SOZIALES SCHAUFENSTER

Lärmbelästigung auf der Jahninsel

Die Frage nach Henne und Ei

Am vergangenen Donnerstag lud Fair Feiern Anwohner rund um die Jahninsel und den Grieser Spitz, sowie all jene, die eben dort gerne abends verweilen zu einer Diskussion unterhalb der Gaststätte Alte Linde ein. Viele Anwohner fühlen sich von den Feiernden mittlerweile massiv gestört.

Diskussion über Lärmbelästigung auf der Jahninsel. Foto: bm

Vor kurzem hat die Stadt zusammen mit der Initiative Fair Feiern neue Hinweisschilder im Bereich der Jahninsel und des Grieser Spitz aufgestellt. Mit Sätzen wie „Wuid bisln is grintig“ will man in den Dialog mit jungen Menschen treten und für das Thema Lärmbelästigung sensibilisieren.

Insgesamt wirkt die ganze Debatte ein wenig wie die altbekannte Frage nach Henne und Ei. Was war wohl zuerst da? Die Anwohner, die ihre Nachtruhe in Gefahr sehen und deshalb die jungen Leute pauschal als Ruhestörer wahrnehmen. Oder die feiernden Menschen, die sich gerne an warmen Abenden meist mit alkoholischen Getränken auf der Freifläche einfinden und sich von den Anwohnern mittlerweile vertrieben fühlen.

Anwohnerin: „Es ist im Sommer nicht mehr auszuhalten“

Auch am Donnerstag zeigen sich eher verhärtete Fronten. Ein paar junge Leute haben es sich in den bereitgestellten Liegestühlen bequem gemacht und machen sich demonstrativ erstmal ein Bier auf. Währenddessen berichtet Susanne Kraus, eine Anwohnerin, von ihren Erfahrungen. „Es ist im Sommer nicht mehr auszuhalten“, sagt sie. Das Gespräch mit den jungen Leuten habe sie immer wieder gesucht. Doch bei vielen fehle einfach der respektvolle Umgang. Deshalb: „Meine Lösung ist ein Alkoholverbot, zack!“

Lärmproblem: Jugendliche: bm.

Auch andere Anwohner berichten Ähnliches. „Wenn bei mir im Garten am helllichten Tag betrunkene Männer urinieren, dann ist hier ganz klar eine Grenze überschritten“, bemerkt eine Anwohnerin verärgert. „Ich mache in den Sommermonaten mittlerweile Urlaub von Regensburg.“ Dabei hat es in diesem Jahr bisher lediglich 19 Anrufe wegen Lärmbelästigung gegeben, berichtet Thomas Hasler von der Polizeiinspektion Nord. Dass es nur so wenige sind, erkläre sich für die Anwohnerin recht schnell. „Viele rufen gar nicht bei der Polizei an. Sie glauben das bringe eh nichts.“ Eine Polizistin soll am Telefon einmal geraten haben Ohropax zu verwenden. „Das macht einen fassungslos.“

Freistaat soll durchgreifen

Für einen älteren Mann ist der Fall mittlerweile gegessen. „Wir werden demnächst einen Antrag an den Freistaat stellen, den Vertrag mit der Stadt zu überprüfen.“ Die Jahninsel ist nämlich eigentlich im Besitz des Freistaates. Allerdings besteht eine Nutzungserlaubnis für die Stadt. „Diese sieht auch vor, für Ordnung zu sorgen“, so der Anwohner weiter. Und wenn die Stadt dieser Pflicht nicht nachkomme, müsse die Insel im Zweifel eben gesperrt werden.

Inwieweit Verbote das Problem tatsächlich in den Griff bekommen können, bleibt dabei fraglich. Denn wie Walter Boeckh, Rechtsreferent der Stadt, anmerkt: „Wir können natürlich Verbote aussprechen. Aber es stellt sich dann immer die Frage, ob wir diese tatsächlich durchsetzen können.“ Ordnungshüter und Polizei könnten nicht rund um die Uhr auf der Insel patrouillieren und für Ruhe sorgen.

Schon jetzt versuche man zumindest präventiv vorzugehen, erklärt auch Hasler. „Wir schicken unsere Kollegen oft schon am frühen Abend los. In Gesprächen mit den noch nicht zu stark alkoholisierten Menschen wollen wir dann ein wenig das Bewusstsein dafür schaffen, dass man auch auf die Anwohner achten möge.“

Rechtsreferent Walter Boeckh und Anwohnerin Susanne Kraus. Foto: bm

Jugend unter Generalverdacht?

