Weißer Ring Regensburg

„Meistens geht es um häusliche oder sexuelle Gewalt“

Wer Opfer von Gewalt geworden ist, erhält Hilfe vom Weißen Ring. Günther Perottoni, Leiter der Außenstelle Regensburg, beklagt, dass viele Menschen den gemeinnützigen Verein und dessen Aufgaben aber gar nicht kennen würden. Ein Gespräch über gestiegene Gewaltbereitschaft, gesundes Misstrauen und dem Wunsch nach mehr sachlicher Berichterstattung bei Gewaltdelikten.

Interview: Dike Attenbrunner

günther perottoni

Seit Okotober 2013 leitet Günther Perottoni die Außenstelle des Weißen Rings in Regensburg. Foto: ad

Herr Perottoni, warum sind Sie Mitglied beim Weißen Ring geworden?

Ich war mein ganzes berufliches Leben lang bei der Kriminalpolizei, als Sachbearbeiter für Tötungsdelikte. Ein paar Jahre war ich dann auch noch beim Staatsschutz.

Übt man einen solchen Beruf gerne aus?

Ja, das ist sogar eine sehr schöne Aufgabe. Bei der Kripo hatte ich mit den verschiedensten Menschen zu tun. Da sieht man erst, dass Mord und Totschlag vor keiner Gesellschaftsschicht haltmachen. Am schönsten ist natürlich ein Ermittlungserfolg, wenn man jemanden dingfest machen kann – so wie damals bei dem siebenfachen Frauenmörder. (Anm. d. Red.: Perottoni war seinerzeit an der Aufklärung des Falles beteiligt. Vor zwei Wochen erzählte der ehemalige Kripobeamte in einem Beitrag von „hallo deutschland“ von den Ermittlungen zum „Würger von Regensburg“.)

Naturgemäß steht hier aber der Täter im Vordergrund. Man versucht, soziale Hintergründe für eine Tat zu finden und sucht nach Erklärungen für das jeweilige Verbrechen. Um die Opfer und ihre Angehörigen kümmert man sich eigentlich nicht. Als ich in Rente ging, wurde ich deshalb nicht nur Mitglied, sondern auch Mitarbeiter beim Weißen Ring.

Wie kann der Weiße Ring Opfern denn helfen?

Wir begleiten die Opfer, sofern sie das wollen, vom Beginn einer Straftat an bis zu einer möglichen Gerichtsverhandlung.

 „Den Menschen Angst vor den Behörden nehmen“

Sie gehen in den Gerichtssaal mit rein? Wieso?

Zur moralischen Unterstützung. Die meisten Menschen waren noch nie zuvor in ihrem Leben vor Gericht. Sie fürchten sich, weil sie völlig überzogene Vorstellungen davon haben, wie es in einem Gerichtssaal abläuft. Zum Teil haben sie Bilder von Fernsehkrimis im Kopf, in denen Angeklagte und Zeugen herumschreien. Ich sage ihnen dann immer, dass sie das bitte nicht als Maßstab nehmen sollen. Den Menschen die Angst vor den Behörden zu nehmen, gehört mit zu unseren Aufgaben.

Prävention ist ja auch eine Ihrer Hauptaufgaben: Der Weiße Ring wurde mitunter zur Verhütung von Straftaten gegründet. Wie muss man sich das vorstellen?

Wir informieren die Öffentlichkeit über strafrechtlich relevante Themen und halten dazu unter anderem Vorträge. Seit über einem Jahr haben wir zum Beispiel einen Lehrer, der an den Schulen über Cybermobbing aufklärt – und Lehrkräften sowie Schülern anhand eines Films zeigt, worauf man im schulischen Alltag achten sollte.

„Vor allem Frauen melden sich“

Ist Cybermobbing mittlerweile ein so großes Problem geworden?

Oh ja! Früher wurden Eifersüchteleien untereinander ausgetragen, nun trägt man sie gleich weiter ins Internet. Es gibt viele Menschen, die darunter leiden. Aber bei den Opfern, die sich bei uns melden, handelt es sich größtenteils um häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe oder Stalking. Das sind dann meistens die Frauen. Bei den wenigen Männern, die uns kontaktieren, geht es größtenteils um Körperverletzungen.

Und wie sieht die Betreuung dann konkret aus?

Alle Telefonate gehen zunächst bei mir ein. Viele Opfer werden auch von der Polizei an uns weitervermittelt. Ich frage grundsätzlich erst einmal, ob eine Frau als Ansprechpartnerin gewünscht wird. Gerade in Fällen von häuslicher und sexueller Gewalt redet es sich leichter von Frau zu Frau.

Und dann findet eine Erstberatung statt. In diesem Gespräch versuchen unsere Mitarbeiter herauszufinden, was passiert ist und wie sie den Opfern helfen können. Wenn jemand traumatisiert ist, können wir die betreffende Person ganz unkompliziert zum ambulanten Zentrum im Bezirksklinikum schicken. Denn gleich einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen, ist heutzutage nicht mehr so einfach.

Außerdem schauen wir, ob das Opfer Rechtsbeistand benötigt und an welche Behörde er oder sie sich beispielsweise wenden könnte, um finanzielle oder anderweitige Unterstützung zu bekommen – und stellen den Kontakt her. Als gemeinnütziger Verein können wir aber auch selbst finanzielle Hilfe leisten. Da wir völlig unabhängig von irgendeiner staatlichen Organisation sind, geht das ziemlich schnell und unkompliziert.

„Regensburg ist im Großen und Ganzen eine friedliche Stadt“

In welchen Fällen wird denn schnell Geld benötigt?

Nehmen wir mal eine Frau, die seit längerem massiv gestalkt wird. Die braucht eine neue Wohnung und kann sich aber den Umzug nicht leisten. Psychisch würde sie einen längeren Aufenthalt an einem dem Stalker bekannten Ort allerdings nicht mehr ertragen. Dann beantrage ich das Geld für die Umzugshilfe – und in der Regel ist das innerhalb einer Woche da.

Vor kurzem hat eine überfallartige Vergewaltigung in Regensburg für Aufruhr gesorgt. Ist Regensburg ein gefährliches Pflaster?

Nein. Im Vergleich zu Großstädten wie München und Frankfurt ist Regensburg im Großen und Ganzen eine friedliche Stadt. So grauenvoll die Tat auch ist, so wurde sie doch medial und in den sozialen Netzwerken hochgespielt. Da werden irgendwelche Vermutungen geäußert oder Vorwürfe laut, dass die Aufklärung schneller vonstattengehen müsste. Aber auch wenn die Phantombilder, wie im vorliegenden Fall, erst nach zwei Wochen an die Presse gegeben wurden, findet das meiner Einschätzung nach im Rahmen ganz normaler Ermittlungsarbeiten statt. Die Polizei weiß oft mehr, als sie sagt. Genau das dient ja auch dem Schutz des Opfers. Würde man Sachen preisgeben, die nur der Täter wissen kann, könnte das beispielsweise vor Gericht zu dessen Vorteil ausgenutzt werden.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Natürlich ist die Polizei auf die Presse angewiesen, allerdings muss sie bei ihren Ermittlungen sehr behutsam und auch zum Wohle des Opfers vorgehen. Und da wäre es durchaus von Vorteil, wenn medial bisweilen etwas sachlicher berichtet werden würde.

„Gesundes Misstrauen schadet nicht“

Also kann man sich als Frau ruhig noch alleine auf die Straße trauen?

Klar, wobei ein gesundes Misstrauen nicht schadet. Wer abends mit der Freundin unterwegs ist, könnte diese zum Beispiel bitten, auf das Getränk aufzupassen, wenn man die Toilette aufsucht. Damit keiner K.O.-Tropfen reintun kann. Ich will damit absolut keine Angst schüren, nur zu etwas mehr Vorsicht raten. Außerdem findet Gewalt an Frauen und sexueller Missbrauch vorwiegend im privaten Umfeld statt.

Gibt es dazu Zahlen?

Nein. Von den über 90 Fällen, die bei mir eingingen seit ich die Außenstelle im Oktober vergangenen Jahres übernommen habe, sind es aber hauptsächlich Frauen jeder Altersgruppe, die Hilfe benötigen. Gerade bei häuslicher Gewalt ist die Dunkelziffer sehr hoch. Ärzte klagen immer wieder über Patientinnen, die von ihren Männern grün und blau geschlagen werden, diese aber nicht anzeigen wollen und so tun als wäre nichts.

