Ruhe für die Altstadt-SPD?

Beim „Wettstreit” um die OB-Kandidatur war Tonio Walter gegen Joachim Wolbergs unterlegen. Jetzt führt er die Altstadt-SPD. 	F.: arTonio Walter neuer Vorsitzender/ Alter Vorstand noch nicht entlastet Die Ära Kurt Schindler ist zu Ende. Am Dienstag abend wurde der Strafrechtler Tonio Walter mit 18 von 24 Stimmen zum neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Altstadt gewählt. Seine Stellvertreter sind Thomas Kube und Mareike Braun. Damit scheint der, für die Regensburger SPD wichtigste Ortsverband wieder in ruhigeres Fahrwasser zu geraten. Der alte Vorsitzende, Mieterbund-Chef und Stadtrat Kurt Schindler, der bei der Listenaufstellung für die Kommunalwahl keine Mehrheit mehr gefunden hatte, war von vielen Mitgliedern wegen seiner Untätigkeit im Wahlkampf und wegen des schlechten Informationsflusses innerhalb des Ortsvereins kritisiert worden. Nachdem bekannt geworden war, dass Schindler für die Freien Wähler kandidieren wollte, zog er die Konsequenzen, trat zurück, und kehrte zusammen mit mehreren ehemaligen Vorstandsmitgliedern des Ortsverbandes auch der SPD den Rücken. Im Zuge der Querelen musste die Altstadt-SPD zahlreiche Austritte hinnehmen. Aktuell zählt man 74 Mitglieder. Walter spricht allerdings davon, dass man bereits erste Neu- und Wiedereintritte verzeichnet. Er war mit Schindler bereits vor knapp einem Jahr aneinandergeraten. Wegen Walters Initiative „Neues Leben für die Altstadt-SPD” hatte Schindler sich (letztlich erfolglos) bei der Parteispitze beschwert. Im Vorfeld der Neuwahlen war kurzfristig unklar, ob diese überhaupt stattfinden können. Weil der Kassenbericht des alten Vorstandes noch nicht vorlag, konnte bislang keine Kassenprüfung und die damit einhergehende Entlastung der zurückgetretenen ehemaligen Führungsriege um Kurt Schindler erfolgen. Der Vorschlag, so lange dem SPD-Spitzenkandidaten Joachim Wolbergs die kommissarische Leitung des Ortsverbandes zu übertragen wurde abgelehnt. Kurt Schindler machte zuletzt von sich reden, weil er dem Freie-Wähler-Stadtrat Günther Riepl beim Antrag auf Sondersitzung zur Stadtbauaffäre „Namensmissbrauch” vorgeworfen hatte.

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Kommentare (3)

  • Mathilde Vietze

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    Herzlichen Glückwunsch für Tonio Walter. Er
    (und sein neuer Vorstand) ist der Garant dafür,
    daß in diesem Ortsverein endlich wieder demo-
    kratische Verhältnisse eintreten und – daß
    politische Aktivitäten geschehen. Und die Aus-
    getretenen? Nun, das waren alles Hofschranzen
    von Schindler; mit denen hätte man eh keinen
    Neuanfang machen können. Reisende soll man nicht aufhalten!

  • Mathilde Vietze

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    An dieser Stelle nochmals ein herzliches Danke-
    schön an Lothar Strehl. Er hat nicht nur der
    SPD einen unschätzbaren Dienst erwiesen, er hat
    diesen längst überfälligen Neuanfang erst mög-lich gemacht.

  • Reiner Gottl

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    Das war mutig und konsequent von Lothar Strehl. Uneigennützig hat er für die Partei gehandelt. Schindler sitzte 6 Jahre auf einen CSU Aufsichtsratsposten bei der Stadtbau. Was hat er für die CSU dafür leisten müssen?

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