Geschmacklose Kampagne für ein Papst-Zentrum

„Hündisch ergeben“

morgen1Seit Wochen wird die Werbetrommel für ein „Papstdokumentationszentrum“ gerührt. Dabei handelt es sich um eine durchsichtige und von Geschmacklosigkeit durchzogene Kampagne unter alten Spezln.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Mit Verweis auf die „bewundernswerte Solidarität“ der Regensburgerinnen und Regensburger bei den „Herausforderungen der Flüchtlingskrise“, mit der Forderung nach einer „gemeinsamen Anstrengung“ und mit dem Hinweis auf die „beeindruckenden Leistungsstärke“ dieser Stadt fordert die Regensburger CSU ein – Trommelwirbel – „Papstdokumentationszentrum“. Der „dringende Appell“ des Kreisvorsitzenden Franz Rieger in einer aktuellen Pressemitteilung:

„Wir sollten jetzt nicht mehr lange diskutieren, sondern das Projekt gemeinsam und über alle politischen und ideologischen Grenzen hinweg anpacken! Denn schließlich geht es hier weniger um eine Art Glaubensbekenntnis, als vielmehr auch um gelebtes Geschichtsbewusstsein!“

Geschichtsbewusstsein a la CSU

Ausgerechnet die CSU, die sich über 40 Jahre hinweg gegen eine Erinnerung an die Opfer der KZ-Außenstelle Colosseum offensiv sperrte und diese aktiv zu verhindern suchte, redet von Geschichtsbewusstsein.

Ausgerechnet die CSU, die im vergangenen Jahr das erste gemeinsame Gedenken geschlossen boykottiert hatte, schwadroniert von Gemeinsamkeit über alle ideologischen Grenzen hinweg.

Ausgerechnet die CSU, die bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Regensburg vor allem durch ihre Gegnerschaft zu verschiedenen Standorten für Unterkünfte aufgefallen ist, fordert die damit verbundene Solidarität der Regensburgerinnen und Regensburger nun ein – für ein „Papstdokumentationszentrum“. Weil es doch, wie Franz Rieger ausführt, „eigentlich beschämend“ sei, so etwas nicht zu haben.

Mit dieser Beschämung befindet sich die CSU allein auf weiter Flur.

Büste, Platte, Kreuz und Kunstwerk reichen nicht?

Objekt der Geltungssucht eines halbseidenen Unternehmers und einer heuchlerischen CSU-Führung: Papst Benedikt. Foto: Archiv/ Staudinger

Objekt der Geltungssucht eines halbseidenen Unternehmers und einer heuchlerischen CSU-Führung: Papst Benedikt. Foto: Archiv/ Staudinger

Gefordert hat so ein „Papstdokumentationszentrum“ nicht einmal die katholische Kirche. Bischof Rudolf Voderholzer scheinen das Papst-Benedikt-Institut, ein 16 Meter hohes Stahlkreuz auf der „Papst-Wiese“, eine Bronzeplatte im Dom, eine Tafel an Joseph Ratzingers früherem Wohnhaus, eine Büste im Verwaltungstrakt der Uni Regensburg und das vor kurzem abgesegnete Neustifter-Kunstwerk, das in die Nähe der Schottenkirche kommen soll, zu reichen.

Darüber hinaus plant man auch im Museum der Bayerischen Geschichte, das 2018 eröffnet werden soll und dem es ohnehin an Exponaten mangelt, einen Bereich, in dem der Papst-Besuch 2006 thematisiert werden soll.

„Ein was? Ein Dokumentationszentrum?“

Andere Städte, die Papst Benedikt 2006 besucht hat, scheinen es ebenfalls nicht als „beschämend“ anzusehen, kein „Papstdokumentationszentrum“ zu haben.

In München reagiert ein Sprecher der Stadt etwas verwirrt, als wir ihn nach einem solchen Zentrum oder eventuellen Planungen fragen. „Ein was? Ein Dokumentationszentrum?“ Nein. So etwas gebe es nicht. So etwas sei auch nicht geplant. Neben Papst Benedikt war zuvor schon Papst Johannes Paul II. in München. Um daran zu erinnern, gebe es auf dem Marienplatz eine Gravur. „Mehr nicht.“ Auch in Freising scheint kein Dokumentationszentrum in der Mache zu sein. Eventuell werde man „eine Figur“ aufstellen, so ein Sprecher. „Aber da ist noch nichts konkret.“

Im Grunde will das Zentrum nur einer

Tatsächlich gibt es nur an einem Ort, den Papst Benedikt 2006 besucht hat, ein „Papstdokumentationszentrum“. Es ist das thüringische Eichsfeld, ein Landstrich, der mit Jahrtausendereignissen sicherlich nicht allzu gesegnet war und ein Ort, für den angesichts seiner bescheidenen Größe von etwas mehr als 500 Einwohnern, ein Raum mit ein paar Schautafeln und Videos sicherlich eine Attraktion darstellt.

Angeregt hat diesen, hochtrabend „Papstdokumentationszentrum“ genannten Raum der Veranstalter Peter Kittel. Er hatte ebenso wie in Regensburg auch die Organisation des Papstbesuches in Eichsfeld inne und wird auch nicht müde, diese mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Referenz zu bemühen, um sein Unternehmen zu bewerben.

Angesichts dessen ist es auch kaum verwunderlich, dass Kittel im Grunde die einzige Person ist, die ein solches „Papstdokumentationszentrum“ auch für Regensburg gefordert hat. Schließlich hat er noch irgendwo eine Papstbesuchsakristei bei sich herumliegen, die wo aufgestellt werden muss. Und nun springen Kittel alte Spezln zur Seite.

Die CSU eben, für die er mehrfach als Wahlkampfmanager tätig war und der – in Person des Vorsitzenden Franz Rieger – allem Schmerz über die verlorene Kommunalwahl zum Trotz, zumindest die von Kittel verantwortete desaströse Niederlage des damaligen OB-Kandidaten Christian Schlegl ein Wohlgefallen war.

„Hündisch ergebene Gutmenschen-Meute“

Dabei ist sich der CSU-Vorsitzende nicht einmal zu schade, Flüchtlinge zu bemühen, um Kittel den Rücken zu stärken, jenem Mann also, der in der von ihm herausgegebenen „Stadtzeitung“ in schöner Regelmäßigkeit gegen genau diese Flüchtlinge und deren Unterstützer gehetzt hat.

