Stimmung rund um die Bayernkaserne

Ressentiment statt Solidarität?

Die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der Münchner Bayernkaserne wurde in den letzten Wochen zum Politikum. Anwohner organisierten sich in Facebook-Gruppen, Gerüchte wurden verbreitet, Vorurteile bedient. Auch Münchens extreme Rechte ließ nicht lange auf sich warten.

Ein Streifzug durch den Münchner Norden von Thomas Witzgall

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Hetzen zur Zeit öfter an der Bayernkaserne: NPD-Kader Karl Richter und seine „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA). Fotos: Witzgall.

Wer zur Bayernkaserne will, muss mit sonst kaum von Auswärtigen genutzten Linien des Münchner Nahverkehrs fahren. Doch „abgerissen“ oder „verdreckt“ schaut hier keiner aus, eher billig gekleidet. Bedrohlich wirkt das nicht.

Auf Grünflächen, an denen der Bus vorbeifährt, sitzen Menschen in Gruppen beisammen. Die Schilderungen über angeblich herumlungernde Flüchtlinge gehören zu Klischees, die es bis in die großen Münchner Zeitungen geschafft haben. Aber auch hier: die Grüppchen wirken etwa so bedrohlich wie die Studierenden, die bei gutem Wetter vor der Universität zusammensitzen. Ein Fahrgast bemerkt, es seien „alles Wirtschaftsflüchtlinge“. Woher er das wissen will, bleibt sein Geheimnis. Er sieht die meisten nur von hinten.

97 % Wirtschaftsflüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan?

Die Legende, nur etwa drei Prozent der Flüchtlinge würden in ihrer Heimat tatsächlich verfolgt, gehört zu den Standardaussagen rechtsextremer Akteure. Doch tatsächlich bekommt nur ein kleiner Teil der Asylbewerber den rechtlichen Status als politisch Verfolgter nach Artikel 16 a des Grundgesetzes. Wirtschaftsflüchtlinge sind die anderen deshalb aber noch lange nicht. Wer aus einem Bürgerkriegsgebiet flieht, fällt nicht unters Asylrecht. Für ihn gibt es „nur“ Flüchtlingsschutz.

Bei etwa 39% der Anträge, die inhaltlich 2013 geprüft wurden, wurde eine Bedrohung für Leib und Leben festgestellt und den Geflüchteten ein temporäres Bleiberecht gewährt. Von über 9.000 Anträgen von Syrern wurden 2013 nur 23 als unbegründet abgelehnt. Nur 3,4 Prozent der Anträge von Staatsbürgern Eritreas wurden 2013 als unbegründet bewertet. Bei Antragstellern aus Somalia lag die Quote der abgelehnten Anträge knapp unter 19 Prozent. Und in den Irrungen des behördlichen Asylverfahrens scheitert auch so manch berechtigter Antrag eines Flüchtlings.

Das Gerücht mit den Handys

Das sind alles öffentlich bekannte Zahlen. Der Fahrgast mit dem vorurteilsbehafteten Blick könnte sie auf seinem Handy jederzeit einsehen. Stattdessen packt er es demonstrativ weg und tut so, als ob er Angst vor Diebstahl hätte. Handys – auch so ein Thema, das es bis in die Süddeutsche Zeitung geschafft hat: Die Neuankömmlinge bekämen angeblich ein Handy im Wert von 500 Euro geschenkt.

Doch wenn Flüchtlinge mit Handys gesehen werden, dann sind das höchstwahrscheinlich ihre eigenen. Keine Geschenke, wie gerne behauptet. Flüchtlinge müssen nicht arm sein. Man flüchtet, weil es im Heimatland zu gefährlich wird. Nicht aus Geldnot.

Der unangenehme Fahrgast fällt später noch einmal auf. Kurz nachdem er den Bus verlassen hat, starrt er einer blonden Passantin derart auf den Hintern, dass es auffällt. Auch er ist auf dem Weg zur Kundgebung der Münchner Neonazis. Aber nicht, um gegen sie zu protestieren. Er verfolgt das Geschehen vom Rand aus.

