
    Nachdem aber ohnehin nicht alle mit Corvid-19-Verdacht getestet werden und demnächst (nach Ansicht des Bayr. Hausärzteverbands) nur noch schwer Erkrankte und medizinisches Personal getestet werden sollen, werden diese Zahlen sowieso an Auskunftsschärfe verlieren. Über die Anzahl der Immunisierten kann ohnehin nur spekuliert werden. In Zukunft werden wir Expertenschätzungen zur Infiziertenanzahl erhalten, dafür aber sehr genau wissen wieviele Personen schwer erkrankt oder mit Corvid-19 gestorben sind. Viel Spaß beim Interpretieren.

  • Ex Regensburger

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    Weltweit führend ist die John Hopkins Uni mit ihrem Statistik-Dashboard:
    https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6
    Da wird gesagt, dass die die aktuellen Daten früher haben als das RKI. Hmmm, woher kriegen die die aktuellsten Daten? Vom CIA?
    By the Way: Wir haben dort aufgeführt bis jetzt ca. 12000 Corona-Tote WELTWEIT. Brutal, aber:
    Ich zitiere die ÄRZTEZEITUNG von 2017:
    „GENF. Atemwegserkrankungen durch eine Infektion mit dem Influenzavirus führen offenbar zu bis zu 650.000 Todesfällen jährlich weltweit. Das geht aus Schätzungen unter anderem der US-Seuchenbehörde CDC und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.“
    Stellt Euch vor, wir hätten weltweit in den nächsten Monaten auch nur 150.000 oder gar 200.000 Tote. Dann würden wir wohl 3 Monate mit absoluter Ausgangssperre in den Häusern verbringen…und keine Oppositionspartei würde sich trauen zu widersprechen, vermute ich mal…

  • R.G.

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    Bitte, wer hat Zugang z den Daten, Beatmete Patienten in den vergangenen Jahren
    älter als 70,
    älter als 80,
    älter als 90 Jahre
    mit niedriger zahlenden allgemeinen Krankenversicherungen
    mit höher zahlenden privaten Krankenversicherungen,
    in den vergangenen Jahren, bzw. in einem der vergangenen Jahre.

    Ich wäre sehr verwundert, wenn Beatmung alten Menschen, abseits von Operationen tatsächlich gewährt worden wäre in der jüngeren Vergangenheit.

  • Dominik Müller

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    @Reinhold Breuer „Vertrauen bauen Behörden weder auf mit späten Zahlen über bestätigte Infektionen noch mit unterschiedlichen.“ – nun, deshalb steht ja der Stand dabei und welche Abweichungen es geben kann, insbesondere bei nur täglicher Aktualisierung der Karte. Seit Ihrem Vorschlag, den Theaterbetrieb weiterlaufen zu lassen und lediglich jeden dritten Platz freizulassen, finde ich Ihre Einwände und Kritik allerdings nebensächlich. Das LGL beschreibt die Abweichungsgründe sehr nachvollziehbar. Sie müssen halt genauer lesen. Das steht oberhalb der Karte des LGL:
    „Hier sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem LGL über den elektronischen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen regionalen Zahlen und der LGL-Tabelle kommen. Das LGL wiederum meldet die bayerischen Fälle an das Robert Koch-Institut, auch hier kann es z.B. durch unterschiedliche Aktualisierungszeitpunkte zu abweichenden Daten kommen.“

  • highwayfloh

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    He Leute,

    kommt mal wieder runter… ist es wirklich in dieser Zeit nötig, sich trotz allem virutell die Köpfe einzuschlagen? Ich denke nicht!

  • Mario

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    Zu ExRegensburger:
    „In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf. Die Frage ist aber, ob er nicht sowieso gestorben wäre, auch ohne Sars-2.“

    Es geht ja noch viel weiter: In Italien werden alle toten Corona-Infizierten zu Coronatoten erklärt. Also z.B. durch einen Unfall rein in die Corona Sterbestatistik.

    Das wäre genauso also würde man alle Tote auf Herpesviren testen und dann von xy Tsd. Herpestoten sprechen.
    Weiss jemand ob in der weltweiten Statistik genauso verfahren wird?

