Protest gegen "rassistische Ignoranz"

Ankerzentren: Sitzblockade gegen Innenminister Joachim Herrmann

Die Stadt Regensburg ist mit der Flüchtlingspolitik der Bundes- und bayerischen Staatsregierung nicht einverstanden. Das ist das eine, was beim beim Besuch des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) am Montag wieder einmal deutlich wurde. Doch auch die Betroffenen – Bewohner des bereits bestehenden Transitzentrums – haben sich dieses Mal zu Wort gemeldet.

„Spontaner Protest gegen rassistische Ignoranz“: Am Montag blockierten circa 40 Bewohner des Transitzentrums in der Zeißstraße die Abfahrt von Innenminister Joachim Herrmann. Foto: pm

Herrmann war gekommen, um das neue „Ankerzentrum“ vorzustellen, das ab August in den Gebäudekomplexen in der früheren Leopold-Kaserne (Zeißstraße) und der Bajuwarenkaserne seinen Betrieb aufnehmen soll. Die Erstaufnahmestelle und das bereits bestehende Transitzentrum – bayerischer Vorläufer der Ankerzentren – werden dafür zusammengelegt. Insgesamt wird es sieben AZs in Bayern geben, eines pro Regierungsbezirk. Das erklärte Ziel: die Beschleunigung der Asylverfahren generell, vor allem aber: mehr und schnellere Abschiebungen.

Eine Pressekonferenz beginnt mit Verspätung

Während der Pressekonferenz, die der Innenminister in Räumen in der Bajuwarenstraße am Montagnachmittag abhält, drängeln sich einige Kinder von außen an die Glasscheibe, um zu sehen, was da vor sich geht. Sie kommen vom nahegelegen Spielplatz, der sich im weitläufigen Innenhof des früheren Kasernenareals befindet und wären nicht die bewachte Eingangsschleuse und der Stacheldrahtverhau auf der Umzäunung rund um das künftige Ankerzentrum würde diese Szenerie auch kaum bedrückend wirken. Man sieht kaum Bewohner auf dem Gelände der jetzt noch als Erstaufnahmestelle dienenden Einrichtung.

Kein schöner Termin: Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Joachim Herrmann bei der Vorstellung des „Akerzentrums“. Foto: as

Die befinden sich zum größten Teil in der Zeißstraße, dem bereits bestehenden Transitzentrum, wo Herrmann kurz zuvor ohne Pressevertreter einen begleitenden Rundgang gemacht hat, ehe er – mit fast einer Stunde Verspätung – zur Pressekonferenz eingetroffen ist. Hier, in der Zeißstraße gibt es die große Schlafhalle mit Sperrholz-Abtrennungen, der geteerte und von außen einsehbare Innenhof wirkt weit weniger freundlich, als jener in der Bajuwarenkaserne und hier leben bislang die Menschen, denen vom BAMF kaum eine Bleibeperspektive zugerechnet wird.

Innenminister „auf Sightseeing-Tour“

Was der Grund für diese Verspätung war, erfahren die anwesenden Medienvertreter am Montag nicht. Erst am heutigen Donnerstag wird durch eine Presseerklärung von linken Aktivisten bekannt, dass der Besuch des Innenministers offenbar von Protesten begleitet wurde – nicht von Parteien oder Initiativen, sondern von Bewohnern, die dort größtenteils auf ihre Abschiebung warten. Die meisten von ihnen stammen aus Moldawien und Äthiopien.

Die Schlafhalle in der Zeißstraße.

Sie hätten eigentlich erwartet, dass Herrmann auch das Gespräch mit ihnen suchen werde, heißt es in einer Erklärung, die das Bündnis „no deportation nowhere“ nach eigenen Angaben für Bewohner der Zeißstraße übersetzt hat. Den Besuch des Innenministers habe man als „Sightseeing-Tour“ empfunden, erklären sie darin unter anderem. Herrmann habe wohl vergessen, „wer wir sind: Menschen, nicht zu verwaltende Zahlen, die am Ende gegen Null gehen sollen“.

Flucht vor „peinlicher Konfrontation“ durch den Hinterausgang

„Während seiner Runde begrüßte Minister Herrmann uns niemals, sondern unterhielt sich fortwährend mit dem deutschen Personal auf Deutsch über uns. Wir haben trotzdem sehr gut verstanden, was vor sich ging“, wird ein Bewohner des Transitzentrums zitiert. „Die Polizei ließ uns nicht zu ihm, um mit ihm zu reden“, heißt es weiter.

Als Herrmann das Transitzentrum anschließend verlassen wollte, sei es dann zu einer Blockade gekommen. Das belegen auch Fotos, die unserer Redaktion vorliegen. Rund 40 Bewohner hätten „sich vor das Ausgangstor (gesetzt), um ein Gespräch mit ihm zu erwirken“, aber auch, um gegen Herrmanns „rassistische Ignoranz“ zu protestieren. Zu einer Eskalation kam es offenbar nicht. Wohl auch weil dabei von den Betroffenen gefilmt wurde, kam es zu keiner gewaltsamen Auflösung der Blockade. Der Innenminister habe das Transitzentrum schließlich durch die Hintertür verlassen, um „der peinlichen Konfrontation“ zu entgehen.

Zu einer Eskalation kam es am Montag nicht.

In der heute verbreiteten Erklärung der Bewohner heißt es:

„Wir fordern die Schließung der unmenschlichen AnKER-Zentren und eine Umverteilung in dezentrale Unterkünfte sowie eine Perspektive in Deutschland mit der Möglichkeit, zu arbeiten und uns zu bilden. Das Rückübernahmeabkommen mit dem diktatorischen Regime in Äthiopien muss zurückgenommen werden. Ebenso verurteilen wir die Dublin-Abschiebungen, wegen derer wir nachts nicht schlafen können. Wir kamen nach Deutschland, um Schutz zu suchen, doch unser Leben ist fortwährend in Gefahr.“

UPDATE: Hier eine Schilderung der Polizeinspektion Regensburg Süd zu den Vorkommnissen:

„Während des Besuches von Hrn. Staatsminister Joachim Herrmann am Montag, 02.07.2018 kam es zum Ende hin zu einer Blockade der Zufahrt zur Zeißstraße durch Bewohner der Einrichtung. Hierbei wurden Polizei-Einsatzkräfte durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Regensburg Süd hinzugezogen. Ein Einschreiten der Polizei war aber nicht erforderlich. Entgegen dem von Ihnen geschilderten Ablauf, hat Hr. Staatsminister Herrmann die Einrichtung zu Fuß an den sitzenden Personen vorbei, in Begleitung von Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, in Richtung Polizeipräsidium verlassen. Dies wurde von den Protestierenden offensichtlich so nicht wahrgenommen. Die Fahrzeuge des Ministers und die der weiteren Besucher haben die Einrichtung über eine rückwärtige Zufahrt verlassen.

Die Sitzblockade selbst dauerte nur wenige Minuten. Im Anschluss an die Blockade kam zwischen dem Sicherheitsdienst der Einrichtung und einzelnen Bewohnern zu einem kurzzeitigen Gerangel. Hierbei wurden nach den bisherigen Erkenntnissen keine Personen verletzt. Ergänzend sei noch erwähnt, dass der Termin aufgrund der Verkehrssituation auf der Autobahn A3 verspätet begonnen hatte.“

Bürgermeisterin: „Ankerzentren sind problematisch.“

Derzeit sind rund 450 Menschen auf den beiden Arealen im Stadtosten Regensburgs untergebracht – Kapazitäten gibt es laut Herrmann für 1.250. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hatte im Vorfeld schon mehrfach ihre Bedenken darüber geäußert. Sie halte die Trennung in Menschen mit und ohne Bleibeperspektive generell für problematisch, so die Bürgermeisterin in der Vergangenheit. Dass nun so viele Menschen ohne Perspektive und Beschäftigung über einen längeren Zeitraum in einer einzigen Einrichtung untergebracht werden sollen, könne ebenfalls Probleme mit sich bringen.

Mit ihrer Kritik ist Maltz-Schwarzfischer beileibe nicht allein. SPD, Grüne und Linke im Regensburger Stadtrat haben sich dezidiert gegen die Einrichtung von Ankerzentren ausgesprochen. Ebenso mehrere Initiativen wie zum Beispiel „Ausbildung statt Abschiebung“. Am Montag bekräftigt Maltz-Schwarzfischer ihre Bedenken. Doch nun sei die Gesetzeslage nun mal so wie sie sei und „die Stadt kann keine Gesetze brechen“. Man bemühe sich nun um eine angemessene soziale Betreuung der Bewohner, insbesondere der Kinder, und sei darüber mit der bayerischen Staatsregierung auch im Gespräch.

Joachim Herrmann versucht derweil die Bedenken zu relativieren. Aktuell liege man in Regensburg bei einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von unter drei Monaten pro Asylantrag. Und nach einer Entscheidung sollten die Betroffenen mit Bleiberecht ohnehin ausziehen dürfen und die anderen so rasch wie möglich abgeschoben werden. Generell sei vorgesehen, dass Familien – unabhängig vom Ausgang ihres Asylverfahrens – maximal sechs Monate im AZ bleiben müssten. Ein vergleichsweise überschaubarer Zeitraum. Bei Einzelpersonen sind es laut Herrmann aber immerhin bis zu 18 Monate, während der sie im Ankerzentrum untergebracht sein können.

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Kommentare (69)

  • Mr. T

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    Die lagerartigen Ankerzentren sind deswegen so beliebt, weil sie den selbsterfüllenden Prophezeiungen dienen sollen. Unter solchen Voraussettzungen muss es ab und zu krachen und dann hat man wieder öffentlichkeitswirkame Beispiele für die fehlende Integrationsfähigkeit. Deswegen ist ja der gut integrierte Geflüchtete das Schreckensbild unserer rechten Regierung – oder wie es mal ein bekannter Rechtsradikaler recht bescheuert ausgedrückt hat: „… das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist – weil den wirst Du nie wieder abschieben …“

  • erich

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    das ganze Tamtam ist doch nur den Landtagswahlen geschuldet. SPD CSU CDU haben längst, so zumindest meiner Meinung, beschlossen Deutschland für Migrantenströme und Flüchtlinge aus der ganzen Welt zu öffnen. Mal ist es der angebliche Fachkräftemangel (der nicht vorhanden ist siehe meinen Kommentar zu Jobcenter und Stadt lassen jungen Menschen hungern) mal die Sicherung der Renten, mal der demokrafische Wandel, was alles Quatsch ist und nur dazu dient die Grenzen für die ganze Welt zu öffnen und die alteingesessene Bevölkerung einem Verdrängungswettbewerb auszusetzen, was in anderen Ländern wie USA, Australien, Kanada undenkbar wäre.