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Die drei Hetzer von der Bürgerinitiative Ausländerstopp

Wo Gerüchte über Flüchtlinge ins Kraut schießen, muss man nicht lange nach den organisierten Rassisten suchen. Besonders nicht in München. Mit Michael Stürzenberger überzieht ein Islamfeind seit mehreren Jahren die Stadt mit Kundgebungen, die zu seinem Lebensmittelpunkt geworden zu sein scheinen.

Auch NPD-Chef Karl Richter ist gut genug versorgt, um rund um die Uhr politisch aktiv zu sein. Als Münchner Stadtrat für die NPD-Tarnliste Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) bekommt er monatlich etwa 2.500 Euro Aufwandsentschädigung. Als persönlicher Referent von Udo Voigt, seit Mai für die NPD im Europaparlament, wird er ebenfalls noch mal eine größere Summe einstreichen: Richter ist quasi doppelter Empfänger staatlicher Leistungen.

Vor etlichen Tagen sprang der Münchner Neonazi auf das Thema Bayernkaserne auf. Seitdem hat er mehrfach Kundgebungen in der Nähe der Einrichtung durchgeführt. Sein Mitteleinsatz ist gering, sein Risiko auch. Mit gerade mal zwei Mitstreitern stellt er sich am 19. August den Anwohnern und Gegendemonstranten. Die Lautsprecher werden auf das Dach eines VW-Golfs gepackt. Dann legt er los.

Karl Richter, der Austeiler

Die Gegendemonstranten werden mit den Nationalsozialisten verglichen. So habe das, will Karl Richter angeblich wissen, „damals auch angefangen“: Gegner auspfeifen und Parolen brüllen. Wäre es nur Unwissenheit, müsste man ihm sämtliche Scheine aus seinem Geschichtsstudium aberkennen. Bei Richter ist es aber Provokation, schon oft gehört, aber immer wieder aufs Neue widerlich. Wer als Gegendemonstrant seine gute Kinderstube vergisst, handelt sich von ihm auch schon mal eine Anzeige wegen Beleidigung ein.

Richter redet von Verwahrlosung und Unreinlichkeit, Beschuldigungen, die zu seinem „Baukasten“ gehören. Angeblich würden die Flüchtlinge überall ihre Notdurft verrichten. In einem Regensburger Onlineforum argumentierte kürzlich eine Teilnehmerin gegen die hier geplante Unterkunft, sie kenne Flüchtlinge, die den Müll nicht trennen würden.

Ungeschicktes Agieren der Behörden

Der bayerische Rundfunk meldet derweil, in der Unterkunft gebe es nur eine funktionierende Toilette für etwa hundert Personen. Es ist nicht das einzige Versäumnis der staatlichen Stellen, die Richter und seinen Gesinnungsgenossen in die Karten spielt.

Auf dem gesamten Gelände der Bayernkaserne herrscht Alkoholverbot. Wer also zu Bier oder Wein greifen will, muss das vor dem Gelände tun. Das ist vor allem Nahrung für Vorurteile. Flüchtlinge müssen keine Abstinenzler sein. „Aufhebung des Verbots und Bierbänke für 500 Leute innerhalb der Kaserne, und die Leute hätten weniger zu lästern“, meint ein Aktivist, der sich um die Flüchtlinge sorgt, nachdem Richters Kundgebung vorbei ist.

Auch Anwohner kommen zur Kundgebung. Später steht noch eine Gruppe beisammen. Eine will keine schlechten Erfahrungen mit den Bewohnern der Kaserne gemacht haben. Sie kann ihren Satz nicht ganz vollenden, weil eine zweite Anwohnerin ihr ins Wort fällt: Wenn das so sei, wohne sie wohl auf der falschen Seite.

