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Kommentare (34)

  • Ratlos

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    Ich habe Respekt vor Dr. Rieger und seiner Haltung. Wann wird bei uns schon einmal Tacheles geredet. Das Ritual ist doch stets das selbe: Solange man Opposition ist, wird alles kritisiert, was die Verantwortlichen machen, gleich ob die Kritik berechtigt ist oder nicht. Teilt man sich die Macht, werden alle nieder gemacht, die sich kritisch zur Arbeit der „Regierenden“ äußern. Der Fraktionsvorsitzende der SPD ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Er unterscheidet sich auch in keinster Weise vom OB, wenn es darum geht, Günstlinge zu belohnen und andere zu benachteiligen, zu bestrafen. Bestes Beispiel dafür ist die eistungsunabhängige Höherstufung des Fraktionsmitarbeiters, ob dadurch andere MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung demotiviert werden könnten, war ihm offenbar egal. Es ist nicht zu erwarten, dass die Zeit der Amigo-Verhältnisse zu Ende geht. Allenfalls werden sich die Handelnden ändern. Die künftigen Referentenwahlen werden es zeigen.

    Dr. Rieger hat es erleben, nein auch erleiden müssen, was es bedeutet einen anderen Weg beschreiten zu wollen. Er wurde öffentlich landauf, landab vom OB und seinen Lakaien aus der CSU und der SPD verächtlich gemacht. Das ist weder christlich noch sozial. Viele andere erleben Gleiches alltäglich im Umgang mit führenden Stadtpolitikern, was viel über den Zustand unserer Stadtgesellschaft aussagt. Leider nichts Gutes. Dabei gäbe es so viel zu tun, was einen breiten Grundkonsens voraussetzen würde.

    Wer sich die Mühe macht, Stadtratssitzungen zu verfolgen, wird feststellen, dass es aus den Reihen der Opposition viele interessante Beiträge gibt, die sachlich vorgetragen werden. Spott und Häme kommt dagegen von den Mitgliedern der Koalition. Schade!

  • Machtlos

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    Zum letzten Punkt wäre noch zu ergänzen, dass zu Zeiten der CSU-Alleinregierung die Stadtratsbeschlüsse in die CSU-Fraktionssitzung vorverlegt wurden. Inzwischen haben auch die „normalen“ Stadträte dort nichts mehr zu melden, weil das Fünfergremium des Fraktionsausschusses alles beschließt. Die dort vereinbarten Positionen werden dann nur mehr in den Fraktionssitzungen mitgeteilt. In dieser Wahlperiode sitzen also 46 Statisten im Stadtrat. Die Macht liegt allein bei den drei Bürgermeistern und zwei Fraktionsvorsitzenden.

  • Veits M.

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    Die Ausübung von Macht ist auch in einer Demokratie unabdingbar. Im Idealfall ist Machtausübung gekoppelt mit (persönlicher) Verantwortung, Mut und Toleranz; das Entscheidungsprozedere ist transparent, so dass der Bürger sieht, was passiert und Vertrauen knüpfen kann.

    Zitate Dr. Rieger aus der MZ:
    „Wir brauchen in Regensburg eine grundsätzlich demokratischere CSU“, schrieb Dr. Rieger den Delegierten ins Stammbuch. Und: „Die Amigo-Zeiten sind auch in Regensburg endgültig vorbei.“

    Was bedeuten diese Aussagen?
    Was will MdL Dr. Rieger den Menschen sagen?

  • Veits M.

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    Verantwortung und Haftung
    z.B. der Manager der Landesbanken

    Ich habe nachfolgend einen aussagekräftigen Artikel von Thilo Bode und einer Anwältin verlinkt.
    http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=2967

    Die Thematik zu BayLB wurde auf dieser Website schon diskutiert; die Auszeit der Redaktion gibt der Community Zeit und Gelegenheit, die Thematik erneut aufzugreifen und zu vertiefen.

    Im Wort VerANTWORTung steckt das Wort ANTWORT.