  • Mr. T

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    Das war aber jetzt der totale mentale Offenbarungseid, erich, oder? Der CSU unterstellen, sie will die Bevölkerung austauschen. Die oberdümmste Verschwörungsphantasie! Und dann auch noch drei Länder als Beispiel dafür aufführen, dass dort so etwas unmöglich wäre, die alle drei zu 99% von Einwanderern kontrolliert werden, welche die alteingesessene Bevölkerung nahezu völlig verdrängt haben.

  • Giesinger

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    Zum Inhalt des Artikels sage ich ganz bewußt erst mal gar nichts. Aber was mir sofort ins Auge gesprungen ist, ist dieses klasse Foto, welches die Stimmungslage der Beiden wohl auf den Punkt bringt. Fast habe ich gemeint, „Brüderchen und Schwesterchen“, wegen des gleichen, typischen, angewiderten Gesichtsausdrucks. Vielleicht ginge auch noch „Ehepaar bei Scheidungstermin“?

    Ich meine das Foto von „as“ (wer ist „as“?)

    Übrigens kann ich beide nicht ausstehen.

    Ansonsten bin ja eher bei Erich, mit meiner Meinung.
    So, Rotsocken, jetzt könnt Ihr wieder loslegen!
    Aber bitte den Geifer und Sabber rechtzeitig beiseite wischen. Ist nicht so gut für die Tastatur.

  • Gondrino

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    @Giesinger @erich
    Das hat nichts mit rot oder schwarz zu tun. Wer so viel Angst vor den Flüchtlingen hat, verdient Mitleid. Das Mitleid, dass er für die „Fremden“ eben nicht aufbringen kann. Wer die Weltzusammenhänge nicht versteht, die Flüchtlingsursachen und jedwede fundierte Argumente negiert… ja wie soll man sich mit solchen Menschen auseinandersetzen?

  • Markus Frowein

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    @Giesinger (5. Juli 2018 um 20:54)

    Zu Ihrem (inhaltslosen) Kommentar sage ich bewusst erst mal gar nichts.
    Ihre und Erichs Meinung: Belanglos, da weder zielführend, noch durchdacht.
    Es geht hier um Menschenrechte, die mit Füßen getreten werden = Ankerzentrum.

  • Ex Regensburger

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    Tja, Erich, das war wohl nix. Der Ausländeranteil ist in den USA am höchsten, dann kommt Russland (!!) u. dann Deutschland. Quelle:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article119936113/Deutschland-hat-dritthoechste-Zahl-von-Auslaendern.html

    Abgesehen davon mußte ich bei Mr. T`s Beitrag lachen, denn er hat natürlich Recht. Die jetzigen Bewohner von Australien, USA u. Kanada (das übrigens eine sehr liberale Einwanderungspolitik fährt) sind alles Einwanderer. Z.B. hat Mr. Trump deutsche Wurzeln u. wenn das Bayerische Innenministerium nicht „Nein“ zur gewollten Rückeinwanderung Trumps gesagt hätte, hätten wir jetzt keinen US-Präsidenten Trump (also sind die Bayern schuld :-). Näheres zu dieser verrückten Geschichte siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Frederick_Trump

  • Tobias

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    @Ex-Regensburger
    Sie vergleichen allen Ernstes die Situation der Einwanderer von über 100 Jahren mit der heutigen? DAS ist zum Lachen. Denn zur damaligen Zeit war es sogar noch – wie sie sagen würden – „rassistischer“, denn dort gab es gar keine Sozialhilfe; man MUSSTE arbeiten und sich integrieren. Dort haben sich die europäischen Migranten nicht über Zimmergrößen Gedanken gemacht, fehlenden Schokopudding ihre Heime angezündet oder sind nicht zum Sprachkurs gekommen und haben kein Geld ins „alte Land“ via Western Union geschickt. Dort und damals MUSSTE man, anders als heute, anpacken und die Sprache lernen. Damals sind auch die ganzen Familien ausgewandert, nicht nur der Mann.

    Warum man die Massenmigration durch Araber – fahrlässig über das Meer – quer durch Europa nach „Germoney“ so feiern muss, als ob es DIE Möglichkeit wäre, ist mir bis heute nicht bewusst. Manche Kommentatoren schreien vor Bildungslücken oder geistigem Horizont, werfen es aber anderen vor. Das Erkennen von Kausalzusammehängen ist nahe Null.

    Ich sehe und höre an der Alberstraße stellenweise nur noch arabisch, bei der Sparkasse stehen die Schwarzafrikanergruppen, 50 Meter weiter die Arabergruppen vor den beiden Internetcafés, inklusive wild geparkten BMWs und Mercedes‘, die dort die zwei Einbahnstraßen Richtung Stobäusplatz blockieren. Diese typische „isch mir egal juhnge huso“ dieser Leute ist auch der Grund, warum in deren Ländern – auch wenn befriedet – nichts vorwärts geht. Und ich möchte nicht, wie an der Alberstraße zwischen 14 und 16 Uhr zu sehen, dass dort Vollschleier-Gruppen mit 4 Kindern und 2 Kinderwägen herumlaufen, aber kein Wort deutsch können.

    Hätten Sie das, werter Ex-Regensburger, das als Deutscher in den USA gemacht, dann wären sie schlichtweg verhungert, währen selbst in ihrer gated German community verhasst und niemals Amerikaner geworden.

    Also bitte, ziehen sie keine absurden Stories an den Haaren herbei.

    Ach ja, Sitzblockade der „Flüchtlinge“. Die „Flüchtlinge“ – fahrlässig durch quer Europa und nicht zu ihren Glaubensbrüdern, denn dort gibt es keine Geldprämie für Fortpflanzung, äh, Kindergeld, quasi ein kostenloses Einkommen, denn Fortpflanzen benötigt keine Bildung, keine Anstrengung und keine Sprach- oder Integrationswillen – währen ja tatsächliche Flüchtlinge (was auf Grund von Schengen – eigentlich noch gültiges Recht!) und damit hätten sie ein Bleiberecht. Die, die dort sitzen, haben KEIN Bleiberecht und „müssten“ gehen. Dass diese, die noch länger in Germoney von meinen Steuergeldern leben wollen, jetzt sich dank unserer Linken und Grünen für die Kameras vor Hermann’s Auto sitzen ist doch billiges Theater. Erzwingen von Sympathien und Geldern – so bekommt man Akzeptanz als „Flüchtling“, nicht wahr?

    Deutschland übersteigt das internationale Völkerrecht um das Vielfache, und irgendwann ist Schluss. Wir wären kein Magnet, wenn dem nicht so wäre. Ich wünschte mir so sehr, dass Mr. T und die ganzen anderen „Refugees Welcome“-Schreier so viele Leute aufnehmen, bis sie ans Existenzminimum kommen, in ihrerer eigenen Wohnung/Haus, ohne Recht auf Auswahl. Denn diese hat ja angeblich die BRD auch nicht, es darf jeder hinein, ohne Prüfung. Bin gespannt, wie lange dies gut gehen würde. Aber groß plärren und das Ego in angeblich moralischer Überlegenheit aufblasen geht immer.

  • Piedro

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    @Tobias
    „…man MUSSTE arbeiten und sich integrieren. “

    DER war gut! Völkermord und Vertreibung sind Integration.

    „Dort haben sich die europäischen Migranten nicht über Zimmergrößen Gedanken gemacht…“

    Auch nicht schlecht. Größe und Ausstattung werden hier vom Gesetzgeber vorgegeben. Sonst noch was? Ach ja:

    „Dort und damals MUSSTE man, anders als heute, anpacken und die Sprache lernen.“

    Und heute dürfen sie nicht arbeiten, was den Flüchtlingen natürlich anzulasten ist, gelle? Auch einen Sprachkurs muss man erst mal bekommen, der wird nicht allen angeboten, und die einen kriegen sollen müssen erst mal warten. Böse Flüchtlinge.

    „Das Erkennen von Kausalzusammehängen ist nahe Null.“

    q.e.d. In Ihrem Fall eher unter Null.

    „Ich sehe und höre…“

    Was, Afrikaner in Gruppen, nicht einzeln? Skandalös! Die nutzen ein Internetcafé? Ist ja entsetzlich, habe die denn keine Smartphones? Aber BMW und Mercedes fahren und wild in der Gegend abstellen, sowas aber auch! Wie die ihre Wagen wohl in die Schlauchboote gekriegt haben… Naja, Asyltouristen halt… 4 Kinder in 2 Kinderwagen packen ist unsäglich, und dann können die auch noch kein Wort deutsch, diese Vollverschleierten… Wo soll das noch enden?

    „Also bitte, ziehen sie keine absurden Stories an den Haaren herbei.“

    Ge-nau! Das dürfen nur Sie! Sagen Sie’s ihm!

    „…denn dort gibt es keine Geldprämie für Fortpflanzung … Blubber! …“

    Versuchen Sie doch ausnahmsweise sich zu informieren. Kindergeld erhält niemand, der in der Grundsicherung ist. Weder deutsche noch sonstige Transferleistungsempfänger. Und wenn jemand arbeitet und einen Kindergeldanspruch hat, dann soll das lediglich einen Teil der Kosten ausgleichen, die durch Kinder entstehen, und das hat durchaus seinen Sinn, Ihren Neid hin oder her. Um weitere Dummheiten dieser Art zu vermeiden können Sie hier nachlesen: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=9&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwi9qt_ek4rcAhVEbVAKHRXDC4sQFghmMAg&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FKindergeld&usg=AOvVaw3HLgxdiooZgt243ZBOa-Xr

    „Die, die dort sitzen, haben KEIN Bleiberecht und „müssten“ gehen.“

    Ach ja? Dann wissen Sie mehr als die zuständigen Sachbearbeiter. Vermutlich frühstücken Sie Glaskugeln, und das erfolgreich, bravo!

    „Erzwingen von Sympathien und Geldern – so bekommt man Akzeptanz als „Flüchtling“, nicht wahr?“

    Versuchen Sie doch den Artikel noch mal sinnerfassend zu lesen.

    „Deutschland übersteigt das internationale Völkerrecht um das Vielfache…“

    Wow, eine Wortschöpfung, ich bin beeindruckt! Oder wissen Sie gar nicht was ein Grundrecht ist, was das Völkerrecht, was überhaupt der Begriff Recht im juristischen Sinn bedeutet?

