Archiv für 22. Juni 2008

donaumarktBert Wilden spricht vermutlich vielen Regensburgern aus der Seele. „Jedes Mal, wenn ich hier vorbei gekommen bin, habe ich einen innerlichen Wutanfall bekommen“, erklärte der Unternehmer am Freitag mit Blick auf die Ostermeier-Ruine am Donaumarkt. Insofern war es ein klarer Fall für ihn und seine Frau Ella, das Rasenkunstwerk von Regina Hellwig-Schmid auf dem Stadtbau-Grundstück finanziell zu unterstützen. Am 4. Juli soll die 3.000 Quadratmeter große Fläche für alle Regensburger zugänglich gemacht werden. Am Freitag durften Medienvertreter schon mal vorab das Grün testen und mit den Organisatoren ein Fläschchen Regensburger Wein köpfen. Allein das Stadtgartenamt hat 500 Arbeitsstunden investiert, um den Traum von Regina Hellwig-Schmid in die Tat umzusetzen, die Fläche in Zusammenarbeit mit der Stadtbau vorzubereiten und den holländischen Rasen über Ebenen, Mulden und Hügel zu rollen. Schmuck sieht sie aus, die grüne Fläche namens „PerspektivWechsel“, die alles in allem mit 50.000 Euro zu Buche schlägt. Die Stadtbau GmbH übernahm die Kosten für Maschinen, Abbruchgeräte und Lkws. Allein zwei Container Müll wurden dabei entfernt. „Ein Vorgriff auf künftige Abbrucharbeiten“, so Ernst Stösser. Die Wildens sponsern das Kunstwerk mit einer nicht näher genannten Summe. Um den Rasen zu wässern, sucht die Stadt noch Paten. Und auch wenn es zunächst ein „paar Ekelpakete“ gegeben habe, „die alles nur mies gemacht haben“, sieht sich Regina Hellwig-Schmid nach Vollendung des Kunstwerks bestätigt: „Jeder, der vorbei geht, lächelt.“ Ab 4. Juli sind auf der Fläche auch Veranstaltungen geplant. Unter anderem vom Jazzclub. Wenig beruhigt sein werden die Bedenkenträger durch die Aussagen zu einer künftzigen Nutzung des Donaumarkts. Zwar gibt es ein Bebauungskonzept. Allerdings wurde bislang kein Bebauungsplan vorgestellt. Nach Aussagen von Klaus Nickelkoppe von der Stadtbau soll die Rasenskulptur bleiben, bis es eine Folgenutzung gibt. Er rechnet mit einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren. Immerhin ist das „Drecksloch“ (Bert Wilden) jetzt einem kleinen Park gewichen. „Schon erstaunlich, dass ein Stadtrat und eine Stadtverwaltung jahrelang nicht in der Lage waren, diese Fläche ansehnlich zu gestalten“, so Bert Wilden. Damals galt es aber auch noch, den Leidensdruck für den Bau einer Stadthalle zu erhöhen…

Wilhelm Busch: Zu brutal für Kinder?

Ach was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Neulich war ich mit meinem Kind in einer großen Regensburger Buchhandlung. In der SZ hatte ich davon gelesen, dass in Sulzbach ein bisher unbekanntes Manuskript von Wilhelm Busch aufgetaucht ist. Ich selber bekam als Bub immer wieder die Streiche von Max und Moritz vorgelesen. […]

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