Die Regensburgerinnen und Regensburger, deren „bewundernswerte Solidarität“ und Anstrengungen Franz Rieger in der CSU-Presseerklärung so lobend hervorhebt, bezeichnete Kittel unter anderem als eine, dem Oberbürgermeister und seiner Flüchtlingspolitik „hündisch ergebene Gutmenschen-Meute“.

Ein regelmäßiger CSU-Adabei: Peter Kittel zwischen JU-Chef Michael Lehner und Ministerpräsident Horst Seehofer. Foto: Archiv/ Baumgärtner

Ein regelmäßiger CSU-Adabei: Peter Kittel zwischen JU-Chef Michael Lehner und Ministerpräsident Horst Seehofer. Foto: Archiv/ Baumgärtner

Wer Kittel erwartungsgemäß ebenfalls zur zur Seite springt, ist die Mittelbayerische Zeitung – er und MZ-Herausgeber Peter Esser sind enge Freunde. Das trat nicht nur bei dem erfolglosen Versuch, Kittel die Ausrichtung des Katholikentages herbeizuschreiben, offen zutage. Aktuell vergeht kaum eine Woche, in der – im Doppelpassspiel mit Kittel und der CSU – nicht mindestens ein Artikel veröffentlicht wird, in dem das „Papstdokumentationszentrum“ als etwas verkauft wird, das Regensburg unbedingt brauche.

Zuletzt erschien ein geradezu ergreifender Bericht nebst Kommentar des stellvertretenden Lokalchefs, in dem nicht nur ausgeblendet wird, welche Erinnerungen an den Papstbesuch es bereits gibt, sondern in dem die MZ nun ihre damalige Berichterstattung („über 100 Zeitungsseiten“) dem „Papstdokumentationszentrum“ vermachen will. Als Exponat sozusagen.

Ein bemerkenswerter Leserbrief

Es gibt aber zumindest einen Text, in der MZ, der offen benennt, was es mit dieser durchsichtigen Kittel-Kampagne auf sich hat. Bezeichnenderweise ist es ein Leserbrief. Er stammt von der früheren städtischen Pressesprecherin Elisabeth Knott, enge Vertraute des früheren Oberbürgermeisters Hans Schaidinger. Sie schreibt unter anderem:

„Wenn nun ein paar CSU-Stadträte und ein Event-Manager ein Pilgerzentrum als Erinnerung fordern zur Gedächtnisauffrischung für all jene, denen sich der Papstbesuch doch nicht so unvergänglich eingeprägt hat und denen Bildbände und DVDs nicht genügen, keimt der Verdacht, dass sie sich eher vom Gedanken der Vermarktung unserer Stadt als vom segensreichen Wirken der katholischen Kirche beseelen ließen. (…) Was mich entrüstet ist die Unverfrorenheit dieser Politiker, die hier plakativ ihren christlichen Glauben vor sich hertragen, obwohl sie doch einer Partei angehören, die in Fragen der Flüchtlingspolitik Christentum, Menschlichkeit und soziales Gewissen in die Ecke stellt, um populistisch auf Sympathiefang zu gehen, unter denen, deren Ängste sie zuvor geschürt hat.“

Schade, dass es kein Kommentar der MZ-Redaktion war.

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Kommentare (65)

  • blauäugig

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    Konsequenz ist, wenn man auch den Holzweg bis zum Ende geht. Gute Freunde sagen es sich aber gegenseitig, wenn sie etwas für eine Schnapsidee halten, und gehen diesen Weg nicht mit. Dass Rieger sich von Kittel nicht öffentlich distanzieren kann, weil wohl beide über den jeweils anderen zu viel wissen, ist klar.
    Aber mit Gewalt die CSU derart unwählbar machen, dass Wolbergs eine weitere OB-Wahl gewinnt – das ist doch auch nicht im Sinne von Kittel.

  • menschenskind

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    CSU-Bayern hat immer mehr gemein mit Kim il Sungs Nordkorea: Zuvorderst einen lächerlichen Personenkult, den zivilisierte Länder längst abgelegt haben.

    Bayern braucht auch keinen Franz-Josef-Strauß-Airport, oder Straßen und Plätze, die nach CSU-Politikern benannt wurden.

    Wir alle machen uns damit nur lächerlich.

    Danke an Stephan Aigner, dass er den Schlawinern an der Spitze unseres Bundeslandes die Stirne bietet!
    Ich stehe hinter Herrn Aigner!
    Weiter so!

  • Mathilde Vietze

    |

    Mich stört weniger der Vorschlag an sich, als die Tatsache, daß sich hier
    Leute auf Kosten eines Kirchenmannes als „fromm“ zu profilieren suchen.
    Bezeichnenderweise will noch nicht einmal die katholische Amtskirche
    diesen Unsinn mitmachen und das ist auch gut so.

  • Taxifahrer

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    Lacht Kittel auf dem Bild leicht grenzdebil?

  • Günter Mühlbauer

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    Ein herzliches Grüß Gott,
    ein Papstdokumentationszentrum brauche ich nicht, habe ich doch mehrere Andenken an den Papstbesuch…
    Aber wenn es dieses Zentrum geben sollte, und das Museum der Bayerischen Geschichte meine Papstartikel nicht haben möchte, würde ich sie gerne dem „PDZ“ überlassen.
    Angefangen vom einem Quatratmeter großen original Papstrasen, Hinweisschilder zur Papstwiese, Holzstück vom Papstkreuz, Sägespähne vom Papstkreuz, Schrauben vom versetzdem Kreuz, Weinflasche mit Papstedikett, Bierflasche mit Papstbild, Benekracherl usw.
    Mehr Info unter Tel.: 0941 / 44 71 96

  • El

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    Herr Mühlbauer
    haben Sie auch einen Papstfurz ?

  • Matthias B.

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    Ich habe noch einen Pflasterstein, über den seinerzeit seine Heiligkeit schritt! Heimlich ausgegraben, psssst! Für10.000 EUR (Sonderpreis) an den Träger des PDZ abzugeben.
    Die BI Donaumarkt hat sicher noch ein paar Flaschen Papstwasser und eine Monstranz mit der Vorhaut Jesu Christi … O menno die wird ja in Thüringen verwahrt.