Bei der Jugend zeigt sich an diesem Abend auch immer wieder Verständnis für das Anliegen der Bewohner. Natürlich sei Lärmbelästigung etwas, was man vermeiden müsse. Aber: „Wegen ein paar Idioten werden wir alle unter Generalverdacht gestellt“, hält eine Rednerin entgegen. Zudem sei Lärm nicht nur auf der Jahninsel ein permanentes Problem, ergänzt ihr Nebenmann. „Ich wohne seit Monaten neben einer Dauerbaustelle, die teilweise 24 Stunden am Tag betrieben wird. Das interessiert doch auch keinen.“

 Für Daniel Gaittet, Mitglied der Grünen Jugend, führe die Debatte über Verbote am Ende stets am eigentlichen Problem vorbei. „In Regensburg werden immer mehr Flächen zugebaut. Hier ist einer der wenigen Orte, an denen noch eine Rückzugsfläche ist.“ Und gerade für Menschen mit einem kleinen Geldbeutel seien solche Orte sehr attraktiv. „Die Lösung kann letztlich nur im Dialog gefunden werden“, meint Gaittet. Auch ein Alkoholverbot sei hier nicht zielführend. Eine Meinung die auch die Regensburger Jusos vertreten, wie Sebastian Kropp an diesem Abend zu verstehen gibt.

Alkoholverbot im Gespräch

Inwieweit die kürzlich verabschiedeten Änderungen der Grünanlagenverordnung Besserung bringen, müsse sich zeigen. Laut dieser ist ab sofort von 22 bis 7 Uhr ein generelles Musikverbot einzuhalten. Ein Alkoholverbot ist darin bisher nicht enthalten. Doch in einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung vom 29. Mai 2019 ist zu lesen:

„Gleichzeitig wird die Verwaltung die Wirkung der Maßnahmen auf die Anzahl an Verstößen und Beschwerden in diesem Sommer genau beobachten und dem Stadtrat ggf. zu gegebener Zeit weitergehende Maßnahmen, wie z. B. die Einführung eines (vollständigen) Alkoholkonsumverbotes, vorschlagen.“

Es bleibt also abzuwarten, was sich in dieser Debatte nach diesem Sommer nun bewegen wird. Nico Schmidl, Mitglied des Jugendbeirats, möchte versuchen künftig gemeinsam mit der Polizei auf der Jahninsel den Dialog zur eigenen Generation zu suchen. „Das könnte ich mir gut vorstellen. Schließlich wollen wir weder ein Alkoholverbot noch eine Sperrung der Insel.“ Der Dialog sei nach wie vor die einzige Lösung.

 

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Kommentare (37)

  • Bademeister

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    Also so abgefuckt, wie die Jahninsel derzeit ausschaut, wenn man sie von der Steinernen aus betrachtet, würde ihr ein Betretungsverbot schon mal gut tun, ganz unabhängig von der Lärmbelästigung..
    Und was Die betrifft, muss ich mich schon fragen.. Ein paar Jugendliche, die ihr Leben genießen, ist Grund zum Anstoß, eine marode,freistaatlich betriebene GmbH darf nächtens Durchhupen, dass es einen im Bett aufstellt.. Und für was? Nur weil man sich den Größenwahn vergangener Epochen partout nicht eingestehen will.

  • talberg

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    In regensburg ist normalerweise schlechtes wetter. Wenn dann einmal gutes wetter ist sollten die jungen leute feiern dürfen. Ein musikverbot reicht. Und wenn um 22h eine streife mal durchgeht, sollte das unsere ordnungskräfte nicht überfordern.

  • Mr. T.

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    Ein Alkoholverbot gegen Lärm und Dreck ist von hinten durch die Brust ins Auge gezielt. Warum nicht direkt gegen Lärm und Dreck vorgehen, dann könnte man auch gegen die was machen, die nüchtern rumgröhlen und in fremde Gärten pissen, als sich nur um die kümmern zu müssen, die mit ein paar Bier im Gesicht auf der Wiese sitzen und ratschen. Man sollte was gegen die tun, die nach 10 laut sind oder Dreck machen – unabhängig vom Grad der Alkoholisierung. Vielleicht muss da auch mal die friedlich feiernde Masse was mit dazu tun wenn es sie nervt, immer zu Unrecht ins Visier genommen zu werden. Regensburg braucht solche frei und unabhängig bespielbare Räume für die Menschen. Die Anwohner müssen natürlich auch akzeptieren, dass es hier nie ganz so ruhig und menschenleer werden wird wie in Finsterau an Neujahr.

  • cF

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    Herr Bademeister, hätten Sie die Freundlichkeit, diesen Auszug Ihres Post zu erklären?
    „… eine marode,freistaatlich betriebene GmbH darf nächtens Durchhupen, dass es einen im Bett aufstellt .. “

    Vielen Dank.

  • joey

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    für sowas gibt’s doch die Sicherheitswacht.

    Achtung jetzt kommt ein Sommerlochscherz:
    eine Promillegrenze wäre doch was, z.B. 1,0.
    2-3 Bier sind ok. Besaufen ist immer schlecht, solche müssen dann eben heim, wenn das Röhrchen… Außerdem gibt’s ein Bußgeld. Mit einem Punktekonto wird man irgendwann zum Aufräumen verdonnert. Ach ja, harter Alko wird beschlagnahmt bzw vor Ort ausgegossen.

    Es gibt doch sonst auch jede Menge Grenzwerte, vielleicht könnte die DUH hier helfen und jeden verklagen, der gegen die Promillegrenze verstößt. Es geht doch um die Umwelt, die Fledermäuse verstehen ja ihr eigenes Ultraschall nicht mehr, wenns da so laut ist.