  • CSU Mitglied

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    Ist schon erstaunlich, welche Wahrnehmung manche haben. Wenn Rieger sagt, die Amigo-Zeiten sind vorbei, kann er doch nur die CSU meinen, der er selbst vor Jahren beigetreten ist, die er unterstützt hat und für die sein stellvertreter Hans Renter und der neue Kreisvorsitzende Gugau seit Jahren im Stadtrat saßen. Die beiden haben sich in der angeblichen Amigo-Zeit doch recht wohl gefühlt. Opposition gegen den eigenen Oberbürgermeister ist leicht und kommt zur Zeit gut an. Noch dazu wenn man nur beleidigende Allgemeinplätze ohne konkreten Sachverhalt daherredet. Bin gespannt, wann mehr Leute aufwachen und fragen, was Rieger und Gugau selbst tun. Nur schön reden (Einheit gefordert) und anders handeln (nur die eigenen Gefolgsleute bekommen Posten) reicht zumindest mir nicht.

  • Veits M.

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    60 Jahre Grundgesetz

    Bernd Mesovic:
    Staatlich angeordnetes Verschimmelnlassen. Seit mehr als 25 Jahren werden Flüchtlinge in Lagern zwangsuntergebracht

    Quelle: Grundrechte-Report
    http://www.humanistische-union.de/index.php?id=2293

  • Stainer

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    zu Veits

    Anerkannte Asylbewerber (Flüchtlinge) müssen nicht in Gemeinschaftsunterkünften leben. Die können nach Abschluss des Verfahrens sofort ausziehen und sich in Deutschland integrieren. Viele von denen sind danach so bald als möglich sogar Deutsche – und das ist gut so.

    Aber, wer zwingt eigentlich nicht anerkannte Asylbewerber hier unter diesen „unwürdigen Rahmenbedingungen“ weiter in den Gemeinschaftsunterkünften zu leben.

    Dürfen die nicht nach ausreisen?

    Welche Mitschuld an der langen Dauer der GU-Unterbringung tragen Rechtsanwälte, die offensichtlich unbegründetet Fälle im Asylverfahren über Jahre durch alle Instanzen hinschleppen? Gehts einigen dieser Rechtsanwälten noch um die Menschen oder mehr um die eigene Kohle?

  • Stainer

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    PS zu Veits

    60 Jahre Grundgesetz –
    60 Jahre Asylrecht für wirklich politisch Verfolgte.

    Das ist doch ein Grund zum feiern – oder finden sie nicht?

  • Roland Hornung

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    Ja, 60 Jahre Grundgesetz sind auf jeden Fall ein Grund zum Feiern.

    Wir sollten hier mal über das Grundgesetz auch etwas diskutieren, vor allem über Artikel 14(2)
    ( “ Eigentum verpflichtet „…) und über Artikel 20, auch über Absatz (4)