  • Bertl

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    Ein Papst „pupst“ nicht…..und ein „WIRSINDPAPST“ schon gleich 2x nicht. Das fliesst ALLES in den Hl. Stuhl mit ein.
    Koennte man statt einem PDZ nicht ein Kitteldenkmal aufstellen? Vielleicht ist dann endlich RUHE mit dem seiner saubloeden WICHTIGTUEREI! Langsam wird er wirklich zu einer (seinem grenzdebilen Laecheln entsprechendem… ;-) ) Witzfigur!

  • Martin

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    Das alles erinnert mich sehr an dieses Poltsche Meisterwerk:

  • Angelika Oetken

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    @Günter Mühlbauer,

    ich könnte eine echte Schildkrötpuppe namens „Hans“ beisteuern
    http://www.krone.at/Steil/Jetzt_kommt_die_Papst-Puppe_Hans!-Papst_als_Puppe-Story-31329
    Habe sie vor drei Jahren zu einem sehr günstigen Preis ersteigert. Das war, als Bene16 so plötzlich abdankte, kurz zuvor noch ganz gebrechlich wirkte, um dann nach Beendigung der entsprechenden Pressekonferenz putzmunter aus dem Saal zu gehen.
    Die Zeit, nachdem der Missbrauchstsunami Deutschland erreicht hatte und durch „Vatileaks“ angeblich dem Herrn Joseph Ratzinger „Dokumente“ abhanden kamen. Vermeldet wurde, sein eigener Kammerdiener habe sie „gestohlen“. Als Benedikts päpstlicher Nuntius Jozef Wesolowski von der Dominikanischen Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt worden war und er in den Verdacht geriet, mit Filmen und Photos zu dealen, auf denen die sexuelle Ausbeutung und Misshandlung von Kindern und Jugendlichen dargestellt ist, euphemistisch als „Kinderpornografie“ bezeichnet.

    Kurzum: für „Hans“, dessen Verkleidung jede Drag-Queen vor Neid erblassen lassen würde, gibt es nur einen geeigneten Platz. Das PDZ.

    VG
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

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    „Koennte man statt einem PDZ nicht ein Kitteldenkmal aufstellen?“

    @Bertl,

    kommt bestimmt. Nächstes Jahr könnte der Bau schon beginnen. Wenn wir, wie von langer Hand geplant, anstatt von einer „Angela“ von einem „Horst“ regiert werden. Dann gilt es Bonsches (1) unter den Getreuen zu verteilen, um die Hausmacht zu verfestigen. Berlin ist nicht Bayern. Und irgendwo muss die Kohle dafür ja herkommen.

    VG
    Angelika Oetken

    (1) http://www.bonscheladen.de/ind.php?seite=bonsche&bild=bonsche

  • hutzelwutzel

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    @menschenskind: So sehe ich das auch!
    Nun noch Horstl mit seinem Eisenbahnkeller. Ob der nächste umgebaute Bahnhof nach ihm benannt wird? Natürlich auch Edmund der St., der bräuchte auch noch was, wo doch die Schwebebahn nichts wurde.
    ———————————————
    Papa Beppi hat schon seit 2006 ein virtuelles Gedenken durch eine Künstlergruppe und Herrn Bäuml (so ich mich richtig entsinne): http://www.pilgerbuero-regensburg.de
    Da ist auch bereits der Papstkittel mit verewigt. ;-)

    Sollte man abschließend vielleicht noch anmerken, dass der Personenkult immer dann zum Tragen kommt, wenn der Glaube nicht reicht, oder eben keine Früchte/ Erträge bringt. Die wollen sich doch alle selbst im Grundstein verewigt wissen.
    Ich denke aber bei der nächsten Revolution auf deutschem Boden – wenn es nicht ein ausgewachsener Krieg wird – wird so pingelig aufgeräumt, dass auch keine Grundsteine mehr bleiben.

  • hutzelwutzel

    |

    Doch lassen wir das mal! Merkt Ihr nicht, wo die Reise hingeht?

    Es soll vertuscht werden, was Herr Werner vor wenigen Tagen in Bezug auf Georg Ratzinger herausgearbeitet hatte. Die Mißbrauchsfälle passen nicht mehr ins Konzept. Da fast niemand mit einem wachen Geist gesegnet noch MZ liest, sondern sich Online (RD) informiert, will man zementieren, was man dann touristisch fördern und den Leuten zum Geldverdienen schmackhaft machen will.
    Wer dann nicht mitmacht wird hungern müssen, weil die Kirche es so will, in der Kath. Boomtown Regensburg.
    Bevor der Bischof hier freiwillig verschwindet, oder auf sein früheres Renomee als Erzbischof (Heiliges Röm. Reich) verzichtet, sprengt er Euch lieber die Stadt in die Luft. ;-)

  • Renterin

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    Zum Foto mit Kittel in diesem Bericht

    „Kittel CSU, CDU und Kirche“ lotsen die einigermassen kritischen Wähler in die Händer der „Linken und AfD“.

    Es wird einem übel, wenn man sie gemütlich sitzend bei einem Bier und Brotzeit beobachtet und das dumme kleine Volk steht dahinter.

    Es wäre naheliegender, bei so einem Anblick, sofort den Platz zu meiden und die Kurve zu drehen.

    Sind diese Herrschaften schon einmal caritativ aufgefallen ?

  • Mathilde Vietze

    |

    Herr Mühlbauer, wenn ich Sie untertänigst bitte, würden Sie mir
    dann eine Haarlocke von B 16 besorgen?

  • Herbert Turetschek

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    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern: Als die Geschichte mit dem sexuellen Missbrauch wieder einmal hochkochte und wir Überlebenden wieder einmal (vergeblich) auf eine Entschuldigung der Diözese Regensburg warteten, da fand ich ein Rundschreiben der katholischen Kirche bezüglich des Papstrücktritt (die Gründe des Rücktritts usw.) in meinem Briefkasten in Nürnberg. Die katholische Kirche war also in der Lage in ganz Deutschland Rundschreiben zu versenden (man muss sich den logistischen Aufwand mal vorstellen), ist/war aber nicht in der Lage, sich bei den ehemaligen Domspatzen aus Etterzhausen und anderswo zu entschuldigen. Ist es wirklich so schwer, die Unterlagen herauszuholen, ein paar Menschen zu beauftragen und dann die Briefe an die ehemaligen Domspatzen, die unter der menschenunwürdigen Behandlung zu leiden hatten, anzuschreiben und sich zu entschuldigen?