  • schlaflos in stadtamhof

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    Talberg wohnt wohl im Tal der Ahnungslosen – auf jeden Fall nicht in Regensburg und schon gar nicht in der Nähe der Jahninsel oder Umgebung. In 2018 war von April bis Oktober wunderbares Wetter und schrecklicher Lärm. 2019 war Petrus einsichtig und es gab einige nicht so schöne Tage von Mai bis jetzt, die Gelegenheit zu Nachruhe gab es das eine oder andere Mal. Auch tagsüber waren dieses Jahr doch einige Zeiten, an denen keine laute Fremdbeschallung stattfand. Das läßt hoffen!
    Jahninsel und Umgebung als Freizeitgelände zum Relaxen für viele ist völlig in Ordnung. Laute Musik, Gegröhle und Gekreische und Abfallberge, zerschlagene Flaschen etc. nicht. Stadtamhof ist nicht nur Partyzone, sondern auch das Zuhause für viele Menschen, die den Wunsch nach Ruhe und Schlaf haben. Das gilt besonders für die Nacht, aber auch tagsüber würde in den meisten Teilen der Stadt sicher erfolgreich die Polizei oder das Ordnungsamt wegen Ruhestörung eingeschaltet werden, wenn sich ein Wohnnachbar ähnlich rücksichtslos verhalten würde, wie es auf und im Umfeld der Jahninsel der Fall ist – und auch in manch anderem Bereich der Stadt.
    Jeder sollte sich fragen: wie würde es mir langfristig gehen, wenn kein Tag mehr Ruhe herrscht zu Hause, die Nacht auch im Sommer nur mit verschlossenen Fenstern und Ohropax verbracht werden kann.
    Es stimmt, viele Besucher sind sehr rücksichtsvoll und möchten selbst eine entspannte Zeit verbringen. Viele davon sind schon entlang der Donau Richtung Dultplatz abgewandert, um dort in Ruhe eine gute Zeit zu haben. Als Anwohner ist das nicht möglich. Deshalb hilft anscheinend nur, diejenigen konsequent zu kontrollieren und auch mit Ordnungsgeld zu belegen, für die es niemanden außer sich selbst gibt und die sich dementsprechend rücksichtslos verhalten. Hier muss die Stadt konsequent aktiv werden, nachdem dies die letzten Jahre versäumt wurde. Erste Schritte sind getan. Eine Sperrung der Jahninsel wäre doch wirklich eine traurige Alternative.

  • Anwohner10

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    Heute Nacht gegen 4 Uhr waren wieder etwa zehn Leute beim Baden hier. Schreien, Kreischen, Gröhlen, lautes Lachen. Bei schönem Wetter wird hier oft nachts zwichen 2 und 4 gebadet und geschrien. Bei betrunkenen, überdrehten Leuten hilft selten ein Dialog: „Langweilig, verpiss dich, Votze.“ – Abends ist es durch die Streifengänge besser geworden. auch die Griller sind fast immer freundlich und einsichtig. (Die Stadt sollte ein Piktogramm aufstellen. Viele wissen es nicht.) – Das Kernproblem ist wohl der Schamverlust durch Alkohol und andere Drogen.

  • Andreas

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    Ich wohne selber nur 300 m von der Jahninsel weg. Bestraft bitte die Leute hart, sehr hart, die sich daneben benehmen. 500 € oder 25 sozialstunden und dann im Wiederholungsfall mehr. Jeder Erwachsene Mensch muss für sein eigenes Verhalten verantwortlich gemacht werden.
    Ein Alkoholverbot ist absolut undenkbar. In meiner Stadt für mich mit einem Bier auf der Straße, an der Donau oder im Park zu sitzen ist für mich ein Grundrecht auf Augenhöhe mit Meinungs- und Religionsfreiheit. Ein Alkoholverbot ist ein weiterer Schritt in Richtung Polizeistaat und Diktatur. Sippenhaft ist nicht akzeptabel.

  • Ex Regensburger

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    Mein Nickname ist Ex-Regensburger u. das aus guten Grund. Habe in der Oberen Bachgasse gewohnt, das war unerträglich (und nicht nur im Bereich des „Wenn du in die Altstadt ziehst, mußt du einen gewissen Lärmpegel einkalkulieren“) u. die Stadtverwaltung plus Polizei haben nichts bzw. zu wenig gemacht. Kann mir vorstellen, dass das im Bereich Stadtamhof ähnlich ist.
    Von daher kann ich mich diesem Statement nur anschliessen: „Deshalb hilft anscheinend nur, diejenigen konsequent zu kontrollieren und auch mit Ordnungsgeld zu belegen, für die es niemanden außer sich selbst gibt und die sich dementsprechend rücksichtslos verhalten. Hier muss die Stadt konsequent aktiv werden, nachdem dies die letzten Jahre versäumt wurde“

  • Zuschauer

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    Kürzlich hab ich mal einen Schreihals gebeten, mit dem Gekreische aufzuhören, weil das alle drumherum nur nervt. (Alle anderen hatten keinen Mut dazu.)