  • Shadowchaos

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    @Mario. bzgl. der Statistik, dass hatte dieser Professor Wiehler in seiner Pressekonferenz am Freitag auch so erklärt.
    Da gab es genau die selbe Frage eines Journalisten.

  • Mr. T.

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    Es mag sein, dass die Statistiken etwas nach oben verfälscht werden, wenn sämtliche infizierten Gestorbenen dem Virus zugerechnet werden – falls das wirklich so ist. Nichtdestotrotz sterben in Italien im Moment stark überdurchschnittlich viele Menschen.

  • Ex Regensburger

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    Hi Mario, das ist korrekt. Die schrechliche Situation in Italien ist natürlich erklärungsbedürftig, die treibt mich auch um. Offenbar ist es ja das gleiche Virus, denn das Sars2 ist sequenziert und der PCR-Test offenbar einigermaßen valide (bis auf den pubmed-Artikel/Studie aus China, die das Ergebnis aufwies, dass 50% falsch positiv getestet wurde…). Somit müßte die Todesrate in etwa gleich hoch sein.
    Vergessen wird: Es sind oft verschiedene Viren, die einen Kranken zur Strecke bringen, es wird jedoch i.d.R. der „Hauptverdächtige“ getestet, auf den denn alles geschoben wird. Zur Zeit ist ja der Hauptfeind der Menschheit das neue Coronavirus, alle anderen Mistbiester freuen sich ausserhalb des Scheinwerferlichts.
    Dann – die vielen chinesischen Arbeiter in der Lombardei (die zuhause in China waren und sich infiziert hatten), die in Norditalien in schlimmen Verhältnissen leben. Da wird die VIRUSLAST natürlich gewaltig, und das ist ein wichtiger Aspekt: „INITIALE VIRUSLAST“ – meint die Menge der Viren bei der Ansteckung. Platt gesagt: Einige Coronas steckt das Immunsystem locker weg, ab einer kritischen Menge wirds gefährlich. Da gibt es eine aussagekräftige Karte das aufzeigt (Wohngegend der chin. Arbeiter nahezu deckungsgleich mit den Gegenden der hohen Infektionsrate!). Ich spare mir die Links alle hier.
    Dann – die Altersstruktur in Italien (viele Senioren/innen) und das Leben in der Großfamilie. Dann – das ital. Gesundheitssystem und wer weiß wie viele nosokomialen Pneumonien (die oft brutaler und tödlicher sind als der Einweisungsgrund ins Krankenhaus). Dann – die Art der Therapie, auch die führt mitunter zum Tode (Nebenwirkungen und Nichtwirkungen). Die antiviralen Medikamente wurden aus guten Grund nur sehr selten eingesetzt… Dann – gibt es eine Studie/Übersicht über die Antibiotikaresistenzen, die gerade in Norditalien sehr hoch sind. Zum Verständnis: Patient X kommt wegen Kurzatmigkeit etc. in ein Krankenhaus, Diagnose viraler Infekt; dort steckt er sich mit einem bakteriellen Erreger an und muß Antibiotika bekommen. Wenn er sich in den letzten Jahre durch häufige Antibiotikagaben eine Resistenz eingehandelt hat, wird er wohl versterben…
    Auch aus diesem Grund habe ich seit meiner Jugend kein einziges Mal Antibiotika genommen (bin über 60), das sollte man sich für Lungenentzündungen, Sepsis etc. aufheben.
    Den Rest der Italien-Analyse werden Studien, Doktorarbeiten etc. ergeben, da geht noch einige Zeit ins Land. Aber es wird uns Jahre beschäftigen.