    „Ich wünschte mir so sehr…“

    Ich wünschte mir auch was, aber bleiben wir höflich. Hier, extra für Sie, viel Spaß:
    https://www.youtube.com/watch?v=vKnsfwFj-PE

    „Aber groß plärren und das Ego in angeblich moralischer Überlegenheit aufblasen geht immer.“

    q.e.d.

    Sachlich hätten Sie nichts mitzuteilen? Dann bedanke ich mich für diesen erheiternden Beitrag.

  • auch_ein_regensburger

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    Was ich mich bei dieser „Umvolkungs-Theorie ja immer frage, ist warum irgendjemand das deutsche Volk ersetzen wollen sollte. Bessere Untertanen gibt es doch gar nicht! Fleißig, friedlich, technisch begabt – und wenn ihnen dämmert, dass sie nach Strich und Faden verarscht werden, hängst du ihnen einfach ein Feindbild vor die Nase. An dem arbeiten sie sich dann brav ab und vergessen dabei alles andere.

  • Regensburger Bürger

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    Tobias.
    Dann stell dich doch bitte mal vor alle sparkassen und mache deine beobachtungen.

    Wenn ich 20cm vor der donau steh seh ich auch nur wasser. Deshalb besteht bayern aber nicht nur aus wasser.

    Oder geh mal auf eine nazi veranstaltung. Nur nazis. Aber zum glück besteht deutschland zum großteil aus anders denkenden.

    Und für dein verständnis. Die leute haben kein geld (die kònnen sich nicht im kaffee treffen) und dürfen nicht arbeiten. Irgendwo wollen/müssen sie sich ja treffen. Und das ist nunmal die gegend um den bahnhof.

  • joey

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    Geschichte und Einwanderungsproblem insgesamt? Das kann ja eine lange Diskussion werden…
    Bleiben wir mal beim Vorfall: In Zukunft werden keine Minister mehr erscheinen, ohne daß mögliche Blockaden (Nötigung) schon im Vorfeld unterbunden werden.

    Was aber wurde erreicht? Ein Gespräch wird es so wohl nicht gegeben haben – eher den Gegenreflex.
    Die AfD steigt und steigt. In Italien werden Hilfsorganisationen festgesetzt (mit 80% Zustimmung). In Spanien hat sich der neue Ministerpräsident medienwirksam ein paar Hundert angetan (die sowieso weiterwandern), aber folgende Schiffe abgelehnt. Was macht der große Europäer Macron?… wie ist der politische Trend?

    Liebe linke Gemeinde: das geht so nicht. Irgendwas macht Ihr falsch, das Gegenteil Eurer Utopien wird bewirkt. Im Übrigen sind die Ankommenden deutlich konservativ. Wers nicht glaubt, sollte mal die Moldawier z.B. zum Thema Homosexualität befragen. Toleranz ist nicht der typische Fall der Orthodoxie. Von den gesellschaftlichen Verhältnissen in Äthiopien gar nicht zu reden.

    Nötigung hilft hier gar nicht.

  • Regnsburger

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    Tobias:
    Check doch mal welche länder wieviel flüchtlinge eine schutz bieten. 9 von 10 sind arme länder und fast ausschliesslich muslimische. Ergo 1:0 für die muslimische länder für christliches verhalten.

  • Helga

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    Kommentar gelöscht. Bitte bemühen Sie sich um ein zumindest irgendwie verständliches Deutsch. Danke.

  • Piedro

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    auch_ein_regensburger
    6. Juli 2018 um 12:44

    Das liegt doch auf der Hand: weil das Volksfahrräder sind! Volksfahrräder fahrrädern das Volk. Bis es nicht mehr da ist, dann fahrrädern sie ein anderes. Würden sie nicht umvolken hätten sie das Volk irgendwann vollständig fahrrädert und hätten nix mehr zu tun. Also wird alle zwei- bis dreitausend Jahre umgevolkt.

    Jetzt verstanden?

  • Markus Frowein

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    @ Tobias (6. Juli 2018 um 10:00)

    Ihre persönlichen Befindlichkeiten tragen zur Lösung der Probleme nicht bei.

    Was WIR in Zeiten flächendeckender Krisen und Konflikte ganz dringend brauchen:

    Kurzfristig:
    Bedingungslose umfassende Hilfe ALLER von Krieg und Verfolgung bedrohte Menschen.

    Mittelfristig:
    Einstellung aller Rüstungslieferungen (auch) von Seiten „unserer“ westlicher Länder.

    Langfristig:
    Einstellung aller (wirtschafts-)schädigenden Aktivitäten in Ländern der „2./3. Welt“.

  • joey

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    @Markus Frowein
    Ja, in Afrika ist über 1 Milliarde Menschen verfolgt, (nach unseren Maßstäben) existentiell bedroht und benachteiligt.

    Ja, stoppen Sie alle Ihre Rüstungslieferungen. Ich habe meine schon gestoppt, auch meine wirtschaftsschädigenden Aktivitäten (z.B. Hähnchen- und Müllexport) habe ich gestoppt.

    Die Panzer russischer Bauart aus sowietischer und chinesischer Produktion (T55, T62) halten dank Primitivität noch ewig, es sind ja sogar noch T34 aus dem 2. Weltkrieg im Einsatz. Das gilt auch für die Kleinwaffen, die Frauen an einfachen Werkbänken in der 2./3. Welt bauen. Deutsche Präzision ist auf den wackligen Technicals nicht gefragt, die ballern mit russischen 23mm Kaliber quer in die Bevölkerung. Ja, die G3 Fabrik aus den 70ern in Saudi Arabien exportiert an Freunde des konservativen Islam in aller Welt.

    Schlichten Sie endlich die Streiterei in Afrika. Die Kolonialherren sind doch nun schon lange weg, jetzt wartet man nur auf neue Europäer, die nun endlich wissen, wie es geht. Oder geben Sie nochmal so viel Entwicklungshilfe dorthin, wie schon geflossen ist. Oder werfen Sie einfach Säcke ab – die Milizen sammeln das schon ein und verkaufen das gegen Geld, Unterwerfung oder Sachen, zu denen man vorwiegend Frauen zwingt.

    Schaffen Sie endlich Ordnung. Ich bin sicher, Sie wissen, wie das geht, z.B. weil Sie die benötigte Wohnfläche in Europa für auch nur 200 Millionen zusätzliche Menschen ausrechnen können. Aber zersiedeln sie dabei nicht die Landschaft!

  • auch_ein_regensburger

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    @ Piedro

    Ehrlich gesagt, nein. Aber die Hoffnung auf eine Erklärung ist wahrscheinlich eh vergeblich. Ist wohl eine Glaubensfrage, vielleicht auch eine Art Initiations-Ritus, so nach dem Motto „Schmeiß ’ dein Hirn über Bord, wenn du ein guter Rechtspopulist werden willst“. Für mich ist dieses Umvolkungs-Gebrabbel jedenfalls der beste Beweis dafür, wie komplett sinnlos dieser ganze national-populistische Schwachsinn ist.

  • Markus Frowein

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    @ joey (6. Juli 2018 um 18:02)

    Ihr Kommentar trägt natürlich erheblich zur Problemlösung bei (Ironie aus).

    Man könnte ja schon mal anfangen, z.B. keine mit (auch) deutschen Steuergeldern
    subventionierten Zwiebeln mehr nach Afrika zu schicken, das wäre eine gute Geste.
    Natürlich kann man es mit (auch) Ihren Steuergeldern subventionierten Tomaten
    genauso tun, oder einfach aufhören, die Gewässer Afrikas für Europa leerzufischen.
    Sie sehen, die Probleme sind vielfältig und man könnte darüber fast verrückt werden.
    Deshalb verstehe ich gut, daß Sie in Ihrem Kommentar so seltsame Sachen schreiben.

    Teil 1/10: https://www.youtube.com/watch?v=C633o2omiAc

  • Piedro

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    @auch_ein_regensburger
    „Für mich ist dieses Umvolkungs-Gebrabbel jedenfalls der beste Beweis dafür, wie komplett sinnlos dieser ganze national-populistische Schwachsinn ist.“

    Richtig. Aber auf dieser Schiene braucht es keinen Sinn, keine Vernunft, keine Menschlichkeit. Nur Parolen, die im Stammhirn ankommen. Und natürlich Feindbilder, von ganz unten bis ganz oben. Wenn die Flüchtlinge, am besten alle Ausländer, vor allem die Moslems, erst das Land verlassen haben wird alles gut. Dann kann man auch umsetzen, was von den Populisten sonst noch angedacht wurde: Wahlrecht nur für Leistungsträger, also Menschen mit Einkommen, Rentner ausgeschlossen, die arbeiten ja nicht, die gesetzliche Rente abschaffen und das Solidaritätsprinzip demontieren, Zwangsarbeit für alle Erwerbslosen, Todesstrafe einführen, die Medienlandschaft regulieren und jede Berichterstattung privatisieren… Es hat schon seinen Grund, warum Putin und Orban in diesen Kreisen so hoch im Kurs stehen. In Österreich versuchen die Populisten gerade den 12-Stunden-Tag zu etablieren. Ist ja „freiwillig“. Man kann ja auch „freiwillig“ auf seinen Job verzichten, sich entlassen lassen und ihn einem anderen überlassen. Da klingeln gerade den Strache-Wählern die Ohren, davon hat der Christian vor der Wahl gar nix gesagt. Sowas aber auch. Aber gegen die Flüchtlinge wird, wie versprochen, vorgegangen.

    Wobei Österreich nach Jahrzehnten ÖVP/SPÖ-Packelei ein etwas anders gelagerter Fall ist. Das hatte schon was von einem Einparteienwahlsystem.

    Die Folge des Populistenerfolges bei uns ist ähnlich wie in Austria: die „bürgerlichen“ Parteien nähern sich den Positionen der Populisten immer mehr an, im Irrglauben sie könnten den Bauernfängern so das Wasser abgraben. Ich denke nicht, dass dieses Konzept aufgeht. Auf die bayrische Landtagswahl darf man echt gespannt sein.