    Das Ergebnis war, dass sich seine ganze Meute um mich geschart hat, und mir erklärte, dass es wohl die Sache von jedem einzelnen sei, wie er seine Freizeit verbringen will. Ich soll mein Maul halten und zu Hause bleiben.

  • Cheech

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    GEBT DAS HANF FREI …dann is a Ruh.

  • Lothgaßler

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    Ich bin froh, dass es die Dult und Jahninsel gibt, weil dann ist bei mir am Bismarckplatz zwar auch noch viel los, aber es ist doch deutlich ruhiger.
    Ich kann die teils aggressiven Reaktionen bei Bitte um Rücksicht schon bestätigen. Jeder einzelne mag ein kleiner Sünder sein (oder sich dafür halten), in der Masse ists irgendwann grenzwertig. Auch die Ordnungshüter der Stadt und der Polizei scheinen teils der Uhrzeit wegen, teils der Wertigkeit der „Verstöße“ wegen sich nicht für diese Problematik der exponierten Altstadtbewohner zu interessieren. In der Vergangenheit habe ich gelegentlich zur Selbsthilfe gegriffen: ein Eimer Wasser kann Wunder wirken.

  • Charlotte

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    @Andreas
    hohe Bußgelder – kann ich nur unterstützen.

    Ihre Ausführungen zu einem Alkoholverbot jedoch NICHT! Wir reden von einem örtlich begrenztem (!) Alkoholverbot – das werden Sie hoffentlich aushalten.

    Ein Recht auf Alkohol mit dem Grundrecht auf Meinungs- und Religionsfreiheit gleichzusetzen, ist völlig daneben. Und seien Sie froh, dass sie in keinem Polizeistaat und in einer Diktatur leben – da hätten Sie ganz andere Probleme! UNFASSBAR und es zeigt mir wieder, wie dringend notwendig ein örtliches Alkoholverbot ist.

    Deshalb vielen Dank für Ihren Post!! Mein Vorschlag: Bußgelder bei Verstößen in Höhe von mind. 1.500 Euro – damit es richtig weh tut.

  • auch_ein_regensburger

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    Als ob es auf der Jahninsel und drumherum erst seit gestern laut wäre. Seltsamerweise war das nie ein Thema, bevor die Donauufer mit sündteuren Wohnungen zugepflastert wurden. Seitdem ist es plötzlich „unerträglich“. Gleichzeitig wird ein großer Teil des Naherholungsgebiets Wöhrd durch den Bau einer komplett überflüssigen Brücke bedenkenlos zerstört., wodurch die „Party-Area“ weiter komprimiert wird. Die Antwort der Stadt: Repression. Schönes neues Regensburg!

  • altstadtkid

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    Jeder der hier jammert sollte mal in das Obermünsterviertel kommen, da gehen die ganzen Idioten nämlich nach der Jahninsel und der Dult hin.
    Polizei und Ordnungsdienst, ihr macht wohl Witze die trauen sich da , nur in Truppenstärke hin sonst gibt’s was auf die Mütze.
    Diese Stadt hat die Kontrolle über gewisse Gebiete in der Nacht aufgegeben, das sind rechtsfreie Orte wo jeder schreien randalieren und saufen kann wie er will. Aber wehe sie sprechen in Ihrem Hinterhof nach 10 oder sitzen um 11:01 noch auf dem Freisitz, da sind sie dann gleich da. Zu den rechtsfreien Räumen fahren sie gar nicht erst hin wenn man sich beschwert

  • Piedro

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    @Charlotte
    „Mein Vorschlag: Bußgelder bei Verstößen in Höhe von mind. 1.500 Euro – damit es richtig weh tut.“
    Damit fordern Sie faktisch Haftstrafen, denn diese Summe wird für viele nicht leistbar sein und muss dann abgesessen werden, und zwar über einige Wochen. Bei einem Netto von 1500 währen es zehn Tage. Bei geringerem Einkommen entsprechend mehr. Bei geförderten Studenten und Transferleistungsbezieher wäre das eine Haft von ca.150 Tagen. Die Kosten dafür trägt dann die Allgemeinheit.

    Halten Sie das tatsächlich für angemessen?

  • Andreas

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    @ Charlotte
    Sie haben meinen Kommentar nicht ganz richtig verstanden. Natürlich leben wir heute nicht in einer Diktatur oder Polizeistaat. Die Tatsache, dass wir uns hier ohne Angst über unsere unterschiedlichen Meinungen austauschen können ist dafür der beste Beweis.

    Ich respektiere Ihre Meinung. Bei schönem Wetter draußen mit Freunden ein Bier zu trinken und einen Sommerabend zu genießen trägt essential zu meiner Lebensqualität bei. Bitte respektieren Sie auch meine Meinung. Wichtig ich betrachte es als ein Grundrecht zivilisiert and er Donau ein Bier oder eine Wein auf zu machen. Die Gegend zu vermüllen oder laut rum zu grölen ist kein Grundrecht, das gehört sanktioniert.