  • Reinhold Breuer

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    Das RKI sollte zumindest bei teils exponentiellem Verlauf nicht Stunden verspätet Zahlen berichten, die längst in Landratsämtern bekannt sind – im Bsp. Schwandorf sogar Tage oder Wochen verspätet und verharmlosend. Zur Einordnung für den Leser wichtiger als die pauschale RKI-Angabe „Aktuellstes Meldedatum ….“ wäre die Angabe des Meldezeitpunktes jeder Landkreis-/Stadtzahl, wie das die anderen angeführten Behörden auch machen. Vor solchen Meldeangaben mutmaße ich lediglich ehrenrettend (in Übereinstimmung mit dem LGL), im gestuften Meldeweg könne eine Erklärung für manche irritierenden Unterschiede zw. Infiziertenzahlen von RKI, Gesundheitsämtern und LGL liegen – nicht für Schwandorf-Unterschiede. Übrigens „LWL“ in meinem vorigen Posting war ein Schreibfehler.
    @Dominik Müller @Lothgaßler @R.G.
    „Verwundert“ wäre ich nur beim Gegenteil. „Minutengenau“ darf es sein. Den „elektronischen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter“ an das LGL zu verlängern zum RKI oder die Weiterleitung ohne Zwischensammlung zu automatisieren, liegt zur Beschleunigung nahe. Ich stimme zu: Zahlen der Verdachtsfälle und der Getesteten inkl. Negativtests, der Schwerkranken an Beatmungsgeräten und der Rekonvaleszenten sind ebenfalls zu beachten. Die genannte Hopkins-Uni hingegen gibt keine dt. Bundesland-, Landkreis- und Stadtwerte an.

    Verlaufskurven können automatisch generiert werden. Wer diese Meldewege vom Gesundheitsamt zu RKI-Onlineangaben (auch technisch) verbessert, muss zum Glück nicht erst abgezogen werden von dringenden medizinischen Arbeiten. Schnelle und verlässliche Information seitens des RKI, der Schlüsselinstanz des deutschen Corona-Managements, wäre in der Krise Gold wert. Das müsste halt jemand veranlassen.

  • Lothgaßler

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    @R.G.:
    Da gruselts mich ja. Ein Patient, der künstliche Beatmung benötigt, dem wird man diese Maßnahme nicht aus Altersgründen vorenthalten. Schon gar nicht geschieht dies in einer ICU. Bekanntlich ist Sterbehilfe (das wäre es) ein heikles Thema, und im Abstellen der Beatmung sehen viele Mediziner eine aktive Sterbehilfe: ein NoGo!
    Auch außerhalb von Kliniken werden Patienten beatmet. Einen Einblick gibt ein „Faktenblatt Beatmungspatienten (Daten von 2006 bis 2016)“ (Quelle Dachverband BKK, einfach eingeben in die Suchmaschine).
    Ein Zitat daraus kann ich mir nicht verkneifen:
    „…Der exponentielle Anstieg [Anmerkung: im Zeitraum 2006-2016] der sehr pflegeintensiven Patienten stellt das Gesundheitssystem vor extreme Herausforderungen und erfordert eine gesundheitspolitische Diskussion über die Grenzen des Systems hinaus…“
    (Quelle: obiges Faktenblatt)

    Ich würde erst einmal nicht unterstellen, dass Patienten mit Privatversicherung besser gestellt werden, es sei denn sie liegen in Privatkliniken. Vielmehr dürfte deren Gesundheitszustand besser sein als jener des Durchschnittsbürgers. Das wäre ein interessanter Aspekt bei der Aufarbeitung der Misere in Italien.
    ABER: Beteiligen sich die privaten Krankenversicherer angemessen an den Maßnahmen, oder bleibt Vieles wieder unausgesprochen bei den Gesetzlichen hängen? Der Staat scheint ja zu finanzieren und somit seinen Beitrag zu leisten: für die gesetzlich nicht versicherten Beamten, Soldaten, Richter.

  • Ex Regensburger

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    Sorry, das ichs schonwieder bin, aber das ist ein gefundenes Fressen – speziell für die mitlesenden Juristen – hier und bestätigt meine früheren Einlassungen und Warnungen:

    „Am gestrigen Mittwoch, den 18.03.2020 hat das Landratsamt Tirschenreuth (Oberpfalz) eine Allgemeinverfügung erlassen, die für das Stadtgebiet der Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre bis einschließlich 02.04.2020 vorsieht, um das Corona-Virus einzudämmen. Der Maßnahme mangelt es nicht nur an einer hinreichenden Rechtsgrundlage, sondern sie ist auch unverhältnismäßig. Sie ist Ausdruck der allgemeinen Panik und der offenkundigen Ratlosigkeit der Politik im Umgang mit dem Corona-Virus. Ebenso wie eine bloße laissez faire-Strategie fehl am Platze wäre, darf in die Freiheitsrechte der Bürger trotz der Krise nicht in verfassungswidriger Weise eingegriffen und auf diese Weise eine faktische Entmündigung der Bevölkerung vorgenommen werden.“ etc.