  • mkv

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    Was es mit der Empathie(losigkeit) auf sich hat, welche Bedeutung Söders „Asyltourismus“ / „Asylgeld“ haben und wie die „westliche Wertegemeinschaft“ derzeit implodiert

    findet sich bei:

    Georg Rammer: „Nicht in meinem Namen“
    https://hinter-den-schlagzeilen.de/nicht-in-meinen-namen

    Warum Söders Wort vom „Asyltourismus“ unaussprechlich ist, was meiner Meinung nach ihn und seine CSU völlig unwählbar machen, beschreibt unter dem Titel:
    „Die Menschen, die gerade aus der syrischen Provinz Daraa fliehen, sind nirgendwo erwünscht. Im Angesicht der Tragödie dort ist das Wort „Asyltourismus“ unaussprechbar.
    Gastbeitrag von Carolin Emcke, SZ plus
    http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-in-syrien-gefluechtete-ohne-zuflucht-1.4044087?reduced=true

  • erik

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    @joey
    in Deutschland sind 3,100.000 bis 4.900.000 Menschen existentiell bedroht und benachteiligt und Staats- und Behördenkriminalität und -terrorismus ausgesetzt, siehe z.B. die Prekarisierungspolitik namens Agenda 2010 und Hartz-Reformen und viele dürften noch garnicht begriffen haben welche Auswirkungen das für sie haben wird und die Dunkelziffer dürfte noch um ein vielfaches höher sein. Bevor sich die deutsche Politik als Mutter-Beimer der Welt in Szene setzt sollte sie erstmal für die eigene durch ihre Politik verarmten und verelendeten Bevölkerungsschichten und Gruppen im eigenen Land kümmern und Sozialstaat wiederbeleben und nicht nur sich mit manipulierten Statistiken sich aus der Verantwortung stehlen.

    kürzlich war zu lesen:
    „Ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland – und damit rund 16,1 Millionen Menschen – waren einer Statistik zufolge im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung konfrontiert.“

    Laut einer Meldung (basierend auf einer Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsfoschung) verzichten 3,1 – 4,9 Millionen Antragsberechtigte auf Hartz IV und leben so in verdeckter Armut und erscheinen in keiner Statistik mehr.

  • Lothgaßler

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    Eine „Umvolkung“ wirds nicht geben, aber eine kulturelle Veränderung. Was uns Bayern (oder Baiern, Bajern?) angeht, so können wir uns entspannt zurücklehnen und der Migration beim Wirken zuschauen. Wir sind ohnehin ein Gmisch.
    Die Frage ist die: Welche Kultur wollen wir und welche nicht!
    Was die Migranten angeht: Es hat sie niemand gerufen, aber es gibt auch keinen Grund sie zu kriminalisieren oder grundsätzlich Hilfe zu verweigern. Wer hilft, der fühlt sich nicht nur gut, die Hilfe wird ja auch vergolten. Ein integrierter Neubürger bringt der Gesellschaft mehr als er „gekostet“ hat.
    Demo gegen Herrmann: Kompliment, die Nutzung eines Grundrechts ist geglückt. Die Gesprächsverweigerung von Herrmann rechtfertigt aus meiner Sicht die milde Form der Nötigung durch (Teil-) Blockade des Vorderausgangs (hinten rum sind die ja rausgekommen). Schade, dass Herr Herrmann nicht erkannt wurde, als er vorne raus ging (man beachte die PM der Polizei). Das wird Hr. Herrmann wohl am meisten geschmerzt haben: die haben mich nicht erkannt!

  • joey

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    @Erik
    Die Hartz Reformen sind (wie auch alles andere) diskutabel. „Behördenterrorismus“ geht mir aber im Wortlaut zu hoch.

  • joey

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    @Markus Frowein
    „verrückt“? Nur eine Antwort auf Ihre wohlfeilen 3 Punkte an Tobias.
    Fischereirechte an den Küsten werden vom jeweiligen Staat „verwaltet“ bzw verkauft. Auch vor Deutschlands Küste. Die EU zahlt zusätzlich für die einheimischen Küstenfischer soziale Kompensationszahlungen. Davon kommt natürlich kaum was dort an, das liegt aber am afrikanischen Hauptproblem: Korruption.

    Wenn ein afrikanischer Staat versuchen möchte, illegale Fischerei zu beenden, braucht er dazu „Waffen“, z.B. Schnellboote.
    Hier in Mitteleuropa benötigen wir persönlich keine Bewaffnung, (bewaffnete) Sicherheit ist zentrale Staatsaufgabe. Wirtschaftlich dichte Vernetzung (Tomatenexport) macht Kriege hier eigentlich unsinnig, aber in anderen Gegenden der Welt – schon beginnend an Grenzen zu Rußland (Krim) und der Türkei – ist das eben anders. Da ist Wehrlosigkeit eine Einladung zum Schlimmsten, siehe Jesiden… Kurden haben dagegen zu viel Erfahrung, um sich auf „multilaterale Lösungen“ sprich BlaBla zu verlassen.

    Ich gehe davon aus, daß Sie zu den Einwanderungspredigern gehören. Deswegen die Rechenaufgabe. Wir schaffen es ja nicht mal, die Binnenmigration in Deutschland und der EU baulich zu bewältigen. Die Probleme sind zu groß, um sie durch Migration nach Deutschland auch nur geringfügig mildern zu können.

    Ihre 3 Punkte sind eine zu grobe Vereinfachung, die nur Wert für Selbstvergewisserung als „Gut“ hat. Sonntagschristenqualität.

  • Hartnäckig

    |

    wenn ich da so einige Kommentare richtig deute, wird das Boot Deutschland nie voll……….
    „Wir schaffen das !“

  • Markus Frowein

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    @ joey (7. Juli 2018 um 14:39)

    Zitat: „Ich gehe davon aus, daß Sie zu den Einwanderungspredigern gehören.“

    Falsch, ich gehöre zu den Menschen, denen es wichtig ist, dass Menschen in Not
    bedingungslos und umfassend Hilfe bekommen müssen, koste es, was es wolle.
    Was Sie da so alles hineininterpretieren, ist ausschließlich und alleinig Ihr Bier.

  • mkv

    |

    Vom Gebrauch der Sprache, heraufziehende wahre Probleme, Maß und Mitte, Kant

    „Umvolkung“ – Kritik „Multikulturalismus“

    Von wikipedia:
    „Begriff aus der nationalsozialistischen Volkstumspolitik“
    „Generalplan Ost“, „Re-Germanisierung“
    „Der Begriff wird heute von rechtsextremen und rechtspopulistischen Gruppierungen in Kontinuität völkischer Denkmuster zur Kritik am Multikulturalismus und dem steigenden Anteil von Nicht-Deutschstämmigen (Ausländern und so genannten „Passdeutschen“) in der Bevölkerung verwendet.“

    —-

    Wenn MP Söder dem „Mulitikulturalismus“, wie geschehen, eine Absage erteilt, dann kann man wissen, welch Geistes Kind der „Landesvater“ ist. Vom Gebrauch von Nazi-Vokabular rate ich im Übrigen dringend TOTAL ab.

    —–

    Wo wäre z.B. die Lebensqualität in BY, hätte wir, als ein Beispiel, die Be-reich-erung durch die Italiener seit den 60er Jahren nicht gehabt. Man lese dazu den Bericht von Georg Maskolo in der SZ vom Wochenende, dessen italienischer Vater sich in eine Deutsche verliebt hatte. Man lese seinen Lebensbericht. Und ja: Er hat Recht, Zuwanderung ist beides, eine Bereicherung und eine Herausforderung, für alle.

    Nur: Wir, der Westen, wir werden uns daran gewöhnen (müssen), dass Menschen nun aus Afrika zu uns kommen, wie schon vor einigen hunderttausend Jahren. Schließlich liegen die Wurzeln der Menschheitsentwicklung dort, eine ALTERNATIVE dazu gibt es nicht.

    Die Frage wird sein WIE wir das neue Miteinander gestaltend in den Griff bekommen, auch uns der Millionen nach USA ausgewanderten Deutschen erinnernd (Trumps Großvater, um ein Beispiel zu nennen). Abschottung wird nicht funktionieren. Um das richtige Maß zu gestalten, eine künftige Über-forderung der Gesellschaften zu vermeiden, hilft aber kein zugespitzter, fremdenfeindlicher Politiker-Sprech, er führt am Ende nur zu Gewalt, Bürgerkriegen …. in Verbindung mit der heraufziehenden Dürre, man schaue nur in den Iran (Isfahan), führte eine Barbarei nur in finstere Zeiten des Menschen, der dem Menschen ein Wolf war.

    —-

    Die „Bekämpfung der Fluchtursachen“, ein stehender Begriff, siehe auch Entwicklungsminister Müller („Marshallplan“), wäre eine Jahrhundert-Aufgabe der VEREINTEN NATIONEN, betreffend die wohl 55 Länder Afrikas. Um eine solche VEREINT in die Wege zu leiten, bräuchte es eine andere globale, politische Führungselite, die weit und breit nicht in Sicht ist.

    Da hilft es auch nicht, „alternative ins Alter gekommene Jäger“ der Kanzlerin zu wählen … Entweder wir lösen den kleineren (!) Teil der weltweiten Migration europäisch oder gar nicht. Im Zusammenhang mit der heraufziehenden Klima-erhitzung steht die Menschheit insgesamt vor schier riesigen Problemen, von denen allein zu sprechen, auch eine Kanzlerin in D. keinen Mut hat …

    So gesehen ist die im Begriff befindliche Auflösung der ehemaligen Volksparteien (SPD und mit 15 Jahren „Verspätung“ die Union), die den Eindruck erwecken, Probleme nicht mehr abarbeiten zu können/zu wollen, ein ZEICHEN, dass es ein Weiter-so nicht geben wird, weder in D, noch in der EU, auch nicht auf dem Blauen Planeten.

    Der Kant´sche Imperativ wird global immer mehr an Bedeutung gewinnen. In Verbindung mit menschlicher Ratio und der Erkenntnis, dass MENSCH die Probleme nur gemeinsam lösen, mindern kann. Eine Trennung in DIE und WIR führte unweigerlich ins Verderben.

    —-

    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Mascolo

    https://www.thomas-hobbes.de/deutsch/menschenbild.html

  • auch_ein_regensburger

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    @ joey

    Ihre Polemik ist billig.

    1. zu Korruption gehören immer Zwei; insofern kann man da die EU nicht von Verantwortung freisprechen. Ganz abgesehen davon, dass diese Form der Wirtschaftspolitik extrem kurzsichtig ist und auf Dauer nur nach hinten losgehen kann.

    2. Ihre Einlassungen zum Waffen-Export sind absurd. Sie meinen doch nicht ernsthaft, dass diese Waffen in erster Linie eingesetzt werden, um Recht und Gesetz in den entsprechenden Ländern zu verteidigen, oder?

    3. Mit ihrer Polarisierung à la „Einwanderungsprediger“ betreiben Sie nur das Geschäft der National-Populisten. Jede auch nur ansatzweise sinnvolle Diskussion zum Thema „Sinnvoller Umgang mit Migration“ wird dadurch unmöglich.