    Mein, nur leicht überspitzter, Kommentar oben ist auch aus dem Frust heraus geboren, dass sich die Politik heutzutage immer nur auf das einführen neuer Verbote fixiert. Kein Tag vergeht auf dem man nicht auf B5 im Radio von Politikern oder Interessenverbänden hört die neue Verbote fordern. Wann war das letzte mal, dass Sie sich erinnern können, dass die Politik ein bestehendes Verbot abgeschafft hat (national, bayernweit oder lokal)? Mir fällt jetzt in der näheren Vergangenheit nur ein, dass die Stadt das Fahrradfahren in der Fußgängerzone wieder erlaubt hat. Das wars aber auch schon. Natürlich werden nicht alle geforderten Verbote auch eingeführt. Da ist viel heiße Luft dabei. Aber viel zu viele sind es dann doch. Und daher rührt meine Angst vor dem Polizeistaat. Nicht morgen und auch nicht 2024 aber ganz langsam aber sicher.
    Grüße Andreas

  • Giesinger

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    Mir tun die Anwohner echt leid.

    Bis vor 25 Jahren habe ich mal in der Wöhrdtraße mit Donaublick gewohnt.
    Ich dachte Anfangs noch toll, wie schön.
    Von wegen, es war das ganze Jahr über voll laut.
    Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich müßte z.B. im eigentlich schönen Alte-Linde-Haus wohnen, das kann ich mir im Sommer schrecklich vorstellen.
    Schade finde ich es von den jungen Leuten, daß sie so aggressiv und beleidigend auf Ermahnungen der Anwohner reagieren.
    Da hilft dann wohl wirklich nur ein Sicherheitsdienst, der bitte von der Stadt einzurichten wäre. Derzeit befinden sich alle potentiellen zukünftigen Bürgermeister doch schon im Wahlkampfmodus. Ich bin mir sicher, der ein oder andere Populist/Opportunist wird dies neben dem Grieser-Spitz-Brjecke-Thema zu seinem Wahlkampfthema machen.

    Ich war ja auch mal jung, bin in Ingolstadt aufgewachsen.
    Was ich an Regensburg mit Mitte 20 damals immer nicht verstanden
    habe, an den dortigen Badeweihern (die ja eh alle recht weit draußen sind) durfte man nirgends übernachten und Party feiern. Sofort kam dann nämlich der Sicherheitsdienst. (Wegen Privatbesitz?)
    In Ingolstadt war das im Sommer gang und gäbe, daß man dort seine Feiern abgehalten hat. (Seinen Müll hat man natürlich auch wieder mitgenommen.)
    Das war auch abseits jeglicher Wohnbebauung. Sogar einen extra Grillplatz gibt es am klassischen großen Ingolstädter Baggersee.

    An die feierwilligen jungen Leute:

    Stellt Euch mal vor, wie hinterm Mond Regensburg vor 25 Jahren noch war:

    Wir wollten bei strahlendem Ende-Februar-Wetter, es war wirklich strahlender Sonnenschein nach 3 Monaten Tristesse, die letzte Semester-Prüfung bei ein paar Bier draußen in einem Wirtshaus feiern.
    Der Wirt hat uns damals erklärt, „in Regensburg darf man erst ab April draußen sitzen!“
    Aber das hat sich glaube ich geändert…
    des erzählst einmal einem Münchner…der lacht dich aus!

  • Markus Frowein

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    @ Lothgaßler (27. August 2019 um 21:22)

    Zitat: „… ein Eimer Wasser kann Wunder wirken.“

    Vorsicht! Eine Bekannte von mir hat in der Weingasse gegenüber dem W1 mal ein
    paar grölenden Punks vor ihrer Haustüre einen Eimer Wasser ins Genick gekippt.
    Das Ergebnis: Kaputte Punkerhandys und eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.

  • Giesinger

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    Früher gab es nicht nur in der Mälze, sondern auch außerhalb der Mälze-Übungsräume Sozialpädagogik-Studentinnen und Studenten, die haben ohne jedes rhythmische Gefühl auf ihre Soz.Päd. Bongos eingedroschen, ohne erbarmendes Ende!

    Jetzt heißt es ja „Soziale Arbeit“, damals gab es glaube ich bei denen noch irgendwas mit Trommeln im Studienfach. Echt furchtbar!

  • Mathilde Vietze

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    Werter „Andreas““ – Ich stimme Ihrem Kommentar in weiten Teilen zu. Was aber den
    befürchteten „Polizeitstaat“ betrifft, folgendes: Wir haben hier leider eine Parallelge-
    sellschaft, die Freiheit mit Zügellosigkeit verwechselt. Und diese Spezies empfindet es
    als „Eingriff in die persönliche Freiheit,“ wenn man ihr verbietet, „die Sau rauszulassen.“
    Anstatt Haft würde ich eher Sozialstunden und Teilnahme am ‚Sozialtraining empfehlen.
    Das hat nichts mit Moralpredigen zu tun, aber diese Leute liefern z.B. der AfD eine
    Steilvorlage für die Rückkehr von der Demokratie in die (Rechts-)Diktatur.

  • Andreas

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    @ Mathilde
    Mit der Parallelgesellschaft hast Du recht. Ich glaube aber, dass die recht opportunisitsch sind. Wenn 1, die Strafen weh tun 2, die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden hoch genug ist. Dann hören die auch auf.