  • Lothgaßler

    |

    Natürlich versuchen sich hier einige Lokalgrößen in kirchenfreundlicher Gegenpropaganda, wie hutzelwutzel richtig anmerkt. Nachdem eigene Dummheit und Verblendung einer Aufarbeitung des Domspatzenskandals im Wege steht, muss nun eine Nebelkerze gezündet werden. Wie belanglos muss ein Sachverhalt noch werden, damit kein Denkmal aufgestellt und kein Dokumentationszentrum eröffnet wird? Wer so etwas unbedingt haben will, der solls privat finanzieren und vermarkten. Im Benedikt-Institut am Bismarckplatz wird sich sicher eine Möglichkeit finden dieses Dokumentationszentrum zu realisieren. Dort existiert schon was und dort gehört es auch hin! Öffentliche Mittel müssen dafür tabu bleiben.
    Dem Kittel gehts ohnehin nicht ums Andenken an den Papstbesuch, sondern um sein Ego und sein Diridari. Da sans einig: wenn die anderen blechen, dann verdienen wir gerne mit und stehen ganz vorne fürs Foto.
    Die Frage ist: Wie kann diesen Spezln und Scheinheiligen das ausgschamte Spiel versaut werden?

  • Erstaunte

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    Haben die Herren um Michael Lehner es wirklich so nötig, sich von Herrn Kittel so vor der Karren spannen zu lassen? Und ein Landtagsabgeordneter macht sich da auch noch zum Knecht? Das ist wirklich mehr als peinlich – oder es gibt ganz andere Gründe…

  • Angelika Oetken

    |

    @hutzelwutzel,

    Danke für den Hinweis auf das „Pilgerbüro“. Gefällt mir!

    Ein PDZ (Papstdokumentationsbüro) dürfte sich doch schnell errichten können. Irgendwo wird sich doch eine ausgediente Litfaßsäule finden lassen. In Kombination mit einer aufgelassenen Telefonzelle ergibt das ein Klasse Zentrum. Den Rest erledigen die Bürger.

    So: was zahlt mir die Stadt jetzt für mein Konzept?

    Da ist nämlich alles drin:
    – Bürgerbeteiligung
    – bürgerschaftliches Engagement
    – Teilhabe
    – Nachhaltigkeit
    – Prävention
    – Niederschwelligkeit

    Und vor Allem:
    – Authentizität

    VG
    Angelika Oetken

  • menschenskind

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    Hinter den Befürwortern des Papstdokumentationszentrums vermute ich die Geschäftsleute der Donaustadt, die so viele Attraktionen für Touristen wie nur möglich schaffen wollen, um Kunden für die eigenen Luxus- und Szeneläden, Fastfoodketten, Restaurants, Hotels usw. anzuziehen.

    So etwas hat System.

    In Deggendorf zum Beispiel verhinderten clevere Geschäftsleute auch noch nach 1945 erfolgreich, dass endlich Schluss gemacht wurde mit dem Gnad-Spektakel.

    So nährte man die alte Lüge bis weit ins 20. Jh. hinein, dass nämlich die Juden der Stadt im 14. Jh. die Hostien geklaut und entweiht hätten, worauf die Gnad-Kirche gebaut und eine Wallfahrt eingerichtet wurde, die den Geschäftsleuten Deggendorfs noch bis in unsere Zeiten viel Geld eingebracht hat. (Tatsächlich hatten die braven, katholischen Deggendorfer die Juden ihrer Stadt in einer Blutorgie alle umgebracht und erfanden, als Rechtfertigung für ihre Todsünde, den angeblichen Hostienfrevel)

    Die Kirche spielte das antijudaistische Spielchen länger als ein halbes Jahrtausend gerne mit, denn sie profitierte von dem ganzen Brimborium nicht unerheblich; denn die depperten Wallfahrer trugen stets genug Münzen mit sich, dass es nicht nur für eine Übernachtung und eine Speis‘, sondern auch noch reichlich für den elendigen Klingelbeutel des Herrn Pfarrers gereicht hat.

    Erst 1992 hat sich der bischöfliche Oberhanswurst Müller für die Deggendorfer Schandwallfahrt auf einer Bronzetafel (öffentlich) entschuldigt.

    Kirche und Staat gingen in Bayern schon immer eine unheilige Allianz ein,
    gegen den Bürger,
    gegen Minderheiten,
    gegen Außenseiter.

  • El

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    Als Jakob Friedl noch auf dem Brunnenpodest aktiv war, hatte er dort mal eine Kunstaktion:
    Er hatte eine Art Umkleidekabine installiert. Dort konnte man_frau sich kurz frei machen und sich den Allerwertesten mit Farbe bepinseln. Mit dem so Getränkten konnte man dann einen eigenen Abdruck auf einer weißen Fläche hinterlassen.

    Ich fand diese Idee genial.
    Die gesammelten – könnte man dann hinter Glas ausstellen. So könnte jedeR der_die, einen unstillbaren Drang nach Verewigung in sich spürt, diesem Ausdruck bzw. Abdruck verleihen

    Vielleicht wäre das ja was für Herrn Kittel ? So könnte er doch auch ein „Denk-Mal“ setzen und quasi neben dem Heiligen Stuhl Platz nehmen. Ich gönne es ihm °

  • Alexander Gruber

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    Ich bin für ein Dokumentationszentrum. Papst Benedikt XVI. hat die Würde der kath. Kirche sehr gehoben.

  • menschenskind

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    „Ich bin für ein Dokumentationszentrum. Papst Benedikt XVI. hat die Würde der kath. Kirche sehr gehoben.“

    Ja, lieber Herr Gruber, haben Sie denn nicht die ganze Benedikt-Denkmal-Diskussion hier auf Regensburg.digital mit verfolgt?

    Das Fazit unserer Diskussion war doch ganz eindeutig, dass der bayerische Papst die Würde der kath. Kirche in ungeahnte Tiefen, geradezu auf Fegfeuer-Niveau, herabgesenkt hat.
    Allein schon durch sein 30jähriges Verschweigen von pädophilen Skandalen hat Ratzinger der Würde der kath. Kirche einen geradezu irreparablen Schaden zugefügt!