    Wenn Sie die „Sonntagschristenqualität“ anderer Kommentatoren anprangern, würde mich ja einfach mal interessieren, wie Sie Ihre Verantwortung, ob christlich motiviert oder nicht, in diesem Zusammenhang definieren.

  • Markus Frowein

    |

    @ joey (7. Juli 2018 um 14:39)

    Zu Ihren anderen Thesen: Man kann alles schaffen, wenn man es nur will, Geld scheint
    ja genügend vorhanden zu sein, wenn man sich anschaut, mit welchem Aufwand die
    Abschottung Europas und die Internierung Schutzbedürftiger vorangetrieben wird …

  • Markus Frowein

    |

    @ Hartnäckig (7. Juli 2018 um 21:01)

    Ich habe einige Jahre „auf der Straße“ gelebt und wäre durchaus imstande, Ihnen eine
    umfassende Unterweisung zum Thema „Selbstlosigkeit“ zuteil werden zu lassen, denn
    ich glaube, dass Sie einer derjenigen sind, die so etwas am dringendsten nötig hätten.
    Wie man angesichts vieler drängender Probleme noch „Das Boot ist voll!“ schreit, ist
    mir unverständlich und meiner Meinung nach weder zeitgemäß noch zielführend.
    Kommen Sie endlich aus Ihrem Jahrhundert heraus und fassen Sie sich ein Herz.

  • joey

    |

    @auch_ein_regensburger @Frowein
    Meine Verantwortung: ich helfe Menschen, wo ich kann. Aber am besten so, wie es in meiner Sicht möglichst sinnvoll ist.

    Einwanderung weniger nach Deutschland löst nicht das Problem, das die meisten Menschen haben. Die, die es am nötigsten haben, können nicht übers Meer, weil nicht genug Geld (Brutalkapitalismus). Die Witwen, die Verfolgten, die Armen kommen nicht in den Genuß deutscher Versorgung.

    Wir brauchen 1. Stabilität und 2. Schulen überall. Schulen, in denen nicht das Nachschreien von Haßparolen oder Religionen gelehrt wird, sondern Lesen/Schreiben und Mathematik. Stabilität, daß z.B. eine Polizei verhindern kann, daß bewaffnete Jugendbanden Schutzgeld von Schulorganisationen verlangen oder z.B. eine Marine die Fischgründe vor der Küste kontrolliert. Mit Pazifismus kriegen Sie Schwarzfischer und Piraten nicht weg, da brauchen Sie Schnellboote mit Radar und Geschütz.

    Wenn wir jemanden importieren wollen, dann kleine Mädchen: weil die (nur) hier eine Chance haben. OK, die Mütter gehören auch dazu, sollen gleich mit auf die Schulbank.

    Abschottung kann helfen, Stabilität zu unterstützen und kriminelle Strukturen zu schwächen. Die Boote müssen aufhören, das nährt nur die Falschen.

    Machen wir lieber was, wo möglichst viel rauskommt.

  • Piedro

    |

    @joey

    Ihre Wortwahl ist abscheulich. Menschen sind keine Ware, sie werden nicht „importiert“. Sie wollen die Menschen, die keine Möglichkeit haben zu migrieren gegen die ausspielen, die es getan haben und weiterhin tun werden, wobei sie alles aufwenden was ihnen zur Verfügung steht, und wobei sie nicht nur enorme Strapazen auf sich nehmen, sondern auch ihr Leben riskieren. Und Sie faseln da von „importieren“.

    Das Problem in Sachen Fischerei sind auch keine Scharzfischer, die europäischen Fangflotten sind überwiegend legal dort, die Fangrechte wurden in Namen des Freihandels verschachert, zusätzlich fischen sie mehr ab als vereinbart wurde, aber das ist nicht das eigentliche Problem. Das Gleiche gilt für andere Rohstoffe. Sie dienen nicht dazu die eigene Wirtschaft zu stabilisieren oder gar eine gescheite Volkswirtschaft aufzubauen. Europäische Konzerne profitieren, nicht die Bevölkerung der Länder, die in den Genuss des Handels mit Europa und den USA kommen. Diese Gelegenheit nutzt China recht gründlich, natürlich auch sehr zum eigenen Vorteil, aber eben auch zum Vorteil der Handelspartner.

    Abschottung schützt nur eines: die Verantwortungslosigkeit und die Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen, die Sie als „Importe“ bezeichnen. Und Abschottung nutzt den kriminellen Strukturen mehr als allen anderen. Europa hat sich bereits tausende Kilometer jenseits der afrikanischen Küste abgeschottet. Die Fluchtrouten auf dem Kontinent werden in die Wüste umgeleitet. Die Verzweiflung treibt die Menschen in die Arme der Schlepper, die davon profitieren, dass sie den einzigen Weg, die einzige Chance auf den Weg nach Europa anbieten. Wie viele dabei ums Leben kommen ist ihnen völlig egal. Das haben sie mit den europäischen Abschottungsstrategen gemeinsam. Bezahlt wird ehe es los geht, wenn man dabei drauf geht spart das weitere Kosten der Beförderung. Wer es dann doch bis an die Küste geschafft hat und einen Platz auf einem Horrorboot findet kann froh sein, wenn er nicht von der Küstenwache aufgebracht, die natürlich über bewaffnete Schnellboote verfügt, dank den europäischen Spendern, und in ein EU-subventioniertes Sklavenlager gesperrt. Und dann hat man vielleicht noch mal Glück, wenn man vor dem Ertrinken gerettet wird, aber die Chancen darauf verringern sich auch zunehmend, schließlich werden ja „die falschen“ gerettet, nicht wahr?

    Sie tun so, als würde sich Europa nicht abschotten. Das ist Augenwischerei für Dumpfbacken, das ist faktenferne Propaganda, sonst nichts. Ihr Versuch, dieser Propaganda etwas Humanität aufdrücken ist erbärmlich.

    Helfen wir doch den armen Mädchen, die noch viel schlimmer dran sind. Aber erst sorgen wir dafür, dass außer armen, kleinen Mädchen und chancenlosen Frauen keiner mehr herkommt, und erst werden wir die los die schon da sind, weil das die falschen sind, denen geht es nicht schlecht genug.

    Diese Menschenverachtung kriegen Sie nicht übertüncht.

  • Ex Regensburger

    |

    Tja, Tobias, alle Vergleiche hinken, da kann man immer maulen. Oder auch den Vergleich zumindest mal interessant finden. Spassig ist natürlich: Erst über den Vergleich lästern u. dann selbst dauernd vergleichen.
    „Refugees welcome“ würde ich nicht schreien, aber halt mal sachlich darüber nachdenken, wohin die Flüchtling sollen. Im Meer absaufen? Im eigenen Land abgeknallt werden oder verhungern? Genau das ist der Punkt: Die „Gutmenschen“ sehen es mitunter zu positiv und die „Flüchtlingsgegner“ – handeln meines Erachtens inhuman u. egoistisch u. sagen – wie ein Bekannter von mir – „Dort geboren – läuft übel -, Pech gehabt.“

  • Lothgaßler

    |

    Es ist ein Dilemma, aus dem kein einfacher Weg herausführt. Richtig ist, dass ein Hereinlassen der Migranten deren und unsere Probleme nicht lösen kann. Mit einem Einwanderungsgesetz wird die Mehrzahl der Migrationswilligen auch abgewiesen werden, was nur dazu führen wird, dass diese „illegal“ (illegal ist für mich eine falsche Einordnung) ihr Glück versuchen. Ich sehe über Migrationsgesetze auch keine Lösung und über Zwangsverteilung innerhalb Europas sowieso nicht.
    Die Schiffe der NGO-Helfer werden demnächst wohl nirgends in Europa mehr anlanden können oder sogar aufgebracht werden. Das ist die Konsequenz der nicht existierenden politischen Lösung, für welche die Seenot-Retter nix können.
    Im Grunde sollten wir uns nicht allzu viel Schuld am Schicksal jener geben, die über das Meer ihr Glück versuchen. Denen, die diese Reise wagen ist bewusst, dass sie ihr Leben riskieren. Fragwürdig ist das Treiben afrikanischer Staaten, die sich scheinbar keinen Deut um das Schicksal dieser Menschen kümmern. Wenn wir über Moral und Verantwortung diskutieren, dann auch über jene afrikanischer Staaten, über das kaum fassbare Versagen funktionierende Staatsgebilde zu schaffen. Die Migranten suchen aus zwei Gründen ihr Wohl in Europa bzw. in Mitteleuropa: 1. die Flucht aus Elend und Versagen in ihren Herkunftsländern, und 2. Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen und rechtsstaatlichen Heilsversprechen in den hochentwickelten Teilen Europas.
    Während der freie Zugang für Migranten nach Europa nicht gestattet werden kann (das zerstört meiner Meinung nach unsere Gesellschaft), steht für mich außer Frage, dass Flüchtlingen bzw. Asylberechtigten dieser Zugang als Zuflucht erhalten werden muss.
    Ankerzentren sind politischer Aktionismus, weil damit kein Migrant weniger nach Europa kommen wird/ kommen will.
    In der Schlagzeile steht „Protest gegen rassistische Ignoranz“: Ich erkenne in diesem Fall keine „rassistisch“ motivierten Handlungen, und die pausenlose Unterstellung Europas Abschottung wäre rassistisch motiviert macht die Sachlage nicht besser.
    „Rassismus“ ist ein Begriff, den eigentlich nur Anhänger der Rassekunde benutzen dürften, denn alle anderen wissenschaftlich aufgeklärten Mitbürger wissen, dass es keine Menschenrassen gibt!
    Gibt es Anhänger der Rassekunde unter den Autoren? Wenn nein, dann gebt euch Mühe bei der Verwendung der Begriffe!

  • Hartnäckig

    |

    @ markus frowein
    ich erwarte nicht, dass Sie meine Meinung teilen.
    Aber ich erwarte, dass Sie das genau lesen, was ich geschrieben habe, bevor Sie mich verbal anrempeln.

  • Günther Herzig

    |

    Solange hier nicht alle erkennen, ob ein anderer sich ironisch oder sarkastisch erklärt, ist es schwierig Gut- und Bösmenschen (für Gutmensch wurde ich auch schon mal fast gesteinigt) etwas klar zu machen. Joey ich verstehe Dich und ich missbilligen Dir vorzuwerfen kein Rezept gegen das Leid der Welt zu haben. Die Dich kritisieren haben auch keines, können aber wohlgefällig auf ihre Ergüsse blicken in dem Bewusstsein selbst zu den Guten zu gehören. Jesus, dem ich sonst nicht nahe stehe, hatte für diese „Guten“ den Begriff „Pharisäer“.