    Einige von Euch haben Haftstrafen erwähnt oder Ersatzfreiheitsstrafe wenn man eine Geldstrafe nicht zahlen kann. In Haft sollte wegen Ruhestöhrung oder Müll liegen lassen niemand. Geldstrafen gerne.
    Die alternative zur Geldstrafe sollten Sozialsstunden sein. Wegen mir auch gerne Umweltstunden also Müll sammeln. Ich weiß nicht wie gut sich das praktisch umsetzen lässt, da müsste man mit den Profis reden, und man müsste das ein oder andere Gesetz ändern. Aber wenn die Rücksichtslosen Kandidaten hier 6x 4 Stunden die Stadtreinigung unterstützen müssten Samstag und Sonntag Früh von 06.00 bis 10.00 Uhr dann vergeht ihnen der Spaß. Zum dienst antreten müssen sie natürlich stocknüchtern.

  • Peter Zahn

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    +Rücksichtslosen Kandidaten …Stunden die Stadtreinigung unterstützen +
    Das geht in die Hose. Für jeden ‚Hansl‘ brauchst einen eigenen Aufpasser.

  • dünnster Künstler

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    Auch ich habe schon einmal unangenehmen Kontakt mit der Polizei gehabt, weil ich unerlaubter Weise 2 Schlücke Bier im Bahnhofspark getrunken habe. Das war 2005. Das Alkoholverbot im Bahnhofspark ist immer noch gültig, aber unwirksam … Kulturprojekte und Kunstwerke, die die Stadt freundlicher machen, gibt es hier schon lange nicht mehr. (Abgesehen vom Schwammerl)
    http://jakob-friedl.de/download/242/rassistischeschikanierung1.jpg
    Hier im Blog: http://europabrunnendeckel.de/?p=564

    Ich erinnere mich auch an ein unfreundliches Schild, das Anfang der 2000er Jahre das Mitbringen von Musikinstrumenten auf die Jahninsel verbot und mich damals sehr ärgerte, denn rückblickend hatte ich in meiner Jugend kaum etwas anderes gemacht, als auf der Jahninsel zu zupfen, zu trommeln und zu flöten. Nach 22 Uhr sollte an den innerstädtischen Donaustränden Ruhe einkehren, das sehe ich ein. Der Ansatz, an entsprechenden Stellen Schilder aufzustellen, die in netter Art und Weise zu gegenseitiger Rücksicht mahnen, mehr Mülleimer zu installieren und Klos bereitzustellen, ist begrüßenswert.

    Ich bezweifle allerdings, dass eine Aufstockung des kommunalen Ordnungs-Services um Mitarbeiter freier Sicherheitsfirmen für 82.500 € je Sommersaison zielführend ist. Es ist mir unvergesslich, wie die jugendlichen Skater am Europabrunnendeckel, im Kreis herum fahrend, vollkommen unbeeindruckt mit der „ehrenamtlich“ arbeitenden Sicherheitswacht fangen spielten …, während ich den vom Mc Donalds anbrandenden Müll einsammelte. Die Skater haben sich ihren Spielplatz nicht nehmen lassen. MC Donalds war 2010 übrigens Teil der finanziell wohl auch gut ausgestatteten Fair-Feiern-Werbe-Kampagne – das ehrenamtliche und prekäre Europabrunnendeckelprojekt leider nicht.

    Was ich verwunderlich finde, ist, dass die Stadtverwaltung mit offenbar mit zweierlei Maß misst. Kommerziellen Großveranstaltungen wie Dult oder Kittel-Openairs am Pürkelgut dauerbeschallen ganze Stadtteile und hinterlassen regelmäßig eine Spur aus Müll im öffentlichen Grün, um überquellende Mülleimer herum und sonstige Hinterlassenschaften – das 3. Ribisl-Backofenfest am 3. Oktober kann jedoch nach derzeitigem Stand nicht stattfinden, weil unser Kompost-Klo dem Gartenamt (nicht den Gästen) Anlass zu Beanstandungen gab. Wir haben uns mit den Aufbauten wirklich viel Mühe gegeben und sind gewillt, es in Zukunft noch besser zu machen. Kunst kann sich und die Orte, an denen sie stattfindet, in vielerlei Hinsicht verbessern.

    Was dieser Stadt tatsächlich fehlt, sind sinnstiftende und selbstorganisierte Kulturprojekte in den Stadtteilen. Leider vertut die Stadt auf diesem Gebiet eine Chance nach der anderen: H5 verhindert, das Offizierskasino im Nibelungenareal verhökert, keine Zwischennutzung im Boschmarkt in der Guerickestraße, Behinderung von Ribislhecken und Nachbarschaftsprojekten in Burgweinting, z.B. auf der Friedrich-Viehbacher-Allee…, achselzuckendes Desinteresse an Kultur im BUZ uvm. – das alles scheint Teilen der Stadtverwaltung suspekt zu sein.
    Die 400 000€ mehr für den kommunalen Ordnungsservice schaffen dem überlasteten Gartenamt hoffentlich etwas mehr personellen Spielraum für das Bearbeiten von selbstbestimmten Kulturprojekten auf öffentlichem Grün, die bisher mitunter willkürlich verhindert werden. Eine städtische Werbe-Kampagne „fair Künstlern“ könnte dann dazu führen, dass auch beim Gartenamt eine entsprechende Personaldecke aufgebaut wird.