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NPD will brutale „Ausländerrückführung“

Doch Richter gibt sich an dem Tag auch in Teilen zahm. Er würde es als Erfolg sehen und mit seinen Kundgebungen aufhören, wenn die Belegung der Kaserne um die Hälfte reduziert wird. Das ist dann aber auch schon seine einzige wirklich konkrete Forderung neben schwammigen Allgemeinplätzen.

Am 16. August, da hat Richter schon etliche Kundgebungen im Münchner Norden hinter sich gebracht, verlinkt sein Landesverband auf Facebook fünf grobe Eckpunkte zur „Ausländerrückführung“.

Dieses „Programm“ kennt keinerlei Zurückhaltung. Arbeitende Ausländer sollen in eigene Sozialversicherungskassen einzahlen und generell keinen Grund und Boden mehr erwerben können. Das sowieso schon geschliffene Asylrecht will man komplett abschaffen. Vorbereitungshandlungen für eine großangelegte Vertreibung? So wie ihre geistigen Vorbilder von einem judenfreien Europa träumten, hängt die NPD dem Bild eines „ausländerfreien“ und nur noch von „Biodeutschen“ bevölkerten Landes nach.

Nur ein trauriger Migrant ist ein guter Migrant

Auf dem Rückweg zum Bahnhof lästert eine Dame in der U-Bahn über „Ausländer“ und „Sozialsysteme“. Anlass ist offenbar ein etwas lauteres Telefonat einer der Sprache nach osteuropäischen jungen Frau, die in ein herzhaftes Lachen verfallen ist. Einige Mitfahrer in der U-Bahn geben ihr mit einem Nicken zu verstehen, dass sie die Lästereien auch unmöglich finden. Ein gutes Zeichen zum Abschluss eines Tages, an dem hauptsächlich Ressentiments im Raum standen.

Eine ähnliche Einrichtung wie die Bayernkaserne soll nach dem Willen der Stadtspitze auch nach Regensburg kommen. Ob auch die Oberpfälzer Naziszene in der Lage wäre, Kundgebungen zu organisieren, ist fraglich. Aber es gehört nicht viel dazu. Richter steht in München mal mit drei, mal mit fünf Leuten, Mikro und Verstärker. Für Daueraktionen, wie sie Richter in München anstrebt, fehlt es in der Oberpfalz wohl an Kadern. Man muss es sich auch leisten können, seinen Tag mit Kundgebungen zu verbringen.

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Verstarb vergangenen Donnerstag nach einem Schwächeanfall: Der Münchner NPD-Kreisvorsitzende Detlef Wacker.

Regensburg kann im Münchner Norden lernen

Regensburg kann im Münchner Norden einiges lernen. Solidarität muss im Alltag mit Leben gefüllt werden. Flüchtlinge und ihr Schicksal werden im Stadtteil, in den Buslinien und der Innenstadt sichtbarer werden. Nimmt man das zum Anlass für Vorteile und Beschuldigungen oder wird man den Stammtischparolen widersprechen?

Wird es der Idealismus für die Erstaufnahmestelle aushalten, sollte es mal schlechte Nachrichten aus der Unterkunft geben? Werden die Behörden ähnliche Fehler wie in München machen oder mit Augenmaß mit der Herausforderung umgehen? Und wie wird die ostbayerische Neonaziszene reagieren?

Auf einen Kameraden muss Karl Richter bei seinen Aktionen übrigens zukünftig verzichten. Für Detlef Wacker, den Münchner Kreisvorsitzenden der NPD, ist die Kundgebung am Dienstag die letzte. Er bricht zwei Tage später zusammen und stirbt.

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Kommentare (28)

  • Joachim Datko

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    Zitat: „Wird es der Idealismus für die Erstaufnahmestelle aushalten, sollte es mal schlechte Nachrichten aus der Unterkunft geben?“

    Der Idealismus ist zum Teil aufgesetzt, weil die „Gutmenschen“ in den Medien die Oberhand haben und andere Meinungen sofort in die rechte Ecke gedrückt werden. Kritische Meinungen werden daher oft erst gar nicht ausgesprochen.