    Der ganze lange juristisch interessante Text hier:
    https://verfassungsblog.de/freiheitsrechte-ade/

  • Reiner Wehpunkt

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    Das Maß von Intoleranz ist schon bemerkenswert, wenn hier Menschen, die in Kommentaren die staatlichen Corona-Maßnahmen hinterfragen, als Verschwörungstheoretiker („Wenn jemand einer Verschwörungstheorie verfallen ist“) abwerten und mundtot („behalten Sie ihren Glauben für sich“) machen wollen.

    Es ist IMMER richtig, zu hinterfragen, was von Oben kommt! Damals schon, heute genauso und morgen wird es nicht anders sein. Vor allem wenn dasselbe Führungspersonal, welches uns noch bis Anfang März mit Beschwichtigungen überflutet hat („Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland werde als „gering bis mäßig“ eingeschätzt.“ (RKI laut faz.net vom 27.Feb.2020); Jens Spahn zu Coronavirus: „Kein Anlass zu Unruhe oder unnötigem Alarmismus“ (taz vom 23.02.2020); „Deutschlands Krankenhäuser sind auf das Corona Virus gut vorbereitet“ (Jens Spahn laut t-online Bericht 04.03.2020)) und drastische Strafen für Panikmache im Internet ankündigt, wenn also dasselbe Führungspersonal auf einmal Katastrophenalarm ausruft und Ausgangssperren über Deutschland verhängen will, dann sollte man besonnen bleiben und auch die Argumente überprüfen, welche von namhaften Experten wie z. B. von Prof. Karin Mölling (Universität Zürich), von Prof. Susanne Herold (Universität Gießen), Prof. Sucharit Bhakdi (Universität Mainz, emeritiert), dem Max-Planck-Institut Berlin und vielen anderen Wissenschaftlern veröffentlicht werden. Man nennt das Meinungsvielfalt und Diskurs.
     
    Wenn große Teile der Bevölkerung auf der geistigen Ebene von DSDS u.ä. gehalten werden, dann lohnt sich auch mal ein tieferer Blick hinter die Kulissen, was gesellschaftspolitisch so abgeht. Naomi Klein hat ein hervorragendes Buch geschrieben: in „Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ wird anschaulich beschrieben, wie bestimmte Kreise Katastrophen-Szenarien herbeireden und Leiden skrupellos instrumentalisieren, um ihre persönlichen Machtinteressen durchzusetzen. So funktioniert Politik eben oft und vielleicht haben wir ja gerade so einen Fall?

    Was das Alles mit dem Artikel „Coronavirus in Regensburg zu tun hat“?
    Einfach ein bisschen cool bleiben, andere Meinungen tolerieren und vielleicht sogar ein bisschen dazulernen. Das ist bei allem Ernst der Lage eben auch wichtig, um die richtigen (persönlichen) Entscheidungen zu treffen.

    Und übrigens: der Kalauer „Altmaier verspricht: Kein Arbeitsplatz soll verloren gehen “ (Hart aber fair) wird ganz sicher eingehen in die Geschichtsbücher, in der Rubrik „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“/“Die Rente ist sicher“/“Der € ist sicher“. Wetten das?

  • R.G.

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    Eigentlich ist das die Seite „Coronavirus in Regensburg – das ist der Stand der Dinge“:
    Gemeint war sie vom Chef als Service-Seite, auf der Regeln, Verordnungen, Einschränkungen und Lösungen gesammelt auffindbar sind.
    Sie wird jedoch für Diskussionen über die Positionen zum Problem „Seuchenbewertung, Seuchenbewältigung“ selbst benutzt. Weil es im Netz an grundsätzlicher Auseinandersetzung sehr fehlt.