  • altstadtkid

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    Wie oben schon erwähnt, wer glaubt das Problem mir Sicherheitsdiensten, Verboten, Polizei u.ä. zu lösen liegt falsch.
    Das muss bei den Leuten im Kopf stattfinden.
    Mit Sicherheit gäbe es weniger Beschwerden wenn jeder auf den Anderen Rücksicht nehmen würde, aber die Leute kommen aus den Vororten oder vom Land und man hat Ihnen gelernt, wenn Ihr nach Regensburg kommt dann könnt ihr die Sau rauslassen das hat man dann „Regensburger Feierkultur“ genannt, und jetzt jammern wir darüber, außer die die damit abkassieren natürlich
    Gehen Sie mal am Dultwochenende um 17-18:00 in den Bahnhof, das gleicht einem Einfall von Vandalen, uniformiert und
    ausgestattet mit riesigen Boxen und Bierträgern fallen die Horden in Regensburg ein, und sind schon vor der Dult so dicht vom vorgeglüht dass man teilweise Angst bekommt.
    Wenn ich mir vorstelle wie die dann in 3 Stunden aussehen……
    Zuhause im Kuadorf sind sie dann wieder brav und angepasst
    Die das alles Erleiden müssen sind allerdings angepisst…..
    Das andere sind Schüler und Studenten die so unter Hochleistungsstress stehen dass sie am Wochenende alle Ventile öffnen müssen, das muss man jetzt wirklich verstehen das ist immerhin die Elite unserer zukünftigen Gesellschaft

  • Dugout

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    @altstadtkid

    Ich glaub ja jetzt weniger, dass sich besagte Menschen in ihrem Rausch 500m vom Dultplatz zum Gries schleppen, um dort Donnergott Cerruls Zorn zu provozieren.
    Vor dem Dultplatz ist nämlich der selbe Platz zum Baden.
    Die ganze Sache ist ziemlich konstruiert und dramatisiert.

    Und überhaupt, : „das gleicht einem Einfall von Vandalen, uniformiert und
    ausgestattet mit riesigen Boxen und Bierträgern fallen die Horden in Regensburg ein“

    Regensburg ist nicht Amsterdam und die Dult nicht das Oktoberfest.

  • Pfefferminza

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    Mei, hier sind wir ja alle irgendwie Woodstock, Sex, Drugs & Rockn`Roll, ganz locker, schimpfen auf den Obrigkeitsstaat -voll Nazi-, die meisten hier sind „total 68er“, grün, antiautoritär, tolerant.
    Logisch, man ist stolz darauf: „Was haben wir nicht gekifft, gefeiert und den Spießbürgern gezeigt, wo sie hingehören, die Bullen geärgert, was waren wir nicht revolutionär“.
    Jetzt hocken die selben Leute mit Silber im Haar vor ihrem PC und wimmern, daß das was sie selber getan und idealisiert haben, sie nun störe, wenn es andere tun.
    Da wird plötzlich nach dem Obrigkeitsstaat gerufen, man wird selber Spießbürger und Blockwart. Es gibt gar einen, der sich traut, die jungen Leute zu kritisieren und gesagt bekommt, er habe das Maul zu halten.
    Vielleicht ist das nicht verkehrt. Man kann nicht immer so tun, als sei man so super tolerant und alternativ und ach so wild und einzigartig und setzt dann doch auf die Etikette der 50er Jahre.
    Das passt nicht zusammen, oder?

  • dünnster Künstler

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    Über Musik und Überschwang wird sich gern beschwert – Verkehrslärm ist kaum ein Thema. „Fair fahren“ wäre auch eine nette Werbekampagne für unsre schöne Stadt.

    Menschliches Feier-Verhalten und Musik kann meine Nachtruhe kaum stören ich baue dies problemlos in meine Nachtruhe ein. Eine wirklich aufreibende Qualität hat hingegen individueller Verkehrslärm – der ist jedoch kaum Gegenstand von Beschwerden. Täglich und schon unmöglich früh brummen die ersten Autos kilometerweit durch die Stadtteile; so nervig wie Stechmücken im Anflug – gegen diesen immer gleichen monotonen Sound der Umweltverpestung kann man nichts ausrichten. Grausam und unmenschlich, allgegenwärtig und völlig normal.

    Ich habe zweimal am Fischmarkt gewohnt. Schägerreien, Gekreische und besoffenes Gelaber vor der Haustür bereiteten mir süße Träume und erweiterten mein Bewußtsein. Die morgendliche Kolonne aus Autos aber hätte ich am liebsten einzelnd zur Rede gestellt und gefoltert „Muß das wirklich sein?“. Autolärm verkündigt Idiotie.

    Die Donaunachbarn wohnen in einer von der Autopest und der Stadthitze halbwegs verschonten Lage und dürfen sich darüber freuen.