  • Ex-Gebirgsjäger der EvBergmann-Kaserne

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    Die können das Hetzen wohl nicht lassen! Ich weiss jetzt nicht ob die Ernst-von-Bergmann-Kaserne und die SanAk noch besetzt sind, aber könnte man zum Fernhalten dieses Gschwerls nicht einfach ein paar in Dienstschluß befindliche Staatsbürgerinnen und -bürger in Uniform zu einem humanitären Sondereinsatz mit ein paar nicht benötigten BW-Fahrzeugen dort parken lassen. Sollten die Braunen dann Radau schlagen, kommen eben einfach mal die Feldjäger vorbei und sorgen von Staats wegen für Ordnung, indem sie diese Radaubrüder wegen Störung eines amtlichen Einsatzes den zivilen Organen übergeben. Wenn es bei einem Militärbischof und einer Hl. Messe klappt, müsste dies doch auch funktionieren. Ich erinnere jedenfalls, dass wir auf diese Weise schon jede Menge „Unfriedenstifter“ vor Kasernen zum Abzug gebracht hatten, ohne hier viel Aufhebens machen zu müssen.

  • Diana Ziegler

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    Hallo, mir stellt es persöhnlich die Haare auf wenn ich das lese. Wie kann ein Außenstehender der nicht mal dort mit diesen Leuten lebt Tür an Tür solche Äußerungen von sich lassen. Wir können nicht unsere Kinder alleine mehr raus lassen weil wir Angst haben. Sind Sie von fünf Männern angemacht worden, wurden ihnen schon mal von hinten der Genital Bereich beim einkaufen hin gedrückt. Wurde Ihnen der Spielplatz vorm Haus mit zerschlagenen Flaschen verunreinigt. Wurde vor ihren Großeltern die Hose im Park runter gelassen und hat sein großen Geschäft verrichtet . Und und… Ich glaube Nein warum ihr lebt nicht mit diesen Menschen zusammen. Und das ist weder übertrieben noch gelogen. Ich als Deutscherbürger habe auch keine Lust die finanziell mit unseren Steuergelder zu ernähren. Wir brauchen unser Geld selber. Unsere Großeltern versauern in unterbesetzten Pflegeheimen, aber wir brauchen ja die Flüchtlinge. Mit was bereichern Sie uns? Nein Sie entleeren unsere Staadskassen sonst nichts. Reichen die zu wandere die wir schon haben nein sicher nicht. Noch mehr multikulti nein der Münchener Norden mag nicht mehr . Wer Sie will kann ihnen ja gerne ein Bett bei sich aufbauen und sich ein paar Virchen holen. Wir können uns es ja aussuchen bischen TBC oder Hepatitis oder vieleicht sogar Ebula na wie sieht aus? Sagt mal was ist los bei euch wacht mal auf erhlich.

  • MLR

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    Die hier aufgezeigten Thesen zeugen von einer klaren Wahrnehmungsstörung seitens des Autors…Wie kann man nur als Aussenstehender so einen hanebüchenen Unsinn von sich geben…Wir als Anwohner können uns kaum mehr vors Haus trauen, wegen den „tieren“ dort draussen…Was sich die Frauen gefallen lassen müssen von den maximalpigmentierten „Flüchtlingen“ ist unerträglich…lange dauerts nicht mehr dann wird irgendjemand der Anwohner der Kragen platzen und es gibt ein zweites Lichtenhagen….

  • Eugen G

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    ***Der Idealismus ist zum Teil aufgesetzt, weil die “Gutmenschen” in den Medien die Oberhand haben und andere Meinungen sofort in die rechte Ecke gedrückt werden. Kritische Meinungen werden daher oft erst gar nicht ausgesprochen.***

    Das ist auch hier der Fall.

  • Redaktion

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    @MLR
    @Diana Ziegler

    Unterlassen Sie Pauschalurteile, Beleidigungen und Hetzereien.

    Entsprechende Kommentare werden ansonsten gelöscht.