  • Richard Spieß

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    @Stainer

    Der größte Teil der Menschen die in GU’s leben, sind Flüchtlinge deren Asylantrag abgelehnt wurde und die jetzt auf Grund der Duldung hier leben.
    Viele dieser Flüchtlinge sind z.B. aus dem Irak. Sie flüchten vor einem Krieg den sie nicht verursacht haben und den sie nicht beenden können. In Deutschland wird ihr Antrag auf Asyl mit der Begründung abgelehnt, dass sie wenn es in ihrem Land wieder besser ist zurückkehren können. Das bedeutet für diese Menschen, dass sie seit März 2003 hier geduldet sind und wenn man sich die Zustände im Irak ansieht kann es noch Jahre dauern, bis sie in ihre Heimat zurückkehren können.
    In dieser Zeit dürfen sie nicht Arbeiten, müssen, teils unter menschenunwürdigen Bedingungen, in den G’U’s wohnen und unterliegen der Residenzpflicht, was heißt, dass sie nicht einmal Bekannte im Nachbarlandkreis besuchen dürfen, ohne vorher eine Erlaubnis einzuholen.
    Wir behandeln diese Menschen wie Verbrecher aber das einzige Verbrechen das sie begangen haben ist, dass sie in einem Land gelebt haben, das aus Geld- u. Machtgier von den USA überfallen wurde.
    Es gibt noch viele andere Länder in denen Zustände herrschen, die eine Abschiebung dahin nicht zulassen und trotzdem werden die Asylanträge bei uns abgelehnt, weil es ja irgendwann besser werden könnte. In Regensburg lebt ein Flüchtling seit 12 Jahren auf Duldung, der sogar eine Erlaubnis zu Arbeiten bekommen hat (was nur selten erlaubt wird). Seit neun Jahren arbeitet er bei der selben Firma in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis und er bestreitet seinen Unterhalt aus eigenen Mitteln. Trotzdem darf er nicht aus der GU ausziehen, obwohl er eine eigene Wohnung bezahlen könnte und unterliegt der Residenzpflicht.
    Wir leben seit 60 Jahren in einem friedlichen Europa und haben anscheinend schon vergessen, dass es eine Zeit gab, wo Menschen aus Deutschland fliehen mussten und sehr froh waren in anderen Ländern Schutz vor den Mächtigen des eigenen Landes zu finden. Unter diesem Eindruck schrieben die Väter und Mütter des Grundgesetzes das Asylrecht, als fundamentales Recht in das Grundgesetz und wir sollten uns nicht erdreisten dies in so schändlicher Weise auszuhöhlen.

    Stainer schrieb:
    Aber, wer zwingt eigentlich nicht anerkannte Asylbewerber hier unter diesen “unwürdigen Rahmenbedingungen” weiter in den Gemeinschaftsunterkünften zu leben.
    Dürfen die nicht nach ausreisen?
    Ende des Zitats.

    Diese Frage ist zynisch und entspringt entweder einer großen Unwissenheit, oder einem Menschenbild das ich nicht akzeptieren kann. Ich hoffe ersteres ist der Fall.

    Richard Spieß

  • gursch

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    Herr Spieß,

    wer mit ehemaligen Stasioffitzieren, wissentlich und wollentlich in der gleichen Partei ist, ohne etwas dagegen zu unternehmen sollte sich nicht über ein „mutmassliches“ oder so garnicht vorhandenes Menschenbild anderer ereifern.

    Wer in der SED- und bzw. mit StasiKadern durchsetzen Nachfolgepartei „die Linke“ sitzt und für diese fürs Parlament kandidiert sollte nicht über Menschenrechte lamentieren die von mehreren seiner Parteigenossen im Unrechtsstaat DDR mit Füßen getreten wurden. Wenn er es tut, sollte er damit auch im eigenen Laden anfangen und ehemalige Menschenrechtsverletzter aus der Partei drängen.

    Vielleicht sollten Sie sich aber auch mal die Rede von Ihrem Parteivorsitzenden, dem Oberpopulisten, Oskar schicken lassen in der dieser von Fremdarbeitern gesprochen hat.

    Es stellt doch niemand in Abrede, dass die Menschen auch in der GU menschenwürdig untergebracht werden müssen, aber dies kann im Einzelfall auch in einer GU sein, wenn diese entsprechend ausgestattet ist.
    Und noch eins – ich muss meine Wohnung auch selber sauberhalten, also erwarte ich das auch von einem gedultdeten Asylbewerber, dass er sein Zimmer „Sauber hält“. Eine Asylberwerberunterkunft muss nicht zwangsläufig aussehen wie eine Messi-Wohnung und einen Ofen kann man auch putzen wenn man etwas gekocht hat.

  • Richard Spieß

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    @gursch

    Wer anonym mit Dreck wirft aber in keiner Weise auf die Argumentation des Gegenübers eingeht, ist zu einer sachlichen Diskussion nicht fähig oder nicht Willens und deshalb ist es Zeitverschwendung sich damit auseinander zu setzen.

  • gursch

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    Ich stelle fest, Herr Spieß will nicht auf die Frage der Stasi-Kader in seiner Partei eingehen.