  • Markus Frowein

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    @ Markus Frowein (26. August 2019 um 19:45)

    Der Link ging ins Leere: https://www.magentacloud.de/lnk/fFFxUX2S

    @ dünnster Künstler (29. August 2019 um 16:34)

    Kunst ist, im Gegensatz zu Lärm und Müll, nicht erwünscht, darum: Weitermachen!

  • Stilblüte

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    „Mit Sätzen wie „Wuid bisln is grintig“ will man … für das Thema Lärmbelästigung sensibilisieren.“ Brauchts feinsinnige Leisebisler?

  • Zuschauer

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    @dogout
    „Regensburg ist nicht Amsterdam und die Dult nicht das Oktoberfest.“

    Du bist vielleicht jung, und weißt nicht, dass die Dult auch mal eine nette Veranstaltung war, wo man hingehen mochte. Heute ist es für mich ein Ort zum meiden, alleine schon wegen der grotesken Heimatuniformen. Und der Rest ist Saufen. Was hat das denn bitte mit feiern zu tun?
    Uniformen, auch oder gerade lederne, verändern das Verhalten, und nie zum besseren. Die heutigen Auswüchse gab es früher in dem Maße einfach nicht. Da haben sich einzelne daneben benommen, und damit kann man umgehen. Heute benehmen sich Horden daneben, und da wird es unangenehm.

    Heute kannst ja nicht mal mehr in die Ant’n gehen, ohne zur Dultzeit auf dem Weg dorthin von halbstarken Sepp’ln angepöbelt zu werden. Für Nichtsäufer ist die Dult kein Ort mehr. Und frag mal die Wirte, wie die sich freuen, wenn die Dultleichen eintorkeln und … unaussprechliche Dinge tun.
    Und nochmals: Nein, das war früher nicht so.

  • Empörer007

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    Dem @Zuschauer stimme ich VOLL zu, wo er Recht hat, da hat er Recht!!…
    Die „Horden“ der Vorglüher kommen schon im Zug (z. B. ab LA (ff.) – Rbg) mit ihren Bierflaschen/-Kästen auf die Anreise, was diese Typen als Gaudi auffassen, ist einfach nur widerwärtig…, wenn sie ihre Lederhosen-Dirndl-(Uniform) (Made in China) unisono vorführen, ist das so erbärmlich, dass man kaum hinschauen kann, dies ist mein Eindruck auf den Weg zur Dult…, ab Spätabend sieht man die Folgen: Kotze, Pisse, Geschrei u. Gejohle auf dem Rückzugsweg…,
    ALLES SO GRIEBIG, Pfui Teufel, der Mensch ist in solch einem Zustand einzigartig; er ist nicht tierisch, er ist einfach abscheulich!!

  • Dugout

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    @ Zuschauer

    „Das größte Übel der heutigen Jugend besteht darin, dass man nicht mehr dazugehört.“
    Dáli solls gesagt haben.

  • Pebbles

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    Ich war wirklich überrascht über die Kommentare derer, die sich für die Freiheit der Feierlärmer stark machen. Sie haben nie drüber nachgedacht, dass die Freiheit des Einzelnen dort endet, wo die Freiheit des Anderen beginnt.
    Ich finde es traurig, wie vermüllt und lärmverseucht die Jahninsel inzwischen ist und dass die armen gestressten Jugendlichen weder in der Lage sind, sich in normaler Lautstärke zu unterhalten, noch Ihren Müll mit heim zu nehmen.
    Aber am schlimmsten finde ich, dass die Jugendlichen Ihre Insel nicht selbst zu verteidigen.
    Diese Überheblichkeit Musikerziehung zu betreiben – Mein Wums ist der geilste! Nö, wirklich? Wenn mir dein Scheiß nicht gefällt – mach leiser, du musst dir ja meinen auch nicht anhören.
    Und wenn man dann noch bedroht wird, frage ich mich warum da nicht zehn Kids aufstehen und den lärmenden Gröler in die Schranken weisen.
    Nein, da muss die Mutti kommen. „Hilfe Polizei!“ Wo ist eure Zivilcourage?
    Liebe Jugend wir waren auch laut – sind es oft noch immer, aber wenn mir das jemand sagt schäme ich mich und pöbel nicht weiter.
    Und wenn einer alleine Ärger bekommt, dann stellt euch auch mal dazu. Keiner verlangt, dass ihr euch prügelt. Aber ein: „Eh’ Alter, lass stecken. Mach einfach leiser!“ soll Wunder wirken.
    Laute Musik hat nichts mit Recht zu tun und endet nicht um 22:00 Uhr, sondern damit, dass man Respekt vor anderen hat und das Wort nicht nur vom Mitgrölen kennt.
    Alkohol hin oder her. Respekt hat man oder nicht.
    Jeder der sich für ein paar brüllende Idioten stark macht, sollte erstmal in sich gehen – denn wer schreit hat nicht immer Recht und das ist euch ja sooo wichtig: Recht haben!

  • Mathilde Vietze

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    Lieber Pebless, ich habe selten eine so ausgezeichneten Kommentar gelesen, wie den
    Ihrigen. Vielen Dank!

  • Piedro

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    @Pebbles
    Vollkommen richtig.

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