    (ld)

  • olli

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    Woran liegt das eigentlich, dass viele Menschen, die die deutsche Kultur so hoch halten, nicht in der Lage sind, die deutsche Sprache halbwegs korrekt zu benutzen?
    Wenn nicht einmal ein Gedanke so formuliert werden kann, dass man versteht, um was es überhaupt geht, wie soll dann ein Diskurs geführt werden?
    Ist es sinnvoll, sich mit Menschen über Themen auszutauschen, die sie schlicht nicht verstehen, auch wenn sie sich darüber eine Meinung anmaßen?

  • wahon

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    @MLR

    Ihre Äußerung

    „Wir als Anwohner können uns kaum mehr vors Haus trauen, wegen den “tieren” dort draussen…Was sich die Frauen gefallen lassen müssen von den maximalpigmentierten “Flüchtlingen” ist unerträglich…lange dauerts nicht mehr dann wird irgendjemand der Anwohner der Kragen platzen und es gibt ein zweites Lichtenhagen….“

    ist strafrechtlich relevant. Ich werde Sie deshalb wegen „Volksverhetzung“ anzeigen.

  • Maria Pauli

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    „Kurz nachdem er den Bus verlassen hat, starrt er einer blonden Passantin derart auf den Hintern, dass es auffällt.“
    Toll, eine äußerst bemerkenswerte Beobachtung und informative Berichterstattung eines Mitstarrers? Was soll das in diesem Artikel?

  • altbayer

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    so sind sie eben die sog. „weltstätter mit herz“. aber die provinzler aus ihrem millionendorf sind ja dafür bekannt, dass sie gern eine weltstadt wären, aber ausser ein paar guten fußballspielern nix bieten. man weiß doch, das dieses ober bayerische gschweerl (parteipolitisch braun-gelb-schwarz, in muc auch gern konservativ-rot(grün)) nach oben buckelt u nach unten tritt.

  • Silvia Gross

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    Hoffentlich kommt keiner der hier hetzenden Kommentatoren je in die Lage, irgendwann einmal fremd, flüchtend oder in einem fremden Land auf die Gnade anderer angewiesen zu sein.

  • Oder

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    Hoffentlich Wissen die Kommentatoren dann ggfs. wenigstens dort, sich zu benehmen. Nach den dortigen Maßgaben, nicht denen Ihres Herkunftslandes.

    Aber echt gute, bayrisch-pragmatische Idee des Aktivisten – Bierbänke aufstellen und Freibier für alle. Dann gibt’s wenigstens in der Unterkunft keine Konflikte, funktioniert auf Dult und Oktoberfest ja auch bestens. Sollte man in Obdachlosenheimen auch einführen, wieso ist da eigentlich Alkoholverbot?!

  • München

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    Kommentar gelöscht. Keine Beleidigungen.

  • Anna Sollenberger

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    Die Flüchtlingsthematik ist eine sehr zwiespältige Angelegenheit. Es scheint entweder nur kategorische Flüchtlings-Befürworter zu geben (wie Wolbergs und Co.), die wenn’s geht alle ohne Begrenzung hineinlassen würden, oder eben jene, die alle Asylplätze sofort sperren würden.

    Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Tatsache ist, dass Deutschland aktuell 1/3 aller Flüchtlinge in die EU aufnimmt – v.a. weil die Länder Italien, Österreich und ein paar andere die Flüchtlingsströme durchwinken.

    Es wird eng werden in den Flüchtlingslagern, und viele Flüchtlingsgruppen sind sich auch untereinander spinnefeind. Es gab schon unzählige Schlägereien, Bedrohungen und auch ein paar Morde innerhalb der Flüchtingscommunities.

    Ich halte es daher für einen Fehler der Linken – und damit auch von Bürgermeister Wolbergs – praktisch die Eröfnnung der Erstaufnahmestelle in der Bajuwaren-Kaserne im Kasernenviertel herbeizusehen…in diesem Viertel gibt es eh schon genug Probleme und Ärger. Manche freuen sich ja richtig darauf. Die Wahrheit wird sehr wahrscheinlich nüchterner ausfallen.

