Für Klimaschutz bis nach Südafrika

Pressemitteilung von Greenpeace Regensburg Andreas Sieber, Greenpeace-Jugendlicher aus der Nähe von Regensburg, nimmt an der Klimakonferenz in Südafrika teil. Regensburg, 20.11.2011 – Andreas Sieber, Greenpeace-Jugendlicher aus der Nähe von Regensburg, ist schon jetzt in Südafrika, um dort an der Klimakonferenz der Vereinten Nationen teilzunehmen. Der 20-Jährige wird zunächst in Johannesburg und ab Ende November zum Beginn der Konferenz in Durban vor Ort sein, um sich für Klimaschutz und die Forderungen der Jugend einzusetzen. „Auf diesen Klimakonferenzen entscheiden fast nur Leute über die Zukunft meiner Generation und die unserer Kinder, die die wirklichen Auswirkungen Ihrer Beschlüsse gar nicht mehr erleben werden. Ich finde es falsch und unfair, dass wir Jugendlichen, die letztendlich am meisten vom Klimawandel betroffen sein werden, bei der ganzen Sache kaum etwas zu melden haben. Ich möchte auf der Konferenz die Stimme der Jugend einbringen!“, sagt Andreas Sieber. Die Klimakonferenz in Durban beginnt am 28. November: Während der zweiwöchigen Verhandlungen bis zum 9. Dezember geht es um nicht weniger als die Basis für ein ambitioniertes Nachfolgeabkommen des Kyotoprotokolls zu schaffen, das 2012 ausläuft. Ein erster und sehr wichtiger Schritt wäre hierbei eine Anhebung des Europäischen Reduktionsziels auf 30 Prozent der Treibhausgasemissionen bis 2020. Die bisher beschlossenen 20 Prozent entsprechen bei weitem nicht den Vorgaben des Weltklimarats. Auch große Teile der Wirtschaft sind unzufrieden. Mehr als hundert europäische Unternehmen sehen eine große Chance in einer klimafreundlichen Green Economy und fordern ein 30-prozentiges Klimaschutzziel. „Ich empfinde es als extrem kurzsichtig, wenn die Politiker Klimaschutz nur als nötige Einschränkung betrachten.“, so Sieber. „Abgesehen davon, dass wir, wenn wir nicht nur an kurzfristige Profite denken, sowieso das Klima schützen müssen, ist es auch eine Chance für Innovation und nachhaltiges Wirtschaftswachstum.“ Gemeinsam mit den Schwellenländern China, Indien und Brasilien könnte die EU in Durban mit ehrgeizigeren Klimaschutzzielen eine neue, positive Dynamik einleiten. Die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls ab 2013 müsste dazu zweierlei rechtsverbindlich absichern: Den ehrlichen Willen der Industrieländer zur Reduzierung, sowie die Zusagen der großen Atmosphärenverschmutzer wie China und Indien. Noch immer weigern sich auch die USA, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren und stellen sich gegen ein rechtsverbindliches Abkommen. „Es ist Zeit, dass endlich was passiert. Ich kann dieses Fünf-vor-Zwölf-Gerede nicht mehr hören! Denn es ist bereits nach Zwölf: Eine Familie, die im Südpazifik heute ihre Heimatinsel verlassen muss, weil sie wegen des in Folge der Erderwärmung steigenden Meeresspiegels, überspült wird, steckt schon mitten drin in den Folgen des Klimawandels. Ich gehe nach Südafrika weil es Zeit ist, dass endlich was geschieht. Besonders in den letzten Monaten sind auf der ganzen Welt aus verschiedenen Gründen vor allem Jugendliche auf die Straße gegangen, um dagegen zu protestieren, dass die junge Generation von heute von Ihnen nicht verschuldete Probleme ausbaden muss. Mir macht das Mut. Es ist schon kurz nach Zwölf, aber noch nicht halb eins.“, kommentiert Andreas Sieber.

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Kommentare (1)

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