  • aragon1

    |

    Nur mal so eine Frage, oder besser zwei:

    Gibt es einen Grundkonsens in diesem Forum, dass nicht alle, die dies wollen zu uns kommen können?

    Gibt es noch einen Grundkonsens in diesem Forum zu der Frage, das nicht alle die gekommen sind bleiben können/dürfen?

  • Piedro

    |

    Hartnäckig
    7. Juli 2018 um 21:01 | #
    wenn ich da so einige Kommentare richtig deute, wird das Boot Deutschland nie voll……….
    „Wir schaffen das !“

    8. Juli 2018 um 20:51 | #
    @ markus frowein
    ich erwarte nicht, dass Sie meine Meinung teilen.
    Aber ich erwarte, dass Sie das genau lesen, was ich geschrieben habe, bevor Sie mich verbal anrempeln.

    Sie haben keine Meinung von sich gegeben. Sie haben eine Parole angedeutet, sehr subtil auf das volle Boot der Rechtsextremen verwiesen. Und natürlich fühlen Sie sich angerempelt. Wird man ja wohl noch sagen dürfen, gelle?

    Eben. Glauben Sie wirklich man müsste sehr genau lesen und reflektieren was sie geschrieben haben, um es auch wirklich zu verstehen? Das ist putzig.

  • Günther Herzig

    |

    Ob es den abgefragten Konsens gibt weiß ich nicht. Gibt es ihn gehöre ich dazu.

  • Piedro

    |

    @aragon1

    Natürlich kann nicht jeder zu uns kommen, der das will. Haben wir doch hier erfahren: die kleinen Mädchen können das nicht und sollen deshalb geholt werden, und alle anderen sollen in die Wüste geschickt werden, leider wörtlich. Die bleiben auf dem Weg nach Norden schon in der Wüste. Unsere Barbarei wird irgendwann Archäologen beschäftigen.

    Wir wissen auch, dass nicht alle bleiben dürfen. Das wird ja in den Asylverfahren geklärt, das entscheiden in Zweifel Gerichte, wie das in einem Rechtsstaat halt so ist.

    Wollen Sie sich bestätigen lassen, dass die Dinge so sind wie sie sind? Als Grundkonsens? Oder wollen sie sich bestätigen lassen, dass die Dinge nicht so sind wie sie sind und wir sie deshalb ändern müssen, damit sie so sind wie sie sind? Nee, ne?

  • Shadowchaos

    |

    @joey

    Sie sind einer der wenigen hier aus dessen Texten so etwas wie Realismus und Vernunft spricht.

    Dem Rest würde ich empfehlen sich erst einmal in Richtung dritte Welt aufzumachen und dort etwas Lebenserfahrung zu sammeln….. Die Welt ist leider nicht so perfekt und gut wie einige es gern hätten….

  • Piedro

    |

    @Günther Herzig
    „Die Dich kritisieren haben auch keines, können aber wohlgefällig auf ihre Ergüsse blicken in dem Bewusstsein selbst zu den Guten zu gehören. Jesus, dem ich sonst nicht nahe stehe, hatte für diese „Guten“ den Begriff „Pharisäer“.

    Nun, ein paar konstruktive Ansätze wurden hier doch schon aufgeführt. Deshalb wurde doch die Volles Boot-Arie angestimmt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie dem eigentlichen Problem zu begegnen wäre. Stattdessen arbeitet man sich lieber in Grabenkämpfen ab und pflegte seine Befürchtungen. Unterm Strich sind sich aber eigentlich alle einige: so kann das nicht weitergehen.

    Jesus, alter Kumpel von mir, würde sich kopfschüttelnd abwenden und die Düse machen, weil keinen Bock auf eine zweite Kreuzigung hätte.

  • joey

    |

    @Günther Herzig: danke für den Zuspruch.
    @Piedro
    nennen Sie es, wie Sie wollen. Ich selbst nenne es auch wie ich will und lasse mir weder vom Bundespräsidenten noch gar von Piedro meinen Wortschatz vorschreiben.
    Import ist nicht herabwürdigend. Damit ist eine Abholung im gegenseitigen Einverständnis aller (!) beschrieben.
    Das Einverständnis für ungeregelte Einwanderung geht deutlich zurück: wenn Sie einen AfD Kanzler haben möchten, dann machen Sie so weiter… den Lega Nord Ministerpräsidenten gibt es ja schon.

    Wirtschaftliche Teilhabe gibt’s nur mit hoher Produktivität, also mit Bildung, ob in Afrika oder in der Europa. Die jung erwachsenen und vorwiegend männlichen Flüchtlinge werden hier nie mehr sein als z.B. ein Abräumer bei Mc Donalds. In Afrika sind Hirten wenigstens erfahrene Hirten mit eigener Herde – aber bei Tiefbohrungen (Rohstoffgewinnung) deswegen nicht beschäftigt, weil kein Studium von Maschinenbau, Chemie oder Geologie. Vielleicht schafft es der eine oder andere einheimische Kranführer, seine Kinder in die Schule zu schicken.

    Der Verkauf von Fischrechten ist kein Freihandel im eigentlichen Sinne. Umgekehrt würden Sie wohl auch nicht befürworten, daß vor deutschen Küsten nur deutsche Fischer dürfen? Wo ist dann die Grenze zum Behütungsrassismus: afrikanische Staaten dürfen daraus keine Devisen erhalten und müssen z.B. ihre eigene Pharmaversorgung aufbauen und PCs aus Tropenholz schnitzen? Erlauben Sie wenigstens Südafrika eine Außenwirtschaft?

  • Mr. T

    |

    Bekämpfung der Fluchtursachen ist sicherlich sehr wichtig, aber keine Alternative zur Hilfe bei akuter Not. Es müssen weltweit sehr viele Mißstände abgebaut werden, um die Fluchtursachen einzudämmen. Erfolge werden sich – wenn man endlich mal damit beginnt – sehr langsam zeigen. Hier von Dekaden zu sprechen, wäre schon sehr euphorisch. Manche hier sehen dann eben die Lösung, den im Wasser treibenden zuzurufen, sie sollen noch 50-60 Jahre paddeln und dann wieder umkehren, anderen ziehen sie lieber erst mal aus dem Wasser. Da kann man realistisch sein wie man will, Realität ist, dass Menschen, deren Leben bedroht ist, sofort geholfen werden muss. Wie ich hier irgendwo schon mal geschrieben hab: Wenn’s brennt, kommt auch die Feuerwehr und löscht, und schickt nicht nur eine Broschüre mit Maßnahmen zum Brandschutz und klugen Ratschlägen.
    Und diejenigen, sie das realistisch sehen, werden hier als Gutmenschen, Einwanderungsbeklatscher, Flüchtlingswillkommenheißer und ähnliches diffamiert – von denen, die lieber nicht wissen wollen, dass Menschen erbärmlich verrecken, wenn so gehandelt würde, wie sie meinen. Genauso erbärmlich, wie die Asozialen, die hierbei von Asyltourismus sprechen …

  • Piedro

    |

    @Shadowchaos

    „Dem Rest würde ich empfehlen sich erst einmal in Richtung dritte Welt aufzumachen und dort etwas Lebenserfahrung zu sammeln….. Die Welt ist leider nicht so perfekt und gut wie einige es gern hätten….“

    Wunderbare Empfehlung. Sonst stehen Lebenserfahrungen aus der „Dritten Welt“ nicht so hoch im Kurs. Bestimmt ist die hilfreich wenn es darum geht, die Probleme nicht nur da sondern auch hier zu lösen, und dafür zu sorgen, dass wir hier nicht in der „Dritten Welt“ Probleme verursachen, die mit dazu beitragen die Menschen dort zu vertreiben.

    Erfahrung in der Dritten Welt zu sammeln hilft nicht die Probleme vor Ort zu lösen. Das ändert nichts an unserer Rechtslage, das ändert nichts daran, dass sowieso schon immer weniger Flüchtlinge nach Europa kommen. Der Untergang des Abendlandes wird noch eine Weile auf sich warten lassen, keine Sorge. Auch ohne Erfahrungen in der „Dritten Welt“ zu sammeln.

  • Piedro

    |

    „Der Verkauf von Fischrechten ist kein Freihandel im eigentlichen Sinne. “

    Was ist es dann? Vielleicht beschäftigen Sie sich erst mal mit dem Thema.
    https://www.dw.com/de/afrika-die-eu-und-der-freihandel/a-39169777
    https://www.dw.com/de/eu-freihandel-mit-afrika-unfairer-deal/a-37073640
    http://www.taz.de/!5371866/
    https://www.euractiv.de/section/entwicklungspolitik/news/umstrittenes-eu-freihandelsabkommen-mit-afrika-in-kraft/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftspartnerschaftsabkommen

    In dem Zusammenhang von Behütungsrassismus zu sprechen und von der Verweigerung von Devisen (Investitionen, gelle?) und Medikamenten zu fantasieren ist schon seltsam. Tatsächlich wurde auf einige afrikanische Staaten Druck ausgeübt, damit sie unterschrieben. Sich mit den Auswirkungen zu beschäftigen hat nichts damit zu tun, dass man was erlauben oder verbieten will.

    Es braucht auch keine besondere Bildung, um in Afrika Geflügel zu züchten und in der Stadt zu verkaufen oder verkaufen zu lassen. Aber wenn die subventionierten Geflügelimporte billiger sind als das heimische Hendl, dann kann’s der Bauer selbst fressen, aber nur einmal. Ein Studium könnte daran etwas ändern, durchaus, aber es würde Afrika auch nicht helfen wenn jeder zweite seinen Doktortitel hätte.

  • mkv

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    Sprache – Input aus einem Wirtschaftsmagazin: Erheblich gestiegener Wohlstand bei offenen Grenzen, Studie

    Dass die Verrohung der Sprache den allseitigen Umgang vergiftet und der Gewalt den Weg bereitet, sollte unstreitig sein.

    Wer sind „ALLE“? die vermeintlich zu uns kommen wollen?