„Heutzutage muss sich keine Frau mehr schlagen lassen“

Woran liegt das?

Die Frauen haben Angst um ihr Leben und das ihrer Kinder. Und dann kommt meistens noch hinzu, dass der Mann der alleinige Versorger ist. Sie befürchten, mittellos auf der Straße zu landen. Diesen Frauen würde ich gerne sagen, dass sich heutzutage wirklich niemand mehr schlagen lassen muss. Hier können wir sehr viel Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Wir haben gute Kontakte zum Frauenhaus und können, je nach Schweregrad, für finanzielle Unterstützung sorgen. Aber wir können auch nur Aufklärung betreiben, wir können niemanden zu etwas zwingen. Das gilt auch bei sexuellem Missbrauch.

Wie meinen Sie das?

Viele Frauen melden sich erst bei uns, wenn die Vergewaltigung schon zwei oder drei Tage zurückliegt. Sie behalten das Verbrechen zunächst für sich, weil sie sich schämen oder Angst haben, dass es an die Öffentlichkeit kommt. Das Problem ist nur, dass es mit jedem Tag, der verstreicht, auch schwieriger wird, dem Täter die Tat nachzuweisen und für eine Verurteilung zu sorgen. Wenn man nicht sofort zum Arzt geht, damit der einen Abstrich machen, im Fall von K.O.-Tropfen Blut abnehmen und mögliche Verletzungen dokumentieren kann, dann sind dem Gericht später oft die Hände gebunden. Es steht Aussage gegen Aussage – und der Staatsanwalt ist gezwungen, das Verfahren einzustellen.

Dennoch können wir darüber nur informieren. Es wird niemand gezwungen, Anzeige zu erstatten oder zum Arzt zu gehen! Bei uns steht das alleinige Interesse des Opfers im Vordergrund! Wir würden auch nie Informationen an die Polizei oder andere Behörden weitergeben.

 „Wir garantieren absolute Verschwiegenheit!“

Jetzt haben Sie jede Menge Erfahrung im kriminalistischen Bereich. Ist das eine Voraussetzung, um Mitarbeiter beim Weißen Ring werden zu dürfen?

Überhaupt nicht! Unter unseren zehn Mitarbeitern befinden sich alle Berufsschichten.In erster Linie kommt es auf Vertrauen und absolute Verschwiegenheit an. Die Opfer müssen das Gefühl haben, dass sie uns wirklich alles anvertrauen können und wir das nicht weitertragen. Außerdem nehmen die Mitarbeiter an mehreren Schulungen teil und müssen sich im Laufe ihrer Tätigkeit immer wieder weiterbilden.

Über 420 Außenstellen betreibt der Weiße Ring mittlerweile in ganz Deutschland, für die an die 2.500 Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind. Ist das ein Zeichen, dass die Anzahl an Gewalttaten gestiegen ist?

Hm, das ist schwer zu sagen. Meiner Meinung nach ist die Bereitschaft zu körperlicher Gewalt an sich schon gestiegen. Woran das genau liegt, weiß ich auch nicht. Worüber ich mich aber wundere, ist die Tatsache, dass der Weiße Ring in der Bevölkerung gar nicht so bekannt ist. Ich werde sehr oft gefragt, was wir überhaupt machen.

Viele wissen außerdem nicht, dass man kein Mitglied des Weißen Rings sein muss, um unsere kostenlose Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen oder in welchen Fällen man sich überhaupt an uns wenden kann. Versicherungsbetrügereien gehören beispielsweise nicht zu unserem Zuständigkeitsbereich. Wir sind immer dann der richtige Ansprechpartner, wenn Gewalttaten oder Bedrohungen vorliegen. Auch Menschen, die in Deutschland leben, und denen im Ausland Gewalt angetan wurde, können sich bei uns melden.

Herr Perottoni, vielen Dank für das Gespräch!

Wer noch mehr wissen oder den gemeinnützigen Verein unterstützen will: Hier geht es zur Webseite des Weißen Rings.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
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Kommentare (42)

  • Monika Koch

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    Ach, Herr Perottoni, von wegen „Diesen Frauen würde ich gerne sagen, dass sich heutzutage wirklich niemand mehr schlagen lassen muss.“
    Ganz im Gegenteil.

    Wir müssen uns mehr denn je gefallen lassen, denn sonst verlieren wir unsere Kinder!
    Jugendämter und Justiz finden Väter toll, die der Frau die Kinder wegnehmen, und sorgen sich um Kindeswohl und Steuergelder, denn Mutter und Kinder sind ja gemäß Ideologie schlimme Problemfälle und KÖNNTEN finanzielle Hilfen benötigen. Dagegen die Männer haben neue hübsche junge Frauen und verkaufen sich sooo gut als „besorgte Väter“.

    Als mißhandelte Frau Hilfe bekommen? In der BRD? Vom Weißen Ring? In der Gegend, wo ich wohne, Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg, definitiv nicht, sondern ganz im Gegenteil. Und so war’s dort, von wo ich verjagt wurde, im Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz, ganz genauso. Und jeweils bis in die Landeshauptstädte hinauf dasselbe; Frauen ohne Lobby hilft man nicht. Die sollen sich das gefälligst gefallen lassen und den Mund halten. Geschlagene Frauen sind igitt. Looser.

    Antrag auf Anwendung des Gewaltschutzgesetzes – abgelehnt und der Täter kassierte von mir.
    Kinder ins Ausland entführt – ich zahlte die Hälfte der Gerichtsgebühren für die Herausgabe der Kinder.
    Strafanzeigen wegen Körperverletzungen – natürlich eingestellt, denn der Täter wird’s schon nicht wieder machen.
    Betreutes Besuchsrecht – der Kinderschutzbund Germersheim beauftragte eine Frau, die mit dem Mann im gleichen Chor singt, als „neutrale“ Übergabeperson.
    Was wurde ich in den zig Gerichtsverfahren mit Schmutz beworfen, z.B. meine Tochter würde ich ablehnen, weil sie per Kaiserschnitt zur Welt kam, was ich als mein persönliches Versagen ansähe. Auf diesem Niveau bewegt sich der deutsche Frauenhaß.
    Die zwei Beratungsstellen, Caritas und Diakonie, in Bad Saulgau – oje! Die Frau ist schuld. Man müsse lernen, das Unrecht hinzunehmen, man könne nichts ändern, basta.
    2006 wurde mir das Sorgerecht für meine Tochter entzogen. Meinen Sohn wollte der Mann glücklicherweise nicht, da das älteste Kind seiner dritte Ehefrau genauso alt ist und nur meine Tochter als Kindsmagd benötigt wurde (später steckte er sie ins Heim).
    Gewalt lohnt sich für die Täter hervorragend.
    Hilfe für das Opfer? Einige fremde großartige Einzelpersonen, sonst hätte ich es nicht überlebt. Dagegen die Profis – höchstens zusätzlich mir eins draufgehauen.

    Sobald man ein Kind geboren hat, ist man in der BRD Freiwild.

    Ach so, in Regensburg ist das anders.
    Naja, Bayern ist mein Herkunftsland, und ich würde mich wundern, wenn es dort tatsächlich besser wäre als in RLP und BW

  • AndreasF

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    Häusliche Gewalt ist in Deutschland ein sensibles Thema.

    In der Öffentlichkeit und in den Medien wird suggeriert, dass die Frau das Opfer und der Mann der Täter ist.
    Bis in die 70er Jahre war häusliche Gewalt ein Tabuthema, eine Privatangelegenheit. Seitdem wurde viel getan, häusliche Gewalt ans Licht zu bringen und zu enttabuisieren – leider nur einseitig, mit der Frau als Opfer.
    Entsprechend gibt es heute in Deutschland mehr als 350 staatlich subventionierte Frauenhäuser, hunderte Anlauf- und Beratungsstellen für Frauen und unzählige Hilfsangebote.
    Doch bereits in den 70er Jahren stellte der Forscher Murray Straus fest, dass beinahe die Hälfte der häuslichen Gewalt von Frauen ausgeübt wird. Diese Forschung wurde inzwischen durch mehrere hundert Studien und Untersuchungen bestätigt.
    Trotzdem gibt es in Deutschland nicht einmal 5 Männerhäuser und keines erhält staatliche Unterstützung.

    Meine Forderung ist daher:
    Einrichtung von mindestens 2-3 staatlich unterstützten Männerhäusern in jedem Bundesland.
    Beratungsstellen für Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden und entsprechende Hilfsangebote.
    Anti-Gewalttraining für schlagende Frauen genauso, wie für Männer.