    Haben Sie, lieber, tiefverehrter, hoch geschätzter Gruber, denn das gar nicht mitbekommen?

    Dann gibt es nur eins:
    RD-Artikel und Kommentare nachlesen!

  • Mathilde Vietze

    |

    Herr Gruber, waren Sie nicht mal in grauer Vorzeit bei den
    Jungsozialisten? Und – mit welchem Kran hat er die Würde
    der katholischen Kirche gehoben?

  • aucheinehemaliger

    |

    @Alexander Grube
    Ist das ihr Ernst oder geben sie hier den Böhmermann?

  • Angelika Oetken

    |

    „Haben die Herren um Michael Lehner es wirklich so nötig, sich von Herrn Kittel so vor der Karren spannen zu lassen? Und ein Landtagsabgeordneter macht sich da auch noch zum Knecht? Das ist wirklich mehr als peinlich – oder es gibt ganz andere Gründe…“

    @Erstaunte,

    wer von den Herrschaften hat denn Domspatzeneinrichtungen absolviert?

    VG
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • Coffin Corner

    |

    Der ganze Zinnober von Fegefeuer, Hölle, Bischof, Papst usw. dient doch nur dazu, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine ganze Pilgerindustrie hängt daran.

    Devotionalenhändler verdienen prächtig mit und fordern ein Pastdokumentationszentrum, um weiterhin Busladungen von Unschuldigen im ureigensten Interesse ausnehmen zu können.

    Das braucht wirklich niemand.

    Was gebraucht wird, ist eine kritische Auseinandersetzung mit der römisch-katholischen Kirche in Deutschland im Jahr 2016.

  • joey

    |

    Gähn.
    Das PDZ ist schlichter Blödsinn, B16 ist jetzt schon völlig belanglos, fast vergessen. Franzi stellt ihn wöchentlich mit gewagten Thesen zu Kapitalismus, Flüchtlingsfragen und dergleichen medial in den Schatten.

    Wenn ein PDZ eingerichtet würde, kämen da noch ein paar Marianische Männerkongregationen zu Besuch… wenn dann alle 50 Vereine da waren, ebbt die Sache ab und wird nach insgesamt 3 Jahren ganz leise eingestellt. Gutes Beispiel hier die Sammlung Kriss im Straubinger Schloß: wen interessiert heute eigentlich noch die Geschichte des Katholizismus?

    Die CSU versucht nur, ein wenig katholische Flagge zu zeigen. Es gibt ja eine konkludente Staatsreligion hier, die sich im Ferienkalender manifestiert. Nichts ist heiliger als die Pfingstferien, wo wir unbedingt eine Billig Kreuzfahrt… Islam will keiner kritisieren, da muß man dann Ersatzflaggen hissen. Das wird aber nichts nützen.

    Die gefühlte Islamisierung setzt sich fort. Die AfD „gewinnt“ die nächsten Wahlen, so lange Merkel noch… die CSU ist da mitgefangen. Die SPD verliert als erste, der kann nicht einmal ein alter Ex-Papst helfen. Vielleicht ein Gebet von Kretschmann…

  • Angelika Oetken

    |

    „Im Benedikt-Institut am Bismarckplatz wird sich sicher eine Möglichkeit finden dieses Dokumentationszentrum zu realisieren. “

    @Lothgaßler,

    sehr guter Vorschlag. Habe mir Photos von dem Platz und dem Gebäude angesehen: absolut geeignet für das Vorhaben. Vor Allem findet sich ausreichend Raum, um die notwendigen Installationen hinzustellen. Fürs Erste tun es wohl eine Litfaßsäule und eine Telefonzelle herkömmlichen Zuschnitts. Ein repräsentativer Springbrunnen ist ja schon vorhanden. Mit bzw. im Wasser lässt sich ja eine ganze Menge anstellen….
    Damit Joseph Ratzingers Wirken in all seinen Facetten so richtig gewürdigt werden kann, fehlt aber noch etwas Entscheidendes. Gucken Sie sich das hier mal an http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120231.html
    Wenn Sie die Örtlichkeiten miteinander vergleichen, dürfte Ihnen auffallen, dass der Hofgarten über Hecken verfügt. So wie es aussieht, handelt es sich um Buchsbaum. Damit müsste der Raum vor dem Bene16-Institut bepflanzt werden. Andernfalls wäre die Kult- und Gedenkstätte nicht authentisch und vollständig genug.

    Sie wissen ja, Kommentar Nr. 142 zu diesem Artikel: http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/regensburger-domspatzen-missbrauch-zwischenstand-100.html

    Falls das denn so umgesetzt werden sollte, hoffe ich nur, dass das Buschwerk dort, vor dem Benedikt-Institut nämlich, lediglich für harmloses „Cruisen“ genutzt wird, aber nicht wie annodunnemals der Hofgarten, um dort deprivierte Teenager zu missbrauchen.

    VG
    Angelika Oetken

    P.S. das Kuratorium ist ja genauso bemerkenswert wie seine Veröffentlichungen http://www.institut-papst-benedikt.de/das-institut/kuratorium.html, http://www.institut-papst-benedikt.de/ratzinger-studien-rast.html

  • Mr. T

    |

    Coffin Corner hat die Motive schön aufgeführt? Aber braucht es wirklich eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Unfug? Der Mist gehört sich endlich richtig entzaubert. Die Kirche ist doch unterm Strich nix anderes wie Astro TV, Granderwasser oder Globuli. Einfach nur ein Mittel um abergläubischen und denkfaulen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die sollen doch erstmal den geringsten Hinweis vorlegen, der ihre Geschichten belegt. Dann kann man vielleicht mal mit der kritischen Auseinandersetzung beginnen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich hätte nichts dagegen, eine Gedenksäule für Herrn Kittel zu
    errichten. Was aber, wenn ein ungebildeter Hund diese Säule
    für ein Bäumchen hält? Wird er dann wegen Majestätsbe-
    leidigung ins Hundegefängnis gesteckt?

  • Rentnerin

    |

    Zu Frau Vietze am 22.5.16

    Liebe Frau Vietze, Regensburg wäre um ein grosses Original ärmer, wenn es Sie nicht gäbe.