    Washalb kommt von Ihrer seite keine klare Distanzierung von diesen Parteimitgliedern mit extensiver DDR Vergangenheit.

  • besorgter bürger

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    @gursch

    was ist eigentlich eine extensive vergangenheit?

  • Johannes Mühlbauer

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    Beim „Thema Linke – SED“ pflichte ich Herrn Gursch bei.

    Gleichzeitig erinnere ich daran, dass die Linke – auch wenn Herr Spieß dies sicherlich nicht gerne hört – zwischenzeitlich zugestanden hat, Nachfolgerin der SED und damit verantwortlich für die Verbrechenen des DDR-Unrechtsregiemes zu sein.
    So erklärte der Bundesschatzmeister der Linken Karl Holluba am 3. Mai 2009 vor dem Landgericht Berlin an Eides Statt wie folgt:

    „,Die Linke‘ ist rechtsidentisch mit der ,Linkspartei.PDS‘, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.“

    Ich kann somit allen Opfern des DDR-Regimes nur raten, Schadensersatzansprüche wegen des erlittenen Unrechts gegen die Linke anzumelden. Dies insbesondere, da hier in vielen Fällen wohl die 30jährige Verjährungsfrist (und nicht die dreijährige) gelten sollte.

    Womöglich hat die Linke hier mal wirklich ein großes Eigentor geschossen! Sympathisch finde ich allerdings, dass sie nun ihre Verantwortung eingesteht.

    Nachzulesen beispielsweise unter http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=16451508

  • gursch

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    Hallo Johannes,

    die Info war mir neu, aber sie ist sicherlich für Herrn Spieß sehr interessant.
    Nachdem er mit mir nicht mehr diskutieren will bin ich gespannt auf seine Reaktion zu deinem nicht anonymen Beitrag.

    PS: in solche Foren sind Nicknamen üblich – beinahme so wie bei der Stasi, deren IM´s hatten auch alle Nicknamen, man könnte also die Stasi quasi als Erfinder der Nicknamen bezeichnen.

  • Euer Hias 510

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    Oh yeah!!!

    Gute Show bei Euch in Regensburg!
    Grosses Kino!
    Ihr ewig streitenden, langweiligen Regensburger Witzfiguren.

    Über Euch kann man sich echt bloss noch totlachen, die Muppet Show ist nichts dagegen.

    Ihr solltet mal alle aus Euren seltsamen Parteien (und aus Euren komischen Kirchen auch) austreten, und Euch am Kopf untersuchen lassen, Ihr „depperten obapfäitzer Saubaubuam“.

    Wie ich heute im ZDF bewundern konnte, seid Ihr mal wieder DAS Lachobjekt der ganzen Republik.

    Ich hab mal da gewohnt, aber das ist fast 20 Jahre her; göttliche Altstadt, nette, entspannte Leute.
    Hat sich wohl ziemlich geändert seitdem.

    Um Euer PR-Problem zu beseitigen, würde ich Euch empfehlen, sucht Euch einen neuen Bürgermeister und seht zu, dass Ihr diesen gepuderten Bischof los werdet!

    Ihr traurigen Komiker

  • Euer Hias 510

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    Ach ja, mein Sohn hat sich vor einem Jahr Eure Universität angeschaut. Er studiert jetzt in Heidelberg.

  • Patricia Wehrmann

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    Hier möchte ich mir einer allgemeine Bermerkung erlauben.
    Es stört mich unheimlich, Kritiken zu lesen, von Leuten die nicht die nötige Courage haben ihre Beiträge mit Name zu unterschreiben.
    Diese Beiträge, sind für mich „anonyme Briefe“
    und verdienen die entsprechende Verachtung.

  • skeptischer bürger

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    @gursch
    die ddr nur als unrechtsstaat hinzustellen, greift meiner meinung nach zu kurz.
    schließlich hat diese republik gegengehalten, als wir im westen mit globke ung gehlen nahe an der restauration vorbeischrammten.