    „97 Prozent der Weltbevölkerung leben in dem Land, in dem sie geboren wurden – eine Zahl, die seit mehr als 100 Jahren konstant ist.“

    Ein weiteres Zitat, aus einem interessanten Beitrag:

    „Am Ende könnten offene Grenzen aber sogar ein Rezept gegen die globale Überbevölkerung sein: Statistiken zeigen, dass sich die Geburtenrate von Einwanderern sehr schnell auf das Niveau ihres neuen Heimatlandes einpendelt. “

    https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/service/was-waere-wenn-alle-grenzen-offen-waeren?utm_source=zeit&utm_medium=parkett

  • mkv

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    Mensch: gut – böse …

    Wie wir geworden sind, wie und was wir sind.

    Dazu einige erhellende Links:
    https://www.socialnet.de/rezensionen/24010.php

    Rezension zu:
    https://www.deutschlandfunk.de/geschichte-des-rassismus-wie-die-deutschen-weiss-wurden.1148.de.html?dram:article_id=397479

    Im Koalitionsvertrag der GroKo steht:
    „Ohne Erinnerung keine Zukunft – zum demokratischen Grundkonsens in Deutschland gehören die Aufarbeitung der NS-Terrorherrschaft und der SED-Diktatur, der deutschen Kolonialgeschichte, aber auch positive Momente unserer Demokratiegeschichte.“

    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2018/juni/das-verdraengte-verbrechen

  • Markus Frowein

    |

    @ aragon1 (9. Juli 2018 um 07:26) sowie Andere „Flüchtlingskritiker“

    Ich erzähle Ihnen dazu mal eine fiktive Geschichte aus Brandenburg:

    „Zweitausendunddreißig, in ganz Brandenburg hat es seit genau zehn Jahren keinen Tropfen mehr geregnet, die Flüsse sind zu Bächen geschrumpft, die Seen sind weitgehend ausgetrocknet und die Felder sind versteppt und zum größten Teil
    Wüste, von den Wäldern stehen nur noch kahle, trockene Stümpfe und große Teile
    der Bevölkerung sind schon in feuchtere Regionen umgesiedelt, während sich der
    verbliebene Rest die letzten Wasserreserven gewaltsam streitig machen muss.“

    Wir leben ja zum Glück in der Nähe der Alpen, wo es feucht und fruchtbar bleibt, wir immer satt werden und sonst keine Probleme haben, deshalb diese 2 Fragen an Sie:

    Gibt es einen Grundkonsens in diesem Forum, dass alle Brandenburger,
    die dies wollen, zu uns kommen können?

    Gibt es noch einen Grundkonsens in diesem Forum zu der Frage, dass alle
    Brandenburger, die gekommen sind, bleiben können/dürfen?

    Verstehen Sie jetzt den Unterschied zwischen schwarz und weiß und vor allem,
    was der Unterschied zwischen schwarz und weiß mit Rassismus zu tun hat?

  • joey

    |

    @Piedro
    die links gehen am Detailthema Küstenfischerei vorbei.
    Die Meinung, daß die EU oft gar seltsame Positionen vertritt, ist ja Rechtspopulismus und Kriegstreiberei. Wie kann man sowas verhindern – wen muß ich nun wählen, damit sich was in der EU ändert (na, welche Meinung haben denn die französischen und spanischen Sozialisten)?
    Trump erfüllt doch im Augenblick Ihre geheimen Sehnsüchte: er greift die WTO an…

  • auch_ein_regensburger

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    @ joey
    „Die Meinung, daß die EU oft gar seltsame Positionen vertritt, ist ja Rechtspopulismus und Kriegstreiberei. “ Auch wenn Ihnen das offensichtlich entgangen ist, gab es Kritik an der EU schon, bevor die Nationalpopulisten auf den Plan getreten sind.

    Sie entwerten ihre eigenen Beiträge, die früher einmal gut zu lesen waren – auch wenn man Ihre Meinung nicht unbedingt geteilt hat – zunehmend durch billige Polemik. Schade.

  • Piedro

    |

    @joey

    Fein, dass sie sich mit meinen geheimen Sehnsüchten beschäftigen, aber glauben Sie mir, die gehen Sie gar nichts an.

    Warum es mit gefallen sollte, warum sich Trump wie eine Gestörter durch die Handelsbeziehungen poltert erschließt sich mir zwar nicht, ist mir aber auch egal. Sie wechseln wieder mal das Thema, bringen das nächste Stichwort und haben eigentlich schon längst mir zu sagen. Sei faseln nur noch. Das ist ja Rechtspolulismus, das träumst du, das willst du, und dann wieder die nächste Parole.

    Auf Dauer langweilig. Ich hatte die Ehre.

  • joey

    |

    @Markus Frowein
    die Brandenburger (und viele andere EU Bürger) kommen schon zu uns, deswegen werden Wohnungen in Bayern knapp. Die Brandenburger dürfen zu uns kommen, weil das Deutsche sind und hier Deutschland ist. Es dürfen auch Brandenburger mit nichteuropäischer oder irgendwie gemischter Abstammung kommen. Sogar Piedro darf kommen.

    Ukrainer dürfen nicht zu uns kommen. Oder nehmen wir die Moldawier aus dem Artikel da oben. Ja, ihr Land ist geplagt von Korruption und Inflation, ganz wie die ganze Ex Sowietunion. Wer unbequeme Artikel über korrupte Politiker schreibt oder sich für jüngere Geschichte interessiert oder gar zur politischen Opposition gehört, lebt gefährlich, Autounfälle und so. Zumindest so weit ist Regensburg noch nicht. Homosexuelle werden in christlich orthodoxen Ländern praktisch benachteiligt, stigmatisiert, …

    Das hat mit Rassismus nichts zu tun, sondern mit Sozialkasse und Wohnungsmarkt.
    Wir können nicht allen Bedürftigen helfen, weil 1+1 nicht 10 ist.
    Das Bevölkerungswachstum in Afrika ist eine Katastrophe, aber keine „Klima“. Unser Boot ist jetzt nicht voll, aber deutlich zu klein für Afrika oder auch nur die Ukraine.

  • mkv

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    Jüngst Griechenland, früher ganz Afrika

    Wie sich der Norden aufkosten des Südens sanierte und warum der Norden daher verpflichtet ist, im Wege einer globalen konzertierten Milliarden-Aktion (nach Abwahl Trump) den afrikanischen Ländern im Sinne von win-win zu helfen.

    Zitat/ auch Audio
    https://www.deutschlandfunk.de/jason-hickel-die-tyrannei-des-wachstums.1310.de.html?dram:article_id=422158

    Der Autor beschreibt die Rolle der reichen Länder im armen Süden: Etliche progressive Regierungschefs in Entwicklungsländern wurden gestürzt oder ermordet: Mohammad Mossadegh im Iran, Thomas Sankara in Burkina Faso oder Patrice Lumumba im Kongo. Der Westen verhalf reihenweise Diktatoren zur Macht.

    Explodierende Staatsschulden

    Zu Pass kam dem Westen dann – so eine zentrale These des Autors – die Schuldenkrise der Entwicklungsländer. Zum Aufbau ihrer Industrien hatten sie begierig Kredite aufgenommen, die ihnen westliche Banken offerierten, die wiederum händeringend nach Anlagemöglichkeiten für die Petrodollars der Ölscheichs suchten. Kredite gab es mit variablen Zinsen, die sich an den US-Zinsen orientierten. Als die US-Notenbank Mitte der 70er Jahre zur Inflationsbekämpfung daheim die Zinsen auf bis zu 21 Prozent anhob, explodierten die Staatsschulden im globalen Süden.

    Jetzt traten der IWF und die Weltbank auf den Plan. Hilfskredite gewährten sie nur gegen die Umsetzung sogenannter Strukturanpassungen. Was harmlos klingt, waren sozial folgenreiche Einschnitte. Die Länder mussten Märkte öffnen, Ausgaben kürzen und öffentliche Unternehmen veräußern.

    „Das heißt, dass staatliche Vermögenswerte und Sozialausgaben rückwirkend als Sicherheiten für die Tilgung von Auslandsschulden herangezogen wurden – ein Arrangement, dem der Kreditgeber natürlich nicht zugestimmt hatte, als er den Kreditvertrag unterschrieb. Letztlich lief das Ganze auf einen riesigen Wohlstandtransfer aus den Staatskassen der verarmten Länder des Globalen Südens an die reichen Banken des Westens hinaus. Außerdem wurden sie gezwungen, ihre Volkswirtschaften auf Export auszurichten, um mehr Devisen für den Schuldendienst einzunehmen. Das heißt, dass sie die Importsubstitutionsprogramme aufgeben mussten, die sie während der developmentialistischen Ära so erfolgreich umgesetzt hatten.“

  • mkv

    |

    „Stimmen zu gewinnen, indem man Zäune errichtet und
    die internationale Flüchtlingskonvention verletzt, das
    ist der letzte Ausweg für Politiker, die bereit sind, Recht
    und Anstand ihrer Nationen für ihre eigenen kleinlichen
    Vorteile zu opfern.“
    Yanis Varoufakis
    https://diem25.org/2-kampagne-fluchtlinge/

  • joey

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    @mkv
    ja, die Politik der ehem Kolonialmächte war nicht immer menschenfreundlich, sondern machtpolitisch – wie auch die grundlegende Konfiguration der Staaten und Grenzen, die nur wenig Fokus auf Ethnien, Kulturen und Sprachen legen. In z.B. Nigeria gibt es 15 Sprachfamilien und demnach unzählige Sprachen. Die Probleme sind ziemlich komplex, Kolonialmächte aber auch Sowjetunion haben diese mit Diktaturen scheinbar einfach „gelöst“.

    Kredite sind Leihe und nicht Geschenk. Auch Sie und ich kriegen einen Kredit nur, wenn wir schlüssig darlegen, wie wir das wieder zurückzahlen bzw wo wir das investieren. Kredite sind nicht dazu da, bestehende Defizite zu behalten, das führt erst recht in den Untergang. Deswegen die Idee von Reformen. Falls wir zwei beschließen würden, der Kreditvertrag zu brechen das Geld einfach zu behalten, würde man uns irgendwie „zwingen“.

    Afrika ist aber ein Musterbeispiel für gescheiterte Pläne. Was in Deutschland bestens funktioniert, ist ja schon in Südeuropa eine Katastrophe.
    Viele „reiche“ Banken werden deswegen ganz schön zusammenbrechen, deswegen möchte Macron die deutschen Genossenschaftsbanken und Sparkassen anzapfen.

  • mkv

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    Über menschliche Kälte und das Gebot der Umverteilung

    schreibt Daniela Dahn, Journalistin und Schriftstellerin, laut wikipedia: offizielle Mitunterstützerin der überwachungskritischen Datenschutzdemonstration Freiheit statt Angst. Sie ist ebenfalls stellvertretende Vorsitzende des Willy-Brandt-Kreises und Mitglied der internationalen Untersuchungskommission „Grundrechte und Globalisierung“.