    Während Frauen in Frauenhäusern unterkommen, müssen Männer die Gewalt erdulden oder unter der Brücke schlafen!

    Das kann nicht sein!

    Daher:
    Männerhäuser für Deutschland!

    http://www.change.org/de/Petitionen/bundestag-bundesrat-einrichtung-unterst%C3%BCtzung-von-m%C3%A4nnerh%C3%A4usern

  • erik

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    als was würden sie den Fall aus Burghausen bezeichnen, bei dem laut Zeitungsberichten vor ein Paar Tagen einem Unbewaffnenden aus kurzer Distanz in den Hinterkopf geschossen wurde?

  • Alphonse

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    Guten Morgen,
    und ein paar Gedanken zu den beiden Kommentaren, die kann man so nicht stehenlassen, meiner Meinung.
    Zu Frau Koch. Bei Ihnen geht es in jedem Kommentar um dasselbe Thema. Sie haben persönliche, verletzende Erfahrungen gemacht, nehme ich an, sonst könnten sie nicht mit jedem Kommentar, ihre eigene Geschichte am Artikelthema aufhängen. Ich finde es ermüdend, nervig aber es hatte zumindest am Anfang noch einen gewissen Unterhaltungswert, da noch nicht bekannt und vom Inhalt her einfach falsch. Sie verallgemeinern, Aussagen wie, wenn du in Deutschland ein Kind geboren hast bist du Freiwild. Ohje, was soll man da sagen? Verallgemeinerung auf Grundlage eigener Erfahrungen werden der Realität nicht gerecht und ich glaube auch nicht, dass bei der Entwicklung unserer rechtlichen Strukturen und Wertmaßstäben die Benachteiligung von alleinerziehenden Frauen ein Grundpfeiler war, ja überhaupt eine Rolle spielte.
    Und zu Herrn Andreas F sei gesagt
    ich kann diese Männer sind auch Opfer von sogar weiblicher Gewalt belegt mit Untersuchungen, auch nicht mehr hören. Aber wenn Sie schon darauf rumreiten, dann sagen Sie dazu, dass die Untersuchungen die sich auf häusliche Gewalt beziehen und dabei die Geschlechter miteinbeziehen, sich grundsätzlcih unterscheiden, nämlich in der Definition, was ist Gewalt.
    Wenn Gewalt nur als körperliche Gewalt definiert wird, dann gewinnen die Männer, weiterhin klar auch bei den „neuen“ Untersuchungen die Gewalt zu Hause betreffen. Wird Gewalt anders definiert, psychische Gewalt, seelische Gewalt dann verändert sich das Bild. Und da meist Konflikte Auslöser von Gewalt sind, oh Wunder, einer alleine is nicht schuld an einem Streit, gibts dann ne andere Verteilung, das bedeutet aber noch lange nicht, dass 50% der Frauen bei Konflikten auch zuschlagen und die Männer aus Scham das nicht anzeigen. Nönö die Konfliktlösungsstrategie in Form von Gewalt durch Zuschlagen is immer noch eine Männerdomäne.
    Einen schönen Tag und Adieu

  • Monika Koch

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    Man schaue sich die Statistik an,
    wie viele Frauen von ihren Männern umgebracht werden
    und
    wie viele Männer von ihren Frauen umgebracht werden.

    Dann erkennt man sofort, daß es reine Propaganda ist, Frauen als so gewalttätig hinzustellen wie Männer.

    Man schaue sich die Statistik an,
    wie viele Frauen von Männern vergewaltigt werden
    und
    wie viele Männer von Frauen vergewaltigt werden.

    Dann erkennt man sofort, daß es reine Propaganda ist, Frauen als so gewalttätig hinzustellen wie Männer.
    Dies dient lediglich zur Ablenkung von den Tatsachen und Rechtfertigung für die seit Jahrzehnten unveränderte Situation.

  • El

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    Andreas F.

    „leider nur einseitig“ getan wurde deswegen, weil die bestehenden autonomen Frauenhäuser von engagierten Frauen der Frauenbewegung gegründet worden sind – dies gg. teilweise erheblichen Widerstand.

    Sollten Sie der Meinung sein, dass auch auf Männerseite Bedarf an entsprechenden Häusern besteht, gründen Sie doch einfach eine Initiative, um Zufluchtstätten für geschlagene Männer zu schaffen.

  • Monika Koch

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    Ergänzung, da der Kommentar von @Alphonse vorher noch nicht zu lesen war.

    Statt konkretem sachlichen Inhalt nur Herabwürdigung; genau deswegen bleibt es beim allgemein akzeptierten Unrecht in der BRD:
    „Zu Frau Koch. (…) in jedem Kommentar um dasselbe Thema (…) persönliche, verletzende Erfahrungen (…) mit jedem Kommentar, ihre eigene Geschichte am Artikelthema aufhängen (…) ermüdend, nervig (…) am Anfang noch einen gewissen Unterhaltungswert (…) vom Inhalt her einfach falsch. Sie verallgemeinern (…) Verallgemeinerung auf Grundlage eigener Erfahrungen werden der Realität nicht gerecht (…).“

    Ein Glück, daß nicht alle so denken wie @Alphonse, denn sonst säße beispielsweise Frau Ilona Haslbauer weiterhin im Psycho-Gefängnis. Man kann sich’s leicht machen und z.B. jede Vergewaltigung als „persönliche, verletzende Erfahrung“ und „nicht zu verallgemeinernden Einzelfall“ betrachten und fordern, daß Gewalt- und Justizopfer ihre Klappe halten sollen, damit die Decke über den Mißständen in der BRD gehüllt bleibt.

    Ein großer Teil dieses Buches http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/178350/wie-laut-soll-ich-denn-noch-schreien beschreibt, wie die Institution, die den sexuellen Kindsmißbrauch des Autors ermöglichte, eine öffentliche Diskussion abwehrte und wie die Medien desinteressiert waren.
    Tja, der Autor nervte auch gewaltig. Ich finde es gut, daß er nicht locker ließ.

  • AndreasF

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    Hallo Alphonse,

    wenn Gewalt gegen Frauen definiert wird, dann ist bereits es bereits Gewalt, wenn ein Mann eine Frau schubst.

    Definiert man Gewalt gegen Männer genauso, so geht man natürlich – laut feministischer Lesart – von einem falschen Gewaltbegriff aus.

    Die meisten Studien gehen in dieser Richtung nach der anerkannten CTS-Methode vor.

  • AndreasF

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    Hallo Monika,

    wir sind uns einig, dass mehr Frauen von ihren Männern umgebracht werden, als umgekehrt – aber nicht umsonst heißt es „Frauen lassen morden“.

    Der Anteil weiblicher Vergewaltiger liegt übrigens lt. Statistik bei 15-25% – ist also nicht unerheblich.

    Frauen sind genauso Gewalttätig wie Männer!

  • AndreasF

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    Hallo El,

    derartige Initiativen existieren, bekommen aber von öffentlicher Seite ca. NULL Unterstützung, werden von den Medien totgeschwiegen und von vielen Parteien diskriminiert.

    Ich empfehle mal die Homepage von MANNDat und Agens.

    Als Literatur empfehle ich von Arne Hoffmann „Sind Frauen die besseren Menschen?“, „Rettet unsere Söhne“, „Männerbeben“ und „Not am Mann“.

    Wer diese Bücher gelesen hat, sieht die Welt mit anderen Augen!

  • Rosco Runners

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    Frau Koch, ihre Verbittertheit in allen Ehren, aber verallgemeindernde Aussagen, Vorwürfe und Phrasen bringen niemanden etwas. Seien wir froh, dass es Menschen wie Herrn Perottoni und Institutionen wie des Weißen Ring gibt!

  • Jay

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    Ich finde, dass die Initiativen des Weißen Rings lobenswert und wichtig sind. Es ist notwendig, vor allem den Opfern zu helfen.
    Es ist sehr traurig und nicht zu entschuldigen, was der Kommentatorin Monika Koch in ihrem Leben passiert ist. Dennoch bin ich – wie Alphonse – der Meinung, dass eine einzige persönliche Erfahrung, nicht einfach den Weißen Ring in Frage stellen kann. Statt das Engagement dieser ehrenamtlichen Helfern zu loben und zu würdigen, wird ihre Bereitschaft zu helfen einfach ins Lächerliche gezogen. Dies finde ich sehr schade.