  • gursch

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    @ skeptischer Bürger

    Die DDR als Republik zu bezeichnen ist allein schon skurie.
    In diesem Staat ging die höchste Gewalt nicht vom Staatsvolk sonder von einer – sowjetgestützten Partei aus (vgl. Republik. (lat.) R. ist eine Staatsform, bei der das Staatsvolk höchste Gewalt des Staates und oberste Quelle der Legitimität ist.).

    Ein Staat, der seine gesamten Bürger einsperrt (Ausreiseverbot) und bespitzeln läßt (Stasi) soll kein Unrechtsregine gewesen sein. Was war es denn dann?

  • Hinnerk Janßen (St. Peter-Ording)

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    Jo, Regensburg!

    Ich glaub das mit dem geplantem Urlaub Pfingsten bei euch lassen wir dann mal. Wenn man wg. der Kriiise schon in Deutschland urlauben muss, dann bleiben meine Meschpocke & ich mal lieber mehr im Nordosten und sparen uns das benzin. Is auch billig und wir müssen uns nicht mit Menschen ärgern, mit bayrischem DDR-Experten und verrückten Schweinshachsen-Katholen!!

    (Oba nix pfia unguat. Eia Pfremdnvakeasamt dös is a Kult im Internetl. Un eier Seiterl etza do a. Die Waterkant lacht über „ees töpperte Regensburger“ und hält sich fern! Bloss nich nach Bayern, wenn da alle so sind und sich von ihrer schlechtesten Seite zeigen, gehts bergab!
    )
    Schussfahrt!!

  • Adalbert Singhuber

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    @ Patricia Wehrmann0

    Sie bedauern die Tatsache, dass manche Kommentatoren hier nicht mit vollem Namen, sondern mit einem Synonym schreiben.

    Ich glaube jedoch, dass Sie in dieser Frage vom falschen Ausgangspunkt ausgehen. Wahrlich traurig ist meines Erachtens weniger die Tatsache, dass hier anonyme Leserbriefe geschrieben werden als vielmehr der Umstand, dass sich manche Mikommentatoren offensichtlich gezwungen sehen, ihre Identität zu verbergen. Welche Repressalien fürchten diese Personen wohl? Und von welcher Seite?

    Analysiert man die anonymen Beiträge in diesem Forum – unter Außerachtlassung beleidigender Beiträge, bei denen die Motivlage zur Anonymisierung auf der Hand liegt, so fällt auf, dass diese besonders häufig bei der Diskussion politischer Themen auftauchen und die Schreiber dabei relativ häufig Meinungen vertreten, die konträr zur Auffassung der Stadtspitze stehen.
    Haben diese Mitkommentatoren möglicherweise Angst vor Repressalien? Und wenn ja, haben sie Grund hierzu? Nachvollziehen kann ich dieses Verhalten, umso mehr wenn man berücksichtigt, wie der OB und seine Anhänger mit ihren Parteifreunden umgegangen sind (innerparteiliche politische Gegener werden als Nazis diffamiert) und diesen dabei sicherlich beruflich und privat schweren Schaden zugefügt haben. Verantwortlich für die anonymen Beiträge ist daher wohl eher das offensichtlich vorherrschende „Klima der Angst“ (erinnerlich hatte die Junge Union diesen Begriff verwendet als sie sich über vermeintliche Spitzeleien von Petra Betz ereifferte).

    Mich persönlich stört ein anonymer Kommentar gerade ob der von mir angenommenen und oben beschriebenen Motivlage weniger. Auch wer – berechtigt oder nicht – sich nicht traut, seinen Namen offenzulegen sollte die Möglichkeit haben, seine Meinung kund zu tun.

    Anders sieht es aus, wenn Beiträge beleidigenden Inhalt aufweisen. Als Beispiel sei auf den Beitrag von „Hias 510“ verwiesen, der uns Regensburger als “depperte obapfäitzer Saubaubuam” bezeichnet. Hier disqualifiziert sich der Kommentator jedoch nicht durch sein anonymes Auftreten, sondern vielmehr durch denbeleidigen und stillosen Inhalt seines Kommentars, aus welchem ich schon beinahe eine Art „Hass“ gegen Regensburg herauszulesen vermag. Hier hilft jedoch wohl nur konsequentes Ignorrieren.

