SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Uniklinikum’

Rund 400 Beschäftigte am Uniklinikum Regensburg beteiligten sich am Dienstag an den bundesweiten Warnstreiks anlässlich der laufenden Tarifrunde. Der Frust bei den Pflegekräften sitzt tief.

„Nicht am falschen Ende Spahn.“ Der Noch-Gesundheitsminister hat bei den Beschäftigten kein gutes Standing. Foto: bm

„Nicht am falschen Ende Spahn.“ Schon auf dem Fußweg zum Haupteingang des Uniklinikums stehen die Protestplakate der dort beschäftigten Pflegekräfte. Das Wortspiel mit Bezug auf den Noch-Gesundheitsminister findet sich immer wieder auf den größtenteils selbstgestalteten Schildern. Oder auch: „Ich kann gar nicht so schlecht arbeiten wie ich bezahlt werde.“ In der Pflege geht es um die Versorgung von Menschen, das dürfe nicht vergessen werden, heißt es unter den Streikenden immer wieder. „Ich reanimiere deine Mutter“, ist auf einem Holzschild in schwarzer Schrift auf rotem Hintergrund zu lesen. Darauf klebt ein Sticker: „Pfleg dich ins Knie.“ Klar ist: Frust und Unmut sitzen tief.

Ausgelagerte Dienstleistungsgesellschaften

Zwei-Klassengesellschaft (nicht nur) an der Uniklinik

Ausgelagerte Dienstleistungsgesellschaften an Kliniken sind keine Seltenheit. Die Beschäftigten trifft das aktuell doppelt. Neben einer generell schlechteren Bezahlung gibt es für sie auch keine Corona-Boni. Am Uniklinikum, wo rund 400 Menschen über eine ausgelagerte GmbH angestellt sind, kam es deshalb am Mittwoch zu Protesten.

„Strukturen, Prozesse und Abläufe überprüfen“

Uniklinik: Beschäftigte befürchten Stellenabbau

Befristungen, die nicht verlängert werden, widersprüchliche Informationen und eine Personalberatung im Haus – vor diesem Hintergrund und einem zweistelligen Millionendefizit des wichtigsten Krankenhauses in Ostbayern haben mehrere Beschäftigte am Universitätsklinikum Regensburg Angst um ihren Job. Die Kaufmännische Direktorin versichert, dass kein Stellenabbau „in größerem Rahmen“ geplant sei, spricht aber gleichzeitig davon, dass „Strukturen, Prozessen und Abläufe“ in allen Bereichen geprüft würden.

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