    Noch treffender hätten Sie das mit der „Gedenksäule für Herrn Kittel“ nicht ausdrücken können.

    Ihre Aufrichtigkeit ehrt Sie.

  • altstadtkid

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    Wie kann ein Mann wie Peter Kittel die gesamte CSU Spitze einer Stadt so in der Tasche haben.
    Er muss geheime Dossiers über jeden angelegt haben, die er dann über seine „Organe“ und Singspiele publik macht.
    Ein Papstbesuchdokumentationszentrum das nicht mal die Katholische Kirche will.
    Geht’s noch!
    Geht lieber zum Fußwaschen

  • cogito ergo sum

    |

    Also wenn dieses PDZ denn wirklich so eine große Idee und tatsächlich eine entsprechende Nachfrage zu verzeichnen wäre, stellt sich die Frage, warum denn Herr Kittel das nicht selbst privatwirtschaftlich macht?! Er ist doch in der Hinsicht auch sonst nicht so verlegen.

    Und wenn es ihm aus religiöser oder ideeller Sache so wichtig wäre, fragt sich, warum er nicht einen gemeinnützigen Förderverein gründet und dort beispielsweise sein entsprechendes Equipment, über das er noch vom Papstbesuch verfügt, als Spende einbringt.

    So scheint der Verdacht aber naheliegend, dass er in Zusammenarbeit mit seinen Spezeln lediglich einen Nachfrager selbst schaffen kann, an den er seine Restbestände noch verhökern kann….

  • semmeldieb

    |

    im mittelalter und davor und danach spendeten leute oft eine ganze wallfahrtskirche, wenn ihnen gottes gnade widerfahren war oder sie um ihr seelenheil fürchteten.

    warum machen sich die freunde und forderer einer vergleichbaren stätte in heutiger zeit nicht auf die suche nach willigen gebern oder erbauen das fromme geding nicht gleich mit eigenen mitteln?

    ein steinernes gebäude mit einem türmchen, von dem aus stündlich ein glöcklein zum gebete und zur andacht ruft. darin in stein gegossene reliefs der geschichte vom heiligen papst b., ritter peter, junker hans und burgmaid petra, auf heiliger mission zum vatikan und zurück über die wilden berge des alpenmassivs. verloren und errettet aus fels und not – erzählt in 12 stationen/reliefs.

    davor jeweils ein opferstöcklein für verschiedene zwecke und vor dem gebäude eine hütte, in der wohlfeile devotionalien und reliquien geboten werden.

    die erbauer würden nach ihrem tode sofort in den himmel kommen und bis in alle ewigkeit einen hocker neben dem heiligsten throne bekommen, während all die gottlosen lästermäuler in der hölle winseln, pfeifen und schmoren würden, während tausend teufel sie wieder und wieder aufs neue mit glühenden zangen häuten und ihnen flüssiges blei in die schlünder füllen…

    so hat doch jeder eine motivation…

  • Joe Kermen

    |

    Papst-Dokumentations-Zentrum @ Europabrunnen – und die Welt ist wieder gerettet!

  • Mr. T

    |

    Ja, Joe, aber nur unter der Regie von Jakob Friedel und nicht vom Kittel.

  • Radlertölpel

    |

    Ich hätte auch noch ein paar Devotionalien zum Papst-B Besuch 2006
    die von Lizenznehmern in Produktion genommen und im angegliederten PDZ-Shop vertickt werden könnten.
    siehe Fotos:
    http://europabrunnendeckel.de/slideshow.php?title=papstimmusikbayer&slides=download/papst_musikladenbayer/

    Schweizer Papstmesser ( 140cm Spannweite Seekieferplatte, im Orginal aus Bauschutt der vorgelagerten Burgweintinger Baugebiete 2-3) mit integriertem Hirtenstab, Klappkreuz mit Messlatte, Oblatenzerteiler, Weißwasserpinsel, Geistesblitz, Hellebarde und Kondomzerpiekser.

    Straßensperre (Holz) „Hinsetzen-Stehen bleiben!“

    Kardinals-Pur-Pur (waschechtes Spray): Schütteln, sprühen, fertig.Von Laien empfohlen!

    Schon wenige Stunden nach dem Papstbesuch (100 000-200 000 Pilger_innen!) sammelten Kinder gegen Papiergeld bzw. Aktienbeteiligung ca 170 Papstwasserflaschen aus den Grünflächen und Gebüschen rund um Burgweinting und befüllten sie mit besonders reiner Pilgerpisse aus dem Aubach. Alle weiteren Abfüllungen enthalten nahezu unendlich potenziertes Aubachwasser. Immer noch entwickelt sich ein heilender Gestank.

    Verdünnte Pilgerpisse:Schwefliges Wasser aus dem Islinger Graben und Reste von Geschmacksverstärker aus der goldenen Aubachtaler Papstwasserflasche.
    Hier nochmals die Beipackzettel mit Auflistung der Inhaltsstoffe und Beschreibung des Herstellungsprozesses der Mariahilfabfüllung:
    http://europabrunnendeckel.de/download/benedetto/beipackzettel1.pdf
    und
    http://europabrunnendeckel.de/download/benedetto/beipackzettel2.pdf

    An Schweizer Messer, Straßensperre, und Kardinalspurpur ist Gottes Stellvertreter auf Erden 2006 selbst vorbeigefahren worden, alle Artefakte waren in der religionsfreien Zone zu sehen und im Musikladen Bayer ausgestellt.

    Das Klo zur Hölle war angedacht, die Pizzaofenmoschee mit Straßenmonsteraltar entlang der Pilgerrute wurde rechtzeitig realisiert und in Betrieb genommen.