    In ihrem verlinkten Essay schreibt sie:
    „Man muss miteinander reden….“

    Um die Gefahren des heraufziehenden Faschismus deutlich zu erkennen rate ich dazu, jedenfalls die letzten drei Absätze des Essays zu lesen. Dort macht Dahn konkrete Vorschläge, was zu tun ist … etwa „eine wohlbedachte Zwangsanleihe bei den 5,7 Billionen Euro deutschem Privatvermögen. Vergleichbar dem Lastenausgleich nach dem Zweiten Weltkrieg.“

    https://www.freitag.de/autoren/daniela-dahn/willkommen-und-abschiebung

  • Markus Frowein

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    @ joey (9. Juli 2018 um 20:23)

    „die Brandenburger (und viele andere EU Bürger) kommen schon zu uns, deswegen werden Wohnungen in Bayern knapp.“

    Ich meinte in meiner fiktiven Geschichte nicht ein paar Brandenburger Touristen,
    sondern 6 Millionen Brandenburger (incl. Berlin, weil das mittendrin liegt), die nach
    einer Katastrophe gezwungen sind, nach Bayern auszuwandern. Würden Sie dann
    auch „das Boot ist voll“ oder ähnliches schreien oder wären die Ihnen willkommen?
    Bitte eine klare Antwort, ohne Ausflüchte und ohne Ablenkungsmanöver. Danke.

  • Piedro

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    „ja, die Politik der ehem Kolonialmächte war nicht immer menschenfreundlich, sondern machtpolitisch.“

    Und sie ist es noch. De Politik der ehem. Konialmächste ist nicht menschenfreundlich, sondern machtpolitisch.

    Wie auch im Folgenden vermisse ich irgendeine Erkenntnis. Sind wir doch froh, dass unsere Kredite nicht an den Index der USA gekoppelt ist. Wir haben ja keine Zinseszinsen abzuzahlen , für Geld, das sonstwem geflossen ist. Wer die Musi bestellt muss zahlen, das steht fest. Aber wer hat das getan? Und konnte der sich wenigstens aussuchen was aufgespielt wurde?

    Vor allem darf man gar nicht erst hinterfragen, wo hier eine Lösung zu finden wäre. In Griechenland wie bezüglich afrikanischer Uraltkredite spielt die Weltbank mit, deshalb stehen die Interessen von Banken immer ganz vorn, ehe das Überlegen erst anfängt.

    Der Verweis auf die Zahlungspflichten bei Privatkrediten ist so unkonstruktiv wie er wohl sein soll..

    Und damit könnten wir zum Thema zurückkehren. Afrika ist ein Musterbeispiel für gescheiterte Pläne. Sowas aber auch. Welche Pläne mögen da gemeint sein? Afrikanische, europäische, die Pläne von Konzernen? Die Pläne von Waffenhändlern? Von Diplomaten? Wurscht, das Musterbeispiel haben wir ja schon. Und deshalb kommen Menschen nach Europa, oder versuchen es schon wieder. Wegen der gescheiterten Pläne. Oder der Planlosigkeit. Vor allem, weil nicht alle unterwegs verrecken, oder eingesperrt werden, entrechtet, oft sogar verkauft.

    Die Abschottungsstrategie der EU, die sich längst weit von der Küste entfernt entfaltet, gegen Geld und gegen Waffen, gegen Ausrüstung, gegen Absprachen… all das ist machtpolitisch. Die Zahlen der Ankommenden sind rückläufig, und vielleicht erhalten wir bald belastbare Zahlen darüber, wie viele Menschen im Mittelmeer umgekommen sind weil private Rettungsschiffe abgewiesen oder festgesetzt werden.

    Die Tatsache, dass nicht alle Menschen von der EU und den Nationalstaaten abgewehrt werden konnten, und die sich nun mit den Vorgaben und Plänen der freistaatlichen und der Bundesregierung konfrontiert sehen, ist Anlass des Artikels und somit der ganzen Diskussion.

    Was haben wir nicht alles gelernt! Das Boot ist voll und lässt sich nicht ausbauen. Wir können nicht alle… bla bla… auch schon mal gehört. Die kleinen Mädchen bleiben auf der Strecke, weil wir die nicht holen können, weil zu viele andere es zu uns schaffen. Endlich erfahren wir auch, dass die Politik der ehem. Kolonialmächte nicht immer menschenfreundlich war, sondern machtpolitisch.

    Damit ist alles gesagt zu dem was mkv verlinkt hat. Abschließend sind noch die Sparkassen bedroht, von Macron. Weil Afrika ein Musterbeispiel gescheiterter Pläne ist brechen die reichen Banken zusammen, und nur die deutschen Sparkassen können das verhindern.

    Wieder was gelernt.

  • joey

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    @Markus Frowein
    wie ich geschrieben habe: die Brandenburger dürfen kommen, weil sie es als Deutsche dürfen („unser/ihr Land“). Sie kommen ja auch – nicht nur als Touristen, sondern als Binnenmigranten. Alle 2,6 Mio Brandenburger könnten wir auch notfalls unterbringen, vor allem weil in Brandenburg keine so hohe Geburtenrate herrscht wie in Afrika, das Problem mit einer einzigen Aktion also lösbar wäre.

    Das Boot ist nicht voll, aber nicht so unbegrenzt. Das schreie ich übrigens nicht.

    Nun aber an Sie: ohne nach Ihrem Wortlaut „Ausflüchte“: wie viel Menschen kann Deutschland aufnehmen? Ist das Boot unendlich?

  • joey

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    @Piedro
    gemeint sind Haushalts- und Investitionspläne. Kredite sind daran gekoppelt. Aber sie wollen es vermutlich nicht verstehen.

  • mkv

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    Vom Umgang mit der Sprache – Nach BP Steinmeier nun:

    Ex-CSU-Minister Hans Maier hadert mit seiner Partei „AfD-Sprache ungehemmt kopiert“
    https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2018-07-11/afd-sprache-ungehemmt-kopiert-ex-csu-minister-maier-hadert-mit-seiner-partei

    Zitat:

    DOMRADIO.DE: Die heutige CSU rückt nicht nur nach Meinung vieler Kommentatoren nach rechts. Ist der Partei die christliche Wertorientierung abhanden gekommen?

    Maier: Ja, leider. Zunächst einmal in der Sprache. Wenn man heute Menschen aus bedrohten Ländern sieht, die zum Teil ihre Angehörigen verloren haben, die wirklich schlimm dran sind – und wenn man dann von Asyltourismus spricht, wirkt das wie eine zynische Verhöhnung. Also, die Sprache ist der CSU abhanden gekommen und dann auch die spezifische Begrifflichkeit.

  • Markus Frowein

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    Also ich bin da ganz bei Ihnen mit den mindestens 2,6 Millionen Menschen, die wir
    hier in Bayern aufnehmen könnten, das wären bundesweit dann ca. 16.000.000.

    Da hätte ich noch eine kleine Frage: Würden Sie auch Niederländer aufnehmen?

    In meinem anderen fiktiven Szenario werden nämlich 2060 die Niederlande ganz
    überflutet sein und Belgien, Lux sowie Frankreich werden die Grenzen dicht machen.
    Noch was: Wie würden Sie mit dem Anteil dunkelhäutiger Niederländer verfahren?

  • joey

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    @Frowein
    Der Geburtenüberschuß in Afrika hat mit fiktiven Klimakatastrophen (Waldsterben und so) nichts zu tun.
    Sie wollen ständig Rassismus in die Debatte bringen und damit Ihr Feindbild pflegen. Hier ist ohnehin alles gesagt, ich verabschiede mich hier höflich von Ihnen.
    Bis zum nächsten Mal.-)

  • Giesinger

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • mkv

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    Müchner Bürger haben den Zündlern in den Parteien den Kampf angesagt:
    „Münchner Manifest“ – zum Ausdrucken

    Es erinnert uns an die Gründe, weshalb der Asyl-Paragraph ins GG geschrieben wurde.

    https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchner-manifest-in-fluechtlingspolitik-10027001.html

    Es war die Union, die seit mehr als 25 Jahren das längst fällige Einwanderungsgesetz blockiert. Man lese den von Kanzler Schröder in Auftrag gegebenen Bericht der „Süssmuth-Kommission“ (Kurz- und Langbericht)
    https://www.rita-suessmuth.de/arbeitsschwerpunkte/migration-integration/

    Seit Merkel Kanzlerin ist, geschah insoweit nichts Grundsätzliches. Nun endlich ist das Thema EINWANDERUNGSGESETZ im Koalitionsvertrag verANKERt und soll auf Drängen der SPD noch in diesem Jahr in den Gesetzgebungs-Prozess übergeführt werden.

  • Piedro

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    joey
    11. Juli 2018 um 15:19 | #
    @Piedro
    gemeint sind Haushalts- und Investitionspläne. Kredite sind daran gekoppelt. Aber sie wollen es vermutlich nicht verstehen.
    Sie glauben doch nicht wirklich irgendwer würde nicht verstehen was Sie meinen.

    Das Wort Kredite ist, nebenbei bemerkt, in keinem Ihrer vorherigen Posts gefallen.

    Sie langweilen einfach immer weiter. I mog nimmer. Diese endlose Aneinanderreihung von Plattitüden, denen sie zeilenweise nachträglich einen Sinn geben wollen, in dem Sie sich über die intellektuellen Defizitie ergehen, die sie ihrem Gegenüber nach Belieben anlasten… Ich muss da wirklich passen. Bitte haben Sie Verständnis dafür. Wenn sie möchten führen Sie noch den Wasserverbrauch von Flüchtlingen auf oder berechnen Sie den volkswirtschaftlichen Schaden, weil die ohne Kondom masturbieren. Tun Sie sich keinen Zwang an. Sagen Sie ihre Meinung. Aber bitte, verzichten wir bis auf weiteres auf gegenseitige Anrede? Sie können mir nicht helfen, Herr Joey. Es geht mir nicht ein. Aber ich verstehe durchaus was Sie wollen. Vielleicht können Sie Deutschland helfen, dem Volk und der Zukunft, vielleicht sogar Europa oder der Menschheit, wer weiß, am Ende helfen sie noch Arfrika. Aber sagen sie mir bitte nicht mehr was ich denke, was ich meine, was ich will, was mich freut…

    Danke.

  • Stefan Aigner

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    Und wieder einmal: Das Forum wird geschlossen. Es geht offenbar nur noch um persönliches Anfeinden.

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