  • Dubh

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    M. Koch: Wir müssen uns mehr denn je gefallen lassen, denn sonst verlieren wir unsere Kinder!

    Ich bitte Sie, genau DAS ist nun wirklich nicht die Regel in Deutschland.

    Es wäre mir nicht bekannt, dass auch nur ein nennenswerter Prozentsatz geschiedener Väter das alleinige Sorgerecht erhält, überhaupt will, sofern die Mutter ehelich die Hauptbezugsperson der Kinder war, was in Deutschland nach wie vor Standard ist.

    Die Mehrheit der Scheidungskinder bleibt bei den Müttern, nicht zuletzt weil die Väter gar nicht daran interessiert sind die Kinder bei sich leben zu lassen, und die Mehrheit der geschiedenen Eltern ist auch fähig ihre Probleme nicht noch nachehelich über ihre Kinder auszutragen.

    Ihr Fall, worum immer es da ging, ist jedenfalls nicht die die Regel – und schlagen lassen müssen sich Frauen mittlerweile definitiv nicht mehr!
    Schutz vor Gewalt findet man in allen Frauenhäusern, und die autonomen jedenfalls, vermitteln untereinander auch weiter, so sie keinen Platz frei haben, die helfen und beraten auch, nur das Leben neu regeln wird man trotzdem letztendlich selber müssen.

    Zu den autonomen Frauenhäusern und deren Beratungsstellen, die sich ausdrücklich bis heute als Lobby für Frauen verstehen, haben Sie ja anscheinend nicht mal telefonisch hingefunden, die gibt es seit über 30 Jahren, und auch in BW!
    http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/de/autonome-frauenhaeuser/adressliste

    Wer halt nur zu Caritas und Diakonie findet, und wem dann offensichtlich vorher auch noch unbekannt ist, dass christlicherseits die Frau halt definitonsgemäß und gottgegeben Dienerin des Mannes ist, und entsprechende Einrichtungen dementsprechend beraten (müssen), da hilft dann eben nichts………….

  • Dubh

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    AndreasF: „Während Frauen in Frauenhäusern unterkommen, müssen Männer die Gewalt erdulden oder unter der Brücke schlafen!“

    Aber nein Bub, über 30 Jahre der Zeit hinterher, das gibt es seit mindestens 1981, gleich nach dem autonomen Frauenhaus richtete die Caritas was für Männer:
    http://www.caritas-regensburg.de/beratenundhelfen/sozialenotlagen/uebergangswohnheimmaenner/

    Selbstverständlich ist das auch für vor gewalttätigen Frauen flüchten müssende Männer, und diese Männerhäuser gibt es natürlich nicht nur in Regensburg, und auch schon ewig.

    Dass es auch für von Gewalt von Frauen betroffene Männer ist, steht nicht ausdrücklich dabei, weil Männer ja diesbezüglich so gschamig sind…………….

    Komisch, dass ihr Maskulisten das nicht mal kennt, wo Männer die es gerne ganz wie früher hätten doch bei der Caritas bestens aufgehoben sind!

    Scheint dann wohl doch nicht so viele regelmäßig von Frauen krankenhausreif geprügelte Männer zu geben, die ihr unterbringen müsst…………….

    „derartige Initiativen existieren, bekommen aber von öffentlicher Seite ca. NULL Unterstützung, werden von den Medien totgeschwiegen und von vielen Parteien diskriminiert.“

    Och, echt jetzt?
    Die autonomen Frauenhäuser fingen oft in Privatwohnungen an und die Frauen machten die Arbeit ehrenamtlich, oder später über kurzfristige ABMs.
    Bis mal 2 Stellen fest finanziert wurden – mehr sind es in der Regel sowieso nicht – das hat häufig Jahrzehnte gedauert – und in vielen Bundesländern wurden die Gelder bereits wieder gekürzt.

    Was die Finanzierung der hilfesuchenden Frauen anbetrifft, das lief früher über Sozialhilfe bzw. Arbeitslosenhilfe, heute über entsprechendes – und das galt und gilt auch für bedürftige Männer, nicht wahr?
    Beantragen tut sich das allerdings nicht von selbst……………

    Wenn ihr „autonome“ Männerhäuser für von Frauen geschlagene Männer wollt – einfach machen, viel unbezahlte Arbeit – wenig Ehre – vorausgesetzt, es kommen welche ………

  • Zuspruch

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    Gutes Interview und besonnene Stellungnahmen zur Situation in Regensburg.

    Zum Thema „friedfertigere Frauen“. Wenn man sich darüber mit gestandenen Frauen unterhält erntet man viele Lacher. Manche Männer haben sich ja tatsächlich diesen Bären aufbinden lassen, frau schmunzelt. Die Frauen selbst denken da ganz anders über ihresgleichen. Siehe z.B.:
    http://www.zeit.de/2013/10/Boese-Frauen-Gewalt-Verbrechen-Mitlaeuferinnen

  • Mathilde Vietze

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    Könnte man, ohne hier ein Klischee aufzubau’n, nicht ein-
    fach sagen:Es gibt bei beiden Geschlechtern gewalttätige
    Personen.Die Männer gebrauchen in aller Regel ihre Fäuste,
    während die Frauen auf subtilere Weise Gewalt ausüben.
    Und zum Thema Kindesentzug: Wenn ich mir so manchen
    „Trennungs-Vater“ ansehe, habe ich großen Respekt vor
    dessen Ex, die zum Wohle der Kinder verhindert, daß diese
    mit ihrem Vater aufwachsen.

  • AndreasF

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    @Dubh,

    erst einmal Danke für die Info, war mir nicht bekannt – dann gibt es in D also tatsächlich 4 statt 3 mir bekannter Anlaufstellen – Wahnsinn!

    Und bitte nennen Sie mich nicht Bub, ich bin mit 49 Jahren kein Kind mehr.

    Das „Och“ ist übrigens eine typische Reaktion auf Männerprobleme – kommt meistens aus dem Femi-Lager.

    Und die derzeit existierenden Unterbringungsmöglichkeiten für Männer sind REIN privat finanziert und laufen ebenso ab, wie von Ihnen geschildert. Aber für uns Männerrechtler geht keiner auf die Straße und es gibt keine Massendemos von Männern. Der Grund dafür ist, dass sich viele Männer schämen (Ertrag das wie ein Mann / Indianerherz kennt keinen Schmerz / Männer weinen nicht / etc.), wenn ihnen so etwas passiert.

    Setzen Sie sich mal neutral mit Männerdiskriminierung auseinander, dann werden Ihnen die Augen aufgehen!

  • Jay

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    Die Kommentare und die weiter führende Diskussion wird dem Herrn Perottoni nicht gerecht. Hier gehts nicht um Männerdiskriminierung im Speziellen oder Frauengewalt sondern u. Den WEIßEN RING! Tragt eure Grabenkämpfe bei Artikeln zum entsprechenden Thema aus!

    Gruß Jay. Und Hochachtung vor Perottoni. Er hätte auch einfach ein ruhiges Pensionistenleben führen können, wenn euch das lieber ist!

  • Monika Koch

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    @Jay
    Da täuschen Sie sich sehr.
    Denn durch falsche Versprechungen und unbegründete Hoffnungen – dies wird durch das Interview geweckt – werden Frauen verleitet, an den sog. Rechtsstaat zu glauben. Wenn sie dann feststellen, daß die Realität genau andersherum ist als das, was auf dem Papier steht, ist es zu spät.

    Der Weiße Ring verkündet z.B. „Menschlicher Beistand und Betreuung nach der Straftat“ https://www.weisser-ring.de/internet/so-helfen-wir/opferhilfe/index.html Er müßte aber ehrlicherweise dazuschreiben: „Einigen Opfern von Straftaten helfen wir, andere jedoch sind uns völlig egal. Die Einteilung treffen wir nach unserem Belieben.“
    Schön wär’s, wenn man sowas einhalten würde „Unsere Aufgabe ist es: die Opferperspektive bei Maßnahmen der Kriminalprävention zu verdeutlichen“ https://www.weisser-ring.de/internet/so-helfen-wir/vorbeugung/index.html Es fehlt das „bei manchen Gewalttaten“ und „wenn uns das Opfer gefällt“.

    Ich war selbst mal so doof, an all die deutschen Versprechungen zu glauben, – Sie wissen schon, Menschenwürde, blabla. Einige Jahre dachte ich, ich wäre halt an miese Sachbearbeiter gestoßen, Pech. Dann fiel der Groschen und ich erkannte die systematische Heuchelei der Deutschen. Das Schicksal von Herrn Gustl Mollath hat nun auch für jene öffentlich gemacht, wie Justiz und Psycho ablaufen, die bisher nichts Konkretes wußten.