    Voran bei den beiden den örtlichen Umgang bestimmenden Landeslenkern.
    Kanzler Kurz, der Schnittige, gab inzwischen zu, ihn habe ein Telefonat mit Netanyahu veranlasst (Anmerkung: zu einem relativ frühen Zeitpunkt mutiger als seine Nachbarländer) zu handeln.
    Söder handelt nach einem Telefonat mit Kurz, und wenn man dem Aufbau seiner Rede glauben schenkt, rechtfertigen sich die von ihm gesetzten Einschränkungen sonst noch, weil böse Buben Senioren angehustet und dabei „Corona“ gerufen haben sollen.

    Ich bin dadurch in einer sehr vergleichbaren Lage zu der meiner Vorfahren vor einigen hundert Jahren, (über deren dörfliches Leben es zufällig eine sehr gute Quellenlage gibt) denen Landesfürsten den Umgang mit Krankheiten und Seuchen „erklärten“, heruntergebrochen auf das vermeintliche Niveau des Volkes.
    Ihres lag deutlich unter dem ihrer Untertanen.

    Als Mensch, lebend nach der Aufklärung, meine ich, ich hätte ein Recht darauf, Probleme von den heutigen „Landesfürsten
    anders erklärt zu erhalten als damals, aber das kann ich bisher nicht wirklich sehen.

    Zu Kanzler Kurz. Er veranschaulicht mit durchaus vorbildhaften Anekdoten aus seinem familiären Umfeld.
    Dennoch fordere ich, er möge vorher Wichtigeres sagen, auf welche nachprüfbaren Zahlen, Daten, Fakten oder Annahmen er seine aktuelle Entscheidungen stützt, und welche Fachleute ihm diese Grundlagen vermitteln bzw. ihn beraten und wo ich ein wenig davon für mich überprüfen kann. So müsste sich unser Denken stets weiterentwickeln dürfen.

    Zu Söder: Er möge sagen, welche Fakten und Annahmen er mit Kanzler Kurz teilt, sodass er zur Annahme kommt, die Anlehnung an den österreichischen Weg sei geboten. Anekdoten von bösen Buben sollten nach der Aufklärung landesweite Entscheidungen bitte nicht nach außen hin begründen.

    Der Irrtum setzt sich bei uns im Volk fort, recht gut ist das für mich in der Meinung illustriert:

    “ angesichts der Seitenaufrufe von Dr. Wodarg und das allgemeine Interesse wäre es die Pflicht der öffentlich-rechtlichen gewesen, ihn mal einzuladen (und dann gerne argumentativ zu zersägen, dürfte aber schwer werden).*

    Der Meinung widerspreche ich, während ich ihr recht geben muss.
    Nein, Seitenaufrufe halte ich für keine Berechtigung. Er müsste auch nicht eingeladen werden, um eine Gegenmeinung ins Studio zu lassen. Ich meine, es ist vielmehr unser aller Pflicht als aufgeklärte Menschen, Thesen durch selbst versuchte Gegenmeinungen zu überprüfen, besonders bevor wir ganzen Ländern Einschränkungen auferlegen wie jahrelange Schrumpfung des Gesundheitswesens oder nun, Quasi Ausgangsperre und de facto Berufsverbot für beinahe alle Bürger.
    Nicht Landesfürsten gegen Meinungspäpste, sondern jeder von uns mit wachem, sich und seine aktuellen Meinungen laufend überprüfende Menschen.

    (Ich höre Dr.Drosten gerne zu, immer wieder verwirft er bestimmte Gedanken vom Vortag aufgrund neu ihm zugetragener Fakten von eriösen Fachleuten.

    Was geschah, nachdem man meinen fernen Vorfahren über Jahre erfolgreich die Lesefähigkeit und das kritische Denken abgewöhnt hatte?

    Die Hexenverfolgung.