    @
    @ skeptischer bürger:

    Gehören Sie zun Kreise der Unbelehrbaren oder beteeiben Sie hier absichtlich Geschichtsfälschung?

    Die DDR war ein Unrechtsstaat. Wie sonst nenne ich einen Staat, der seine Bürger bespitzelt und einsperrt, der politisch andersdenkende verfolgt und mit absurd hohen Haftsstrafen beleg und der auf seine ausreisewilligen Bürger schießt? Einen Staat der freie Wahlen nicht zulässt, sondern sein Militär gegen die eigenen Arbeiter einsetzt? Ob der historischen Fakten kann die DDR nur als verbrecherisches Regime, als Unrechtsstaat bezeichnet werden.

    Die Behauptung, dass dieser Unrechtsstaat eine Restauration im Westen verhindert habe, gehört ins Reich der Legenden. Eine solche Gefahr bestand nie da die Westalliierten bis zur Wiedervereinigung ansonsten jederzeit einschreiten hätten durfen und dies auch getan hätten. Man denke nur an die Diskussion in Frankreich zur Zeit der Wiedervereinigung, als zu einer Zeit, als „die Grünen“ bereits eine etablierte politische Kraft in Deutschland darstellten, dort noch die Angst vor einem Erstarken Deutschland gewarnt und die Angst vor einem erneuten Überfall auf Frankreich hochbrodelte.

    Der DDR einen Einfluss auf eine positive Entwickung der Bundesrepublik zuzuschreiben ist wohl ähnlich absurd als behaupte man, die Gebärden Nordkoreas habe einen positiven Einfluss auf die Innenpolitik der USA.

  • Stainer

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    Lieber Herr Veits,

    Geschichte wiederholt sich doch. Sie haben völlig berechtigt auf diesen interessanten Artikel über das Wirken von Altnazis in der bundesrepublikanischen Nachkriegspolitik hingewiesen.

    Diese Geschichte beginnt sich jetzt leider zu wiederholen, mit den Stasikadern in der SED-Nachfolgepartei die Linken.
    Heute wie damals ist niemand in diesem Parteien gewillt oder aufgrund eigener Verstrickung in der Lage einen harten Schnitt zu wagen.

  • jean partout

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    @Patricia Wehrmann

    „Es stört mich unheimlich, Kritiken zu lesen, von Leuten die nicht die nötige Courage haben ihre Beiträge mit Name zu unterschreiben.“

    Wenn das Ihr einziges Problem ist, dann lassen Sie´s doch bleiben, Sie Aufrechte, Sie.
    Würden Sie mit „Schlumpfine“ unterzeichnen, wo läge der Unterschied?

  • Arne Wedeking (Erfurt)

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    @Hinnerk Janßen

    Sehen wir (Familie) auch so. Was ist das bei denen? Einen auf Kulturerbe machen und dann (typisch CSU-mässig) klugscheissern von wegen DDR? Wie kommen die dazu?
    Wenn man sich im netz ein wenig über diese Stadt schlaumacht oh mann!! Da schenken wir uns gleich die vorgesehene
    Übernachtung und fahren gleich über Passau weiter gen Süden… Und Freunden und Bekannten sowieso abgeraten. Wer braucht so was??

    (übrigens danke für den tipp mit dem „Pfremdnvakeasamt“. Das ist auch bei uns DER Lacher und die sind wohl so mit sich selbst beschäftigt, die bemerken ihren eigenen Fehler auf der site nicht! Habs auch erst nach hinweis kapiert. LoL!!)

    Grüsse aus Erfurt

  • masterofdesaster

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    Mit der DDR ist es wie mit Oberbürgermeisters: es ist nicht alles schlecht (zum Beispiel die Autobahnen).