    Daher kann man all die Frauen ohne Lobby, also solche Frauen wie ich (die Karrierefrauen und die gewalttätigen Frauen interessieren mich nicht), eindringlich davor warnen, sie sollen es sich vorher gut überlegen, was sie unternehmen, wenn sie Gewaltopfer sind. Insbesondere wenn sie Kinder haben. Denn die Kinder werden gegen sie ausgespielt.

    Praktisches Beispiel: Bei der Kinderübergabe zwecks Besuchsrecht muß die Frau selbst für ihren Schutz sorgen und dafür bezahlen. Nicht der Täter wird verpflichtet, eine Übergabeperson zu suchen. Sondern die Frau!
    „Viel Vergnügen“ bei der Suche nach Menschen, die am Sonntag früh bereit sind, zum Schutz dabeizustehen, wenn die Frau zwangsweise sich in der Nähe des Täters aufhalten muß.
    Niemand hilft, selbst wenn das Leben der Kinder gefährdet wird, z.B. der Mann die Kinder nicht mehr bei der Autofahrt sichert. Uns warf er den zerstückelten Kinderautositz über den Zaun mit dem Zettel dran „Du wolltest den Sitz doch zurückhaben“. Übliche Reaktion in der BRD, wenn man dies beanstandet: „Sie wollen Ihrem Ex wohl eins auswischen“.

    Reizend, wie die BRD-Justiz Frauen behandelt, Bsp.: ich protestierte, daß ich als Hausfrau bezeichnet wurde. Ich verlor meine Arbeit, weil mir nichts anderes übrigblieb als wegzuziehen, wodurch ich meine Arbeit verlor und wegen den zwei Kleinkindern nichts Neues fand. Diese unfreiwillige, nur durch den Gewalttäter erzwungene Arbeitslosigkeit ist was anderes als eine Hausfrau. Was schrieb schließlich der Richter: „arbeitslose Nicht-Hausfrau“. Genauso boshaft waren auch seine Urteile.

    Müttern sollte unbedingt bewußt gemacht werden, daß es ideologisch erwünscht ist, Kinder bei den Männern leben zu lassen. Frauen sind wieder bloße Gebärmaschinen. Sonst heißt es ja immer, Leistung soll sich lohnen. Die Leistung, ein Kind geboren zu haben, wird in der BRD nicht anerkannt, im Gegenteil. Das Schlagwort „Kindeswohl“ ist eine beliebig zu gebrauchende Totschlagwaffe, denn rein willkürlich auslegbar. Wie Psycho-Gutachten ablaufen, hat nun jedermann erfahren.
    Film über eine ganz normale Mutter, die vier Jahre illegal in der BRD leben mußte, weil sie sonst ihre zwei und vier Jahre alten Kinder verloren hätte http://www.spiegel.de/panorama/justiz/scheidungsschlacht-eine-familie-auf-der-flucht-vor-den-behoerden-und-dem-vater-a-615905.html
    https://www.youtube.com/watch?v=E-Z5cjvBHIk
    https://www.youtube.com/watch?v=jLHukomFxkg
    https://www.youtube.com/watch?v=fWBTDysr3PI
    https://www.youtube.com/watch?v=EmzKodnvQqI
    https://www.youtube.com/watch?v=DlNHSe5RPbk
    So schaut die Realität aus, der sich Frauen dann aussetzen müssen: http://www.sueddeutsche.de/bayern/nach-amoklaufdrohung-ex-polizist-zu-bewaehrungsstrafe-verurteilt-1.1573111 Wie soll man mit solch einem Typen zurechtkommen können, noch dazu ist man ja per Gesetz VERPFLICHTET, ständig die Kinder anzulügen „Euer Papa will nur euer Bestes“. Als Frau bekommt man von den Fachleuten zu hören „Ihre bloße Existenz ist eine Provokation“.

    Bei jedem Sorgerechtsabänderungsantrag muß die Frau wieder die Hälfte bezahlen, auch wenn nichts Negatives festgestellt wurde. Das bißchen Geld, das man hat, muß man also dafür ausgeben, mit Schmutz beworfen zu werden.
    Inzwischen gibt es unumgänglich die Katastrophe des Anwaltszwanges durch das FamFG.
    Die Petition dagegen wurde natürlich abgelehnt https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2011/_11/_08/Petition_21003.nc.html

    Schön wär’s, wenn der Weiße Ring seine Versprechungen wahr machen würde. Als normale Frau kommt man jedoch nicht in den Genuß.

  • Angelika Oetken

    |

    Gewalt innerhalb von Partnerschaften bzw. in Familien ist häufig. Fast immer begleitet von

    – Suchterkrankungen
    – Persönlichkeitsstörungen, v.a. Borderline
    – sexueller Übergriffigkeit/entsprechenden Perversionen

    Zur Familienkrankheit Alkoholismus:
    http://www.rowohlt.de/fm/131/Lambrou_Alkoholismus.pdf
    Zur Auswirkung der Borderlinepersönlichkeitsstörung auf das Familienleben
    http://www.borderline-muetter.de/cms/
    http://www.psy-reile.de/borderline6.htm

    Zum Zusammenhang „unreife, psychisch kranke Eltern/sexueller Missbrauch“
    http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/spfh/14-Sozialpaedagogische-familienhilfe-bei-besonderen-situationen-und-problemlagen/14-1/14-1-3-sexueller-missbrauch-in-der-familie-eine-verletzung-der-generationsgrenzen.html

    Fazit: Menschen, die ehrenamtlich in einer Beratungsstelle für Kriminalitätsopfer arbeiten, sind ganz sicher mit so einer komplexen Problematik überfordert. Ich hoffe, dass diese Berater entsprechend supervidiert werden. So dass sie Gelegenheit bekommen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und gegenüber den Ratsuchenden zu vermitteln.

    Es gibt auch nicht „die“ Lösung oder Hilfe für Menschen, die von familiärer Gewalt betroffen sind.

    Grundsätzlich: niemand ist davor gefeit, den falschen Partner zu wählen.

    Aber das passiert auch nicht einfach so. Sondern hat meistens eine Vorgeschichte. Häufig ist es ein sich über Generationen hinziehendes Problem.

    Aber ist die falsche Partnerwahl nun einmal geschehen, dann ist das ein Anlass, sich so schnell wie möglich therapeutische Hilfe zu holen. Vor allem wenn man für Kinder verantwortlich ist.

    Empfehlen kann ich:
    http://www.degpt.de/therapeutinnen-suche/

    So hart – und auch ungerecht das ist: letztlich ist die einzige Person, die man wirklich beeinflussen kann man selbst.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Monika Koch

    |

    Frau Angelika Oetken tut so, als ob das alles Geistesgestörte wären.
    Ganz im Gegenteil.
    Die Täter sind meistens durchschnittliche oder sogar sich bestens verkaufende Typen, aus dem normalen bürgerlichen Milieu.
    Und ihre Opfer keineswegs dumme unfähige Hascherl oder ohne Berufsausbildung oder Alkoholikerinnen.

    Genau die Psycho-Studierten verhindern, daß die Gewalt an Frauen endlich beseitigt wird.
    Indem sie die Schuld auf die Frauen schieben und ihnen sog. psychische Störungen unterstellen und ihnen die Kinder wegnehmen.

    Exakt wie beim Mobbing. Da werden auch die Opfer herausgenommen und die Täter sind belohnt und machen ermutigt weiter.

    Solche Standard-Psycho-Sätze „So hart – und auch ungerecht das ist: letztlich ist die einzige Person, die man wirklich beeinflussen kann man selbst“ sind äußerst praktisch für die Täter!
    Außerdem nachweisbar unwahr – man braucht ja nur nachzudenken, was alles Frauen erreichten gegen den Widerstand der Männermehrheit, z.B. Wahlrecht, eigenes Konto, Öffnung aller Berufe. Die Gewalt an Frauen ist schlicht nicht geächtet, sondern weiterhin Kavaliersdelikt. Denn der weibliche Körper ist halt wieder Ware, siehe Prostitution und Leihmutterschaft, und vor Gericht gilt das Recht des Stärkeren.