  • Ex Regensburger

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    Ok, ein reflektierter Beitrag. Die Hochrechnungen sind jedoch deshalb so gruselig weil sie ein weiteres DAUERHAFTES logar. Wachstum implizieren. Demnach wären wir doch schon alle hinüber, da wohl alle Epidemien erst einmal logar. wachsen, aber dann – gehts zurück UND ZWAR i.d.R. OHNE EINSCHNEIDENDE GEGENMASSNAHMEN.
    Die momentanen Maßnahmen könnten zwar einen kleineren Effekt haben, wieviel weiß niemand, aber die tatsächlichen Infektionsraten sind jetzt schon bis zu 20x höher (RKI) als getestet (Dunkelziffer-Effekt). Nach den offiziellen Angaben des RKI sind die Infiziertenzahlen ohnehin um einen Faktor 11-20 zu niedrig, dementsprechend ist die Letalitätsrate um einen Faktor von bis zu 20 zu teilen….
    Und viele haben sich infiziert, von denen man das nicht weiß, von daher schätze ich – kleines Licht – den Effekt von Ausgangssperren eher marginal ein.
    Dann, die Lesch-Rechnung mit den üblichen Todeszahlen pro Tag in Italien sind gemittelte Durchschnittzahlen, die wären in Grippezeiten wohl etwas höher wie im August. Egal, klar ist, dass die Situation in Italien ein Trauerspiel ist.
    Für Deutschland gibt es übrigens einen MINIMALEN Lichtblick (der auch Lesch und des RKI düstere Extrapolationen hoffentlich entkräftet):

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1100739/umfrage/entwicklung-der-taeglichen-fallzahl-des-coronavirus-in-deutschland/
    Schaut da mal auf den 20.3.20.

    Und: „Der Anstieg der neu gemeldeten Ansteckungen schwächte sich zuletzt etwas ab. Ob sich daraus ein Abebben der Ansteckungswelle ablesen lässt, ist noch unklar.“ (ntv von heute)

  • Stefan Aigner

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    @Ex-Regensburger

    Die RKI-Meldung wurde leider schon wieder korrigiert. Am Wochenende kommen nicht von überallher Meldungen. Genaueres wird man erst am Montag wissen.

  • R.G.

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    Man befürchtete für zwei, drei Wochen das Zusammentreffen noch hoher Zahlen Influenza Patienten der für dieses Jahr endenden Welle, zusammen mit dem Anstieg der Corona Fälle.
    Hatte die Ausgangsbeschränkung dämpfende Auswirkungen auf die Neuansteckungen mit Influenza?
    Wird der eventuell geringere Anstieg an Grippefällen durch den neuen Kälteinbruch gebremst?

    Wo sehen die anderen User die verlässlichsten Zahlen für den Staat „Bayernösterreich“ ; ) und Italien? ich wurstle mich da durchs Internet ohne Konzept.

  • Ex Regensburger

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    Kommentar gelöscht. Was Sie hier tun, ist zunehmend Trolling. Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

  • R.G.

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    Oberösterreich meldet einen Erfolg der Ausgangssperre, prozentual gesehen geringere Steigerungen.
    https://www.nachrichten.at/panorama/chronik/ausgangsbeschraenkung-zeigt-wirkung-oesterreich;art58,3242994

    Oberösterreich richtet Drive-in Stationen zur Testung von Corona Verdachtsfällen ein:
    https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/entwurf;art70,3243008

    Tschechien möchte auf Monate keine Ausländer mehr ins Land lassen. Die Menschen müssen Mundschutz tragen:https://www.nachrichten.at/politik/aussenpolitik/tschechische-grenzen-bleiben-monatelang-geschlossen;art391,3243075

    Und noch ein Goodie,wie könnte es anders sein, FPÖ Politiker soll bei Corona-Party erwischt worden sein, behauptet die Zeitung:
    https://www.nachrichten.at/panorama/chronik/polizei-loeste-mehrere-corona-partys-auf;art58,3243086

  • R.G.