    Ich befürchte die Situation wird auch in Regensburg sehr hitzig werden. Manche derjenigen, die jetzt einen grenzenlosen Zustrom von Flüchtlingen nach Regensburg und Umgebung fordern, werden sich noch die Augen reiben. Es wird mit Sicherheit einen Rebound-Effekt der Bevölkerung geben, die Wolbergs gar die Wiederwahl in ein paar Jahren kosten könnte.

  • André

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    @MLR: Netter Versuch, Nazitroll! Ach ja: Frau Ziegler, lernen sie erstmal anständiges Deutsch, bevor Sie hier mitdiskutieren.

  • kosmoplit

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    schauen sie sich mal italienan und die relationen der flücjtlinge in d u das vermögen in de, bevor sie sagen, andere länder müssten d entlasten, is ja lächerlich

  • Joachim Datko

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    Gegen den Islam hilft Bildung

    Zitat: „Mit Michael Stürzenberger überzieht ein Islamfeind seit mehreren Jahren die Stadt mit Kundgebungen, […].

    Die abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind Diebe des Selbstbestimmungsrechts. Je bebildeter die Menschen sind, desto weniger Interesse haben sie in der Regel an Religionen.

    Auch bei Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge sollte man massiv Bildungsangebote unterbreiten. Bildung kann der Mensch ohne Aufwand überallhin mitnehmen. Das z.B. Sprachkurse umso effektiver sind, je früher man anfängt eine Sprache zu lernen, ist ja heute allgemein bekannt. Ich stelle mir eine Erstaufnahmestelle als eine „große Schule“ mit vielen Angeboten vor. Wenn der Mensch lernt, hat er in der Regel auch eine positive Aufbruchstimmung.

  • Johann Brandl

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    Übrigens feiern wir hier in Regensburg am Sonntag den 28. Sep. ein Nachbarschaftsfest rund um die Gemeinschaftsunterkunft in der Grunewaldstrasse 11 . Dran beteiligen sich eine ganze Menge an Organsiationen es gibt Kunst, Essen, Trinken Musik und Unterhaltung. Gefördert u.a. auch vom Bundesprogramm „Toleranz Fördern Kompetenz stärken“. Alle sind eingeladen mal vorbei zu schauen und sich einen eigenen Eindruck zu machen.

    Bürgerverein Süd-Ost u.v.a.m.

  • Monika Koch

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    Was wohl an den „Schlechtmenschen“ so attraktiv ist?

    Anscheinend fühlen sich viele Leute wohl dabei, gegen andere gehässig zu sein, sich mit ihrer deutschen Staatsbürgerschaft als etwas automatisch Besseres zu halten, Egoismus zu heiligen, wenn er gegenüber anders Aussehenden, gegenüber Muslimen, gegenüber Dunkelhäutigen, gegenüber im Ausland in Armut Lebenden ausgesprochen wird.

    Gerade kam in B5 Aktuell eine Sendung aus der Reihe „Dossier Politik“ über die EU-Flüchtlingspolitik, hier nachzuhören http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/dossier-politik/index.html oder herunterzuladen http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-dossier-politik.shtml

    Da kann man ein paar Tatsachen erfahren, z.B. daß pro Kopf umgerechnet die Deutschen natürlich NICHT viele Flüchtlinge/Asylbewerber aufnehmen. Wir sind nur Durchschnitt, – und das, obwohl wir doch ständig mit unserer erfolgreichen Wirtschaft und mit unserem Wohlstandes angeben.
    Dagegen mein Respekt vor z.B. dem Libanon, der als armes kleines gebeuteltes Land nun schon so lange Zeit all die bedauernswerten Menschen aus Syrien aufnimmt und versorgt.

