General Electric in Regensburg: Nix Genaues weiß man nicht

Verbreiteten Optimismus: Emilia Müller, Hans Schaidinger, Georg Knoth.  Foto: AignerEitel Freude herrschte Montag Mittag im Alten Rathaus. Dort konnte Oberbürgermeister Hans Schaidinger im Verbund mit Staatsministerin Emilia Müller die frohe Botschaft verkünden, dass sich der Weltmarktführer in Sachen Luftfahrttechnik in Regensburg mit einer Forschungsniederlassung ansiedeln wird. Die „General Electric (GE) Aviation“ wird Anfang 2009 in einer 5.000 Quadratmeter großen Halle in Burgweinting beginnen, neue Prozesse zur Herstellung von Flugzeugturbinen zu erforschen. Für großes Interesse bei Medienvertretern sorgte diese Nachricht. 16 Journalisten und Fotografen hatten sich im alten Sitzungssal eingefunden, um die frohe Botschaft zu vernehmen. „Bei Standortanalysen wurde uns das Fehlen der Schlüssweltechnologie Luft- und Raumfahrttechnik als Schwäche ausgelegt. Seit heute haben wir die einmalige Gelegenheit, diese Schwäche in eine Stärke umzuwandeln“, jubilierte der Oberbürgermeister. Er sieht darin einen ähnlich großen Schritt wie es die Ansiedlung von BMW für Regensburg gewesen sei. GE-Deutschland-Chef Georg Knoth nannte die zahlreich voerhandenen High-Tech-Cluster und die unbürokratische Unterstützung der Stadt Regensburg als ausschlaggebende Kriterien für die Standortentscheidung. Viel mehr Informationen gab es auch nicht für die anwesenden Medienvertreter. Georg Knoth wollte auch nach mehrfacher Nachfrage zur Investitionssumme oder die Zahl der Arbeitsplätze machen, die durch die GE-Ansiedlung geschaffen werden. „Dazu ist es noch zu früh.“ Sollte aber das Forschungsprojekt erfolgreich verlaufen, will man 2010 auch mit der Produktion in Regensburg beginnen. „Es gibt keine Garantien, aber wir sollten uns auch nicht mit negativen Hypothesen beschäftigen“, so Knoth. Staatsministerin Emilia Müller, die sich gerade im Wahlkampf für die Landtagswahl befindet, zeigte sich dankbar, dass General Electrics Regensburg als Standort „auserwählt“ habe. Derzeit ist der US-Konzern an fünf Standorten in Bayern vertreten und beschäftigt hier 950 Mitarbeiter. Nun will Schaidinger mit GE in Regensburg „eine mehrstufige Rakete zünden“.

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