    Und die Polizisten schossen auch besser als unsere.

  • Jochen Schweizer

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    Der Einschätzung des Schreibers, der sich hinter „Ratlos“ verbirgt stimme ich größtenteils zu.

    Ein Beispiel aus der CSU-Amigo Geschichten ist das Luxushotel Intercontinental auf dem ehemaligen Hitler-Refugium Obersalzberg. Auch vier Jahre nach der Eröffnung ist dieses Hotel bei Gästen nicht der wahrscheinlich erhoffte Renner. Die Auslastung liegt offenbar bei rund 53 Prozent, und damit für den wirtschaftlichen Betrieb eines derartigen Hotels zu niedrig. Im Jahr 2008 habe das Fünf-Sterne-Hotel mehr als vier Mio. Euro Verlust ausgewiesen, berichtete z.B. die „Süddeutsche Zeitung“. Der Verlust geht komplett zu Lasten der BayernLB, der die Betreibergesellschaft des Hotels, die „Berchtesgaden International Ressort Betriebs GmbH“ gehört.

    Ein kleiner Hinweis am Rande, dem Verwaltungsrat der BayernLB gehört seit Jahren auch der Volkswirt, Wirtschaftsversteher und „Macher“ H. OB Schaidinger an.

    Dennoch will sich die Landesbank nicht zurückziehen sondern weiter die Verluste tragen, den diese, kann man ja einfach auf den Steuerzahler in Bayern umlegen.

    Das Hotel hatte rund 50 Mio. Euro gekostet. Bereits bei seiner Eröffnung 2005 war der Neubau heftig umstritten. Denn der im Gemeindegebiet von Berchtesgaden gelegene Obersalzberg wird mit dem Regime der Nationalsozialisten verbunden. Schon vor der Machtergreifung 1933 lernte Adolf Hitler die Region kennen, 1925 schrieb er dort in einer Blockhütte Teile von „Mein Kampf“. Im Sommer 1933 erwarb er „Haus Wachenfeld“ und ließ es pompös zum „Berghof“ ausbauen. Nach und nach wurde der Obersalzberg eine regelrechte Festung.

    Am 25. April 1945 bombardierten britische Verbände den Obersalzberg, von den Nazi-Quartieren blieben fast nur Ruinen übrig.

    Unter dem Strich stellt sich die BayernLB durch Abschreibungen und Investitionen aber auch in diesem Jahr auf einen Verlust bei ihrem Tochterunternehmen, der „Berchtesgaden International Ressort Betriebs GmbH“ ein.

    Die Größenordnung von zwei bis drei Mio. Euro Verlust für dieses Jahr dürfte für die BayernLB aber insgesamt ein kleines Problem sein. Im vergangenen Jahr schrieb diese BayernLB, mit H. OB Schaidnger im Verwaltungsrat, einen Milliardenverlust – allein der Freistaat Bayern und damit der Steuerzahler in Bayern musste die angeschlagene Landesbank mit zehn Mrd. Euro stützen.

  • Veits M.

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    Neues Thema:

    „Schwarze Flocken auf dem Speiseeis“

    Du sitzt in der Nähe des Donaumarktes und schaust verwundert auf Dein Eis?!

    Ein Anstoß zu einer Diskussion:

    Kann man den Betrieb von Seeschiffen(annähernd?) vergleichen, Parallelen ziehen etc. mit der Regensburger Fluss-Schiff-Fahrt, die uns die von vielen sehnlichst herbeigesehnten KREUZfahrt-Dampfer beschert.

    Keine 100 Meter vom „Landungssteg“ entfernt findet sich ein städtischer Kinderhort, der nahe Park zieht Erholungssuchende an.