  • Angelika Oetken

    |

    „Frau Angelika Oetken tut so, als ob das alles Geistesgestörte wären“

    @Monika Koch,

    wahrscheinlich habe ich mich unklar ausgedrückt: Übergriffigkeit kann ein Symptom einer Geisteskrankheit sein. Aber erstmal ist es die Unfähigkeit, seine Impulse zu steuern.

    Das kann Frauen wie Männer gleichermaßen betreffen. Zeigt sich aber rollenspezifisch in unterschiedlicher Form.

    Wie daraus regelrechte Generationenfolgen von Übergriff, Unruhe, Stress, Sucht und Gewalt entstehen, ist auf den Homepages die ich empfohlen habe dargestellt.

    Gut, dass Sie auf das Phänomen der Prostitution hingewiesen haben. Dazu habe ich eine These: in der Prostitution treffen zwei Gruppen aufeinander. Die Söhne traumatisierter bzw. übergriffig-manipulierender Mütter und die Töchter missbrauchender Väter. Dazu: http://kriegsursachen.blogspot.de/2013/12/kindheit-und-prostitution-eine-branche.html

    Kennen Sie diesen Artikel? http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexueller-missbrauch-durch-frauen-verkehrte-lust-a-788332.html

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. warum warten Sie darauf, dass andere Ihnen helfen?

  • Monika Koch

    |

    @ Angelika Oetken
    Mit Ihrem Feld der Psycho-Spekulationen habe ich nichts zu tun.
    Mir geht es ausschließlich um Fakten.
    Und die sind:
    Heutzutage können Frauen gegen Gewalttäter klagen, etc., aber durch die Justiz und Jugendämter werden sie – als Lobbylose – dann zum zweitenmal gedemütigt. Wer sich scheiden läßt, verliert die Kinder, sofern der Mann sie beansprucht. Denn es ist politisch-ideologisch erwünscht, daß möglichst wenig alleinerziehende Frauen entstehen.
    Bei den Zahlen zum mütterlichen Sorgerecht sind die meisten Fälle diejenigen mit dem unumgänglichen Zusammenleben von Müttern und Kindern, weil nämlich gar kein Vater vorhanden ist, der die Kinder ausgehändigt haben will. Eine Statistik über richterliche Entscheidungen, wenn Mutter und Vater das alleinige Sorgerecht beantragen, gibt es nicht. Das habe ich schon vor Jahren erkundet.
    Es wird hierzulande stupide wiederholt, Frauen bekämen ihre Kinder. Und das stimmt nicht! Sondern nur, wenn sie Glück haben und der Mann erhebt keinen Anspruch, DANN geht es gut hinaus, wenn eine Frau sich von einem Schläger trennt. In den anderen Fällen kommt sie vom Regen in die Traufe, denn sie verliert das ihr Liebste, ihre Kinder.

    Es ist albern, Frauen des häufigen sexuellen Mißbrauchs zu bezichtigen. Denn anhand der Zahlenverhältnisse bei der Prostitution ist klar bewiesen, daß es sich um Männergier nach Sex handelt. Zwar gibt es einzelne perverse Frauen, die sich Männer kaufen, die Buben und Männer sexuell belästigen und die Abhängigkeiten zugunsten des Erpressens sexueller Handlungen ausnutzen, aber diese sind Ausnahmen. Vom Straßenstrich von Männern für Frauen werden selbst Sie noch nichts gehört haben, vermute ich. „15 – 25 Prozent Vergewaltigungen von Männern durch Frauen“ KANN sowieso nicht sein, denn sowas funktioniert nun mal technisch nicht. Ich brauche ja wohl nicht auf die Anatomie zu verweisen. Ein Mann kann durch einen Mann vergewaltigt werden, siehe Praktiken der homosexuellen Männer. Nicht aber durch eine Frau. Außer man überlege sich irgendwelche Umwege, z.B. Einflößen von Potenz-Medikamenten in Überdosis oder absolut perverse Frauen, die Schwulen-Sexmethoden mittels Gerätschaften nachahmen, aber dazu müßte der Mann ja zuerst mal überwältigt und auf einen gynäkologischen Stuhl gefesselt sein. Was wird nur immer für ein Blödsinn behauptet!
    Die Tatsache ist: Für Männer gefährlich sind die anderen Männer! Nicht die Frauen. Und für Frauen sind die Männer gefährlich. Nicht die anderen Frauen. Auch wenn es wahrscheinlich auch schon mal durch Frauen vergewaltigte Frauen gab.

    Die Perversionen in der Psycho-Branche, die das ganz und gar normale Aneinanderkuscheln von Müttern mit ihren Kindern zu sexuellen Wünschen uminterpretieren, beweisen lediglich die ekligen Phantasien der Psycho-Anhängerschaft, haben aber mit der Realität absolut nichts zu tun. Im Psycho-Bereich „vergißt“ man die normalen echten Menschen immer, also diejenigen, deren Kopf nicht mit dem Geschlechtstrieb gefüllt ist und die überhaupt kein Interesse daran haben, brünstig wie die Tiere herumzulaufen. Manche Leute folgen ihren Trieben, z.B. sich Berauschen, andere Zusammenschlagen, Raffgier, und die psycho-frei lebenden Menschen eben NICHT.

    Mit solchen Fragen „P.S. warum warten Sie darauf, dass andere Ihnen helfen?“ wird davon abgelenkt, daß die von Herrn Perottoni mitgeteilten Fakten – „Von den über 90 Fällen, die bei mir eingingen seit ich die Außenstelle im Oktober vergangenen Jahres übernommen habe, sind es aber hauptsächlich Frauen jeder Altersgruppe, die Hilfe benötigen. Gerade bei häuslicher Gewalt ist die Dunkelziffer sehr hoch.“ – politische Tatsachen sind. Nicht private. Scheidungen und (verweigerte) Strafverfahren sind öffentlich-rechtliche Angelegenheiten. Bsp.: Weil die Deutschen die männlichen Täter schützen, mußte ich wegziehen und verlor dadurch meinen Arbeitsplatz und ausschließlich ich mußte finanziell büßen. Gäbe es die von den Deutschen schriftlich versprochene Menschenwürde in Wirklichkeit, hätte der Täter zahlen müssen, statt im Versorgungsausgleich auch noch mit einem großen Teil meines Rentenanspruchs belohnt zu werden.

  • Angelika Oetken

    |

    @Marina Koch,

    wenn Sie Belege für Ihre Behauptungen liefern, wäre das hilfreich. Schon allein um die Erörterung sachlich zu halten.

    Von seiner Mutter und/oder einer anderen nahen weiblichen Bezugsperson sexuell und/oder emotional missbraucht zu werden ist im Übrigen alles andere als lächerlich
    http://www.maennerthemen.net/
    http://www.rossilhol.de/pdf/Sexueller%20Missbrauch%20durch%20Taeterinnen.pdf
    http://www.kbbe.de/info/missbrauch/missbrauch_durch_frauen.htm
    http://netzwerkb.org/2010/03/14/1857/

    Der „Frauen/Mütter-üben-keine-Gewalt-aus“-Mythos ist ein die Gesellschaft stabilisierendes Konstrukt. Und stammt aus der Frühzeit der patriarchalen Kultur. Übergang der Sammlerkultur in die der Ackerbauern und Viehzüchter. Die Zeit als sich die monotheistischen Vaterkulte etablierten.

    Wiederbelebt vor allem am Ende der Industrialisierung. Als man(n) die Frauen nicht mehr in der Produktion sehen wollte. Und dann politisch aufgebläht durch die faschistische Propaganda. Die die Frau in ihrer Rolle als Soldatenproduzentin bestätigte.

    Barbara Vinken hat dazu ein tolles Buch geschrieben:
    http://www.perlentaucher.de/buch/barbara-vinken/die-deutsche-mutter.html

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

    |

    Bei allem Verständnis für persönliche Nöte, aber diese
    selbstmitleidigen Jammertiraden von Frau Monika Koch
    sind unerträglich. Natürlich kann man bei der einen oder
    anderen Behörde mal an Leute geraten, die für diesen
    Beruf ungeeignet sind. Nur kann und darf man nicht
    – so wie Koch dies tut – alles pauschalieren.
    Ich selbst wurde vor Jahrzehnten mal auf dem Nach-
    hauseweg überfallen und kann bestätigen, daß ich von
    den Polizeibeamten höflich, sachlich und einfühlsam
    behandelt wurde.
    Und – wenn Frau Koch den „deutschen Rechtsstaat“
    so unmöglich findet, wie wäre es dann mit Auswandern?
    Ich empfehle die Klagemauer in Jerusalem.

