Morgen, Regensburg

Haben Sie’s noch nicht gehört? Gott hat noch einiges vor – mit Hans Schaidinger. „Alles Liebe und auf bald! Gott.”, schreibt er höchst selbst (Gott, nicht Hans Schaidinger) in einem Liebesbrief, der ihm (Hans Schaidinger) gestern von Stadtdekan Alois Möstl zum Valentinstag zugestellt wurde. Was wird Gott wohl mit Hans Schaidinger vorhaben, fragen wir uns da. Will er mit ihm „gemeinsam lernen” wie ein paar unschuldige Kinder? Oder will er mit ihm „gemeinsam kämpfen” wie Stefan Binder vom SSV Jahn? Oder werden die beiden „gemeinsam starten”? Wohin auch immer… Wir wissen es nicht. „Gemeinsam beten”, denn Gottes Wege sind unergründlich Gemeinsam ärgern werden sich vielleicht die übrigen sechs OB-Kandidaten, weil Gott nur dem Hans, aber nicht ihnen einen Liebesbrief zugestellt hat. Aber sind wir doch mal ehrlich: Gott steht Hans Schaidinger nun mal näher als den Atheisten und Nihilisten aus den Parteien ohne „C” im Namen. Von denen mit „C” gibt es in Regensburg ja mittlerweile zwei. Soviel Gottgefälligkeit wird Gott wohl gefallen! Dessen sei man sich gewiss. Gewiss ist aber auch, dass sich die CSU sicher nicht über die CSB freut. „Gemeinsam beten” ist deshalb zur Zeit angebracht. Denn ja: Gott hat noch einiges vor mit Hans Schaidinger. Aber Gottes Wege sind unergründlich. Das hat man in der CSU auch schon irgendwann Mal gehört. (Ent)spannende Lektüre!

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Kommentare (2)

  • Barbara Junghans

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    Um Himmelswillen!
    Nun ist es also offenkundig – der Herrgott ist mit unserem Oberbürgermeister. (Siehe dazu Sein Brief: „Ich habe noch einiges mit Dir vor. Meine Ideen mit dir sind voll von Hoffnung und Zuversicht.“)
    Der Werbegag ist echt gut, das muß ihm der Neid lassen. Ich hätte mir vorstellen können, dass er Papst Benedikt als Wahlhelfer einsetzt, aber diese Station hat er übersprungen und sich lieber direkt an die höchste Instanz gewandt. Allerdings kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Stadtdekan Möstl als freundlicher Bote in seiner guten Absicht zwei Adressaten veerwechselt hat. Der für Herrn Schaidinger eigentlich bestimmt Brief hatte den Bibelspruch Mt. 5,3-12 zum Inhalt: „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ Schließlich besteht in dieser Fähigkeit ja die große Stärke unseres Stadtoberhauptes.
    Noch passender wäre vielleicht gewesen: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden (Lukas 14, 8-11). Dieser Spruch wäre so ganz und gar auf die Haltung des OB gegenüber den Bürgern und seinen eigenen Parteifreunden gemünzt.
    Aber Gott wird schon wissen, was er sagen wollte. Vielleicht bietet man jenem ja ein weiter oben angesiedeltes Amt in der Politik oder der Wirtschaft an. Wer weiß?

  • Joh. Mederer

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    Sehr geehrte Frau Junghans,

    Ihre schlimmste Befürchtung ist wahr geworden. Gucken Sie mal den TVA-Werbesport für die CSU. Hans Schaidinger wirbt tatsächlich mit unserem Papst für seine Wiederwahl. Der Weiß das der Heilige Vater, dass er Werbestar geworden ist?

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