    Hier noch ein Artikel, den ich im 2016 kurz nach dem Papstbesuch im „Leserbrief“ veröffentlicht habe und der sich mit der Folgenutzung des Papstbesuchs beschäftigt „Mit der Autobahn zum Aubach fahren“:
    http://europabrunnendeckel.de/download/benedetto/mitderautobahnzumaubachfahrenkl.pdf

    Im Donaustrudl hab ich das Thema im Vorfeld des Papstbesuches im Artikel „Rassistische Schikanierung abseits der Pilgerwege“ auch kurz angeschnitten, siehe hier: http://jakob-friedl.de/?p=564

    Als Bonus gibt es noch den Orginal Reibergassler Benedetto Song von den Zwergen zum gratis download, sobald ich ihn wieder finde…
    Hier einstweilen meine Erfahrungen um ca 2005 mit Pro Christ mobil, der Autokirche, diese Konsum-Sekte ist allerdings evangelisch: http://jakob-friedl.de/download/euro/EinsteigenundAnkommen.pdf

  • hutzelwutzel

    |

    @altstadtkid:
    Noch nicht allzu lange in Bayern? ;-) Hier haben die sich doch gegenseitig „in der Tasche“. Das beginnt schon mit verschollenen Zwangsarbeitern der Nazizeit, geht über Verschweigen der katholischen Mißbrauchsfälle, einen „Old Schwurhand“, Überseereisen eines Altvorderen, und hört doch in Ratisbona nicht auf.

    @menschenskind: Wir haben es!!! Ratzingers Bezug zu den Sudetendeutschen. Vor wenigen Minuten kam ein BR-Bericht über eine Frau Kreutterer, die in der Münchner U-Bahn beinahe überfallen worden wäre. Diese ist Verwandte von Papa JR, so wurde berichtet. Da lüftet sich jetzt mehr als ein Schleier, warum JR Papst werden MUSSTE, und warum Stiftsdekan Wachter dessen schnellen Rückzug bedauerte. Ein „halbes Jahr“ so W. vor einigen Monaten, hätte JR „doch noch bleiben können“. EASTEND sozusagen! ;-)

  • Angelika Oetken

    |

    „Kondomzerpiekser“

    @Radlertölpel,

    für den vollständigen Sabotageakt verkauft man(n) dann auch noch ein Folienschweißgerät. Sonst fällt`s ja auf.

    VG
    Angelika Oetken

  • Jacques Bressot

    |

    Was mir hier besonders auffällt, ist es, dass manche ellenlange Kommentare posten, deren Inhalte zumeist keinerlei aussagekräftige Argumentationen in Bezug auf das entsprechende Thema beinhalten, oder aber in Beleidigungen ausarten und andere denunzieren. Diese Kommentatoren sind es aber zumeist, die selbst in keinster Weise mit Kritik umgehen können (vielleicht anerzogen). Diesem Personenkreis muss unsagbar viel Freizeit zur Verfügung stehen oder sie haben einfach keine Aufgabe- wie wärs z.B. mal mit Arbeit?

  • Angelika Oetken

    |

    „wie wärs z.B. mal mit Arbeit?“

    @Jacques Bressot,

    damit man erst nach der Tagesschau Zeit zum Lesen und Schreiben hat? Das meinen Sie doch nicht ernst?!?

    Mal ohne Ironie: Arbeit mit langen bzw. vielen Kommentaren hat die Administration von Regensburg-Digital. Was meint die denn dazu?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • hutzelwutzel

    |

    @ Jacques Bressot:
    Ellenlange Kommentare sind doch auch schön, wenn man über diese viele neue Dinge erfährt. Nicht nur Papier ist geduldig, sondern das Internet ebenso, und Geschriebenes braucht sehr wenig Speicherplatz. ;-)
    Dann gibt es noch welche, die hatten mal – als es noch richtige Schreibmaschinen gab – das 10-Finger-Tippen gelernt. Da geht Schreiben viel schneller!;-)
    Also keine Sorge: Alles was zu Papa JR geschrieben wird, wird irgendwann noch hilfreich sein, auch wenn es sicher erst einmal Leute am Bismarckplatz, in der Niedermünstergasse, Schwarze Bärenstrasse, und wo die Klerikalen sonst noch sitzen, ärgern soll. ;-)

  • altstadtkid

    |

    @hutzelwutzel
    Danke für die Aufklärung.
    Und hieß damals immer kommt nach Bayern, da ist die Welt noch in Ordnung! Ich war als Kind schon immer von dem Bären-Marke Bär angetan :o)

  • altstadtkid

    |

    Man könnte doch das PDZ ins MfBG am Donaumarkt integrieren.
    Ich glaube die hätten noch Platz

  • Renterin

    |

    Zu Herrn Bressot:

    Ich gebe Ihnen vollkommen recht, die langen Kommentare lese ich auch nicht.
    Schliesslich gibt es täglich viel anderes zu tun und andere Literatur zu lesen.
    Herr Aigner könnte hier einmal eine Grenze setzen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Jaques Bressot: Ich teile Ihre Meinung insofern, als sich auf RD
    – neben ernsthaften Kritikern – Leute tummeln, die in ihren Kommen-
    taren nichts aussagen als den Hass auf alle, die nicht ihrer Meinung
    sind. Damit macht man es leider den reaktionären Hackstöcken in
    der katholischen Kirche sehr leicht: Die werden als „Kirchenfeinde“
    abgetan und die Verantwortlichen in der Kirche können damit ab-
    lenken von ihren eigentlichen Fehlern.
    Und was eine „Papstgedenkstelle“, wie immer sie auch heißen mag
    betrifft: B 16 ist zwar weltfremd und verschroben, aber nicht so
    dumm, als daß er nicht mitkriegt, daß sich hier Leute, denen die
    Kirche scheißegal ist, sich auf seine Kosten profilieren wollen.

  • menschenskind

    |

    „Wir haben es!!! Ratzingers Bezug zu den Sudetendeutschen. Vor wenigen Minuten kam ein BR-Bericht über eine Frau Kreutterer, die in der Münchner U-Bahn beinahe überfallen worden wäre. Diese ist Verwandte von Papa JR…“

    @hutzelwutzel
    Gerade das ist das Schlimme. Unsere Medien halten uns Bürger für so blöde, dass sie glauben, eine jede Meldung, hat sie auch nur den geringsten Bezug zum längst noch nicht seligen PapaRatzi, sie müsse uns einfach interessieren. Der BR ist längst noch nicht der einzige deutsche Schundfunk, der uns so dämlich kommt. Auch Deutschlandradio glaubt immer wieder uns eine Freude damit zu bereiten, an den Bayernpapst zu erinnern. An den Haaren herangezogene Stories über Elternhaus, Verwandte, Bezüge um acht Ecken und dergleichen… Es ist wie wenn man Kindern ständig was vom Nikolausi oder vom Osterhasi erzählt. Die Öffentlichrechtlichen glauben wohl, dass ihnen nur noch Lieschen Müllers zuhören.