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    Heute komme ich mit einer Bitte an die Leser.
    Die vergangenen Tage, heute ganz besonders, hatte ich Einblick in die Lage einiger verzweifelter Gastarbeiter.
    Kroaten und Ungarn und Serben aus dem verarmten Gebiet entlang der Grenze beider Länder, viele inzwischen gute deutsche oder österreichische Staatsbürger, versuchten vor der Krankheit in ihr Geburtsland zu flüchten oder ihre Alten dort in Sicherheit zu bringen. Ein Bauernhaus behielten sie noch, für schwere Zeiten und die Rente. Als Hafen der Sicherheit zeigte sich das nicht.
    In der Heimat verbliebene Nachbarn äußerten den Verdacht, Corona sei durch die Heimkehrer eingetragen worden, Misstrauen und mehr entwickelte sich, alte Gräben aus dem Krieg risssen wieder auf.
    Die Regierung gab überaus exakte Regeln heraus, wie sich die Einreisenden in isolation zu verhalten haben, sie müssten kontrolliert werden, ob sie sich daran strikt halten.

    Heute früh das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren in Kroatien, schwere Schäden an Kirchen, am Symbol des Landes. Menschen, die sich beim Einkauf mit dem Nötigsten versorgen wollten, konnten wegen Schäden an Brücken nicht mehr zu den wegen Corina ohnehin nur eingeschränkt geöffneten Geschäften in größeren Orten.
    Sie können sich vorstellen, was das für betroffene Gastarbeiter (samt ihren Nachkommen) bedeutet. Bitte geben Sie den Nachbarn aus den Ländern, die nun hier bleiben müssen und dabei um ihre Verwandten und ihren kleinen Besitz daheim doppelt fürchten, ganz bewusst Halt und nachbarschaftliche Zeichen der Zusammengehörigkeit, wie sie sich trotz des Corona-Distanzgebots leben lassen.
    Gehen wir aufeinander zu!
    https://dnevnik.hr/vijesti/hrvatska/evo-kako-izgleda-centar-zagreba-nakon-najveceg-potresa-u-posljednjih-140-godina—598550.html

  • Julian86

    |

    Der Erdball vom Virus gepackt – Was kommt auf uns zu? – Drei Wellen? – Studie.

    Die neuesten Maßnahmen, wie von Merkel bekanntgegeben, sind befristet, man fährt auf Sicht.

    Bis zum Dienstag nach dem Osterwochenende sind es noch drei Wochen, 21 Tage.

    Ich lese: In D verdoppeln sich die offiziell festgestellten Infektionen alle 2-3 Tage. Nehmen wir, ausgehend von 20.000 Fällen, den 3-Tage-Doppler. Daraus ergibt sich in dieser Zeitspanne ein sieben-facher Sprung, etwa: 20 000 – 40 000 – 80 000 – 160 000 – 320 000 – 640 000 – 1.280 000. Nimmt man dazu das bekannte 80/20 -% – Erkrankungsrisiko und rechnet die Letalität heraus, dann kann man das mögliche Fiasko erkennen.

    Die „Fahrt“ auf Sicht wird bleiben. Selbst wenn die Kurve innerhalb dieser drei Wochen fällt, würde ein erhofftes minderes Ansteigen der Infektionen aber trotzdem ein Ansteigen der Fälle bedeuten mit den Folgen für das Gesundheitssystem, für die Menschen.

    Die bekannte Studie/Senario aus 2012/2013 (Bundestags-Drucksache – 17/12051) hat unter Zugrundelegung realistischer Annahmen die Entwicklung einer solchen Pandemie durch“gespielt“. Und, darauf möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich hinweisen: Viren kommen in Wellen, von dreien ist in diesem Szenario die Rede. Als durchaus gängig.

    Es erscheint als Möglichkeit, dass auch „unser“ Virus in DREI WELLEN kommt. Also nach der angestrebten Senkung der Neu-Infektionen zunächst eine aufkommende „Beruhigung“. Aber womögich mit anschließender zweiter Welle, vlt im Herbst. Und einer dritten Anfang 2012. Bis endlich ein Impfmittel zur Verfügung steht.

    Grund genug also, die Sache sehr ernst zu nehmen.

    Niemand aber weiß, wie die Entwicklung wirklich sein wird. Auch der „Ausnahmezustand“ wird ggf. an seine Grenze kommen. Und ggf. wird sich Politikern diese Frage stellen:

    Welche neue Weichenstellung ist „geeignet, erforderlich und angemessen“, um den gesellschaftlichen ….. Schaden …. so gering wie möglich zu halten?