  • fördefas

    |

    Mathilde Vietze: „Und – wenn Frau Koch den “deutschen Rechtsstaat” so unmöglich findet, wie wäre es dann mit Auswandern? Ich empfehle die Klagemauer in Jerusalem.“

    Genau. Verpisst euch doch, ihr Jammerlappen! Wandert doch endlich alle aus, wenn euch hier was nicht passt! (Ironie aus.)

    Einmal möchte ich Sie, Frau Vietze, dann doch noch daran erinnern, dass Sie ausgerechnet hier auf einer Plattform, die sich als „Verein zur Förderung der Meinungs- und InformationsVIELFALT e.V.“ versteht einer Mitkommentatorin zu Ihrer Meinung diesen – ich nenne es einmal neutral: „fragwürdigen“ Rat geben.

    Vielleicht aber tröstet Sie das: Sie sind in „guter“ Gesellschaft, Frau Vietze:
    http://www.regensburg-digital.de/dann-koennen-sie-auch-auswandern/26052014/

    Schade, Frau Vietze!!!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu fördefas: Der getroffene Hund bellt!

  • fördefas

    |

    Mathilde Vietze sagte am 29. August 2014 um 18:35 Uhr :
    „Zu fördefas: Der getroffene Hund bellt!“

    Danke der Nachricht – und mei, wenn’s Ihnen hilft, dann bellen S‘ halt.
    ;)

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „fördefas“: Sie machen sich wohl über sich selbst
    lustig?

  • Dike Attenbrunner

    |

    @vietze und fördefas: Konzentrieren Sie sich bitte auf eine inhaltliche Debatte!!!

  • Angelika Oetken

    |

    Grundsätzlich:

    Mütter oder Väter, die feststellen müssen, dass der Partner bzw. ehemalige Partner Verhaltensweisen oder Einstellungen an den Tag legt, die inakzeptabel sind, befinden sich in Deutschland in einer sehr schwierigen Situation.

    Das gilt für Frauen wie Männer gleichermaßen. Um so eine Situation im Sinne der Kinder einigermaßen zu bewältigen, ist eine gute Vernetzung (privat) und eine professionelle Begleitung unbedingt notwendig (anwaltlich, therapeutisch, sozialrechtlich).

    Ein Hilfesystem allein ist damit gnadenlos überfordert.

    Unsere Kultur und unser Rechtssystem stellt die Kernfamilie bzw. Mutter- und Vaterschaft über die Rechte der Kinder. Das hat eine ganz spezielle Geschichte.

    Verbände wie der „Weiße Ring“, aber auch viele Kinderschutzeinrichtungen oder Menschen, die sich für Kinder einsetzen, bekommen das buchstäblich hautnah mit.

    Der Weiße Ring ist ein anerkannter, politisch gut vernetzter Verein.

    Ich würde mich freuen, wenn man auf der Leitungsebene des Weißen Ringes sich einmal dieser grundsätzlichen Thematik annimmt und damit dazu beiträgt, die für Deutschland längst überfällige breite Diskussion über den Stellenwert der „Familie“, der Mutter- und Vaterschaft und vor allem: die Situation von Kindern anzuschieben.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • fördefas

    |

    Nein, Frau Vietze, Sie haben mich schon richtig verstanden. Aber das ist mein letzter Beitrag auf Ihre direkte Frage an mich.

    Gut, Frau Attenbrunner, gerne also zurück zu einer Debatte über den Inhalt. Zum Beispiel ist dort von der Notwendigkeit der Aufklärung über „Cybermobbing“ die Rede.

    Cyber-Mobbing (Quelle wikipedia):
    Mit … Cyber-Mobbing … werden verschiedene Formen der DIFFAMIERUNG, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Firmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet, in Chatrooms, beim Instant Messaging und/oder auch mittels Mobiltelefonen bezeichnet.

    Und zu DIFFAMIERUNG (Quelle: wikipedia):
    „Als Diffamierung … bezeichnet man heute allgemein die gezielte Verleumdung Dritter … durch Anwendung von Schimpfwörtern oder durch diverse Unterstellungen…“ … „Die dabei angewendeten Methoden können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein und haben stets den Zweck, den Betroffenen gesellschaftspolitisch auszuschalten, mundtot zu machen…“ … „Eine moderne Form des Vertreibens einer Person aus der Zugehörigkeit[!] und Anerkennung ist das sogenannte MOBBING, das sich u. a. durch öffentliche Diffamierung auszeichnet.“

    Was bitte sollte denn der Ratschlag „wenn Frau Sowieso den “deutschen Rechtsstaat” so unmöglich findet, wie wäre es dann mit Auswandern?“ weniger sein, als jemanden von Zugehörigkeit und Anerkennung auszuschließen? Mehr ausschließen geht ja wohl kaum mehr?

    Und wenn man dann darauf hinweist, dass der „Ratschlag“ der Kommentatorin genau jenem Verhalten entspricht, welches im Artikel richtigerweise angeprangert wird, dann beginnt die Schreiberin sich Mimosenhaft zu gebärden und zieht sich auf billige Gemeinplätze zurück, wie z.B. den des Bildes eines getroffenen Hundes, der bellt.

    Nein, Frau V. hat nicht mich getroffen. Sie hat Frau K. treffen wollen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Liebe Dike Attenbrunner! Vielen Dank für Ihren Hinweis;
    Sie haben vollkommen recht!
    Ich habe in meinem ersten Kommentar versucht, zur Sache
    zu sprechen, dann wurde dieser von „fördefas“ ins Lächer-
    liche gezogen.
    Es war ein Fehler meinerseits, darauf überhaupt zu reagie-
    ren und das werde ich in aller Zukunft nicht mehr tun.

  • Monika Koch

    |

    @ fördefas
    Häme und dumme Sprüche sind das Übliche, wenn man sich als mißhandelte terrorisierte Frau zum Thema Gewalt zu Wort meldet. Ich stelle die Vorgänge auch in Form von angemeldeten Demonstrationen (Mahnwachen) aus und kenne die Reaktionen zur Genüge, möchte aber auch ausdrücklich darauf hinweisen, daß diese typisch deutsche Gesinnung (früher: „Dann geh‘ doch nach drüben“) eben genau der Grund ist, WARUM Gewalt gegen Frauen solch eine Selbstverständlichkeit ist.
    Verbales Abwatschen beweist, daß man einverstanden damit ist, daß „die dummen Kühe“ geschlagen, zu Boden geworfen, etc. werden; die sind halt selbst schuld, und dann kommen die auch noch daher und beanstanden es öffentlich, statt sich in die Ecke zu stellen und sich zu schämen….
    SO denken eben viele/die meisten, und darum ist Gewalt an Frauen weiterhin gesellschaftsfähig. Neu dazugekommen ist die Strafe durch den Verlust der Kinder. Das ist die schlimmste Strafe.

    Frau Oetken präsentiert wieder ihr Psycho-Lehrbuch „professionelle Begleitung unbedingt notwendig (anwaltlich, therapeutisch, sozialrechtlich)“, oje, wenn da eine Frau denkt, sie hätte was von solchen Theorien… Man findet als lobbylose Frau nicht einmal eine ehrliche, einen ernsthaft unterstützende anwaltliche Vertretung, außer mit riesigem Glück. Sondern es heißt dann von anwaltlicher Seite zu den Gerichtsverfahren lapidar, „mehr ist für eine Frau eben nicht drin“. Man verdirbt sich’s nicht mit Richter/innen, indem man zu sehr für eine unerwünschte Frau eintritt; das schadet dem Ansehen der Kanzlei. Es hat bekanntlich ein Staatsanwalt schon im Fernsehen gesagt, daß er seiner Tochter nicht empfehlen würde, eine Vergewaltigung anzuzeigen.

