Eine Ferkelei um den lieben Gott?

.Lesung des bfg Es sieht richtig süß aus, das kleine Ferkel, das sich – begleitet von einem putzigen, kleinen Igel – auf die Suche nach Gott macht. Leider finden sie ihn nicht und so bleiben beide Atheisten. Deshalb sollen Ferkel und Igel heute geschlachtet werden. Das Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” wird heute verboten, wenn es nach dem Willen von Familienministerin Ursula von der Leyen geht. Sie hat einen Antrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gestellt, über den heute befunden wird. „Antisemitisch und ethisch desorientierend” lautet von der Leyens Urteil über das Bilderbuch, das Kindern Religionskritik serviert, in der am Ende die Vertreter aller großen Weltreligionen nackt präsentiert werden – vor Gott sind alle gleich. Den Antisemitismusvorwurf – wegen der Zeichnung eines jüdischen Rabbiners im Buch – teilt übrigens nicht einmal der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland. Bleibt die ethische Desorientierung, über die sich die Familienministerin der Bundesrepublik, in der Kirche und Staat getrennt bleiben sollten, Sorgen macht. Ob diese Sorgen berechtigt sind und es Zensur im Namen des Herrn geben wird, entscheidet um 16 Uhr die Bundesprüfstelle. Zeitgleich wird im Freigeistigen Zentrum (Hemauer Straße 15) eine Lesung aus dem ferkeligen Buch stattfinden. Der Bund für Geistesfreiheit hat sich 30 Exemplare gesichert. Immerhin: Der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser bezeichnet das Buch „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll“. Aber der ist wahrscheinlich Atheist…

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