    „Aus dem Forum für das institutionelle deutsche Pensionswesen“ eine Zusammenfassung der BT-Drucksache, eine

    hypothetische Studie zwar, aber geeignet, uns die Augen zu öffnen.

    Sonder-Kassandra:
    7,5 Millionen Tote allein in Deutschland?
    von Pascal Bazzazi, Berlin, 17. März 2020
    https://www.lbav.de/75-millionen-tote-allein-in-deutschland/

  • Lothgaßler

    |

    @Stefan Aigner:
    Ich finde das ist ein wichtiger Link und weitet die Sicht. Prof. Lesch in Ehren kann nicht alles erklären.
    Die Medizin und ihr Umfeld spaltet sich in viele forschende Bereiche, und nicht nur Evidenz (Wirksamkeitsnachweis: muss durch Studien hoher Qualität erbracht werden), sondern auch QALY (qualitätsbereinigte Lebensjahre) oder auch CLYG (Kosten pro zusätzlich gewonnenem Lebensjahr) sind Bewertungsgrößen (Gesundheitsökonomie).
    Medizin bringt uns immer schnell zu ethischen Fragestellungen, um die es hier ja auch geht.
    Es braucht die Abwägung, ob die Maßnahmen im Sinne QALY z.B. zumindest als Nullsummenspiel ausgehen. Die Corvid-19 konzentrierten Maßnahmen (Corvid-Notfälle, Corvid-Infektionsvermeidung, Vorbereitung des Gesundheitssystems) werden einen positiven QALY für einige Corvid-19-Schwererkrankte (überwiegend Ältere mit Grunderkrankungen, weshalb der QALY nicht hoch sein wird) haben, wirken sich aber auf andere Personen in deren QALY ggf. stark negativ aus. So hart es klingt, aber der Nutzen für die Einen ist womöglich der Schaden für die Anderen (ich meine das nicht monetär).
    CLYG ist derzeit ohnehin kein Thema, ich fürchte aber danach wird auf Teufel komm raus gespart werden. Die aufgebauten Kapazitäten für die Beatmung nehmen die Kliniken heute gerne mit, aber genauso schnell werden diese wieder abgebaut, wenn die Sonderfinanzierung wieder wegfällt und der Bedarf nicht gegeben ist.

  • R.G.

    |

    Mich interessiert die Zahl an Suiziden pro 10 000 Einwohner,
    und die Zahl an Suiziden pro 10 000 Arbeitslosen.

    Das durchschnittliche Lebensalter von Lohn empfangenden bzw Lebensunterhalt erwirtschaftenden = gleichzeitig sozial vernetzten Menschen,
    und das Lebensalter von einsamen oder in Isolation lebenden und gleichzeitig arbeitslosen bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohten bzw. von sozialen Hilfen abhängigen Menschen.
    Wohlhabendere Menschen werden laut Statistik älter, um welche Spanne?
    Obdachlose erreichen das statistische Sterbealter des typischen Coronaopfers überhaupt nicht.

  • R.G.

    |

    Hallo Herr Aigner!

    Halten Sie es für sinnvoll, die allgemeinen Zahlen und Statistiken zu Corona und Maßnahmen in einen eigenen Thread zu packen?

    Freundliche Grüße!

  • Julian86

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    Am 26. Feburar 2020:
    Italien: 322 bestätige Infektionen – 10 Todesfälle
    Quelle:
    John Hopkins Uni

    Und heute, etwa einen Monat später?

    Zu den vorstehenden Beiträgen und Verlinkungen u.a. zur Frage der Letatlität = Case Fatality Rate ein wirklich gut verständliches Fakten-Papier von
    https://www.sciencemediacenter.de/fileadmin/user_upload/Fact_Sheets_PDF/Letalitaet_SARS-CoV-2_SMC_FactSheet_26022020.pdf

    worin sich auch ein Kurz-Link zur John Hopkins Universität (jhu) findet, mit dem täglich aktualisierten Dashboard.

    Oder auch unter
    https://coronavirus.jhu.edu/map.html

  • Stefan Aigner

    |

    @RG

    Ich habe dazu jetzt eine Rubrik im Basistext angelegt.

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