    Bald ist es tatsächlich so weit. Oder sind wir alle schon so blöde?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Menschenskind“ – Manche müssen halt ihr Kasbladl „an den
    Mann“ oder „an die Frau“ bringen und da ist ihnen eben der Papst
    – egal ob es dem gefällt oder nicht – ein willkommener Werbe-
    träger. Mit Glaube und Kirche hat das Ganze überhaupt nichts
    zu tun.

  • menschenskind

    |

    „Mit Glaube und Kirche hat das Ganze überhaupt nichts
    zu tun.“

    Das haben Sie, sehr geehrte Frau Vietze, inzwischen dreizehneinhalbmal gepostet, ich habe eigens nachgezählt, und es zur Kenntnis genommen.

    „Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht“
    (Hebr 11,1)

    Amen!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Menschenskind“ – Vielen Dank, daß Sie sich solche Mühe machen!
    Nachdem Sie ein weiser und bibelfester Zeitgenosse sind, ist ihr
    Kommentar für mich auch künftig unverzichtbar.

  • Carl Eugen

    |

    Mitterweile macht sich sogar schon die SZ lustig über die CSU in Regensburg und ihre „Strategie“ einer mehrheitlich uninteressierten Bevölkerung die Erinnerung an den Besuch eines alten Herren aufzuzwingen…

  • menschenskind

    |

    @Carl Eugen
    Warum nicht auch den Link angeben…
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/oberpfalz-papst-benedikt-scheint-der-csu-ziemlich-wichtig-zu-sein-1.3007374

    …Ein Segen also, dass es die CSU gibt und den Regensburger Unternehmer Peter Kittel, dessen Idee die CSU inzwischen aufgenommen hat: ein Papst-Dokumentationszentrum in der Altstadt. „Beschämend“, dass es so ein Zentrum nicht längst gibt, findet Kittel, und natürlich hat er recht. Beschämend auch das Gerücht, Kittel wolle sich damit vor allem selbst ein Denkmal setzen – weil er damals für die Organisation des Papstbesuches verantwortlich war…

  • Angelika Oetken

    |

    „Neulich, in der Stadtratssitzung, sagte Hartl, er könne sich vorstellen, irgendwann eine Straße in Regensburg nach Papst Benedikt zu benennen. Er hätte da einen Vorschlag: die Franz-Josef-Strauß-Allee.“

    @menschenskind,

    Zitat aus selbigem Artikel. Herr Hartl scheint Sinn für Humor zu haben. Was die Straßen(um-)benennung angeht: warum nicht die Bürger beteiligen und eine Umfrage starten?

    VG
    Angelika Oetken

  • Mathilde Vietze

    |

    Man muß Papst Benedikt wirklich nicht mögen, aber eine Papst-Benedikt-
    straße, wäre wirklich besser als eine Franz-Josef-Strauß-Allee.

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    man könnte doch auch erstmal gucken, was beide Very Important Men gemeinsam haben. Straßen können nach Personen, aber auch nach Verbünden oder Eigenschaften benannt werden.

    Bing liefert auf die Schnelle das hier: https://www.br.de/themen/religion/kirche-franz-strauss-100.html

    Sowieso scheinen diese beiden Männer auch sonst viel gemeinsam zu haben, erst Recht, was ihre Kindheit und Jugend betrifft. Und das meine ich überhaupt nicht ironisch, sondern aus Mitgefühl heraus.

    VG
    Angelika Oetken

  • Mathilde.Vietze

    |

    Zu Angelika Oetken: Papst Benedikt in seiner weltfremden Art sind
    mit Recht viele Fehler und Versäumnisse anzulasten. Trotzdem ist
    er in keinster Weise mit FJS zu vergleichen. Um diese Aussage zu
    erhärten, empfehle ich allen, die beiden Bücher, die das CSU-Mit-
    glied Dr. Wilhelm Schlötterer über Strauß geschrieben hat.

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    ich bezog mich wirklich auf die Kindheit und Jugend beider Männer. Lesen Sie selbst:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/papst-benedikts-wahre-geschichte-joseph-und-die-hitlerjugend-1.921005

    „Auf Empfehlung des Professors für Patristik und Kirchliche Kunst an der Ludwig-Maximilians-Universität, Dr. Johannes Zellinger, dem die Talente des Jungen für alte Sprachen aufgefallen waren, trat Franz Josef Strauß im Jahr 1927 in das renommierte Maximilians-Gymnasium über“
    http://www.fjs.de/privates/ausbildung.html]http://www.fjs.de/privates/ausbildung.html

    Als Franz Josef Strauß, Sohn eines Metzgermeisters auf Empfehlung des Priesters und Hochschullehrers Zellinger an das Maximilians-Gymnasium wechseln konnte, war er 12 Jahre alt. D. h. der Hochschuldozent (damals ein Endvierziger) hatte den sportlichen, aufgeweckten Realschüler schon früher kennen gelernt. Dr. Johannes Zellinger war Priester und Theologe, als solcher Experte für Patristik, die er als Teil des Georgianums (Priesterseminar) an der Maximiliansuniversität in München lehrte.
    http://media.merkur.de/100-geburtstag-von-franz-josef-strauss-das-leben-des-bayerischen-loewen/

    VG
    Angelika Oetken

  • Mathilde Vietze

    |

    Dr. Zellinger hatte damals sicher den aufrichtigen Wunsch, aus
    FJS einen anständigen Menschen zu machen. Warum ihm dies
    nicht gelang, steht in den Sternen.

  • Angelika Oetken

    |

    „Dr. Zellinger hatte damals sicher den aufrichtigen Wunsch, aus
    FJS einen anständigen Menschen zu machen.“

    @Mathilde Vietze,

    vermutlich. Aber vielleicht auch nicht.

    VG
    Angelika Oetken

  • Watschen für die „kuriose Allianz“ » Regensburg Digital

    |

    […] Kittels Kumpel – CSU-Chef Franz Rieger und MZ-Herausgeber Peter Esser und MZ-Lokalchef Josef Pöll… Pressemitteilungen wurden verschickt und Artikel veröffentlicht, die ein Papstdokumentationszentrum, in der Mittelbayerischen irgendwann liebevoll PDZ abgekürzt, als unbedingtes Desiderat verkauften. […]

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