  • Rob

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    Es ist immer wieder erstaunlich, wie Menschen, welche NICHT an der Heidemannstrasse in München wohnen urteilen, Lügen und Vorurteile verbreiten. ICH wohne „direkt“ neben dieser Erstaufnahmestelle und sehe die Probleme täglich. Es ist „FAKT“, dass es bereits mehrfach sexuelle Übergriffe gegen Frauen und sogar kleine Mädchen gegeben hat, es ist Fakt, dass bereits sehr viele sexuelle Übergriffe gegen Kinder innerhalb des Heims stattgefunden haben, es ist Fakt, dass bereits mehrere Raubüberfälle stattgefunden haben. Die hiesige Tankstelle, sowie alle Supermärkte und Shops haben „auf eigene Kosten“ mehrere Sicherheitsdienste angestellt um die Belästigungen und immensen Diebstähle zu unterbinden. Die Polizei hat bereits einen Kinderspielplatz komplett abgesperrt, weil Flüchtlinge diese als Toilette benutzten und Bierflaschen zerschlagen haben. Es wurden Autos aufgebrochen, Gegenstände wie Fahrräder etc aus Hausgängen entwendet etc. Ist dies kein Grund – für den Anwohner – zu lamentieren ? Ist all´dies ein Grund für die Medien und sogenannte Gutemenschen, UNS Anwohner als „Nazis, Rassisten, Rechtsradikal und Ausländerfeindlkich“ zu beschimpfen ? Bei allem Respekt: Wer es gutheißt, dass Menschen – egal welcher Herkunft – Kinder sexuell belästigt, der hat ein großes Problem und sollte einen Arzt aufsuchen ! Nein, wir sind keine Nazis, aber wir wollen in Ruhe hier wohnen und leben. Dies ist unser , im Grundgesetz verbrieftes Recht und für dieses Recht kämpfen wir. Es ist traurig, dass es in diesem – ach so kulturellen – Land, Menschen gibt, welche Straftaten gut heißen und ihre eigenen Mitmenschen und Landsleute die hart arbeiten und tagtäglich ihren Beitrag leisten, als Nazis und Rassisten beschimpfen. Danke, für das Lesen dieses Kommentars von einem Anwohner, welcher keine Glatze , keinen Baseball Schläger, keine Springerstiefel oder Tätowierungen hat.

  • Tom

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    Das ist nun schon mal bemerkenswert!!!

    Da schreibt im ganzen thread endlich mal einer (Rob), der offensichtlich als Einziger hautnah die Realität beurteilen kann, und schon verschlägt es der Schar der Integrationsromantiker sie Sprache.

    Es ist natürlich auch viel einfacher, die Augen vor der Realität zu verschließen, und aus der sanierten 3-Zimmer Altbauwohnung mit Stuckdecke und Akademikernachbarschaft über die ausländerfeindliche Gesellschaft herzuziehen.

    Das Sankt-Florian-Prinzip in Reinkultur!!!

  • Dubh

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    Noch viel bemerkenswerter ist es, wie die ganzen angeblichen Freimanner auf Kommando zu regensburg digital finden, aber nicht zur SZ, wo ja ziemlich ausgiebig berichtet wird, was aktuell los ist, wovon aber erstaunlicherweise keiner dieser „Anwohner“ das geringste weiß………………

    Dieser Rob wohnt gar direkt NEBEN „dieser“ Erstaufnahmestelle – wie macht er das nur?

    Wer außerdem kein Wort von den unmöglichen Zuständen in der Bayernkaserne verlauten lässt, die der Freistaat Bayern zu verantworten hat – vieles auch entgegen verbindlicher Absprachen mit der Stadt München – und alles den Flüchtlingen anlastet und noch so einiges dazuerfindet, der ist halt einfach übler Rassist.

    Leute, die von „Ebula“ schwadronieren, sich als „hart arbeitend“ aufspielen – woran?! – an rassistischer Hetze? – kann man getrost vollkommen ignorieren.

    Schließlich gibt es genug Leute die sich engagieren und helfen, auch in München und Freimann, so ist die Zeit deutlich besser verwendet.