    Übrigens wollte ich tatsächlich auswandern, habe es mehrere Jahre verzweifelt versucht, um diesem Terrorsystem Justiz-Jugendamt zu entkommen, aber es leider nicht geschafft, da ich bei meiner Berufsausbildung noch nicht gewußt hatte, wie ich vom BRD-Macht-System beraubt, bespuckt, entrechtet werden darf, weil ich Kinder zur Welt brachte. Ich hatte den falschen Beruf zum Auswandern und natürlich keinerlei Geld, was Geeignetes neu zu lernen.
    Schützen vor dem Terror kann man sich ausschließlich dadurch, daß man Kinder nur mit anonymer Samenspende bekommt. Ansonsten kann man einer der zahllosen „Einzelfälle“ werden, und ist dann in auswegloser Situation und erfährt, was die Deutschen tatsächlich unter „Menschenwürde“ verstehen. Bsp.: Ich schilderte, wie der Mann vor der Tür im Auto lauerte und uns dann durch die Straßen jagte, etc. Einzige Reaktion des Herrn „Sozial“arbeiters: „Warum hassen Sie Herrn Kn.?“

    Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen sie einen, z.B. Richter Ettweein am Amtsgericht Bad Saulgau ließ den Mann den Kindesunterhalt für meine Tochter bei mir pfänden und sperrte mir komplett das Konto (damals gab es das Pfändungsschutz-Konto noch nicht), obwohl der Mann keinen Kindesunterhalt für meinen Sohn zahlte. Damit hatten wir nichts mehr zum Leben. Und das nur wegen der Bosheit der Justiz und der Täter (der Mann und seine Rechtsanwältin).
    Nicht daß ich mich vor der Zahlung von Kindesunterhalt drückte, sondern die wegen der Verfahrensdauer sehr hohen Beträge sollten verrechnet werden! Es hätte ein kleines Plus zugunsten meines Sohnes ergeben.
    Stattdessen kam der Mann dank der frauenfeindlichen Justiz damit durch, daß er sich einfach weigerte zu zahlen und bei mir abkassierte. Damit beging zwar der Mann eine Straftat nach § 170 Abs. 1 StGB http://dejure.org/gesetze/StGB/170.html aber logisch, dafür wurde er, der deutsche Liebling, natürlich nicht bestraft. Das i-Tüpfelchen: Als er bei mir pfändete, hatte er meine Tochter schon ins Heim abgeschoben und war somit gar nicht mehr berechtigt, aber das störte die Justiz natürlich auch nicht. Übrigens wurde bei mir ein fiktives Gehalt angesetzt, das ich mit meiner Berufsausbildung nach Meinung des Richters Zell vom Amtsgericht Bad Saulgau erreichen könnte, dagegen beim Mann hat er dessen zusätzliches Nebeneinkommen von 800 Euro monatlich unberücksichtigt gelassen und die dritte Frau als bedürftig anerkannt, obwohl sie neben ihrem Teilzeiteinkommen noch 1800 Euro Miete für drei Wohnungen bezieht.

    Bevor eine Frau den Darstellungen des Weißen Rings und ähnlicher Organisationen glaubt, sollte sie sich bewußt sein, sie könnte auch so behandelt werden wie ich und die anderen Einzelfälle.

  • Angelika Oetken

    |

    @Monika Koch,

    ich werde beim Lesen Ihrer Kommentare den Eindruck nicht los, dass Sie sehr konfliktbereit sind.

    Das ist angesichts dessen, was Sie schildern nachvollziehbar. Aber auch Helfer sind nur Menschen.

    Sie selbst sind dafür verantwortlich mit den Folgen Ihrer früheren Entscheidungen umzugehen. Wie alle anderen Menschen auch. Wenn Sie von anderen erwarten, dass die Ihre Probleme lösen, dann ist das einfach zu viel.

    Und wenn Sie sich dann auch noch so abfällig zu Hinweisen äußern, dann wird wird Sie irgendwann niemand mehr unterstützen wollen.

    Das wäre schlimm. Vor allem für Ihre Kinder.

    Alles Gute wünscht,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Dubh

    |

    Ach ja – die Kinder – die eigentlichen, und wirklich hilflosen Opfer!

    Deren Schutz und Wohlergehen in der Verantwortung derer liegt, die sie willentlich in die Welt gesetzt haben – nicht selten heutzutage willentlich und freiwillig auch noch miteinander!

    Komischerweise hört man über diese Kinder praktisch nichts, es sei denn es dient als Anschuldigung gegen den Expartner.
    Das sagt eigentlich alles , um wessen Interessen es da alleine ging.

    Diese Kinder müssten mittlerweile erwachsen sein – ich wünsche ihnen von Herzen, sie konnten ihre Konsequenzen aus solcher Elternschaft ziehen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Liebe Frau Angelika Oetken, Sie haben großes Lob verdient
    für Ihren sachlichen und realitätsnahen Kommentar.
    Niemand muß sich alles gefallen lassen und niemand muß
    mit Untertanengeist und Demutsgeste bei den Behörden
    vorsprechen.
    Wenn jemand allerdings mit der vorgefaßten Meinung, „daß
    die mir eh nur übel wollen“ hineingeht und dies durch ent-
    sprechendes Auftreten auch noch unterstreicht, dann ist es
    kein Wunder, wenn die „Gegenseite“ nicht eben sanft rea-
    giert.
    Natürlich war da Jammern darüber, daß „immer nur die
    anderen schuld sind“ schon immer bequemer, als sich an die eigene Nase zu fassen.
    Und leider finden alle Mitleidschinder immer wieder ein paar Dumme, die denen auf den Leim gehen und sich dann mit denjenigen anlegen,die versuchen, sie mit der Realität zu konfrontieren.

  • Monika Koch

    |

    Damit auch die nächste Generation Gewalt an Frauen wiederum für normal hält, hat sich die Psycho-Sozial-Branche etwas Irrsinniges ausgedacht:
    Frauen dürfen auf der „Paar-Ebene“ gegen die ihnen zugefügten Mißhandlungen – theoretisch – aktiv werden.
    Auf der „Eltern-Ebene“ müssen sie aber den Täter schönreden und dürfen sich nur positiv über den Mann äußern.

    Das ist eine idiotische Gemengelage wie das Konstrukt im derzeitgen Schornsteinfegerrecht; da darf der Kehrbezirksinhaber die ihm durch die hoheitlichen Tätigkeiten als Amtsperson über jedes Haus in Erfahrung gebrachten Daten eigentlich nicht als normaler im Wettbewerb stehender gewerblicher Handwerker nutzen.

    Als Zwitter soll man handeln.

    Die „Kindeswohl“-Fachleute beharren darauf, daß das Ansehen von Gewalt an der Mutter den Kindern nicht schadet, und somit hat jeder Mann automatisch die Erlaubnis, das Zusammentreffen mit der Frau auszunutzen, denn nur wenn der Vater den Kinder etwas zufügte, würde es die Experten stören.
    Auf diese Weise erreichen Jugendamt und Justiz, daß die Kinder lernen, Gewalt an Frauen ist selbstverständliches Recht von Männern. Ist eine Frau anderer Meinung, naja, dann wird sie halt von der Mehrheit angegriffen und mit verbaler Gülle überschüttet.

    Bsp.: Die Frau flieht mit dem Fahrad, die Kinder im Anhänger, vor dem sie mit dem Auto verfolgenden Mann kreuz und quer durch den Wohnort und versucht ihn durch Abkürzungen abzuschütteln. Sowas muß sie dann auf der „Eltern-Ebene“ positiv darstellen. Die Schuld wird also wie üblich auf die Frau abgewälzt. Die Frau kann ja nicht vermeiden, daß die Kinder die Verfolgungsjagd mitbekommen, sie KANN sie gar nicht vor diesem Wissen schützen. Aber rechtfertigen muß sich nur die Frau.
    „Sehr schön“, was die Kinder daraus lernen….
    Und darum hat sich in all den Jahrzehnten nichts verbessert. Die Gesellschaft will nicht. Der Schwarze Peter bleibt bei der Frau. Heute mehr denn je über das Druckmittel Kinder.

  • Angelika Oetken

    |

    „Und darum hat sich in all den Jahrzehnten nichts verbessert. Die Gesellschaft will nicht.“

    @Monika Koch,

    ich bin ein Teil der Gesellschaft. Genauso wie Sie und wie Ihre Kinder und wie deren Vater. Die Mitarbeiter des Jugendamtes, das Vormundschaftsgericht, Kinderärzte usw.

    Was möchten Sie denn konkret erreichen? Wer soll ganz praktisch was genau für Sie tun?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Silvia Gross

    |

    Unerträglich, wie das Kommentarforum von regensburg-digital zur Selbsterfahrungsecke verkommt; nicht nur hier, sondern auch bei anderen Berichten. Nachrichten und Sachdebatte bleiben so auf der Strecke. Kleinkriege zwischen einzelnen Kommentatoren übernehmen die Oberhand. Vermeintlich kritische aufgeschlossenen Zeitgenossen entpuppen sich plötzlich als kleingeistig und engstirnig. Diese Beobachtung ist noch das interessanteste dabei…

  • Stefan Aigner

    |

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