    Einen ZEIT-Artikel dazu finden Sie unter
    Darin ist u.a. von „Müllverbrennung“ die Rede. Und: > Ihr mit über vier Prozent extrem schwefelreicher, aber auch benzol- und schwermetallhaltiger Treibstoff Schweröl, ein Abfallprodukt der petrochemischen Industrie, kostet nur fast die Hälfte des entschwefelten „Marine-Diesels“. An Land müsste das Zeug aufwändig entsorgt werden.
    Anzeige.<
    http://www.zeit.de/online/2009/22/schiffsemissionen

    Die ÖDP und andere Politiker haben bisher vergeblich den Versuch unternommen, auch in Regensburg Energie vom „Landanschluss“ beziehen.

    Wann haben Sie sich zuletzt einen persönlichen Eindruck von den Schiffs-Emissionen gemacht?

    Was ist zu tun?

    Welchen Vorschlag haben Sie?

    Wie kann man auch schrittweise vorgehen?

    Ist das praktizierte Nichtstun verantwortbar?

  • Nordpol

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    zu “Schwarze Flocken auf dem Speiseeis”

    Dazu kommt noch, dass der Strom von Bordgeneratoren erzeugt wird und den wöhrdseitigen Anwohnern eine grässliche Lärmkulisse beschert.
    Kassiert die Stadt keine Liegegebühren von den Kreuzfahrtschiffen?
    Keine Auflagen?
    Lassen die überhaupt eine müde Mark in Regensburg?

  • Biedermann

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    Meine Güte, da brennt das Neue Rathaus und regensburg-gigital.de ist im Urlaub! Vielleicht muss der „Vorsprung“ in die D.-Martin-Luther-Straße – der mit dem Plenarsaal, der durch den ppp-Neubau im Innenhof nun überflüssig ist – ja gleich weggerissen werden, was verkehrliche Vorteil hätte. Freie Fahrt vom Galgenberg zur Sallerner Regensbrücke, vorbei am Donaumarkt (mit Prunkbebauung), der fröhliche Wiederauferstehung feiern wird, weil der Ernst-Reuter-Platz ja laut MZ platzen wird….

  • Veits M.

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    @ Biedermann

    Sie denken die Dinge zusammen. Zurecht! Am Donaumarkt lag schon schon immer für manche das „Gold“ begraben.

    Erhellend ein WELT-Artikel, den ich kurz zusammenfasse und verlinke:

    Von der Diktatur des Hinterzimmers

    Demokratie ohne regelmäßigen Machtwechsel neigt zur Oligarchie. Wie ein ein kostenloses Anzeigenblatt zum amtlichen Mitteilungsorgan wird. Vom Fehlen der parlamentarischen Kontrolle. Von Strippenziehern und wie Bürger stören und ausgetrickst werden. Von verfestigten Mehrheitsverhältnissen und wie man Schlüsselpositionen besetzt. Wie man korrupten Strukturen zuneigt. Die Rede ist auch von Hetzkampagnen gegen kritische Bürger, die Haltung und Gesicht zeigen.

    Am Ende des verlinkten WELT-Artikels heißt es:

    „In vielen anderen Gemeinden machen Freie Wählerinitiativen Karriere, die nicht einsehen, weshalb ihnen die Parteiapparate in ihre lokalen Angelegenheiten hineinreden. Manche alte Mehrheit wurde durch sie schon gekippt. Ob auf diese Weise auch jene Wiese am Rande Frankfurts gerettet werden kann, ist offen. Dass Dank ihrer aber manche der lokalen Parteichefs und Pfründejäger, die ganze Städtchen in Geiselhaft ihrer Gier nehmen, ein wenig unsicherer in ihren Hinterzimmern und Golfhotels hocken, ist sicher.“

    Lesen, staunen und vergleichen!
    http://www.welt.de/politik/article3802965/Diktatur-des-Hinterzimmers-auf-dem-platten-Land.html

  • Nordpol

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    Ein weiterer Literaturhinweis an die werte Leserschaft:
    Selin, A.: Alpatovka. – in: Jerofejew, V. (2000): Vorbereitungen für die Orgie: 89 – 101. – Deutsche Übersetzung von A. Frank. – Köln (DuMont).

    …Alpatovka ist überall…!

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