  • wahon

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    @Rob

    Eine Nachfrage bei der Polizei hat ergeben, dass es eine Menge Anzeigen, Beschwerden und Klagen gegeben hat und gibt, aber keine einzige (!) Anklageerhebung oder Verurteilung wegen der von Ihnen erhobenen pauschalen Vorwürfe gegen „Flüchtlinge“ vorliegt.
    Man muss kein Neonazi sein, um rassistische Vorurteile zu pflegen und der Lynchjustiz anzuhängen. Die Altnazis hatten ja gerade deshalb soviel Erfolg, weil sie sich auf ein Millionenheer von „ganz normalen“ Mitläufern, wie Sie einer sind, verlassen konnten.

  • Do

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    Hallo erstmal, ich wohne gleich neben der Bayern-Kaserne, habe mich noch kein einziges Mal belästigt gefühlt von den Flüchtlingen. Diese Hetze ist zum K…!!! Die Leute, die hetzen, sollten sich erstmal informieren woher die Menschen kommen u warum sie dasind. Mir begegnen v a Anwohner, die sich abfällig äußern, aber kaum welche, die sich auch nur ein bisschen einzufühlen versuchen. Das ist sehr traurig. Und das in unserem Land mit unserer Vergangenheit. Man braucht sich nicht wundern, warum Deutschland so eine Vergangenheit hat. Man muss sich fast schämen Deutscher zu sein. Oder muss man sich schämen Mensch zu sein?

  • Rob

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    @Ex-Gebirgsjäger der EvBergmann-Kaserne: Aha, DAS ist also Ihre Auffassung von Demokratie und Meinungsäußerung ! Hat man Ihnen dies bei der Bundeswehr gelernt ? Wissen Sie, was für mich immer belustigend ist ? Es wird IMMER von Nazis gesprochen, aber ich sehe keine !!!! Alles was man – gerade hier im Münchner Norden – sieht, sind Links“Radikale“ teenager in ihren typischen schwarzen Kapuzen, Springerstiefel, Lila-Grün gefärbte Haare, Anarchie Sweatshirts mit Aufdruck „Bomber Harries do it again“ etc. Einen Nazi habe ich noch nicht gesehen. Können Sie mir sagen, WO sich Nazis aufhalten ? GERNE würde ich einmal einen Echten, typischen Klischee Nazi mit Glatze, Springerstiefel, Baseballschläger, Tätowierungen etc sehen.

  • Ex-Gebirgsjäger der EvBergmann-Kaserne

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    @Rob: Hatte ich was von randalierenden Anwohnern geschrieben?
    Besser lesen, bitte!
    Niemand beneidet die Anwohner der Heidemannstrasse oder des bis in die Ingolstädter Str. langgezogenen Kasernenviertels. Dies aber schon seit Jahrzehnten, weil Kasernenviertel eben nie „schön“ sind.
    Ich hatte in der Vergangenheit dort noch nie was gegen den Strassen-/ Hausfrauenstrich gehört. Komisch, dass jetzt Flüchtlinge stören sollen!
    In unmittelbarer Nähe zur Kaserne wohnt niemand, da ist schon die Heidemannstrasse dazwischen. Auf der Europark-Seite wohnt auch niemand.

    Ich bezweifle sehr, dass dies was Sie da an Ausschreitungen von Flüchtlingen schreiben dort wirklich geschieht.
    Es ist die übliche Hetze, die man auch anderswo genauso lesen kann.

    Nazi’s haben schon lange keine Glatzen oder Springerstiefel mehr.

  • Ex-Gebirgsjäger der EvBergmann-Kaserne

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    @Dubh:

    „Noch viel bemerkenswerter ist es, wie die ganzen angeblichen Freimanner auf Kommando zu regensburg digital finden“.
    —————–
    Genau, wo man doch in MUC-Freimann – im Bereich der Bayern-Kaserne sonst fast niemanden auf der Strasse sieht, und die eigentliche Freimanner-Wohnsiedlung am „Kieferngarten“ wirklich so weit entfernt ist, dass man schon mit einem Obervatoriums-Fernrohr in Richtung BK schauen müsste, um dort etwas feststellen zu können. ;-)

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